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E_1936_Zeitung_Nr.018

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12 AUTOMOBIL-KHVUE

12 AUTOMOBIL-KHVUE DIENSTAG, 3. MÄRZ 1936 NM8 Oben : Die Kisten mit Autoin der teilen Stapelhalte. Links: Der Wagen in der Kranhalle. Teile werden ausgeladen und gewogen. Die jüngste Schweizerindustrie schafft Arbeit; Mit der Kontingentierung der Automobileinfuhr im Herbst 1933 verfolgte die Schweizer Regierung ihr Ziel der Arbeitsbeschaffung. Wenn auch nicht zu erwarten war, dass sich für den beschränkten Schweizer Markt eine eigene Automobilfabrikation lohnen würde, tfjso konnten jedenfalls ausländische Automobilwerke dazu veranlasst werden, wie in vielen andern Ländern, auch in der Schweiz ihre Produkte zu montieren. Nachdem Automobilteile, die zur Montage bestimmt sind, zu einem besonderen Zollsatz eingeführt werden können, war damit die "Voraussetzung zur Gründung einer lebensfähigen Industrie gegeben. Denn sicherlich ist es — statt unproduktive Erwerbslosenunterstützung zu zahlen — volkswirtschaftlich gesünder, einen Teil des Oben: Stahlblechteile werden in heisser kaustischer Soda ge-Zolles in Arbeit umzuwandeln. waschen. Die Dämpfe werden durch Ventilatoren abgesaugt.,^ ^ ^ ^ ^ Liefemnten erha|fen ^ ^ die Steuern fliessen reicher, der Arbeiter kauft mehr, die Unterstützung hört auf. Ein Rad treibt das andere. Ein Teil der ins Ausland gehenden Beträge konnte zur Schaffung einer neuen Industrie im Lande behalten werden. Welche Bedeutung dem Entschluss der General Motors zukam, ihre gängigen Personenwagen-Modelle in der Schweiz zu montieren, geht schon aus ihrer seit Jahren weitaus führenden Schweizer Verkaufsposition hervor. Wurden schon während 8 Monaten durch den Fabrikbau in Biel einige hundert Leute beschäftigt, so finden seit Anfang Februar dieses Jahres über 200 Arbeiter und etwa 60 Beamte neuen Erwerb,)* Die General Motors Verkaufsorganisation umfasst in der Schweiz etwa 80 Haupthändler und etwa doppelt so viel Unterhändler. £*~? | Reihe dieser Firmen beschäftigen je 20, 30 und mehr leute, »o Oben: Am Ganzstahl-Karosserieboden werden Supporte an- dass '" Verbindung mit General Motors Suisse mehr als 1500 Pergeschweisst. sonen tätig sind. Dazu kommen noch die für General Motors Suisse anteilmässig beschäftigten Arbeiter der heute schon mehr Links: Kotflügel werden geschliffen und mit Rotationsscheibe als *° l' efer anten. poliert.. Schlussendlich ist das Ergebnis für das Problem der Arbeitsbeschaffung: Allein die in Biel für einen Wagen geleistete Montagearbeit gibt einer. Schweizer-.Arbeiterfamilie ,über,einen.Monat.Erwerb und Lebensunterhalt, wobei unsere Angestellten und die für unsere Bezüge anteilmässig beschäftigten Schweizer Lieferfirmen noch nicht berücksichtigt sind. Diese Tatsache schon dürfte dem kaufenden Publikum eine Empfehlung sein, besonders unsere in Biel montierten Modelle zur Konkurrenz mit anderen Wagen heranzuziehen. Oben links: ...das Panzerdach aus einem Stück und andere Stahlblechteile werden im gleichen Vorgang bearbeitet. Oben: Die mit 60 Kilowatt arbeitende elektrische Punktschweissmaschine bearbeitet hier eine Kühlerverschalung. Links: Unregelmäßigkeiten der Schweissnähte werden mit und geschliffen und poliert. Bleilot vergossen Rechts: Kotflügel und Benzintanks vor der Malerei. i J hiliilllimil»>ff^i ^m. Links: Im Baurahmen werden die einzelnen Stahlblechteile auf genaueste Passung verspannt und zusammengeschweisst. Unten: Das Karosserief liessband. -is.-».-3»ä„t,--

N° 18 - btENSTAO, ». MÄflZ 1936 AUtÜMöBlL-REVUE Oben links: Die Karosserie in der Duco-Spritz-Boxe. Obwohl die giftigen Gase abgesaugt werden, trägt der Maler eine Gasmaske, um jede Schädigung auszuschliessen. Links: Die Säge mit schmalem Band erlaubt komplizierte Formen aus Karton oder Holz für die Innendekoration der Karosserie zu schneiden. Oben Mitte: Fertig gespritzte Karosserien werden geschliffen... Mitte: Die Polsterwerkstatt verrät die «Eingeweide» der Sitzkissen. Obere*Ecke rechts: Räder aus dem Farb-Tauchbad gelangen am laufenden Band durch den Trockenofen. Oben: Eine Serie fertiger Polster. Unten: Auf dem Moforenfliessband wird die Montagearbeit von Spezialisten geprüft. Oben: DerKurbelrn¥AänfsmuV-aerFrih v ey i -Vehfflätidrf\vlrävon1('ühdiger Hand eingepasst. Oben Mitte: Der Innendekorateur mit magnetischem Hammer spannt und befestigt Stoffe und Zierleisten. Unten: In der Chassis-Montage. Supporte werden an träger geschweisst. noch unverbundene Langs- Oben Mitte: Die vollständig geräuschlose Nietmaschine vernietet auf kaltem Wege. 2 Sekunden pro NieteI Oben rechts: Der fertige Motor wird ins Chassis eingelassen und eingepasst. '" ' • , ' .'S V j Unten Mitte: Das laufende Band übernimmt den Transport von einer Arbeitsstelle zur anderen. Unten links: Die Karosserie wird aufs Chassis gesenkt. Unten rechts: Kurz vor dem Ende des Hauptfiiessbandes passieren die Wagen nochmals eine prüfende Reihe mächtiger Scheinwerfer.