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E_1936_Zeitung_Nr.020

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8 AUTOMOBIL-REYUfc DIENSTAG, 10. 1IÄRZ 1936 — N° 20 nium von 750 mm Länge längst nicht mehr zu den Ausnahmen gehören. Im Betrieb ist beim nachträglichen Einbau von Aluminiumzylinderköpfen darauf zu achten, dass sich die damit parallel gehende Erhöhung des Verdichtungsverhältnisses in einer schnelleren Fortpflanzungsgeschwindigkeit der Zündflamme auswirkt. Das bedeutet praktisch, dass die Vorzündung geringer sein muss als bei niedrigen Verdichtungen.»Um wirklich eine wesentliche Brennstoffersparnis zu erzielen, wird im Vergaser eine kleinere Düse eingesetzt, währenddem zum Ausgleich der niedrigeren Auspufftemperatur eine etwas grössere Oberfläche des Gemischvorwärmers nötig ist. Dies sind die hauptsächlichsten Aenderungen, die beim nachträglichen Einbau eines Leichtmetall- Zylinderkopfes in Frage kommen. Verglichen mit der erzielten Brennstoffersparnis fallen sie nicht stark ins Gewicht. Prakf gleich dem gesamten Zylinderinhalt (Hubraum Vh Plasticin als Dichtungsmittel. Wer das-\- Verbrennungsraum V) geteilt durch den Inhalt Glück hat, «inen Wagen zu besitzen, der bei des Verbrennungsraumes, also Regenfällen durch Leckwerden sein Alter Vh + V Vh kund zu geben pflegt, kann sich mit einem r = oder r -1 = V V kleinen Klumpen Plasticin, der offen oder in Der Hubraum beträgt hier 444 cm 3 , so dass aus ein Papier eingewickelt in irgend ein Fach der obigen Formel sich bei einem Kompressionsverhältnis von 6 ein Verbrennungsraum-Inhalt von verstaut wird, gegen unliebsame Ueberraschung sichern. Es lassen sich damit nicht 444/5 = 88,8 cm 3 ergibt. Bei einer Verdichtung von 7,25 bzw 7,5 müsste der Verbrennungsraum nur lecke Fenster oder Dächer, sondern auch auf einen Kubikinhalt von 444/6,25 = 71 bzw zur Not Kühlerdefekte so weit reparieren, 444/6,5 — 68,3 verringert werden, also um 17,8 cm 3 dass ein Unterbruch der Fahrt vermieden im ersten und 20,5 cm 3 im zweiten Fall. wird. Das Plasticin besitzt den Vorteil, an der Luft nicht einzutrocknen, weshalb es immer gebrauchsfähig bleibt. Auskuppeln von Bremsen. Moderne Vierradbremsen sind so wirksam, dass sie bei vollem Niedertreten des Pedals den Wagen beträchtlich schneller abbremsen, als der natürlichen Drehzahl Verminderung entsprechen würde. Infolgedessen müssen dann die Bremsen nicht allein die Wucht des Wagens in Reibungswärme umsetzen, sondern ausserdem auch die kinetische Energie des Motors absorbieren. Es ist deshalb im Notfalle auf trockener Strasse ratsam, gleichzeitig auszukuppeln, auch wenn man nicht bis zum Stillstand bremsen will. Bei leichtem Bremsen kann dagegen der Motor die Verzögerung unterstützen, weshalb es in diesem Falle unnötig ist, die Kupplung niederzutreten. Offizieller Martini-Service Martini-Ersatzteile W^nke Schweizerfabrikat für Pinsel und Pistole Fehler beim Leichtmetallanstrich. Man hört immer wieder Klagen, dass Anstriche auf Aluminium und Leichtmetallen nicht befriedigen, obwohl nur vorgeschriebene bzw. empfohlene Lacke zur Anwendung kommen. In diesen Fällen liegt der Fehler meist in der unrichtigen Ausführung des Anstriches. Man darf, will man einen guten Schutzwert erzielen, nicht bei zu niedriger Temperatur arbeiten und auch nicht bei zu hoher Feuchtigkeit. Ebenso können Lacke durch eine zu lange Lagerung ihren Schutzwert zu einem Gutteil verlieren: Falsch ist es auch, wenn, man Anstreichmittel verschiedener Herkunft nacheinander aufbringt. Vermeidet man diese Fehler, dann werden die heutigen Anstreichmittel stets einen guten Schutz abgeben. Vh = Hubraum, V = Verbrennungsraum, a = abzufräsende Materialstärke. Um daraus die zu entfernende Materialstärke a zu berechnen, muss der Grundriss des Verbrennungsraumes F auf eine geeignete Art gemessen werden, nachdem man ihn aufgezeichnet hat. Bei- Als Drucksache zu 5 Rp. Porto zulässig. loh abonniere.... Ihre Zeitschrift vorläufig bis 30. Juni 1936. Die Abonnements- Wir gebühr bis dahin (Fr. 3.30) wollen Sie per Nachnahme erheben — ist auf Ihre Postcheok-Rechnung III 414 einbezahlt worden. Frage 9758. Erhöhung der Verdichtung. Ich besitze einen Wagen mit seitengesteuertem Motor von 72 mm Bohrung bei 109 mm Hub, der 6:1 verdichtet ist. Könnten Sie mir mitteilen, um wieviel ich den Zylinderkopf abfräsen muss, um ein Kompressionsverhältnis von 7,25 bzw 7,5 zu erhalten? M. R. in L. Antwort: Das Verdichtungsverhältnis r ist t-^^.-o.-^.-^-^-^-^' AUTO-REPARATUREN Abschlepp -Dienst Rathgeb & Ofner, Zürich 2 Telephon : Werkstätte 54.502, ausser Geschäft 54.183 Bücherzettel An den Verlag Automobil-Revue Bern Name:. Sd*«* Emaillach Engros:NEGOCITAS SA. GENF ... den.

N° 20 — DIENSTAG, 10. MÄRZ 1936 AUTOMOBIL-REVUE 9 Am laufenden Band... Auf den 6. März hatte die Direktion der neuen Montagefabrik der General Motors ihre Vertreter und die Presse zu einer Besichtigung der neuen Anlagen in Biel eingeladen. Und der Ruf war nicht umsonst ergangen; rund 400 Personen konnten Herr General-Direktor Buergin und seine Mitarbeiter an diesem Tage als ihre Gäste empfangen. Eine Bodenfläche von 10.000 m* umfassend, dehnt sich auf einem Areal südwestlich des Bahnhofs Biel und mit diesem selbstverständlich durch einen Geleiseanschluss verbunden, die weite, geräumige Halle, deren Bausteine ausschliesslich schweizerische Produkte bildeten und die von a bie z von einheimischen Arbeitskräften erstellt worden,ist. Was beim Betreten der Fabrik überrascht — sie besteht zur Hauptsache aus einem einzigen, langgestreckten Raum — das ist die Was wir bei der Eröffnung der neuen General Motors-Werke in Biel erlebten sich vom Boden gelöst und sind — seltsame Gebilde, denen das Wasser komprimiert zugeführt Fülle von Licht, wird — in mehreren Metern Höhe über dem Arbeitsraum montiert. Der Transformator verleiht dem welche von allen Seiten in die? Werkstätte heremflutet, darin die geschickten Hände von rund Strom die für die 146 Motoren der ganzen Anlage erforderliche Spannung. 250 Arbeitern, zum weitaus überwiegenden Teil ehemaligen Arbeitslosen aus Biel selbst, aus einem Versuchen wir jetzt, den einzelnen Phasen zu Haufen von Einzelteilen das vollkommen ausgewachsene, betriebsbereite Automobil fügen. Unge- Opel, Chevrolet, Buick, Oldsmobile, Vauxhall und folgen, welche die 16 verschiedenen Modelle von hemmt tritt das Tageslicht von allen Seiten in den La Salle bei der Montage durchlaufen. Ein Ungetüm von einem Laufkran befördert die aus den Gebäudekomplex ein, denn die GM hat nichts zu verbergen, sie umgibt den Werdegang ihrer Wagen durchaus nicht mit einem Schleier des Geheim- amerikanischen, englischen und deutschen Wernisses, besteht doch die ganze Anlage aus Tausenden von Quadratmetern Glas. Offen vor aller Augen wickelt sich der Arheitsprozess ab und nichts hindert einen «Aussenstehenden», eich von der Strasse her, aus allernächster Nähe, die Dinge anzusehen, die uns Schweizer so ungewohnt anmuten, weil sie den Geist amerikanischer Arbeitsmethoden atmen. Von Hast und Hetzerei, wie man sich etwa bei uns das Arbeitstempo von «drüben» vorzustellen pflegt, ist da jedoch keine Spur. Rationalisierung, eine mit eiserner Konsequenz und bis zum letzten durchdachte Einteilung der Arbeit, wobei einem jeden Einzelnen sein genau umrissenes Pensum zugedacht ist, das ja. Aber alles andere als öde Mechanisierung. Viel Handwerkliches ist noch dabei, das Gewandtheit. Genauigkeit und Gewissenhaftigkeit erfordert Und das war ja gerade der Leitgedanke, wovon die GM bei der Errichtung ihrer Bieler Fabrik ausging: einen Teil der Arbeitslosen der Stadt wieder in den STELLEN-MARKT Verheirateter, gut präsentierender Chauffeur-Mechaniker mit 14jähriger In- u. Auslandspraxis auf Car Alpin und Motorlastwagen, Diesel und Benzin, sucht eine Stelle auf Car Alpin oder Lastwagen, ev. Saison- Helle. Eintritt nach Uebereinkunft. Offerten unter Chiffre 71094 an die mit prima Referenzen. Auf Wunsch kann derselbe als TEILHABER eintreten. Offerten unter Chiffre 15342 an die Automobil-Revue, Bern. Bei Kauf eines 2-Familienhauses findet tüchtiger, bewanderter auf 5-Tonnen-Dieselwagen mit Anhänger gute Stellung. — Handgeschriebene Offerten mit Zeugniskopien und Bild unter Chiffre 711011 an die Automobil-Revue, Bern. Vertrauenswürdiger, zuverlässiger Auto-Schlosser, Militär-Fahrer, J*~ sucht Stelle als Strassenkundiger, zuverlässiger Alpenfahrer, mit 6jähr. 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Der Fachmann staunt und der Laie wundert sich vor der Genialität moderner Technik, die anscheinend selbst das Unmögliche möglich macht. Ein Nebengebäude beherbergt die Kraftanlage mit Heisswasser- und Heissluftkessel sowie die Transformatoren, die durchwege schweizerischen Firmen entstammen. Wozu die Heissluft? Vor allem für die Trockenanlagen der Karosseriemalerei. Der Heisswasserkessel dient u. a. auch der Beheizung der Werkstätten, womit die GM übrigens ganz neue Wege geht. Denn die Heizkörper haben ken der GM eingetroffenen Kisten, die je 12 Stück gleichartiger Bestandteile enthalten, in die Halle. Emsige Hände* bemächtigen sich der Kisten, packen sie aus und sortieren fein säuberlich die Bestandteile. Um sie während des Transportes übers grosse Wasser vor der «anfreesenden Wirkung der salzigen Seeluft zu schützen, sind die Teile drüben eingefettet worden. Entfettung und Polieren heissen somit die ersten Prozeduren, die sie auf schweizerischem Boden über sich ergehen lassen müssen, die Kotflügel, Benzintanks etc. Von Hand zum Teil und teilweise auch maschinell werden die Längsträger des Chassis zusammengenietet, die Bremstrtxmmeln aufgesetzt, der Motor eingebaut, Getriebe nnd Dynamo montiert. Auf dem fliessenden Band wandert das Fahrgestell langsam von Station zu Station.'deren jede ihre eigene Nummer trägt und wo auf Gestellen die «kleinen Zutaten» wie Schrauben. Muttern und dergleichen wohlgeordnet und abgezählt und in handgreiflicher Reichweite des Arbeiters bereit liegen. 12 Chassis des selben Modells gedeihen hier ihrer Vollendung entgegen. Ist das Dutzend voll, dann wird auf ein anderes Modell oder eine andere Marke hinübergewechselt. Hämmern und Klopfen, Dröhnen und Fauchen erfüllen die Karosserieabteilung, welche nebenbei bemerkt, das Gros der Arbeiter beschäftigt. Sternenregen sprühen, Stichflammen Gesucht zu bald. 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Z3679 an die Automobil-Revue, Bureau Zürich. züngeln, aus vorläufig noch mysteriösen Behältnissen, deren Wesen uns erst später klar werden soll, dringt andauerndes Zischen. Nein, die — übrigens aus einem Stück gepressten und durchwegs angeschriebenen — Bestandteile sind noch nicht reif für die weitere Be- und Verarbeitung, wenn sie dem Entfettungsbad entsteigen. Erst müssen sie sich eine Abschmirgelungs- und Polierungskur gefallen lassen. Und jetzt ist der Moment gekommen, sie mit Isolierstoff zu überziehen, der gegen Wärme und Kälte schützt. Raffiniert ausgeklügelte Baurahmen ermöglichen es, die einzelnen Stücke bis aufs Haar genau auf ihre Passform hin zu verspannen. Worauf ein Gebilde in Aktion tritt, das mit seinen zahllosen, verschlungenen Kabeln auf den Laien den Eindruck eines Polypen macht, in diesem Fall jedoch als Punktschweisser funktioniert. Von sicherer Hand geführt, schweisst diese auf dem «Prinzip» des Kurzschlusses beruhende Vorrichtung die in den Baurahmen eingeklemmten Karosserieteile unter Erzeugung gewaltiger Funkenregen zusammen und zwar, wie schon ihr Name sagt, Punkt um Punkt. Den Nähten folgend, die zusammengeschweisst werden müssen, setzt der Arbeiter in Abständen von wenigen Zentimetern den Apparat auf. Ein kurzes Klopfen, die Funken prasseln wie bei einem Feuerteufel — und fertig ist die Schweissung. Nachdem zuerst der vordere, hernach der hintere Teil der Karosserie auf diesem Weg bearbeitet sind, wiederholt sich das sprühende Schauspiel beim Zusammenbau der beiden Hälften- Zeigen sich Unregelmässigtkeiten in den Schweissnähten, so behebt man sie durch Handlötung. Ein Gestell auf Schienen nimmt diesen Karosserie-aRohbau» auf. Im Verlauf der Entwicklung, die sich anschliesst. wachsen ihm der Kofferbehälter und die Kotflügel zu und zwar durch Lötung. Schmirgelscheiben glätten die Lötstellen wie ein Parkett. Noch aber präsentiert sich die Karosserie vollkommen farblos. Sie verlässt daher die Schiene wieder. Reinigende Lauge ergisst sich über sie, bevor sie den Weg in die Boxe antritt, wo sie im, Spritzverfahren einen Ueberzug aus grauer Duco- Grundfarbe erhält Mit diesen Spritzboxen hat es übrigens seine eigene Bewandtnis. Sind die Ducogase auch nicht giftig, so wirken sie doch unangenehm. Um hygienisch einwandfreie Arbeitsbedingungen zu schaffen, saugt ein über die Aussenwand der Boxe fliessender Wasserstrom die Gase ab, so dass die Luft im Innern immer frisch bleibt. Damit nicht genug, trägt der Arbeiter auch noch eine Gasmaske, die ihm vollständigen Schutz gewährleistet. An diese Behandlung mit Grundfarbe reiht sich das Aufspritzen des endgültigen Farbtons. Freilich ist es dabei mit einer einzigen Farbschicht nicht getan, vielmehr wird jede Karosserie 6—20 mal gespritzt und zwischenhinein in einem gigantischen Ofen getrocknet, dessen Temperatur sich bis auf 180 Grad steigern lässt und der ebenfalls am lau- Grosste Auswahl in Klein-Occasionswagen Ford Zu verkaufen umständehalber sehr elegantes 3-Seitenkipper Ford (hydraulisch), revidiert, in Ia. Zustand, Fr. 5500.- netto Kassa. 12373 Krähenbühl & Co., Hardstr. 21, Basel. Tel. 24.664. Type 521, Modell 1930, 6-Plätzer, 13 PS, Limousine, in tadellosem Zustand, geeignet für Taxi. Offerten unter Chiffre 15345 an die 8198 Automobil-Revue, Bern. 7 PS, 1935, letztes Modell, m. Vorderradantrieb, 4 PL, 4 Türen, in tadellosem, fahrbereitem Zustand, fast neu, Fr. 2750.-. Badenerstr. 527, ZÜRICH Telephon 70.777 Garage « Economique », 14, rue du Village-Suisse, Genf. 11309, zu günstigen Konditionen. Preis günstig! 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Man spritzt sie nicht mit Grundfarbe, sondern versenkt sie in eine •metertiefe, gross bemessene Grube, wo zahlreiche Kotflügel, Räder etc. aufs Mal mit ihrem «Grundanstrich» versehen werden können- Nach dem Farbtauchbad allerdings gelangen auch sie in die Duco-Spritzboxen für die Auftragung des definitiven Farbtons, um im ferneren Verlauf der Dinge in einem besondern Trockenofen zu landen, der sich allerdings nicht ganz so überlebensgross gebärdet wie jener für die Karosserien. Ueberflüssig zu bemerken, dass jedes Stück und jede Karosserie auf Spritzfehler hin genau untersucht wird. Nicht dass damit dieser Abschnitt der Entstehungsgeschichte einer Karosserie beendet wäre. Den letzten Schliff bei dieser Schönheitspflege verleihen ihr jene Arbeiter, die sie mit rotierenden Scheiben aus Schaffell sozusagen auf Hochglanz polieren. Der Innenausstattung und der Ausrüstung bleiben die nächsten Etappen vorbehalten. Sind die nach genauen Modellen hergestellten Rahmen für die Scheiben eingepresst, Decken und Seitenwände mit Stoffbezügen überspannt, dann werden die Scheiben eingesetzt, genauer gesagt zusammen mit einer Abdichtungsmasse eingeschraubt, das fix und fertig vorbereitete Spritzbrett befestigt. In der mit allen Schikanen der Technik ausgestatteten Sattlerei sind inzwischen die Polster, die Seitenteile angefertigt worden und gehen nunmehr ihrer Zweckbestimmung entgegen. Zu gleicher Zeit rüstet eine andere Gruppe von Leuten die Reifen und Scheinwerfer. Ein Rollwagen bringt die abermals aufpolierte Karosserie zum laufenden Band und dort erst vereinigt sie sich mit dem Chassis. Bedächtig, aber unaufhaltsam rollt das Band. Und mit jenem Mann, den es passiert, rückt der Wagen seiner Vollendung einen Schritt näher. Was fehlt ihm noch? Richtig: die Stoßstange, die Scheinwerfer, die Motorhaube! Alles schon da. Und dann ist's unversehens soweit. Das fertige Automobil gleitet vom Fliessband herab, nicht ohne dass es an dessen äusserstem Punkt noch einer automatischen Kontrolle auf Radstand und andere Dinge hin unterworfen worden wäre. Schluss? Fertig? Durchaus nicht. Unterwegs nämlich, während der Montage, sind auf einem ans Seitenfenster geklebten Zettel alle Schönheitsfehler und allfälligen Gebresten, woran der Wagen noch krankt, eingetragen worden und niemals schliessen sich hinter ihm die Tore der Fabrik, bis auch der kleinste Mangel und Makel beseitigt und bis er — Ende gut, alles gut — durch den Prüfstand gegangen ist, wo er neuerdings auf Herz und Nieren untersucht wird. Hätten wir nicht bereits über die neuartige Beleuchtungsanlage berichtet, so würde uns heute die Pflicht erwachsen, ihr nur uneingeschränktes Lob zu spenden. Mit der Lösung dieser für einen solchen Betrieb eminent wichtigen Frage hat die G. M. einen glänzenden Wurf getan. Das Mischlicht, dessen Eigenart und Vorteile bereits in Nummer 19 der «A.-R.» geschildert wurden, schafft tatsächlich ideale Beleuchtungsverhältnisse und die Lieferanten der Anlage. B. A. G. Turgi und die Philips A.-G. haben damit in diesen Belangen Wege gewiesen, die bisher in Europa nirgends beschriften worden sind. Besonderes Interesse erweckten, jene mächtigen Lampen, welche die letzten Meter des Karosseriefliessbandes in taghelles Licht tauchen, damit auch nicht die geringste Kleinigkeit dem prüfenden Auge entgehe. Fortsetzung Seite 11.