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E_1936_Zeitung_Nr.009

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16 Automobil-Revue —

16 Automobil-Revue — N° 9 Gefiederte THode tDex 9iul mit den 3(afuietu5edccu mutete uns zwar im ersten Augenblick recht seltsam an, doch durfte man sich schon nach kurzer Zeit eingestehen, dass hier eine überaus kleidsame Mode entstanden sei, die — sofern der Hut in Filz ausgeführt wird — zur Strassenaufmachung, wenn er aber in Samt wiedergegeben ist, zur Nachmittags- und Gesellschaftskleidung ungemein effektvoll ist. Man verwertet die Hahnenfedern nicht nur für schwarze, sondern auch für farbige Hüte, da die Federn in den verschiedensten Farben irisieren und daher zu eder Modeschattierung passen und sich beispielsweise in Verbindung mit der neuen Rostfarbe, mit dem schönen Burgunderrot oder mit dem kleidsamen Pflaumenblau und schliesslich auch mit dem jetzt wieder vielerörterten Lila hervorragend gut präsentieren. Oass diese Hahnenfedermodelle dem ehemaligen, von Federn umwogten « Generalshut > nachempfunden wurden, wird einem auf den ersten Blick klar werden. SUaussenfedectt kommen miedet. Wenn eine Mode erledigt scheint, wenn sie bereits grotesk, aber noch lange nicht historisch wurde, dann glaubt wohl aueji manche Frau, dass diese Mode niemals mehr wiederkommen kann. So verbannte man die Straussenfedern, als der neue Typ der Sportlady auf die einfachen Filzhütchen schwor. Und wie viele Straussenfedern gibt es heute neuerdings auf Hüten und auf Kleidern! Wie anmutig wippen sie an Capes und Fächern, wie viel Scharm verleihen sie der modernen Frau. Auch die Ansteckblume war lange Zeit verschwunden und es dauerte eine Weile, bis sie sich wieder durchsetzen konnte. Ueberdimensional oder preziös nach Biedermeierart schmückt sie die Kleider, ja sie leuchtet auf den Hüten, sie verleiht dem Tailleur die elegant festliche Note. Aber noch einige Modedetails von früher kommen wieder. Der Jupon mit seinen Rüschen und Kanten hat Chance, zur Geltung zu gelangen. Die Tournüre von einst ist gemildert in die Modesilhouette eingetreten. Da rafft man den Rock empor und hebt ihn über Volants und Rüschen. Im Fasching pflegt sich die Modezunft anzukündigen. Sie sind reizend, diese Toiletten von morgen, die man vereinzelt an solchen Frauen sieht, die auf dem Gebiete der Mode gern bahnbrechend wirken. Die Kleider kehrten zu den durchsichtigen Geweben, zu Tüll und Musselin, zu Spitzen, ja sogar zu dem so lange unbeliebten Georgette zurück. Man voiliert manche Toilette, man bereichert sie mit durchsichtigen Umhängen aus farbigen, zarten Stoffen. Vielleicht kommt sogar der Tüllstreifen wieder, den man in der Nachkriegszeit, wie eine feine Wolke, um Hals und Schultern drapierte, von dem die Frauen behaupteten, er sei sogar nach dem Tanz als wärmende Hülle zu bezeichnen. Oder kehrte diese Mode bereits zurück, anspruchsvoller, schöner, und manifestiert sie sich an den changierenden, langen Tüllcapes? Auch das Wort «changeant» existierte nicht mehr im Modelexikon. Vielleicht zerfallen in den Erinnerungsladen alter Damen, zwischen den vergilbten Tanzordnungen, zwischen Fächern und zu Staub zerbröckelnden, trockenen Blumen einige Chinebänder? Diese Lade ist aber nicht mehr nur ein Dokument der Vergangenheit. Auch der Fächer ist wieder beliebt, er ist grösser und dekorativer geworden. Unter den durchsichtigen Kleidern raschelt und knistert der Jupon, und, wie es heisst, wird an manchem Mieder auch wieder ein «Planschett» verwendet, das alte Fischbein mit den eisernen Haken, das zu den Panzern der jungen Damen von einst gehörte. Wer weiss, vielleicht gibt es auch bald wieder Tanzordnungen und Kotillonscherze und möglicherweise feiert auch die alte Quadrille wieder einmal frohe Auferstehung. ScfuuucksAgxatteu. werden heuer als abendliche Mode eine überragende Rolle spielen, da das neue Gesellschaftskleid vielfach gerafft und drapiert ist, so dass eine Schmuckspange als «Ausgangspunkt» solcher Linien von Wichtigkeit ist. Wir zeigen daher einige beachtenswerte Modelle im Bilde; so zum Beispiel die als zweite Skizze dargestellte « Spirale » oder die beiden als erste Figur festgehaltenen «Tropfenklipse». Grössten Beifall finden Schmucknadeln in Form stilisierter Blüten (Bild 1, unten), ebenso wie die schönen maschen- und fächerartigen Motive, wie wir sie in unserer letzten Zeichnung vor Augen führen. Für solchen Phantasieschmuck werden ausser Strass-Steinen auch allerlei farbige Kristalle verwertet, die natürlich in ihrer Schattierung mit der Tönung des Kleidmateriales übereinstimmen müssten! RECIHSAAL FÜR KOSMETIK UND x KÖRPERPFLEGE Anfrage Frl. F. D. in B.: Das Problem des Schlankwerdens kann man auf verschiedenen Wegen erfolgreich anpacken, ohne gerade seine ganze Lebensweise von Grund auf umzustellen oder gar zu den Asketen überzugehen. Meistens kommt die Fettleibigkeit von zu reichlichen Essen oder Trinken, denken Sie z. B. an die oft erkleckliche Körperfülle der Bierliebhaber. In der Wissenschaft hat sich für die gewöhnliche Fettleibigkeit der Name Mast-Trägheitsfettsucht eingebürgert, eine etwas krasse Bezeichnung, die aber das Richtige oft sehr treffend charakterisiert. Daraus ergibt sich bei milderen Graden von Fettleibigkeit das richtige Verhalten eigentlich von selbst: Etwelche Enthaltsamkeit in der Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr und vermehrte Körperbewegung, also Gymnastik, Marschieren, Sport, ev. Dampf- oder Schwitzbäder. Natürlich ist bei alledem immer das Gewicht regelmässig zu kontrollieren. Wirksam ist besonders die Einschränkung der Zufuhr von Teigwaren und Zucker (Kohlehydrate!), einschliesslich Kartoffeln und Brot, sowie alle Süssigkeiten, dafür mehr Fleisch, Käse,, Obst, Fett, Butter. Probieren geht über Studieren! Erproben Sie einmal'den Erfolg einer solchen kleinen Veränderung der Lebensweise.. Sie können eine solche Entfettungskur in wirksamer Weise unterstützen durch die Minora-Tabletten, die Ihnen auch ohne Einschränkungen in Ihren Ernährungsgewohnheiten zu der erwünschten schlankeren Linie verhelfen können. Die Minora- Tabletten bestehen aus biologischen Stoffen und sind unschädlich. Selbstverständlich unterstützt etwelche Diät ihre Wirksamkeit. Auch bei der Verwendung dieser Entfettungstabletten müssen Sie Ihr Gewicht regelmässig kontrollieren, denn das gehört zur planmässigen Durchführung jeder solchen Kur. Minora regt ausser dem Fettabbau im Körper auch die Flüssigkeitsausscheidung kräftig an, so dass Sie schon dadurch eine rasche und gehörige Gewichtsabnahme erreichen können. Warnen müssen wir Sie vor einem wahllosen Gebrauch anderer Entfettungsverfahren, wie z. B. abführenden Mitteln, die u. U. Darmreizungen machen können. Halten Sie sich an unsere Angaben, übertreiben Sie nichts vollschlank wirkt immer schön und ist für eine Dame ein erstrebenswerter körperlicher Zustand. Anfrage Frau H. J. in Z.: Wenn Ihr Haar durch die von Ihnen verwendeten Shampoos immer spröde wird und einen matten Ton annimmt, dann müssen Sie zu einem möglichst milden und neutralen Haarwaschmittel greifen, das die natürliche Elastizität und den ursprünglichen Glanz des Haares nicht verändert, denn solche unnatürlichen Veränderungen erwecken zudem den Verdacht, dass das von Ihnen verwendete Mittel auch für den Haarboden schädlich ist. Wir können Ihnen für Ihre Haarpflege das Vital empfehlen, das ein ausserordentlich grosses Reinigungsvermögen hat, dabei aber absolut neutral ist und dem Haar seinen natürlichen Glanz und seine Weichheit belässt. Vital ist so mild, dass Sie es selbst bei Ihren gelegentlichen Reizungen des Haarbodens verwenden können, es wirkt in solchen Fällen sogar ausserordentlich wohltuend. Von dem unsachgemässen Gebrauch von Haartinkturen-gegen die Fettigkeit der Haare würden wir Ihnen eher abraten. Wir vermuten, dass jenes lästige üebel seine Ursache in der Verwendung zu scharfer Seifen hat und dass es durch Gebrauch des milden Vitals von selbst verschwindet. 1 Anfrage Frl. G., Z.: Man sollte die Nägel nie mit der Schere schneiden, weil man damit leicht Fingerverletzungen verursachen kann und auch andere Schädigungen am Nagel verursacht. Zur richtigen Nagelpflege feilt man die Nägel ab, und zwar so, dass sie eine hübsche Halbmond- bis Parabelform bekommen. Zum Zurückschieben des Häutchens am Nagelgrund benutzt man Orangenholzstäbchen, weil dieses Holz splitterfrei ist. Beim Schneiden des Nagelfalzes müssen Sie immer sehr vorsichtig und zart vorgehen, bei unrichtiger und zu wenig sorgfältiger Behandlung entzündet sich der Nagelfalz sehr leicht, was, wie Sie sicher schon gesehen haben, unschön wirkt und sogar zum Verlust des Nagels führen kann. JB. ßie sptecAende Tito am Heteplum. Glockenspiel oder tiefer Gongschlag meldet uns von Türmen oder Standuhren die Zeit. Unsere Taschenuhr lässt sie uns ablesen. Und wenn all diese Mittel versagen und wir besitzen ein Telephon, so können wir unter Nummer 1 1 die genaue Zeit von der Telephonistin erfahren. Nun wird es uns noch bequemer gemacht, wenigstens schon an zwei Schweizerorten. Nämlich in Genf und in Bern. Da brauchen wir bloss Nummer 16 einzustellen, den Hörer ans Ohr zu halten; rasch hören wir eine tiefe Männerstimme, die uns die genaue Zeit sagt. Vorläufig vernehmen wir sie bloss in französischer Sprache, zum Beispiel: huit heures, trente minutes, dix secondes und so fort; alle 10 Sekunden ruft die Stimme die genaue Zit aus. Später soll diese Meldung auch auf Deutsch erfolgen. Diese wichtige Neuerung, die für manche Gelegenheiten, wie für den Sport bei Rennen, wichtig sein dürfte, wurde in der Schweiz zuerst in Genf eingeführt. Paris ging als erste Stadt voran. Und bereits hat sich dort diese Erfindung gut bewährt. Die genaue Zeit wird von der Pariser Sternwarte aus gegeben; eine Tonfilmanlage überträgt die Meldung auf einen fortwährend laufenden Filmstreifen, der ununterbrochen, Tag und Nacht, herumrast und alle 10 Sekunden die genaue Zeit durch eine Männerstimme melden lässt. Von Genf aus erhält nun die Netzgruppe Bern diese Zeitmeldung direkt, ohne dass zum Abhören eine Fernverbindung hergestellt werden muss, wie dies noch in andern Netzen, also in Zürich, der Ostschweiz, Graubünden oder auch Basel nötig ist. Doch soll die Ausdehnung dieser Anlage nicht auf Genf und Bern beschränkt bleiben. Noch dieses Jahr wird Zürich an die Reihe kommen und die Meldung direkt aus Genf empfangen. Eine Anzahl ostschweizerischer Orte, ferner Chur, Arosa und Davos, dann Luzern, Liestal und Basel soleln ebenfalls direkten Anschluss an diese sprechende Uhr erhalten, die, wie in Genf, wohl auch in der übrigen Schweiz willkommen geheisseu wird. Gepflegte Küche -ss. Cambridge Boat Pie. (Englische Fleischpastete.) Diese Pastete wird von den jungen Mitgliedern des Universitäts-Ruder-Clubs zu Bootausflügen bevorzugt. Man schneidet 1 kg Rindfleisch in dünne Scheiben und bestreut diese mit Salz und Pfeffer. Ein kleiner Hahn wird zerteilt, das Fleisch von den Knochen gelöst. 250 g Champignons werden in Scheiben geschnitten und in Butter leicht geröstet; 3 hartgekochte Eier in Scheiben geschnitten. Eine feuerfeste, hübsche Form wird mit Butter ausgestrichen und die Zutaten in obengenannter Reihenfolge schichtenweise hineingelegt. Wenn alles aufgebraucht ist, giesst man 1 Deziliter braune Sauce und 1 Deziliter dunkles Bier (in England wird «Ale> dazu verwendet) über die Pastete. Man deckt die Form mit einer Scheibe Mürbteig hermetisch zu, belegt es mit einem Stück mit Butter beschmiertem Papier und bäckt die Pastete bei massiger Hitze 2 Stunden. Chinesische Fleischpastete. 1 kg gehacktes Rindfleisch, 2 Teeschalen voll Tomatenmus, ebensoviel gekochter Reis, Salz, Pfeffer, Curry und etwas Soya-Sauce werden gut verrührt, geformt, mit Reismehl bestäubt und gebraten. Redaktion des Auto-Magazins: Dr. Hans Rud. Schmid. Pmirtofaru Pensionat und Haushaltungsschule Ti£ ' M Presbytere" lehrt perfekt Französisch, Italienisch, Englisch, Haushalt usw. Sport, Musik. Jahreskursbeginn: Ende April. Vorzügliche Ski-Gelegenheiten. Beste Referenzen. Prospekte. Gebirgslage, 700 m Höhe. Herr u. Frau Pfarrer Voumard. ER'S. WIRKT I 7iiDiPM inFWFMSTRMl a r u m gute Drucksachen? Weil Ihnen von einer schlechten Arbeit nicht der erhoffte Erfolg winkt. Unsere Drucksachen werden mit grösster Sorgfalt hergestellt, es sind durchwegs Qualitätsdrucke. — Nur solche sichern den gewünschten Erfolg. Andere wandern in den Papierkorb. A Atmen Sie sich schon! Die Inder haben eine auf Jahrtausende alter Tradition fassende Atemkultur. Die Coue'sche Lehre berührt sich damit, und die neuesten Schulen für Schönheit und Körperkultur beschäftigen sich eingehend mit Atemgymnastik. Sie können Atemgymnastik treiben, wenn Sie (auf Berufswegen sogar) durch eine Parkanlage eilen: atmen Sie tiefund voll ein und aus, so dass sich die Lungen gehörig weiten und dehnen und die verbrauchte Luft ganz ausgestossen wird. Inhalieren Sie Sonne, wo immer Sie können. Die japanischen Angestellten haben eine Klausel im Vertrag, die ihnen zusichert, dass sie nach jedem Stundenablauf ans geöffnete Fenster treten und eine Atemübung machen dürfen (was sie besser erfrischt als eine Tasse Kaffee). Ein indischer Yogi empfahl mir, beim Atmen das Wort « Homsa » (Glück) auszusprechen. Die Silbe « Hom » wird beim Ein-, die Silbe «Sa» beim Ausatmen gesprochen. Ich war bei einer öffentlichen Vorführung Zeuge, wie er damit rheumatische Schmerzen, Erkältungen, Kopf- und Halsschmerzen vertrieb. Wenn Skeptiker aus Profession hier einwenden, dass wahrscheinlich Suggestion dabei gewesen sei, so kann ich nur sagen: « Warum nicht? » Auch das Couesche und viele andere Heilverfahren beruhen auf suggestiven Hilfsmitteln oder werden durch Suggestion wirksam unterstützt. Und lieber keine Kopfschmerzen durch Suggestion als die schönste Migräne unter Anwendung « korrekter » Mittel. HALLWAG BERN Lippenstift mit Rotweingeschmack. BUCHDRUCKEREI Eine Fabrik in Brüssel hat Lippenstifte herausgebracht die Farbe und Geschmack von Rotwein haben. Für Alkoholgegner sollen demnächst solche mit dem Geschmack von Blutorangen folgen. Erhältlich in allen Apotheken 10 er Packung Fr. 4.50 — 4 er Packung Fr. 2.—. Qratls-ProspektdiskretdurchERO V AQ A. Q., Zürich 25, Baohtobelstrasse 59. Lesen Sie die aufklarende Broschüre von Dr. R. Engler. 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N* 9 — Automobil-Bevue 17 ... heute kann man sich nicht tief genug Lücken. HUMOR Wie sich die Zeiten ändern! Früher, da reichte man kaum zum Wagenfenster hinauf... Humor in der Unfall-Berichterstattung Vor kurzem veröffentlichte^ein erfahrener Versicherungsfachmann in einer englischen Fachzeitschrift eine Blütenlese aus den Berichten, die Motorfahrzeugführer über Unfälle einsandten. Es finden sich hierunter geradezu Perlen eines ungewollten Humors, die wir unseren Lesern nicht vorenthalten möchten: «Eine Wespe drang in meine Limousine ein, ich musste mich gegen dieses Insekt verteidigen und fuhr deshalb in den Chausseegraben.» «Ich sagte dem anderen Idioten, was ich von ihm hielte, und fuhr dann fort.» «Meine Mitfahrerin benahm sich hierbei geradezu hervorragend, sie umklammerte mich nicht, gab auch keinen Laut von sich, sonst wäre die Sache noch viel schlimmer geworden.» «Mein Chauffeur fährt sehr vorsichtig und hat noch nie einen Unfall verursacht, und wenn es doch einmal dazu kam, so ist immer ein anderer schuld daran gewesen.» «So fuhr ich gegen einen Laternenpfahl, den ich wegen einiger davorstehender Leute nicht sehen konnte.» «Ich stiess mit einem stillstehenden Strassenbahnwagen zusammen, der mir aus der entgegengesetzten Richtung entgegen kam.» «Ich hörte ein Hupensignal und wurde" -plötzlich von hinten angefahren. Offenbar versuchte eine Dame, mich zu überholen.» «Die Maschine war so schwer beschädigt, dass ich sie liegen liess. Ich selbst brachte die Nacht in einer Zelle zu, die mir die Polizei freundlichst zur Verfügung stellte.» «Der einzige Zeuge des Vorfalles war der Mann, der mich anfuhr, und sein Bericht stimmt nicht mit dem meinigen überein. > «Hierbei überfuhr ich leider einen Pussgänger, der alte Mann wurde sogleich ins Krankenhaus geschafft, wobei er den Vorfall lebhaft bedauerte.» «Ich dachte, das Seitenfenster wäre herabgelassen, aber es war doch hochgestellt, wie ich wahrnahm, als mein Kopf hindurch fuhr.» «Ich betätigte sogleich die Hupe, aber sie gab keinen Ton von sich, denn sie war gestohlen.» «Der Fahrer des Lastwagens erklärte, nur einem Polizoibeamton Rede stehen zu wollen, war jedoch verschwunden, als ich mit einem Schutzmann zurückkehrte.» «Ich kann mich an nichts mehr erinnern, bis ich in einem grossen geschlossenem Wagen aufwachte, der von einem Polizeibcamten begleitet war.» «Der andere Wagen stiess mit meinem zusammen, ohne mir vorher seine Absicht in irgendeiner Weise anzuzeigen.» «Ich dachte, die Garage hätte nur vier Ständer, aber beim Rückwärtsfahren stiess mein Wagen doch gegen einen fünften.» «Der Unfall wurde durch einen Fasan verursacht, von dem ich sonst nichts Näheres weiss.» «Ich überholte einen stillstehenden Autobus und wurde hierbei von diesem hinten angefahren.» «Dem Wagen wurde hierbei kein Schaden zugefügt, wie der Laternenpfahl bezeugen wird.» I^MI « Du -wirst es mir wohl nicht übel nehmen, dass ich mir bei meiner ersten Ausfahrt gleich noch ein Velo gekauft habe! » Auch ein Standpunkt! «Das ist der Wagen für uns Amalie. Du. siehst, ich kann ihn ganz leicht selbst abtransportieren, wenn wir wieder ainmal Panne haben sollten». Rätsel« Ecke Diesmal habt Ihr Pech gehabt, nicht der Onkel! Von den eingesandten Lösungen waren nämlich fast alle falsch. Aber Ihr wisst selbst, dass es nebst falschen Lösungen richtige gibt, und zwischen den beiden noch eine dritte Gruppe möglich ist: solche, die nicht richtig, aber auch nicht falsch sind. Da der Onkel die Lösungen gerade bei einer guten Zigarre prüfte und infolgedessen besonders guter Laune war, hat er die Nicht-falschen für richtig gelten lassen. Wir haben Euch nämlich eine Falle gestellt. Bei Senkrecht 16 verlangte das Rätsel eine Motorradmotormarke. Wir dachten dabei an MAG, aber der Setzer vergass zu schreiben, dass eine schweizerische Motorenmarke gemeint sei. So haben sich die meisten Löser wohl nicht lange besonnen und JAP geschrieben, was wir hier als lässliche Sünde hinnehmen wollen. Bei einem andern Wort dachte der Onkel gar nicht daran, dass ein sinnähnliches gleichviel Buchstaben hat. Es handelt sich um Senkrecht 15; in der richtigen Lösung heisst es «brechen». Verlangt war ein Wort, das den Tatbestand «In verschiedene Stücke teilen» erfüllt. Ihr habt meist «trennen» geschrieben, und Ihr müsst wohl zugeben, dass auch ein kleiner Denkfehler Unterlaufen ist; denn «trennen» bedeutet doch eher loslösen, ablösen, als «in verschiedene Stücke teilen ». Tja, man hat seine Sorgen als Rätsellöcer, aber — als Rätsel-Onkel auch! Das heutige Rätsel ist auch ein Kreuzworträtsel, wie ein Stickmuster anzusehen. Da die Ansprüche der Leser an die Kreuzworträtsel immer höher werden, haben wir auch hier einen kleinen Pferdefuss verborgen, oder vielleicht mehrere, das kommt auf Euch Löser an! Später kehren wir wieder zu einem geographischen Rätsel zurück, versuchen es aber einmal mit einer neuen Sorte. Bis jetzt habt Ihr den Atlas hervornehmen und darin suchen wagzecht: 1. Bekannte schweizerische Alpenstrasse. 8. Zahl. 9. Sinnesorgan. 11. Franz. Artikel. IS. Musiknote. 16. Behördl. Bureau. 17. Alpenblume. 18. Wurfspiess. 21. Pflanze. 22. Schwimmvogel. 23. Pers. Fürwort. 24. Französisch für in. 25. Staude. 27. Zahl. 30. Engl. Bier. 31. Männl. Vorname. 32. Papageienart. 33. Ital.ja. 36. Pers. Fürwort. 37. Raubvogel (poet.). 39. Gewässer. 40. Bergkette am Wallensee. Senkrecht: 2. Musiknote. 3. Insel bei Marseille. 4. Pers. Fürwort. S. Fluss in Italien. 6. Vorfahr. 7. Bergstrasse. 10. Bergpass. 12. Bad in Deutschland. 13. Planet. 14. Schriftstück. IS. Waldtier. 19. Frucht. 20. Europ. Hauptstadt. 26. Moralbegriff. 27. Kleine Holl. Münze. 28. Hohepriester. 29. Europäischer Staatsangehöriger. 34. Niederschlag. 33. Altgerm. Getränk. 37. Ausruf. 38. Nahrungsmittel. können. Wir müssen Euch den Rätselkorb etwas höher hängen und zeigen Euch nicht mehr Landkartenausschnitte, sondern Landschaften. Da kann jeder die Erinnerungsbilder von seinen Autotouren an den Mann bringen. Auflösung des Kreuzworträtsels in Nr. 5 Waagrecht Senkrecht 1. Maserati. 1. Mille Miglia. 6. A. A. A. 2. Sunbeam. 8. Lancia. S. Railton. 9. SO. 10. Rad. 11. Elektro. * 4. A. A. A. S. Ta. 13. Alois. 7. Dodge. 14. M. A. N. 9. S. A. 17. Bern. 10. Rosten. 18. Lausanne. 12. Klausen. 20. Er. 15. Brechen. 22. Unic. 16. M. A. G. 24. F N. 25. Essex. 19. Ariel. 21. Dixi. 26. Zedel. 22. Und. 27. Uni. 23. CS. 24. Fe. Liste der richtig eingesandten Losungen R.Angst, Flawil; C.Bader, Zürich; Rosa Bürki, Rüegsauschachen; Fr. Badertscher, Zürich; Jakob Blumer, Zürich; Frau Doerks, Hünibach; Frau G. Dubler-Kuhn, Wohlen; A. Eggli, Biel; Lilly Eggstein-KaUina, St. Gallen; Dr. M. Eggenberg, Bern; P.Frey, Sissach; Ed. Felber, Trimbach; H. Gubler, Davos-Platz; Ch. Gebhardt, Neu-Allschwil; W. Gonzenbach, Zollikerberg; E. Glaser, Basel; H. Grob, Männedorf; E. Gysin-Rieder, Liestal; P.Hunziker, Aarau; F.Homer, Zürich; K. Höfliger, Bern; Dr. J. Jakl-Koch, Basel; O. Klopfenstein, Bern; Frau H. Kaiser-Kissling, Bern; A. Künde, Wattwil; C. Kiener, Heimiswil; K. Kuderli, Zürich; A. Leutenegger, Weinfelden; H. Merz, Basel; J. C. Mathys, Zürich; K.Meier, Rothenburg; H.Maurer, Davos-Platz; Frau F.Nikiaus, Bern; Dr. E. Pf ister, Davos; W. Staub, Zürich; P. Stahlträger, Bern; Fri. Emmy Schmid, Zürich; H. Sommer, Zürich; H. Sesseli, Basel; A. Steiner-Kümmerli, Liestal; G. Sturap, Kradolf; W. Schaufelberger, Zürich; Frau Schorro, Oberburg; Käthi Spieler, Luzern; Paula Schmid, Zürich; A. Sigrist, Bern; M. Steinemann, Zürich; M. Schläpfer, Biel; A. Tognazzo, Zürich; W. Trautmann, Balsthal; Frl. E. Vieser, Zürich; Frau Louise Wipf-Goldinger, Bern; K. Wyss, Beckenried; H. Wolf, Thun; H. Willi, Andelftagen; Frl. E. Winteler, Glarus; A. Zängerle, St. Gallen. Die Preisträger: Hr. A. Leutenegger, Weinfelden; Frau K. Doerks, Hünibach; Hr. P. Hunziker, Aarau. Egg ) «Warum auch so ängstlich! Ich weiss wie mit «Haben Sie keine Angst, snädjge Flau. .ich. war dem Zuschlaghammer umzugehen. Bei zehn Schlä- beim Ballett!» gen treffe ich meistens neunmall» «Mama»! Das Nashorn- Baby verkennt das neueste Stromlinienmodell. Neuland entdeckt. Für die Köchin und für die Hausfrau hat kürzlich eine kluge Frau die Original-Rezepte der berühmtesten Spezialitäten und Nationalgerichte der Länder aller Erdteile gesammelt und in dem neuartigen Kochbuch 373 Kochrezepte aus 26 Ländern veröffentlicht. Dieses Buch bildet eine unschätzbare Bereicherung sowohl für den Familientisch als auch für das Gesellschaftsessen. Erhältlich zum Preise von Fr. 3.80 in allen Buchhandlungen oder direkt beim Verlag: A HALLWAG BERN A