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E_1936_Zeitung_Nr.019

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Der Araber begehrte

Der Araber begehrte ausserdem das Oel in unserer Wanne. ; Er bekam es; ich kletterte in den bis zum Bersten vollbepackten Nash, nahm iurzen Abschied und las eine Viertelstunde später das Wort Abu Chamat. Von Abu Chamat bis Damaskus: diese 67 km waren die längste und widerwärtigste Strecke. Zwei Uhr mittags waren wir in Damaskus; der Araber fuhr zum Bahnhof, lieferte am Zoll meinen versiegelten Pass ab und drehte mir den Eücken. Schlag drei Uhr fand ich mich auf der Surete ein. Niemand wusste von meinem Pass. Aber ich brauchte ihn, denn ich hatte keinen Pfennig Geld; ohne Pass konnte ich keinen Scheck einlösen, konnte nichts kaufen. Ich machte mich also auf die Suche nach einem Konsulatsvertreter. Einen deutschen Konsul gab es nicht, folglich musste der österreichische helfen. «Herr Gutmann ist verreist,» häess es; «wenden Sie sich an Herrn Klotzt» Herr Klotz existierte nicht. Aber ich hatte einen Brief in der Tasche an einen der angesehensten Rechtsanwälte in Damaskus. Ich machte ihn ausfindig. Er las mein Schreiben und sagte: «Wenden Sie sich an Ihre Landsleute in DummarW Ich wendete mich an meine Landsleute in Dummar. Eine deutsche Firma aus Hannover, die Miag, baute ein Zementwerk in Dummar, in einem grünenden, wasserreichen Tal bei Damaskus. Ich traf Landsleute. Jeder einzelne sagte: «Wenden Sie sich ...!» ' Ich wendete mich an die Firma Bucher & Co. .Hfcrr Bucher war nicht anwesend. Ich musste mich an seinen Vertreter wenden, Herrn Negib Canan. Herr Negib Canan sagte: «Wenden Sie sich an Heirn Josef IFarwagi!» Ich wendete mich an Herrn , Jösef- Farwagi. Er sagte: «Wenden Sie sich an den , deutschen Konsul in Beirut!» ' j Darüber war es Abend geworden. Ich lieh mir -Geld für ein Auto. Von Damaskus nach ' Beirut wird Auto, gefahren wie in Berlin vom Zoo nach Schildhom. Allerdings brüllten sich die Chauffeure unterwegs die Kehle wund, um Fahrgäste zu- ergattern. Sie fahren auch kreuz und quer, um allen Sonderwünschen gerecht zu werden. Es kommt nicht diarauf an, ob. sie eine Stunde später oder früher in Beirut 'eintreffen. " -Gegen Mitternacht landete ich in der St Georgs- Bei,; stolperte ins Hotel Metropol, ohne Geld und ohne Pass, klingelte einen Kellner aus dem Bett, der perfekt Deutsch sprach und mir Tee kochte. Seit Sonntagabend hatte ich keinen Bissen gegessen und keinen Schluck getrunken. Ich bekam ein Prunkzimmer mit Badewanne und verbrachte die Nacht abwechselnd auf Daunen und in Warmwasser. Am Morgen fütterte mich der Kellner mit Spiegeleiern. Gratis rasieren Hess er mich auch.. Gestärkt und gereinigt trat ich dem Konsul gegenüber. Er eilte mit mir zu Herrn Philippe Perrier,' Chef du' bureau diplomatique. Herr PerrieT telephonierte nach Damaskus, mir den abgenommenen Pass stracks einzuhändigen. Ausserdem bekam • ich 'ein Schreiben an den Chef der Wüstenpolizei und die Zusicherung jeglicher Art von Hilfe. Alles war in Ordnung. Der Konsul pflanzte mir eine Zigarre ins Gesicht, traktierte mich mit Whisky, Soda und trostreichen Worten, bestellte ein Auto und schickte mich zurück nach Damaskus. Das sind 105 km, 29. Februar bis 11. April eine ergötzliche Fahrt über den Libanon, in kunstvollen Windungen, eine Musterstrasse. Ich bin aufgekratzt, denn ich habe bald meinen Pass zurück, kann meine Schecks einlösen und alles kaufen, was das Herz begehrt. In Damaskus hole ich den hilfsbereiten Herrn Farwagi und flitzte mit ihm zum Capitaine Deleuze, Chef der Wüstenpolizei, halte einen ausführlichen Vortrag, sein Gesicht legt sich in schmerzliche Falten, die Achseln heben und senken sich, er jammert mein. Er kann nicht helfen. Ich hole meinen Pass bei der Sürete gen^rale und melde mich bei Herrn Veber, dem mächtigsten Manne von'Damaskus. Er sass in einem Riesenraum, war leise und süsslich,-eine Mischung von--Erzengel und Intendant, liess sich den Fall so oft berichten, dass ich zur kratzigen Grammophonplatte wurde, und ver- 10—12 und 14—18 Uhr; Mittwoch bis 21 Uhr; Sonntags bis 17 Uhr. Montags geschlossen. Eintritt 50 Rp., nachmittags und Sonntags frei. Abends 8 Uhr, Sonntag nachmittags 3 Uhr. Fr. abend 6. März Gaby. Sl: abend 7. März Kaiserin Josephine. SO. BachB. 8. März Alda, Oper von G. Verdi. SO. abend 8. März 8K Uhr: Gaby. Mo. abend 9. März Gala Karsenfy: La fin du monde. Di. abend 10. März Geschlossen. Mi. abend II.März Rigoletto. DO. abend 12. März Geschlossen. Fr. abend 13. März Rigoletto. Schauspielhaus Abmäs 8 « tag nachm. Fr. abend 6. März Unentschuldigte Stunde. Sa. abend 7. März Der heilige Held. So. nachm. 8. März Clavigo oder Don Carlos. So. abend 8. März Die unentschuldigte Stunde. MO. abend 9. März Volksvorstellung. Di. abend 10. März Dramat. Verein: En asteckendi Gsundheit. Gymnastik — Tanz im Consarvatoire de Danse, Ober« Zäune 20 Ltg.: Mario Volkart, du Thöatre nat. de l'Ope'ra de Paris. Allgemeine Körperkultur, Rhytbm. Atmungs-Heil-Gymnastik. 2 schöne, [ helle Säle, Douchen, Massage. Wiener Stimmungskanonen. — Jecki, der • Humorist Beatengasse 11 EfstkL Küche, gepflegte Weine. — Täglich Konzerte erster Orchester. Parkplatz :.vör dem Haus. Inh.: Farn. Zürcher. General Willestrasse 8 Erstklassige Diätküche. Parkplatz v. d. Haus. Eine Sehenswürdigkeit. Küche und Keller berühmt. Familie Biedermann-Sutter, Besitzer des Hotel Engel in Baden, b. Turm. Privatpension «gE»ffiJS- 28 Moderne Zimmer. Reine Butterküche. Zeitgemasse Preise. Besitzer: Rösler-Misar, Chef de cuisine. am Limmatplatz Telephon 58.911 Hotel - Restaurant - Säle. Wannen- und Medizinalbäder. Zimmer m. fl. Wasser 3.50. Zentralheizung. Geheizte Garage im Hause. Eigener Parkplatz. Talstrasse 83 Feinschmecker sind begeistert über unsere Grill-Spezialitäten. 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III. Blatt Automobil-Revue Nr. 19 BERN, 6. März 1936 Der Wille Kürzlich ist ein Buch erschienen, das sich in seinem Untertitel «Das Wunderbuch der Kosmetik» nennt und dessen Inhalt sogar einen Mann zu fesseln vermag. «Der Wille zur Schönheit», von Lisbeth Ankenbrand, wird vom Süddeutschen Verlagshaus Stuttgart in neuer, erweiterter Auflage herausgegeben. Es begnügt sich nicht mit Schönheitsrezepten, die in einem solchen Werk natürlich vertreten sein müssen; wer das Buch nur anblättert, wird schon aus den kurzen Abschnitten ersehen, dass man es nicht mit einem Schönheits-Kochbuch zu tun hat. «Schönheit ist das Geburtsrecht der Frau», «Vom Zählen der Jahre», «Kann man Zum Essen? Ja — aber auch deine .Schönheitsmittel! znr Schönheit Schönheit kaufen?», «Die sprechende Hand», «Grimassenschneiden erhält jung» — so und ähnlich lauten die vergnüglichen Kapitelüberschriften, die die von der Verfasserin zum mindesten das Eine aussagen, nämlich, dass sie es in ihrer persönlichen Art versteht, das Interesse des Lesers, pardon, der Leserin zu wecken. Es ist die grundvernünftige, natürliche Einstellung zum Problem der Schönheitspflege, was dem Werk seinen Wert verleiht, es ist die Betonung der natürlichen Schönheitspflege, die nicht in einem ziellosen Schmieren und Salben, sondern in der täglichen, achtsamen und disziplinierten Selbstbehandlung besteht. Jede Frau hat das Bedürfnis, schön zu sein — aber nicht jede Frau verfügt über die Zeit, die sie brauchen würde, um ganz ihrer Schönheitspflege zu leben I Ganz abgesehen ddvon, dass Schönsein an sich kein Lebenszweck sein kann, sind doch viele Frauen, sei es im Haushalt, sei es im Beruf, tagsüber von früh bis spät angespannt, so dass ihnen für die Pflege ihres' Körpers im Tage eine Viertelstunde oder, wenn's hoch kommt, eine halbe Stunde zur Verfügung steht. An diese Frauen wendet sich das Buch. Es.; wendet sich gegen viele Vorurteile — aber auch gegen die Ueberschätzung des Modernen, gegen die Ueberschätzung des Scheines, des Aeusserlichen, des Künstlichen. Nicht alle Männer sehen ihre Frauen gern mit der ganzen Palette im Gesicht; wer kein Lippenrot mag, der soll sich täglich die Lippen massieren, sie werden auch so schön rotl Nur müssen all die kleinen Vorsichts-, Vorbeugungs- und Verjüngungsübungen täglich durchgehalten werden, und wer das nicht kann aus Mangel an Zeit oder aus Mangel an Disziplin, mag immer noch zum Künstlichen greifen. Natürlichkeit ist hier die Forderung des Tages, Rückkehr zur Natürlichkeit. Und mit welcher Anmut gesteht diese Frau die Eitelkeit ihres Geschlechtes ein! Sie schreibt: «Weicht ihnen aus, liebe. Mitschwestern, den Frauen, die nicht eitel sindl Wie sind sie ungeniessbar mit ihrer herausfordernden TugendI Und oh! — Ihre harten Augen, ihre spitze Zunge, wenn sie sehen, dass andere, so viel Aeltere, sich schmücken, dass sie lachen und tanzen und jung bleiben wollen. Wie zählen sie euch an den Fingern eure Jahre vor! Mit welcher Freude entdecken sie das erste graue Haar bei euchl Wie sind sie erbost, wenn ihr darüber lächelt, und erst recht Jugendfrohsinn um euch verbreitet! Geht ihnen aus dem Wege! Sie sind es, die euch alt machen, wenn ihr sie zu Salböle In den alten Religionen spielten die heiligen Es gibt Anhängerinnen der verschiedenen Lebensreformbestrebungen, die diese Frage strikt mit Wäschungen und die dazu gehörigen Salbungen eine grosse Rolle. Kostbarste Ingredienzen wurden «Nein!» beantworten. Andere, die aus Gründen dazu verwandt — immer war aber das Olivenöl spiessbürgerlicher Ehrpusseligkeit dem Nein kategorisch zustimmen. Für sie gehört Puder, Schminke, der Hauptbestandteil dieser Salböle. Das heiligste Salböl, mit dem der Hohepriester die heiligen Geräte im Allerheiligsten salben musste, hatten die Lippenrot und Augenbrauenstift zu den Toiletten- Juden dem Tempelkult der Aegypter entlehnt — es bestand aus einer Mischung von Myrrhen, Zimt, Kalmus, Kassienne und Olivenöl. Auf seiner Herstellung zu anderen als Kultzwecken stand die Todesstrafe, und auch das Salböl, mit dem die Priester gesalbt wurden, war nicht für den profanen Gebrauch freigegeben. Dem Wanderer, der wegemüde um Gastfreundschaft bat, wurden als erstes die Füsse gewaschen und gesalbt, und wer erinnert sich nicht der poesievollen Erzählung von der reumütigen Magdalena, die dem Herrn die Füsse wusch und salbte und sie dann mit ihren schönen Haaren trocknete? Das Altertum hatte die Vorstellung einer geheimnisvollen Kraft im Oele. Darum galt der Oelbaum als heiliger Baum. Salomo und David besingen ihn in den Psalmen. Seine seltsamen, phantastisch geformten Stämme mit den schmalen Silberblättern, die so wenig Schatten und so viele Träume spenden, schmückten die Tempelgärten. Heilige Geräte wurden aus ihrem Holz geschnitzt. Was die Palme des Südens dem Inder ist,, der alles von ihr gebrauchen kann, das war und ist der Oelbaum dem Bewohner der Mittelmeerländer. Das Oel der Olive ist lebende Sonnen-Energie. Darum ist es auch heute wieder der Hauptbestandteil eines jeden guten Körperpflege- Oels. Im Altertum war das Salben des Körpers die erste und letzte Phase der Wettkämpfe in der Arena, und auch heute weiss gerade der Sportler seine belebende Wirkung zu schäfzen, wenn der Körper seine Kräfte in anstrengender Leistung erschöpft hat. Das Oel wirkt erfrischend, anregend und konservierend auf die Hautorgane, es erleichtert die Ausscheidung der Gifte urtd Gase, die sich I* TJJl im Körper gebildet haben, und es belebt die Nerven. Es schützt sowohl vor Ueberhitzung wie vor allzugrosser Wärmeabgabe des ^Körpers und vertreibt durch die unwillkürlich mit dem Einölen verbundene Massage alle Ermüdungsstoffe aus den Muskeln. Gutes Massageöl jnuss dünnflüssig und leicht aromatisch sein, da es die Nerven beleben soll. Einmal wöchentlich sollte jede Frau ihren Körper einölen, um ihn dadurch gesund und kräftig zu erhalten und um eine schöne, samtweiche Haut zu erlangen. Handpflege. Zitronenschalen sind das beste und billigste Mittel zur Reinigung der Hände und Nägel. Wohl gerüche Düfte sind belebend und sinneschärfend,wenn wenn man sie nicht einseitig handhabt. Montaigne .sagte: «Wenn ich ein Riechkissen im Busen trage, habe ich drei Tage den Vorteil davon, die übrige Zeit hat ihn meine Umgebung.» Das besagt, dass der Geruchsinn des Trägers inzwischen für diese Duftnüance abgestumpft ist. Man versteht daher, dass viele Damen einhergehen können in Duftwolken gehüllt, die ihrer Umgebung Kopfschmerzen und Uebelkeit erzeugen. Sie selbst merken es kaum — denn ihre Sinne reagieren nur noch auf immer stärkere Nuancen. Bei den alten Griechen wanderten Unsummen Geldes ins Ausland für Duftessenzen. Das ist bei dem herrschenden heissen Klima im Orient auch gut zu verstehen; es begünstigt eine starke Ausdünstung Freundinnen oder Vertrauten erwählt. Unliebenswürdige des Körpers, die oft nicht angenehm Frauen sind immer hässlich, sollten sie auch die glattesten Züge besitzen. Neid und Eifersucht sind die' Eigenschaften, die gerade die alternde Frau am heftigsten zu bekämpfen hat, weil sie hässlich machen... Sei ruhig ein wenig eitel, im guten Sinn. Gib dich immer so, wie du weisst, dass es für dich am vorteilhaftesten ist. Das kommt auch anderen zugute, da du dann nicht so empfunden wird. Man bannte den Geist der Blumen in duftende Essenzen, um mit ihm den starken Körpergeruch zu verdecken, und man übertrieb dies bald so sehr, dass kluge Köpfe sich über diesen Missbrauch auf Kosten der Geruchsnerven ihrer Mitmenschen bald lustig machten und Sokrates spotten konnte: «Wer gut riecht, riecht nicht gut», und: «Der.Freie und der Sklave haben denselben Geruch, wenn sie sich parfümieren». viel -.Zeit hast, deinen Mitmenschen dauernd am Zeug zu flicken.» Unseren Grossmüttern ging der Duft von Lavendelblüten Doch kommt die Verfasserin, wie sich's für ein über alle Düfte Arabiens. Sie legten sie kosmetisches Gebrauchswerk geziemt, nach der getrocknet zwischen ihre Wäsche und nähten Behandlung der Grundlagen, die in gesunder Lebensführung bestehen, auch auf die Geheimnisse der Körperpflege zu sprechen — und sie enthüllt dabei manches uralte Mittelchen aus Grossmutters kleine, damit gefüllte Beutelchen in ihre Kleider. Biedermeiertum und Lavendelduft sind unzertrennlich. Die moderne Engländerin schwört auch heute noch auf Old Lavender und Eaude Cologne, dem Jugendzeit. Ein paar Proben aus diesen kurzen Dreizehnblumenduft und sagt, dass sie auf Nerven •Kapiteln, die gleichzeitig der kulturgeschichtlichen Belesenheit dieser Schönheitslehrerin Ehre machen: und Geist belebend wirken wie sonst kein anderer Duft. Soll man sich pudern? Eisabreibungen verschönern jeden Teint, geben ihm blühende Frische und schliessen grobe, geöffnete Poren. künsteh der ganzen und halben Welt," an der sie keinen Teit habend " v ' ' • ' : " Es ist aber nicht nötig, sich ganz und gar der herrschenden Zeitströmung zu verschliessen. Solange es Frauen gab, die sich schmückten und ihr Aeusseres liebten, solange kennt man die verschönernde und verjüngende Eigenschaft des Puders, wenn er diese Schönheit auch nur für Stunden verschenkt... Darum ist für den Besuch grosser Festlichkeiten und Veranstaltungen der Gebrauch von ein wenig Puder kaum zu umgehen, um so mehr, als er der Haut für lange Stunden ein schönes, gleichmässig frisches Aussehen verleiht und Ermüdungszeichen verdeckt. Pudern schadet dem Teint nicht, wenn es richtig ausgeführt wird. Vor dem Pudern ist gründliche Gesichtsreinigung unerlässlich. Man nimmt dazu entweder eine Fettkreme, die auch zugleich Reinigungskreme ist, oder ein zartes Gesichtswasser. Hat man letzteres verwandt, so reibt man hinterher etwas Tageskreme oder eine leicht und schnell in die Haut dringende halbfette Kreme ein, damit der Puder von den Poren nicht verschluckt und die Haut davon grossporig wird. Dann erst wendet man Puder an, der die Haut nur hauchzart bedecken darf. Die Puderquaste muss oft gewechselt werden, aus hygienischen Gründen. Der Billigkeit halber ist darum der kleine Wattebausch vorzuziehen, den man nach der Benutzung wegwerfen kann. Der Weg znr Schönheit durch die Küche «Ich weiss gar nicht, warum ich jetzt mit einem Male so dick werde. Ich esse doch absolut nicht mehr als früher. Bis vor ein paar Jahren war ich gertenschlank und" beweglich wie ein Wiesel — heute ist mir jede kleine Anstrengung zuviel. Wenn ich nur wüsste, wie ich wenigstens zwanzig Pfund wieder losbringen könnte.» So hört man manchen schönen Frauenmund herzbewegend klagen. Weniger essen — das ist das erste Gebot für alle, die ihre normale Körperform wieder gewinnen wollen. Weniger an Stoff aber gehaltreicher an Basen und Vitaminen, jenen neu entdeckten Ergänzungsstoffen, die am reichsten in den Früchten, Salaten und rohen Gemüsen enthalten sind, deren Kräfte auf den Organismus wirken wie der Blasebalg auf das Feuer, es zu heller Gut anfachend und alle Rückstände vernichtend. Sport und Gymnastik allein tun es nicht. Masseuse und Punktroller bringen es trotz aller Anstrengungen auch nicht fertig, Frauen, so um die Vierzig herum, die schlanke Jugendlichkeit wiederzugeben. Das Hauptwort spricht die Nahrung und ihre fettvermindernde Zubereitung. Der Weg- zur Schönheit führt für die Frau über dreissig durch die Küche. Seh.