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E_1936_Zeitung_Nr.007

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N°7 — FREITAG, 24. JANUAR 1936 AUTOMOBIL-REVUE Sthweizerisdie Rundschau Der Benzfnzoll bleibt auf 28 Franken. Welches Schicksal der Benzinzollerhöhung bei der Beratung des Finanzprogramms durch den Ständerat beschieden ward, hat seinerzeit der an dieser Stelle veröffentlichte Artikel beleuchtet: ohne Wimperzucken erteilte die Ständekammer dieser Massnahme ihren Segen, Hess es jedoch nicht bewenden, sondern dekretierte noch weitere Zugaben in Form der Zollquittungsgebühren und der Annahme der Motion Müller, welche auf die Einführung des Spritbeimischungszwangs zum Benzin abzielt Mehr Verständnis und Aufgeschlossenheit für die Warnungen der automobilistischen Kreise vor dem fatalen Experiment einer neuerlichen Heraufsetzung des Benzinzolls bekundete dann freilich die nationalrätliche Kommission für die Finanzvorlage. Durch die Herren Bossi, Dr. Gafner und Picot über die wirtschaftliche Tragweite eines solchen Schrittes unterrichtet, entschloss sich die Kommissionsmehrheit, kräftig Wasser in den bundesrätlichen Wein ,zu giessen und auch dem Ständerat die Gefolgschaft zu versagen. Herabsetzung des Zollansatzes von 28 auf 24 Fr., so lautete das Fazit. Mochte auch diese Wendung der Dinge dem automobilistischen Horizont einen Silberstreifen aufsetzen, man konnte ihrer doch nicht so recht froh werden. Ein seltsamer Geschmack wollte bei alledem nicht von der Zunge weichen. Zum ersten deshalb, weil die gleiche Kommission zuvor schon den Beitrag des Bundes an den Bau der Alpenstrassen (7 Millionen!) kurzerhand in der Versenkung hatte verschwinden lassen, womit sie allerdings die Bergkantone prompt mobil machte, und zum andern, weil nach allem, was an die Oeffentlichkeit durchsickerte, der Reduktion des Benzinzolles doch irgendwie der Geruch des Handels anhaftete. Hatte nicht ein Teil der Kommission, vorab die Sozialdemokraten, die Angelegenheit mit der Frage des Lohnabbaues verquickt und ihre Stellung pro oder contra Benzinzoll davon abhängig gemacht, ob sie in ihrem Kampf um Milderung der Gehaltssenkung in andern Lagern Unterstützung fänden oder nicht? — In der parlamentarischen Sprache bezeichnet man solche Machenschaften als «Taktik». In dieser Phase, da alles noch in der Luft zu hängen schien, erwuchs den automobilistischen Verbänden die selbstverständliche Pflicht, ihre letzten Trümpfe auszuspielen. Sie verdoppelten ihre Anstrengungen, die Benzinzollerhöhung zu Fall zu bringen. Mancherlei Tatsachen, die inzwischen bekannt geworden waren, trugen neuen Wind in ihre Segel. Was sie und auch wir prophezeit hatten, war eingetreten: die Mehreinnahmen des Bundes aus dem Benzinzoll blieben, darüber konnte angesichts der Ergebnisse für das zweite Halbjahr 1935 kein Zweifel bestehen, hinter den Erwartungen, die der Bundesrat an seinen famosen Beschluss vom 25. Juni 1935 geknüpft, zurück. Die Kantone wussten, genau wie wir es vorausgesagt, von einer Rückgabe der Kontrollschilder in noch nie dagewesenem Ausmass und von einer Steigerung der Arbeitslosigkeit im Autogewerbe zu berichten. Vor dem Zusammentritt der ausserordentlichen Ratssession am 6. Januar Hess sich die Situation in der Frage des Benzinzolls in groben Zügen folgendermassen resümieren: hier die Automobilisten, die mit einem ganzen Arsenal an schwerwiegenden, durch empirische Tatsachen belegten Argumenten gegen die bedenkenerregende Fiskalpolitik des Bundes zu Felde zogen, um den Bundesratsbeschluss vom 25. Juni 1935 auffliegen zu lassen; dort der Stänflerat und unser Herr Finanzminister, unnachgiebig an der Zonerhöhung festhaltend und keinen Finger breit weichend, und in der Mitte die nationalrätHche Kommission mit ihrem Herabsetzungsbeschluss von 28 auf 24 Fr. Dazu gesellte sich während der Beratungen noch ein Eventualantrag, lautend auf einen Zollansatz von 26 Franken. Den eigentlichen Benzlnzotl-Arfikel nahm die Volkskammer am Dienstagnachmittag in Angriff, um die Beratung während der Nachtsitzung weiterzuführen. In rund 2% Stunden war das Geschäft abgetan, hatte das Problem der Benzinzollerhöhung, das so tief in das wirtschaftliche Gefüge unseres Landes eingreift, seine « Lösung » gefunden. Beweis genug für den Geist der Sorglosigkeit, der die Erledigung der Frage beherrschte. Um es gleich vorwegzunehmen: der Nationalra' hat — beinahe eine Ausnahmeerscheinung während der gegenwärtigen Session ^— der Mehrheit seiner Kommission den Rücken- gewandt und sich zu den Anträgen der Exekutive bekannt. Das heisst, in prosaische Form geprägt, er hat, dem Ständerat getreulich Folge leistend, den auf 28 Fr. pro 100 kg erhöhten Zollansatz sanktioniert. In diesem Hauptpunkt haben sich die beiden Kammern über alle Mahnungen hinweg in seltener Einigkeit gefunden Dem Automobilisten bleibt im Moment nichts anderes zu tun übrig, als sich mit dieser neuerlichen Zumutung abzufinden und die Konsequenzen daraus zu ziehen, wobei er seinen Groll über die schreiende Ungerechtigkeit damit beschwichtigen und in dem erhebenden Gefühl « schwelgen » majt, dass er, an den Leistungen zuhanden des Bundes gemessen, bei weitem den grössten Patriotismus aufbringt. Die Würfel sind gefallen. Die Schlacht ist verloren. Unsere warnende Stimme ist ungehört verhallt. Sie wurde überdröhnt durch den Ruf n.ach Wiederherstellung des Gleichgewichts im Bundeshaushalt, nach den fehlenden ISO Millionen. Nein. Mangel an Eindeutigkeit lässt sich dem Entscheid des Parlaments nicht nachsagen. Wir wissen jetzt, aus welcher Richtung der Wind bläst Gaben wir uns auch nie einer Illusion darüber hin, in unserer Legislative auf volles Verständnis zu stossen, so hat uns die Behandlung der Benzinzollfrage die Augen vollends geöffnet und uns zur klaren Ueberzeugung eebracht, dass in den Reihen der « Abgesandten des Volkes » das Wohlwollen und die Sympathie für das Motorfahrzeug mit der Laterne gesucht werden muss. Pardon, wird man uns entgegnen — und wir sind auf diesen Einwand gefasst — Ihr habt Euch die Sympathien selbst verscherzt! Eure Verbände haben sich herausgenommen, bei den Nationalrats- «rahlen uns Parlamentarier «unter Druck zu setzen ». sie haben sich erdreistet, uns zu beeinflussen, ein Gehaben, dessen Nachhall in uns noch nicht verklungen ist . Mit diesen Worten ungefähr zog Herr Walther (Luzern) frepen die automoWlistisehen Vereinigungen vom Leder. Man fühlte si^h also im Nationalrat betrogen, über die Automobilisten zu Gericht zu sitzen, weil sie sich gegen einen weiteren Zugriff des unersättlichen Fiskus verteidigten. Hat man vielleicht im Glauben gelebt, sie würden angesichts der Gefahr ä la 1 Vogelstrauss handeln oder resigniert die Hände in den Schoss legen? Erwuchs ihnen nicht vielmehr die Pflicht, im Interesse der allgemeinen Wirtschaft auf den Busch zu klopfen und die ruinösen Folgen einer Benzinzollerhöhung aufzudecken? Wenn man deswegen gegen sie Sturm läuft und den Stab über ihnen bricht, dann werden wir den Eindruck nicht los, man habe diese Selbstverständlichkeiten lediglich deshalb so mächtig aufgebauscht, weil es an schlagkräftigeren Gegengründen gebrach. Deshalb wurden die Aktionen und Erhebungen der Autoverbände so ungnädig aufgenommen. Die Heftigkeit der Reaktion gestattet jedoch den Schluss, dass sie sich damit auf dem richtigen Weg befanden. Umgekehrt Hess der Nationalrat nichts unversucht, die bedenklichen Auswirkungen, denen eine Benzinzollerhöhung sowohl im Finanzwesen von Bund und Kantonen als auch in unserer gesamten Wirtschaft rufen muss, zu bagatellisieren. Als Referenten der Kommissionsmehrheit predigten die Herren Dr. Gafner und Bossi tauben Ohren, wenn sie mit allem Nachdruck betonen, man könne ein derartiges Experiment heute unmöglich verantworten, weil es eine Verteuerung, eine Verschärfung der Krise nach sich ziehe und überwiegende volkswirtschaftliche Interessen aufs Spiel setze. Die Berichterstatter mochten mit Zahlen aufwarten, die bei objektiver Betrachtung jeden Zweifel in die Richtigkeit ihrer These zerstreuten, dass gerade in diesem Fall weniger mehr wäre — der Rat verharrte in seiner Apathie gegenüber dem Auto und war daraus auch durch die Voten der HH. Picot, Lachenal, Dr. Müller nicht aufzurütteln. Wir sind es gewohnt, dieses als quantite neglineable zu sehen. Dass es aber gerade dem Herrn Bundespräsidenten vorbehalten bleiben sollte, in dieselbe Kerbe zu hauen und mit souveräner Gelassenheit die schweizerische Automobilwirtschaft zur Bedeutungslosigkeit herabzumindern, ging entschieden zu weit. Wie sagte er doch? Das Auto bewirkte eine vollständige Anhängigkeit vom Ausland, wir müssten Benzin, Oel, sämtliche Personenwagen, Zubehörteile etc. importieren. Was dann noch übrig bleibe, nenne man die schweizerische Automobil- Industrie! Kopf gut schütteln vor Gebrauch! Dann wird sich die Frage von selbst einstellen, wieso es denn der Bund für angezeigt halte, ausgerechnet dieser Lappalie von Auto-Industrie durch das Mittel der Kontingentierung, durch Zollrückvergütungen auf eingeführten Chassis und andere Massnahmen in ihrer Existenzfähigkeit zu erhalten. Das und noch etwas anderes vergass der Herr Finanzminister in der Hitze des Gefechtes beizufügen: dass dieser lächerlich kleine Spross am Baum der schweizerischen Wirtschaft rund 40.000 Leute ernährt, mehr als die SBB! Es fällt übrigens nicht schwer, noch weitere Rosinen aus dem Kuchen des bunclesrätlichen Plaidoyers herauszuklauben, einem Plaidoyer, das den Kern der Sache, die wirtschaftliche Seite der Benzinzollerhöhung mied, und sich darauf teechränkte. die Notwendigkeit einer Rückbildung der «Verkehrshypertrophie» zu unterstreichen. Mit einer Verteuerung des Autobetriebs — denn natürlich ist allein der Autoverkehr überentwickelt, beileibe nicht die Bahnen! — lässt sich, so kalkulierte er, dieser Prozess elegant -und sicher auslösen. Daraus ergab siqh als der Weisheit letzter Schluss, dass dag Motorfahrzeug, trotzdem oder gerade weil ihm die Krise weniger anzuhaben vermochte, den Bahnen geopfert werden solle. Seine auch durch die Wirtschaftedepression nicht gebrochene Entwicklung wurde ihm direkt übel vermerkt und lieferte einen willkommenen «Grund» zu einer Art Retorsionsmassnahme. Weil die Bahnen darniederliegen und die Heilung sich zusehends hinauszögert, empfindet man die Gesundheit des Automobilwesens anscheinend als um so aufreizender und unzulässiger. « Der Bund braucht Geld und der Automobilist kann bezahlen». so klang der Refrain, der in den zwar nicht eben zahlreichen Voten zu Gunsten eines Zollansatzes von 28 Fr. wiederkehrte. Seltsam berührt es uns zwar nicht, vielmehr symptomatisch, dass das Ratskollegium sich ausgerechnet beim Kapitel Benzin seiner Aufgabe unvermittelt erinnerte, ein Loch von 130 in der Bundeskasse zu stopfen, nachdem man zuvor frisch und fröhlich auf einem Schock anderer Positionen des Finanzprogramms grossmütig Konzessionen gewährt und damit dessen Ertrag geschmälert hatte. Ziemlich genau die acht Millionen, welche man vorher mehr bewilligt, wurden beim Benzinzoll mit einem Schlag wieder eingebracht. Bezeichnend nimmt sich in diesem Zusammenhang die Erklärung Herrn Walthers, dem Verwaltungsratspräsidenten der S. B. B., aus, der Rat hätte zuvor jeden Tag einen Einbruch ins Finanzprogramm vorgenommen. Jetzt, beim Benzin, sei es an der Zeit, diese Linie zu verlassen, denn das Geld müsse nun einmal her. Ins gleiche Hörn stiess auch Herr Minister Stucki, und es ist wohl kaum übertrieben, den Ausgang der Schlnssabstimmung ZTI einem nicht geringen Teil dem Gewicht seiner Stimme zuzuschreiben. Noch einmal: die Würfel sind gefallen. Sämtliche Minderheits- und Vermittlungsanträge, welche den erhöhten Zoll gestrichen, auf 24 oder 26 Fr. festgesetzt wissen wollten, sind unter den Tisch gefegt worden. Der Bund wollte sein Opfer haben. Ob er es haben wird? Nichts spricht dafür, vieles dagegen. Die 16 Millionen Mehreinnahmen aus dem Benzinzoll stehen, wie Herr Dr. Gafner namens der Kommissionsmehrheit ausgeführt, in der Hauptsache auf dem Panier. ...und Kürzung der Subventionen für die Alpenstrassen. Als der Ständerat im Dezember das Finanzprogramm verabschiedete und dabei die Frage des Ausbau der Alpenstrassen mit keiner Silbe streifte, rechnete wohl kaum jemand damit, dass just diese Angelegenheit von den Herren Volksvertretern aufgerollt und in den Brennpunkt einer ausgiebigen Diskusison gestellt würde, deren Ende zudem noch dadurch gekennzeichnet war, dass der Ratspräsident seine «Guillotine» in Tätigkeit setzte. Die letzten vier der 21 eingeschriebenen Redner Hess er nicht mehr zum Wort kommen. Was diese Redeschlacht entfesselt, was eine Verbindung zwischen dem Thema «Ausbau der Alpenstrassen » und dem finanziellen Sanierungsprogramm geschaffen hat? Der überraschende Entscheid der nationalrätlichen Kommission, den im Bundesbeschluss vom 4. April 1935 verankerten Beitrag von jährlich 7 Millionen zur Anpassung der Paßstrassen an den modernen Verkehr für die Dauer des Finanzprogramms zu streichen. Damit Hilf Dir selbst, so hilft Dir Gott! Der weitsichtige Automobilist wird sich selbst zu helfen wissen, um sein Budget im Gleichgewicht zu bewahren. Er wird nicht zuwarten, bis eine immer in weitere Ferne entschwindende Herabsetzung des Benzinpreises beschlossen wird. Ersuchen Sie deshalb Ihren Garagisten, Ihren Motor mit einem Autofacfanam interessiert sich besonders für das Chassis, und er muss zugeben, dass jß^%ß O 1 n > er etwas Hervorragendes geleistet hat. LIMOUSINE . . . . Fr. 9.900 CABRIOLET, 2 Fenster Fr. 12.300 CABRIOLET, 4 Fenster Fr. 12.900 6 Zylinder. 11 St.-PS. Vollschwingachser -Vergaser mit dem hervorragenden Düsensystem 20 auszurüsten, oder Ihren alten Vergaser BF auf das Düsensystem 20 umzubauen. 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