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E_1936_Zeitung_Nr.014

E_1936_Zeitung_Nr.014

Allgemeine Mitteilungen.

Allgemeine Mitteilungen. Die gelbe Liste erscheint in der Regel alle Monate einmal. Aufnahmen von Occasionsfahrzeugen erfolgen kostenfrei auf Grund des von der Administration gratis erhältlichen Anmelde-Formulares. Eine Gewähr für die Richtigkeit der gemachten Angaben wird nicht übernommen, auch werden Auskünfte über ausgeschriebene Fahrzeuge von der Administration nicht erteilt, dagegen werden sämtliche Anfragen an die Fahrzeugverkäufer kostenlos weitergeleitet. Die Kontroll-Nr. ist bei jeder Anfrage deutlich anzugeben und für jedes Fahrzeug eine besondere Eingabe zu machen. Die Besitzer der Fahrzeuge sind ßebeten, die auf Grund dieser Veröffentlichung verkauften Fahrzeuge zwecks Streichung in der gelben Liste sofort abzumelden. Auf Probefahrt mit einem gebrauchten Wagen. Wer hätte nicht den Wunsch, einen neuen Wagen modernster Konstruktion zu besitzen? Aber leider kann es sich nicht jeder leisten, 5000 Franken oder mehr auf den Tisch zu legen oder in Raten abzuzahlen, um sich einen funkelnagelneues Auto mittlerer Grosse anzuschaffen. Ein Kleinwagen vermag nicht jedem Zwecke vollkommen zu genügen. Denn beispielsweise benötigt mancher Geschäftsreisende zur Unterbringung seiner sämtlichen Musterkoffer den Innenraum eines mittelgrossen Wagens. In solchen und ähnlichen Fällen stellt der gebrauchte Wagen oft die einzig gangbare Lösung dar. Nun setzt aber der Kauf eines Autos aus zweiter Hand allerhand Kenntnisse und Erfahrungen voraus, die dem Käufer nicht immer zur Verfügung stehen. Speziell dort, wo das Vertrauen in die Person des Verkäufers nicht restlos besteht, wo das Geschäft nicht mit einem Vertreter des soliden Fachhandels abgeschlossen werden kann, schützt nur eine genaue Prüfung des Kaufobjektes vor nachfolgenden Enttäuschungen. Nur ein wirklicher Kenner kommt hiebei ohne die Zuziehung eines vertrauenswürdigen Sachverständigen aus. Denn allzu leicht lässt man sich durch eine gut erhaltene Karosserie blenden, die einem vielleicht von irgend einem Unbekannten vorgeführt wird, während seriöse Händler scheinbar kaum solch vorteilhafte Objekte anbieten können. Da sich eine grosse Zahl von Interessenten melden, soll der Kauf schnell abgeschlossen werden. Infolgedessen fällt die Prüfung allzu kurz aus und erst auf dem Heimwege treten dann die verschiedenen Gebresten und «Spezialitäten« so recht in Erscheinung. Wie kann man nun verhüten, dermassen angeschmiert zu werden? In erster Linie kommt eine eingehende Prüfung an Ort und Stelle in Frage. Wie man dabei am besten verfährt, haben wir bereits letztes Mal ausführlich besprochen. Hierauf wird zur Probefahrt angetreten, zwar nicht gerade über Stock und Stein, aber immerhin begauf und bergab. Vor allen Dingen wird der Motor auf Herz und Nieren geprüft. Dass er befähigt ist, dem Wagen eine hohe Geschwindigkeit zu erteilen, genügt noch lange nicht als Beweis für seinen guten Zustand. Die Kolben und Kolbenringe sind vielleicht trotzdem in einer bedauernswerten Verfassung, so dass der Zylinder in kurzer Zeit verrussen würde, weil die Ringe zu viel Oel durchlassen. Steht in der Nähe eine «zünftige» Steigung zur Verfügung, so stattet man ihr als erstes einen kleinen Besuch ab. Man bewältigt sie ohne Anlauf, um festzustellen, ob die Kolben auch bei geringen Drehzahlen dicht halten. Wo nicht gerade eine solche Steigung schnell erreichbar ist, vermag an deren Stelle ein Beschleunigungsversuch einen deutlichen Fingerzeig zu geben. Man geht dazu im direkten Gange bis auf Schrittempo herunter und gibt hierauf wieder Gas. Stehenbleiben kann der Motor nun nicht wie beim Leerlaufversuch, da er vom Wagen in Schwung gehalten wird. Die Grosse und Gleichmässigkeit der Beschleunigung gewähren einen Massstab für den Zustand der Kolben. Wo zur Probefahrt Steigungen leicht erreichbar sind, deckt eine Benützung der verschiedenen Gänge manchmal versteckte Mängel des Getriebes auf. Auch bergab soll ohne Gas ein Stück weit in jedem Gange gefahren werden. Das Herausspringen eines Ganges ist dabei als sehr erhebliches Minus zu werten. Wenn es ediglich auf Bruch einer Arretierfeder zuückzuführen ist, so hat das weniger zu sagen. Wahrscheinlich wäre aber ein solcher Fehler vor der Probefaht behoben worden. Alsdann iegt der Grund in einer starken Abnützung ier Zahnräder oder eventuell einer Verdrehung der Getriebewelle. Als nächsten Punkt wendet man seine Aufmerksamkeit der Kupplung zu. Sie hat zwei Stellen, die hauptsächlich der Abnützung unterworfen sind. Eine Abnützung der Kupplungsbeläge erkennt man an der hohen Lage des Kupplungspedals sowie am ungleichmässig rupfenden Eingriff. Ein grosser Leergang des Pedals deutet auf Abnützungserscheinungen dm Drucklager hin, die freilich nicht an allen Wagen in grösserem Masse auftritt. Eine andere Alterskrankheit der Kupplungen ist das Hängenbleiben. Eine Verteerung der Scheiben von im Oel laufenden Kupplungen infolge schlechter Fahrgewohnheiten oder eine abgenützte Nabe kommen als Sünder in Frage. Die Folge zeigt sich im schweren, kratzenden Schalten aller oder gewisser Gänge, Gesang (weniger musikalische Leute nennen es auch Heulen) der Hinterachse ist ein ganz untrügliches Anzeichen für die Abnützung ihrer Zahnräder. Denn heute kann kein Konstrukteur mehr einen Wagen mit Erfolg auf den Markt bringen, dessen Hinterachse im neuen Zustande von diesem Uebel befallen ist. Aber auch sonst kann die Kraftübertragung ausgeleiert sein. Uebermässiges Spiel entdeckt man durch Abbremsen fast bis zum Stillstand und pausenlos nachfolgendes Gasgeben. Allfällig auftretende Rucke bedeuten «zu viel Luft» in der Kraftübertragung. Zur Untersuchung der Lenkung ist die Stadt weniger geeignet Am besten ist eine offene, nicht allzu gute Strasse (wir sind im übrigen durchaus nicht gegen gute Strassen eingenommen!), damit die Bodenwellen den Wagen ein wenig in schaukelnde Bewegung versetzen. Man gibt nun Vollgas, um festzustellen, bei welcher Geschwindigkeit er zu schwimmen beginnt Ein kurz ausklingendes Flattern beim Ueberlaufen von Bodenwellen ist hiebei als normale Erscheinung zu betrachten. Die Prüfung der Bremsen ist meist auch Nichtfachleuten geläufig. Sie müssen in der Lage sein, den Wagen aus einer Geschwindigkeit von mindestens 70 km/ St. schnell und gleichmässig zum Stehen zu bringen, wobei ein einseitiges Wegziehen nicht eintreten soll. Ein starkes Pfeifen beim Bremsen deutet auf abgenützte und von Riefen durchzogene Bremstrommeln. Einseitiges Anziehen der Bremsen macht sich durch einen Druck auf das Lenkrad bemerkbar. Ein Fahrenlassen der Steuerung zur Untersuchung der Bremsung ist gesetzlich nicht zulässig. Federung, Fahrkomfort und Polsterung braucht man nicht beurteilen zu lernen. Hier ist das individuelle Wohlbefinden massgebend. Quietscht die Karosserie, so sitzt sie nicht fest auf dem Rahmen oder ist in ihren Verbänden gelockert. Auch klappernde Türen und Fenster kann jeder alleine feststellen. Nach der Probefahrt sind wir noch nicht fertig, denn jetzt kommt zum Leidwesen des Verkäufers mit schlechtem Gewissen die Nachuntersuchung auf der Hebebühne. Sie gilt der Lenkung, den Bremsen und der Gehäuseöldichtheit. Eine grosse Tankstelle mit Hebebühne ist immer zu finden und die nachfolgenden Untersuchungen ein Trinkgeld an den hilfreichen Tankwart wert. Untersucht werden muss das Spiel der Lenkspindel durch Bewegen des Handrades unter Beobachtung des auf der gleichen Seite befindlichen Vorderrades. Mehr als 10 Grad Spiel am Handrad sind nicht erlaubt. Untersucht werden muss ferner das Spiel im Lenkgestänge und den dazugehörigen Kugelgelenken durch Wackeln an einem Vorderrad in waagrechter Richtung, während der Gehilfe das Handrad festhält. Man sieht dann, wo es wakkelt. Untersucht werden muss drittens, ob die Radlagerungen und die senkrechte Lenkbolenlagerung noch fest sind. Zu diesem Zweck wackelt man an den Rädern in senkrechter Richtung (eine Hand oben, die andere unten). Man spürt dann die Lagerluft an den Rucken m Rad. Ob es die Radlager oder die Lenkbolzen sind, sieht man an den Bremstrommeln und an den Lenkbolzenlagern. Auch die Bremsen müssen noch einmal vorgenommen werden, da die gute Bremsfähigkeit noch kein einwandfreier Massstab ist. Die Bremsen dürfen nämlich nicht zum Zwecke der Probefahrt ein bisschen «angeklemmt» sein, sondern alle vier Räder müssen im hochgebockten Zustand völlig frei laufen, müssen im genau gleichen Augenblick beim Niedertreten des Pedals zu blockieren beginnen und die Nachstellung darf noch nicht bis zum letzten heruntergeschraubt sein. Bei den Vorderradbremsen ist noch darauf zu sehen, dass sie sich nicht durch vollen Lenkradeinschlag alleine festziehen. Die Untersuchung auf AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 18. FEBRUAR 1936 — N° Oeldichtheit bildet den Schluss der Prüfung. Es bleibt dem Untersuchenden dabei nicht erspart, unter den Wagen zu kriechen und alle möglichen Stellen des Oelaustrittes, den Kupplungsraum (für das letzte Motorlager und das erste Getriebelager), das Getriebeende, die Gelenkabdichtungen und den Achsantrieb auf starke Ansammlungen von Oelschmutzgemisch zu untersuchen. Ausserdem geht es gerade im selben, auch den Kühler eines Blickes zu würdigen, um eventuelle Undichtheiten festzustellen. Der Vergaser wird ohnehin soweit «bereinigt» sein, dass er nicht überläuft. Alles in allem sieht man, dass eine Prüfung Mit der stark zunehmenden Zahl der Kraftwagen wächst auch bei uns das Problem einer gewi§sen Verwertung der alten Fahrzeuge. So grosszügig wie man in den Vereinigten Staaten ist, wo an vielen Wegkreuzungen zuschanden gefahrene Autos zur Warnung aufgestellt sind, ist man natürlich bei uns nicht Aber auch bei uns hängt zunehmend der Verkauf neuer Fahrzeuge und moderner Modelle von einer gewissen Verwertung der alten Wagen ab. Daher tritt immer häufiger der Nicht allzu viel an die Batterie anhängen. Mit Hilfe des elektrischen Stromes lässt sich nicht nur das Heim, sondern auch der Wagen sehr komfortabel einrichten. Dabei vergisst man gerne, dass der Fall beim Auto ganz anders liegt als bei ortsfesten Stromquellen. Denn bei ihm muss die Batterie einspringen, wenn die Stromentnahme zu gross wird, oder wenn der Motor stillsteht. Sie ist aber lediglich ein Reservoir und jedes Reservoir hat einen Boden, bei dessen Erscheinen es schliesslich geleert ist. Beim Akkumulator ist dies natürlich bildlich gemeint, nämlich ,so, dass auch seine aufgesparte Energie einmal zu Ende geht Ausserdem ist der Batterie eine längere Lagerung im entladenen Zustande sehr unbekömmlich, und genügt ihre Spannung in diesem Falle nicht mehr zum Anlassen. Aus all diesen Gründen ist es besser, ihr nicht allzu viel zuzumuten und speziell nachträglich keine Apparate einzubauen, die dauernd eingeschaltet bleiben. Der Fabrikant hat die Grosse der Batterie für die mitgelieferte Ausrüstung berechnet und nicht für das, was noch dazukommt. Wo noch nachträglich Vorrichtungen eingebaut werden, die längere Zeit eingeschaltet bleiben, sollen sie vor allen Dingen abends nicht benützt werden. Zweiter Hupenknopf. Kontaktstellen sind nicht immer sehr zuverlässig, denn eine leichte Oxydschicht kann sie in ihrer Funktion stark behindern. Dies wirkt sich manchmal besonders lästig in einem Versagen der Hupe aus. Durch Einbau eines zweiten Hupenknopfes kann man dieser Gefahr vorbeugen. Am besten eignet sich dazu ein Fusskontakt, der mit dem linken Fuss betätigt wird. Der elektrische Anscbluss an die Hupenleitung des Lenkstockes soll zwischen Sicherung und beweglicher Zuführung zum Lenkarm geschehen, denn die bewegliche Zuführung gibt auch oft zu Störungen Anlass. Es ist deshalb zweckmässig, sie auf diese Art zu umgehen. Der zweite Kontaktteil des Druckknopfes wird an Masse gelegt. Die Feder des Fusskontaktes wird bei der Montage am besten herausgenommen und selbst dieser wenigen Punkte keine Kleinigkeit bedeutet Wer deshalb in dieser Hinsicht nicht über grössere Erfahrungen verfügt, und wäre es, dass er durch Schaden klug wurde, dem sei nach wie vor empfohlen, die genannten Prüfungen wenigstens die ersten Male unter Assistenz einer zuverlässigen Person «vom Bau » durchzuführen. Denn es treten noch da und dort unerwartete Fehler auf, die dem Auge des Fachmannes nicht entgehen und die, wo sie nicht beachtet werden, einem später viel Aerger bereiten könnten. Umbau alter Autos auf Pferdezug Auiofährg&fefl (Au&tftQ GeAdffi*» Entrussen von Aluminiumkolben. Da Aru- minium besonders weich ist und deshalb bei Verwendung von scharfen Stahlwerkzeugen beim Abschaben der Kohle leicht zerkratzt wird, bedient man sich zur Entrussung von dKÜAlmaB MoydemdiSQ mit Rad fMPaBflTfOvyV _ Prak^sche Wink« Fall ein, dass umgekehrt manche Transportinteressenten verhältnismässig billig ein altes Auto erwerben können, welches nun für den Pferdezug umzuändern ist. Das Fahrgestell der alten Autos mit modernen Lagern, guten Federn und leichtem Gang eignet sich nach entsprechendem Umbau namentlich auch infolge der Vorteile der Luftbereifung sehr gut für mannigfache Transportaufgaben. Das hat die Praxis der letzten Jahre in nicht wenigen Gewerbezweigen, besonders auch in Landwirtschaft, Gartenbau wie im Molkereiwesen, bewiesen. Wie nun ein derartiger Umbau des Autos zu einem motorlosen Wagen vorteilhaft durchzuführen ist, das sei an Anweisungen, die Dipl.-Ing. Lengsfeld für die Landtechnik gegeben hat, an unserem Bilde erläutert Der Erwerb alter Autofahrgestelle lohnt sich dann, wenn die Lager nicht zu sehr ausgeschlagen sind. Geplatzte Kugeln oder Rollen im Lager werden durch Knirschen beim Drehen der Achsen erkannt Das Kardanrohr soll beibehalten werden, um Hinterachse mit Rahmen fest zu verbinden. Dagegen sind natürlich Kardanwelle und Ausgleichgetriebe zu entfernen. Die beiden Antriebsachsen sollen im Achsgehäuse bleiben. Sonst wird die Lagerung verschlechtert. Beim Rahmen ist darauf zu achten, dass er bruchfrei ist, also keine Risse hat Für Nutzlasten von 70 bis 100 Zentnern kommen Achsabstände von 3,2 bis 3,6 Meter in Betracht Aussenbandbremse oder Innenbackenbremse von Autos mit Handhebel sind geeignet. Oeldruckbremse ist unbrauchbar. Ist der Bremsbelag nicht gut, so muss er beim Umbau erneuert werden. Empfehlenswert ist zusätzliche Sicherung dadurch, dass für die Bremstrommel eine gut wirkende Klotzbremse mit Bremsspindel angebracht wird. Ing. G. auseinandergezogen, damit er erst bei stärkerem Drucke geschlossen wird. Aluminium am besten eines Schabers aus Lötzinn, wie wir ihn obenstenend zeigen. Dieses Material ist weicher als Aluminium und doch hart genug um die Kohle zu entfernen. Kerzenlehre. Nur wenige Fachleute haben das nöige Augenmass, um einen Abstand von 0,4 mm von einem solchen von 0,6 mm unterscheiden zu können. Den übrigen hilft ein ganz unscheinbares Gerät, die Kerzenlehre, aus. An ihrem einen Ende ist sie mit einem Drahtbügel von 0,5 mm Stärke, am andern mit einem solchen von 0,6 mm Stärke versehen. Der dünnere Drahtbügel muss sich Qz. C:::=:::D -Q nun durch die Funkenstrecke hindurchschieben lassen, der stärkere nicht Dann ist man sicher, dass der Abstand stimmt

N° 14 — DIENSTAG, IS. FEBRUAR AUTOMOBIL-REVUE 11 Lufischut; ist Gebot! Das Schweizervolk muss den Willen und unsere Armee die Kraft besitzen, im Falle eines europäischen Krieges die fremden Staaten zur Respektierung unserer Neutralität zu zwingen. Vorbeugen ist besser als heilen. Der Abwurf von Spreng-, Brand- und Gasbomben aus der Luft auf die grösseren Städte und Verkehrszentren des Hinterlandes und damit eine Bedrohung der Zivilbevölkerung ist ein Hauptmerkmal des Zukunftskrieges. Dieser Gefahr wehrlos gegenüberstehen, wäre gleichbedeutend mit einer Einladung an die kriegführenden Nachbarstaaten zur Verletzung unserer Neutralität. Durch mutiges Zugreifen auf dem Gebiete des Luftschutzes können wir die Invasionsgefahrt von unserem Lande wirksam abwenden. So wie die Armee bereit ist. unser Land zäh zu verteidigen, so muss jeder Schweizer und jede Schweizerfrau opferungsfreudig mithelfen, unsere Heimat gegen die feindlichen Einwirkungen aus der Luft zu schützen. Die Armee wurzelt tief in unserem Volke; auch der Luftschutz wird mit ihm verbunden sein und zu einer Angelegenheit der Allgemeinheit werden. Der Schweizerische Luftschutz-Verband hat die hohe und verantwortungsvolle Aufgabe übernommen, hinsichtlich Organisation und Aufklärung im Sinne des Selbstschutzes zu wirken. Der Beitritt zum Verband ist eine vaterländische Pflicht, und es ergeht deshalb der Ruf an das Schweizervolk, den Luftschutzgedanken in die Tat umzusetzen zur Sicherung der Freiheit und Unabhängigkeit unseres Vaterlandes. Bern, im Februar 1936. Der Chef des Eidg. Militärdepartementes: gez. Minger, Bundesrat. Spielet de* Vom Simplon-Tunnel. Kürzlich versammelte sich in Lausanne eine westechweizerische Kommission zur Verteidigung der Simplon-Interessen, die zwar schon seit einigen Jahren besteht, bisher aber herzlich wenig von sich hören Hess. Seitdem nun das Projekt eines Autotunnels durch den Simplon in der Oeffentlichkeit vermehrt diskutiert wird, ist die Kommission offenbar aufgewacht und fühlt ihre Stunde gekommen. Die Kommission kam zum Schlüsse, dass die Erstellung eines Autotunnels einen schweren Schaden für die Wirtschaft der Westechweiz bedeuten würde. Dagegen begrüsse sie alle Schritte, welche den Autoverkehr durch den Eisenbahntunnel zu fördern vermöchten, nämlich Schaffung von besonders billigen Autozügen, vereinfachte Transporte, Erstellung einer Autorampe in Iselle usw. Hiezu schreibt der Briger Anzeiger: « Es ist recht interessant, festzustellen, dass eine aus so hervorragenden Verkehrsmännern zusammengesetzte Kommission zu einem verkehrspolitischen Resultate kommt das genau diejenigen Forderungen enthält, welche die «Automobil-Revue» vor vielen Jahren schon aufgestellt hat. Der Berg hat also eine Maus geboren! Es ist nur schade, dass die Kommission bisher so wenig von sich hören Hess. Sie hätte ( seit nahezu zehn Jahren Gelegenheit gehabt, die Frage der Automobiltransporte zu studieren.» Das ist es ja: so lange sich die Bahnen sicher fühlten und ihnen die Monopolstellung hiezu den nötigen Rückhalt gab, war das Publikum für sie da. Seit dem der Strassenverkehr zu moderneren und kaufmännischeren Geschäftsprinzipien zwingt, wird Zeter und Mordio geschrien. Nur gut, dass man das auch anderweitig zu erkennen vermag! Xus «I« Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion. Der Benzinzoll wirkt. Hier ein kleiner Beitrag betr. Benzinzoll: Letzten Sonntag fuhr ich zwischen 19 und 21 ühr von Zürich nach Basel. Im allgemeinen war ich gewohnt, dass mir auf dieser Strecke eine Unzahl Autos begegneten, aber ich war erstaunt, denn keine 10 Wagen fuhren an mir vorbei. Vor Basel musste man immer Schlange fahren, jedoch diesmal nicht. Im November letzten Jahres fuhr ich die gleiche Strecke und dazu noch bei einem ausgesprochenen Hundewetter, aber da begegneten mir, wenig gerechnet, ca. 70 Wagen! Man muss sich nach dem Endresultat dieser unglücklichen Finanzmassnahme fragen! Ch. G. Zur Frage: «Könnte die Psychotechmk helfen?». In dem Beitrag von Herrn Prof. Dr. Ing. R. Haas in Nr. 102, 1935, der « Automobil-Revue » zu obiger Frage regt der erwähnte Schreiber u. a. an, « man könnte z. B. vorschreiben, dass Fahrer, welche in drei Jahren eine gewisse Anzahl Unfälle verursacht haben, eine Erhöhung der Prämie um vielleicht 30 Prozent über sich ergehen lassen müssten ». So sehr dieser Vorschlag prinzipiell berechtigt erscheinen mag, muss doch darauf hingewiesen werden, dass doch ein eklatanter Unterschied darin besteht, ob ein Fahrer, der jährlich vielleicht 50 000 km zurücklegt, während eines Jahres mal einen Kotflügel staucht oder sonstwie nur geringen Sachschaden verursacht, oder ob ein Fahrer, der beispielsweise nur 15 000 km hinter sich bringt, innerhalb dieser Jahresleistung bereits z. B. eine Strafklage wegen fahrlässiger Körperverletzung auf sich sitzen hat. Es muss deshalb als unbillig empfunden werden, wenn ein Fahrer nach Ablauf von 3 schadenfreien Versicherungsjahren mit beispielsweise nur insgesamt 50 000 km Gesamtleistung die Wohltat der Prämienrückvergütung geniessen kann, während der Fahrer, welcher im selben Zeitraum 150 000 km, also dreimal mehr Kilometer und dabei vielleicht 2 leichte Fälle von Sachschaden auf seinem Konto hat, der Prämienrückvergütung verlustig geht, wobei doch sicherlich behauptet werden darf, dass der Fahrer mit 50000 km Jahresleistung zufolge seiner grossen Fahrpraxis unbedingt eine entsprechend grössere Fahr- und Verkehrssicherheit aufweist als der andere Fahrer mit nur 15 000 km Jahresleistung. Uebung macht den Meister. Das gilt in ganz besonderem Masse für den Motorfahrzeugführer, und dieser grundlegenden Schulweisheit sollte füglich auch in der Versicherungskalkulation besser entsprochen werden können. Also, um es deutlich auszudrücken: nicht Prämienrückvergütung nach unfallfreier Zeit, sondern nach Zeit und Weg, nach unfallfreier Kilometerleistung pro Jahr,- wobei als Minimum unfallfreier Ernst von Mühlenen t. Am vergangenen Donnerstag ist in Bern im Alter von 62 Jahren der weitherum bekannte Kaufmann Ernst von Mühlenen an den Folgen eines scheinbar harmlosen Unfalles aus dem Leben geschieden. Der Verstorbene hat in der Sektion Bern des Automobil-Clubs der Schweiz im Laufe von mehr als zwanzig Jahren eine Überaue rege Tätigkeit entfaltet, so dass sein Name mit dem bernischen Automobilwesen auf immer eng verknüpft bleiben wird. Ernst von Mühlenen trat dem A.C.S. im Jahre 1912 als Aktivmitglied bei und gehörte dem Vorstand bis 1932 an. Noch stehen seine erfolgreichen Bemühungen um eine zeitgemäsee Verkehrsregelung in der Stadt Bern in bester Erinnerung. Er war es auch, der in den Nachkriegsjahren die ersten Schritte unternahm zur Erzielung einer einheitlichen Zeichengabe der Ordnungsorgane und Motorfahr-zeugführer. Ihm ist es ferner in erster Linie zu verdanken, dass in den Beziehungen zwischen Automobilist und Verkehrspolizei in den letzten Jahren eine merkliche Besserung eintrat. Seim Wirken führte zu klaren, gemeinverständlichen Verordnungen, die selbst in der eidgenössischen Gesetzgebung Eingang gefunden haben. Auch bei der Organisation von sportlichen Anlässen wurde Ernst von Mühlenen öfters als Mit- mengetragen, ein ebenso vorzügliches wie massgebendes Bild von der gesamten Verkehrsstruktur arbeiter herangezogen. So stand er bei den Gur-gabennigelrennen dem Polizeikomitee mehrere Male als Verkehrsmengen und -richtungen herausschälen, Man konnte so deutlich die verschiedenen Präsident vor. ihre Abspaltungen vornehmen, was wertvolle An- für die Strassenführung und Verkehrsrege- Sein Interesse blieb indessen nicht auf dasgaben Automobilwesen beschränkt. Einen grossen Verlust erleiden durch seinen Hinschied auch die ber- Fietz hat diesen Verkehr von 10,300 Wagen noch lung lieferte. Aber nicht genug damit. Herr Dr. nische Verkehrsfliegerei, die Sportfliegerbewegung weiter zerlegt hinsichtlich Herkunftsort der Wagen, Art des Wagenparkes, Beruf der Wagenbesit- und der Aero-CIub der Schweiz. E. von Mühlenen war von jeher ein begeisterter Anhänger der Sportfliegerei und hat sich um die Entwicklung des Lastwagen 21% aus. 61% entfielen auf Wagen aus zer usw. Die Personenwagen machten 79%, die bernischen Flugwesens bedeutende Verdienste erworben. Er war ein Mitbegründer der Luftverton, 12K% auf solche aus der übrigen Schweiz der Stadt, 22% auf solche aus dem übrigen Kankehrsgesellschaft Alpar, der er bis zu seinem Ableben als Vorstandsmitglied angehörte. Während Es wäre ausserordentlich wünschenswert, wenn und tk%% auf ausländische Autos. vielen Jahren war er auch Vorstandsmitglied des diese neue Art Verkehrszählung in der ganzen Berner Aero-Clubs und Delegierter des Aero-Clubs Schweiz herum Schule machen würde. Denn die der Schweiz. 1928 absolvierte er das Sportfliegerbrevet. Auf einen Schlag wurde er in den Flieger- damit die Ergebnisse der bisherigen Zählungen Auswertung ist eine derart aufschlussreiche, dass kieisen im Jahre 1929 bekannt, als er zusammen ganz in den Schatten gestellt werden. mit Oberleutnant Burkhardt auf einem Klemmflugzeug am ersten Europa-Rundflüg teilnahm. Später schiedene Verkehrs- und Strassenfragen in den Die anschliessende Diskussion stellte noch ver- beteiligte er sich mit gutem Erfolg am internationalen Flugmeeting in Zürich und auch an der(das alte Tonhalleareal soll nun definitiv Vordergrund, so den Umbau des Bellevueplatzes unbebaut schweizerischen Sportfliegertagung 1934 in Bern, vermochte er sich ausgezeichnet zu klassieren. Der Verstorbene hatte darüber hinaus in allen Sportlagern seine Freunde, die ihm, als einem kameradschaftlich vorbildlichen und initiativen Menschen ein treues, ehrendes Andenken bewahren werden. Jahresleistung 10 000 km zugrunde gelegt werden könnten. Dass bei der Aufstellung einer solchen Prämienkalkulations-Tabelle auch die Anzahl Jahre der Fahrpraxis sowie die besonderen Anforderungen der Berufsfahrer-Praxis zweckmässig und angebracht einbezogen werden müssten, liegt auf der Hand. Allererste Voraussetzung für die Durchführung dieser gross umrissenen Vorschläge wäre natürlich die gesetzlich vorgeschriebene Plombierung der Kilometerzähler, eine Massnahme, die beispielsweise auch im Blick auf den Occasionshandel nur wünschenswert wäre. E. Brenner, Ing. A. C. S. SEKTION AARGAU. Aus dem Jahresbericht Unsere Sektion verzeichnet pro 1935 wiederum einen erfreulichen Zuwachs von 54 Mitgliedern. Die wirtschaftliche Notlage im Automobilgewerbe und die übersetzte' Besteuerung der Motorfahrzeughalter, erfordern heute mehr denn je den Zusammenschluss aller Automobilisten in einem zielbewusst geleiteten Verband. Diese Erkenntnis vieler Motorfahrzeughalter war es, der wir die bedeutende Mitgliederzunahme verdanken. Nicht zuletzt haben uns aber auch die mit Erfolg durchgeführten Veranstaltungen immer wieder neue Mitglieder gebracht. Eine weitere rege Mitarbeit seitens unserer Mitglieder auf dem Gebiete der Mitgliederwerbung wird uns auch im begonnenen Jahre sehr wertvoll sein. ni, SEKTION ZÜRICH. Die Monats Versammlung vom 13. Februar, welche traditionsgemäss Verkehrs- und Strassenfragen gewidmet war, hat sich, dank der zwei vorzüglichen Referate, zu einer bedeutsamen Tagung ausgewachsen. Herr Präsident M. Gassmann konnte in seinem Begrüssungswort verschiedene Behördevertreter willkommen heissen und dankte ihnen für die enge Zusammenarbeit zwischen Bauamt I und A. C. S. Herr Stadtrat Stirnimann, Chef des Bauamtes I, erklärte alsdann anhand eines umfangreichen Planmaterials die verschiedenen Strassenprojekte, die, je nach den disponiblen Mitteln, 1936 oder in den nächsten Jahren zur Ausführung gelangen dürften. Es kommen hiefür in Betracht: Verlängerung der Bucheggstrasse bis zur Winterthurerstrasse, Anlage eines bergseitigen Fahrbahnstreifens und Trottoirs in der Winterthurerstrasse (Abschnitt Blümlisalpbis Letzistrasse), Anlage eines Fussgänger- und Radfahrerweges an der Ueberlandstrasse von der Schwamendingerstrasse bis Auhof (Richtung Winterthur). Ausbau der Wehntaler- und Dreiwiesenstrasse, Verlängerung der Gloriastrasse von der Platte bis Kämistrasse unter Aufhebung der Plattenstrasse vor dem Kantonsspital, Umbau des Escher-WysSrPlatzes, Ausbau der Sood- und AImendstrasse, neue Verbindung Maneggbrücke- Butzenstrasse-Leimbach, wobei eventuell eine neue Sihlbrücke in Betracht kommt, Verbreiterung der Uraniastrasse mit neuem Parkplatz, Ausbau der Bellerivestrasse als rechtsufrige Ausfallstrasse mit neuer Verbindung vom Zürichhorn bis Bahnhof Tiefenbrunnen und gleichzeitiger Neugestaltung des ganzen Areals des Seefeldquais und Zürichhornareals als grosse Anlage, Verbreiterung der Witikonerstrasse im Kapf, Verlängerung der neuen Eierbrechtstrasse. Geprüft wird ferner die Verbesserung der Verkehrsverhältnisse im Ulmbergtunnel, während das Projekt der Eindeckung des Schanzengrabens vorläufig fallengelassen wurde. Ein kurzer Ueberblick über zahlreiche, ausländische Stadtpläne beschloss das aufschlussreiche Referat, das zeigte, wie sehr man bestrebt ist, das 550 km lange Strassennetz, für dessen Verbesserung in den Jahren 1923 bis 1935 rund 43 Millionen Franken verausgabt worden sind, noch besser auszuhauen. Dass Herr Stadtrat Stirnimann dem Wunsche Ausdruck gab, der Kanton möge der Stadt einen höhern Anteil an den Verkehrssteuern gewähren, dürfte verständlich sein. Vor ein neuartiges Verkehrsproblem stellte der zweite Referent, Herr Dr. Fietz. die Anwesenden mit seinem Lichtbildervortrag über die neuen Verkehrszählungen in der Stadt Zürich, wie solche von dem von ihm geschaffenen technischen Arbeitsdienst (ein hochverdienstliches Werk, das arbeitslosen Ingenieuren und Technikern Arbeit zu schaffen sucht), 1935 vorgenommen worden sind. Man kennt die üblichen Verkehrszählungen, wo in Form eines Verkehrsquerschnittes einfach die Zahl der durchgefahrenen Fahrzeuge registriert wird. Die Zürcher Zählungen gehen nun bedeutend weiter. Dadurch, dass in dem in Betracht fallenden Zählgebiet alle Polizeinummern der durchgefahrenen Autos an ca. 20 Zählstellen festgehalten wurden, war es möglich, auch deren genaue Fahrtroute festzuhalten. So wurde anhand der gezählten 10,300 Autos nicht nur festgestellt, dass z. B. rund 48% des gesamten Autobestandes des Kantons das Gebiet des Zürcher Hauptbahnhofes am Zähltag frequentiert haben, sondern diese 10,300 Wagen gaben Anlass zu 21,000 Verkehrsrouten (der gleiche Wagen befuhr im Maximum 26mal den Bahnhofplatz), welche, in verschiedenen Karten zusam- bleiben), des Leonhard- und Bahnhofplatzes, die bessere Markierung der Fussgängerstreifen, die Erhöhung der Kurven, das Aufrauhen glitschiger Fahrbahnbeläge, Anlage von Betonstrassen, Kreiselverkehr, Auffahren in Doppelkolonne, Linksabbiegen, Parkierungsfrage in der Stadt Zürich usw., auf welche Voten die beiden Referenten noch kurz antworteten, wobei Herr Stadtrat Stirnimann auch den grossen Wert der engen Zusammenarbeit zwischen Behörden und Verbänden in all diesen Verkehrs- und Strassenfragen betonte und dem A.C.S. für seine rührige Mitarbeit dankte. Alles in allem eine äusserst interessante und aufschlussreiche Verkehrstagung, die auch zeigte, wie in gegenseitiger enger Zusammenarbeit noch vieles getan werden kann zur Verbesserung bestehender Verkehrs- und Strassenverhältnisse. Und als, besonderes Fazit: Alle Verkehrsfachleute möV gen" sieh einmal die qualitativ grossartigen und neuscnöpfenden Verkehrszählungen des Zürcher technischen Dienstes ansehen. V Xussfellun^en Automobilausstellungen 1936. Das ständige Bureau des internationalen Verbandes der Automobilkonstrukteure veröffentlicht folgende Terminiiste für die Automobilausstellungen des Jahres "1936: 15. Februar bis 1. März: Berlin 25. Februar bis 1 März: Helsingfors 8.—15. März: Wien 10.—19. März: Utrecht 20.—23. März: Genf 25. März bis 5. April: Budapest 16.—24. April: Lissabon 26. April bis 3. Mai: Polen 2.—11. Mai: Zagreb 10.—20. Mai: Oslo 1.—11. Oktober: Paris 15—24. Oktober: London im Oktober: Prag 2.—9. November: New York 9.—16. November: Detroit 16.— : 23. November: Chicago 13.—21. November, Glasgow im November: Mailand 28. November bis 9. Dezember: Brüssel. A.U9E d^BB Verbänden Rottschaft der Aero- Amateure der Schweiz Der «Pou du Ciel» in der technischen Abteilung des französischen Luftamtes. Die Versuche: Die vergangene Woche brachte uns nichts Neues von Wichtigkeit aus Villacoublay, wo mit dem «Pou » die offiziellen Versuche fortgesetzt werden. Infolge des Auswechseins des Motors (jetzt ein Vierzylinder-AVA-Motor 27 PS) führte Herr Henri Mignet die Vorführungsflüge selbst aus. Pilot Ingenieur Nicolas vollführte nachher noch einige Flüge mit dem kleinen Apparat aus, wobei die ausgezeichnete Stabilität des « Pou » festgestellt wurde. Wir erfahren, und zwar aus sicherer Quelle, dass der «Pou» — und das im Gegensatz zu einer letzthin in der «Aero-Revue» erschienenen Mitteilung — in Frankreich in- allernächster Zeit homologiert werde (wahrscheinlich im Monat Mai), und zwar unter Vorbehalt der untenstehenden Abänderungen. Kraft des internationalen Uebereinkommens würde diese Entscheidung ohne weiteres die Homologierung in der Schweiz nach sich ziehen. Die Abänderungen- «Les Ailes» geben uns nachstehende Angaben über die von den Ingenieuren des französischen Luftamtes bestimmten, am «Pou» anzubringenden Abänderungen: Wir bemerken mit Vergnügen, dass die offiziellen Ingenieure alles tun, um so rasch als möglich Schlüsse ziehen zu können, ohne jedoch endgültig zu sein, welche dann eine wertvolle Zugabe für die Technik dieser neuen Maschine bilden Touristik-Bulletin des A.C.S. Oesterrelch: Aribergpass gesperrt zwischen Stuben und St. Christof a. A. Frankreich: Route d'Hiver des Alpes mit Ketten gut passierbar; Faucille ohne Ketten befahrbar. Italien: Gesperrt sind: Broccone, Campo di Carlomagno/Campiglio, Campolüngo, Cereda, Falzarego, Gavia, Grödnerjoch, Jaufen, Mauria, Monte Croce di Comelico, Pordoi, Sella, Stelvio, Tonale und Tre Croci (Information Schenker & Co., Bolzano). Autotransport durch die Alpentunnels: Albula: Bergün-Bevers; Arlberg: Langen-St. Anton; St. Gotthard: Göschenen-Airolo; Simplon: Brig-Domodossola; Lötschberg: Kandersteg-Brig. Ziirichseefähre Horgen-Meilen: Die Fähre nimmt ihren Betrieb Sonntag, den 16. Februar nach folgendem Fahrplan wieder auf: Horgen ab: stündlich von 6.15—11.15 Uhr; halbstündlich von 11.15—19.15 ühr; stündlich von 19.15—22.15 Uhr. Meilen ab: stündlich von 6.30—11.30 Uhr; halbstündlich von 11.30—19.30 Uhr; stündlich von 19.30—22.30 Uhr. werden. Es ist nötig zu bemerken, dass wenn e* schwierig war, die Technik des einzelnen Eindekkerflügels festzulegen, es noch unvergleichlich schwieriger ist, das Studium dieses Zweideckers zu unternehmen, mit den «versetzten» Flügeln und der gleichzeitig verstellbaren Neigung des Flügels, welche Neuigkeiten dig Gedanken von Mignet sind. Es müssten zuerst einige Aenderungen ausgeführt werden, um einen Fallschirm anzubringen, eine Vorkehrung, welche sich als nötig erwies, da die Gefahren gewisser Versuche mit verschiedenen Regulierungen die äusserste Grenze der Sicherheit erreichen können. Ferner wurde der Sitz des Piloten tiefer ausgeschnitten und die Verspannung abgeändert, um den Zugang im Falle eines notwendigen Absprunges frei zu haben. Die starre Steuerung des Flügels wird hinter dem Piloten rorbeigeführt und durch einen rechten Winkel mit dem Steuerknüppel verbunden. Ausserdem wurde ein breitspurigeres Fahrgestell montiert, was eine bessere Bodenhaltung und einen grösseren Landungswinkel erlaubt. Durch diese Abänderungen erhielt der «Pou» des französischen Luftamtes ein flugtechnischeres Aussehen. (Anmerkung der Redaktion: Unsere Erkundigungen an zuständiger Stelle haben ergeben, dass, falls das französische Luftfahrtministerium den «Pou» in der von ihm verlangten abgeänderten Form in Frankreich offiziell anerkennt, auch das Eidgenössische Luftamt alsdann zur Homologation schreiten dürfte, immerhin unter Voraussetzung, dass die ihm zur Prüfung unterbreiteten Himmelsläuse ganz dem Urbild entsprechen, auf dessen Grundlage auch das französische Luftfahrtministerium die Homologation erteilt Handel u. Neuartige Erfindung. Einem bernischen Erfinder ist es gelungen,, eine einfache und praktisch* Vorrichtung zu schaffen, die es ermöglicht, Nagellöcher und dgl. in Automobil-, Motorrad- und Fahrradpneus ohne Abnehmen der Gummimäntel und ohne Demontieren des Rades innerhalb einiger Sekunden sicher und dauernd zu verschliessen. Dia Vorrichtung besteht in einer Spritze mit einer Hohlnadel, womit ein Vulkanisierstoff in das Loch eingespritzt wird und es dauernd verschliesst. Es handelt sich um einen Apparat, der in einer Decolletage-Fabrik des Berner Juras serienweise hergestellt wird. Der Skoda im Rallye von Monte Carlo. Dass von 106 Teilnehmern an dieser Monsterfahrt nur 72 das Ziel erreichten, beweist die hohen Anforderungen, die an Fahrer und Maschinen gestellt wurden. Die Wagen waren in zwei Kategorien eingeteilt, eine über und eine unter 1,5 Liter. Der einzige Skoda mit Fahrer Pohl am Lenkrad — ein serienmässiger Wagen mit 1-Liter-Motor — belegte in der Klasse der kleineren Wagen den zweiten Platz. Die rund 4000 km lange Strecke von Athen über Wien, München, Straseburg nach Monte Carlo hat er ohne Strafpunkt zurückgelegt. Glatteis, Schnee, Regen, Nebel im Verein mit den kaum befahrbaren Balkanstrassen vermochten nicht, den verlässlichen Skoda, dem seine Strassenhaltung sehr zugute kam, von der vorgeschriebenen Durchschnittsgeschwindigkeit von 55—60 km abzubringen. Die Leistung des Skoda, mit nur 5 Steuer-PS, ist um so bemerkenswerter, als mit ihm stärkere und speziell für die Sternfahrt hergerichtete Wagen in Konkurrenz lagen. Auch für uns in der Schweiz besitzt der Skoda — nicht allein wegen seiner ungewöhnlichen Wirtschaftlichkeit — grosse Bedeutung, denn er vermag mit nur 5 Steuer-PS Anforderungen restlos zu erfüllen, wie sie sonst gewöhnlich nur an grössere Wagen gestellt werden. »b»wiH>diaff# Personelles: Humbert Joly, Autogarage, Zwingen. Inhaber der Firma ist Humbert Joly in Zwingen. Betrieb einer Autogarage und Reparaturwerkstätte sowie Handel mit Motorfahrzeugen. Robert Biland, Autogarage, Näfels. Inhaber der Firma ist Robert Biland in Näfels. Betrieb einei Autogarage sowie Handel mit Automobilen. Schweiz, Benzin-Union, Zürich. Die Unterschriften der beiden Geschäftsführer Dr. Vetter und Dr. Imfeid werden gelöscht. Arnold Fischer, Autogarage, Zurzach. Inhaber der Firma ist Arnold Fischer. Betrieb einer Autogarage und mech. Werkstätte sowie Handel in Motorfahrzeugen. Domizil: Schwangarage. Schluss des redaktionellen Teils. Mehr als 23 Millionen ! Edsel Ford, Präsident der Ford Motor Company, kündet an, dass seit der Gründung der Gesellschaft im Jahre 1903 bis Ende 1935 die Totalproduktion an Ford-Personen- und -Lastwagen 23,552,853 Stück erreichte.