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E_1936_Zeitung_Nr.009

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AUTOMOBIL-REVUE FREITAG,

AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 31. JANUAR 1936 — N° 9 Der Simplon-Autostrassentunnel. Ein interessanter Diskussionsabend in Bern. Projekte für Autostrassentunnels sind heute die grosse Mode. Wie Pilze nach einem warmen Regen sind sie aus dem Boden gewachsen, und von der Ostschweiz bis zur Westschweiz wird eine mehrfache Durchbohrung unseres Alpenwalles propagiert. Bernhardin-, Pragel-, Tödi-, Gotthard-, Simplon- und in nächster Nachbarschaft der Mont- Blanc-Autostrassentunnel, das sind die hauptsächlichsten Projekte, deren Diskussion in Presse und Konferenzen in voller Blüte steht. Phantastisch die einen, mehr die Möglichkeit einer Ausführung bietend die andern, sind sie wohl alle zurückzuführen auf das brennende Bedürfnis, das im Winter unüberwindliche Hindernis der Alpen mit dem modernen Verkehrsmittel des Automobils möglichst leicht zu überwinden, um dem Autoverkehr neue Impulse und dadurch wertvolle Befruchtung unserer ganzen Wirtschaft zu geben. Ob dieses Ziel auf dem Wege des Baues von Alpenstrassentunnels erreicht wird oder nicht, sei vorläufig dahingestellt. Auf alle Fälle sind noch sehr eingehende Studien über die Rentabilität anzustellen, bevor man sich in Unternehmungen einlässt, die die Investierung gewaltiger Kapitalien erfordern, deren normale Verzinsung vorläufig noch nirgends nur,mit einiger Sicherheit garantiert werden kann. Aktuell aber ist die Frage der Autostrassentunnels auf alle Fälle, und es kann nur zur Abklärung des ganzen, recht weitschichtigen Fragenkomplexes führen, wenn eine möglichst vielseitige Prüfung und Diskussion in den verschiedensten Kreisen und Landesteilen in der nächsten Zeit durchgeführt wird. Nur ein weises Abwägen aller Vor- und Nachteile wird zu einem guten Ziele führen und zuletzt klarstellen, ob der Bau von Autostrassentunnels in der heutigen Zeit tragbar, rationell und allgemein verkehrsfördernd wirkt, oder ob der Weg in einer andern Richtung gesucht werden muss, z. B. in der alleinigen Konzentration aller unserer Mittel auf den Ausbau der bestehenden Alpenstrassen und eng damit verbunden einer grundlegenden Aenderung in den heutigen Verhältnissen beim Tunneltransport von Autos auf der Eisenbahn. Um zur Abklärung all dieser aktuellen Problemstellungen beizutragen, hatte die Sektion Bern des A. C. S. letzter Tage einen Diskussionsabend veranstaltet, dessen Themastellung sich auf eines der im Vordergrund stehenden Projekte, den Simplon- Autostrassentunnel, beschränkte. Das erste allgemein orientierende Referat hielt Staatsrat Escher aus Brig, der denn auch in temperamentvoller Art und bilderreicher Sprache sich als ein warmer Befürworter und Initiant des Projektes erwies. Er verstand es, als ein im politischen Kampf erprobter Dialektiker, das Auditorium während seiner Ausführungen in dauernder Spannung zu halten. Die Idee des Simplon-Autostrassentunnels entspringt nicht lokalen Sonderinteressen, ist nicht nur eine reine Angelegenheit des Wallis, sondern eine allgemein schweizerische. Ein interessanter historischer Exkurs zeigte, dass die Tatkraft einzelner Männer zu allen Zeiten der Verkehrsentwicklung des Simplons vom Fussweg bis zur Strasse und Eisenbahn neue Impulse verlieh und daraus folgernd, dass auch heute wieder, der Augenblick gekommen sei, um durch eine erneute Kraftanstrengung und Umsetzen der Ideen in die Tat den Simplon in den Mittelpunkt der Belebung schweizerischer Verkehrsinteressen zu stellen. Das Initiativkomitee will nicht kritiklos und einseitig an seinem heutigen Projekt allein festhalten; wer einen bessern Vorschlag bringt, der soll gehört werden, und das Beste nur soll zur Ausführung gelangen. Wichtig aber ist eines: Die Zeit drängt; wir dürfen nicht zusehen, wie unser Land, besonders im Winter, im Westen und Osten immer mehr umfahren wird. Wir müssen handeln und dazu in erster Linie diejenigen Projekte prüfen, die in kürzester Zeit und mit den geringsten Mitteln realisierbar sind. Der Gotthard-Autostrassentunnel z. B. sieht einen Kostenaufwand von 80 Millionen Franken vor und benötigt eine Bauzeit von 5—6 Jahren. Der Ausbau der bestehenden zweiten Galerie des i Zu verkaufen 5-Tonnen- Typ G3A, Motor 115/160, 34 PS, Radstand 4,35 m, Ladebrücke 5X2,20 m, demontierbarer Möbelkasten 5X2,20X2.20 m, Bereifung vorn 36X6, hinten 12,75 X20. Der Wagen ist in sehr gutem, fahrbereitem Zustand, zum Preise von Fr. 4000.—. 70630 FRITZ GLAUS & CO., AARAU. Tel. 6.91. Zu verkaufen 1 BERNA-Lastwagen 5 Tonnen, Modell 1925, Typ G4, mit Wirz-3-Seitenkipper, Motor neu revidiert, wegen Liquidation vorteilhaft abzugeben. Bei sofortiger Wegnahme günst. Spezlal-Werkzeug und Maschinen fQr Reparaturen Zylinder ausschleifen W. MERZ & Co., Offiz. Fordson - Vertretung BRÜTTEN u. FRAUENFELD b. Winterthur Tel. 5 Bleichest!-. 84 Tel. 5.55 Simplon würde 3,5 Millionen Franken benötigen, zudem nicht mehr als 10—12 Monate Zeit beanspruchen. Dies alles sind Gründe, die dem Simplon eine Priorität zukommen lassen. Bis heute gepflogene Unterhandlungen mit den kompetenten Bundesbehörden, sowie auch mit den massgebenden italienischen Kreisen, zeigen, dass an beiden Orten eine wohlwollende Prüfung der ganzen Frage zugesichert wird. Nach Staatsrat Escher referierte der Projektverfasser Ing. Perrin über die technische Seite des Problems. Er führte aus, wie relativ einfach eine Umgestaltung des zweiten Simplontunnels in eine Autostrasse heute möglich sei. Dabei bleibt der Tunnel auch in Zukunft als Reserve für die Bahn bestehen, denn der Umbau soll so erfolgen, dass innert kürzester Frist eine Benützung durch die Eisenbahn wieder ermöglicht werden kann. Da die Breite des Tunnels nur einen Einbahnverkehr zulässt, soll der Verkehr so geregelt werden, dass in den geraden Stunden nur in einer Richtung, in den ungeraden nur in der andern gefahren werden darf. Bei einer angenommenen Frequenz von 100 Wagen pro Tag sollte sich so ein reibungsloser Verkehr abwickeln lassen. Eingehend verbreitete sich der Referent über die vorgesehenen technischen Installationen wie Umbau der Fahrbahn, Beleuchtung, Ventilation, Meldedienst mittelst photoelektrischer Zellen, womit jederzeit an den Tunnelstationen feststellbar ist, an welcher Stelle sich jeder einzelne Wagen befindet, um im Falle einer Panne sofort Hilfe bringen zu können. Wohl am schwierigsten dürfte die Lösung des Problems der Ventilation sein. Eine Frage, die in der nachfolgenden Diskussion zumindest einen sehr breiten Raum einnahm und auch den Laien überzeugen konnte, dass hier Schwierigkeiten bestehen, die sehr eingehend geprüft werden müssen. Ueber die. Prioritäts- und Finanzierungsfrage verbreitete sich darauf J Escher, Hotelier in Brig. Seine recht instruktiven und besonders der Vergleiche mit Gotthard- und Mont-Blanc-Tunnel wegen jedenfalls weite Kreise interessierenden Ausführungen bringen wir in einer nächsten Nummer dieses Blattes in extenso. Nachdem so drei eifrige Verfechter des Projektes zu Worte gekommen waren, wurde durch ein Votum des bernischen Regierungspräsidenten Dr. h. c. Bösiger eröffnet. Er wies auf die grosszügige ber/jische Verkehrspolitik hin, die nie einen engen, nui- kantonalen Standpunkt einnahm, sondern von jeher einen offenen Blick für gesamtschweizerische Interessen hatte. Der Bau von Gotthard- und Simplonbahn sind dafür Beweise. Auch heute wird in Bern das Walliser Projekt des Sitiplon-Strassentunnels ernsthaft geprüft. Aber kann Bern mit der enormen finanziellen Belastung seiner Bahnen einem solchen Projekt, wie dem heute diskutierten, zustimmen? Wird, wenn das Simplon- Strassenprojekt ausgeführt wird, der Bau des Mont- Blanc-Strassentunnels verhindert, der doch als starker Konkurrent, wenn einmal im Betrieb, betrachtet werden muss? Zudem ist es auch fraglich, ob es wirklich im Interesse unserer Verkehrspolitik liegt, möglichst rasche Verbindungen durch unser Land herzustellen, die den fremden Gästen ein Durchfahren unseres Landes in wenigen Stunden ermöglichen. Vorläufig sind 1 die landschaftlichen Schön'^ heiten der Schweiz noch immer der Hauptanreiz" für den Besuch unseres Landes gewesen. Prof. Dr. Volmar, der Direktor der Lötschbergbahn, machte vor allem die schweren technischen Bedenken geltend, die gegen Abtretung des zweiten Simplontunnels für Strassenzwecke ins Feld geführt werden müssen. Besonders die von den Projektverfassern erwähnten Kreuzungsverhältnisse im Tunnel liegen viel komplizierter, als leichthin angenommen wurde. Wenn auch heute im Eisenbahnverkehr eine Frequenzverminderung eingetreten ist, so zwingt gerade diese zu einer Umstellung, und zwar durch Einführung von vermehrten Leichtzügen, um dadurch den Reisenden weitgehend entgegenzukommen. Dadurch taber wird ein intensiverer Zugsverkehr geschaffen, vermehrte Kreuzungen müssen in den Tunnel verlegt werden, und eine Abtretung der zweiten Tunnelgalerie kann Limousine, Typ 170, Modell 1933. PLYMOUTH, Limousine. 6 Zyl., 14 PS, Mod. 1933. Alle Wagen sind kontrollbereit und werden sehr Preisreduktion. — Offerten unt. Chiffre 70614 an die Automobil-Revue, Bern. 14 PL, in gutem Zustand. Anfragen bei J. Kupferschmid, Biel. 70589 indessen noch weniger in Betraoht gezogen werden als bisher. Sehr eindringlich warnte Herr Prof. Dr. Volmar auch davor, die Ventilationsfrage zu leicht zu nehmen. Aus seinen reichen Erfahrungen machte er auf die Schwierigkeiten aufmerksam, die in allen Tunnels infolge stark wechselnder Witterungsverhältnisse, Nebelbildungen etc., auftreten. Trotz eingehender Studien und Abwehrmassnahmen ist die Frage noch nicht ganz gelöst und dürfte für einen Autostrassentunnel von ganz besonderer Wichtigkeit sein. Ganz allgemein steht Prof. Dr. Volmar dem Projekt sehr skeptisch gegenüber. Ing. Fehlmann, einer der Tunnel-Ingenieure beim Bau der zweiten Galerie, macht ebenfalls auf verschiedene technische Schwierigkeiten aufmerksam, wie Wegfall der Blockstation bei nur einem Tunnel und die Ventilationsfrage. Er schlägt aber auch gleich eine neue Lösung vor, nämlich Erleichterung der Eisenbahntransporte von Autos vermittelst Spezialwagen, Ausbau der Rampen, Einführung einer grössern Zahl von Spezialzügen nur für den Autotransport, geringere Taxen etc. Ing. Steiner sieht die Lösung für die Durchquerung der Alpen mit Auto« auch nicht im Strassentunnel, sondern in der Einführung wesentlicher Erleichterungen, die die Bahnen für den Tunneltransport schaffen müssen. Auch er wünscht nicht eine Förderung eines möglichst raschen Durchgangsverkehrs, da dadurch unser Land nur verliere. Er bezweifelt auch die Richtigkeit der auf Karten sehr schön dargestellten Einzugsgebiete der Alpenstrassentunnels mit der sehr einleuchtenden Begründung, dass sich für das Auto keine Einzugsgebiete wie für eine Eisenbahnlinie aufstellen Iaslen. Der im Auto Reisende geht nicht den kürzesten Wegen nach, sondern er sucht die landschaftlichen Schönheiten, die besten Strassen, und seine Reiseroute wird stark mitbestimmt durch die Witterung. Dadurch wird eine Abgrenzung von Einzugsgebieten illusorisch. Ing. Waldvogel gibt noch sein Projekt bekannt, das durch Lötschberg und Simplon einen möglichst einfachen Ein- und Auslad von Autos auf die Bahn ermöglicht, dazu Ausladestellen, z. B. in Goppenstein, mit autotouristischer ErseMiessung des Lötschentals und eine Strasse von Hohtenn ins Rhonetal etc. vorsieht. Also im Prinzip ganz ähnliche Vorschläge wie bei andern Votanten. Ing. Jegher, Zürich, ist Autostrassentunnelgegner, weil kein Bedürfnis dafür besteht. Den Automobilfernverkehr sieht er für viel dünner an, als allgemein angenommen wird. Auch die Grenzübertritte fremder Automobilisten betragen im Winter kaum 1/10 des sommerlichen Verkehrs. All diese Punkte sprechen ebenfalls gegen grosse Strassentunnelbauten. Die Diskussion wäre mit all diesen Voten noch nicht erschöpft gewesen. Die späte Stunde aber erheischte Beschränkung, und Oberst Marbach, der Präsident der Sektion Bern des A. C. S., der äusserst gewandt präsidierte, schloss mit dem Dank an alle, die durch ihre Beiträge den Abend so interessant zu gestalten mithalfen. Und nun der ganzen Diskussion: Einerseits die eifrigen und temperamentvollen Befürworter des Simplon-Strassentunnelprojektes aus dem Wallis, anderseits die kühl abwägenden Berner, die noch manches Hindernis bis zu einer Verwirklichung des grosszügigen Planes sehen. Auf alle Fälle muss die ganze Materie des Neuund Ausbaues von Alpenstrassentunnels noch reiflich geprüft werden. Die gewaltigen Kapitalien, die bei diesen Bauten investiert werden sollen, legen gebieterisch eine gewisse Zurückhaltung auf, besonders in einem Augenblick, in dem der erstklassige Ausbau unseres gesamten Alpenstrassennetzes doch die allerdringliohste Zeitforderung ist Auch ist zu hoffen, dass mit den Bahnen noch eine Einigung erzielt werden kann, die die heute noch nicht befriedigenden Verhältnisse bei den Autotransporten durch die Alpentunnels auf eine neuere, rationellere nnH nilspitiir znfriprlßTistftllfindere Basis stellen wird. Im Konkursverfahren des Gottfried Aeschbacher, Garage, Ramisberg bei Ranflüh, bringt das unterfertigte Konkursamt Donnerstag, den 6. Februar Limousine, 6 Zyl., 9 PS, Mod. 1932 und 33. 1936, am Wohnorte des Schuldners auf dem Ramisberg bei Ranflüh ab 9 Uhr vormittags an eine einzige Steigerung • 70615 PEUGEOT Limousine, Md. 201, 6 PS. 1 Wagen Farman Nr. 369, 34 PS, Jahrgang 1936, 12-Plätzer, mit Schiebedach, Schätzung Fr. 2000.— 1 Personenwagen De Dion-Bouton, Jahrgang 1926, PEUGEOT mit zwei neuen Pneus, Schätzung Fr. 150.—. 1 Lastwagen Berna, mit Luftbereifung, mit zwei Brücken Cabriolet, 4 Zyl., 7 PS, Modell 1934, 4-Plätzer. und 22-Plätzer-Karosserie, Schätzung Fr. 1500.—. günstig abgegeben. Jean Naef, Langenthai. Telephon 7.63. 11791 die allgemeine Diskussion W$$Ö0 Wörner Risch, Seestraße,407, Zürich= Fr. 11.800 BERNA» Lastwagen Original-Ersatzteile - Grösstes Lager Fords OT\ lieferbar sofort durch Umändern der Bereifungen MERCEDES OPEL CHRYSLER Billig zu verkaufen wegen Nichtgebrauch Chevrolet CAR ALPIN Konkurssteigercing. Einzige Steigerung. 1 Lastwagen Berliet, ohne Pneus, Schatz. 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Abgabenrechtliche Erleichterungen: Es können von olympischen Wettkämpfern und ihren Begleitern (Trainer, Masseur, Arzt, usw.), die im Besitz des olympischen Ausweises sind, zollfrei eingeführt werden: sämtliche Lebensmittel, inklusive Tabak und Wein, sämtliche Arzneien und Massagemittel für den persönlichen Gebrauch. Aufgehoben ist jede Lebensmittelkontrolle für Obst und Gemüse durch die Gesundheitspolizei, mit Ausnahme der Kartoffeln (Kartoffelkäfer). Sämtliche Fleiechwaren sind zoll- und untersuchungsfrei. Ohne Kontrolle können sämtliche Waffen, samt dazugehöriger Munition eingeführt werden. 2. Erleichterungen für Automobilisten: Während der oben erwähnten Zeit können sämtliche Motorfahrzeuge ohne Grenzpassierschein (Carnets de passage oder Tryptik) die Grenze passieren. Jede Grenzzollstelle erteilt auf mündlichen Antrag einen Olympia-Zoll-Vermerkschein gegen eine Gebühr von RM. 1.—. Der schweizerische Freipass muss für die inländische Kontrolle unbedingt vorhanden sein und kann zur Vereinfachung der Ausfertigung des Olympia-Zollvermerkscheines verwendet werden. Winieralpenposten. Wie nicht anders zu erwarten war, brachten die ungünstigen Schneeverhältnisse im Alpenvorland wie auch im eigentlichen Alpengebiet den Winteralpenposten in der 5. Betriebswoche vom 13.—19. Januar einen merkbaren Ausfall. Im Vergleich zu den vorjährigen Betriebsziffern stellt sich dieser auf 5157 Passagiere, indem auf den 15 geführten Kurslinien in der diesjährigen Berichtswoche nur 10,400 gegenüber 15,557 Personen in der vorjährigen Parallelperiode transportiert wurden. Auf den erstmals geführten Kursen Stalden-Saas Baien und Zernez- Ofenberg-Münster wurden insgesamt 246 Passagiere befördert. Den stärksten Ausfall hat die Linie Nesslau-Buchs mit —2779 Personen aufzuweisen. Es folgen die Kurse Schwarzenburg-Riffenmatt-Hirschhorn mit —619, Balsthal-Waldenburg mit — 543 und St. Moritz-Maloia-Castasegna mit — 484 sowie Uznach-Ricken-Wattwil mit — 423 Passagieren. Bescheidene Mehrfrequenzen haben einzig die Linien Bern-Gurnigel-Selibühl, Ghur-Tschiertschen und Mesocco-San Bernardino aufzuweisen. WILLYS-SIX MARTINI 6 Zyl., 16 PS, 5pl., 4 Türen, Fr. 500.— PONTIAC 6 Zyl., 15 PS, 5pl., 2 Türen, Fr. 500.— NASH 6 Zyl., 16 PS, 5pl., 2 Türen, mit Hintertüre und Träger, Fr. 800.— CHEVROLET 6 Zyl., 16 PS, 5pl., 4 Tün. Fr. 250 — Alle Wagen sind fahrbereit und können besichtigt werden. 9655 Autogarage Gebr. Marti, Eigerplatz, Bern. Telephon 23.941. Auto und Ski. Herausgegeben vom Automobil- Club der Schweiz. Der A. C. S. hat soeben eine kleine Broschüre, betitelt « Auto und Ski >, publiziert, die sicherlich in Automobilistenkreisen recht freundlich aufgenommen werden wird. In einer recht verdienstvollen Zusammenstellung sind die Hauptskigebiete der Schweiz (128 an der Zahl) knapp behandelt, und zwar sind überall die besten Zufahrtsstrassen angegeben, dann die Unterkünfte, die Distanz zwischen den mit dem Auto erreichbaren Stationen und dem Skigebiet und die in diesem Gebiet möglichen Skitouren. Ebenso sind nähere Angaben über die jeweiligen Skischulen angeführt, sowie allgemeine Bemerkungen betreffend die Eignung des Skigeländes, ob es gefährlich und ungefährlich sei. Man findet in dem kleinen Führer neben den berühmten Skigebieten auch Hinweise auf bis jetzt im allgemeinen recht stiefmütterlich behandelte Gegenden, die aber gerade deshalb sich für eine sonntägliche Skitour viel besser eignen als die heute oft allzustark überlaufenen Brennpunkte des Skisportes. Der A. C. S. beweist durch die Herausgabe der kleinen Broschüre einmal mehr, wie es ihm daran gelegen ist, den Automobilisten in jeder Beziehung unterstützend und beratend an die Hand zu gehen. TRASSEN fressen das Licht nicht, da sie weder schwarz noch glatt sind. Sternacker-Garage Franz KLAIBER, ST. GALLEN empfiehlt seine besteingerichtete Reparaturwerkstätte, sowie seine geräumige Garage mit bester Zufahrt. Tag- und Nachtbetrieb. Abschleppdienst Teleph. 48.85. Servicegarsge v. Terraplane, Hudson, Steyr und Wanderer. 6-7pl. Limousine 22 PS, 6 Zyl., in tadellosem Zustande, vorteilhaft gegen bar zu verkaufen. 70645 B. Jucker-Lüscher, Glaserbergstr. 47, Basel. Zu verkaufen AUTO 8 Zyl., 20 PS, ;MH Hudson Cabriolet, 5-Plätzer, Jahrgang 32, in tadellosem Zustand, nur Fr. 2000.—. Mühlen Rickenbach-Wil. : •••••BBBB Verkehi I&üdh^vtasch •HEiaan

N° 9 — FREITAG, 31. JANUAR 1936 AUTOMOBIL-REVUE Tedhn. Rundiffam Zusatzvorrichtung zur Automatisierung der Kupplung. Eine englische Firma bringt eine Zusatz 1 - vprrichtung auf den Markt, die nachträglich seitlich vorn neben dem Motor eingebaut werden kann, um die Betätigung der Kupplung automatisch zu gestalten. Da die Kupplung in allen Fällen sowohl beim Anfahren in der Ebene, beim Anfahren auf steilen Strecken usw. durch den Automaten genau gleich bedient wird, wie ein normales Kupplungspedal durch den Fahrer, vereinfacht sie das Fahren ganz bedeutend. Eine Fahrt im dichten Verkehr wird damit direkt zum Vergnügen, weil eine Ermüdung sich lange nicht so rasch bemerkbar macht. Wer nach dem Einbau dieser Vorrichtung nicht umlernen will, kann sowohl das Brems- als auch das Gaspedal weiter mit dem rechten Fuss bedienen. Er wird also erst dann aller Vorteile richtig gewahr werden, wenn er mit dem linken Fuss die Bremse und mit dem rechten das Gaspedal bedient. Die Benützung der Handbremse ist alsdann beim Anfahren auf Steilstrecken nicht mehr nötig. Schnitt durch die automatische Belätigungsvolrlchiung der Kupplung. 1) Zahnradölpumpe; 2) Hebel zur Uebertragung der Kolbenbewegung auf die Kupplung; 3) Kolben; i) Zentrifugalregler. Wichtig ist auch, dass das Anfahren sehr weich erfolgt, und dass die Vorrichtung so eingestellt werden kann, dass trotzdem die Kupplung nicht allzu lange schleift. Die ganze Einrichtung ist in einem Gehäuse eingebaut» das durch einen Keilriemeii am vordem Ende des Motors angetrieben wird.-Ein Gestänge führt nach hinten zur Verbindung mit dem Bedienungsgestähge der Kupplung. Der Rezelmechanismus besteht aus Zahnradölpumpe, Kolben mit Hebelübertragung, Zentrifugalregler und einer Anzahl Ventile. Das Hauptventil wird durch den Zentrifugalregler betätigt. Die Hilfsventile werden entweder durch das Gaspedal oder durch einen Kontakt am Schalthebel bedient. Um die Weichheit des Einrückens der Kupplung einstellen zu können, ist ein federbelastetes Regulierkölbchen vorgesehen, das sich jedem Wagen anpassen lässt. Sobald der Motor angelassen wird, wobei der Getriebeschalthebel in seiner neutralen Stellung steht, saugt die ölpumpe der Kupplungseinrichtung öl aus dem Kurbelgehäuse an und erzeugt im Leitungssystem des Automaten einen Oeldruck. Durch diesen wird der Kolben bewegt, so dass er die Kupplung ausrückt, worauf der Fahrer den ersten Gang einschalten kann. Sobald er Gas gibt, wird durch die Erhöhung der Drehzahl das Hauptventil derart durch den Zentrifugalregler beeinflusst, dass Oel hinter dem Betätigungskolben entweicht und die Kupplung langsam eingerückt wird. Beim normalen Fahren werden die Ventile, die durch das Gaspedal und den Zentrifugalregler betätigt werden, ganz geöffnet, so dass das Drucköl nur einen Kreislauf ausführt und die Kupplung ständig eingerückt bleibt. Sobald dagegen der Schalthebel angefasst wird,' betätigt der Kontakt am Schalthebelknauf ein elektrisches Hilfsventil, so dass der Oeldruck sehr rasch ansteigt und in einem Bruchteil einer Sekunde die Kupplung ausrückt. Hierauf kann geschaltet werden. Sobald der Fahrer den Schaltknopf wieder fahren lässt, rückt die Kupplung automatisch wieder ein. Da die Versuchsfahrten bewiesen, dass die sämtlichen vom Kupplungsautomaten verlangten Schaltungen mit absoluter Sicherheit und Präzision ausgeführt werden, hat eine englische Firma den Automaten in Fabrikation genommen. Als weiterer Vorteil der Vorrichtung wäre noch zu erwähnen, dass das Anfahren gleich weich erfolgt, ob das Gaspedal schnell oder langsam hinuntergedrückt wird. Ein sprungweises Anfahren ist damit ausgeschlossen. Holz' als Brennstoff für Automobile. Um den Verbrauch an Brennholz zu steigern, wurden in verschiedenen Kantonen gesetzliche Massnahmen ergriffen, die die vermehrte Verwendung von Lastwagen mit Holzgasgeneratoren ermöglichen sollen. Daneben hat die eidg. Forstverwaltung eine Holzzerkleinerungsmaschine angeschafft, mit Der neue Mercedes Rennwagen für 1936 wird niedriger sein als seine Vorgänger von 1954 und 1935. Aueeerdem •wird seine Stirnfläche kleiner ausfallen, so dass mit einer Erhßhuns der Höchstgeschwindigkeit gerechnet werden kann- Das vorjährige Modell erreichte eine maximale Geschwindigkeit von 347 km/St der den Haltern von Holzgas-Automobilen das Brennholz zu billigen Preisen zerkleinert werden soll. Von einigen Kantonen werden Unterstützungen in folgendem Umfange gewährt: Bern: Die ersten 10 Lastwagen mit Holzgasgeneratoren erhalten als Patengeschenk vom Kanton je 30 Ster Holz, die nächsten 10 noch je 20 Ster, und die folgenden 20 Lastwagen je 10 Ster. Freiburg : Für die ersten 6 Lastwagen werden je 12 Ster und für die nächsten 6 je 6 Ster Brennholz gratis bereitgestellt. Dazu wird für alle Automobile mit Holzgasgeneratoren eine zweijährige Taxermässigung von 50 % gewährt. Schaffhausen: Für den ersten Lastwagen wird ein Zuschuss von 500 Fr., für den zweiten ein solcher von 400 Fr., und für den dritten von 300 Fr. ausgesetzt. Tessin: Hier würden die ersten 5 Fährzeuge eine einjährige Steuerermässigung von 100 %, die folgenden 5 von 75 % usw. geniessen. Waadt: Neben Taxfreiheit von einem halben Jahr werden für die ersten 10 Lastwagen je 20 Tonnen, und für die nachfolgenden Wagen je. 10 Tonnen Gratisholz gewährt. Wallis: Hier werden für die Besitzer der ersten 6 Wagen je 15 Ster Holz, für die folgenden 6 je 8 Ster gratis bereitgestellt. Japans 1000-Franken-Wagen. Aus verlässlichen Quellen verlautet, dass das neue Modell des japanischen Datsun-Kleinwagens, der in vielen Punkten gewissen englischen Kleinwagen nachgebaut wurde, bald auf dem Weltmarkt erscheinen wird. Man hofft, damit grosse Exporterfolge erzielen zu können, da der Wagen für einen Preis von nicht viel mehr als 1000 Fr. exportiert werden kann. Allerdings kommen diese Preise natürlich nur für Länder in Frage, die der Einfuhr von Automobilen keine allzu grossen Zollschranken entgegensetzen. Wir werden bald noch eingehender auf die Konstruktion dieses Fahrzeuges zurückkommen. Pvaik« sd*^ I'Actualite Automobile. Winke Kleben im Oel laufender Kupplungen. Es kommt manchmal vor, dass Kupplungen, die im Oel laufen, zum Kleben neigen. Zwei Sünden des Wagenbesitzers sind schuld an dieser Erscheinung: erstens die Verwendung eines ungeeigneten Oels, und zweitens das Anfahren im zweiten Gang. Wer regelmässig im zweiten Gang anfährt, kann sogar bei Verwendung guten Markenöls mit dem Kleben der Kupplung zu tun haben. Denn durch die übermässige Wärmeentwicklung wird auch ein an sich geeignetes Oel zum Verkohlen neigen. Abhilfe kann durch Aussprit- o ging's auch - heute aber... i-.. wird niemand bei Winterfahmten ohne Schneekellen fahren. Niemand, der ESSO- LUBE kennt, verzichtet auf die Vorzüge dieses bahnbrechenden Autooeles. Sichern Sie sich schnelles Starten und Ihrem Motor ununterbrochenen Schutz mit ESSOLUBE- dem ersten ausgesprochenen Winteroel. CSSOLUBE Winter-Oele gewahren absoluten Schutz bei grimmig* ler Kälte Vorsicht imwinter! Gegen die Gefahren, die der Winter dem Motor bringt, können wir ihr» schützen und uns Zeit, Arger und Reparaturkosten ersparen, wenn wir l.Nach dem Anspringen den Motor 1-2 Minuten langsamleerlaufenlassen, dann erst anfahren. 2. Die ersten 100 Meter langsam im ersten Gang fahren. 3. Ein Oel verwenden, das durch seine Kältebeständigkeit auch bei stärkstem Frost sichere Schmierung und schnelles Anlassen gewährt • Essolube SAE 20 oder 30. S T A N D A R D Mineraloelprodukte A.G. Gegründet 1894 Kennen Sie schon? die vorzügliche und bewährte Hochglanz Auto-Polierwatte „AUTOPOL" knotenfrei u. extra weich, sowie jehr saugfähig. Bei deren, Verwendung erzielen Sie mühelos einen wunderbaren Glanz innert sehr kurzer Zeit. Die Watte ist ein Schweizerfabrikat und sehr sparsam im Gebrauch. Original-Pakete zu 500 Gramm ä Fr. 2.20 sind zu beziehen Fabrikanten: durch den JULIUS HON EGGER, WALD/Zch. Tel. 31.321 u. 31.336 — Postcheck VIII 25.056 PEUGEOT 201 4tüng, 4pl., sehr gut erhalten. Fr. 850.—. »tu Garage Marti, Eigerpl. 2, Bern. Telephon 23.941. IMF* Zu verkaufen Terraplane Cabriolet Modell 1934, Schweizer Karosserie, mit Lederpolsterung, wenig gefahren, wie neu, mit aller Garantie. Würde ev. Möbel (teilweise) an Zahl, nehmen. 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