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E_1936_Zeitung_Nr.016

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 25. FEBRUAR 1Ö36 — N° 16 Unser HIoloriahrzeng-Anssenbaudel vergleiche zwischen dem IV. Quartal 1935 und 1934. Fühlbarer Rückgang der Einfuhr, schwache Zunahme der Ausfuhr. Die offizielle Aussenhandelsstatistik unterscheidet, soweit das Automobil in Frage steht, folgende 11 Kategorien : a) Motor-Zwei- und Dreiräder, ohne Lederüberzug (Position 913 a); b) Motor-Zwei- und Dreiräder, mit Lederüberzug (Pos. 913 b); c) Automobile und Chassis im Stückgewicht unter 8OOkg (Pos. 914 a); d) Automobile und Chassis im Stückgewicht «wischen 800 und 1200 kg (Pos. 914 b); e) Automobile und Chassis im Stückgewicht zwischen 1200 und 1600 kg (Pos. 914); f) Automobile und Chassis im Stückgewicht über 1600 kg (Pos. 914 d); g) Karosserien aller Art für Automobile (Position 914 e); h)-Elektrokarren (Poe. 914 f); i) Traktoren ohne Karosserie (Pos. 914 r); k) Elektrische Apparate zum Anlassen, zur Zündung, zur Beleuchtung und Fahrsicherung für Motorfahrzeuge und Fahrräder; Scheibenwischer und andere Apparate, sowie Teile von solchen (Pos. 924 c); I) Kilometerzähler für Motorfahrzeugs (Position 924 d); (Zubehörteile der einzelnen Kategorien inbegriffen.) Rein wertmässig betrachtet, steht die Einfuhr im IV. Quartal 1935 mit den niedrigsten Zahlen für das ganze Jahr zu Buch, wie übrigens auch im Jahre 1934, währenddem es in den Belangen der Ausfuhr seine drei Vorgänger bei weitem übertrifft. Der mittlere Wert pro km ist im IV. Quartal 1934 sowohl bei der Einfuhr (von Fr. 2.85 auf Fr. 2.71) als auch bei der Ausfuhr (von Fr. 3.96 auf Fr. 3.80) gesunken. An unserm Automobil-Aussenhandel sind die verschiedenen Kategorien im nachfolgenden Masse beteiligt (ausgedrückt in Prozenten) : Einfuhr Ausfuhr 1935 1934 1935 1934 a 3.73 3.11 0.83 2.26 b 0.08 0.04 0.04 0.06 c 12.98 12.11 0.04 0.08 d 32.29 29.58 0.20 1.67 e 24.32 27.76 0.63 1.04 f 21.61 22.92 70.50 60.31 g 0.28 0.37 0.01 0.005 h 0.02 0.002 — — i 0.33 0.16 0.001 0.01 k 4.26 3.67 26.89 31.67 1 0.10 0.27 0.85 1.90 Fasst man die Einfuhr für sich allein ins' Auge, dann offenbart sich, dass der Anteil der Motorräder, der Automobile und Chassis von weniger als 800 kg, sowie derjenigen von 800—1200 kg, der Elektreokarren, der unkarossierten Traktoren und der elektrischen Apparate eine Zunahme verzeichnet Dagegen Iässt sich bei der Ausfuhr einzig in der Kategorie Automobile und Chassis von über 1600 kg und bei den Karosserien aller Arten eine stärkere Beteiligung feststellen. Die Herkunft der 1830 importierten Automobile und Chassis (im IV. Quartal 1934 waren es 2043) verteilt sich auf folgende Länder : 487 (733) stammen aus den Vereinigten Staaten, 480 (453) aus Deutschland, 306 (239) aus Italien, 281 (333) aus Frankreich, 240 (267) aus England, 26 (2) aus der Tschechoslowakei, 10 (2) aus Oesterreich, und 0 (1) aus Japan. Indessen drängt sich in diesem Zusammenhang die Bemerkung auf, dass 14 Automobile, welche in der Aussenhandelsstatistik des IV. Quartals 1935 figurieren, wieder in die Schweiz eingeführt worden sind, nachdem sie zu Reparaturzwecken den Weg in ihr Ursprungsland angetreten hatten. Unter die 19 Länder aufgeteilt, welche während des IV. Quartals 1935 an unserer Einfuhr partizipieren, bieten die 11 Kategorien der offiziellen Statistik folgendes Bild : Deutschland Oesterreich Frankreich Stück q kr Wert In Fr. TVt* 170.56 1.87 1349.99 2046.61 723.26 842.54 4.63 3.42 73 194.81 1.41 58 81.18 13.06 46.66 1.24 28 6.09 a 75 b c 200 d 203 e 55 f 22 i k 1 s d e t a 5 b 1 c 3 d 247 e 30 f 1 1_ 2.08 23.90 2549.38 434.44 152.09 1.75 8 3.24 80.297 672 329.177 537.458 169.078 576.500 1.512 1.390 245 188.364 3.446 1.888.139 603 28.500 4.715 25.128 582 396 69.934 5.977 1.400 4.600 521.912 110.673 106.753 773 30 1.804 14.568 935 769.435 Italien fi" c d Stack 106 179 20 1 q ke 26 772.87 1799.91 293.00 123.15 2.49 10.00 Wert in Fr. 350 189.932 382.450 109.283 68.793 1.253 10.022 Total Spanien Portugal Dänemark Norwegen Schweden Finnland a f k afkfkfkf k fkkakafkf g ik1fkafk Stick q kt Wert In Fr. 14 8 549.10 89.05 10 1.29 42 7.72 1 8.05 2.09 37.74 22.05 3.54 80 13 6 6 1 272 290.556 49.491 97 3.184 1.014 7.692 41 6.913 2.061 30.708 20.990 3.357 1.084 330 84 156 57 282.24 333.121 65.10 90.894 21.65 18.711 1.05 600 26 80 125.11 21 4 4.40 6 2.07 15 2.64 83 36 7 131.442 576 78 5.861 38 2.009 354 3.210 854 680 46 39 1.060 3.06 17.768 8.09 19.081 77 1.592 12 530 40 488 741 60 51 32 820 762.903 Lettland Belgien a 1 3.40 2.673 Litauen f 81.93 18.848 Estland g 8 48 Polen i 8 15 k 2.57 2.185 23.769 429.072 Niederlande f Tsehechoslowak. stellten Geländewagen handelt es sich um Allrad- 3.49 4.260 k antrieb. Es werden also die Hinterräder ebenso 9 115 4.375 Grossbritannien a 110 angetrieben wie die Vorderräder. Dadurch verbes- 196.44 125.260 b 6.76 sert sich die Möglichkeit, grosse Bodenunebenhei- 2.495 c 109 ten zu überwinden, ganz wesentlich. Von besonde- 800.05 217.861 151.409 d 92 rer Bedeutung ist der Allradantrieb dann, wenn 934.15 228.860 Ungarn ein längeres Fahrgestell Verwendung findet, bei e 37 604.09 127.150 5.939 dem zwischen der Vorder- und der Hinterachie f 2 86.32 48.196 Jugoslawien noch Stützräder vorhanden sind, die bei grossen g 1.28 548 2.401 Bodenbuckeln zum Aufliegen kommen. i 2 28.96 10.112 Selbstsperrende Differentiale. Eine selbstverständliche Voraussetzung für den Geländewagen k 5.90 6.898 Griechenland f 1 28 328 767.708 k 4.064 Spanien f 13 100 stellt natürlich die Verwendung von Sperrdifferentialen dar. Früher verwendete man gewöhnliche 1 726 100 Bulgarien f Dänemark f 2 25 k 2 30 Ausgleichsgetriebe, bei welchen durch einen eigenen Hebel vom Fahrer aus eine Sperre eingeschal- 55 Rumänien f Schweden f 4 35 k 18.328 k 4 52 87 tet werden konnte. Heute stehen sogenannte selbstsperrende Ausgleichsgetriebe im Gebrauch; sie er- Bussland/Dkrain k 19.081 Estland k 3 78 78 380 möglichen den Ausgleich beim Kurvenfahren sowie zwischen der Vorder- und der Hinterachse. Polen f 50 380 Aegypten k 1.604 Tchechoslowakei o 25 179.65 40.440 Tunis, Libyen k 43 530 Der Weg der Kraftübertragung. Beim Allradantriebswagen liegt am Motor zuerst die Kupplung, d 1 12.81 4.200 Marokko f 1.66 1.906 f 81 dann das Hauptgetriebe. Daran schliesst sich meist k 6.53 3.753 50.299 k 62 1.269 noch ein Gruppengetriebe zum Umschalten zwischen Bulgarien k 1 11 11 Südafrik. Union akfkffkf 1 Strassen- und Geländefahrt, wodurch man in Verbindung mit dem Vierganggetriebe acht oder zwölf Str. Settlements k 7 105 105 111 15 4 Japan k 1 15 4.896 Westafrika 900 Gänge insgesamt erhält. Hinter dem Gruppengetriebe ist das Ausgleichsgetriebe angebracht. Kanada f 5.31 4.896 1.11 41 755 1.655 Ver. Staaten a 6 14.96 9.525 Syrien, Libanon 197 197 Vorderradantrieb abschaltbar. Bei den meisten d 104 1230.09 241.012 Palästina 12 567 Wagen mit Allradantrieb kann der Vorderradantrieb abgeschaltet werden, wozu im ersten Aus- e 354 4946.65 944.000 3 54 621 f 29 1299.02 445.559 Brit. Vord.-Ind. 15 250 gleichsgetriebe eine eigene Vorrichtung vorhanden g 34.45 12.236 k 1.07 1.823 2.073 ist, die es ermöglicht, nur die Hinterräder anzutreiben, so dass die Vorderräder und der Antriebs- i 1 32.35 7.406 Straits Settlem. k 26 494 494 k 40.58 29.522 Siam k 3 50 50 mechanismus leer mitlaufen. Dadurch werden die 1 17 543 1.689.803 NiederL Indien a 7 129 Gelenke geschont und zudem die Steuerung des Columbien k 20 370 370 f 46 414 Wagens etwas erleichtert. Von dieser Einrichtung IV. Quart. 1935 a 197 391T29 224.685 k 2.36 2.046 2.589 macht man bei Fahrt auf Strassen Gebrauch. b 1 10.71 4.667 China kafk 2 108 108 Einzelradfederung. Gerade auch bei den schweren Geländefahrzeugen hat sich die Einzelradfede- c 443 3126.46 782.010 Japan 4 49 d 834 8654.13 1.944.392 42.43 42.884 rung ganz allgemein durchgesetzt. In den meisten e 497 7014.50 1.464.899 1.88 3.404 46.337 Fällen wird Parallelführung der Vorder- wie der f 56 2642.86 1.301.379 Kanada 2.70 2.641 2.641 Hinterräder durch gleichartige Querhebelführungen g 45.92 16.952 k Ver. Staaten 1 20 verwendet. Der Radantrieb eTfolgt hiebei durch h 3.50 1.420 fk1f 53.784 Hinterräder durch gleichartige Querhebelführungen i 3 65.36 19.582 29.60 120 Doppelgelenkwellen. k 272.52 256.484 3 53.924 148.115 Schraubenfedern. An Geländewagen werden —i 1 2.71 6.072 6.022.442 Mexico i& 417.56 5.85 6.650 154.765 was besondere Beachtung verdient — nun vorzugsweise Schraubenfedern verwendet, was natürlich 2031 22230.96 Jamaica, Antillen 18 363 363 nur dort möglich ist, wo die, eigentliche Radfüh- IV. Quart. 1934 a 187 346.99 231.123 bedef 8.23 3.292 (Kolumbien rung ganz durch Hebelpaare erfolgt. Während man 66.39 39.952 408 2815.93 901.398 f den Blattfedern auch eine Führungsarbeit auflasten kann, ist dies bei den allseits nachgebenden 8 220 40.172 867 9103.35 2.201.026 kkfkfkfk1 Guyana 56 666 666 634 9095.80 2.065.711 Brasilien Schraubenfedern natürlich ganz ausgeschlossen. 8.74 3.870 134 4246.04 1.705.316 4 62 3.932 Ein Vierachser. Auf dem Stand von Mercedes- 1 56.70 27.629 Argentinien 13.30 8.981 Benz sieht man ein Ungetüm mit zwei Vorder- und 212 51 2.399 11.380 zwei Hinterachsen. Der Wagen hat also acht einzelne Räder, die alle einzeln angetrieben und ein- 2 36.64 11.897 20.53 8.154 277.79 273.009 Peru 27 600 zeln geführt sind. Der Antrieb erfolgt genau in 13.22 19.757 7.440.370 1 532 9.186 der schon geschilderten Weise, jedoch mit dem Unterschied, dass neben dem Hauptdifferential noch 2233 9.520 26001.57 Bolivien f 29.78 9.520 Abnahme «er 1.680 vier weitere zwischen den einzelnen Halbwellen Austrat. Bund k 92 1.680 Einfuhr 202 3770.61 1.417.928 vorhanden sind. Neu-Seeland und übrige Inseln Selbstverständlich müssen auch die vier Räder Einmal mehr sind die Vereinigten Staaten aus ihrer Stellung als Hauptlieferanten IV. Quartal 1935 a 16 46.73 33.431 lenkt werden. Hiefür ist ein entsprechendes Ge- Stillen Ozean k der beiden knapp hintereinander liegenden zwei 31 31 Vorderachsen gemeinsam von einem Steuerrad ge- verdrängt worden. Unsere grössten Bezüge während des IV. Quartals 1935 stamm- c 6 35.68 1.758 kann man fast alle Geländeschwierigkeiten bezwin- b 1 3.80 1.630 stänge vorhanden. Mit einem solchen Fahrzeug ten nämlich aus Deutschland, das für 31,35 % d 10 104.14 8.040 gen. Die Leistungsfähigkeit eines Vierachsers mit e 11 158.22 25.400 acht einzelnen angetriebenen Rädern steht einem unseres Bedarfes (gegen 25,14 % im IV. Semester 1934) aufkam, währenddem die auf g 1.05 600 Strassen rasch und einwandfrei befahren werden f 41 9203.00 2.829.223 Raupenwagen kaum nach, während natürlich auch die Vereinigten Staaten entfallende Quote i 26 80 können. von 35,47 % auf 28,05 % gesunken ist Es k1 998.09 1.079.030 Der Dieselmotor im Vordergrund. Der Dieselmotor beherrscht an der diesjährigen Ausstellung 17.72 34.153 4.013.345 folgen der Reihe nach: Frankreich mit fast allein das Feld. Vielleicht ist dies darauf zurückzuführen, dass es nunmehr gelungen ist. in 12,77 (12,23) %, England mit 12,74 (12,21) % 85 10568.69 und Italien mit 12,66 (13,37) %. Diese fünf IV. Quartal 1934 a 5 93.27 69.427 grösseren Mengen auch einheimische Dieselöle herzustellen, so u. a. auch Gasöl und Schieferöle. Da- bcdefg 2.37 2.012 Länder allein haben unsere Nachfrage zu 3 18.10 2.550 durch hat der Dieselwagen erhöhte Bedeutung erlangt Das Arbeitsprinzip der verwendeten Diesel- 97,57 (98,42) % gedeckt. 19 197.68 51.525 18 247.22 31.950 motoren ist nicht einheitlich. Man findet ebenso Unsere Ausfuhr während des IV. Quartals 8 6260.36 1.885.297 1.00 Zweitakter wie Viertakter. Auch die Einspritzsysteme, mit oder ohne Vorkammer, sind verschie- 180 1935 91 462 den. verteilt sich auf 49 Länder, und zwar in folgendem Umfang: 34.26 58.374 3.075.951 erfreut sich nach wie vor besonderer Beliebtheit, k 902.02 974.174 1 Schlepper und Sattelschlepper. Der Schlepper Stück q ke Wert In Fr. Total 53 7757.19 weil er erlaubt, gleichzeitig mit mehreren Anhängewagen zu arbeiten, von denen der eine auf- oder Deutschland a 5 11.98 11.625 Zunahme der b 4 10 abgeladen wird, während sich der andere im Fährbetrieb befindet. Deswegen findet man auch Schlep- Ausluhr 38 2812.50 937.394 e 3.24 972 e 3 52.50 20.000 per der verschiedensten Grossen und Stärken. Hingegen tritt die Bedeutung des genannten Sattel- f 8 7096.59 1.407.256 Erscheint Deutschland einerseits als unser k 68.35 49.347 Hauptlieferant, dessen Einfuhr ein Total von schleppers gegenüber dem Vorjahr mehr in den 1af 3.01 7.916 1.497.026 Hintergrund. 6 281 1,888,139 Fr. erreicht, so muss es anderseits Oerterreieh Die Stromlinie. Bei den Karosserien für Omnibusse tritt eine neue Formgebung in den Vorder- 22.75 31.702 auch als unser beste Kunde angesprochen k 26.99 23.483 werden, hat es uns doch für insgesamt grund. Von einer eigentlichen Stromlinie, wie man 1abed 7 241 55.707 1,497,026 Fr. Ware abgenommen, was in relativen Zahlen ausgedrückt 79,28 % des Genienführungen fehlen. Wohl aber geht man immer sie im Vorjahr bei einigen Sonderfahrzeugen sah, Frankreich 1 15.60 10.529 kann man nicht mehr sprechen. Extravagante Li- 16 2.48 1.000 32.44 786 samtbetrages unserer Einfuhr repräsentiert. mehr dazu über, den Lenker unmittelbar neben 1083 103.14 8.040 Deutschland ist übrigens der einzige Staat, den Motor ganz vorne zu setzen. Der Wagen hat 105.72 5.400 dessen Bezüge bei uns die Höhe einer Million Fr. übersteigen. Mehr a.s ein Drittel dann zum Kühler direkt ab. Dadurch wird vor al- keine Motorhaube mehr, die hohe Karosserie Teicht iJ 111.73 94.494 bis zum Vorderende des Fahrgestelles und fällt 168.07 183.333 4.87 3.946 307.528 unseres Exportes entfallen aHein auf unsern lem die Sicht wesentlich erhöht und für mindestens sechs Personen Raum gewonnen. Italien 39 342 nördlichen Nachbarn, nämlich 37,30%. a i! 339.75 254.096 In den folgenden Rängen treffen wir Ein Konferenzwagen. Als meistbewundertes 121.08 146.914 Prachtstück der Nutzwagenausstellung ist ein von 1 7.24 10.288 411.640 Polen mit 10,69 %, Italien mit 10,25 %, Spanien mit 8,47%, Frankreich mit 7,66%, wähnen, der auf Bestellung für Uebersee angefer- Daimler-Benz ausgestellter Konferenzwagen zu er- Belgien a, 41 285 72 320 Mexiko mit 3,85 %, die Tschechoslowakei tigt wurde. Die Karosserie ist als Wohnwagen ausgebaut. Im Fahrerabteil findet auch der Steward i 50.21 30.707 mit 3,77 %, Grossbritannien mit 3,43 %, Belgien mit 2,90 %. Dabei handelt es sich aus- Natürlich gibt es auch einen Eisschrank sowie ei- 90.56 85.184 116.496 Platz, ausserdem ist dort die Küche untergebracht Niederland« 10 17.19 8.781 50.26 24.068 nahmslos um Abnehmer, deren Bezüge bei nen elektrischen Boiler. 62.46 58.917 91.766 uns sich auf über 100,000 Fr. beliefen und die Hinter dem Führerabteil befindet sich der Konferenzsaal, der in beo^iemen Fauteuils zwölf Per- Grossbritannien 66 862 für sich allein 88,32 % unseres Exportes absorbiert haben. In den Rest von 11,68 % tei- einen Wohnraum mit allen Behaglichkeiten, Wasch- 56 300 sonen an Tischen Platz gewährt Das Heck enthält 13.27 16.309 90.57 109.887 len sich die übrigen 40 Länder. roc gelegenheit, Bettsofa, eingebautem Radio, Schränken II 2.21 10.476 137.834 usw. Total 340.319 4.295 7.733 8.974 51.698 4.441 330 84 156 ^Bexiinex Die Lastwagen. Die Nutzfahrzeuge der verschiedensten Arten nehmen den grössten Teil der gesamten Berliner Ausstellung ein. Aber nicht nur in räumlicher, sondern auch in technischer Hinsicht ist vielleicht dieser Teil der Ausstellung am bedeutungsvollsten. Allenthalben sieht man hier neue Konstruktionsarbeit und Entwicklungen in den verschiedensten Richtungen. Die Verhältnisse in Deutschland liegen in dieser Hinsicht natürlich ganz anders als in der Schweiz, und zudem verfügen wir bei uns über eine besonders hochentwickelte eigene Lastwagenindustrie. Unser Interesse an den in Berlin ausgestellten Nutzfahrzeugen ist daher mehr ein technisches als ein kommerzielles. Geländewagen, Allradantrieb. Bei allen ausge-

16 — DIENSTAG, 25. FEBRUAR 1936 AUTOMOBIL-REVUE 11 Schweizerische Rundschau Der Rückzug der Alpenstrasseninitiative. Die Meldung vom definitiven Rückzug der Alpenstrasseninitiative hat in Kreisen der ostschweizerischen Automobilisten nicht eitel Freude hervorgerufen. Man ist der Auffassung, dass bei diesem Beschluss Verbändevertreter das massgebende Wort gesprochen haben, deren Verbände bei der Unterschriftensammlung eine ganz nebensächliche.Rolle gespielt haben. Es darf nicht vergessen werden, dass 95 % der Unterschriften aus den Kreisen der Automobilisten, Motorradfahrer und Radfahrer stammten, und dass es angebracht gewesen wäre, denjenigen, die die Initiative durch ihre Unterschriften zustandegebracht und gesichert haben, das ausschlaggebende Wort zukommen zu lassen. Das war nun leider nicht so, und es ist verständlich, wenn in weiten Motorfahrzeugkreisen Ärger und eine nicht zu unterschätzende Entrüstung über die Missachtung ihrer Interessen Einkehr gehalten haben. Vorher hiess es doch immer — und zwar war dies noch anlässlich der kürzlichen Diskussion über den Benzinzoll der Fall —, dass die Alpenstrasseninitiative nicht nur den Ausbau der Bergstrassen sicherstellen, sondern auch die Herabsetzung resp. Limitierung des Benzinzollansatzes bezwecken soll. Und mit diesem Köder hat man dem Volksbegehren seinerzeit grosse Sympathien geschaffen. Von diesem einten Begehren war nun bei den Beratungen über den Rückzug der Initiative überhaupt nicht mehr die Rede, :es wurde kurzerhand .. totgeschwiegen. Aber nicht nur das ! Auch das ganze Vorgehen berührte durch die Zusicherungen des Bundesrates etwas eigenartig. Die neue « Promesse Etter» ist eine ziemlich dehn- und drehbare Sache, so dass es dann später, wie oft schon, so kommen wird, dass man sich im Bundeshaus dieser Zusicherungen nicht mehr erinnern kann oder will (siehe erste Nationalratsdiskussion über die Benzinzollerhöhung vor einigen Jahren). Es macht sich heute zweifellos ein nicht zu unterschätzendes Misstrauen gegen die Lancierung zukünftiger Volksbegehren zum Schutz der Interessen des Automobilismus in weiten Automobilistenkreisen geltend. Denn die « Beerdigung » der Alpenstrasseninitiative ist einer jener unbefriedigenden diplomatischen Kompromisse, wie man sie im politischen Leben zur Genüge kennt. Man hätte, die Volksabstimmung frischen Mutes wagen sollen; auch im ungünstigen Falle der Verwerfung wäre es nicht zum Schaden des Automobilismus gewesen. Die Tatsache, dass Instanzen diesen Rückzugsbechluss gefasst haben, die dieses massgebende Wort nicht hätten sprechen dürfen und die Missachtung der Tausende, welche das Volksbegehren unterstützt haben,, wird zur Folge haben, dass Unterschriftensammlungen für Begehren solcher Art srrössten Schwierigkeiten begegnen werden. Es muss hier offen-herausgesagt werden : Man ist in weiten Kreisen der Verkehfsinteressenten • enttäuscht ob der schwächlichen Haltung der führenden Kreise. V Passiver Luftschutz der Zivilbevölkerung. Teilübung für Alarm und Verdunkelung am 28. Februar mit ProbeObung am 27. Februar 1936 in Thun. Verkehr3vorschriften - für das ganze Gemeindegebiet von Thun und die Quartiere Schwäbis, südliches Glockenthal und Hübeli der Gemeinde Steffisburg. Gestützt auf den Bundesbeschluss vom 29. September 1934 betr. den passiven Luftschutz der Zivilbevölkerung sowie in Ausführung der diesbezüglichen Verordnungen und auf direkte Veranlassung der eidg. Instanzen wird im Einverständnis mit den kant Behörden in den Gemeinden Thun und Steffisburg (letzteres ' nur in obenbezeichneten Quartieren) am 28. Februar 1936 eine Alarm- und Vexdunkelungsübung durchgeführt. Während der Uebung vom 28. Februar, die von 19 Uhr (Eintritt der Dämmerung) biß 21 Uhr dauert, sind die Strassen und Plätze in der Gemeinde Thun und die Quartiere Schwäbis und Hübeli in vollständiger Dunkelheit. Einzig, an einigen wichtigen Strassenkreuzungen und -einmündungen brennt je eine : blaue Lampe, die aber die Strasee nicht beleuchtet, sondern nuf als" Richtungszeichen dient. Im Interesse der Verkehrssicherer! werden für die'Dauer der Uebung (19—21 Uhr) folgende spezielle Verkehrsvorschriften erlassen: 1. a) Einbahnverkehr von 18—22 Uhr auf der ganzen Länge der Hauptgasse und in der Gerbergasse. Beide dürfen nur abwärts befahren werden. - Der Durchgangsverkehr Bernstrasse—Gunten (rechtes Seeufer) und umgekehrt wird über die Burgstrasse (hinter dem Schloss durch) geleitet; b) Einbahnverkehr von 18—22 Uhr im Bällig. Dieses darf nur abwärts befahren werden. Der Durchgangsverkehr Bernstrasse—Frutigenstrasse (linkes Seeufer) wird über die Aarestrasse geleitet (nur aufwärts). 2. Auf folgenden Strassen ist das Parkieren von 18—22 Uhr untersagt: a) Hauptgasse (Lauitor- Berntor); b) Bälliz-schlossbergwärts (auf der andern Seite Anhalten gestattet); o) Freienhofgässe- Oberbälliz (vor dem Hotel Freienhof gestattet); d) Gerberngasse (Bärenplatz gestattet); e) Sehwäbisgasse (Parkplatz beim « Sternen» gestattet); f) Marktgasse-Unterbälliz. 3. Parkplätze für Autos und Fuhrwerke: Zwecks Freihaltung speziell der Durchgangsstrassen und Vermeidung von Kollisionen ist das Stehenlassen von Autos und Fuhrwerken nur auf den behördlich bestimmten Parkplätzen gestattet. Als solche werden bezeichnet: a) Budenplatz, Schwäbis b) Rathausplaz; c) Bärenplatz; d) Parkplatz beim «Sternen»; e) Platz auf der Burgstrasse (unterhalb Kirche); f) Platz um altes Waisenhaus, Bälliz; g) Platz zwischen Kantonalbank und Spar- und Leihkasse Thun; h) Aarefeldschulplatz; i) Gewerbestrasse; k) Strasse gegen kath. Kirche; 1) Ländteplatz, Hofstetten. Da zum Parkieren der Wagen kein Licht angezündet werden darf, werden auf die grössern Parkplätze Hilfsprgane befohlen, die den Fahrzeugbesitzern beim Einstellen der Wagen behilflich sind Eine Bewachung der Plätze und Wagen erfolg 1 nicht; die letztern sind deshalb abzuschliessen. 4. Der Fahrverkehr im ganäsen verdunkelten Gebiet der ;Gemeinde Thun und in den Quartieren Schwäbis, südliches Glockenthal und Hübeli, ist •während der Uebung vom 28. Februar (von 19 bis ca. 21 Uhr) auf ein Minimum zu beschränken Absolut unvermeidliche Zirkulation von Fahrzeugen (speziell Durchgangsverkehr) ist nur im Schritttempo und mit stark abgeblendetem Licht gestattei (Autos nur mit Parklichtern und diese verhüllt mit blauem Papier, Schlusslichter ebenfalls verhüllt, so dass kein Lichthof entsteht). Das Einschalten der Scheinwerfer, auch der abgeblendeten, in der ganzen verdunkelten Zone ist streng untersagt. Fuhrwerke, Motorräder, Fahrräder etc. haben ihre Beleuchtung ebenfalls mit blauem Papier gut abzublenden. Fleissige Benützung der akustischen Signale (Hörn, Glocke etc.) wird mangels einer genügenden Beleuchtung empfohlen. 5. Der Durchgangsverkehr durch die bezeichnete verdunkelte Zone wird an deren Grenzen von Polizeipatrouillen gestoppt zwecks Anbringung von AbblendvorricMungen an den Wagen und Erteilung der nötigen Weisungen für das Weiterfahren im Sinne von Ziffer 4 hievor. Auf das Zeichen «Fliegeralarm» (ca. Vi Stunde von 20.30—21.00 Uhr) wird auch der Durchgangsverkehr vollständig gestoppt, analo? Ziffer 6 hienach, d. h. beim ersten Sirenenzeichen (anschwellende und abnehmende Töne} muss jeder Fahrverkehr sofort eingestellt werden. 6. Bei Fliegeralarm, Moment, wo im Kriegsfalle jedermann, auch die Leute auf der Strasse, sich in die Schutzräume begeben würden. Die Fahrzeuge haben rechts anzuhalten (Bälliz und Hauptgasse: Stockhornseite), und ihren Standort so zu wählen (möglichst Parkplätze), dass der amtliche Strassenverkehr (Sanität, ehem. Dienst, Feuerwehr etc.) nicht behindert wird. Soweit Fahrzeuge nicht mehr rechtzeitig auf die bezeichneten Parkplätze verbracht werden können, sondern im Augenblick des Alarms auf den Strassen stehen gelassen werden müssen, ist für abgeblendete Signalisierung der stationierten Wagen zu sorgen (wie hievor unter Ziffer 4 für den Fahrverkehr vorgeschrieben). Letztere Massnahme ist wiederum im Interesse einer raschen, störungsfreien Zirkulation des luftschutzamtlichen Fahrverkehrs notwendis. Die Weiterfahrt ist erst auf das 2. Sirenenzeichen (Ende Fliegerangriff) gestattet. Dieses Zeichen wird mit langanhaltenden Tönen der Alarmsirenen gegeben. (Im Kriegsfälle würde dieses Entalarmierungszeichen lediglich das Ende des stattgefundenen Fliegerangriffes, nicht aber das Ende der Fliegergefahr bedeuten. Die Fahrzeuge müssten weiterhin mit abgeblendeten Lichtern, wie hievor erwähnt, zirkulieren.) Bei unserer Uebung dagegen bedeutet das 2. Sirenenzeichen (Entalarmierung) gleichzeitig das Ende der ganzen Uebung und somit Einschaltung der öffentlichen Beleuchtung wie der normalen Fahrzeugbeleuchtung und Entfernung der AbblendVorrichtungen. 7. An verkehrsreichen Plätzen und sonstigen Gefahrenpünkten werden die Trottoirrandsfeine zur Sicherung des Verkehrs durch Anstrich weiss markiert. 8. Die Fussgänger haben zur Vermeidung von Kollisionen mit den schlecht sichtbaren Fahrzeugen ausschliessücb die Trottoirs zu benützen und die Strassen auf dem kürzesten Wege und mit grösster Vorsicht zu überschreiten. 9. Den am Uebungstage nach Thun fahrenden Automobilisten (Besuchern der Uebung u. a.) wird dringend empfohlen, mö>lichst vor Einbruch der Dunkelheit hier einzutreffen, um für sich selbst und und die Polizeiorga-ne Schwierigkeiten mit der Abblendumr der Fahrzeugbeleuchtung weitgehend zu vermeiden. 10. Die Benützung von Taschenlampen und andern Lichtern auf den Strassen und Plätzen, wie überhaupt' im Freien, ist untersagt. 11. Den Weisungen der Polizeiorgane (inkl. Feuerwehrleute, sowie Hilfspolizisten mit gelber Armbinde) ist unbedingt Folge zu leisten. 12. Widerhandlungen werden gestützt auf speziellen Regierungsratsbeschluss geahndet. Vorbehalten bleiben die Bestimmungen über Widerhandlung gegen die eidg. und kant. Verkehrsvorschriften. Es wird ausdrücklich aufmerksam gemacht auf den Bundesbeschluss vom 29. September 1934, wonach jedermann gehalten ist, die ihm übertragenen Verrichtungen innerhalb der Luftschutzorganisation zu übernehmen. 13. Auskunft über die Uebungsanlage und Organisation der Uebungsleitung erteilt das Telephonamt Thun. Thun, den 18. Februar 1936. Der Gemeinderat von Thun. Der Gemeinderat von Steffisburg. Die Ortsleitung für den passiven Luftschutz der Zivilbevölkerung von Thun. ^kusst^llun^4&n '_• Genfer Automobil-Salon (20.—29. März 1936). Die neue Art der inneren Einrichtung, die sich schon anlässlich des letzten Salons bewährt hat, gelangt auch diesmal wieder zur Anwendung. Dank der Erhöhung des Mittelraumes ist es möglieh geworden, eine grössere Anzahl von Platzgesuchen zu berücksichtigen. Trotzdem hat das Örganisations-Komitee, wie «chon früher, vor den gleichen Schwierigkeiten gestanden, da sich das Ausstellungsgebäude — dieses Jahr im besonderen — als zu klein erwies, so dass es mehreren Gesuchen um Standmiete nicht entsprechen konnte. Die insgesamt 204 Aussteller sind in der Eingangshalle, im Erdgeschoss und auf den Galerien untergebracht. Auf den Galerien werden wir 102 Stände finden, die sich in 7 Gruppen teilen: Motoren — Motorbootwesen — Motor- und Fahrräder — Zubehör, Bestandteile. Werkzeuge, Material r-: Benzin, Schmieröle und Artikel für den Unterhalt — Sport Tourismus, Camping, Fachliteratur usw. Erwähnen wir noch eine besondere Attraktion, die wir in dem Stand einer Vereinigung finden, die sich «Reseau des Amateurs de l'Air en Suisse» nennt. Hier wird ein «Pou du Ciel», umgeben von einer Reihe von Motoren verschiedener Typen und Stärke, sowohl die Kenner des Flugwesens als auch die Laien anziehen. Endlich gilt es auch dieses Jahr, den Katalog des Salons zu erwähnen, der, wie bekannt, durch das Organisationskomitee in vollkommen neuer Gestalt herausgegeben wird. Neben den Verzeich^ nissen der Aussteller, der Agenten und Vertreter in der Schweiz, der allgemeinen Beschreibung des ausgestellten Materials enthält er auch die technischen Charakteristiken aller Fahrzeuge. A. C. S. SEKTION AARGAU. Ehrung von Veteranen. Für 20jährige Mitgliedschaft wird an der Generalversammlung vom 29. Februar näch'sthin in Aärau das goldene Veteranenabzeichen an folgende Herren verliehen- E. Bally-Hüssy, Fabrikant, Schönenwerd; Otto Bertschy, Fabrikant, Dürrenäsch; Max Fischer, Fabrikant, Lenzburg; K. Matter-Ülrich, Fabrikant, Kölliken. SEKTION BERN. Automobilsternfahrt nach Genf. Im Rahmen der nationalen Sternfahrt fällt der Sektion Bern am 21. März 1936 die Durchführung der Abfahrts- und Durchfahrtskontrollen in Interlaken und Bern zu. Als Chef des Kontrollpostens Interlaken fungiert Herr Walter Häsler; die Berner Kontrolle wird, wie in früheren Jahren, durch das Sektionssekretariat ausgeführt. Darüber hinaus wird die Sportkommission der Sektion Bern ihr Augenmerk auf die gründliche Instruktion der voraussichtlichen Sternfahrer richten müssen. Sie nimmt Anteil an der Zusammenstellung der Fahrtrouten, wobei ihr das letztjährige, nicht gerade erbauliche Abschneiden, ein Fingerzeig für die Wahl der diesjährigen Fahrtroute sein wird. Trotz der letztjährigen Enttäuschung macht sich in den Berner Sportkreisen jetzt schon lebhaftes Interesse bemerkbar. Das Sektionssekretariat ist gerne bereit, das ausführliche Reglement dieser Veranstaltung allen denjenigen Mitgliedern zuzustellen, die ihm ihr Interesse bekunden und sie später zu einer gemeinsamen Lesung des Reglementes einzuladen. h. Zeitmesserkurs des A. C. S. Auf der Beobachtung fussend, die Zeitmessung bei Rennen und Veranstaltungen in allen Sportgebieten zusehends grössere Bedeutung gewinnt, dass dabei trotzdem auf eine immer genauere Messung der Zeit sowie die Gewährleistung der erzielten Resultate hin tendiert wird, die Methoden und Systeme stark voneinander abweichen, hat der A. C. S. die Initiative ergriffen, um auf seine Kosten einen Zeitmesserkurs durchr zuführen. Die Einladung zur Entsendung geeigneter; Persönlichkeiten ist an alle schweizerischen Sportverbände ergangen. Der Kurs steht unter der Leitung von Major Straumann, Präsident der Schweiz. Gesellschaft für Chronometrie, und wird in den Tagen vom 2. bis 4. April 19,% durchgeführt. Das Programm umfasst einen Vortrag über die Prinzipien der Zeitnahme, über die Messungsmethoden, die Zeitmessungsapparate für die sportliche Chronometrage, über deren Konstruktion, und Anwendung. Selbstverständlich sind auch Demonstrationen dieser Apparate sowie Erläuterungen über die Aufgaben und Funktionen der Zeitmesser und über die Ausrechnung der Resultate vorgesehen. Im weitern schliesst das Programm praktische Ueburigen auf der Bremgarten-Rundstrecke in Bern, Zeitmessungen mit Schnellflugzeugen in Thun und Chronometrierübungen bei andern Sportarten in sich. Der Schluss des Kurses und die Prüfung anfälliger Kandidaten ist auf den 4. April. vorgesehen. Teilnahmeberechtigt sind die durch die Spörtverbäude anerkannten und bis zum 15. März angemeldeten Chronometreure und Delegierten. Das Einladungsschreiben des A. C. S. erwähnt im übrigen auch die allgemeinen Bedingungen, welche das Nationale Sportreglement des A.C. S. an die Bewerbung eines Chronc-metreurs knüpft. Verband der Gesellschaftswagenbesitzer der Zentral- und Westschweiz. (Mitg) Dieser Verband hielt unlängst in Murten, unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten, Herrn Dähler, seine Hauptversammlung ab. Das Protokoll der letzten Generalversammlung, Jahresbericht und Kassabericht wurden einstimmig genehmigt. Der Jahresbeitrag wurde auf gleicher Höhe belassen. An Stelle des bisherigen Präsidenten E. Rössel, dessen grosse Verdienste um den Verband gewürdigt wurden, beliebt als neuer Präsident E. Dähler, i. Fa. Dähler, Wirz & Cie., in Burgdorf. Neu in den Vorstand gewählt wurde Paul Badertscher in Bümpliz. Nach eingehender Diskussion über die Tarife des Jahres 1936 wurde beschlossen, auf der ganzen Linie einen zehnprozentigen Abbau durchzuführen. Ueber das Projekt «Fliegende Schweizerreise» referierte der Verbandssekretär Dr. Kleinert. Der Vorstand erhielt den Auftrag, die Frage weiter zu studieren und später eingehend Bericht zu erstatten. In • der Frage betr. Konzessionierung der Gesellschaftswagenbesitzer behält sich der Verband vor, eine Eingabe an den Bundesrat zu richten. Es ist klar, dass die Erhöhung des Benzinzolles von den Verbandsmitgliedern mit sehr gemischten Gefühlen aufgenommen-wurde. Der Verband glaubt aber, mit seinen neuen Tarifpreisen das Richtige getroffen zu haben. Der thurgaulscht Autogewerbeverband trat kürzlieh in Romanshorn zu seiner Jahresversammlung zusammen, wobei neben der Erledigung der üblichen Geschäfte auch einige aktuelle Fragen auf der Tagesordnung figurierten. Die Feststellung, dass die Wirtschaftskrise auch das Autogewerbe erfasst hat, kam keineswegs überraschend. In einem eingehenden Referat schilderte der Vorsitzende die Verhandlungen über die Revision der Autosteuern im Grossen Rat, deren Fazit sich dahin zusammenfassen lässt, dass nicht alle Postulate Berücksichtigung gefunden haben, so namentlich nicht das Begehren nach Einführung der vierteljährlichen Ralenzahlung' und nach Gewährung einer grösseren Tourlstlkbulletin des A.C.S. Frankreich: Route d'Hirer des Alpes und Route Napoleon schneefrei; Faucille o. K. offen. Vogesen: Route des Cretes gesperrt, Ballon d'Alsace m. K., alle übrigen Pässe schneefrei. Oesterreich: Arlbergstrasse gesperrt zwischen Stuben und St.Christof a. A. Italien: Gesperrt sind: Broccone, Campo di Carlomagno-Campiglio, Campolungo, Cereda; Falzarego, Gavia, Grödnerjoch. Jaufen, Mauria, Monte Croce di Comelico, Pordoi, Resia, Sella, Stelvio, Tonale. Autotransport durch die Alpentujinels. Albula: Bergün-Bevers; Arlberg: Langen-St. Anton; St. Gotthard: Göschenen - Airolo; Simplon; Brig - Domodossola; Lötschberg: Kandersteg-Brig. Reduktion für den zweiten Wagen. In einer Resolution gab die Versammlung ihrem Willen Ausdruck, den bisher eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen und die auf eine Revision der Gebührenordnung gerichteten Bestrebungen energisch fortzusetzen Ėiner ausgiebigen Diskussion rief die Frage der Einführung einer Benzinsteuer, wobei die Versammlung folgende Resolution annahm: «Die Jahresversammlung des Schweiz. Autogewerbeverbandes, Sektion Thurgau-Schaffhausen, beschliesst einmütig, Sportliche Erfolge. An dem glanzvollen Siege den Zentralvorstand zu beauftragen, mit allen ihm der schweizerischen Bobmannschaften in Garmischzur Verfügung stehenden Mitteln die Einführung Partenkirchen ist unser Mitglied, Herr Hans Aichele der Benzinsteuer als Ablösung der kantonalen Automobilgebühren zu verfechten.» in Baden, mitbeteiligt, der beim Viererbob den wichtigen Posten des Bremsers innehatte: Wir gratulieren zu diesem schönen Erfolg. ni. Rottschaft der Aero- A Amateure der Schweiz General Mont-Blanc 11 Henri Mignet fliegt mit seinem neuen Einplltzer «Pou-Böbe'». Henri Mignet hat nun praktisch 6eine neue Maschine vollendet, welche für die Industrie bestimmt ist und die er gleichzeitig mit dem Zweipläfczer ausstudiert hatte. Die neue Verwirklichung, die Mignet «Pou Bebe» taufte, stützt sich auf die fabrikmässige Herstellung. Das Grundprinzip, das den Erfolg des Neulings ausmachte und das Hunderte von Amateur- Konstrukteuren, die fliegen, erprobt haben, ist natürlich beibehalten worden. Nur die Dimensionen wurden abgeändert, und zwar die Spannweite auf 4 m und die Länge auf 3 m. Das Gewicht wurde auch vermindert. Die leere Maschine wiegt nicht einmal 100 kg. Indem die gleiche Motorstärke beibehalten wurde, ist die Belastung per PS vermindert, die Leistung hingegen erhöht worden. Die praktische Verwirklichung brachte einige interessante Neuerungen mit sich. In erster Linie eine sogenannte Klappe am hinteren Flügel, welche ein ausserordentliehes Aufbäumen beim Landen erlaubt. Die Betätigung dieser Klappe ist mit derjenigen des Vorderflügels verbunden, und zwar durch einen Nocken, der bei der grössten Verschiebung des Knüppels in Aktion tritt. Henri Mignet hat schon verschiedene Flüge auf seinem «Pou Bebe » ausgeführt, die sehr zu seiner Zufriedenheit ausgefallen sind. Der «Pou Bebe», sagte er, wiegt genau 100 kg und hat in 10 Flügen 40 Min. Flugdauer hinter sich. Die Regulierung war schnell richtig und jetzt fliegt er, dass. es eine Freude ist. Start bei sehr leichtem Wind nach 50 m (wirklich gemessen). Auf 100 m Länge habe ich Zeit zu starten, einen Moment zu fliegen und mich wieder auf den Boden zu setzen und zu halten. Ungeachtet der Gegner der neuen Formel führt Henri Mignet seine Pionierarbeit weiter. Die der leichten, Aviatik gegebene Anregung ist jetzt stärker als je. Amtliche Mitteilungen Verkehrsregelung auf der Kreuzung Bahnhof- Uraniastrasse in Zürich. Die vorübergehend von ihrem Standort entfernt gewesene automatische Verkehrssignalanlage Bahnhofstrasse-Uraniastrasse wurde auf den 22. Februar 1936 wieder dem Betriebe übergeben. Die Anlage ist vom Zweilichtauf das Dreilichtsystem umgebaut worden. Dabei bedeutet: Grünes Licht s= Freie Fahrt. Rotes Licht == Fahrverbot. Gelbes Licht = Kreuzung frei machen. '• — Das gelbe Licht hat ausschließlich den Zweck, das Räumen der Kreuzung zu ermöglichen. Die Kreuzung darf bei Gelblicht nicht mehr frisch befahren werden, sondern die Fahrzeuge haben vor dem Fussgängerstreifen anzuhalten. Stadt St. Gallen. Polizeiliche Bekanntmachung über verschiedene Verkehrsregelungen. Durch Stadtrats- und Regierungsratsbeschlüsse sind folgende Verkehrsregelungen getroffen worden: 1. Die Aelplistrasse ist für den durchgehende» Verkehr mit Motorfahrzeugen gesperrt (Zubringerdienst gestattet.) • 2. Für den Höhenweg, zwischen Varnbühl- mnd Tigerbergstrasse, gilt die gleiche Regelung. 3. In der BrHihlgasse ist die Aufstellung von Fahrzeugen in den Engpässen beim «Cafe Theater» und beim «N'euecik» und ostwärts davon bis zur «Harfe» untersagt, im Teilstück darwischen auf 30 Minuten beschränkt. Fahrzeugführer, die für längere Zeit aufstellen wollen, sind ersucht, dies im Burggraben zu tun. 4. Auf dem Mühlensteg ist die Fahrgeschwindigkeit auf 15 Kilometer beschränkt. 5. Für die Solitüdenstrasse. zwischen Teufenerund Fähnernstrasse, gilt die gleiche Beschränkung. Zuwiderhändlungen gegen diese Verkehrsvorschriften werden mit Polizeibussen bestraft. Schluss des redaktionellen Teils. Die Wunder der Technik. Eine durch die Ford Motor Company erbaute und neulich i» Betrieb tenommene Maschine tewährleistet die Prüfun* von 500 Nockenwellen in der Stunde, 54 Abmessungsoperttionen wurden a» jeder Welle mit einer Präzision bis zu 6/1000 Millimeter vorgenommen. Jeder in Bezug auf mechanische Präzision nicht einwandfreie Teil der Nockenwelle wird mit Kupfersulfat markiert und beim Verlassen der Maschine wird jede so bezeichnete Welle automatisch beseitigt.