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E_1936_Zeitung_Nr.014

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ÄÜTQIVßJBlC-RHV'OC ITCENSTJÄJG, J0. FEBRTJXR' MSB — ff 0 14 Bilder von der Berliner Automobil-Austeilung Oben links: Vorderradabfederung beim 3,5-Liter-Hansa-Personenwagen (Doppelschwingarm, feder, Gelenke in Silentbloes). Doppelschraubea- Mitte links: Der Opel 2-LiteT-SecnezTlinder als zweisitziger Geländewagen. Unten links: Auto Union - Audi-Front, Sport-Cabriolet, Luxusausführung, 50 PS, Frontantrieb, Schwingachse vorn und hinten, Zentralkastenrahmen, Vierganggetriebe, A. U.-Bilddienst. Alle Rechte frei. Oben rechts: 50-PS-B.M.W.-Sechszylinder-Limousine Typ 326, 4—ösitzig mit 4 Türen. Unten rechts: Ansicht des neuen Meroedes-Benz-Ghaesis 170-V aus Ovalrohr. Der Querschnitt der Rohre ist deutlich zu sehen. 10-30 Schw. P. a. % Brennstoff - Ersparnis! Brennstoff-Regler System Dr.-ing. Schmid Der Regler wird an jedem Vergaser montiert: Kt. Aargau und Solothurn: Th. Vogelsanger, Beggingen, Telephon 79.08 Kt. Baselstadt und -land: R. Moeschlln, Niederschönthal, Tel. Liestal 72.278 Kt. Bern: L. Bernoulli, Bern, Alleeweg 11, Telephon 35.912 Kt. Zürich: J. Wanner, Zürich 11, Riedgrabenweg 18, Telephon 68.798 Ostschweiz und Graubünden: E. Burger, Postfach 19, Winterthur Zentralschweiz: Hugo Weber, Zürich 11, Huogstrasse 8, Telephon 66.025 Welsehe Schweiz: F. Wenger, Biel, Mauerweg 10, Telephon 59.15 100°/ 0 Schweizer Fabrikat. Alleinig. Fabrlkatlonsreoht: STAHLWARENFABRIK SCHLEITHEIM Aktiengesellschaft Lastwagen 3 Tonnen, m. Kabine, auf Superkomfortpneus, in tadellos. Zustand, Fr. 1500. Garage < Economique », 14, rue du Village-Suisse, Genf. 11309 Erskine schöne Limousine, " 4/5- plätzig, in sehr gutem Zustande fahr- und ktmtrollbereit, bilüf 12373 zu verkaufen Krähenbühl & Co., Basel, Hardstr. 21. Tel. 24.664. Druck, ClichiSa und Verlas: HALLWAG A.-G., Hallersche Buchdruckerei und WngMwche Verlagsanstalt, Bern. RATHS- ANHAN6ER sind leicht, solid und sehr preiswürdig J. C. Raihs, WinteMhur Telephon 28.803 - Konstruktionswerkstätte - Neustadt 10 und 12

N°ö No 14 II. Blatt BERN, 18. Febr. 1936 Der moderne Wagen und sein M geführt werden kann. Das Gasgeben besorgt der Fuss. Ein Zündverstellhebel ist schon gar nicht mehr nötig, weil die Zündverstellung automatisch funktioniert. Einzig das Schalte'n wurde ein wenig komplizierter durch die Einführung von Zahnradgetrieben an Stelle von Riemenantrieben. Aber heute ink« De Dion Bouton-Wagen 1901. 1) Rückwärtsgang. 2) Andrehkurbel. 3) Zündverstellung. 4) Kupplung, Getriebeschaltung und Bremse in einem. 5) Fussbremse. 6) Lenkhebel. 7) Gashebel. Bild rechts: Ein modernes Gegenstack dazu. Es ist eigentlich unglaublich, wie rasch «ich das Automobil aus einem höchst primitiven Fahrzeug zum modernen Wagen entwickelt hat, mit seinem lautlosen, nur noch flüsternden Motor, seiner weichen Federung, die ihn auch auf schlechten Strassen ruhig wie ein Boot dahingleiten lässt, und seinem bescheidenen Preise, womit er sich in weitesten Kreisen als unentbehrliches Hilfsmittel Eingang verschaffte. Aas einer für Schönwetterbetrieb geeigneten Pferdekutsche, worin eine Antriebsanlage und eine Lenkvorrichtung eingebaut wurden, hat es sich im Lauf eines halben Jahrhunderts zum Allwetterfahrzeug modernster Konstruktion durchgemausert, das mitunter seine Garage unter Gottes freiem Himmel findet. Es ist der Strömung des Fahrwindes nachgebildet, der es weich umfliesst, sich nirgends festhaken kann, so dass er ohne starke Wirbel wieder abfliesst. Wie anders war da sein hochbeiniger Ahne beschaffen ! Mittels zweier Stufen erklomm man seine Plattform, aus der eine kräftige Ahne Steuersäule herausragte. Sämtliche Fahrgäste setzten sich zu gemütlicher Konversation vis-ä-vis, denn bei den geringen Geschwindigkeiten kam es nicht so stark darauf an, ob man vorwärts oder rückwärts fuhr. Eine Stromlinienkarosserie war erst recht unnötig. Obendrein brauchte man nicht zu befürchten, dass einem bei einer Fahrt im Wonnemonat ein Maikäfer mit der Wucht eines Projektils in die Augen sause. Eine Windschutzscheibe mit ihren Hilfseinrichtungen wie Scheibenwischer und Scheibenwärmer war also vollkommen überflüssig. Eingepackt in dicke Mäntel und Decken hockte man auf einem Bock und dankte bei grosser Kälte dem Herrgott, wenn die Fahrt nicht allzu lange dauerte. Der Lenkgriff auf der Steuersäule befand sich in einer Distanz vom Körper des Fahrers, die nicht gestattet hätte, beide Arme zum Lenken zu brauchen. Die zweite Hand blieb frei für die Bedienung der verschiedenen Hebel am Lenkstock. Einzig die Bremsen wurden thit dem Fusse bedient Zum Einschalten des Rückwärtsganges diente eine Drehkurbel unten am Führersitz. Der Wagen von heute macht's dem Fahrer allerhand leichter. In bequemer Stellung liegen die Arme dem Körper an. Beide Hände halten das Lenkrad, da ein grosser Teil der Bedienungsbewegungen mit den Füssen ausist man auf dem besten Weg, den Schaltvorgang durch automatische Kupplungen, Vorwählgetriebe, synchronisierte oder ganz automatische Getriebe so zu vereinfachen, dass sich das Fahren bald zum Kinderspiel gestaltet. Ketten- oder sogar Riemenübertragungen gehören im Autobau schon bald den tempi passati an. Beglückten früher häufige Kettenbrüche den kühnen Lenker, so gehören heute Zahnradbrüche zu den Seltenheiten. Und sie sind lediglich die Folge mangelhafter Bedienung des Schalthebels und der Motor-Getriebe-Block von anno dazumal mit Einzylindermotor und Riemenantrieb. II. Blatt BERN, 18. Febr. 1936 Kupplung. Besonders stolz waren viele Autler nach der Einführung von Wagen mit vorn liegenden Motoren, die in ihrem Aeussern mehr unsern neuzeitlichen Fahrzeugen ähnelten, auf ihre Schaltbretter mit den vielen Schmierölleitungen, die durch Tropföler oder Handpumpe gespeist wurden. Ihre blitzblank polierten Messingdeckel legten Zeugnis von der guten Pflege des Wagen$ ab. Heute lächelt man über solche Scherze. Man will möglichst wenig mit Putzen, Schmieren und Polieren zu tun haben. Auf dem Armaturenbrett glänzt der Tropföler durch vollständige Abwesenheit. An seijie Stelle ist lediglich ein Manometer getreten, das den Druck im Schmiersystem anzeigt. Eine vom Motor angetriebene Zahnradpumpe erzeugt an Stelle der früheren Handpumpe den nötigen Oeldruck in den Schmäerleitungen. Ueberhaupt sucht man dem Armaturenbrett möglichst einfache Linien zu geben. Es soll nicht mehr maschinenmässig aussehen,, denn man befindet sich ja nicht, auf einer Lokomotive oder in einer Kraftzentrale, sondern im behaglichen, fahrenden Heim. Neben dem Oeldruckmesser besitz-t das Instrumentenbrett gewöhnlich noch ein Amperemeter, ein Benzinstandanzeiger, einen Geschwindigkeits- und Fahrstreckenanzeiger, eine Uhr und vielfach schon ein Fernthermometer. Meist werden zwei oder drei dieser Geräte miteinander kombiniert, um die betonte Einfachheit des Armaturenbrettes nicht zu durchbrechen. in Synchronisierte und geräuschlose Zahnräder.