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E_1936_Zeitung_Nr.011

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F E U I L L E T O N Der

F E U I L L E T O N Der Seewolf. Von Jack London. Copyright 1926 by Universitas Verlage-Aktiengesellschaft, Berlin. * 5. Fortsetzung. In einem Augenblick war das ganze Deck in Bewegung. Johansen brüllte seine Befehle, und die Leute hahlten und fierten an allen möglichen Stricken und Tauen — für mich als Landratte natürlich ein wirres Chaos. Was mich aber besonders packte, war die Herzlosigkeit, die in diesem Tun lag. Der Tote war vergessen. Er war mit einem Kohlensack an den Füssen versenkt worden, Dame, sondern ein ganz gewöhnlicher und sehr unbrauchbarer Kajütsjunge. In seiner Dummheit bestand er darauf, dass ich ihn Herr Mugridge nennen sollte, und als er mich in meinen Pflichten unterwies, waren sein Benehmen und sein ganzes Getue unerträglich. Ich gestehe, dass ich ihn, ehe der Tag zu Ende war, mehr hasste, als ich je im Leben einen Menschen gehasst hatte. Dieser erste Tag wurde mir noch dadurch erschwert, dass die ,Ghost' unter gerefften Segeln durch einen .brüllenden Südost' AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 7. FEBRUAR 1936 — 11 .Doktor', von den Jägern .Tommy' und von Aber es war zu spät. Ehe ich mich an die Stampfen des Schoners darin zu bewegen. Wolf Larsen .Köchlein' genannt, war wieTakelung angeklammert hatte, wurde ich von Was mich am meisten wurmte, war der vollkommene Mangel an Mitgefühl seitens der ausgewechselt. Die Veränderung in meiner dem stürzenden Wasserschwall getroffen. Stellung zog eine entsprechende, Veränderung in seiner Art, mich zu behandeln, nach befand mich unter Wasser, erstickte, ertrank. die Kleidung hindurch, wie mein Knie immer Was dann geschah, weiss ich nicht recht. Ich Männer, die ich bediente. Ich spürte durch sich. So sklavisch und unterwürfig er vorher gewesen, so herrisch und streitsüchtig herumgewirbelt und Gott weiss wohin gefegt. krank. Im Kajütenspiegel sah ich flüchtig Die Füsse glitten unter mir fort, ich würde mehr anschwoll, und ich war schwach und war er jetzt. War ich doch nicht mehr der Ich schlug gegen verschiedene harte Gegenstände, und einmal stiess ich mir mein rech- vom Schmerz verzerrt war. Alle mein Gesicht, das weiss, geisterhaft und feine Herr mit einer Haut wie der einer müssen tes Knie schrecklich. Dann schien das Wasser plötzlich zu verschwinden, und ich atmete wieder frische Luft. Ich war gegen die Kombüse geschleudert und dann rings um die Ruff bis gegen die Speigatten in Lee geschwemmt worden. Der Schmerz in meinem Knie war furchtbar. Ich glaubte, nicht auftreten zu können und war sicher, das Bein gebrochen zu haben. Aber der Koch hielt Umschau nach mir und schrie durch die Kombüsentür: «Na, du! Bleib nicht die ganze Nacht unterwegs! Wo ist der Teetopf? Ueber Bord? Dir wäre recht geschehen, wenn du dir den Hals gebrochen hättest! » Ich versuchte, auf die Füsse zu kommen. Den grossen Teetopf hielt ich noch in der Hand. Ich humpelte zur Kombüse und reichte stampfte, wie Herr Mugridge sich ausdrückte. Um halb fünf deckte ich unter seiner Anleitung den Tisch in der Kajüte. Ich befestigte das Schlingerbrett und holte dann Essen und Tee aus der Kombüse. Ich kann bei dieser Gelegenheit nicht umhin, mein er- ihn ihm. Aber er schäumte vor wirklicher das Schiff setzte seine Reise fort, und diestes Abenteuer bei hohem Seegang zu berichten. « Gott straf mich, wenn du nicht ein elen- und vorgeblicher Wut. Arbeit ging ihren Gang. Keiner war auch nur im geringsten ergriffen. Die Jäger lachten über eine neue Geschichte, die ,Smoke' Guss ab», schärfte Herr Mugridge mir ein, haupt nütze? Wie? Wozu taugst du? «Sieh dich vor, sonst kriegst du einen der Waschlappen bist. Wozu bist du über- erzählte, die Leute hahlten und fierten, und als ich die Kombüse verliess, in der Hand Kannst nicht mal ein bisschen Tee tragen, zwei von ihnen kletterten nach oben. Wolf einen ungeheuren Teekessel und unter dem ohne ihn zu verschütten. Nun kann ich noch Larsen musterte den sich überziehenden andern Arm mehrere frisch gebackene Brote. mal aufgiessen. Himmel in Luv. Und der Tote, der so elend Einer der Jäger, ein grosser, gelenkiger Bursche, namens Henderson, kam gerade in dieneuter Wut an. «Hat seinem armen Bein- Und was greinst du? » fuhr er mich mit er- gestorben und so jämmerlich begraben war, sank immer tiefer sem Augenblick aus dem .Zwischendeck' (mit chen weh getan, Mamas armer Liebling.» Da überwältigte mich die Grausamkeit des diesem Namen bezeichneten die Jäger witzig Ich greinte gar nicht, wenn mein Gesicht Meeres, seine Unbarmherzigkeit und Gewalt. ihre mittschiffs gelegenen Schlafquartiere). auch vor Schmer» zucken mochte. Aber ich Das Leben war billig, etwas Sinnloses und Wolf Larsen stand auf der Hütte und rauchte bot meine ganze Energie auf, biss die Zähne Tierisches, eine seelenlose Bewegung von seine ewige Zigarre. zusammen und hinkte ohne weiteren Zwischenfall von der Kombüse nach der Kajüte Schlamm und Schleim. Ich stellte mich an «Siehst du! Futsch ist er>, schrie der die Reling in Luv, neben den Wanten, und Koch. und wieder zurück. Zweierlei aber hatte mir starrte über die trostlosen, schäumenden Ich blieb stehen, denn ich wusste nicht, was mein Unfall eingetragen: eine verletzte Wogen hinweg auf die niedrigen Nebelbänke. Hin und wieder trieb eine Regenbö mit einem Knall zuflog. Dann sah ich Hen- hatte, und den Namen ,Hump\ den Wolf Lar- geschah. Ich sah nur, wie die Kombüsentür Kniescheibe, an der ich monatelang zu leiden dazwischen und entzog den Nebel meinen derson wie einen Verrückten zum Grossmast sen mir von der Hütte aus zugerufen hatte. Blicken. Und dieses seltsame Schiff zog mit springen und hoch über meinen Kopf in die Von jetzt an wurde ich vorn und achtern seiner schrecklichen Besatzung vor prallen Takelung klettern. Ich sah auch noch eine nicht anders als Hump genannt, bis der Segeln nach Südwest, über die weite Fläche riesige Woge, die schäumend hoch über der Name so in mein Bewusstsein überging, dass des Stillen Ozeans. Reling stand. Ich befand mich direkt unter ich selbst in meinen Gedanken Hump war, als ihr. Meine Gedanken arbeiteten nur langsam; alles war so neu und fremd für mich. Es war keine leichte Aufgabe, am Kajü- ob ich nie anders geheissen hätte. •Meine ersten Erlebnisse auf dem Robbenschoner ,Ghost' in der Zeit, während der ich Ich wusste nichts, als dass Gefahr drohte. tentisch zu bedienen, an dem Wolf Larsen, mich meiner neuen Umgebung anzupassen Bestürzt stand ich still. Da schrie Wolf Larsen von der Hütte: «Festhalten, Sie — Kajüte selbst war sehr eng, und es war nicht Johansen und die sechs Jäger assen. Die suchte, waren eine Kette von Demütigungen und Leiden. Der Koch, von der Besatzung Hump! » 'eicht, sich bei dem heftigen Rollen und meinen Zustand bemerkt haben, aber keiner verlor ein Wort darüber oder nahm auch nur die geringste Notiz von mir. Ich fühlte beinahe etwas wie Dankbarkeit, als Wolf Larsen später, als ich die Teller abwusch, zu mir sagte : < Machen Sie sich nichts aus solcher Kleinigkeit. An so etwas werden Sie sich schnell gewöhnen. Sie werden vielleicht ein bisschen weniger leichtfüssig sein, dafür aber auch gehen lernen. Das nennt man ja wohl ein Paradox, nicht wahr ? > fügte er hinzu. Er schien sich zu freuen, als ich mit einem mir schon zur Gewohnheit gewordenen « Jawohl Käptn» nickte. «Ich nehme an, dass Sie ein bisschen Bescheid wissen über literarische Dinge. Was? Na, wir werden gelegentlich mal drüber reden. » Und dann kehrte er mir, ohne weiter Notiz von mir zu nehmen, den Rücken und ging an Deck. Als ich spät abends ein tüchtiges Stück Arbeit hinter mit hatte, wurde ich zum Schlafen ins Zwischendeck geschickt, wo ich eine einfache Koje erhielt. Unter gewöhnlichen Umständen wäre ich nach allem, was ich durchgemacht hatte, reif fürs Bett und eine Krankenschwester gewesen. Aber mein Knie schmerzte furchtbar. Soweit ich feststellen konnte, hatte ich mir die Kniescheibe ausgesetzt. Als ich auf dem Rand meiner Koje sass und das Bein untersuchte, warf Henderson einen Blick auf mein Knie. « Sieht bös aus », bemerkte er. « Bind dir 'n Lappen rum, dann wird's besser. > Das war alles. Bei aller Müdigkeit — ich war wirklich erschöpft — hinderte mich der Schmerz im Knie am Schlafen. Alles, was ich tun konnte, war, dass ich mich mit aller Gewalt beherrschte, um nicht laut zu stöhnen. Daheim würde ich zweifellos meinen Qualen Luft gemacht haben, aber diese mir neue, primitive Umgebung schien die Abhärtung eines Wilden von mir zu fordern. Diese Männer benahmen sich wie Naturvölker : stoisch in grossen, kindlich reizbar in kleinen Dingen. Ich weiss noch, wie Kerfoot, einem der Jäger, später auf der Fahrt ein Finger zu Mus zerquetscht wurde, ohne dass er auch nur einen Laut von sich gab oder eine Miene verzog. Und derselbe Mann konnte bei der geringsten Kleinigkeit in zügellose Wut geraten. (Fortsetzung folgt.) So ging's natürlich auch - aber heute gibt es sicherere und bequemere Mittel Der Richtungsanzeiger ist ein Gebot der Sicherheit. Sicherheit für den Motor im Winter gab es erst, die Wissenschaft ESSOLUBE moderne Motoren entwickelte, das auch bei wirklicher Kälte leichtes Starten und absoluten Schutz gewährt. Essolube Durch das Ziehen am ChoKV entsteht ein zu reichliches Brennstoffgemisch, das nicht restlos verbrennen kann. Seins Reste fließen in den Car* ter und verdünnen das OeL Hierzu kommt, daß im Winter durch große Temperatur- Differenzen Kondenswasev entsteht, das sich mit den* Oel vermengt. Die Gefahren einer übergroßen Schmieroelverdünnung sind demnach im Winter größer ata im Sommer. Deshalb muß das Oel im Winter erst recht regelmäßig gewechselt werden. Natürlich auch für dia neue Füllung ein wirklich kältebeständiges Oel — und das ist Essolube S AE 20 od. 3a S T A N D A R D Mineraloelprodukte A.G. C S S O L U B E W i n t e r o e l e g e w ä h r e n a b s o l u t e n S c h u t t b e i g r i m m i g s t e r K ä l t e Gegründet 1894 }•" Zu verkaufen "9C PAIQE- JEWETT / \ Mod. 27, 6 Zyl., 15 PS, in / >v gutem Zustand und prima X ^M± ^^ Läufer, äusserst billig, ev. / ^^^^ ^V Tausch an Passendes. .. ^^ ^^M^ ^V Auskunft bei A. Gnaegi, ^^ "^L^ ^^ Elektriker, Herzogenbuch- ^^ ^^M ^V see, Wangenstr. 365. '° 686 N^ St*. \ . 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JJO11 — FREITAG, 7. FEBRUAR 1938 X«schn« Rundschau 2)te QMin2=J$*emse. Das Girling-Bremssystem findet in England immer mehr Anhänger, und man geht kaum fehl mit der Annahme, es auch an den Automobilausstellungen dieses Jahres an verschiedenen Wagen zu sehen. Es mag deshalb interessant sein, einmal kurz auf die Einzelheiten dieser neuen Bremse einzugehen. Verschiedene Gründe haben zu ihrer raschen Einführung in englischen Fachkreisen beigetragen. Einmal wirkt die Bremse progressiv, d. h. dass jedem erhöhten Drucke auf das Bremspedal auch eine verstärkte Bremswirkung entspricht, was dem Fahrer bei allen Geschwindigkeiten ein Gefühl grösserer Sicherheit gewährt Der Pedaldruck ist sogar bei voller Bremsung verhältnismässig gering, so dass eine Ermüdung auch im Stadtverkehr nicht eintritt. Ein Klemmen der Bremse während der Betätigung ist ausgeschlossen. Ausserdem beschränkt sich ihre Wartung lediglich auf das Nachstellen der Bremsschuhe zum Ausgleichen der Abnützung ihrer Beläge. Eine regelmässige Schmierung ist nicht nötig. Als Hauptvorzug der Bremse ist deren mechanische Einfachheit hervorzuheben. Die Methode der Expandierung der Bremsbacken und das einfache Zuggestänge ergeben eine ausgezeichnete mechanische Wirkung. Da die Reibung minimal ist, wirkt ein ungewöhnlich hoher Prozentsatz der Pedalkraft auf die Bremsschuhe ein. Von der Einfachheit der Konstruktion dieser Bremse vermittelt die nachfolgende Darstellung einen Begriff: Am Achsgehäuse ist eine kräftige kreisrunde Ankerplatte (1) befestigt, auf deren Unterseite sich ein solider Drehpunkt für jede Bremsbacke befindet. Eigentlich handelt es sich nicht um blosse Drehpunkte, sondern um eine einfache Nachstellvorrichtung. Sie besteht aus einem Stahlgehäuse (2), das durch einen Zapfen fest mit der Ankerplatte verbunden ist. Darin befindet sich eine Spindel (3) mit feinem Gewinde, die am einen Ende einen Vierkant als Angriffspunkt für den Nachstell-Schlüssel und auf der Gegenseite einen speziell geformten gehärteten Konus aufweist. Beidseitig davon sind in Bohrungen des Gehäuses Kölbchen (4) gleitend gelagert, in deren äusserem, geschlitztem Kopfe die Bremsschuhe eingehängt werden. Gegen den Konus hin weisen beide eine abgeschrägte Fläche auf, deren Neigungswinkel mit dem Winkel des Konus übereinstimmt. Eine Drehung der Spindel im Uhrzeigersinne drückt die Kölbchen seitlich auseinander. Am Umfange ihres Konus sind vier Flächen angeschliffen, wodurch die Nachstellspindel gegen ein allfälliges Zurückdrehen gesichert ist. Diese Flächen stehen gegenüber dem Kegelmantel des Konus gerade so weit zurück, dass für den Bremsbelag nach der Einstellung genügend Spiel gegen die Bremstrommel hin verbleibt Bild 1. Die Bremsschuht der Glrling-Brtms« und Ihrt Befestigung. 1) Ankerplatte; 2) Gehäuse der Nachßtell-Vorrichtung; 3) Nachstell-Spindel; 4) Kölbnhen der Naehstell-Vorrichtung; 5) Gehauge der Expandier-Vorrichtung; 6) Expansionskölbchen; 7) Rollen; 8) Zugkonufl; 9) Zugstange. AUTOMOBIL-REVUE so lange gedreht, bis ein gewisser Widerstand auftritt, das Zeichen dafür, dass der Bremsbelag die Bremstrommel berührt. Nun wird eine Spur zurückgedreht, bis sich ein Einschnappgeräusch vernehmen lässt oder bis man «gefühlsmässig» ein Einschnappen festgestellt hat Dieses kleine Geräusch entsteht dadurch, dass die Kölbchen unter dem Druck der Rückziehfeder der Bremsschuhe auf die nächstgelegenen Flächenpartien der Nachstellspindel schnappen. Auf diese Weise erhalten alle Beläge gleichviel Spiel gegenüber der Bremstrommel, so dass ein Aufbocken und gefühlsmässiges Einstellen durch Drehen der leicht gebremsten Räder sich erübrigt. Nach Beendigung der Arbeit wird die Bremse einmal fest angezogen, damit alle Bremsschuhe gut zentriert werden. Ein Punkt verdient noch spezielle Erwähnung. Wenn sich nämlich die Beläge langsam abnützen, so geschieht dies vor allen Dingen am obern Ende, während die Abnützung am Einstellende geringer ist. Wenn nun bei der Nachstellung die Beläge parallel verstellt würden, so müsste nachher der Belag die Trommel am untern Ende zuerst berühren. Dies wurde dadurch vermieden, dass die Expansions-Kölbchen nicht miteinander in Linie stehen. Vielmehr bilden ihre Achsen miteinander einen gewissen Winkel, so dass die Schuhe beim Nachstellen mit der seitlichen Verschiebung gleichzeitig leicht angehoben werden. Der Winkel ist so berechnet, dass auch nachher die Beläge gleichmässig tragen. Alle Teile der Nachstellvorrichtung sind zum Schütze vor Rostbildung kadmiert Die Gewindegänge der Spindel bleiben ständig im Innern des Gehäuses, so dass ein Einrosten oder Eindringen von Wasser nicht zu befürchten ist. Als neuartig muss auch die Betätigung der Bremsbacken bezeichnet werden. Darin liegt übrigens das Hauptgeheimnis der gleichmassigen Wirkung der Girling-Bremse. An der Bremsplatte ist ein kleines Gehäuse (5) so befestigt, dass es imstande ist, sich nach beiden Seiten hin etwas zu verschieben. In ihm sind gleitend zwei gehärtete Stahlkölbchen (6) gelagert, deren äussere Enden zum Eingreifen der Bremsbacken geschlitzt sind. Es sei auch gleich erwähnt, dass die Bremsschuhe aus einem gezogenen Stahl-T-Profil gepresst werden. Beide Enden der Kölbchen sind geschlitzt. Die inneren Schlitze sind Die Nachstellung dieser Bremse ist sehr etwas schräg eingeschnitten, so dass ihre einfach. Hat man den Handhebel und denInnenseiten mit dem Winkel des Betätigungskonus (8) parallel laufen. Zur Kraftübertra- Fusshebel gelöst, so wird mit dem Schlüssel an jeder Bremstrommel die Nachstellspindel gung dienen gehärtete Stahlrollen (7), die.in Bild 2. Betätigungsgestänge der Girling-Bremse. A) Spiel des Ausgleichhebels; B) Spiel am Ende des Teleskoprohrs 1,5—2 mm; C) Spiel am untern Ende des Handhebels. diese Schlitze eingelassen sind. Der konische Zapfen, der beim Anziehen die Kölbchen auseinanderdrückt, wird von einer Zugstange (9) bewegt. Da das Verhältnis des Zugstangenweges zum Wege, den die Kölbchen zurücklegen, sich wie 6,33 :1 verhält, ist die Zugkraft am Gestänge verhältnismässig gering, um so mehr als durch die Rollen die Reibung stark vermindert wird. Eine Spezialdichtung schützt das Gehäuse gegen das Eindringen von Wasser. Das Bremsgestänge ist fast durchwegs auf Zug beansprucht. Es ist ausserdem sehr leicht belastet und weist keine Krümmungen auf, so dass seine Nachgiebigkeit durch Federung sehr gering ist Die sämtlichen Verbindungszapfen des Gestänges sind gehärtet, während sie in den entsprechenden Augen mit ziemlich viel Spiel gelagert sind, so dass die Betätigung leicht erfolgt und eine Schmierung unnötig ist. Infolgedessen ist auch die Instandhaltung des Gestänges äusserst einfach. Die einzige Nachstellung der Bremse besteht in dem schon beschriebenen einfachen Vorgang. Das Gestänge selbst benötigt keine Nachstellung, ausser wenn die Bremse aus irgendeinem Grunde ganz ausgebaut wurde. In diesem Falle müssen beim Regulieren des Gestänges drei Punkte beachtet werden (Bild 2): Auf der Unterseite des Bremspedals ist ein Ausgleichshebel drehend angeordnet zur Verbindung mit dem Gestänge der Vorder- und Hinterachse. Sein oberes Ende hat beidseitig Anschläge. Wenn die Bremse gelöst ist, sollte Generalvertreter: 1 Blei, Spltalstr. 12b, Tel. 48.42 Henri Bachmann [•Genf, ruede Fribourg3,Tel.26.343 I Zürich, Löwenstr. 31, Tel. 68.824 Jie echten Union-Schneeketten sind mit einer Firma-Plakette versehen und mit einem Montage-BOgel In einem plombierten Leinenbeutel verpackt. Erhältlich In allen Garagen und Fachgeschäften. Verlangen Sie aber ausdrücklich UNION Schneeketten. Das Rad der Zeit geht immer vorwärts. So ist »Mch die gewöhnliche Schneekette von der Original- Union mit der Zickzack-Anordnung überholt worden. Sie ist heute das8lcher»te, was es auf diesem Gebiete gibt. UNION A.-G., SCHNEEKETTENFABRIK, BIEL -VERGASER Nicht mehr ängstlich sein!! Was hat man früher nicht für Mittel angewandt, um ein Kaltwerden des Motors und damit die Schwierigkeiten beim Anfahren zu verhindern! 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