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E_1936_Zeitung_Nr.014

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6 AUTOMOBIL-REVUfc

6 AUTOMOBIL-REVUfc DIENSTAG, 18. FEBRUAR 1936 — N° 14 Die Berliner Butomobil-RussteHung Von unserem nach Berlin entsandten Sonderkorrespondenten. Die Personenwagenstände. Wir veröffentlichen in der Folge Sonderbesprecfiungen über die einzelnen Personenwagenstände. Hiebe! beschränken wir uns auf die deutschen Marken, da die wenigen in Berlin ausgestellten ausländischen Wagen teils bereits anlässlich der Besprechung des Pariser Salons eingehend behandelt wurden, teils im nächsten Monat im Rahmen unserer Berichte über den 61 Marken umfassenden Genfer Salon zur Besprechung vorgesehen sind. Adler. Diese Frankfurter Marke hält an ihren bisherigen drei Modellen, «Trumpf >, «Trumpf-Junior> und «Diplomat>, fest. Der Trumpf, diese in ihrem Gesamtaufbau ausserordentlich einheitliche Konstruktion, hat sich seit ihrem Erscheinen allen Anforderungen gewachsen gezeigt. Zudem wurden verschiedene Einzelheiten noch verbessert. Heute wird der Trumpf einheitlich mit einem Vierzylindermotor zu 1,7 Liter Hubraum geliefert. Der gleichstarke Starrachs wagen «Primus» wurde aus dem Programm gestrichen, weil heute gerade beim Loichtwagen Schwingachsen mit Recht vom Käufer verlangt werden. Der Adler-Trumpf ist ein erprobter, zuverlässiger Gebrauchswagen der Mittelklasse. Der Vorderradantrieb, der sich, trotz aller Unkenrufe, stets wacker gehalten hat, verleiht ihm eine gewisse sportliche Note. Der Trumpf-Junior ist sozusagen der kleinere Bruder des Trumpf. Nicht nur der Motor — 1 Liter Hubraum — sondern auch das gesamte Fahrgestell ist einem Kleinwagen entsprechend gehalten. Als besonders glücklich gelöst darf die Hinterradfederung dieses Wagens bezeichnet werden, die in gewissem Sinne eine künstliche Verlängerung des Radstandes darstellt. Es werden Torsionsfeder sowie schmierungsfreie Gummilager verwendet. Der Trumpf-Junior ist bekannt dafür, daes er in der Kurve und auf schlechter Straese eine aussergewöhnliche Strassenhaltung aufweist. Dass unter diesen Umständen das Chassis gegenüber der bisherigen Ausführung nicht verändert wurde, ist naheliegend. Wesentliche Veränderungen weisen jedoch die Wagenaufbauten dieser beiden Modelle auf. Der Kofferbehälter ist nicht mehr als gesonderter Teil angebaut, sondern bildet mit einer sehr flüssigen Linie ein Stück mit dem Wagenhinterteil. Zudem fällt das Heck leicht nach hinten ab, das Ersatzrad ist etwas in das Heck versenkt, so dass sich nun eine sehr schnittige Form der neuen Wagenaufbauten ergibt. Da eine durchgehende Hinterachse bei den beiden Vorderradantriebstypen nicht vorhanden ist, steht das ganze Wagenheck für die Gepäcksunterbringung zur Verfügung. Der Adler-Trumpf-Junior wird, wie bisher auch, als besonders schnittiger Sportzweisitzer, der schon viele Erfolge in europäischen und überseeischen Wettbewerben erzielen konnte, geliefert. Ds weiteren baut Adler einen Dreiliter-Wagen unter der Bezeichnung «Diplomat». Dieser kräftige, durch einen besonders ''ruhigen, elastischen Motor ausgezeichnete sehr repräsentative Wagen wird mit verschiedenen sehr eleganten Wagenaufbauten gezeigt, von denen besonders ein sehr geräumiges viersitziges Cabriolet mit Kofferheck und eigener Kofferbrücke auffällt Audi. Einen anderen Vertreter der deutschen Vorderradantriebswagen stellt Audi, ein Produkt der Auto-Union, dar. Das Fahrgestell wurde gegenüber dem Vorjahr keinen Veränderungen unterworfen. Die im Vorjahr etwas abgeänderte Führung der Vorder- und der Hinterräder, hat sich bewährt und wurde daher beibehalten. Der Motor leistet über 50 PS. Es handelt sich um einen Sechszylinder mit hängenden Ventilen. Konstrukteur: Dr. ing. Porsche. Temperament und Laufruhe dieses Motors sind bekannt. Der Audi darf mit Recht als ein ausgesprochen sportliches Fahrzeug von höchster Entwicklung angesprochen werden. So sei beispielsweise auf den eigenen, unter der Motorhaube untergebrachten Oelkühler hingewiesen, der das Motoröl immer wieder rasch zurückkühlt und es ermöglicht, auch lange Strecken mit Volleistung zu fahren. Während die Vorderräder parallel geführt werden, schwingen die Hinterräder nach der Art der Pendelachsen. Im Zusammenhang mit dem Vorderradantrieb resultiert daraus eine vollendete Kurvensicherheit. Diese ermöglicht sehr hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten. Die Karosserien von Audi zeichnen sich durch Eleganz und sorgfältige Ausführung aus. Dementsprechend liegt der Preis etwas über dem Durchschnitt der Klasse. Die Reihe der serienmässigen Aufbauten wurde durch ein neues Luxuscabriolet ergänzt. B.M.W. Bekanntlich hält B. M. W. den deutschen Sportwagenrekord. Nun wartet das Münchener Werk dieses Jahr mit einem neuen rassigen Sechszylinder auf, dessen Chassis aus einem verwindungssteifen Kastenrahmen mit drei Querträgern besteht. Die Vorderräder weiden durch eine Querfeder und zwei Arme geführt und mittels Zahnstange und dreigeteilte Spurstange direkt gelenkt. Die Hinterachse ist starr ausgeführt wie bisher, die Abfederung erfolgt jedoch durch Drehstäbe (Torsionsfederung). Der Motor ist ein Sechszylinder mit hängenden Ventilen, Bohrung 66 mm, Hub 96 mm — also ein ausgesprochenes Langhubverhältnis! — und einem Gesamthubraum von 1971 ccm. Die hängenden Ventile werden durch Stoßstangen und Kipphebel betätigt. Vier Kurbelwellenhauptlager sorgen für •vibrationslosen Lauf der Welle. Gans besondere Sorgfalt wurde dem Schaltgetriebe gewidmet. Es handelt sich um ein Vierganggetriebe mit besonderer Schalterleichterung. In den ersten und zweiten Gang ist ein Schaltfreilauf eingebaut, während der dritte und vierte/ Gang Synchronisiervorrichtungen aufweisen. Mit diesem Getriebe kann wirklich jedermann einwandfrei abwärtsschalten, während das Aufwärtsschalten an sich keine Kunst ist. Vollkommen neu wurde auch die Karosserie dieses unter der Bezeichnung «Typ 326» herausgebrachten Modelles gestaltet Die Formen sind abgerundet und sehr windschnittig. Fünf Personen: finden gut Platz, ausserdem ist ein grosses Kofferheck vorgesehen, in einem Stück mit der Karosserie. In gewisser Anlehnung an die modernen amerikanischen Formen ist der Kühler hoch und schmal gehalten, die Kotflügel gehen direkt gegen die Motorhaube, ohne tiefe, stets verschmutzte Mulde. Der schon bei geringen Drehzahlen eine Leistung von 50 PS ergebende Motor verleiht dem Fahrzeug den Charakter der schnellen Reiselimousine oder des sportlichen Cabriolets. Neben diesem neuen Typ baut B. M. W. die bewährten Tourenwagen auf 34 und 45 PS und die schnittigen Sportwagen zu 40 und 55 PS. die mit Sechzylindermotoren zu 1,5 bzw. 2 Liter Hubraum ausgerüstet sind und wie bisher Rohrrahmen aufweisen. Diese Typen wurden auch äusserlich nicht abgeändert Daimler-Benz. Was in aller Stille wieder an grundsatzlich Neuem von dieser Stuttgarter Firma geleistet wurde, verdient vollste Beachtung, j Da steht vor allem in der Halle das Fahrgestell des neuen Typs 170-V. Der Fachmann möchte am liebsten mit dem nackten Fahrgestell — ganz ohne Aufbau — fahren, so wunderbar präsentiert sich diese als ein einheitlicher Guss vor uns stehende Konstruktion. Motor: ein untengesteuerter Vierzylinder von 1,7 Liter Inhalt. Ein wohlausgeglichener Vierzylinder mit der Laufruhe und dem Anzug eines Sechszylinders. Das Fahrgestell: Rahmen aus zwei Rohren mit stehendem ovalem Querschnitt; in der Mitte sind die Rohre eng zusammengezogen und verschweisst, so dass man in gewissem Sinne von einem vorne und hinten gegabelten Zentralrohrrahmen sprechen kann. Dass der Rahmen absolut verwindungsstarr ist. kann man sofort erkennen. Ausserdem liegt er ausserordentlich niedrig unter der Kardanwelle. Selbstverständlich vorne und hinten Schwingachsen; vorne zwei Querfedern, hinten Pendelachsen mit Schraubenfedern, Differential gummigelagert am Rahmen befestigt Mit dem gleichen Motor wurde der neue Heckmotorwagen ausgestattet, der sinnjjemäss die Typenbezeichnung 170^H trägt Es handelt sich um eipe sorgfältige Fortentwicklung des vielbewährten bisherigen Heckmotorwagens Typ 130. Der neue, wesentlich stärkere Heckmotorwagen 170-H weist einen vergrösserten Radstand und demgemäss einen grösseren Innenraum auf, womit die Gepäcksfrage wirklich einwandfrei gelöst ist. Eine glänzende Lösung hat auch die Unterbringung der Passagiere im besten Federungsbereich zwischen den Achsen gefunden. Zudem wurde die Gewichtsverteilung durch die Verlegung des Benzinbehälters nach vorne wesentlich verbessert. Die Kühlung des Heckmotors erfolgt nun zwangsläufig durch Turbopressluft; sie ist damit vom Fahrwind unabhängig geworden und wirkt daher bei schnellster Fahrt ebenso gut wie am Stand oder in steiler Steigung. Die Typen 200 und 290 werden wie bisher unverändert weiter gebaut Meist werden die Modelle mit langem Chassis gewählt, weil sie den Aufbau besonders geräumiger, schnittiger Karosserien «*• möglichen. Dann haben wir m der Typenreihe den neuen Dieselpersonenwagen 260-D zu erwähnen, der den ersten Serien-Personenwagen mit Dieselmotor darstellt Diese Type ist das Ergebnis einer ungefähr vierjährigen systematischen Arbeit. Die Betriebskosten an Brennstoff betragen ungefähr ein Drittel gegenüber dem Benzinmotor. Dazu ist es gelungen, einen schnellaufenden Dieselmotor mit grösster Laufruhe, absolut geruchloser Verbrennung, grossen Anzug- und Durchzugvermögens zu schaffen. Selbstverständlich handelt es sich auch hier um einen Vollschwingachser. Die Typen 500-N, 500-K und der Grosse Mer* cedes wurden in allen wesentlichen Punkten unvep» ändert gelassen. Daneben verdienen zwei auf dem Mercedes-Bens- Stand gezeigte offene Siebensitzer besondere Erwähnung. Das Wesentlichste: die Hinterräder werden nicht durch eine Starrachse geführt, sondern durch eine Art Doppelgelenkachse. Das Differential ist am Rahmen befestigt, die Räder schwingen an einem grossen, bis gegen das Getriebe nach vorn« reichenden Dreieck, der Antrieb der Räder erfolgt über Doppelgelenkhalbwellen, die Federung durch, mächtige Schraubenfedern. Damit hat dieser schwere Wagen eine hervorragende Kurvensicherheit und die Möglichkeit zur Erzielung noch grösserer Reisegeschwindigkeiten erlangt D.K.W. Vorkämpferin auf dem Gebiete des ZweitakV motors, hat diese Fabrik selbstverständlich in allen wesentlichen Punkten an den bewährten Typen « Reichsklasse », « Meisterklasse » und « Schwebeklasse » festgehalten. Neu hinzugekommen ist jedoch ein Modell « Front-Zweisitzer-Cabrio », d'fes wie die Wagen der Reichsklasse einen Zweizylindermotor zu 580 ccm besitzt. Die Vorderräder sind an zwei Querfedern achslos aufgehängt, die Hinterräder werden an der « Schwebeachse » geführt Sehr bewährt hat sich die seinerzeit versuchsweise nur bei einem Modell eingeführte sogenannt» Schwebeachse, eine Starrachse, bei der die querliegende Feder besonders hoch angeordnet ist Diese Querfeder ist es allein, die die seitliche Führung der Achse besorgt und deren Lage daher auch für die Kurvenstabilität ausschlaggebend ist. Da die Feder ungefähr in der Höhe des Schwerpunktes des Wagens liegt, entsteht selbst beim schärfsten Kurvenfahren kein Kippmoment für den Wagenaufban als solchen. Der Wagen neigt sich also nicht aus der Kurve. Diese guten Erfahrungen haben dazu geführt, dass nunmehr sämtliche verschiedenen DKW-Wagentypen hinten mit der Schwebeachse ausgerüstet - sind. Bei den Wagen mit Vorderradantrieb (Typen zu 580 und 684 ccm) kann vorne die Schwebeachse natürlich nicht verwendet werden. Bei den Fahrzeugen der Schwebeklasse hingegen, die einen Motor zu 1054 ccm, sowie Hinterradantrieb aufweisen, ist die Schwebeachsanordnung für vorne und hinten gewählt. Bei den Typen zn 684 und 1054 ccm ist serienmässig ein Freilauf eingebaut, der das Abwärtsschalten ausserordentlich erleichtert; für Fahrten bergab kann der Freilauf selbstverständlich gesperrt werden. Im Winter fahren Sie sicher mit ROLLSYNOL Anlasserkränze Gebr. Grell, Rheinf elden Spezialwerkstätte für Automobil-Zahnrädar Telephon 90 auch bei grimmiger Kult« nicht stockend, verblüffend rascher Antrieb, nicht russend REO Obenschmieröl Ausschleifen von Motorzylindern mit Einbauen v. neuen Kolben aus Guss, Novalit u. Nelson-Bohnalite Kolbenringe, Ventile, Lager etc. Rundschleifen von Kurbelwellen. Ausgiessen, Ausdrehen und Pressen von Lagern u. Pleuelstangen. 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DIENSTAG, 18. FEBRUAR 1936 Schweizerische Rundschau &ikimet mvt,... Ungereimtes zum Kapitel Benzinzoll. In einer seiner letzten Sitzungen hatte der luzernische Grosse Rat bei der Behandlung des Budgets des Militär- und Polizeidepartementes für 1936 über einen Antrag zu entscheiden, der darauf abzielte, den Bruttoertrag der Gebühren aus dem Motorfahrzeugverkehr von 1470 000 Fr. auf 1,5 Mill. Fr. zu erhöhen. Dass die Sache unters Eis ging, sei gleich beigefügt, wiewohl der negative Ausgang der Abstimmung uns Automobilisten weniger interessiert als das, was Herr Regierungsrat Dr. Walther zur Diskussion darüber beisteuerte. Wie sagte er doch schon? Man budgetiere hier völlig im Ungewissen und könne nicht voraussehen, was für Auswirkungen die Erhöhung des Benzinzolls nach sich ziehen werde! Politik ist mitunter ein glattes Parkett, und groteske Sprünge lassen sich nicht immer vermeiden, will man sich vor dem Ausgleiten bewahren. Hätte es noch eines Beweises dafür bedurft: hier stünden wir geradezu vor einem Prachtsexempel der erstaunlichen Verwandlungskünste und der verwegenen Akrobatik, darin die Politik selbst und jene, die sie ausüben, von Zeit zu Zeit brillieren. Zugegeben, der Fall liegt bei Herrn Dr. Walther ausgesprochen verzwickt. Zwei Seelen wohnen, ach, in seiner Brust. Die Seele eines Verwaltungsratspräsidenten der Bundesbahnen und jene eines luzernischen Regierungsrates. Und es muss als ganz besondere tückische Einrichtung bezeichnet werden, dass ein solches Zusammentreffen von Aemtern und Würden in einer Person Konflikte heraufbeschwört und Zwiespältigkeiten zutage fördert, über die sich der Aussenstehende so seine eigenen Gedanken macht. Herr Dr. Walther, der Mann der S.B.B., ^erät mit seinem « andern Ich », will sagen friit Herrn Dr. Walther als dem Polizeigewaltigen des Kantons Luzern,.dem auch das Automobilwesen anvertraut ist, in unlösbaren Widerspruch. Well sich die Interessen des einen mit den Anschauungen und Bedürfnissen des andern nicht unter einen Hut bringen lassen. Auf zwei Fronten zu kämpfen hält erfahrungsgemäss schwer, vornehmlich dann, wenn sie so stark divergieren wie bei der Bahn und beim Auto. Und in dieser Zwickmühle steckt jetzt Herr Dr. Walther. durch sachgemässe, gute Reklame! Verlangen Sie unverbindliche Offerte bei der Werbezentrale für Handel und Industrie - Zofingen Als luzernischer Regierungsrat scheint er sich von der Benzinzollerhöhung nicht eben viel zu versprechen. Wenigstens legt der Ausspruch, den er vor dem Grossen Rat ge.- tan, eine solche Vermutung nahe. Die Folgen dieser Massnahme lassen sich nicht überblicken, so kam es — dem Sinne nach — von seinen Lippen. Das Geständnis klingt reichlich resigniert. In um so krasserem Kontrast dazu aber steht das von einer fast unerschütterlichen Zuversicht, von einem strahlenden Optimismus getragene Plaidoyer, womit er vor drei Wochen im Nationalratssaal für die Erhöhung des Benzinzolls eintrat. Freilich sprach dort aus ihm nicht der kantonale Polizeidirektor, sondern vor allem der Vertreter der S.B.B., denen jedes Mittel zur Erschwerung des Automobilverkehrs hochwillkommen ist. Da liegt der Has im Pfeffer! Es wird uns doch im Ernst niemand weis machen wollen, die Ausfälle, in denen er sich gegenüber den Automobilverbänden und deren leitenden Organen erging, seien ausschliesslich von der Sorge um die Reinhaltung unserer politischen" Sitten diktiert gewesen. Ein gut Teil jenes Autohasses, der bei allem herrscht, was mit den Bahnen zu tun hat, schwang dabei mit, geschürt noch durch die Erkenntnis und das Geständnis, die Automobilisten stellen heute eine wirkliche Macht dar, gegen die schwer aufzukommen sei. Wer zwischen den Zeilen zu lesen versteht, wird sich selbst den richtigen Spruch dazu machen. Die ganze Unhaltbarkeit der von Paradoxen strotzenden Behauptungen Herrn Dr. Walthers in der Finanzprogrammdebatte aber enthüllt sich erst recht, wenn man seine auf Moll abgestimmten Erklärungen im luzernischen Grossrat, soweit der Ertrag des Benzinzolls in Frage steht, mit seinem von « Hoffnungsfreudigkeit > zeugenden Appell an den Nationalrat vergleicht, auf 28 Fr. zu gehen, weil er die «feste Ueberzeugung habe, dass diese Erhöhung für die Betroffenen.erträglich, für den Bund aber eine Notwendigkeit » sei. Weil wir schon einmal beim Zitieren sind, mögen noch einige in diesem Zusammenhang besonders bezeichnende Stellen aus seinem Votum in der Volkskammer wiedergegeben sein: L Anhänger in Leichtmetall (1 t Eigengewicht bei 4 t Nutzlast), oder in NormalausfQhrung fOr Anhänger; nach eigenem bewährtem Bremsen System D»::«l.. l >. ll fl>« ll ;«. au s Leichtmetall, Stahl oder DI UCKenaUTDdUten Holz, f. Lastwagen u. u. Anhänger Kipper n Reparaturen Der Name BL neu, geschlossene Kabine und Ladebrücke, ist billigst abzugeben. Eventuell wird 0 e I in Anzahlung genommen. Offerten unter Chiffre 70780 an die Automobil-Revuf. Bern. Gelegenheits- Kauf! 8 Zyl., 17 PS, Mod. 1934, wenig gefahren, sparsam. Benzin- und Oelverbrauch, fahrbereit (Anschaffungspreis Fr. 18 000.-) ist zu Fr. 3000.- abzugeben. Besichtigung: City-Garage, Zürich, Uraniastrasse 31. in prima Zustand. An Zahlg. nehme neue Velos. Offerten unter Chiffre 70834 an die Automobil-Revue, Bern. 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Wir müssen die verlangten 130 Millionen beschaffen. Ich bitte Sie dringend, hier nicht ein neues Loch zu machen, sondern sich auf den Boden des Bundesrates zu stellen.> ».. Der Benzinzoll wird nicht als so untragbar dargestellt in der grossen und breiten Masse der Verbandsmitglieder, wie es von Seiten der Verbandsleitungen und Vorstände geschieht... Halten wir dies fest: bei der Behandlung des Finanzprogramms im Nationalrat hat Herr Dr. Walther, unter erheblichem rhetorischem Aufwand, eine Lanze für die Benzinzollerhöhung gebrochen. In beinahe apodiktischer Form hat er auf die Notwendigkeit der Beschaffung der 16 neuen Benzinmillionen gepocht und dabei den neuen Aderlass am Automobilisten als erträglich geschildert. Doch was geschieht ? Zwei Wochen später ist dem gleichen Herrn Dr. Walther — jetzt wieder kantonaler Militär- und Polizeidirektor mit all seinen Sorgen und Nöten — die « feste Ueberzeugung» von der Tragbarkeit des Benzinzolls abhanden gekommen und hat einer etwas zagen Stimmung Platz gemacht. Kaum wieder zu erkennen sind die Töne, die er jetzt anschlägt, wenn er sich zu diesem Thema äussert. Von dem Optimismus, der in der Rede Herrn Nationalrat Dr. Walthers vibriert hatte, scheint im Regierungsrat Dr. Walther herzlich wenig mehr übriggeblieben zu sein. Das Brio, womit er in Bern seine Ratskollegen traktierte, hielt nur für auffällig kurze Dauer. Lag das wohl bloss an der Atmosphäre? Hat vielleicht der Luftwechsel von Bern nach Luzern diese plötzliche Wandlung vollbracht? Oder müssen letzten Endes nicht die Gründe anderswo gesucht werden? Eben in den beiden Seelen, die Herrn Dr. Walthers Brust bevölkern? eh. Eine neue Aarebrücke in Aarau. Wie wir vernehmen, ist in Aarau das Projekt einer neuen Brücke über die Aare als Verbindung zwischen Aarau und den Gemeinden Biberstein, Kirchberg und Küttigen ins Auge gefasst worden. Seit längerer Zeit schon beklagte sich Biberstein über den schlechten Anschkiss an die Hauptstadt. Die allein bestehende Kettenbrücke in Aarau ist stark belastet und bedeutet auch eine längere Zufahrt als die nun in Aussicht genommene neuö Brücke beim Telli. Auch die Gemeinde Automobil-Revue, Bern. BERN m 27.355 70791 Zu verkaufen ALFA ROMEO 15 PS, 6/7 PL, mit Koffer u. 6fach bereift (ev. mit Brückli), rassiger Läufer. Wagen ist in revidiertem Zustande zum Preis von nur Fr. 2000.— abzugeben bei A. Honegger, Autotransporte, Wald (Zürich). t Sf PROMPTER YfcSSAND^.wi. -w- #»o Zu verkaufen mangels Arbeit ein prima LASTWAGEN Marke MARTINI Motor 6 Zylinder, 22 HP, mit Anhängevorrichtung, gcschloss. 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Die neue Brücke bei Kirchberg wird auch deshalb von Vorteil sein, weil durch deren Erstellung der sehr steile Tellirain ausgeschaltet werden kann. Die neue Zufahrt würde dem Balenenhügel entlang in einer Kurve zur Tellistrasse hinunterführen, und zwar in einem gleichmässigen Gefälle von 3,5 %, so dass die Strasse ohne Bedenken auch im Winter von allen Fahrzeugen benutzt werden kann. Die Gemeinde Küttigen wird ebenfalls durch eine verbesserte Zufahrtsstrasse an die projektierte Kirchbergbrücke angeschlossen. Auch diese Strasse wird nur ein Gefälle von ca. 3—3,5 % Steigung aufweisen. Gleichzeitig mit der Verbesserung dieser Strasse würde eine Korrektion der Strasse nach Biberstein vorgenommen. Durch die neue Brücke wird der Weg von Biberstein nach Aarau um ein Drittel verkürzt. Im Interesse der Verkehrsverbesserung und auch der dringend notwendigen Arbeitsbeschaffung ist es zu wünschen, dass die projektierte Kirchbergbrücke mit ihren Zufahrtsstrassen bald zur Ausführung kommt. Es würde damit auch für den Automobilisten eine bessere Verbindung vom südlichen Kantonsteil nach dem Fricktal geschaffen, er. Sehr vorteilhaft zu verkaufen 1 Lastwagen Arbenz 4—5 Tonnen Ladegewicht, mit gedeckter Ladebrücke und fast neuer Luftbereifung, in sehr gutem Zustande. — Anfragen erbeten unter L 6459 Y, an Publicitas, Bern. 70843 Seltene Gelegenheit! Zu verkaufen Lancia-Astura Modell 1933, 8 Zyl., 13,26 PS, 2/4 Plätze, Torpedo Roadster, sehr wenig gefahren, Zustand wie neu. Anfragen unter Chiffre 15317 an die 12348 Automobil-Revue, Bern. LASTWAGEN SAURER, 5-6 Tonnen Dreiseitenkipper, fabrikneu, wird umständehalber zu reduziertem Preise abgegeben. 12028 Anfragen unter Chiffre Z 3642 an die Automobil-Revue, Bureau Zürich. ALFA-ROMEO Zu verkaufen wunderschönes ALFA ROMEO- Sport-Cabriolet, 4-Plätzer, 9 PS, mit Kompressor, garantiert von der Alfa Romeo-Fabrik in Mailand durchrevidiert. Preis Kassa Fr. 4650.—. Offerten unter Chiffre 708271 an die " • Automobil-Revue. Bern. man gut