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E_1936_Zeitung_Nr.011

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IK AUTOMOBIL-REVUE

IK AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 7: FEBRUAR 1936 — N° 11 Luftfahrt Grosse aviatlsche Probleme. Luftverkehrslinien über die Arktis ? Wenn wir im Buch der Weltgeschichte zurückblättern, stossen wir bei den Völkern sämtlicher Rassen auf einen sich zu allen Zeiten geltend machenden Entdeckungs- und Eroberungsdrang. Im Laufe der Jahrhunderte hat dieser entsprechend den zur Verfügung stehenden Mitteln der Fortbewegung eine immer weitere Entwicklung erfahren und durch die Realisierung des dritten Verkehrsweges schliesslich einen derartigen Aufschwung erhalten, dass wir die sich daraus ergebenden Möglichkeiten noch gar nicht abzuschätzen in der Lage sind. Anlässlich der in den vergangenen zehn bis fünfzehn Jahren zur Durchführung gelangten nordpolaren Luftexpeditionen ist immer wieder die Rede davon gewesen, dass diese eine ausserordentlich wichtige Stufe der Verkehrsforschung darstellen. Es muss deshalb darauf hingewiesen werden, dass die bei solchen Gelegenheiten immer wieder geäusserten Ansichten, es handle sich dabei lediglich um zwar .kühne, aber doch nutzlose Unternehmungen von einigen Abenteurern ebenso falsch sind wie diejenigen, welche einen zukünftigen Weltluftverkehr über arktisches Gebiet glattweg als Phantasterei bezeichnen. Diese einzelnen Expeditionen bedeuteten nichts anderes als die Fortsetzung der schon vor einigen Jahrhunderten unternommenen Versuche, auf dem Wege über den höchsten Norden neue, kürzere Weltverkehrswege zu finden. Die früher zu diesem Zweck organisierten Schiff- und Schlittenfahrten waren mit ausserordentlichen Schwierigkeiten verbunden. An deren Stelle sind seit einigen Jahren Flugzeuge und Luftschiffe getreten, die ihre Missionen meist in Verbindung mit altern Verkehrsmitteln ausführen. Dass auch solche Expeditionen hin und wieder grosse Opfer gefordert haben, darf kein Grund zur Ablehnung des Problems an und für sich sein. Es ist klar, dass die Wirtschaftlichkeit nicht das allein Ausschlaggebende ist; ohne Draufgängertum, Mut und Ehrgeiz gibt es keine Ueberwindung der Widerstände, ohne Opfer keinen Fortschritt und Erfolg. Interessant ist ferner, feststellen zu kön- Ein neues Hawker-Kampffluazeug, dessen Motorenkraft einstweilen noch nicht bekanntgegeben •wird. Man beachte die Pilotenkabine, deren Glaswände und Decke zurückgeschoben werden können. Interessant ist auch die sorgfältige Durchbildung der äussern Form z. B. beim Ansatz der Tragflächen an den Rumpf. Daneben sind die Landüngsklappen und das einziehbare Fahrgestell bemerkenswert. nen, welch verschiedenartige Beurteilung und Beleuchtung die einzelnen polaren Flugexpeditionen erfahren haben. Die Mannigfaltigkeit der Urteile rührt meistens davon her, dass sie von einseitigem Standpunkt aus erfolgen, beispielsweise von demjenigen des ausgesprochenen Technikers, Fachmanns, Sportlers, Politikers usw. Am auffallendsten waren diese Urteile bei der «Italia »-Katastrophe im Jahre 1928, worauf eine ruhigere Beurteilung erst wieder eintrat nach der geglückten Arktisfahrt des « Graf Zeppelin » im Jahre 1931. Massgebend und von Sachlichkeit getragen scheint uns jedoch ein Ausspruch des berühmten kanadischen-Arktisforschers Stefansoh zu sein, der im Hinblick auf die anlässlich Amundsens und Nobiles Polfahrt laut gewordene Kritik sich äusserte: «Die Reise der ,Norge' hat es vermocht, die Arktis in eine Durchgangsstrasse zu verwandeln, die Erde kleiner und die Länder, die weit auseinanderliegen, zu nahen Nachbarn zu machen. Vor Magelhaes war die Erde in Wirklichkeit flach, denn man konnte Asien nur erreichen, indem man ostwärts ging; nach Magelhaes nahm sie Zylindergestalt an, denn nun konnte man nach Asien gelangen, indem man nach Osten oder nach Westen ging; nach Amundsen, Ellsworth und Nobile wurde, sie endlich eine Kugel, denn jetzt kann man über den Osten, über den Westen oder über den Norden nach Asien kommen.» [ (Fortsetzung folgt«) Flu^notizen Basels Flugplatz zu klein. Der Flughafen Basel-Sternenfeld, der, wie aus der unlängst erschienenen Flugplatzstatistik hervorgeht, im Jahre 1935 von allen schweizerischen Flugplätzen die stärkste Entwicklung erfahren hat, genügt den immer mehr sich steigernden Anforderungen über kurz oder lang nicht mehr. Für heute ist die Lage soweit abgeklärt, dass die jetzige Flugplatzanlage nur noch bis 1938 benutzt werden kann. Da der Kanton Baselland in absehbarer Zeit den Birsfelder Rheinhafen und im Anschluss daran das Birsfelder Kraftwerk bauen wird, welche Anlagen bis 1938 beendigt sein dürften, wird Basel-Sternenfeld seiner gewaltigen Aufgabe nicht mehr nachleben können, so dass die Flugplatzdirektion im Verein mit der eidg. Luftamt die Anlagemöglichkeiten eines neuen Flugplatzes studiert hat Nach Prüfung einer ganzen Anzahl von Projekten hat sich ergeben, dass für einen solchen als einziges Gelände die südliche Partie der Hard in Frage kommt, welche flugtechnisch überaus günstig wäre infolge ihrer Lage inmitten der Rheintalachse. Es wäre möglich, dort einen Flugplatz in Rechteckform von 1500X800 Metern anzulegen, wobei allerdings ein Teil des Hardwaldes abgeforstet werden müsste. Flugplatz St. Gallen/Altenrhein. Im Jahre 1935 hat die Ostschweizerische Aero-Gesellschaft die Leistungen auf den von ihr betriebenen Linien weiterhin steigern können. Die Regelmässigkeit betrug auf den beiden internen Linien 100% und auf der Strecke St. Gallen-Innsbruck 96,29%. Gegenüber dem Vorjahre ist die Passagierzahl von 1065 auf 1565 angestiegen, während der Posttransport von 22,747 kg auf 20,469 kg zurückging. Anderseits stieg die Fracht von 2380 kg auf 4598 Kilogramm an. Entsprechend der grösseren Anzahl Passagiere hat auch der Gepäcktransport eine Erhöhung erfahren, nämlich von 4791 auf 7803 kg. Anlässlich von Taxi-, Rund-, Alpen- und Sonderflügen wurden 1398 Passagiere befördert gegen 2328 im Jahre 1934. Schul- und Trainingsflüge wurden 1055 gegen 1033 ausgeführt Das Flugsportjahr 1936. In ihren Pariser Kongreßsitzungen nahm die Föderation Aeronautitrue Kenntnis von der Ausschreibung des Weltfluges 1937, der im Monat August stattfinden soll. Die Flugstrecke führt von Paris über Bagdad, Karachi, Tokio, Seattle, San Franzisko, New York nach Paris zurück. Ferner wurden folgende Daten internationaler Flugsport-Veranstaltungen pro 1936 zur Kenntnis genommen: 4.—18. Februar: Sternflug nach Garmisch-. Partenkirchen. — 27.—28. Juni: Sternflug zum internationalen Meeting des A. C. Auvergne (Frankreich). — 12. Juli: 12-Stunden-Wettfliegea in Angers. — 25.—26. Juli: Grosser Preis des Aero-Club von Frankreich. — 30. Juli: Olympia- Sternflug nach Berlin. — 29. August: Helene Boucher-Gup (Frankreich). — 30. August: Start zum Gordon-Bennett-Wettfliegen in Warschau. — 13. September: Coupe Deutsch de la Meurthe (Frankreich). — 25. Oktober: Wettfliegen Paris-Saigon- Paris. Endgültige Homologierunq des absoluten WellhShenrekords. Der am 11. November 1935 von den Amerikanern Captain Orvill A. Anderson und Captain Albert W, Stevens mit dem Stratosphärenballon «Explorer II» aufgestellte absolute Welthöhenrekord ist von der F A. I. (Federation Aeronautic^ie Internationale) mit 22 066 Meter anerkannt worden. Gordon-Bennet-Wettf liegen für Ballons 1936. Nach einer Mitteilung des Aero-Clubs von Polen, der bekanntlich in den letzten drei Jahren den Wettbewerb gewonnen hat und damit in den endgültigen Besitz des Gordon-Bennet-Pokals kam, wird der Start zum diesjährigen Gordon-Bennet- Wettfliegen für Freiballone am Sonntag, den 30. August auf dem Flugplatz Mokotow von Warschau erfolgen. Grundsätzlich haben schon jetzt Italien. Spanien und Russland ihre Teilnahme zugesagt. Madame Finai am Ziel. Frau Finat und ihr Begleiter, Leutnant Raynaud, sind am 3. Februar in Madagaskar eingetroffen. Sie waren bekanntlieh am 15. Januar von Paris aus zu einem Sportflug gestartet, wobei sie sich eines 100-PS-Caudron-Renault «Aiglom-Kleinflugzeuges bedienten. Wenn Madame Finat und ihr Gefährte auch keinen Rekord aufgestellt haben, so muss ihr Raid doch als eine prächtige sportliche Leistung taxiert werden. Für alle Eventualitäten ein Einstellen des Seiles auf jede Länge. Entspricht den gesetzlichen Vorschriften. 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N° 11 — FREITAG, 7. FEBRUAR 1936 AUTOMOBIL-REVUE Stvsisson'V«»*!««»!«* Aus der Strassenverkehrskommlsslon Luzern. In der Luzerner Strassenverkehrskommission hielt kürzlich Herr Ing. Dr. Bendel ein Referat über seine Beobachtungen bei einem Aufenthalte in Amerika. Es ist dem Referenten aufgefallen, dass die amerikanischen Strassen je nach der Verkehrsbelastung ausgebaut sind. Eine umfassende Verkehrsstatistik und Frequenzzählung gibt den Behörden die Grundlage für den notwendigen Ausbau der Strassen. Der Autotourismus ist hoch entwickelt, dank den geringen Abgaben, denen der Automobilist unterworfen ist Auf den grossen Ueberlandstrassen hat der Referent oft zwei bis vier nebeneinander laufende kilometerlange Autozüge getroffen. Sehr gut entwickelt ist auch der Autobusverkehr. Eine der Schattenseiten des amerikanischen Automobilverkehrs ist die enorme Zahl der Todesfälle auf der Strasse. 1934 wurden rund 36,000 Automobilunfälle gezählt. 74 % aller Strassen sind gewöhnliche Teerstrassen. Im übrigen fällt die Ausdehnung der Betonstrasse auf. In der anschliessenden Diskussion wurde gewünscht, dass bei uns der Beleuchtung der Strassen mehr Aufmerksamkeit geschenkt werde; besonders durch die Dörfer sei die Beleuchtung mangelhaft. Die Gestehungs- und Unterhaltskosten der Beleuchtung für eine Ueberlandstrecke sollen sich nach den Berechnungen des Elektrizitätswerkes für die Strecke Bern-Zürich auf mehrere 100,000 Fr. belaufen. Deshalb werden wir wohl noch für einige Zeit auf die durchgehende Beleuchtung von Ueberlandstrecken verzichten müssen. Im übrigen wurde noch die Errichtung von Radfahrerwegen über die neue Seebrücke verlangt. Der übrige Verkehr auf der Brücke werde dadurch stark entlastet. Zum mindesten sollte eine Markierung der Radfahrstreifen auf der Fahrbahn vorgenommen werden. T. C. S. Autosektion St. Gallen-Appenzell ORTSGRUPPE ST. GALLEN. Unter dem gewandten Vorsitz von Präsident E. Denzler hielt die Ortsgruppe St Uallen des T.C.S. im Restaurant «Marktplatz» ihre sehr gut besuchte Jahreshauptversammlung ab, die einen erfreulich raschen Verlauf nahm. Schon das Protokoll des Herrn Fortfflinn jun. war ein Muster an flotter Gedrängtheit, aber auch alle übrigen Traktanden wurden in~ vorbildlicher Kürze erledigt, ea dass für den zweiten Teil des Abends, den Lichtbildervortrag von Herrn Polizeiinspektor K a p p e, 1 e r über «Verkehrspolitische Fragen und Verbesserungen in der Stadt St Gallen» und den anschliessenden kollegialen Teil erfreulich Zeit erübrigt werden konnte. Der Jahresbericht des Vorsitzenden würdigte einleitend ctie verdienstvolle Tätigkeit des Vorgängers, Herrn Emil Gross, der 8 Jaure rühriger Urlsgruppenpräsident war, und Hess ganz kurz nochmals die Veranstaltungen des abgelaufenen Jahres am Auge vorüberzieüen. Der Mitgliederbestand hat die letzten Jahre trotz aller Krisenzeit rapide Fortschritte gemacht and ist von 268 Mitgliedern im Jahre 1933 auf 378 anno 1934 und auf 441 im Berichtsjahre angewachsen, was wohl am besten die Notwendigkeit der Organisation kundtut. Unter den etandespolitischen und Verkehrsfragen verdienen die beiden mit Erfolg gekrönten Gingaben an das städt. Polizeiinspektorat betr. Erstellung einer Verkehrsinsel bei der gefährlichen Stelle der Einmündung der Ahorn- in die Fürstenlandstrasse und die Durchführung einer Verkehrserziehungswoche, die nun im Frühjahr 1936 stattfinden wird, Erwähnung. Benzinzoll, und Automobilsteuerfragen, sowie die Beteiligung an den politischen Wahlen bildeten weitere Aufgaben. Es wurde sogar die Frage aufgeworfen, ob nicht die verschiedenen Automobilund Verkehrsverbände selbst bei kantonalen und Gemeindewablen sich aktiv betätigen und eigene Kandidaturen aufstellen sollen. Die Veranstaltungen bildender, geselliger und sportlicher Natur der Ortsgruppe fanden Erfolg und befriedigenden Besuch. Da die Sektion St. Gallen-Appenzell des T.C.S. je länger je mehr die verschiedenen Veranstaltungen und den geselligen Teil den Ortsgruppen überlässt und auch lokale Fragen und der Verkehr mit den Ortsbehörden ihnen zugewiesen werden, kann die rege Tätigkeit im Berichtsjahre nur begrüsst werden. Der Beifall der Versammlung lohnte denn auch die6e Ausführungen des Vorsitzenden. Die von Herrn B u r k, Cigares, als Kassier abgelegte Jahresrechnung schloss dank sorgfältiger Finanzgebarung mit einem kleinen Vorschlag. Der Revisorenbericht der Herren Neuensch wander, Berichterstatter t und A. W i d m e r schloes mit den üblichen Anträgen auf Verdankung und Genehmigung, die diskussionslose Gutheissung fanden. Budget, Jahresrechnung und Jahresprogramni 1936, das sehr reichhaltig ausfällt, indem erstmals auf Grund einer bevorstehenden Statutenrevision Quartalsversammlungen zu den bisher üblichen Veranstaltungen hinzukommen, fanden einhellige Genehmigung. Für die beiden Rücktritte aus' dem Vorstand wurden unter bester Verdankung der geleisteten Dienste der Herren E. Grcw« und G. Portmann neu die Herren Elio Cellere, Strassenbautechniker, und F. Scbwald, St. Gallen, gewählt. X Buchdruckar, Es wurde im Verlauf des Abends darauf aufmerksam gemacht, dass für die von der Ortsgruppe St Gallen des T.C.S. durchgeführte Kotflügelbemalung der B a n d o 1 u x »wischen 10.—15. Februar die Anmeldungen, 50 an der Höchstzahl, eingehen sollen bei Herrn Burk, Cigares, St. Gallen. Radfahrer, die dafür Interesse haben, wollen daher rechtzeitig ihre Räder in gereinigtem Zustand dafür zur Verfügung halten. Di© bevorstehende Statutenrevision wurde auf eine nächste ausserordentliche Hauptversammlung verlegt, worauf heute schon aufmerksam gemacht sei. -k. A. C. S. SEKTION AARGAU. Die auf Samstag, den 29. Februar 1936. angesetzte 25. ordentliche Generalversammlung weist folgende Traktandenliste auf: 1. Protokoll. 2. Jahresbericht 3. Jahresrechnung 1935. 4. Voranschlag 1936. 5. Neuwahlen des Vorstandes, der Delegierten und der Rechnungsrevisoren. 6. Jahresprogramm 1936. 7. Verschiedenes und Umfrage. Allfällige Anträge aus Mitgliederkreisen sind gemäss Statuten bis spätestens acht Tage vor der Generalversammlung dem Vorstand schriftlich einzureichen. Die Generalversammlung findet um 17 Uhr im Hotel «Aarauerbof» in Aarau statt. Das gemeinsame Nachtessen, anschliessend an den geschäftlichen Teil, ist auf 19-30 Uhr anberaumt Dann folgt,da* für den «Herrenabend» zusammengestellte Programm mit allerlei Unterhaltung. ni. SEKTION BERN, Vortragsprogramm Winterhalbjahr 1935/1938. Wegen andauernder Indisposition des Referenten des Vortrages über die Schaffung eines einheimischen Motorentreibstoffes muss dieser für den März vorgesehene Vortrag auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Das Ausfallen dieses Vortrages muss aufrichtig bedauert werden, besonders weil sich auch in forstwirtschaftlichen Kreisen dafür ernsthaftes Interesse bemerkbar gemacht hatte. Im Suchen nach einem ansprechenden Füller ist die Sektion Bern mit Herrn Dr. Hubert Weisbrod wegen der Vorführung seines Reisefilmes einer abenteuerlich anmutenden Autofahrt durch Finnland in Verbindung getreten. Dieser Film darf zu den besten Schöpfungen eines Amateurs gezählt werden. Bei seiner Erstaufführung in Zürich fand er mehr als 1800 begeisterte Zuschauer. Es werden gegenwärtig noch Mittel und Wege geprüft, um die Reiseschilderung Weisbrod in Form einer nur, Mitgliedern zugänglichen Filmmatinee in einem der Berner Kinos vorführen zu können. Am 17. Februar spricht Herr Dr. med. H. Walthard im Hotel Schweizerhof über das bilderreiche Thema einer Kreuz- und Querfahrt durch Bulgarien, ein Gebiet das dem landläufigen, Mitteleuropäer wenig sagt und doch, wie Herr Dr. Walthard selbst erlebte, seine eigenen Reize besitzt h. SEKTION SEELAND-JURA. Die diesjährige Generalversammlung mit dem von der Sektion offerierten anschliessenden Nachtessen findet nächsten Montag, den 10. Februar 1936, um 17 Uhr, im Hotel de la Gare in Biel statt. Der Vorstand schlägt der Generalversammlung die Annahme des auf einem Jahresbeitrag von Fr. 20.—, gegenüber p r " 25.^— im Vorjahr, aufgestellten Budgets vor. Die Mitglieder werden herzlich eingeladen, der Generalversammlung beizuwohnen. . c. SEKTION BERN. Tätinkeitsprojiramm für den März 1936: 3. März: Liederabend im Clublokal Schwelzerbof. Abends 8 Uhr. 13. März: Lichtbildervortrag über London. Abends 8 Uhr im Clublokal. 20. März: Zusammenkunft im Clublokal. 27. März: Ueberraschungen im Clublokal. Aus d«sn Verbanden CHAFFHAUSEN CHAUFFEUR-VEREIN SCHAFFHAUSEN Am Samstag, den 25. Januar 1936, wurden unsere Mitglieder zu einem Fass Bier ins Stammlokal eingeladen. Es hat sieh auch ein ansehnliches Häuflein zusammengefunden, um ein paar gemütliche Stunden zu verbringen. Dem Spender, Herrn Buff, Passivmitglied, unsern besten Dank dafür. So verging die Zeit ziemlich schnell. Ein gar gemütlicher Augenblick war das, Ballon-Blasen. Auch Hans Martin war in guter Form, man hatte bald Angst bekommen, da er sich für den Kriegsruf anwerben lassen wollte, TJnd so verging die Zeit schnell, dass bald die Hüter de« Gesetzes kamen und Polizeistunde meldeten. So verabschiedeten wir uns mit dem Ghauffeurgruss und strebten unserm Heime zu. H. L. Rottschaft der Aero- A Amateure der Schweiz General- Servette 85 Offener Brief an den Prisid«nten dar R. A. A. 8. S..., den 7. Januar 1088. Soeben bt.be ich wieder Ihre flotten Zeilen in der A.-R. gelesen, die ich seit einiger Zeit mit besonderem Interesse verfolge. Denn hier findet man Leute am Werk, die kämpfen um Rechte, die in Nachbarländern, ojso nichlt in der «Freien Schweiz», zur Tttiach» geworden und die es erlauben, dem schaffenden Laien berechtigte Wünsche zu erfüllen. Es beschleicht uns Flugbegeisterte immer ein wehmütiges Gefühl, wenn wir ausgerechnet in unserer vielgepriesenen freien und demokratisch genannten Schweiz im Luftrecht so unglaublich rückständig behandelt werden. Da mag man es verstehen, wenn man trotz Heimatgefühl oft neidisch über die Grenzen schielt, wo dem eifrigen Bastler mehr Verständnis und weniger Schwierigkeiten in den Weg gelegt werden. Ich rede hier als guter Schweizer, wenn auch nicht als «Militär», dagegen als mehrjähriges Mitglied des Ae. C. S. und 40jährigem Sportpiloten, also nicht mehr ganz jung; dass mich die Idee von Mignet schon lange beschäftigte, ist darum nicht zu verwundern. Sein Pou ist zur Hälfte fertig, doch welch Ungewisse Zukunft Man baut eben einmal und hofft, wenn die Maschine fertig ist, sauber und solid und dazu gut fliegt, dass dann die Schranken auch für uns fallen werden. Würde ich meine Idee meinem Fluglehrer verraten, er würde mir sicher abraten. Warum? Man wittert Konkurrenz. Dies soll uns aber nicht abhalten, unser Ziel unentwegt zu verfolgen. Wenn ich heute noch nicht Mitglied Ihrer R. A. A. S. bin, so vielleicht deshalb, weil es heute vielleicht besser ist, wenn kein Mensch weiss, dass in meinem Stalle ein ganz eigenartiges Röss- Iein steht, das vielleicht an einem klaren Frühsommermorgen ganz verstohlen seine ersten Sprünge versucht, um an einem andern ebenso verstohlen sanft vom Boden abzulösen, 1, 2 Minuten fliegt, und wenn die übrigen Menschen erwachen, alles wie ein Spuk wieder verschwindet. So steht heute die Zukunft unseres wachsenden Zöglings. Hatte man dann das Glück, unbemerkt die Maschine richtig einzufliegen, um eines Tages — wie ein Blitz aus heiterem Himmel — in Dübendorf seine erste Visite zu machen? Statt per Camion vor die Kontrollorgane 1 Nun, so hofft man in Anbetracht des Fait accompli, d*88 endlich auch unsere Behörden erwachen und aufhorchen. Oder meinen Sie, dass vielleicht dann, wenn einige Dutzend Poux zusammenstehen und einen eindruckvollen Anblick gewähren, endlich den andern die Augen aufgehen und etwas Neues darin sehen, das sich nicht aufhalten lässt, ohne dass unsere Söhne dem Lande untreu werden? So bin ich also schon heute ganz auf eurer Seite und wenn's nötig wird, auch bereit, aktiv mitzuhelfen. K. A. «€» STRASSENAUSKUNFTSDIENSI DES fOURING-ClUB DER SCHWEIZ Waltere Auskunft» durch T.CS. Otfleet Genf Tel. 43944 Zürich Tal. 92840 Neugrflndung. M«yer et Althaus, Autoreparaturwerkstätte, Genf. E. L. Meyer und P. F. Althaus, beide in Genf, haben unter dieser Firma eine Kollek'tivgesellschaft eingegangen. Zweck der Unternehmung ist der Betrieb einer Garage und Reparaturwerkstätte. Domizil: Bd. Carl Vogt Akkumulatonnfabrlk A.-G., Basel. Dr. E. Gervais ist infolge Todes aus dem V.-R. ausgeschieden. Neu wurde als einziger Verwaltungsrat Dr. Holzach, Advokat in Basel, gewählt. Er führt Einzelunterschrift Zulauf, Garaot, Brugg, Inhaberin der Firma ist FrauA. Zulauf in Brugg. Betrieb einer Automobilreparaturwerkstätte. Oskar Ditwyler, Autoreparaturwerkstätte, Huttwil. Inhaber der Firma ist Oskar Dätwyler in Huttwil. Reparaturwerkstätte für, Autos und Motorräder. ; Jakob Wartmann, Karosseriebau, Wauwll, Inhaber der Firma ist Jakob Wartmann in Wauwil. Sitzverlegung.' ' Welsskopf & Huber AG., Autogaraot, Blrsfeldtn. Die bisher in Basel eingetragene' Aktiengesellschaft hat ihren Sitz nach Birsfelden "verlegt Dem Verwaltungsrat gehören an: 0. Weisskopf, Garagtät, als Präsident und R. Huber, Garagist. Sie führen Kollektivunterschrift Aenderung des Aktienkapitals. Carrostarle Eggli freres S. A., Lausann*. Das Aktienkapital von Fr. 60000 wurde auf Fr. 20000 reduziert durch die Annullierung von 80 Aktien auf Fr, 500.'-. Das Kapital wurde daraufhin auf Fr. 45 000.— erhöht durch die Ausgabe ven 60 neuen Aktien. Jean Eggli ist aus dem Verwaltungsrat aus- LEGENDE: Geschlossene Strassen « i Nur mit Ketten befahrbar «••- Elsenbahnverlads-Statloo i Ketten-Dienst T.C.S, * Rätsel. Ecke In den Nummern 9 und 11 des « Auto- Magazin» Ist versehentlich die Angabe des letzten Einsendetermins unterlassen worden. Lösungen des Kreuzworträtsels In Nr. 9 werden noch bis heute abend entgegengenommen, während der letzte Einsendetermin für die Lösungen der Geographieaufgabe in Nr. 11 auf den 14 Februar festgesetzt ist. geschieden und dessen Unterschrift erloschen. Neu in den V.R. kamen A. Stalder, Industrieller, Lausanne, M. Reinhardt, Industrieller, Pully, als Präs., und H. Weiss, Industrieller, Lausanne. Die beiden letzteren waren bisher Prokuristen. Sie zeichnen alle kollektiv je zu zweien. Bredag, Brems- und Dichtungsmatertal AC Oberrieden. Durch Beschluss der a. o. Generalversammlung wurde das Aktienkapital von bisher Fr. 25.000.— durch Abstempelung der Aktien von Fr. 100.— auf Fr. 40.— auf den Betraf von Fr. 10.000.— reduziert. Lablco Leuchtwegweiser AG., Langnau. Das Grundkapital von Fr. 400.000.— wird erhöht auf Fr. 500000.— durch Neuausgabe von 100 Prioritätsaktien zu Fr. 1000.—. Firmenlöschung. Autogarage Gundeldlngen, A.-G., Basel. Die Firma wird infolge Konkurses von Amtes wegen gelöscht. Kalbfuss, Automobilhandel, Genf. Die Firma wird infolge Hinscbieds des Inhabers gelöscht. Talag Tankanlagen A.-G., Zürich. In der a.-o. Generalversammlung wurde die Auflösung der Gesellschaft beschlossen und gleichzeitig die Durchführung der Liquidation festgestellt Die Firma wird, daher gelöscht. A.-G. Emil Knecht, Benzinhandel, Zürich. In der a.-o. Generalversammlung wurde die Auflösung der Gesellschaft beschlossen und gleichzeitig die Beendigung der Liquidation festgestellt. Die Firma wird-gelöscht Autlvermag A.-G., Automobilhandel, Basel. Die Firma bat in ihrer Generalversammlung die Auflösung beschlossen und die Liquidation als durchgeführt erklärt. Sie wird daher im Handelsregister gelöscht. Fratelli della Santa, Garant, Locarno. Die Firma wird nach durchgeführter Liquidation gelöscht Mark. E. Oiilker, Automobilzubehör, Zürich. Die Firma ist infolge Aufgabe des Geschäftes erloschen. Marcel Pache, Autolampenvertrieb, Cham. Die Firma ist infolge Geschäftsaufgabe erloschen. Konkurseröffnung. Willi Müller, Automechaniker, Pleterlin. Konkurseröffnung vom 4. Januar. Summarisches Verfahren. Eingabefrist bis 14. Februar. Tozzl t Grosch, Autozubehör, Lausanne. Konkurseröffnung vom 14. Januar. Summarisches Verfahren. Eingabefrist bis 11. Februar. Schluss des redaktionellen Teils. Autonjobilproduktion. In der Nummer der «Automotive Daily News» vom 11. Januar 1936 lesen wir, dass die Ford Motor Company im Jahre 1935 1,335,865 V8-Personenund Lastwagen hergestellt hat. Diese Zahl stellt 31,84 % der Gesamtproduktion in den Vereinigten Staaten dar. Wie soll der Automobilist von Ihnen u. Ihren Fabrikaten wissen, wenn er nie von Ihnen hört? Lassen Sie die „Automokil-Revue" werben Frv9MÖ neuen wund Fr. 11.800