Aufrufe
vor 8 Monaten

E_1936_Zeitung_Nr.010

E_1936_Zeitung_Nr.010

.••»M^-I..

.••»M^-I.. .".»-... n...... w» T\T17\TDT 1^ 1 T?T7T3QTT A"D lOQfi nXO "I {m betriebswarme Wasser nach 40 Stunden normalerweise nur so weit abgekühlt hat, dass das kalte Motorsystem damit noch auf 15° C. erwärmt werden kann. Dadurch wird auch in diesem Falle noch ein sicheres Anspringen gewährleistet. Infolge ihrer sehr geringen Abmessungen kann die Apparatur fast überall vorgesehen werden, um so mehr, als es gleichgültig ist, in welcher L#ge relativ zum Motor man sie anbringt Gewöhnlich wird sie so montiert, wie dies unsere Abbildung zeigt. Die Isolierflasche ist in verschiedenen Grossen von lO-r-50 Liter Inhalt erhältlich. f»*«Bl«t£sdh«» Winke Schneeketten auflegen. Um beim Aufziehen der Schneeketten nicht zu viel Zeit zu verlieren, hält man sich am besten an einen bestimmten Arbeitsgang, der schliesslich so sehr zur Gewohnheit wird, dass das Auflegen nur noch wenige Minuten in Anspruch nimmt. Die Ketten werden in der Wagenspur glatt am Boden ausgebreitet. Die geöffneten Schlösser sollen mit ihrer offenen Einhängeseite nach unten liegen. Wenn nicht auf beiden Seiten der Ketten dieselbe Zahl von Spannschlössern angebracht sind, gehört die grössere Zahl auf die Aussenseite. Nun fährt man bis zu etwa zwei Dritteln auf die Kette auf und legt das längere Ende um das Rad. Der kürzere Teil wird angehoben, worauf zuerst die innern und nachher die äussern Schlösser gespannt werden. Die zum Spannen gewisser Kettenarten benötigten Schlüssel darf man bei der Wegfahrt nicht vergessen. Lüften Sie Ihren Wagen richtig? Zweifellos sind Sie in der Bedienung Ihres Wagens vollkommen auf der Höhe, und Sie können es sich auch leisten, bei gelegentlichen fachmännischen Unterhaltungen mit Ihren Kenntnissen aufzuwarten. Aber gestehen Sie: sind Ihnen nicht schon einmal Zweifel gekommen wegen der richtigen Belüftung Ihres Wagens? Sind Sie nicht schon einmal dieser/halb in Meinungsverschiedenheiten geraten mit Ihren Freunden auf den Rücksitzen Ihres Wagens? Haben Ihre Fahrgäste nicht schon einmal die Behauptung aufgestellt, es würde ganz fürchterlich ziehen, während Sie das gar nicht wahrgenommen haben, so dass probiert wurde: linkes Fenster auf, rechtes Fenster zu, beide Fenster auf, beide Fenster zu, und in keinem Falle konnte allen Wünschen entsprochen werden. Wenn Sie wieder einmal liebe Freunde in Ihrem Wagen ausfahren und Sie wollen sie in Ihrer rücksichtsvollen Art vor jeder Zugluft schützen, dann lassen Sie bitte alle Seitenfenster geschlossen, das linke Fenster wie auch das rechte, und stellen Sie die Windschutzscheibe, die bei den meisten Wagen ja so einfach mit einem einzigen Handgriff, auch während der Fahrt, zu öffnen ist, ein klein wenig heraus, und Sie werden immer eine angenehme frische Luft in Ihrem Wagen haben, ohne dass Si« oder Ihre Fahrgäste den Unannehmlichkeiten von Zugluft ausgesetztsind. Wenn Sie beide Seitenfenster geöffnet halten, ist es ja einleuchtend, dass Zugluft entsteht, die sich auf den Vorder- wie auf den Rücksitzen bemerkbar macht, aber es genügt auch schon, wenn nur ein Seitenfenster geöffnet ist, um Zugluft zu erzeugen. In diesem Falle dringt der Fahrtwind durch das offene Fenster ein und aus, und es entsteht im rückwärtigen Teil des Wagens der bekannte Wirbej, der sich sehr lästig im Nacken Ihrer Fahrgäste fühlbar macht. Aber nicht nur dies allein, die durchströmende Luft hat die unangenehme Eigenschaft, auf die unter der Motorhaube befindliche Luft eine Saugwirkung auszuüben, so dass die warme, von Benzin- und Oelgeruch durchsetzte Luft in den Innenraum des Wagens eindringt, wenn dies selbst durch vorbildliche Abdichtung der Spritzwand, der Oeffnungen für Brems- und Schalthebel und Pedale auf ein Mindestmass beschränkt bleibt. Ganz anders ist es nun, wenn Sie, dem Rate folgend, nur die Windschutzscheibe herausstellen; der Fahrtwind, der auf den Wagen von vorn trifft, kann nicht üibermässig stark eindringen, weil doch der ganze Druck des Fahrtwindes auf dieser Oeffnung der Windschutzscheibe lastet und ein Entweichen der Luft und somit eine starke Strömung verhindert wird. Es entsteht also dadurch im gewissen Sinne ein Ueberdruck im Wagen, der eine zu reichliche Entlüftung und vor allem auch das Eindringen der Heissluft vom Motor verhindert. Es ist dies eine ganz einfache Sache, und Sie haben sie sicher längst gekannt. Halten Sie sich also bitte an unseren Rat, und Ihre Freunde auf den Rücksitzen Ihres Wagens werden mit noch grösserer Freude an Ihren Fahrten teilnehmen. ; Umgekehrt ist es aber, wenn Sie auf die Gunst Ihrer Mitfahrer weniger Wert... — aber das ist doch bei Ihnen ganz ausgeschlossen — immerhin, dann müssten Sie also alle Fenster... — doch das gehört nicht rnehr hierher. (Aus B.M.W.-Blätter.) Tech

10 -J DIENSTAG, ¥. FEBRUAR 1936 AUTOMOBiT-tfEVUE werden. Der Regler besorgt dies mit seinen drei Kontakten d, b und c. Der mittlere Kontakt b wird einerseits von einer Feder gegen den Kontakt c hingezogen und andererseits durch die Kraft des Magneten mit der Spule g und h gegen den Kontakt d. Beim Lauf der Maschine vibriert der mittlere Kontakt, sei es aus der Mittellage nach c oder nach d, wodurch die Nebenschlusswicklung periodisch direkt an Masse gelegt oder über den Feldwideretand t an Masse gelegt oder endlich kurz geschlossen wird. Durch passende Wahl der Windungszahl der Reglerspule schwankt der Nebenschlußstrom um den Mittelwert, der zur Erhaltung der gewünschten Spannung nötig ist Durch die Spule g auf dem Reglermagneten wird erreicht, dass die Lichtmaschine beim Beginn der Ladung der Batterie auf geringerer Spannung reguliert. Der selbsttätige Schalter dient zur Oeffnung des Ladestromkreises nach vollzogener Ladung. Sobald er öffnet, ist die Ladekontrollampe nicht mehr kurzgeschlossen und leuchtet auf. . Stromresulierte Lichtmaschine. Die Schaltung der stromregulierten Maschine ist im Aufbau einfacher. Auch hier wird eine Nebenschlusswicklung zur Erregung der Dynamo verwendet, die aber nicht an der vollen Klemmenspannung liegt, sondern durch eine Hilfsbürste nur einen Teil der Netzspannung erhält Diese Bürste c wird so eingestellt, dass bei höheren Stromstärken im Rotor der Erregerstrom stark sinkt, so dass von einer gewissen Drehzahl an die Stromstärke der Maschine nicht wie bei der spannungsregulierten Dynamo konstant bleibt, sondern absinkt. Ebenso sinkt auch ihre Klemmenspannung nach Erreichung eines Höchstwertes. Da es für Beleuchtungskörper sehr wichtig ist, dass die Spannung möglichst konstant bleibt, ist die spannungsregulierte Maschine vorzuziehen. Sie kann auch ohne Parallelschaltung einer Batterie die Lichtanlage speisen, während stromregulierte Maschinen an das Funktionieren der Batterie gebunden sind. Dafür ist die spannungsregulierte Dynamo teurer und komplizierter. Neben den beschriebenen Schaltungen existieren noch andere, deren Beschreibung aber hier zu weit führen würde. •xt. Spvechsaa Anfrage 573. Mängelrüge. Ich habe am 2. April 1935 ein neues B.-Cabriolet, Serie Nr. 60, gekauft. Nachdem der Wagen eingefahren war, stellte es sich heraus, dass bei Geschwindigkeiten von zirka 70 km/Std. an sehr starke Shimmy-Erscheinungen auftraten, so dass es sogar auf den deutschen Autostrassen nicht möglich war, eine Geschwindigkeit von ca. 80 km/Std. zu fahren. Diese Shimmy- Erscheinung ist auch schon bei 60 km/Std. aufgetreten, tritt aber meistens bei ca. 70—80 km/Std. auf. Der Wagen ist unberechenbar. Derselbe soll nach Katalogangabe 136 km/Std. machen. Ich habe bei der Zürcher Verkaufsfirma in der Garantiezeit reklamiert und sofortige Abhilfe verlangt und erklärt, ich würde sonst den Wagen zurückgeben und den Kaufpreis zurückverlangen. Mündlich versprach der Vertreter der Firma Abhilfe mit der Bemerkung, dass er, bzw. die Ingenieure noch nicht wüssten, was gemacht werden müsste. Der Vertreter der Firma erzählte mir selbst, dass ich leider mit der Reklamation nicht allein wäre. Da mittlerweile 2H Monate, trotz wiederholter Reklamationen, vergangen sind, ohne dass etwas getan worden ist, und da die Firma es abgelehnt hat, für die eventuelle Aenderung des Wagens Garantie zu leisten, habe ich am 1. Dezember den Wagen zur Verfügung gestellt und den Kaufpreis zurückverlangt. Ich hatte verlangt, dass Garantie dafür geleistet würde, dass die Shimmy-Erscheinung nie mehr auftreten würde. Würde diese Garantie nicht geleistet, könnte ich den Wagen nicht gebrauchen, und dies wäre ein Zeichen dafür, dass die Firma selbst nicht daran glaubt, dass einwandfrei Abhilfe geschaffen werden kann, jedenfalls nicht, ohne sehr hohe Kosten aufzuwenden, da hier prinzipielle Fehler vorliegen. M. E. bin ich. nicht verpflichtet, einen solchen Wagen zu behalten, besonders da ich beim Kauf des Wagens ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht habe, dass ich einen sehr guten und auch schnellen Wagen haben müsste, da ich jedes Jahr eine mehrmonattige Reise nach Norwegen etc. mache. Ich möchte den Wagen möglichst nicht behalten, da ich kein Vertrauen mehr zu diesem habe. Ich habe mittlerweile erfahren, dass schon im Jahre 1934 Shimmy-Erscheinungen bei dem B.- Wagen aufgetreten sind. Die Firma hat mir trotzdem einen Wagen verkauft. Dies ist m. E. unverantwortlich. Ich wäre sehr dankbar für eine Mitteilung, ob meine Stellungnahme richtig ist, und ob mir nur übrig bleibt, den Kaufpreis im Prozessweg einzuklagen. Ferner bitte ich um Mitteilung, ob es möglich ist, dass die Klage ausser gegen die Händlerfirma auch gegen die Hersteller und die Karosseriefabrik gerichtet werden kann, indem ich sie alle drei solidarisch verantwortlich mache. J. D. in E. Antwort- 1. Nach Art. 197 OR. haftet der Verkäufer sowohl für die zugesicherten Eigenschaften, als auch dafür, dass die Kaufsache keine Mängel aufweise, die ihren Wert oder ihre Tauglichkeit für den vorausgesetzten Gebrauch aufheben oder erheblich mindern würden. Wenn Sie beweisen können, dass Ihnen der Verkäufer zugesichert hat, der Wagen erreiche eine Höchstgeschwindigkeit von 136 km/Std. und es stellt sich nachträglich heraus, dass er nicht einmal 80 km erreicht, ohne zu schleudern, so ist kein Zweifel, dass die Voraussetzungen für eine Mängelrüge gegeben sind. Aber auch abgesehen von dieser Zusicherung wird man annehmen dürfen, ein Wagen, mit dem nicht einmal eine Geschwindigkeit von 80 km/Std. erreicht werden kann, weise einen erheblichen Mangel auf. 2. Die Mängelrüge scheinen Sie rechtzeitig erhoben zu haben. Infolgedessen treten nun die in Art. 205 OR. genannten Folgen ein: Sie können nun vom Richter die Aufhebung des Kaufes verlangen. Dringen Sie mit Ihren Klagen durch, was wahrscheinlich ist, so muss Ihnen der Verkäufer den Verkaufspreis samt Zins zurückzahlen und Ihnen ausserdem Schadenersatz leisten, es sei denn, er beweise, dass ihn kein Verschulden trifft Uns scheint, dass dieser letztere Beweis kaum erbracht werden könnte, wenn es richtig ist, dass der Verkäufer gewusst hat, dass die Wagen der von ihm geführten Marke einen so schwerwiegenden Mangel aufweisen. 3. Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass die Wandiungsklage, die Sie erheben wollen, in einem Jahr seit Abschluss des Kaufvertrages verjährt. Sie müssen also jedenfalls noch vor dem 2. April 1936 klagen. Selbstverständlich können Sie die Klage nicht selber einreichen, sondern Sie müssen sich an einen Anwalt wenden. 4. Wegen der Mängel des von Ihnen gekauften Wagens können Sie nur den Verkäufer selber, nicht aber dessen Lieferanten haftbar machen. Es scheint aber, dass in Ihrem Falle der Verkäufer solvent ist, so dass die Beschränkung der Haftung auf ihn für Sie keinen ernsten Nachteil bedeutet. • Moderne Schmieröl-Verkaufsstelle. Eine interessante Anlage zum Verkaufe von Schmieröl hat sich Herr Dr. Durst, Rue des Päquis, in Genf, geschaffen. Beim Betreten des Geschäftes ist man sofort überrascht durch die zweckmässige und moderne Einrichtung dieses Verkaufslokals, das mehr einem chemischen Laboratorium als einer Schmieröl-Verkaufsstelle ähnlich sieht Auf einem eisernen Gestelle sind längs der Wand eine grosse Zahl von Fässern gelagert, die Lubrex-Schmieröl von verschiedener Viskosität enthalten, so dass es möglich wird, für jeden Zweck und jeden Motor das bestgeeignete Schmiermittel zu wählen. Jedes Fass ist mit einem automatischen Hahn mit elektrischer Betätigung versehen. Vor den Fässern befindet sich eine elektrische Waage, die auf Schienen seitlich verschoben werden kann, so dass sie vor das gewünschte Fass zu stehen kommt. Jeder automatische Hahn besitzt ein eigenes Kabel, das durch einen Stecker mit der elektrischen Waage verbünden werden kann. Nachdem der Kunde das benötigte Oel ausgewählt hat und die Waage vor dem betreffenden Fasse steht, wird erst das genaue Gewicht des Behälters festgestellt. Hierauf kann an der Waage das gewünschte Schmierölgewicht eingestellt werden. Sobald der Stekker des Hahns mit der Waage verbunden ist, wird der automatische Hahn geöffnet, und es fliesst solange Schmieröl in senkrechtem Strahl in den Behälter, bis das verlangte Gewicht erreicht ist. Hierauf stellt die Waage den Hahn selbsttätig ab. Da der Strahl sehr regelmässig und genau senkrecht ausströmt, wird kein Oel verschüttet. Das Abstellen des Hahns erfolgt augenblicklich und ohne Nachtropfen. Um auch kleinere Oelmengen automatisch abwägen zu können, wurde auf der rechten Seite des Verkaufslokals eine ähnliche Einrichtung von bedeutend geringeren Abmessungen aufgestellt, die sich für Oelmengen von 1—5 kg eignet. Neben der absolut sauberen Bedienung, durch die jede Beschmutzung der Kleider oder der Schuhe ausgeschlossen ist, hat diese Einrichtung den Vorgug, dass das Schmieröl nicht nach Litern, sondern nach Kilogrammen abgemessen wird. Da das spezifische Gewicht des Oels mit der Temperatur wechselt, ist nur das Gewicht ein wirklich zuverlässiges Mass. Wenn auch die Differenz, die hieraus bei Abmessung nach Litern entstehen kann, verhältnismässig gering ist, so kann der Verlust im Laufe eines Jahres immerhin ein schönes Sümmchen erreichen. Ausserdem wird durch die automatische Funktion der Waage eine sehr genaue Gewichtsbestimmung erzielt. Die moderne Schmierölzapfstelle von Herrn Dr. Durst bietet deshalb sowohl punkto Sauberkeit als auch bezüglich Genauigkeit sehr wesentliche Vorteile. Die verwendeten Apparate stammen von der Firma Heritier, Avenue de la Grenade 23, in Genf. Neben den Lubrex-Schmierölen, die in jeder Beziehung zu den erstklassigen Markenölen gehören, werden im beschriebenen Geschäfte auch die Obenschmiertabletten Derbo verkauft, die sich vollständig im Benzin auflösen und zur besseren Verbrennung beitragen. Wir können allen Automobilisten und Motorradfahrern nur empfehlen, bei einem gelegentlichen Aufenthalt in Genf auch die beschriebene Schmieröl-'Verkaufssteife 'zu besuchen und dort ihren Bedarf einzudecken. Vier Werke über die Geschehnisse und brennenden Probleme der Welt! der Na für £&&&&»&&£&&&££&&:& ITHOM'A S | H i r »*.'* Auf ist Stsie nk im §h'iktn Pf i&lSMäNN.VLiLH -\|L K*Ü» Ä. G€X.;1tJtl-£ BinMftäeUebi RUPERT DONKAN lUfU Die grossen Probleme unserer Zeit bieten nicht lediglich das durch die Aktualität bedingte sachliche Interesse, sondern sie sind auch durch die Männer, die dabei auftreten, von höchster Anziehungskraft für alle die, die grosse Charaktere, kühne Taten und Genies kennen und bewundern lernen wollen. Es treten geschichtliche Persönlichkeiten von höchster Bedeutung auf, deren Taten auf unsere Generation anregend wirken müssen. Abessinien Von Anton Zischka. Kartoniert Fr. 6.—, gebunden Fr. 7.75. Anton Zinchka, der sich vor allem wirtschaftspolitischen Studien widmet und wiederholt die ganze Welt bereiste, hat es auch in diesem Werk verstanden, die Zusammenhänge und tatsächlichen Ursachen des Kampfes um Abessinien in klarer Form darzustellen. Dieses Land, an Natur- und Bodenschätzen reich, ist das letzte grosse Rohstoffland, das noch von keiner weissen Rasse beherrscht wird. Als Quellgebiet des Blauen Nils mit dem Tanasee ist es der Wasserspender für die riesigen Baum woll-Plantagen im englischen Sudan und Aegypten und so ein doppelt begehrenswertes Land. Zischka spricht nicht von Grosswildjagden und Reiseabenteuern, sondern stellt die wirtschaftspolitischen Dinge in den Vordergrund neben der geschichtlichen Entwicklung des Landes. Dieses Werk unterscheidet sich also dadurch wesentlich von allen andern Äbessinien-Büchern und verdient deshalb besondere Beachtung. Als Schnittpunkt der Interessen selbst rassisch verschiedener Völker ist die Entwicklung des Kampfes um Abessinien von unabsehbarer Bedeutung. Ausbeuter der Natur Zehn Jahre Suchen nach Platin und Gold, Wolfram und Zinn, Edelsteinen und Perlen, Pelzen und Radium, Amber und Meteoriten. Von Thomas Daring. Kartoniert Fr. 4.75, gebunden Fr. 6.90. Darings Buch ist ein packender Bericht über die Menschen, die im Auftrage der Industrie oder als abenteuerliche Einzelgänger nach den Schätzen der Erde suchen. Wie dem Spiel verfallene Glücksritter stehen sie abseits vom Alltag, wagen in der fanatischen Hoffnung auf plötzlichen Reichtum Gesundheit ;und Leben. Kein Winkel der Welt ist vor diesen Menschen sicher, kein Tier, kein Metall, kein Stein. Es ist ein ewiges Gehetztsein, eine ewige Furcht vor dem Zuspätkommen, ein unbezähmbares Streben nach dem-ersten Platze. - - - Ein Arzt erlebt China Von A. Gervais. Kartoniert Fr. 6.25, gebunden Fr. 8.15. Eine ungewöhnlich feinsinnige Schilderung Chinas und chinesischen Lebens des französischen Arztes Albert Gervais, der viele Jahre hindurch tief im Innern des Landes in der Hauptstadt der übervölkerten Provinz Szetschuan verbrachte. Man ist versucht, dieses Werk ein «Buch asiatischer Seele » zu nennen. Denn als etwas ewig Unfassbares und Geheimnisvolles, das in seinen tiefsten Regungen niemals für uns zu ergründen ist, steht diese asiatische Seele uns gegenüber. Gervais hat sich nicht damit begnügt, ihre Aeusserungen als etwas Feststehendes uns nur zu Übermitteln, er sucht sie aus der geschichtlichen, geistigen und sozialen Entwicklung zu erklären und damit die Maßstäbe für eine andere Sittlichkeit der Chinesen aufzustellen. Die unserem Denken unbegreiflichen Eigenarten dieses Volkes führen zu den Erscheinungen des chinesischen Lebens, das. der Verfasser in der Grauenhaftigkeit des sozialen' Elends, des ewigen Bürgerkrieges, der Seuchen und Hungersnöte schildert, die heute im Hexenkessel China brodeln. Es klingt hier aber auch das trotzige Vorgehen einer selbstbewussten Jugend an, die in China den radikalen Umbruch mit der ganzen Jahrhunderte alten Kultur herbeiführen will .. • Die Auferstehung Arabiens Jbn Sauds Weg und Ziel. Von Rupert Donkan. Kartoniert Fr. 5.65, gebunden Fr. 7.28. Seit dem 7. Jahrhundert n. Chr. hatten die Araber in Asien, Afrika und Europa grosse Reiche gebildet und eine hohe Kultur entwickelt; die grüne Fahne des Propheten Mohammed flatterte von Frankreich bis zu den Grenzen Chinas. Jahrhundertelang trugen weite Gebiete der Erde den Stempel der sarazenischen Kultur. Durch das, Vordringen der türkischen Seldschuken im 11. Jahrhundert wurde die Macht des Islam, die von Arabien ausging, in Asien gebrochen; in Nordafrika und Europa müsste sie in den folgenden Jahrhunderten dem europäischen Einfluss weichen. Das einst so stolze Arabien war verfallen und hatte für die politische Entwicklung der Welt jede Bedeutung verloren. Donkans Buch behandelt in meisterhafter Schilderung die Auferstehung Arabiens, die beispiellose Karriere Ibn Sauds, die das romanhafte übertrifft, den Lebensweg eines Mannes, dessen Persönlichkeit heute in den vordersten Reihen des Weltgeschehens steht Alle diese Bücher sind durch die Buchhandlungen erhältlich. Wo nicht wende man sich an den WILHELM GOLDMANN VERLAG Viktoriarain 16 BERN