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E_1936_Zeitung_Nr.011

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12 - No 11 sich

12 - No 11 sich verbessert, die Werkzeuge haben einen nicht mehr zu überbietenden Grad von Vollendung erreicht. Noch finden wir im Kesslerloch Reste eiszeitlicher Tiere, finden Mammuth und wollhaariges Nashorn; aber die Hauptnahrung für diese Höhlenmenschen muss das Rentier gewesen sein. Neun Zehntel aller Knochen der gründlich durchforschten Abfallhaufen gehören dem Ren, daneben fanden sich Reste von Steinbock, Murmeltier, Gemse, Wildpferd, Eisfuchs, Wolf, Edelhirsch und Moschusochse. Knochen werden nun schon systematisch zu Lanzenspitzen, Nadeln und Harpunen verarbeitet. Gagat, Muscheln und Knochen werden durchbohrt, der Schmucksinn weckt den Kunstsinn, Zeichnungen auf Hirschhorn, Schnitzereien aus Knochen zeugen von der Tauglichkeit der Feuersteinstichel und -messer, zeugen aber auch von einer unglaublich präzisen Naturbeobachtung und einer hochkünstlerischen Darstellungsfähigkeit. Das weltberühmte, weidende Ren, auf eine Geweihstange geritzt, ist in seinem innersten Wesen so vollendet erfasst und seine Darstellung ist so überaus vollkommen und restlos gelungen, dass wir uns fragend an unsere Graphiker in ihren stahlwerkzeuggespickten Ateliers wenden, die uns, ehrlich beschämt, am allerwenigsten eine Erklärung zu geben vermögen. Aus Rentierhorn liegen Tier-Schnitzereien vor, um die unsere Plastiker die Höhlenbewohner könnten. beneiden Die unglaubliche Zahl von Feuersteingeräten, die in diesen Stationen gehoben wurden, könnte für ein etwas sesshafteres Leben dieser Jungpaläolithiker sprechen. Aber immer noch ist es die Jagd und der Fischfang, der sie ernährt, immer noch gehen sie in Tierfelle gekleidet, immer noch fehlt ihnen Weberei und Töpferei, fehlt ihnen das Metall. Das heisst, es fehlte ihnen bestimmt nicht, denn sie kannten nichts anderes und sie lebten auf ihre Art nicht schlechter, als frühere oder spätere Menschheit. Ihre Tätigkeit füllte ihr Leben aus, und was bei Namen-Gedächtnis von Eugen Pfister Eine schmerzhafte Sportverletzung hat mir vorübergehend auf mein sonst ordentliches Dutzendgedächtnis geschlagen. Das kann vorkommen und braucht nicht als geschmackloses Geständnis verurteilt zu werden. Nachdem es mir im geplagten Kopfe wieder wohler wird, möchte ich doch den Zehntausenden, die dies vielleicht lesen, das sorgenvolle Leben derer vor Augen führen, die ein schlechtes Personengedächtnis haben. Hat ein Mensch eines Tages entdeckt, dass er die Namen der ihm vorgestellten Personen nicht behalten kann, so beherrscht die Angst seine Schritte unter den Menschen. Spricht er Französisch, so wird der Fall zwar kaum akut, spricht man dann doch Hoch und Niedrig mit Monsieur, Madame und Mademoiselle an, den Namen kann man sich schenken. Aber wir Menschen deutscher Zunge leiden unter der Hinterlist unserer Sitte, die gebietet, in der Anrede Herr und Frau auch den Namen zu nennen. Eine Ausnahme ist bekanntlich das Fräulein, und das ist für Leidende ein Grund mehr, sich vorwiegend mit diesen zu unterhalten. Ehegattinnen pflegen zwar meist rasch das-Gedächtnis zu stärken. Lob und Preis sei hingegen unserer Titelei gespendet, vermindert sie doch die Anreden auf vielleicht ein halbes Dutzend: Herrn und Frau € Doktor », « Professor », «National-, Stände- oder Kantonsrat» und vor allem den beliebten «Direktor» meist eigener Ernennung! Ungefährlich ist es noch, wenn man zu Dritt über jemanden spricht, dessen Namen man nicht mehr weiss. Man heuchelt, dass der Name einem auf der Zunge brenne und lässt den andern einem damit ins Wort fallen. Aber mehr als dreimal wird einem der Trick nicht geglaubt. Will man noch nicht seinen Mangel bekennen, muss man sich mit gefährlichen Umschreibungen helfen: das lange Elend dort drüben, der blonde Hüne da vorn, die Tochter Israels nebenan. Muss man aber den bekannten Unbenannten' anreden, so kann einen der Schreck fast lähmen. Man versucht es zuerst mit stilistischen Einten, dreht den Satz so, dass keine Anrede nötig wird. Manchmal kann man riskieren, durchschaut zu werden, indem man den Namen einfach im Barte versickern lässt: « Guten Morgen, Herr hkm... hkm!» Ein Hustenanfall ist empfehlenswert, sofern man den Hals in richtiger Verschleimung erhalten kann. Vielleicht kann man einmal den Scherz jenes alten Schreibmaschinenmechanikers wagen, der mich ansprach: « Guten Tag, Herr... Herrrr.... na Sie wissen ja selber am besten wie Sie heissenü » Gelegentlich findet man eine geduldige Seele, der man darüber einen Vortrag halten kann, wie das menschliche Gedächtnis sich gegenüber irgend einem Wort, einer Zahl rebellisch zeige, wie manchmal eine Ansichtskarte, die sich mitten im geistreichen Gruss mit verborgenem Finger- ihnen in unsern Augen als Luxus erscheint, all ihr« künstlerische Produktion, hatte seinen geheimen Nebensinn, seine kultische Bedeutung. Denn durch die zeichnerische oder plastische Darstellung der Jagdtiere vermochte man einen magischen Zauber auf sie auszuüben, man gelangte zunächst symbolisch, dann aber durch den Zauber der Beschwörung auch wirklich in deren Besitz. Es fällt auf, dass die Darstellungen der menschlichen, vorab der weiblichen Gestalt, nie den gleichen Grad von Vollendung erreichen, wie die Tierdarstellungen. Wie eine bestimmte Zeit in eine andere übergeht, wissen wir nicht. Die scharfen Einschnitte, wie sie aus unsern Bezeichnungen hervorgehen könnten, bestanden gewiss nicht. Aeltere Wirtschaftsformen verschwinden nie plötzlich. Auch wenn mit Einwanderungen gerechnet werden muss, auch wenn Verdrängung zu erwarten ist, so wissen wir doch aus der Völkerkunde der Primitiven, dass ein Nebeneinander verschiedener Stämme durchaus möglich ist. Trotz grösserer Stammesverbände aber fehlen staatliche Gebilde in den Steinzeiten. An gleichen Fundorten erscheinen die verschiedenen Steinzeiten allerdings getrennt. Eine ausgesprochene Uebergangsschicht fehlt. Aber auch wenn Klimarückschläge eine Gegend vorübergehend unbehwonbar machen konnten, so verschwand das Menschenleben deshalb nicht, es wanderte eben nicht nur mit dem Jagdtier, es wanderte auch mit dem Klima. Hat unser Land zwischen den Steinzeiten Siedelungsunferbrüche wirklich erlebt, so isr dies für die klimabegünstigtern Landstriche unserer Nachbarländer nicht wohl anzunehmen. Die Unterbrüche bestehen mehr in unserer Systematik als in Wirklichkeit. Alles Lebendige strebt nach Dauer, nach Kontinuität... Dieser Aufsatz erscheint in dem zweibändigen Werk „Confoederatio Helvetica", das demnächst im Verlag Bohnenberger, Zürich, herauskommt. Namen und ihre Schicksale abdruck weigert, sich weiterhin betinten zu lassen. Angenehm sind Menschen mit ungewöhnlichen Namen, weil sie sich an dessen Verschandelung gewöhnt sind. Da helfen oft die Ratschläge von Paul Reboux. Man fragt den Betreffenden: «Verzeihung, wie buchstabieren Sie eigentlich Ihren geschätzten Namen?» Oder: «Pardon, wie wird Ihr Name richtig ausgesprochen? » Aber da kann man dann eben Antworten bekommen wie: « Mein Name wird genau so geschrieben, wie man ihn ausspricht», oder « Die Aussprache ist genau phonetisch ». Ein Herr Grzenkowski in Zürich lässt sogar freundlich die Aussprache neben seinen Namen drucken « sprich Schenkowski », ohne zu bedenken, dass er manchen die obige rettende Ausrede abschneidet. Hat man ein erstes Gespräch überstanden, so kann man sich für ein zweites Mal durch verschiedene bekannte Kniffs sichern. Man beschnüffelt Kofferetiketten, liegen gelassene Briefumschläge, Zeitungsstreifbänder, stöbert in unbewachten Augenblicken vor Banketten im Speisesaal umher und lernt die Tischkarten auswendig. Oder einfacher (worauf die schlechten Gedächtnisse meist nicht kommen): man fragt diskret jemand vom Personal! Drastisch machten wir es an einem Studentenball: jedem Neuangekommenen wurde ein Karton auf die Brust gehängt, der in Blaustift seinen Namen trug. In einer Stunde war alles todsicher bekannt. Am schlimmsten ist es, wenn man meint, einen Namen zu wissen und dem Betreffenden einen andern Namen'anhängt, womöglich den einer Person, die er nicht riechen kann. Darüber kann jeder ein Lied singen, wie dem Verwechselten zumute ist. So machte die Mutter eines Schulkameraden, eine alte Italienerin, aus meinem wackern Pfister-Namen, der sich vom Pistor, dem Getreidezerstosser und Bäcker ableitet, einen «Finster». Eitlem Schulschatz schrieb ich einen feurigen Liebesbrief, den sie mit « Lieber Heini! » beantwortete, dieweil ich auf Eugen getauft bin. Vielleicht hat sie es andern später auch so gemacht, jedenfalls ist sie ledig geblieben. Angesichts solcher Folgen muss man auf Hilfe sinnen. Man denkt dann an die gute Mnemotechnik, mittels derer man sich die längsten Telephonnummern merken kann, indem man sie in eine Anekdote verarbeitet. Der Name vergeht, die Anekdote bleibt und bringt ihn zurück. So beginnt meine Telephonnummer mit 39, d.h. 3 X 13, oder: Dreimal Unglück. Ingenieuren präge ich meine Hausnummer « 27 » als 3 hoch 3 ein. Viel gesündigt wird beim undeutlichen Vorstellen. Ich pflege stets meinen Namen selber auszusprechen, nach Teleponmanier: Pffisstterrrr. Naseweise Verkäuferinnen, die mir etwas ins Haus schicken sollen, glauben oft auf das Buchstabieren verzichten zu können. Dann erhält regelmässig ein Herr Fischer im Haus meine Pakete. Um das Buchstabieren mit einem Spass zu würzen, sage ich oft « Pfister, mit einem Aepf am Anfang wie Pfui». Aber kürzlich fragte mich eine Ladentochter schüchtern: « Aber heissen Das Kapriolett Der Schlagbaum Unser «Kapriolett» ist eine neue Automarke, die sich allerhand Kapriolen erlaubt. Hier steht der Wagen vor dem Schlagbaum und setzt kurzerhand über das Hindernis hinweg. In den nächsten Nummern bringen wir weitere Stücklein des neuen Automobilisten-Lieblings. (Zeichnung Buss.) Sie wirklich Herr Pfui? » Dieser Irrtum bestärkte mich in der Gewissheit, dass noch manche die Namen durcheinander bringen. Das war Trost, das war Heilung. Seither verzichte ich auf eine Reformkampagne und hoffe nur noch auf die christliche Nächstenliebe aller jener, die falsch oder undeutlich angesprochen werden. Vom Alter der Bergnamen Die Namen unserer Hochgebirgsgipfel sind nicht sehr alt. Das ganze Mittelalter hindurch bis weit in die Neuzeit hinein wurden die Alpen nur zu Passüberschreitung betreten, und darüber findet man in der Literatur nur Ausdrücke des Schreckens und des Abscheus. Auch Münster bemerkt noch in seiner «Kosmographey»* dass ihm bei einer Reise über die Gemmi «das Herz bis auf die Knochen erzitterte». Die schweizerischen Kartographen bezeichneten bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts keine eigentlichen Hochgipfel. Verschiedene Gipfel haben ihre Namen gewechselt. Die wenigen Benennungen früherer Zeiten waren ungenau. Verhältnismässig früh tauchten urkundlich die Namen Eiger (1173 in einem Schirm-Brief Kaiser Barbarossas) und Balmhorn (1260 «Balenhorn») auf. Anlässlich der Erbauung des Hospizes im Jahre 1235 wurde der Simplem erstmalig erwähnt. Von besonderem Interesse, speziell im Hinblick auf den Streit um das Geschlecht der Rigi, ist deren erstmalige Erwähnung 1384 als «Riginen» heute noch in der Gegend eine Bezeichnung von Felsbändern. 1481 dagegen wird der Berg «Mons regina» genannt. Die älteste urkundlich erhaltene Benennung des Pilatus als «mons fractus» geht ungefähr auf das Jahr 1200 zurück. Nebenbei bemerkt war dessen Besteigung lange Zeit vom Rate von Luzern verboten, so dass 1387 6 Geistliche dieser Stadt ihren Besuch des Pilatusses im Gefängnis büssen mussten. Das Verbot wurde erst im Jahre 1594 aufgehoben. Der heutige Name des Pilatus taucht 1433 zum ersten Male auf. 15 72 vernimmt man zum ersten Male von der «Saffretta (Silvretta) und vom Piz Linard, und 1576 erwähnt der Arzt Dr. Thomas Schöpf in einer Monographie des Berner Oberlandes zuerst Jungfrau, Schreckhom, Finsteraarhorn, Wildstrubel u. a. Das Matterhorn wird merkwürdigerweise bereits 1581 als Mont Cervin, ,1644 wiederum als Monte Silvio, 1680 auf einer Karte von Borgonio als M. Servino und 1682 endlich als Matterhorn bezeichnet. Der Montblanc wurde jahrhundertelang «Les Glacieres» genannt, wobei teils der Gipfel, teils die ganze Gruppe gemeint war, und erst 1672 kam er zu seiner heutigen Bezeichnung. Das Schwinden von Scheu und Angst vor den Hochgebirgsgipfeln und das Aufkommen des Alpinismus erst brachte den meisten der eisigen Majestäten ihre heutigen Namen. W. R. Was bedeutet „Haile Selassie"? Die Vorgänge in Ostafrika haben der Welt Einzelheiten über Land und Leute Abessiniens übermittelt, die bisher unbekannt waren. Namen von Flüssen und Bergen, die man in den besten Karten vergeblich sucht, sind uns seit Kriegsbeginn allmählich geläufig geworden. Ebenso die Namen von Personen, die in diesem Krieg als Gegner Italiens eine Rolle spielen. Man hat die Namen so hingenommen wie die anderer Völker, ohne zu wissen, dass jedem abessinischen Namen eine besondere Deutung zukommt. Zwei grössere Gruppen sind zu unterscheiden: religiöse und Mutternamen. Die ersteren sind gar mannigfaltig und in unzähligen Kombinationen zu fibden. So heissen sie beispielsweise: Gabra Egzianaber, Gabra Johannes, Gab» Gujorius, das bedeutet Sklave des Herrn, des heiligen Johannes, des heiligen Georg. Oder: LJdj Mariam, LJdj Havariat, LJdj Mikael und bedeutet Sohn Marias, Sohn des Apostels, des heiligen Michael. Weiter: Haile Hajmanot, Haile Kedusan, Haue Amlak und bedeutet Macht des Glaubens, der Heiligen, Macht Gottes. Alle Heiligen werden da in Kombination gezogen, wie alles, was mit dem Glauben in Verbindung steht. Das Namensrepertoire erscheint daher unerschöpflich. Der Name Haile ist in Abessinien der gebräuchlichste, er wird mit dem Himmel, dem Himmelreich und Christus in Verbindung gebracht. Der Name des Negus Haile Selassie bedeutet «die Macht der heiligen Dreifaltigkeit», und der Name des früheren Emissärs in Genf, Tekla Havariat, bedeutet «Vertreter des Apostels». Der zweite Name des Negus, den er noch als Ras führte, gehört in die Reihe jener Namen, welche die Mutter dem Kind bei der Geburt verleiht. Man nannte ihn Tafari, das heisst Sieger. Die Mutternamen sind noch vielfach bunter als die religiösen. Die Mutter kann für ihr Kind jede erdenkliche Bezeichnung als Namen wählen. Söhne werden Makonenen, Masfen, Atschanfi benannt. Das bedeutet Eroberer, Richter oder Prinz. Mädchen werden «Blümelein», «Mein Gold» oder «Du bist schön» benannt. Abessinisch: Ababatsch, Ujarke und Ujeb Neh. Die Mutter kann ihren Sohn auch Tana Natschao, das heisst «Sein Schild ist stark», benennen. Schliesslich sei noch die Bezeichnung Addis Abeba hier erklärt. Sie wurde von ihrem Erbauer Menelik II. «Die neue Blüte» benannt. (N. F. P.) Ein Wort macht Karriere Die Wörter erleben oft seltsame Abenteuer. Daran sind die Gelehrten nicht unschuldig. Besonders in der Zeit, da Latein die Sprache der Wissenschaft war, wurde manch ein deutsches Wort von seiner Muttersprache getrennt und drang als Wechselbalg in das Vokabular lateinischer und latinisierender Rhetorik ein. Plötzlich Uucht die verirrte Sprachmünze dann auf dem Markte auf, erhält neuen Ge-^ brauchswert und wird wieder populär. Ein «Watte^ bausch», «sich bauschen», «aufbauschen», und der Ausdruck «In Bausch und Bogen», sind bekannt; «Pauschale», «pauschal», das heute durch die Pauschalferien und Pauschalreisen in aller Munde kommt, ist eine Latinisierung eben dieses hübschen deutschen Wörtchens «Bausch». Seine Verinung sei ihm verziehen, denn es schliesst für uns heute das schönste Versprechen, sorglose, zum voraus bezahlte, herrliche Ferien ein. So wollen wir es denn in Bausch und Bogen wieder in die deutsche Sprache aufnehmen. svz. Milde Winter Der bisher so ungemein milde Winter 1935/36 erweckt in vielen Menschen die Furcht, dass der wirkliche Winter verspätet und mit um so grösserer Wucht kommen werde. Man kann heute natürlich kein Prophet sein,- und es ist vielleicht gar nicht ausgeschlossen, dass die Furcht auch berechtigt ist. Immerhin soll von einigen Wintern berichtet sein, die durchwegs milde waren und durch keinen verspäteten Kälteeinbruch nachgeholt wurden. Natürlich ist nur von Mitteleuropa die Rede. So war der Winter des Jahres 1172 so milde, dass bereits im Januar die Bäume im Schmucke des Laubes standen, und dass im Februar die Vögel brüteten, zu Weihnachten 1289 konnte man am Rhein Veilchen suchen. 1421 standen die Weinstöcke bereits zu einer Zeit in Blüte, da wir noch den Wintermantel tragen. Im April leuchteten bereits rot die Kirschen von den Bäumen. 1572 hatten es die Vögel besonders eilig; sie brüteten schon im Januar auf belaubten Bäumen. 1585 konnte man den Osterspazlergang durch die Felder machen und schon die Aehren des Getreides sehen. Die Winter der Jahre 1607, 1609, 1617, 1659 waren frostfrei und ohne Schnee. Der Winter 1662 war so milde, dass man überhaupt nicht heizen brauchte. Auch 1663 blühten die Bäume im Februar. Man sieht, dass milde Winter auch hintereinander auftreten können. Auch die Winter 1807, 1821 und 1822 waren sehr milde; im Jahre 1822 gab es weder Schnee noch Eis. Der Winter 1833 begann mit kurzem Frost, dann fiel nur mehr Regen statt Schnee. In der Neujahrsnacht ging in Niederhessen ein Gewitter wie Im Sommer nieder. Der Winter 1834 war ebenfalls sehr milde,- Pfirsiche und Aprikosen blühten vorzeitig. Auch der Winter 1846 hatte keinen Schneefall und keinen Frost. Sehr sonnig und lind waren die Winter 1857 und 1859. Wenn wir also in diesen Tagen lesen, dass da und dort der Flieder blüht, und dass Gewitter vorkommen mit wunderbaren Regenbogen, dass In den Gärten die Bäume grün werden, braucht man sich nicht wundern, Dr. J. R. Harrer.

11 Automobil-Revue Der Kleebachersche Bromsilberfimmel erhielt nun wie gewohnt das nötige Tempo. Ein passender Kellerraum, der sich zur Umwandlung in eine lichtbildnerische Werkstätte eignete, wurde hergerichtet. Die Unüberlegtheit, mit der sich Titus einer neuen Sache stets annahm, feierte auch hier wieder Triumphe. Er hetzte nämlich gleichzeitig einen Photohändler, einen Wasserleitungsmonteur, einen Elektriker, einen Drogisten, einen Schreiner, einen Bodenleger und eine Putzfrau in den Raum, jedem einzelnen äusserste Beeilung anempfehlend, damit die Werkstätte in der denkbar kürzesten Zeit fachmännisch eingerichtet und ausgerüstet würde. Selbstverständlich ging dann alles erheblich länger als vorgesehen, denn jeder stand dem andern dauernd im Wege herum, wobei sich auch noch Kleebacher deutlich auszeichnete. Und nun sass Titus Abend für Abend — buchstäblich zu nehmen — seiner Frau zu Füssen, die sich die Mühe nicht verdriessen lassen durfte, dem Eheherrn die Grundzüge der Lichtbildkunst zu erläutern. Er hatte eigentlich Glück, den Frau Angela war besonders vom lichtbildnerischen Standpunkt aus keine gewöhnliche Gattin. Ehefrauen sehen es meist nicht gerne, wenn der Mann, von der photographischen Leidenschaft erfasst, den Aufenthalt im Dunkelzimmer der Gnadensonne der Gemahlin vorzieht. Ja, es gibt sogar Gattinnen, die die künstlerische Entfaltung ihres Mannes als unverdiente Titus wird Lichtbildner Schicksalstücke empfinden. Und diese Einstellung scheint sich bloss dann etwas zu mildern, wenn der verirrte Ehemann ihr eigenes Bild nicht zu selten in Bromsilber verewigt. Dieser bescheidenen Forderung wohnt entschieden eine gewisse Berechtigung inne. Es kann ihr doch nicht gleichgültig sein, an was der Mann sein meistes Inter- ' esse verschenkt. Für sie, die sich verständlicherweise doch für das begehrenswerteste Motiv ihres Gatten hält, muss es furchtbar peinlich sein, wenn der Gemahl ihre Porträtierung immer wieder hinausschiebt, aber dann angesichts eines ländlichen Hühnerhofes verzückt unter dem Dunkeltuch verschwindet. Frau Angela war in diesem Belang ganz anders. Sie kam ja selbst vom Fach her und verstand etwas von der Hingabe, die einen von der Photographitis befallenen Anfänger meist auszeichnet. Aber auch sonst war sie ja die verkörperte Duldung und Nachsicht. Und ausserdem wusste sie von ihrem Titus mit Bestimmtheit, dass seine Begeisterung sofort abflauen würde, wenn ihm die Pechsträhne zu dick wurde. Von Anfang an musste Angela dem Kunstjünger tüchtig an die Hand gehen, was schrittweise zu einer Bequemlichkeit Titussens führte. Er betraute seine Frau gerne mit allerhand Verrichtungen, die er eigentlich selbst hätte tun müssen. So lag ihr unter anderem ob, die Kassetten nachzufüllen, und sie tat es mit der ihr eigenen Gewissenhaftigkeit. Angela kam nämlich darauf, dass Titus sich einfach fest darauf verliess, es gebe im Haus keine leeren Kassetten. Und sein Glaube an Angelas Zuverlässigkeit war vollkommen unerschütterlich. Und doch sollte sich diese bequeme Pflichtübertragung auf die Dauer nicht bewähren. In aller Herrgottsfrühe schob der gute Titus los. Die Bergfahrt war vom herrlichsten Photowetter begünstigt, und er schwelgte geniesserisch in den sich allerorten darbietenden Motiven. Aber die Bürde mit allem Drum und Dran, die Kleebacher da herumschleppte, war auch nicht ohne. Was für eine Hingebung an die edle Sache der Lichtbildnerei musste diesem Menschen innewohnen, der da neben einer umfänglichen persönlichen, auch noch die über jedes gebräuchliche Mass hinausgehende photographische Ausrüstung mitführte und das Rucksackungeheuer bis zweitausendachthundert Meter Meereshöhe hinauf eselte! Ja gewiss: eselte! Denn Klebachers Bürde war tatsäch- Hermann Ryser lich die reine Eselslast. Aber als unterwürfiger Knecht seines neuen Fimmels trug er sie ohne Murren und achtete nicht der schmerzenden Druckstellen auf Kruppe und Widerrist. Und dabei träumte dieser Märtyrer noch andauernd vom Aufstieg in den Achtzehnmalvierundzwanzigerhimmel! Kennzeichnete jene, die ihm aus reinen Menschlichkeitsgründen zum Abstieg in die Niederungen des Westentascheninstrumentes rieten, als schwefelgelbe Neidhammel und verständnislose Narren, und konnte Gift und Galle speien, so jemand die Vergrösserungstechnik erwähnte. Doch Titus Hess an seiner lockeren Schraube nicht rühren. Aber nach zwei wundervollen Bergtagen, die er planmässijj damit ausgefüllt hatte, seine sechsunddreissig Kassettenschieber zu zücken, pilgerte er geläutert und gehoben, aber auch tüchtig geschunden, dem Tale zu und heimwärts. Wirklich feierlich, ja fast unheimlich war die Stimmung, als sich das Kleebachersche Ehepaar im Dunkelraum versammelte und behutsam ans Werk schritt. Leider war in der ersten Kassette keine Platte. Beim Laden musste sie in der Eile versehentlich übersprungen worden sein, Titus gab mit belegter Stimme kund, irgendwo gelesen zu haben, dass eine alte Photographenregel stets schlechte Ausbeute verheisse, wenn schon die erste Aufnahme verpfuscht sei. Angela verwies ihm diese Anschauung und fügte bei, dass nach Alexander Dumas dem älteren der Aberglaube die Religion der Dummköpfe sei. Titus griff nach der zweiten Kassette und zog den Schieber. Keine Platte darin. Ein Kribbeln und Frösteln kroch ihm über den Rücken. Er zog den dritten, vierten und fünften Schieber. Nichts drin. Nichts drin. Ganze dreissig Kassetten erwiesen sich als zuverlässig plattenfrei. Nur sechs stellten sich als geladen heraus. Aber sogar über diesem kläglichen Rest waltete ein Unstern. Sie waren samt und sonders zweimal belichtet und die genauere Untersuchung ergab, dass es gerade jene Platten waren, mit denen Titus am Tage vor Angelas Abreise den Küchengarten wissenschaftlich eingefangen hatte. Daraus erklärte sich die merkwürdige Erscheinung, dass die herrliche Blümlisalp- und Gspaltenhornfirne überreich mit Zwiebelstengeln, Petersilie und Kopfsalat verziert waren. Frau Angela machte weisses Licht und sah nun, dass ihr Mann kreidebleich dastand. Sie nahm ehrlich betrübt seine kalte Hand und sagte mit sanfter Stimme: « Ach, du armer Tit! Vor meiner Abreise habe ich keine Zeit mehr gehabt, die Kassetten nachzuprüfen. Ich nahm an, dass du vor einer so grossen Reise ohnehin nachschauen würdest. Ist dir denn das viel zu geringe Gewicht nicht aufgefallen? Wenn du ein Lichtbildner sein willst — warum hast du sicherheitshalber nicht sämtliche Schieber aufgezogen? » « Das frage ich dich auch, Angela, » röchelte Titus mit wahrer Grabesstimme. Und dann brachte ihn Frau Angela eilends zu Bette und pflegte den Aermsten hingebend mit Glühwein, heissen Wickeln und trostreichen Zusprüchen. Aus dem Roman „Die lockere Schraube" von Hermann Ryser, erschienen mit Illustrationen von W. E. Baer im Verlag Orell Füssli, Zürich. Land unter Gletschern. Ein Heimatbuch aus dem Wallis von Adolf Fux. Fr. 4,60 (Schweizer Spiegel Verlag). Das Wallis ist in den letzten Jahren mit zahlreichen Büchern bedacht worden. Mit grossen und mit kleinen, guten und weniger guten. Nun hat auch einmal ein Walliser selbst zur Feder gegriffen. Man spurt es beim Durchlesen dieses kleinen Buches: Fux hatte das Gefühl, dass all das, was während den letzten Jahren über seine Heimat geschrieben worden ist, immer das schöne und glückliche Wallis darstellt, das, was das Land am Oberlauf der Rhone so begehrt gemacht hat. Fux will diesen vielen Verherrlichungen einige ernste Betrachtungen folgen lassen. Er versucht, uns, mit seinem Buch auch ein bischen von jenem andern Wallis, vom Wallis der Walliser zu vermitteln, von den kleinen und grossen Nöten, vom Kampf ums Dasein der Bergbewohner. Es sind ihm nicht alle Kapitel gleich gut gelungen; aber als Ganzes genommen spiegelt das hübsche Büchlein doch allerhand getreu aus dem harten Leben der Walliser Bergbewohner wider. -id Kurt Kersten: «Peter der Grosse». Querido- Verlag, Amsterdam. Zum voraus: Seltsam, wie hungrig wir Menschen des ereignisreichen 20. Jahrhunderts nach rückw&rtsblickender Literatur sind. Es kommt sicher nicht von ungefähr, dass, um nur Thomas Mann und Emil Ludwig zu erwähnen, Werke mit historischen, ja biblischen Themen in den letzten Jahren so häufig aufgetaucht sind. Da alles schon einmal war, reizt den Dichter der symbolische Vergleich, und der Leser ist versucht, die Angst vor der Zukunft — die mehr oder weniger in jedem von uns steckt — durch einen Blick in die Vergangenheit zu dampfen. Und noch etwas: Je grösser das Geschehen der Gegenwart, desto schwieriger ist es von uns zu deuten, da wir ihm zu nah und zu subjektiv verbunden sind. Nicht mit Unrecht flüchten wir uns deshalb mit Vorliebe zu bereits zur Geschichte und damit überblickbar Gewordenem: Denn es ändern sich wohl die Namen und Orte, doch Aktionen und Reaktionen wiederholen sich im Laufe der Zeiten ohne grosse Variationen. Kurt Kersten, dessen historisch-literarischen Fähigkeiten wir schon durch seine Werke «Bismarck und seine Zeit», sowie « die deutsche Revolution 1848 » schätzen lernten, haucht der Geschichte Leben ein, d. h. er schreibt sie so, wie sie höchstwahrscheinlich war, lebendig, wie ein spannender Roman. Die hohen Anforderungen, die Kurt Kersten an seine Geschichtsschreibung stellt, erlauben ihm nicht, die Kunst des rigorosen Weglassens, wie sie z. B. Klabund in seinem «Pjotr» üben konnte, kritiklos anzuwenden. Daher ergibt sich bei ihm aus kleinsten wichtigen Begebenheiten und den, entferntesten, aber trotzdem manchmal entscheidenden Zusammenhängen das grosse Lebensbild eines grossen Mannes: Peter der Grossei Wer war dieser Mensch, der ein zerrüttetes, .schwaches Land vorfand, dessen Untergang unvermeidlich erschien, der aber bei seinem Tode einen Staat hinterliess, der fortan in Europa den grössten Einfluss geltend machte? Dieser Despot, der krank und misstrauisch in Augenblicken der Entscheidung sich zitternd verbarg, ja sogar seine Armee verliess, um zu einer anderen Stunden mit furchtbarer Wut und unbändiger Rachsucht über den Gegner herzufallen! Der einen einundzwanzigjährigen Krieg mit seinen beispiellosen Wechselfällen und dramatischen Episoden, seinen grossen Schlachten und blutigen Opfern, seinen grauenhaften Verwüstungen und barbarischen Metzeleien entfachte, in dessen Verlauf Väter ihre Söhne ermordeten, Minister ihre Herrscher verrieten und Könige ihre Länder. — Einundzwanzig Jahre Krieg Sex 44 Das Bücherbrett Wenn Sex 44 nicht hält, was wir versprechen, reklamleren Sie sofort! Sex 44 bekimpft sexuelle Schwächezustände, nervöse Impotenz, allgemeine Müdigkeit u. vorzeitiges Altern. Dieses vorzügliche, wirksame Organsexual- Heilmittel enthalt die Stoffe für den Aufbau der Nervensubstanz, spez. für die gestörten Funktionen sexueller Natur. Sex 44 gibt Ihnen die frühere Spannkraft wieder. Kein blosses AufreizungsmitteL Bei Ärztlich festgestelltem Misserfolg trotz genauem Einhalten Ga an """""•"•""""•" d.KurvorschnftGeld zurück. 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Kersten schildert ihn uns weiter als den Schöpfer der Zarenarmee und Zarenbürokratie, «üe zwei Jahrhunderte lang Russland beherrsckte, als den Ueberwinder Karls von Schweden, cjlen Gründer von Petersburg, den Eroberer von Ttsovr, der vom Schicksal einen Sohn und Tronerben erhielt, welcher Sohn sich in einem Briefe an den Vater selbst für einen «verfaulten» Menschen und unfähig zum Regieren erklärte und dessen Ehrgeiz nie über den eines kleinen Staatsbeamten, nämlich die Pension, hinausging, um glücklich auf einem Dorfe mit seiner Geliebten leben zu können. Doch sein Vater überlieferte ihn dem Henker! Wir verfolgen mit dem Autor den Aufstieg dieses Selbstherrschers, dem es vergönnt war, die Bilanz eines 21jährigen Krieges zu seinen Gunsten zu buchen und mit seinen korrupten Hofleuten siegestrunkene Freudengelage zu feiern, während die verwesten Köpfe der Gerechten und Ungerechten, der Schuldigen und Unschuldigen zur "Schau auf der Newa-Brücke, an den Zinnen des Kremls hingen. Die Sprache, mit der Kurt Kersten uns schildert, ist hervorragend. Sie gemahnt, bei aller Weisheit, nie an den Katheder! Darum ist dieses Buch all denen zu empfehlen, die ihren Blick weiten wollen, die das Bedürfnis haben, über blosse Unterhaltungsliteratur hinauszusteigen, aber auf literarischen Genuss nicht verzichten möchten. Aber auch all denpn, für die, Russland — der Staat, der sich seit Jahrhunderte^ im Klassenkampf herausbildete — ein Probiert ist. Man muss die Vergangenheit oder docla dieses wesentliche Stück russischer Vergangenheit kennen, das uns Kersten in diesem ausgezeifchneten Buche schildert, um die russische Gegenwart zu verstehen. Rü. Katrin, die Welt brennt! Das neue Buch von Adrienne Thomas (Verlag Alle/.t de Lange, Amsterdam) ist das aktuelle Gegenstücks zur Soldaten-Katrin gedacht. Katrin erfährt ein-e Auferstehung als Nichte der klugen, mutigen K?.trin des Weltkrieges. Sie ist ein Kind der Schwester der ersten Katrin, gewissermassen die Nichte des grossen Erfolges; — ein gefährliches Unternahmen. Katrin verträgt keine Fortsetzung und Nachfolge, sie war eine einmalige Persönlichkeit, ein Mensch, der im Feuer des Weltkriegs verbrannte. Die Welt der kleinen Katrin von 1932/33 brennt nur privat. Dieser Roman ist im «stillen Dichterwinkel» geschrieben und hat mit Deutschland der Jahre 1932/33 nichts zu tun. Es ist zwar vom Dritten Reich manchmal die Rede, aber — es ist kaum der Rede wert. Hier zeigt sich eine grosse Gefahr und ein grundsätzlicher Mangel; die Emigrationsdichtung weiss zu wenig von diesem Deutschland, sie hat seinen schrecklichen Alltag nicht gesehen, — es ist ein Distanz-Erlebnis. Trotzdem ist es ein gutes Buch. Wäre Katrin nicht Katrin und ein Geschöpf der Adrienne Thomas, von der man sehr viel erwartet, so würde man aufhorchen und sagen: hier ist ein neues Talent. Es ist vor allem ein Buch für Frauen: viele werden es lieben. Adrienne Thomas ist zweifellos eine der begabtesten Wortführerinnen und versteht es für Frauen über Frauen zu schreiben. Vor allem über die Liebe. Es ist auch wieder in diesem Roman jene schmerzlich-süsse Atmosphäre, von der Adrienne Thomas nicht loskommt. Erhältlich in allen Apotheken 10 er Packung Fr. 4.S0 — 4 er Packung Fr. 2.—. Qratis-Prospekt diskret durch EROVAQA.Q., Zürich 25, Bachtobeistrasse 59. Lesen Sie die aufklaronde Broschüre von Dr. R. Engler. Zu beziehen gegen Einsendung von Fr.1.20 in Briefmarken oder auf Postscheck VIM/1819, EROVAQA.Q. dann verlangen Sie die neue, reich illustrierteBroscnüreeiner der bedeutendsten schweizerischen Firmen, die im Bau von Eigenheimen spezialisiert ist. Sie finden dann wertvolle Auskünfte über die schnellen, rationalisierten Methoden, dank welchen wir Ihnen ein Haus von dauerndem Wert zu einem bescheidenen Preis bauen können. WINCKLER WERK.E FRIBOURG