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E_1936_Zeitung_Nr.018

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AUTOMOBIL-REVUE

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— DIENSTAG, 3. MÄRZ 1936 AUTOMOBIL-REVUE 5 Tethn. Rundsd» £aus(ü&enstoeUfte am Auto Es ist noch nicht lange her, dass es die Lausbuben vorzugsweise auf die Pneus abgesehen hatten, und dass es ihnen grossen Spass machte, sich an einen in verträumter Einsamkeit schlummernden Wagen heranzupirschen und die Reifen vermöge einer langen Nadel dazu zu bringen, ihr Leben sanft auszuhauchen. Zum Glück sind die Zeiten dieser zarten Pneudecken und der dito schlechten Witze mit dem Durchstechen vorbei, so dass schon Vandalismus mit dem Lausbubeninstinkt gepaart sein müsste, um auch heute noch solch finstere Pläne zu schmieden. So leicht nämlich lässt sich ein moderner 4-Ply- oder 6-Ply-Pneu, womöglich noch mit Nagelschutzeinlagen, nicht umbringen. Aber der Wagen besitzt noch andere verwundbare Stellen, die unserer technisch orientierten Jüngern und altern Jugend manchmal noch besser bekannt sind als dem Wagenbesitzer selbst. Lassen wir in diesem Zusammenhang die Sabotageakten mehr krimineller Natur auf der Seite und untersuchen wir lediglich die Ursachen einiger harmloser Streiche, die etwa unter dem Motto zusammengefasst werden können: Kleine Ursachen, grosse Wirkungen. Und vergessen wir dabei nicht: Savoir c'est prevoir. Eine ganz eigenartige Krankheit des Wagens, vergleichbar ungefähr mit dem Asthma wohlbeleibter Leute, geht auf eine höchst einfache Ursache zurück. Sie kennen doch diese Symptome : der Motor springt zwar flott an, ja es glückt mitunter sogar noch, ein paar Meter weit zu fahren, aber, dann « stirbt» er auf ganz unerklärliche Art Abbremsen und erfolgloses Nachsehen sind natürlich eins. Man versuchts noch einmal, drückt auf den Anlasser — und siehe, der Motor springt munter an, worauf sich das neckische Spiel (siehe oben!) wiederholt. Des Uebels Wurzel liegt entweder in einer 1 Verrussung des Auspuffes oder — in dessen gänzlicher oder teilweisen Verstopfung. Es kostet nämlich durchaus keine grosse Anstrengung, die Auspuffmündung mit einem kräftigen Pfropfen zu garnieren! Da die Lausbuben gewöhnlich in Rudeln auftreten und arbeiten, fällt es ihnen leicht, sich bei ihren Vorhaben nach allen Himmelsrichtungen hin zu sichern. Wohl mancher erfahrene Automobilist steht bei dieser < Krankheit» vor einem Rätsel, es sei denn, der Zufall komme ihm zu Hilfe, wie jenem Engländer, der nach langen, erfolglosen Startversuchen schliesslich sein vierjähriges Töchterchen hinter dem Wagen eifrig damit beschäftigt fand, einen Besenstil möglichst tief in die Auspuffleitung zu stecken. An einem andern Gebrechen litt jener Wagen, der jeden Dienstagabend vor der Tanzschule Rumba stand und von dem das Gerücht ging, er habe entschieden sex-appeal. So von 10 Uhr abends an versteifte sich der Anlasser auf andauerndes Summen, ohne dass indessen der Motor auch nur zu einem Sterbenswörtchen zu bewegen gewesen wäre. Schliesslich vertauschte der Besitzer den Führersitz mit der nächsten Telephonkabine, um eine Garage anzurufen, wofauf das erfahrene Auge des Automechanikers binnen weniger Sekunden des Uebels Wurzel aufspürte. Benzin war vorhanden, aber die Zündung funktionierte nicht, weil der «Attentäter» die Verteilerkohle freundücherund 'zuvorkommenderweise auf den Rand zwischen Lichtmaschine und Motor gelegt hatte. Einsetzen. Anlassen, Anspringen und — ein schönes Trinkgeld dazu waren eins. Den schlechten, ganz schlechten Witzen, die in der guten alten Zeit besonders Rennfahrern schlaflose Nächte verursachten, war das Einstreuen von Zucker ins Benzin zuzuzählen. Dadurch bildet sich nämlich im Benzintank eine klebrige Masse, die auch in die Benzinzuleitung eindringt und dort wie in der Düse verstopfende Wirkungen ausübt. Besonders symoathisch berührt es. dass die Störung mit Hartnäckigkeit immer wieder von neuem auftritt, bis sich schliesslich eine Generalreinigung als unumgängliche Notwendigkeit erweist. Benzintank und Zuleitung müssen mit Wasser und hierauf mit hochprozentigem Alkohol ausgespült werden, um Zucker und Wasser zu entfernen. Ein Streich von der ganz üblen, perfiden Sorte, dessen Urheber eine gesalzene Strafe verdient... so man ihn hat. Calcium-Karbid an Stelle von Benzin. Wir haben schon erwähnt, dass in Italien Versuche mit Acetylen als Ersatzbrennstoff gemacht werden. Es wird uns nun weiter gemeldet, dass die Probefahrten sehr erfolgreich verlaufen sind und den damit beschäftigten Erfindern eine stattliche Aufmunterungsprämie nebst einem Fiat-Versuchswagen eingetragen haben. Es wurden schon wiederholt längere- Fahrten im Beisein von offiziellen Persönlichkeiten durchgeführt, die bisher immer befriedigend verliefen. Neue Zündkerzen mit Platin-Elektroden. Eine radikale Neuerung auf dem Gebiet der Zündkerzenkonstruktion wird gegenwärtig in England erprobt. An Stelle der normalen Elektroden wurde die Mittelelektrode der neuen Kerzen aus dünnem Platindraht mit einem Durchmesser von nur einem Bruchteil eines Millimeters angefertigt. Durch die zweite Elektrode ist die feine Spitze gegen Verletzungen geschützt. Nach englischen Mitteilungen lassen sich damit eine ganze Reihe wesentlicher Vorteile erzielen. Vor allen Dingen ist der Abbrand der Platinelektrode äusserst gering. Nach einer Probefahrt von 32,000 km betrug die Vergrösserung des Elektrodenabstandes nur 2/1000 mm. Diese Messung wurde auf mikroskopischem Wege vorgenommen. Auf Grund dieser Tatsache rechnet man mit einer sehr langen Lebensdauer dieser neuen Zündkerze. Nach eingehenden Experimenten kann geschlossen werden, dass die dünne Platinspitze 250—300 Grad C. heisser sein darf als eine gewöhnliche Elektrode, ohne dass Glühzündungen zu befürchten sind. Da unter diesen Umständen die benötigte Zündspannung geringer ist als üblich, ist ihre Isolation weniger starken Beanspruchungen ausgesetzt. Ebenso wäre bei gleicher Spannung ein grösserer Elektrodenabstand zulässig. Neben einer normalen Kerze für Tourenwagen, die schon auf dem Markt erschienen ist, werden gegenwärtig noch weitere Spezialtypen für Kompressor- und Rennmotoren, sowie ein Spezialmodell für Motoren, die zur Verölung neigen, erprobt. Der Reservepneu am Volkswagen der S.J.A. Im Laufe des Studiums am neuen Volkswagen wurde von gewissen französischen Konstrukteuren auch die Frage aufgeworfen, ob nicht der Reservepneu zur Verbilligung der Kleinstwagen wegfallen dürfte. Damit trotz Schädigung eines Pneus eine Weiterfahrt nicht unmöglich ist, wurde für das gezeigte Chassis eine sehr originelle Lösung vorgeschlagen. Der defekte Reifen würde danach auf der einen Seite der Hinterachse angebracht (falls er nicht schon dort ist) und die betreffende Seite vom Boden abgehoben, so dass nur noch ein Hinterrad trägt. Da das Differential bei einer solch geringen Hinterradspur ohnehin wegfällt und auch die Verwindungen gering sind, darf eine solche Lösung nicht ohne weiteres von der Hand gewiesen werden. Für grosse Wagen kommt sie allerdings nicht an Frage. Die Vorteile dieser Idee sind offensichtlich. Auf alle Fälle ergibt sich eine gewisse Gewichts- und Preisersparnis. Daneben wird auch der Gesamtaufbau des Wagens bedeutend vereinfacht, da das schwierige Problem der Unterbringug des Reservepneus an sol- Sie brauchen jetzt 7936 isf ein ausgesprochenes Sparjahr. Sparen! heisst es auch für den Automobilisten: Preis, Steuern und Unterhalt müssen den jetzigen Verhältnissen angepasst werden. 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