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E_1936_Zeitung_Nr.020

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a AUTOMOBIL-REVUE

a AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 10. HARZ 1938 — N° 20 Start zum Rallye Feminin Paris—St-Raphael am letzten Dienstag. Rechts aussen der Starter; links auf dem Bild erkennt man als zweiten Wagen mit der Berner Nummer 10 080 den Fiat von Frau Glaser, der Zentralpräsidentin des Schweiz. Damen-- Automobil-Clubs, welche zum zweitenmal an dieser Prüfungsfahrt teilnahm und die einzige Vertreterin unseres Landes war. Rfil Links: Frau Glaeer (rechts) mit ihrer Begleiterin vor dem Start nach St-Raphael. Rechts: Mme. Couedellot, eine Französin, die in Genf •wohnt, wurde am 500-Meter-Rennen in Montlhery Erste der 1100-ccm-Klasse. Beide Damen führten einen Fiat ins Treffen Anlässlich der Eröffnung der neuen Montage-Werkstätte der General Motors in Biel am letzten Freitag offerierte die Gesellschaft im Hotel Elite ein Bankett, von dem unser Bild einen Ausschnitt wiedergibt. Im Hintergrund (X) Herr Buergin, der General-Direktor des neuen Unternehmens. (Phot Willi, Biel.) Sehr günstig abzugeben: Lastwagen LANCIA 3—ZVi Tonnen, 4 Zyl., 23 PS, vollständig revidiert, 4 Gänge, Vorderradbremsen, neue Pneus 32/6, Doppelbereifung, neue Karosserie mit Brücke von 3,75 m Länge und 2 m Breite. Lastwagen FEDERAL Modell 1932, 4 Tonnen, 6 Zyl., 18 PS. vollständig revidiert, 4 Gänge, hydraulische Bremsen, Hinterachse mit doppelter Rücksetzung, Pneus 32/6, Brücke von 4 m Länge und 1,80 m Breite. Lastwagen FEDERAL Modell 1933, 5 Tonnen, 6 Zyl., 27 PS, 4 Gange, hydraulische Servo-Bremsen, Pneus 34/7, Doppelbereifung, Brücke von 4,80 m Länge .und 2 m Breite, Mechanik in tadellosem Zustand, gut unterhalten. GENERAL-VERTRETUNG FÜR DIE SCHWEIZ DER FEDERAL-LASTWAGEN: GARAGE HIRON- DELLE S. A., NEUCHATEL. Telephon 53.190. — Alleiniger Depositär für die Schweiz für Original- Ersatzteile Föderal. 70924 Perpetuum mobile Jeder, der sich mit Technik beschäftigt, kennt diesen lateinischen Ausdruck und weiss von der Unlösbarkeit dieses Problems. Man begegnet aber in der Literatur und im Sprachgebrauch immer wieder lateinischen Ausdrücken, deren Bedeutung dem Nichtlateiner unbekannt bleibt. Diesen Mangel, der manche Verlegenheit verursacht, behebt das soeben erschienene Buch: LATEIN im täglichen Sprachgebrauch, HALLWAG das die gebräuchlichen lateinischen Ausdrücke und ihre Erklärung in alphabetischer Uebersicht enthält. Preis Fr. 2.50. Erhaltlich in allen Buchhandlungen, wo nicht, beim Verlag BERN VERCHROMEN von Automobilbestandteilen VERSILBERN von Reflektoren besorgt Ihnen in Ia. Qualität PAUL BUCHS - ZÜRICH 3 Verchromtmgs-Anstalt Albisriederstr.80 Tel. 39.923 DE SOTO Mod. 32, 6pl. Limousine, mit Ciel ouvert, in wie neuem Zustande, wird mit Garantie verkauft. — Offerten an Walter Schafroth, Hammerstrasse 85, Zürich 7. Telephon 27.971. 71088 OCCASION! Per sofort sehr preiswert zu verkaufen: 1 RE- NAULT-Lastwagen, lH T., 1 RENAULT-Luxus-Cabriolet, 46 ü HP, ältere Modelle, jedoch vollständig revidiert. Derzeit in Basel eingestellt. 71042 Gefl. Anfragen unter Chiffre 0. F. 1703 Z. an Orell Fiissli Annoncen, Zürich, Zürcherhof. Druck. Cliches und Verlag: HALLWAG A.-G., Hallersche Buchdruckerei und Wagnersche Verlagsanstalt, Bern.

II. Blatt BERN, 10. März 1936 No 20 II. Blatt BERN, 10. März 1936 ihn, Rundsdhiau Aluminium-Zylinderköpfe. Seitdem man gelernt hat, den Eigenheiten des Aluminiums bei der Konstruktion und der Bearbeitung in den Werkstätten Rechnung zu tragen, hat sich dieses Metall beinahe in alle Zweige der Technik Eingang verschafft. Die bekannteste seiner Eigenschaften, die es beim Bau von Verkehrsmitteln aller Art geradezu unentbehrlich machte, ist sein geringes spezifisches Gewicht. Daneben hat seine sehr gute Wärmeleitfähigkeit in vielen Fällen seine Einführung nahegelegt. Diesem Umstand war auch in erster Linie zuzuschreiben, dass man daran ging, die Zylinderköpfe von Verbrennungsmotoren aus Aluminium herzustellen. Bei der hohen thermischen Belastung dieser Teile, die infolge ihrer unregelmässigen Form zu starken inneren Spannungen führen kann, ist eine gute Wärmeleitfähigkeit von grosser Bedeutung. Aber auch aus verbrennungstechnischen Gründen kommt ihr besondere Wichtigkeit zu. Denn die Kühlung der Motoren dient ja nicht nur dazu, eine zu starke Erhitzung der Metalle zu vermeiden, sondern sie ist auch zur Vermeidung von Glühzündungen unbedingt notwendig. Es gibt in jedem Motor, sei es am Kolben oder am Zylinderkopf, Teile, die sich besonders stark erhitzen, die mitunter eine um mehrere hundert Grad höhere Temperatur annehmen als die gut gekühlten Wandpartien. Wie weit dies unter sonst gleichen Bedingungen bei verschiedenen Materialien der Fall ist, darüber gibt der Wärme-Diffusions-Koeffizient Aufschluss. Er setzt sich zusammen aus der thermischen Leitfähigkeit a, der spezifischen Wärme c des Metalls und seinem spezifischen Gewicht W: Diffusions-Koeffizient D = a/cW Die Vergleichswerte von D für Gusseisen und Alpax (Aluminiumlegierung) betragen 0.15 bezw. 0.65, d.h. dass die Leichtlegierung ein um das Vierfache höheres- Wärmediffusionsvermögen besitzt als Gusseisen. Aus diesem Grunde wird es möglich, das Verdichtungsverhältnis unter Verwendung von Leichtmetallzylinderköpfen ohne weitere konstruktive Aenderungen stark zu erhöhen. Falls es ursprünglich einen Wert um 5 herum aufwies, darf es nach der Einführung des leichten Konstruktionsmaterials ohne Schaden auf 6.2 oder sogar 6.5 erhöht werden. Bei Verwendung schwerer Brennstoffe ist sogar eine Erhöhung von 7.5 auf 8 möglich. PS 100 95 90 8S eo V8 :»°. . 7s: __ IZIIIZ^IZI 70 _ / „-V8-I8 «__~z:z:~zf;2fz:i 45 7 ^ 3II~ 40 , .CZ. ^^h; ^ 3s IZLZ ^ 30 -M- ~ 25; jf__ 20 ' M '_ •s JE. —/- um 5 . . 500 1000 1500 2000 2500 3000 3500 400 01 I I I I I | Motordrehzahl in Umdr./Min. Leistungskurven von Fordmotoren. Modelle A u. AN = ältere Motortypen. Modell V 8-18 = 8-Zylinder- Motor mit gusseisernen Kopf. Modell V 8-40 = derselbe 8-Zylinder-Motor mit Aluminiumköpf. Diese Abänderung des Kompressionsverhältnisses ist im Betriebe von einer grösseren Erwärmung der Wände des Zylinderkopfes und des Kolbenbodens begleitet, die durch bessere Leitfähigkeit der Leichtlegierung wettgemacht wird. Der Leistungszuwachs beträgt unter Beibehaltung der ; - bisherigen Tourenzahl des Motors 9% bei einer Erhöhung von 5 auf 6, und sogar 15,5% für eine solche von 5 auf 7. Gleichzeitig verbessert sich der Wirkungsgrad, so dass eine Verminderung des Brennstoffverbrauches eintritt, die sich speziell bei mittleren und niedrigen Tourenzahlen bemerkbar macht. Hand in Hand mit der Höheverdichtung gehen eine Reihe weiterer Vorteile. Einmal verbessert sich bei gleichbleibendem Zylinderinhalt die Rasse, das Beschleunigungsvermögen eines Motors sehr beträchtlich. Wo eine bestimmte Leistung vom Motor verlangt wird, ergibt sich eine niedrigere Auspufftemperatur, was zur Schonung der Ventilsitze beiträgt. Etwas unerwartet mag auf den ersten Blick die Feststellung anmuten, dass bei gleicher Leistung der Motor mit Aluminiumzylinderkopf eine geringere Wärmemenge an das Kühlwasser abgibt als ein Motor mit Gusseisenkopf. Man hat gemessen, dass die Kühlwassertemperatur im ersten Fall um etwa 10 Grad niedriger war als mit gusseisernen Zylinderköpfen. Diese im ersten Moment paradox erscheinende Tatsache findet ihre Erklärung im besseren Reflexionsvermögen der Aluminiumoberfläche, die verhindert, dass grössere Wärmemengen dem Gasgemisch entzogen werden. Die Hauptschwierigkeiten, die sich der Einführung der Aluminiumzylinderköpfe entgegenstellten, rührten von deren grösserer Wärmedehnung her. Ihr Ausdehnungskoeffizient bewegt sich nämlich bei 20 bis 100 Grad C zwischen 20 und 24X 10—6, während der Koeffizient von Grauguss nur 11X10— 6 ausmacht. Dies führte in zwei verschiedenen Richtungen zu Unzulänglichkeiten. Einmal erschwert der Unterschied der Ausdehnungskoeffizienten die Abdichtung zwischen gusseisernem Zylinderblock und Aluminiumkopf. Kopfzerbrechen verursachte überdies lange Zeit das zuverlässige Eingiessen von Ventilsitzen aus härterem Material, denn die meisten Aluminiumlegierungen kommen ihrer Weichheit wegen dafür selbst nicht in Frage. Geeignete Baustoffe für die Herstellung der Ventilsitze fanden sich einmal in der Aluminiumbronze und weiter in gewissen Stahlsorten, 'die einen Ausdehnungskoeffizienten von 17X10—6 aufweisen und dazu sehr zäh sind. Ihr Einbau in Zylinderblöcke erfolgt durch Einschrauben oder Einpressen. Die Ventilringe werden dazu in flüssiger Luft s*tark unterkühlt und darauf in ihre Sitze gepresst. Durch die Abkühlung ziehen sie sich zusammen, so dass ihr Durchmesser etwas abnimmt und sie sich leichter einpressen lassen. Bekanntlich wird ein sogenanntes Einschrumpfen im allgemeinen eher durch Erwärmung des äussern Teiles bewerkstelligt. Hier aber, wo es sich um den grossen Zylinderblock handelt, springt der durch die neue Methode erzielte Vorteil besonders in die Augen. CO »53 S *> K 317 Kilometer pro Stunde 16 32 »8 fcS 81 37 «3 130 , _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ , _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ | , _ _ _ • _ N \ M O O t L k?' , I V*"*\•' MODtlt AN--.,* ' W^ V> *r;;