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E_1936_Zeitung_Nr.019

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Zu kaufen gesucht 5

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BERN, Freitag, 6. März 1936 Automobil-Revue, II. Blatt - Nr. 19 Tiere besuchen mein Auto. Bergsteiger-Rekorde auf dem Dach der Welt kameraden durch ein Seil verbunden zu sein uni von ihm im Falle eines Ausgleitens zurückgehaltj zu werden. «Ich erinnere mich — schreibt er dass bei,Erreichen des Endplatzes, als ich anhält, um etwas Cakczu essen, dies sorgfältig g/eilt wurde,, um die Hälfte meinem «Kamerade überreichen; es war für mich fast ein Schoi konstatieren, dass niemand da war, um die C5d in Empfang zu nehmen...» War es der Geist Mallorys oder Irvines? Ein tollkühner Alleingänger, Major Wilson, hat seither versucht, den Everest zu bezwingen. Zuerst wollte .er mit einem Flugzeug so hoch wie möglich auf dem Band unter dem Gipfel landen und dann zu Fuss die Besteigung vollenden; als ihm die Erlaubnis, Nepal zu überfliegen, verweigert wurde, machte er sich auf Schleichwegen zu Fuss an den Rand des Berges, nahm auf 6400 m Abschied von seinen zwei Kulis, die hier streikten, und stieg allein in die-Eiswüste empor, aus der er nicht wiederkehrte. • Zum letzten Angriff? ist nun. soeben eine V. englische Expedition, wieder unter Leitung des Führers der vierten, Ruttledge, und mit der Teilnehmerschaft der alten Himalaja- Kämpen von London nach Indien aufgebrochen. Sie will ihr oberstes Lager zirka 130 m höher als 1933 aufschlagen und von dort, also von etwa 8500 m, die verbleibenden 388 m bis zum Gipfel in Vorstössen von je zwei Mann, -die dann sofort in ein tiefer gelegenes Lager zur unbedingt notwen- 1 digen Erholung absteigen sollen, zu erzwingen suchen. Trotzdem die Expedition mit modernen Hilfsmitteln, wie Radio, zum Empfang der Wettermeldungen und Verbindung mit dem Basislager, mit technisch verbesserten Zelten und weiteren Notwendigkeiten ausgerüstet ist, werden die Schwierigkeiten der Erstbesteigung nach wie vor ungeheuer sein. Wohl hat man nun die Erfahrung gemacht, dass der Mensch ohne künstliche Sauerstoffzufuhr in 8600 m Höhe noch leben und sich vorwärtsbewegen kann, sofern er akklimatisiert ist, aber jede Bewegung ist nur mit sehr grossem Kräftaufwand möglich, der in der Stunde vielleicht 30 m Aufstieg (nach früheren Erfahrungen, die allerdings individuell- und verhältnisbedingt sind) erlaubt, sofern das Gelände es gestattet. Aus Berichten der früheren Expeditionen geht hervor, wie — namentlich unter dem Einfluss der plötzlichen Schneestürme — so geringe Bewegungen wie Pfeifenanzünden die grösste Mühe verursachen, Stiefelanziehen eine Leistung und jeder Schritt ein Kampf ist. Zum lähmenden Einfluss der dünnen Luft — von Sauerstoffapparaten scheint man möglichst absehen zu wollen, da ihr Gewicht ihre nützliche Wirkung fast aufhebt — kommt die schneidende Kälte, und zu beiden Schwierigkeiten hirfzu kommt der hiftdernisvolle Gipfelaufbau, dessen Bemeisterung Rutt- Iedge in einem Interview mit' 15 Stunden Zeit berechnet hat. Da mag man wohl fragen: Wer bleibt' diesmal wieder Sieger, der Berg oder der Mensch? Aber eine ganze Welt schaut auf die kühnen Eng-, länder, die alle ihre Bergsteiger-Sporen sich in unsern Schweizer Alpen verdient haben, wenn sie nun voraussichtlich zwischen dem 25. Mai und 15. Juni an die Bezwingung des höchsten Berges der Erde gehen, und begleitet sie mit den besten Wünschen! J. N. Während die alpinen Probleme sozusagen erschöpft sind und nur noch Raum für meist unnötig gefährdende Varianten haben, harren noch ungezählte Gipfel der grossen Weltbergmassive in Asien und Amerika der Erstbesteigung. Erst siebzehn der auf etwa 200 geschätzten Siebentausender, die sich alle in Zentralasien finden — mit der einzigen Ausnahme des vom Walliser Bergführer M. Zurbriggen 1897 im Alleingang bezwungenen 7035 m hohen Aconcagna in den südamerikanischen Kordilleren —, sind gefallen; aber auf keinen der 13 Achttausender-Gipfel hat der Sieger-Pickel, eingerammt werden können. Immer noch liegt der höchste bislang erstiegene Gipfel, der Kämet im Zentralhimalaja, bei, «nur» 7756 m; doch an einem Berg ist man schon volle 848 m hoher hinauf gelangt: auf 8604 m Höhe wurden Mallory und Irvine zuletzt gesehen,' als sie auf der dritten englischen Mount- Everest^Expedition 1924 am Nordgrat des 8888 m höchsten Berges der Erde verschwanden. Die Angriffe auf das «Dach der Welt» haben erst 1921 eingesetzt, nachdem allerdings verschiedene Angriffspläne nicht zur Ausführung kamen. Eins der Haupthindernisse war politischer Natur: sowohl von der Nordseite, von Tibet, wie von der Südseite, von Nepal, her führt der Zugang durch verbotenes Land, dessen Oeffnung grosse Demarchen beim Dalai Lama oder Maharadja erforderte. Kein Weisser hatte je das Mount Everest-Massiv betreten, als 1921 die erste von der Engl. Kgl. Geographischen Gesellschaft ausgerüstete Expedition unter dem Obersten Howard Bury sich an die Erkundung und an die kartographische Aufnahme des Gebietes machte. Die bergsteigerische Aufgabe lag vor allem bei dem drei Jahre später am Nordgrat dieses Everest umgekommenen Mallory, dem es gelang, den Zugang zum .Gipfel durch die Gletscherwüsten zu finden: bis auf 7007 m stieg er auf zum Nordgrat, der scheinbar ohne besondere Schwierigkeiten weiter zum Gipfel aufwuchs. Das Wetter verhinderte die weitere Erforschung. Gestützt auf diese Auskundschaftungen setzte schon im folgenden Jahre eine neue Expedition mit verbesserter Ausrüstung — vor allem nahm man nun Sauerstoffapparate mit — den Angriff fort. Diesmal unter General Bruce, dem besten Himalaja- Kenner. Auf dem Rücken des im Vorjahr erreichten 7007 m hohen Jochs baute sie ihr höchstes Lager auf und unternahm von dort aus zwei Vorstösse gegen den Gipfel, mit einem Zeltbiwak in 7700 m Höhe. Wieder war Mallory einer der Tätigsten: mit Norton und Sommerwell erreichte er ohne Sauerstoffapparate die Hohe von 8225 m an der Schulter des Nordostgrates; einige Tage später gelangten Finch und Bruce mit Sauerstoffapparaten, die sich indes nicht besonders bewährt zu-haben scheinen, bis auf 8300 m. Der früh einfallende Monsun verhinderte jede weitere Bergtätigkeit, mit Mühe nur entrann die Expedition beim Abstieg einer Lawine, die 7 Kulis tötete. Genau auf demselben Weg und teilweise mit denselben Bergsteigern startete 1924 die dritte englische ;Everest-Expedition. Ihre Führer Norton und Sommerwell kamen bis auf 85 73 m ohne Sauerstoffapparate! Vier Tage später versuchten Mallory und Irvine den Angriff weiter hinauf zu tragen — auf 8604 m hat man sie zuletzt gesehen, dann zog eine Wolke um die bei 284 m Gipfelnahen: das Geheimnis des Everest nahm sie auf. Sind die Kühnen auf den Gipfel gelangt? Vielleicht. Einen ihrer Pickel hat man seither gefunden, es war ein Schweizer Pickel, Marke Willisch-Täsch, der '9 Jahre später, 1933, von Bergsteigern der IV. engl. Expedition im Firn geborgen wurde — noch in so gutem Zustand, dass sie ihn gegen den ihren auswechselten. Diese IV. Expedition, die lange Jahre auf die Erlaubnis zum Betreten des «verbotenen Landes» des Dalai Lama warten musste, konnte zu den wertvollen Erfahrungen der früheren Expeditionen noch die Ergebnisse des englischen Fliegerraids über den Mount Everest vom 3. und 19. April 1933 ausnutzen, aber auch durch die eigene Erfahrung lernte sie die Geländeschwierigkeiten des • Gipfelaufbaus als viel ernsthafter kennen als man bislang angenommen hatte. Vom höchsten Lager, auf 8350 m aus, wurden zwei Angriffe auf den Gipfel unternommen: beide scheiterten, der erste an einem scharfkantigen Abbruch des Hauptgrates, der zweite an einer Schneerinne auf 8500 m, die auch Smythe, der Erstbesteiger des Kämet und somit Rekordinhaber des höchsten bisher bestiegenen Gipfels, im Alleingang nicht bewältigen konnte. Berühmt geworden ist dieser Alleingang durch das mystische Erlebnis einer Begegnung, mit einer zweiten Person, das Smythe so stark beeindruckte, dass er das Gefühl hatte, mit diesem geisterhaften Berg- Was wohl die drei kleinen Piepser sich erzählt haben mögen? Sie pickten das Futter, das am Scheinwerfer lag, bis zum letzten Korn auf. (Photos Schostal)