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E_1936_Zeitung_Nr.008

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 28. JANUAR 1936 — N° 8 den l*ain#c*nen Revision der thurgauischen Motorfahrzeugbesteuerung. Der Regierungsrat bringt dem Grossen Rat einige Abänderungen der Verordnung zum Automobilgesetz jn Vorschlag, wodurch einige alte Postulate der Motorfahrzeughalter ihre Verwirklichung finden würden. Es handelt sich um einige Erleichterungen in der Bezahlung und Berechnung der Steuern. Der Thurgau kannte, wie manche andere Kantone, bis jetzt als Berechnungsgrundlage das Quartal. Löste man also die •Nummer erst im zweiten oder dritten Quartalsmonat, so musste doch die Steuer für das gesamte- Vierteljahr entrichtet werden. Gegen diese Ungerechtigkeit, die sich übrigens im Automobilhandel nachteilig auswirkte, indem die Verkäufe in den Monaten vor Quartalsende fast vollständig stockten, haben die Automobilisten schon lange Stellung genommen. In einigen Kantonen wurde den Begehren durch Einführung der monatlichen Berechnungsgrundlage entsprochen. Leider sind aber noch längst nicht alle kantonalen Verwaltungen diesen Beispielen gefolgt. Im Thurgau soll nun gemäss regierungsrätlichem Vorschlage dieser Modus ebenfalls Eingang finden. Ferner soll die Benützung einer einzigen Polizeinummer für Halter von zwei Wagen gestattet werden. Allerdings müsste für den zweiten Wagen immerhin noch 40 Prozent des Steuerbetreffnisses entrichtet werden. Wenn auch dieser Vorschlag eine gewisse Erleichterung für die Besitzer von zwei Automobilen darstellt, so bleibt doch die Lösung auf halbem Wege stehen. Wenn nämlich nur ein Schild ausgegeben wird, so ist ja die Möglichkeit, beide Fahrzeuge zur gleichen Zeit zu benützen, ausgeschlossen. Wird aber nur mit einem Wagen gefahren, dann ist auch eine noch so reduzierte Steuer für das zweite Fahrzeug, das zu. Hause steht, ungerechtfertigt. Auf alle Fälle wird dieser Kompromiss kaum je einen Fahrzeughalter dazu ermuntern, ein zweites Automobil anzuschaffen. In andern Kantonen ist übrigens die Gebühr für den zweiten Wagen wesentlich bescheidener, als dies der thurgauische Vorschlag vorsieht. Mit einem alten Zopf soll endlich abgefahren werden. Es war dies die bisherige Unmöglichkeit, die bereits für ein Auto bezahlte Steuer an einem neuen Wagen anrechnen zu lassen, wenn der letztere nicht mehr soviel Steuer-PS aufwies wie der alte. Diese Praxis war nichts anderes als eine schikanöse Geldmacherei oder wenigstens der Versuch dazu, denn in den wenigsten Fällen wird eine Neuanschaffung in einem Zeitpunkt erfolgen, um dem Fiskus einen ansehnlichen Steuerbetrag einfach zu schenken, resp. zweimal bezahlen zu können. Künftig soll nun die beim alten Wagen noch nicht abgelaufene Steuerrate am neuen Wagen in Abzug gebracht werden. Sehr willkommen wird die in Aussicht genommene Neuerung der Steuerzahlung in zwei Halbjahresraten sein. Für die zweite Semesterrate ist ein Zuschlag von 5% zu entrichten (wenn man doch auch in der Privatwirtschaft für jede Handreichung immer wieder Extrazulagen in Rechnung stellen könnte), welche Auflage aber vielen Fahrzeughaltern doch leichter fallen dürfte als die Vorauszahlung des ganzen Jahresbetreffnisses. Ein weiteres Postulat der Automobilisten, die Steuererleichterung für ältere Fahrzeuge, ist vom Regierungsrat unberücksichtigt geblieben, da er sich leider den zugunsten einer bevorzugten Behandlung dieser Fahrzeuge sprechenden Argumenten offenbar nicht anzuschliessen vermochte. Dennoch darf der regierungsrätliche Entwurf als ein erfreulicher und in der heutigen schwierigen Zeit besonders wilkommerier Fortschritt bewertet werden. Der Grosse Rat wird den Anträgen hoffentlich die Zustimmung nicht versagen. Amerikas Autoproduktionsziffern. Im Monat Oktober wurden von den amerikanischkanadischen AutomoWlfabriken insgesamt 221,737 Personenwagen und Chassis fabriziert gegenüber 61,104 im Vormonat und 86,128 in der entsprechenden Periode des Vorjahres. Für die ersten 10 Monate des laufenden Jahres ergibt sich somit eine totale Produktionsziffer von 2,719,128 Einheiten resp. von 2,106,990 Wagen vom Januar bis Oktober 1934. Die Oktober-Lastwagenproduktion stellt sich auf 61,597 Fahrzeuge gegenüber 34,024 Lastwagen im Vormonat und von 49,643 Wagen im Oktober 1934. Insgesamt sind in den ersten 10 Monaten des laufenden Jahres 630,662 Lastwägen hergestellt worden resp. 521,476 Einheiten in den ersten 10 Monaten 1934. Die amerikanisch-kanadische Autoproduktion stellt sich somit im Oktober 1935 auf 283,334 Fahrzeuge oder auf nur 95,128 Einheiten im September dieses Jahres und auf VII. Der Massenausgleich. Diese Darlegungen ergeben, dass die statische Ausgeglichenheit keine vollkommene sein darf, um nicht zu grosse Fehler bezüglich der dynamischen Ausgeglichenheit, d. h. bezüglich des Massenausgleiches während des Laufes der Maschine zu verursachen. Eine vollkommene dynamische Ausgeglichenheit des Motors ist im allgemeinen überhaupt nicht erzielbar. Am ehesten erreicht man sie noch, wenn man die Zylinder um 180 Grad gegeneinander versetzt und somit die Kolben gegeneinander arbeiten lässt. Beim Reihenmotor ist es der Sechs- und Mehrzylinder-Motor, der über eine gute Ausgeglichenheit der Massen verfügt, da die gerade in Längsbewegung sich befindlichen Kolben durch ihre kinetische Energie dazu beitragen, den Totpunkt der anderen Kolben zu überwinden und die für die Bewegungsänderung derselben erforderliche Kraft aufzubringen. Die Einzelteile eines Ton Dr. Porsche ionstrtH ierten Sechszylindermotors (Audi u. Wanderer)* Die kritische Drehzahl. Die Schwierigkeit des Massenausgleiches und die Verschiedenartigkeit der Verhältnisse bei Stillstand des Motors sowie in den verschiedenen Drehzahlbereichen führten dazu, dass sich im allgemeinen ein erträglicher Massenausgleich nur für gewisse Drehzahlenbereiche erzielen lässt. Dadurch kommt es, dass in ganz bestimmten Drehzahllagen der Massenausgleich ausgesprochen schlechter ist, weil sich die Kurven zwischen der statischen und der dynamischen Ausgeglichenheit in diesen Bereichen sozusagen überschneiden. In den höheren und in den niederen Drehzahlbereichen hingegen ist sodann eine gute Ausgeglichenheit vorhanden. Die Drehzahl, in der die Ausgeglichenheit am schlechtesten ist, nennt man die «kritische Drehzahl». Bei den Motoren liegt die kritische Drehzahl in verschiedenen Höhen. Es gibt Konstruktionen, bei welchen die mit der kritischen Drehzahl verbundene, besonders starke Vibration bei so hohen Drehzahlen vorhanden ist, dass sie praktisch ausserhalb des normalen Fahrbetriebes liegt. In solchen Fällen tritt für den Fahrer die kritische Drehzahl nicht nachteilig in Erscheinung. Bei anderen Motoren wieder spürt man beispielsweise bei 60 km/St, ein starkes Vibrieren des Motors und sobald man Gas gibt oder das Gas etwas wegnimmt, ist die Vibration wieder verschwunden. Es kommt darauf an, in der Fahrpraxis auf diesen Umstand Rücksicht zu nehmen und über den Bereich der kritischen Drehzahl jeweils durch Steigerung oder Herabminderung der Geschwindigkeit möglichst rasch hinwegzugehen. Bei manchen Motoren liegt auch die kritische Drehzahl ausserordentlich nieder, so dass das Vibrieren des Motors nur dann eintritt, wenn der Motorlauf stark gedrosselt wird. Man darf jedoch in diesem Fall die kritische Drehzahl nicht mit dem stossweisen Lauf des Motors verwechseln, der bei allzu geringer Drehzahl stets eintritt Handelt es sich um eine wirklich kritische Drehzahl, dann lässt sich die Vibration nicht nur durch eine Steigerung der Drehzahl, sondern auch durch eine weitere Herabsetzung derselben wieder beseitigen. In dieser Tiefenlage ist die kritische Drehzahl besonders unangenehm, weil sie hier in dem Bereich der gerade im Stadtfahren besonders notwendigen Beschleunigungszone liegt. Wenn es nun auch für den Motor selbst nicht ausgesprochen schädlich ist, die kritische Drehzahl häufig in der Beschleunigung zu überwinden, so ist die in diesen niederen Drehzahlbereichen auftretende Vibration doch für jeden gefühlvollen Fahrer eine so unangenehme Erscheinung, dass die Konstrukteure sich mit Recht stets sehr bemühen, die kritische Drehzahl in andere Lagen zu verlegen. Jedenfalls muss es sich der Fahrer zur Regel machen, den Motor niemals in der kritischen Drehzahl durch Beibehaltung der Stellung des Gashebels längere Zeit laufen zu lassen. Es gibt jedoch in letzter Zeit immer mehr Maschinen, bei denen die kritische Drehzahl überhaupt nicht deutlich fühlbar wird oder, wie bereits erwähnt wurde, ganz auserhalb des für den Fahrbetrieb in Betracht kommenden Drehzahlenbereiches liegt. Das Verhältnis zwischen Hub und Bohrung. Als Bohrung bezeichnet man den inneren Durchmesser der Zylinder, also sozusagen deren lichte Weite. Als Hub wird die Differenz zwischen der höchsten und der niedersten Stellung des Kolbens bezeichnet, wodurch gleichzeitig das doppelte Mass der Kurbelwellenkröpfung gekennzeichnet wird. Hub und Bohrung bezeichnen wir in Europa allgemein in Millimetern. Für die Kennzeichnung eines Motors ist das Verhältnis zwischen Hub und Bohrung sehr wesentlich. In früheren Zeiten wurden Hub und Bohrung im allgemeinen gleich gross genommen; man sprach hierbei von einem quadratischen Verhältnis, indem man sich einen senkrechten Schnitt durch den Zylinder vorstellt und die oberste und unterste Stellung des Kolbens als Querlinie denkt In letzter Zeit findet der «Langhubmotor» immer weitere Verbreitung. Bei demselben ist der Hub wesentlich grösser als die Bohrung, etwa im Verhältnis 1:1,5. Der Langhubmotor besitzt gegenüber dem Motor mit einem kurzen Hub zahlreiche Vorteile und demgegenüber nur wenig Nachteile. Vor allem wird bei gleichbleibendem Hubvolumen die Oberfläche des Kolbens kleiner. Bei gleichem Explosionsdruck verringert sich mit der Verkleinerung des Kolbens auch der absolute Druck, der auf den Kolben und weiter über die Pleuelstange auf den Kurbelzapfen ausgeübt wird. Dies führt < zu einer Verringerung des Lagerdrucks, zu 'einer geringeren Beanspruchung des Materials und insbesondere zu einem weicheren Lauf der Maschine. Trotzdem ist die Leistung keine geringere, da die Vergrösserung des Hubes eine Vergrösserung des Hebelarmes an der Kurbelwelle erfordert, so dass die Pleuelstange sozusagen weiter aussen angreift und trotz' des geringen absoluten Drucks doch an der Kurbelvrelle das gleiche Drehmoment ausübt Ein weiterer Vorteil -des Langhubmotors liegt darin, dass der grosse Hub bessere Kühlungsverhältnisse schafft, so dass der thermische Wirkungsgrad des Motors verbessert werden kann. Demgegenüber ist als Nachteil zu verzeichnen, dass sich eine nicht unerheblich höhere Laufgeschwindigkeit des Kolbens ergibt. Seitdem es jedoch durch die Fortschritte der Metallurgie gelungen ist, Zylinderlaufflächen und Kolben von höchster Qualität zu erzeugen, können die durch die Erhöhung der Kolbenlaufgeschwindigkeit auftretenden Verhältnisse ohne weiteres beherrscht werden. Der Hubraum. Unter Hubraum versteht man den Raum zwischen der obersten und der untersten Totpunktstellung des Kolbens. Man berechnet demnach den Hubraum, indem man die kreisrunde Oeffnung des Zylinders mit der Hubhöhe des Kolbens multipliziert. Die Kreisfläche berechnet man aus den Durchmessern, also aus der Bohrung, nach der Formel d* x = «-. Das Ergebnis dieser Formel multipliziert man mit h, dem Hubmass. Wenn wir eine Bohrung von 100 mm und einen Hub von 150 mm unserer Berechnung zugrunde legen, so ergibt sich eine Kolbenfläche von 100» . 3,H • und ein Hubraum von 100* x 3,14 X ISO. Der Hubraum des gesamten Motors ergibt sich sodann durch Multiplikation des Ergebnisses mit der Zahl der Zylinder, wobei man die Quadratmillimeter durch Abstreichen von drei Dezimalen in Quadratzentimeter verwandelt. (Fortsetzung folgt.) 135,771 Automobile im Oktober 1934. Insgesamt wurden von Anfang Januar bis Ende Oktober 1935 3,349,790 Einheiten hergestellt im Vergleich zu den 2,628,466 Wagen im entsprechenden Vorjahresabschnitt. Die in obiger Zusammenstellung aufgeführten Produktionsziffern der amerikanischkanadischen Automobilindustrie verteilen sich für die ersten 10 Monate des laufenden Jahres im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode auf folgende Preisklassen: Auf Wagen im Werte von 500 und weniger Dollars entfallen 1,625,134 (1,383,859) Motorfahrzeuge, was somit einer Zunahme um 17,5% entspricht. An der Gesamtproduktion ist diese Preisklasse mit 59,78% gegenüber 65,68% im Vorjahre beteiligt. Auf Wagen im Preise von 501—750 Dollars entfallen 977,037 (623,077) Motorfahrzeuge, was einer Zunahme um 57% entspricht. Prozentual ist diese Preisklasse am Total mit 35,93% gegenüber 29,57% im Vorjahre beteiligt. Die nächstfolgende Preisklasse von 751 bis 1000 Dollars vereinigte 1935 81,921 (59,931) Einheiten auf sich, was dieser Gruppe die stärkste prozentuale Steigerung einbrachte, und zwar um 36,9%. An der Gesamtproduktion gemessen, hat prozentmässig auch diese Preisklasse leicht aufgeholt, und zwar von 2,48 auf 3,01%. In der Gruppe der Wagen im Preise zwischen 1001 und 1500 Dollars sind 21,594 gegenüber 24,788 Einheiten erzeugt worden, was einer Abnahme um 13,0% entspricht. Die nächstfolgende Preisklasse von 1501 bis 2000 Dollars vereinigte 7187 resp. 7434 Motorfahrzeuge auf sich (—3,2%). Auch die weitere Gruppe der Wagen im Betrage von 2001 bis 3000 Dollars hat absolut eine Abnahme zu verzeichnen, und zwar von 6035 auf 4237 Einheiten resp. um 29,8 %. Die höchste Preisklasse von 3001 und mehr Dollars ist mit 2018 (1866) Motorfährzeugen beteiligt, so dass auch diese Klasse prozentual ebenfalls mit + 8% stärker vertreten ist Insgesamt beträgt die Produktionszunahme in den ersten 10 Monaten des laufenden Jahres 612,138 Fahrzeuge oder 29%. a Gesetzsebu •»«£ Zur Kassationsbeschwerde an das Bundesgericht. Aenderung des Instanzenzugs. Wie der Kassationshof in seinem Urteil vom 15. Juli 1935 festgestellt hat, enthält Art 268 des BG. über -die Bundesstrafrechtspflege vom 15. Juni 1934, in Kraft seit 1. Januar 1935, gegenüber Organisationsgesetz Art. 162 mit Bezug auf Zulässigkeit der Kassationsbeschwerde wegen Verletzung eidgenössischen Strafrechts, also auch der Strafbestimmungen des Motorfahrzeug-Gesetzes, eine abweichende Bestimmung, die je nach dem kantonalen Strafprozessrecht eine Aenderung des Instanzenzugs mit sich bringt. Nach Organisationsgeseti war die Kassationsbeschwerde an das Bundesgericht zulässig gegen Urteile, die nach kantonalem Recht mit dem Rechtsmittel der Berufung (Appellation) nicht an eine höhere kantonale Instanz weitergezogen werden konnten, also vor allem die II. instanzlichen kantonalen Urteile, aber auch die kantonalen Urteile I. Instanz, die z. B. wegen, der Geringfügigkeit der Strafe nicht mehr durclr Berufung angefochten werden konnten; also z. B. gemäss Zürcher Straf-P. O., § 428, in Verbindung mit GVG, § 33, Urteile des Bezirksgerichts wegen Polizei-Uebertretungen, mit welchen keine höhere Busse als Fr. 50.— verhängt worden war. Diese Bestimmung brachte es mit sich, dass Zürcher Urteile wegen Uebertretungen des Motorfahrzeug- Gesetzes durch Kassationsbeschwerde direkt an das Bundesgericht weitergezogen werden konnten. Art. 268 des neuen BG. über die Bundesstrafrechtspflege schränkt nun aber diese Kompetenz des Bundesgerichts insofern ein, als der direkte Weiterzug an das Bundesgericht nur zulässig ist, wenn überhaupt kein kantonales Rechtsmittel wegen Verletzung eidgenössischen Rechts mehr gegeben ist Es genügt also nicht mehr, dass die Berufung (Appellation) ausgeschlossen ist Aus diesem Grunde — es war nach Basel-Stadt Straf-P. O., § 265, noch eine Beschwerde an das Appellationsgericbt zulässig — ist das Bundesgericht in dem erwähnten Urteil auf eine Kassationsbeschwerde gegen ein Urteil des Polizeigerichtspräsidenten von Basel- Stadt wegen Uebertretung von MFG Art. 25 nicht eingetreten. Diese Verlängerung des Instanzenzugs ist bedauerlich und macht es den Minderbemittelten noch schwerer, auf dem Instanzenzug zu ihrem Rechte zu gelangen, da die Anwaltskosten wegen der sehr schwierigen Rechtsfragen schon vor der einen Kassationsinstanz in der Regel ausserordentlich hoch werden und die Entschädigungen aus der Staatskasse im Falle des Erfolges recht bescheiden auszufallen pflegen. Auch der Zeitaufwand ist ein erheblicher und wird grundsätzliche Entscheidungen noch weiter verzögern. Es sei noch beigefügt, dass die neue Gesetzesbestimmung für den Kanton Zürich — es ist nicht Aufgabe dieses Artikels, die Verhältnisse in allen Kantonen zu prüfen, sondern es soll nur anhand von zwei Beispielen Basel-Stadt nnd Zürich auf die wichtige und nicht besonders auffallende Neuerung hingewiesen werden — keine Aenderang bringt Nach ständiger Zürcher Praxis kann die Kassationsbeschwerde wegen Verletzung eidgenössischen Rechts nur an das Bundesgericht gerichtet werden. Die kantonalen Kassationsinstanzen sind nur befugt, auf Verletzungen kantonalen Rechte einzutreten. So hat die Zürcher Praxis — eine gesetzliche Bestimmung ist nicht vorhanden — die Zuständigkeit der kantonalen und eidgenössischen Kassationsinstanzen bzw. Rechtsmittel getrennt Wie bis anhin ist also ein Strafurteil, gegen welches eine Berufung nicht zulässig ist, durch Kassationsbeschwerde direkt an das Bundesgericht weiterzuziehen, selbstverständlich vorausgesetzt, dass es sich um die Verletzung eidgenössischen Rechts handelt, wobei darauf hingewiesen werden muss. dass nicht alle Verkehrsvorschriften auf eidgenössischem Recht beruhen. Dr. H. Meyer-Wild.

JJO ß _ DIENSTAG, 28. JANUAR 1936 AUTOMOBIL-REVUE 11 Schweizerische Rundschau Motorfahrzeuge in der Schweiz 1934/35. Für jedes in der Schweiz eingetragene motorische Vehikel führt das eidg. Statistische Amt eine Karte. Alle Immatrikulationen oder Streichungen werden dem Amte gemeldet. So lässt sich der Bestand auf Grund der Zugänge und Abgänge auf einen beliebigen Zeitpunkt berechnen. Bereits die Angaben über den Motorfahrzeugpark am 30. September 1934 waren das Ergebnis einer solchen Fortschreitung. Während aber für diesen Stichtag lediglich die Schlusszahlen gegeben werden konnten, sind für das Dreivierteljahr, vom 1. Oktober 1934 bis Ende Juni 1935 auch die Veränderungsvorgänge bekannt. Entwicklung des Motorfahrzeugbestandes 1934/35. Provisorische Zahlen. * s U l * Bestand S • "S S 5 Vtrinderuntsvorginp gg g *5 E^ g S «? 'S SS OB ^ £* < JH SH E Bestand Ende September 1934 69 744 1 487 19 504 90 735 34 514 Bestandesänderung bis Ende 1934 Erstmalig in Verkehr gesetzt 1614 12 246 1872 182 Wieder in Verkehr gesetzt 1 ) 1567 5 407 1979 569 Aus dem Verkehr zurückgezogen 2 ) 5 651 59 577 6 287 6 317 Zuwachs -2 470 - 42 76 -2 436 -5 566 Bestand Ende 1934 67 274 1 445 19 580 88 299 28 948 Bestandesänderung bis Ende Juni 1935 Erstmalig in Verkehr gesetzt 5 037 68 639 5 744 949 Wieder in Verkehr gesetzt 1 ) 8 314 158 1238 9 710 8 557 Aus dem Verkehr zurückgezogen 8 ) 9 962 34 1383 11379 8 085 Bestand Zuwachs Ende Juni 3 389 192 494 4 075 1421 1935 70 663 1 637 20 074 92 374 30 369 l ) Wiederanmeldung eines alten Motorfahrzeuges. *) Vorübergehende Rückgabe eines Kontrollschildes, endgültige Ausscheidung eines Motorfahrzeuges. Der Motorfahrzeugbestand zeigt eine typische Saisonschwankung im Verlauf eines Jahres; denn mit Eintritt der kalten Jahreszeit werden zahlreiche Wagen stillgelegt, die dann im Frühjahr wieder zur Verwendung gelangen. Um die Steuerausgaben zu verringern, gibt der Halter das Kontrollschild des ausser Betrieb gesetzten Wagens vorübergehend ab. Diese Fälle sind in der vorstehenden Tabelle zusammen mit den aus dem Verkehr gänzlich zurückgezogenen Fahrzeugen ausgewiesen. Die beiden Gegenposten jedoch, die Wiederanmeldungen der zeitweise eingestellten und die erstmaligen Anmeldungen der fabrikneuen Fahrzeuge, werden in ider Statistik auseinandergehalten. Alle diese Veränderungen nehmen im Verhältnis zum Bestand einen erheblichen Umfang an. Im letzten Quartal 1934 traten nicht nur viele Motorfahrzeuge ihren «Winterschlaf » an, sondern auch wenige erstmalig den Dienst. Zwar sind im ersten Semester 1935 die Abgänge noch recht zahlreich, aber auch die aus ihrem Garagenarrest befreiten Fahrzeuge. Ausserde mwerden hauptsächlich im Frühjahr neue Wagen angeschafft. Die Bestandesverminderung auf Jahresende ist allerdings nicht allgemein; denn der Lastwagenpark hat sich im vierten Quartal 1934 vergrössert. Ebenso stieg im ersten Semester 1935 nur die Zahl der Motorwagen wieder an, während umgekehrt jene der Motorräder abnahm. Das ist die Fortsetzung eines seit 1931 festgestellten Abbaues des Motorradbestandes. Infolge der Krise können sich viele Arbeiter kein solches Fahrzeug mehr leisten; ausserdem wird es vom Kleinauto verdrängt. Diese Verminderung hat sich im Jahre 1934 indessen verlangsamt, denn sie betrug 7,3% gegenüber 16,7% im Jahresmittel 1932/33. Wie sich die einzelnen Bestände seit 1931 verändert haben, zeigt folgende Uebersicht : Motorfahrzeugbestand am Jahresende Kategorie 1931 1933 1934 1 ) Personenwagen 63 945 66 394 67 274 Autobusse 1161 1304 1445 Lastwagen, Traktoren 17 752 18 986 19 580 Motorwagen Total 82 858 86 684 88 299 Motorräder 46 875 31235. 28 948 Im Jahre 1934 vermehrten sich die Per-wältigensonenwagen nur wenig, dagegen die Last- in Zeltlagern kampierend, wohlbehalten die Gegend Unsere Schweizerfahrer erreichten, stets wagen 2 des einsamen Inarisees, überquerten den Polarkreis und langten wohlbehalten Ende Juli bei Pet- ) und besonders die Autobusse stark. Die ungeschwächte Nachfrage nach Gütertransportmitteln steht nicht gerade im Ein- einsame Gegend, dieses Land der weissen Nächte, samo das nördliche Eismeer. Es ist eine äusserst klang mit der allgemeinen Verminderung des wo das Auto noch zu den besonderen Kuriositäten zählt Warenumschlages. Jedenfalls ist der Tatsache, dass trotz der Wirtschaftskrise Lastund Gesellschaftswagen noch an Boden gewinnen, bei der Behandlung des Problems «Auto und Eisenbahn > Beachtung zu schenken. Lastwagenbau und Arbeitsbeschaffung. Von geschätzter Seite erhalten wir folgende Meinungsäusserung : In Nr. 3 der « Auto-Revue » ist dem Berichterstatter über die Verhandlungen im Parlament offenbar ein Missverständnis unterlaufen. Herr Ständerat Be"gujn von Neuchätel hat bei seiner Anfrage an den Bundesrat betreffend die Automobilmontage in der Schweiz durchaus nicht die Meinung vertreten, die neue Montageanjage in Biel vermöchte heute schon die inländische Lastwagenindustrie zu beeiträchtigen. Er hat vielmehr darauf hingewiesen, dass, falls man diesem Betriebe den Bau oder die Montage von Lastwagen gestatten würde, dies das Ende der einheimischen Nutzfahrzeugindustrie bedeuten müsste. Diese Meinung besteht durchaus zurecht und wird von Kenhern unserer Verhältnisse in der Autobranche restlos geteilt. Der Bundesratsbeschluss betreffend die Zollrtickvergütung zwecks Montage von Personenautomobilen sieht allerdings vor, dass die Montage und Teilfabrikation von ausländischen Lastwagen in der Schweiz verboten sein solL Nun ist aber dieser Beschluss im Jahre 1934 bereits einmal zugunsten des in Biel nunmehr etablierten amerikanischen Konzerns abgeändert worden, so dass wenig Gewähr besteht, ob nicht noch andere Korrekturen folgen. Die Anfrage von Herr Beguin war also sehr begründet. Es scheint uns doch, dass die schweizerische Lastwagenindustrie es noch wert' ist, wenn ihr in den Räten einige Worte gewidmet werden und ist es nur verdienstlich, wenn rechtzeitig auf mögliche Gefahren hingewiesen wird, die ihr neben allen übrigen Schwierigkeiten, mit denen sie heute schon zu kämpfen hat, möglicherweise noch drohen könnten. >. 9km %*~m ofefc.» SEKTION BERN. Jahresbeitrag 1936. Per Mitgliederbeitrag für das laufende Jahr ist fällig. Mit Zirkularschreiben sind die verehrlichen Mitglieder zur Entrichtung des Beitrages eingeladen worden. Die Sektion Bern des A.G.S. erbebt für das Jahr 1936 folgende Anteile : Aktiv-Mitglieder Fr. 35.— Damen-Passiv-Mitglieder (Ehefrauen, unverheiratete Töchter von Aktiv-Mitgliedern) Fr. 10.— Junioren-Mitglieder, Damen oder Herren unter 25 Jahren Fr. 10.— Für den Bezug der Jahresbeiträge ist eine Ffist bis 20. Februar 1936 angesetzt. Nach Ablauf dieses Tennines ißt das Sekretariat ermächtigt, die noch ausstehenden Beträge per Nachnahme zu erheben. Es sei erinnert, dass das soeben herausgegebene «Nachrichtenblatt der Sektion Bern des A.G.S.» ohne Mehrkosten jedem Mitgliede, gleichgültig ob Aktiv, Dame oder Junior, ins Haus zugestellt wird. Das Nachrichtenblatt wird Inskünftig die Sektionsangehörigen ausführlicher als bis anhin über die internen Geschäfte des Clubs orientieren. Rundschreiben, wie sie bisher zur Ankündigung von Sektionsanlässen verwendet wurden, werden nur noch bei besonderen Gelegenheiten verschickt. Die Mitglieder der Sektion Bern des A.C.S. sind gebeten, dieser publizistischen Aenderung freundliche Beachtung zu schenken. h. SEKTION ZÜRICH. Mit der Uraufführung des grossen Reisefilms von Herrn Dr. H. Weisbrod «Im Auto zum nördlichen Eismeer», an der 1800 Personen besuchten Filmmatin£e, ist wohl der schönste schweizerische Autoreisefilm aus der Taufe gehoben worden. Ein mächtiges iFilmwerk, das von einer in der Phototechnik gewandten Hand stammt, passierte in 1^ Stunden Revue und zauberte prächtige Bilder von den schönen und eigenartigen Gegenden Schwedens, Lapplands und Finnlands vor Augen. i Mit einer gehörigen Dosis Unternehmungslust und jugendlichem Tatendrang machten sich die vier Zürcher Fahrer in zwei Autos, die Tausende von nützlichen Dingen Bargen, im Juli 1935 auf den Weg, um die 8000 km lange Fahrt zum Eismeer zu be- -Aeusserst schlechte Strassenverhältnisse, die oft den Gedanken der Aufgabe der. Weiterfahrt aufkommen Hessen, wurden dann .auf der Rückreise durclj das nördliche Finnland angetroffen, so dass die wagemutigen Fahrer froh waren, schliesslich wohlbehalten die finnische «Seenplatte» zu erreichen, dieses eigenartige, seenreiche Land mit seinen prächtigen Forsten. Der Film, mit einer imponierenden Reichhaltigkeit und prächtigen Aufnahmen von Land und Leuten ausgerüstet, Hess' das Verlangen nach solch weiten Reisen machtvoll aufkommen. «Es ist eine Lust zu reisen», wenn dieser Spruch seine Berechtigung hat, dann sicher bei solchen Fahrten, die allerdings neben all dem Schönen und Interessanten dem Fahrer selbstverständlich auch ein hohes Mass von Verantwortung und Ungewissheit mit auf den Weg geben. T.C.S. Autosektion St. Gallen-Appenzell Wir sind heute in der Lage mitteilen zu können, dass im Kanton St. Galleu wegen vorübergehender Ausserbetriebsetzung der betr. Motorfahrzeuge anfangs dieses Jahres insgesamt 1166 Paar Automobilschilder und 1027 Paar Motorradschilder bei der st. gallischen Automobilkontrolle deponiert worden sind. Anfangs J935 waren es 1050 Paar Automobilschilder und 1120 Paar Motorradschilder. Während also im Jahre 1936 ca. 100 Paar Automobilschilder mehr zur Rüpkgabe gelangten; waren es rund 100 Paar Motorradschilder weniger als im Vorjahre. Nachdem im Verlauf des vergangenen Jahres über 100 Automobile neu gelöst wurden, werden die Einnahmen aus Motorfahrzeugsteuern im Kanton St. Galten pro 1936 die Einnahmen des Vorjahres übersteigen. Von der Vergünstigung, die Jahresfiteuer in 2 Raten bezahlen zu können, haben nur wenige Automobilisten Gebrauch gemacht. Aus diesem Grunde übersteigen die bisherigen Einnähmen an Motorfahrzeugsteuern in diesem Jahre die Einnahmen des Vorjahres im gleichen Zeitraum. AUTOSEKTION WALLIS. Die Jahresgeneralversammlung, sowie der Gesellschaftsabend finden am kommenden Samstag, den 1. Februar, in den Sälen des Hotel Terminus in Siders statt. Der Vorstand bittet alle Mitglieder, dieses Datum für den Anlass zu reservieren und hofft, dass sie in Anbetracht des sehr bescheiden gehaltenen Preises der Ftestkarte recht zahlreich mit ihren Familienangehörigen und Freunden zum Nachtessen und dem ansehliessenden Ball erscheinen werden. Programm: 19 Uhr: Generalversammlung. Tagesordnung: 1, Verlesen, des Protokolls, 2. Bericht des Präsidenten, 3; Bericht des Präsidenten über den Streckendienst, 4. Bericht des Präsidenten über die Verkehrszehtrale, 5. Kassabericht, 6. Bericht der Rechnungsravisoren, 7. Diverses. 20 Uhr: Aperitif, von der Sektion offeriert. 20.30 Uhr: Nachtessen. ,. ; , Ab 22 Uhr: Ball. Allways Band Orchester. Preis der Karte für die Teilnehmer am Nachtessen und am Ball: Für Sektionsmitglieder und deren Angehörige: Fr. 6.—. Für eingeführte Nichtmitglieder Fr. 7.—. Tanzkarte: Fr. 2.— pro Person oder Fr. 3.— per Paar. Karten an der Abendkasse. — Geheizte Garage wird vom Hotel Terminus freundlich zur Verfügung gestellt. y&ux den Verbänden General Servette 85 absolut normal : benommen in den Höhen von 150 Bis 300 Meter und ist somit ein Teil des Programme« erfüllt worden. A. B. CHAUFFEUR-VEREIN SCHAFFHAUSEN Generalversammlung im Januar a. c, Hotel Löwen. Unser aHzeit rührige Präsident eröffnete die 5. ordentl. Generalversammlung mit einer Begrüssung an die erschienenen Mitglieder und Gäste und mit Bekanntgabe der der Versammlung zu Grunde liegenden Traktanden? Das Protokoll wurde verlesen, genehmigt und dem Verfasser-bestens verdankt. In gewohnt feiner Weise Hess Präsident A. Buhle; in seinem flott abgefassteh Jahresbericht Freuden und Leiden des verflossenen Vereins- Preisabbau 1936 20% billiger ha sl*u3»£«»nse«l«e> Röttschaft der Aero- >v Amateure der Schweiz sie die Oerlikon-Auto-Batterien Verlangen Sie bei Ihrem Lieferanten die Marke „Oerllkon" und lassen Sie sich nicht Irreführen durch Nachahmung unserer Typenbezeichnungen bei andern Fabrikaten, die mit unseren bewährten Qualitätsprodukten nichts zu tun haben. Accumulatoren-Fabrik Oerlikon, Zürich-Oerlikon Gegründet: 1895 Telephon: Zürich 68.420 Bureau und Werkstätten für die französische Schweiz: LAUSANNE: 14, Passage de Montriond, Telephon 29.381 GENF: 19, Rue Gourgas, Telephon 49.942 Jahres an unseren Augen vorüber ziehen. Mit groesem Applaus wurde dieser Bericht dankend abgenommen. Die weiteren Traktanden wickelten sich sehr rasch ab, und so kamen wir zum Traktandum Wahlen. Durch den Rücktritt unseres langjährigen und verdienten Präsidenten und einee weiteren Vorstandsmitgliedes gab es etwas Leben in das Traktandum, was zu kleineren Auseinandersetzungen Anlass gab. Der neue Vorstand setzt somit aus folgenden Mitgliedern zusammen: Präsident: Steinbichel Hans, Vizepräsident: Leu Ernst, Aktuar- Lutz, Hugo, Kassier: Ging Rudolf, Beisitzer: Küng Erwin. Den abgetretenen Vorstandsmitgliedern sei auch an dieser Stelle für dem Verein treu geleistete Arbeit der verdiente Dank ausgesprochen. Nun wurde eine Pause eingeschaltet, damit die inzwischen servierten Schüblinge verkürzt werden konnten. Als weitere Geschäfte wurden die Statuten teilweise geändert und die Fachzeitung «Automobil-Revue» als offizielles Club-Organ beibehalten. Stammlokal ist weiterhin das Restaurant Felsenkeller. 23.45 Uhr konnte Präsident Bühler die Versammlung schliessen. E. L. CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Protokoll-Auszug der Januarversammlung. Vorerst seien die uns zum Jahreswechsel übersandten Neujahrswünsche bestens verdankt. Die pro 1935 erteilten Schenkungs- und Stundungsgesuche sind nun erloschen und müssen allfällige weitere Wünsche für laufendes Jahr durch neues Gesuch bekanntgegeben werden. Unter Mutationen sind 3 Eintritte zu verzeichnen. Um unsere verehrten Mitglieder, Freunde und Gönner ebenfalls zu unterstützen, werden alle Vereinsmitglieder gebeten, die vom Vorstande empfohlenen Geschäftsfirmen bei Einkäufen unbedingt zu berücksichtigen und sich dabei durch Vereinsausweis zu legitimieren. Dieser ist an der Generalversammlung mit dem Couponstreifen 1936 erneuern zu lassen, ansonst jede Begünstigung bei Einkäufen ausser Betracht fällt. Von dem am Stammtisch angebrachten Vereinsbild sind Reproduktionen in folgenden Ausführungen erhältlich: Bild unaufgezogen ä Fr. 1.—, dito auf Karton aufgezogen a Fr. 1.50, dito aufgezogen und in Nussbaumrahmen eingerahmt a Fr. 4.80; Bestellungen sind an den Vorstand zu richten. Schlussendlich ist noch zu erwähnen, dass Anträge seitens der Mitglieder bis spätestens den 25. Januar a. c. im Besitze des Vorstandes sein müssen. H. G. f o Neugründung. SEBA. S. A, d'Explolfatlon de Brevets automobiles, Glarus. Unter dieser Bezeichnung wurde eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von Fr. 10,000 gegründet. Ihr Zweck ist der Ankauf, die Verwertung und der Wiederverkauf von Patenten für die Motorfahrzeugindustrie. Die Gesellschaft übernimmt von J. E. Andreau, Paris, zum Preise von Fr. 7500 verschiedene Patente. Einziges Mitglied des Verwaltungsrates ist Dr. Scherrer, Advokat in Riehen. Er führt Einzelunterschrift. Direktor mit Einzelunterschrift ist Dr. E. Rott. französischer Staatsangehöriger,, in Paris. Das Rechtsdomizil befindet tsich bei Dr. Streift, Rechtsanwalt. Glarus. Personelles. Roger Lambelet, Autogarage de ('Apollo, Neuchätel. Inhaber der Firma ist F. R. Lambelet in Neuchätel. Autoreparaturwerkstätte und Automobilhandel. Domizil: Faubourg du Lac. Charles Mercay, Garage, Delemonf. Die Prokura von Viktoria Jeannottat ist erloschen. Grand Garage Place E. Claparede S. A., Genf. Charles Nigg ist als Verwaltungsrat zurückgetreten und wurde durch Marcel Rubin, Prokurist, ersetzt. Er bildet zusammen mit Joseph Rubin den Verwaltungsrat. Beide führen rechtsverbindliche Einzelunterschrift. Firmenauflösung. Bührer & Schuppli, Garage, Frauenfeld. Diese Kollektivgesellschaft hat sich aufgelöst. Die Liquidation wird durch H. Brenner durchgeführt, der als Liquidator rechtsverbindliche Einzelunterschrift führt. Der «Pou du Clel» btlm S. T. Ae. Die Flugversuche der dem französischen technischen Dienst Itell & Oswald in Llq., Autoreparaturwerkrtätte, Firmenlöschung. (S- T. Ae.) zugeführten Maschine wurden in den Luzern, Die sich in Liquidation befindliche Kollektivgesellschaft ist nach beendigter Liquidation letzten Wochen fortgesetzt ohne jeden Zwischenfall, wenn auch durch schlechte Witterung und die erloschen. Festtage etwas verzögert. Willy Müller, Autogaragt, Pieterlen. Diese Einzelfirma ist infolge Konkurserkenntnisses des Ge- . i Verschiedene Flüge von je 20 Minuten wurden von einem offiziellen Piloten ausgeführt. Der Pou, richtspräsidenten von Amtes wegen gelöscht wor- Stets mit dem Aubier-Dunne ausgestattet, hat sich den. Lalas, Assoziation et ligue automobilste et motocycllste, Berne. Die Genossenschaft wird infolge Konkurseröffnung von Amtes wegen gestrichen. Alfred Möri, Autoreparaturen. Biel. Die Einzelfirma wird infolge Geschäftsaufgabe im Handelsregister gelöscht. Walter Friedauer, Automobilvertretung, Kreuzungen. Die Firma wird infolge Konkurses von Amtes wegen gelöscht. Handel u. Industrie Autogen-Schweisskurs. Die Continental-Lichtund Apparatebau-Gesellschaft in Dübendorf veranstaltet vom 18. bis 20. Februar 1936 neuerdings einen Schweisskurs.