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E_1936_Zeitung_Nr.019

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Automobilisten, Alkohol

Automobilisten, Alkohol und Polizeikontrolle. «Der Führer darf die Sicherheit des Verkehrs nicht durch Uebermüdung oder einen andern Zustand, der ihn in der Beherrschung des Fahrzeuges behindert, gefährden», schreibt Art. 17, Abs. 2 des BG über den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr (MFG) vor. Unter diesen «andern Zustand», von dem das Gesetz spricht, fällt jede körperliche Verfassung, welche die Beherrschung des Fahrzeuges behindert, vor allem die Trunkenheit. Anders ausgedrückt; der Alkoholgenuss überhaupt. Man braucht gar nicht einmal Abstinent zu sein, um dies einzusehen. Immer wieder, beinahe täglich, bietet sich Gelegenheit zur Feststellung, dass der Alkohol den Fahrer zu Handlungen verleitet, die eine Unfallgefa.hr in sich schliessen. Nicht immer führen sie zu einem Unfallereignis; manchmal läuft die Sache glimpflich ab, aber dann hat meist der Zufall die Hand im Spiel. Häufig jedoch ist der Alkoholgenuss direkt kausal für das Unfallereignis. Durch die sog. Blutprobe auf Alkohol kann der Beweis dafür gewöhnlich erbracht werden. Darauf indessen wollen wir hier nicht eintreten, vielmehr möchten wir eine andere Frage aufgreifen, die in diesem Zusammenhang ebenso wichtig ist: Was kann die Verkehrspolizei tun, damit der angetrunkene Lenker überhaupt nicht zum Fahren kommt ? Präsentiv wirken ist hier auch immer besser, als später den Tatbestand aufnehmen zu müssen, wenn Verletzte oder gar Tote da sind, abgesehen von den enormen Sachschäden, die gelegentlich dabei entstehen können. Es dürfte unbestritten sein, dass die Polizei das Recht, ja die Pflicht hat, jeden Automobilisten anzuhalten, der sich in einem die Beherrschung des Fahrzeuges behindernden Zustande befindet. Diese Kompetenz ist gesetzlich verankert. Auf Widerhandlungen stehen strenge Strafen, die im BG.über den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr (MFG) festgelegt sind. Wer nämlich ein Fahrzeug in angetrunkenem Zustande führt, hat Gefängnis bis zu 20 Tagen oder Busse bis zu 10Q0 Fr. zu gewärtigen, auch wenn er keinen Unfall verursacht. In schweren Fällen oder bei Rückfall sieht die Strafbestimmung in Art. 59 des MFO sogar Gefängnis bis zu 6 Monaten oder Busse bis Fr. 5000 vor. Dazu kommt weiter als administrative Massnahme der Entzug des Führerausweises für mindestens einen Monat, wenn der Führer in angetrunkenem Zustande ein Fahrzeug geführt hat, und. "für.^mindestens ein Jahr, wenn er in diesem Zustande einen erheblichen Unfall verursacht hat. Trotz dieser scharfen Strafandrohungen geht aus der Statistik der Stadt Bern für das abgelaufene Jahr z. B. hervor, dass total 63 Automobilisten wegen Fahrens in angetrunkenem Zustande dem Richter verzeigt werden mussten. Andere wiederum konnten noch zeitig genug am Fahren verhindert werden. Und zu ihnen gesellt sich die nicht ganz nebensächliche Anzahl jener, die der Kontrolle durch puren Zufall entgingen. Die Verkehrspolizei erblickt daher eine ihrer vornehmsten Pflichten darin, den Kampf gegen den betrunkenen Motorfahrzeugführer im Interesse der Sicherheit der Strasse, im Interesse aber auch der Betroffenen, mit aller Energie aufzunehmen. Die Leute, gegen die vorgegangen wird, sind nun aber nicht so freundlich, der Polizei den Gefallen zu tun, immer gerade in die Kontrolle zu fahren oder unter deren Augen in angesäuseltem Zustand ein Motorfahrzeug zu besteigen. Schliesslich kann aber auch die Polizei nicht überall sein und auf einen Jeden ein wachsames Auge haben. In der Stadt Bern wird daher seit einiger Zeit zu und mir nimmt zu — wenn man mit Vertraulichkeit Beziehungen zwischen Herrn und Diener oder besser noch zwischen König und Hofnarr bezeichnen kann. Ich bin ihm nichts als ein Spielzeug, und er schätzt mich nicht mehr als ein Kind das seine. Meine Aufgabe ist, ihn m unterhalten, und solange ich das tue, ist alles gut; langweile ich ihn aber oder überkommt ihn eine seiaer düsteren Launen, so werde ich sofort wieder vom Kajütentisch in die Kombüse gejagt und muss mich noch glücklich preisen, wenn ich mit dem Leben und mit heilen Gliedern davonkomme. Allmählich erkenne ich immer mehr die Einsamkeit des Mannes. Nicht einer an Bord, der ihn nicht hasst und fürchtet, nicht einer, den er nicht verachtet. Die ungeheure Kraft, die in ihm ruht und nie eine würdige Verwendung gefunden hat, scheint ihn zu verzehren. So würde Luzifer sein, wäre „der stolze Geist zur Gesellschaft seelenloser, langweiliger Geister verbannt. Die Einsamkeit ist schon schlimm an sich, noch schlimmer aber ist, dass ihn die ursprüngliche Schwermut seiner Rasse bedrückt. Seit ich ihn kenne, verstehe ich die alten skandinavischen Mythen besser. Die weisshäutigen, blonden Wilden waren aus demselben Stoff VV zum MFG, Art 13. Beleuchtungsvorrichtungen: Die beiden Scheinwerfer der Automobile müssen die Strasse auf eine Distanz von 100 m genügend beleuchten. Man kontrolliert seine Scheinwerfer, indem man auf ebener, unbeleuchteter Strasse 100 m.abmisst. Entsprechen die Scheinwerfer dem Gesetz, dann soll an dieser Stelle eine Person gut sichtbar und deren Kleidungsstücke erkennbar sein. Die Scheinwerfer sollen abgeblendet werden- - können. Die Abblendung soll so wirken, dass die obere Begrenzungslinie des Lichtkegels auf einer Distanz von 30 m die Strassenoberfläche erreicht. Auf einer Strecke von mehr als 30 m soll eine Person somit nicht mehr angeleuchtet werden, wenn die Abiendeeinrichtung richtig angebracht und reguliert ist. Sowohl der Scheinwerfer wie auch die Abblendung sollen die Strasse auf einer Breite von mindestens 6 m genügend beleuchten. a = obere Linie des Scheinwerfer-Farnhehtkegels. b=: obere Linie des Lichtkegels in Abblendstellung, c = Horizontalachse des Scheinwerfers. S = Scheinwerferkörper normal mit 35-Kerzenlampe ausgerüstet. Das Schlusslicht, das am Fahrzeug hinten links angebracht sein und in roter Farbe leuchten soll, kann mit dem orangefarbenen Stopplicht und mit der Vorrichtung zur Beleuchtung des hinteren Nummernschildes in einem Beleuchtungskörper vereinigt werden. Das hintere Jfummernsehild soll bei normaler Witterung und nachts auf eine Distanz von 20 m deutlich lesbar sein. Nebellampen werden als zulässig erklärt, (sofern sie mögliebst tief befestigt und gegen den Boden gerichtet sind. , Die Signale mit der Warnvorrichtung, die auf einen tiefen Ton abgestimmt sein soll, müssen kurz i gegeben werden, namentlich in Ortschaften. Zu etwas anderem als zu Warnungszeichen darf die i Warnvorrichtung nicht benützt werden, insbesondere also nicht zu Rufzeichen. Die VV zum MFG untersagt ausdrücklich den übermässigen und i grundlosen Gebrauch der Signale. Und die Erfaüi rungen bei den Verkehrserziehungswochen haben i gelehrt, dass der gute Fahrer auch im Stadtverkehr i meist ohne akustische Signale auskommt. Nach Eintritt der Dunkelheit soll das akustische i durch das optische Signal ersetzt werden. Innerorts darf von 23 Uhr an bis zum Einbruch der 'Tageshelle überhaupt nur das optische Signal Verwendung finden, und nur in Notfällen ist während ^ dieser Zeit das akustische Signal zulässig. -'-. einem Mittel geschritten, das bereits Erfolge gezeitigt hat und vielleicht da oder dort Nachahmung finden könnte. Von der Erkenntnis ausgehend, dass häufig in der Nacht oder am frühen Morgen Unfälle passieren, deren Ursache der « Alkohol am Lenkrad » bildet und woran Fahrer beteiligt sind, die von einer Festlichkeit kommen, organisierte man bei den diesjährigen Maskenballveranstaltungen in dieser Richtung eine Art Ueberwachung. Dass sich die Polizei hier auf dem richtigen Wege befindet, beweist der schwere Verkehrsunfall, der sich kürzlich in der Nähe von Bern ereignete und der drei Todesopfer forderte. Grund: Alkoholgenuss, durehzechte Nacht und Heimfahrt am frühen Morgen mit stark übersetzter Geschwindigkeit! Bei der Kontrolle ging man so vor, dass die Maskenballbesucher mit Automobilen von Polizeiorganen in Zivil an Ort und Stelle diskret überwacht wurden, ohne dass sie überhaupt etwas davon wussten. Der eine oder andere, dem der Alkohol etwas zu stark zugesetzt hatte, wurde nach Schluss der Veranstaltung höflich, aber mit allem gemacht wie er. Die Leichtfertigkeit lachlustiger Lateiner hat keinen Teil an ihm. Lacht er, so ist es nur eine Laune, nichts als reissende Wildheit. Aber er lacht selten; zu oft ist er schwermütig. Und es ist eine Schwermut, die ebenso tief wurzelt wie seine Rasse selbst. Sie ist ihr Erbteil, diese Schwermut, die sein Geschlecht nüchtern, rein und fanatisch sittsam gemacht, und die in ihrer letzten Ausstrahlung ihren Höhepunkt in der reformierten Kirche der Engländer gefunden hat. In der Tat: die Religion in ihren düstersten Formen war die letzte Folgerung dieser Schwermut. Aber der Ersatz, den eine solche Religion schenkt, ist Wolf Larsen versagt. Sein brutaler Materialismus lässt kei* nen Raum dafür. So bleibt ihm, wenn ihn seine düstere Stimmung überkommt, nichts übrig, als teuflisch zu sein. Wäre er nicht ein so entsetzlicher Mensch, ich könnte zuweilen Mitleid mit ihm haben, wie zum Beispiel vor drei Tagen, als ich morgens überraschend in seine Kaiüte trat, um die Wasserflasche zu füllen. Er sah mich nicht. Sein Kopf war in den Händen vergraben, seine Schultern zuckten krampfhaft, und als ich mich leise zurückzog, hörte ich ihn stöhnen: « Gott! Ach Gott! » Nicht etwa, dass er AUTOMOBIL-REVUE FREITAG. 6. MÄRZ 1936 — N° 19. Wie verhake ich mich richtig? s *- "-• __ i . — rj JB I m Fortsetzung von NO. 18 und Schluss. Art. 49 MFG, AI. 1. Aus der für Motorfahrzeuge abgeschlossenen Haftpflichtversicherung t steht dem Geschädigten im Rahmen der vertrag- (' liehen Versicherungssumme ein Forderungsrecht t unmittelbar gegen den Versicherer zu. Drei Tage dauerten die entsetzlichen Kopfschmerzen, und er litt, wie ein wildes Tier 'eidet, und wie man auf diesem Schiffe zu leiden scheint: klaglos, mitleidlos, ganz allein. Als ich aber heute morgen seine Kajüte betrat, um sein Bett zu machen und aufzuräumen, fand ich ihn wohlauf und mitten in der Arbeit. Tisch und Koie waren mit Plänen und Berechnungen übersät. Mit Zirkel und Winkel zeichnete er eine grosse Skala auf einen grossen Bogen Pauspapier. « Hallo, Hump ! » begrüsste er mich heiter. «Ich mache gerade die letzten Striche. Wollen Sie sehen ? » « Was ist das ? » fragte ich. Die A.Jl. im lüUeii dvt £ese* Unsere Rundfrage penform vorzustellen, dessen Motor sich im spitz zulaufenden Hinterteil befindet. Die fünf Passagiere, die der Wagen fasst, sitzen in einzelnen beweglichen Fauteuils, und zwar drei Personen vorne und zwei hinten, gerade vor dem Motor. Das Gepäck ist unsichtbar in dem breiten Vorderteil des Wagens untergebracht, dort, wo sich heute der Motor befindet; im Wageninnern herrscht «künstliches Klima* — das heisst, dass die Innenluft, wie schon heute in modernen Bureauhäusern" und Hospitälern, ständig gereinigt, gewaschen und entweder gekühlt oder erwärmt wird. Dieses Zukunftsauto besitzt sechs Reifen, zwei vorne und vier hinten; aber diese Reifen machen dem Fahrer keinerlei Sorgen mehr, denn sie werden durch den Motor automatisch unter Druck gehalten. Auch die Batterie ist als Sorgenquelle ausgeschaltet und kann auch bei grosser Hitze nicht trocknen, da sie sich automatisch füllt. Sogar bei kältestem Wetter hat der Fahrer keine Startschwierigkeiten, denn der Wagen besitzt zwei verschiedene Benzintanks mit verschiedener Füllung. Ausserdem gibt es keine Schwierigkeiten mehr hinsichtlich der Kühlung von Motor und Bremsen. Beides wird vom «künstlichen Klima» besorgt. Auch das Instrumentenbrett vor dem Fahrer, das heute eine nicht abzuleugnende Aehnlichkeit mit der Schalttafel eines Kraftwerkes besitzt, ist beim Modell 1946 ganz wesentlich einfacher geworden. Es enthält nichts als einen Tachomeier und einen Benzinmesser. Alle übrigen Anzeige- und Messgeräte sind verschwunden. Der Oeldruck wird lediglich durch rote und grüne Lämpchen kontrolliert, voji denen jeweils die roten aufleuchten, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Nachts beleuchtet der Wagen seinen Weg mit zwei 100-Watt-Scheinwerfern, ohne Entgegenkommende zu blenden, und wenn dies auch der Fall sein könnte, würde es dennoch nichts ausmachen, denn die Chausseen des Jahres 1946 sind, so erwartet Mr. Wolf, der Länge nach geteilt und besitzen auf ihrer Längsachse einen Busch- und Baumstreifen, der Blendung ganz unmöglich macht. R. P. « Eine Anleitung für Seeleute, die Zeit erspart und Navigieren zu einem Kinderspiel macht», antwortete er heiter. «Von heute an ist jedes Kind imstande, ein Schiff zu steuern. Keine verwickelten Berechnungen; mehr ! Alles, was man braucht, ist ein Stern am Himmel in dunkler Nacht, um sofort zu wissen, wo man ist. Sehen Sie, ich lege die Pauspapierskala auf diese Sternenkarte und lasse sie sich um den Nordpol drehen. Auf der Skala habe ich die absoluten Höhenkreise und die Peilungslinien verzeichnet. Ich habe nichts weiter zu tun, als sie auf einen bestimmten Stern einzustellen, die' Skala zu drehen, bis sie sich den Zahlen unten auf der Karte gerade gegenüber be- 1 findet, und : Eins, zwei, drei! Da haben wir die genaue Lage des Schiffes ! » In seiner Stimme war ein triumphierender' Klang, und seine Augen, die an diesem Mor-" gen klar und blau wie die See waren, funkelten. « Sie müssen viel von Mathematik verstehen *, sagte ich. «Wo sind Sie zur Schule gegangen ?> «Ich hab 1 nie eine Schule von innen gesehen — leider. Hab' es selbst ausgraben müssen. (Fortsetzung folgt.)

(|0 19 _ FREITAG, 6. MÄRZ 1936 AUTOMOBIL-REVUE Stieckenptan zum Qiossw 3xds von Qe§4 (31- Ttlai 1936) (Reglementsauszug siehe Nr. 17 der Automobil-Revue, vom 28. Februar 1936 DES EOUH-VIVES Sv»c»a*4 •m Ausland Rallye Feminin Paris- St-Rcmhcel 39 Konkurrentinnen am Start, darunter eine Schweizerin. Die 8. internationale Tourenprüfungsfahrt für Damen von Paris über Vichy nach St. Raphael hat am Dienstagmorgen, den 3. März, ihren Anfang genommen. Infolge verschiedener, im letzten Moment aufgetauchter Schwierigkeiten organisatorischer Art musste das für den 7. März auf dem Boulevard Michelet in Marseille vorgesehene 500- Meter-Rennen mit stehendem Start nach der Montlherybahn verlegt werden, wo es am Dienstag von 8 Uhr bis 9.30 Uhr gefahren wurde. Die Resultate sind jedoch nicht bekanntgegeben worden; sie werden bis nach Abschluss der Tourenfahrt in St. Raphael geheimgehalten. Am Montag fand beim Laboratorium des A.C.F. in Cachan die Wagenabnahme statt, bei welcher sämtliche 39 gemeldeten Konkurrentinnen zugegen waren, nämlich: Mme Schell (Delabaye) Mme Claude-Salvy (Renault 2383 cc.) Mme Richer-Delavau (Delage 2729 cc.) Mme Blandin (Bugatti 3257 cc.) Mme Godfroy (Renault "2120 cc.) Mme Mireille Maroger (Renault 3620 cc.) Mme Roux (Amilcar 2494 cc.) Mme Orsini (Salmson 1596 cc.) Mme Paris (Ford 3611 cc.) Miss Astbury (Singer 1493 cc) Mme Pierrette Dax (Singer 1493 cc.) Mlle Daisy Clot (M.G. 847 cc.) Mme d'Herlicrue (Peugeot) Mlle Simone Renondeau (Renault 4085 cc.) Mme Courthoux (Renault 1460 cc.) Mme Jourdan (Licorne 2195 5cc.) Comtesse Moy (M.G. 746 cc.) Miss Riddell (MG. 1086 cc.) Miss Hais (Sincrer 972 cc.) Mme Savoye (Citroen 1628 cc.) Mme Hart (X...) Mme Obre (Salmson 1596 cc.) Mme Couedellot (Fiat 995 cc.) Mme Rouault (Delahaye 3227 cc.) Mme Lievin (Licorne 1800 cc.) Mme Reybert (Renault 2384 cc.) Mme Boppe Deve (Roseneart 746 cc.) Mme Lambert (Peugeot 1700 cc.) Mlle Lamberjack (Hotchkiss 3485 See.) Mme Dubuc-Taine (Licorne 2195 cc.) Mme Griollet (Peugeot 1911 cc.) Mme Florimond (Hotchkiss 3485 cc.) Mme Degouy (Talbot 2696 cc.) Mlle Noziere (Peugeot 1465 cc.) Mme Simone Jarnac (Terraplane 3160 cc.) Mlle DdRROTiville (Petiseot 2150 ec.) Mme Alice Glaser (Schweiz) (Fiat) Mme Audoly (Salmson) Mme Descollas (X...). Keglementsgemäss hat man die Wägern der Teilnehmerinnen in 6 Kategorien eingeteilt und zwar: 1. bis 1100 ccm; 2. 1101—1500 ccm; 3. 1501—1800 ccm; 4. 1801—2200 ccm; 5. 2201—3000 ccm; 6. über 3000 ccm. Nach dem « Hors d'oeuvre » des Dienstagmorgens wurden die 39 Heldinnen des Volants vom A.C.F. zu einem splendiden Lunch eingeladen, worauf sich um 14 Uhr auf der Place de la Concorde die Startfahne senkte und die Kolonne in Richtung Fontainebleau, Briare, Pougues, Nevers entschwand. Bei regnerischem Wetter trafen dort spät abends alle Wagen, mit Ausnahme des Singer von Mme Pierrette Dax eith Am Mittwochvormittag kam auf der Bergstrecke von Pougues das Kilometerrennen zur Durchführung, das ohne jeden Zwischenfall vor sich ging Siegerin blieb Mme Sehe!' auf Delahaye, welche die Strecke in 43 2/5 Sek. bei einem Durchschnitt von 82 km 949 zurücklegte und damit den letztes Jahr aufgestellten Pekord von Mme Siko auf B""-^' von 44 Sek. schlug. In den einzelnen Kategorien klassierten sich die Fahrerinnen wie folgt : 1. Kategorie (big 1100 ccm): 1. Comtesse Moy auf M. G. in 52 Sek. 2. Mme Couedellot auf Fiat in 57 Vs Sek. 2. Kategorie (bis 1500 ccm)- 1. Miss Astbury auf Singer in 52% Sek. 2. Mme Glaser (Schweiz) auf Fiat in 1 Min. 3H Sek. 3. Kategorie (bis 1800 ccm): 1. Miss Riddell auf M. G. in 48 % Sek. 2. Mme Lievin auflicome in 1 Min. 4% Sek. 4. Kategorie (bis 2200 ccm): 1. Mme d'Herlique auf Peugeot in 1 Min. 4 Sek. 2. Mme Griollet auf Peugeot in 1 Min. 5 Sek. 5. Kategorie (bis 3000 ccm): 1. Mme Roux auf Amilcar in 47% Sek. 2. Mme Degouy auf Talbot in 49% Sek. 6. Kategorie (über 3000 ccm): 1. Mme Schell auf Delahaye in 43% Sek. 2. Mlle Lamberjack auf Hotchkiss in Sekunden. Nachmittags ging es weiter nach Vichy und am Donnerstag nach Clermont-Ferrand. MUle Mlglia. Die Sportkommission der R.A.C.I. bat dieser Tage das Reglement für das Tausendmeilen-Rennen von Brescia genehmigt, welches am 5. April nächsthin zum 10. Mal auegetragen wird. Im Vergleich zum Vorjahre haben die Bestimmungen des Reglementes nur wenige Abänderungen erfahren. Die Veranstaltung ist wiederum für Sportwagen offen und wird mit wenigen Ausnahmen auf der gleichen Strecke wie in den letzten Jahren gefahren. Von« den Kontrollposten kommt aus organisatorischen Gründen einzig diejenige von Venedig in Ausfall. Auf der ca. 1600 Kilometer langen Fahrt werden folgende Punkte berührt: Brescia, Cremona, Piacenza Parma, Reggio Emilia, Modena, Bologna. Passo della Futa, Florenz, Poggibonsi, Siena, Viterbo, Vetralla, Rom, Civitacastellana, Terni, Spokto, Perugia, Gubbio, Tolentino, Macerata. Porto Recanati, Ancona. Pesaro, Forli, Bologna, Ferrara, Rovigo, Padua, Mestre, Treviso, Cittadella, Vicenza, Verona, Brescia. Bei der Bewertung wird diesmal ein Unterschied zwischen Wagen mit und ohne Kompressor gemacht. Jede der zwei Kategorien wird in drei Klassen eingeteilt, nämlich bis 1100 ccm, von 1100 bis 2000 ccm und über 2000 ccm. Auch hinsichtlich der Brennstofffrage eind Aenderungen getroffen worden. Es wurde ein beson- BecjJifista* AUTROPA A.-G. Jenatschstr. 3/5 ZÜRICH HENRY HURTER BASEL Audi kauft ein AVW \J I -2-Fenster-Cabriolet, denn es muss auch elegant aussehen, wenn er davonfährt. deres Reglement aufgestellt, das drei Arten von Ersatz-Brennstoff zuläest: festen, flüssigen und gasförmigen. Das Rennklassement wird auf Grund der kürzesten Zeit erstellt, welche ein Fahrer für die ganze Strecke benötigt. Die Höchstgeschwindigkeit ist für die einzelnen Klassen oder oben erwähnten Kategorien wie folgt festgesetzt worden. Wagen mit Kompressor: Bis 1100 ccm: 70 km/St 1100—2000 ccm: 80 km/St. Ueber 2000 ccm: 90 km/St. Wagen ohne Kompressor: Biß 1100 ccm: 65 km/St. 1100—2000 ccm: 70 km/St TJeber 2000 ccm: 75 km/St • Grosser Preis von Frankreich. Beim Abschluss der ersten Nennfrißt (29. Februar, 18 Uhr) sind Ausserdem ist die Führung der letzten beiden in letzter Minute noch 4 Anmeldungen von Bugatti und 2 von Einzelfahrern auf Singer einge- Kontrolletappen verlegt worden, und zwar wird gangen. Bugatti führt seine Rennmannschaft in LIMOUSINE . j j . Fr. 9.900 CABRIOLET, 2 Fenster Fr. 12.300 CABRIOLET, 4 Fenster Fr. 12.900 6 Zylinder, 11 St.-PS. Vollschwingachser Ein Produkt der Auto-Union Wagen mit' Ersatz-Brennstoff: Bis 1100 ccm: 50 km/St 1100—2000 ccm: 55 km/St. Ueber 2000 ccm: 60 km/St. Das Total der Preise beträgt 235,000 Lire. Anmeldungen sind unter Beifügung eines Nenngeldes von 500 Lire bis zum 20. März, 12 Uhr, an die Commissione Sportiva Automobilistica Italiana. Via Po 14. Rom, zu richten. Das Masaryk-Rundrennen findet nicht statt Nachdem unlängst die 1000 Meilen der Tschechoslowakei für dieses Jahr abgeblasen wurden, hat man nun auch das VI. Masaryk-Rundrennen abgesagt, das im internationalen Sportkalender für den 24. Mai vorgemerkt war. Es sind vor allem finanzielle Gründe, die den tschechoslowakischen A.C. zu diesem Entschluss bewogen haben. GRAND GARAGE BURGERNZIEL BERN FRITZ WEBER SOLOTHURN globo ins Sportwagentreffen, nämlich Benoist, Williams, Wimille und Veyron, während als Ersatzfahrer wahrscheinlich Sommer, Labric, Philippi und Giraud-Cabantous in Frage kommen. Die beiden vorgemerkten Singer gehören H. Barnes und Eccles. Ein Schweizer am Rennen um den Preis des Prinzen Rainier. Wie uns der Zuger Rennfahrer Christian Kautz persönlich mitteilt, hat er die Einladung des Automobil-Clubs von Monaco, am Rennen um den Preis des Prinzen Rainier von Monaco am 11. April teilzunehmen, angenommen. Kautz wird an dieser Veranstaltung, an welcher maximal 15 Konkurrenten starten können, einen 1500-ccm- Maserati-Monoposto steuern. Zwei Tage vorher, am 9. April, wird sich Kautz am 22. Internationalen Turbie-Bergrennen bei Nizza beteiligen. 500 Meilen von Indianapolis. Als erster Fahrer hat A. B. Litz seine Anmeldung abgegeben, der das letztjährige Rennen auf dem 8. Platz beendigte. fp»«»*t ••» de> Sdvwefe Internationale Sternfahrt zum Genfer Salon. Die von uns in Nr. 15 der «Automobil-Revue» wiedergegebene Streckentabelle zur Internationalen Sternfahrt nach Genf vom 20.—24. März 1936 hat insofern eine Abänderung erfahren, als die Durchschnittsgeschwindigkeit für alle Etappen von 40 km/St, auf 45 km/St, heraufgesetzt wurde, mit Ausnahme der Strecken Zürich - St. Moritz und St. Moritz - Chur, bei denen man das vorgesehene Stundenmittel von 35 km beibehalten hat. nun von Bulle aus nicht via Saint-Maurice, sondern über Aigle nach Genf gefahren. Ferner werden die Konkurrenten laut Reglement erst dann disqualifiziert, wenn sie von den Kontrollposten unterwegs bei einem Stundentempo von über 60 km ertappt werden. Distanz In Kilometern 1. Tag, 20. März. Start 17.30 Uhr. Genf (Startort) 0 Genf - Bern 153 Bern - Zürich 135 Zürich - St. Moritz 204 2. Tag. 21. März. Start 13.00 Uhr. St Moritz - Chnr 78 Chur - Kreuzungen 132 Kreuzungen - St Gallen 60 3. Tag, 22. März. Start 7.00 Uhr. St. Gallen - Glarus Glarus - Schaffhausen Schaffhausen - Zürich Zürich - Altdorf Altdorf - Luzern Luzern - Basel 4. Tag, 23. März. Start 7.00 Uhr. Basel - Chaux-de-Fonds Chaux-de-Fonds - Fribourg Fribourg - Le Pont Le Pont - Bulle Bulle - Aigle Aigle - Genf Rektifiziertes Etappentableau. Total 71 100 50 74 53 96 492 270 vn.\ 489 Zur Verfücmng stehende Zelt Std. Min. Sek. 1695 km Das Schweizer Rallye zum Genfer Salon. 3 24 - 3 — — 5 40 —. 2 10 —t 2 56 — 1 20 - 1 34 40 2 13 20 1 06 - 1 38 40 1 10 40 2 08 — 99 2 12 - 69 1 32 — 85 1 60 - 77 1 40 40 59 1 18 40 100 2 13 20 21. März 1936. Aus den verschiedensten Landesgegenden erhält die Genfer Sektion des A. C. S. Anfragen betreffend die Nationale Sternfahrt zum Automobil- Salon, welche beweisen, wie gross das Interesse allerorten ist, das man der Veranstaltung entgegenbringt. Mit Genugtuung stellen die Organisatoren die rege Anteilnahme einiger Sektionen fest, wie z. B. derjenigen von Bern, die eigens zu diesem Zweck eine Versammlung einberufen hat, um den Mitgliedern, die sich am Rallye beteiligen möchten, Gelegenheit zu gegenseitiger Beratung und Diskussion zu geben. Wenn für den Wettbewerb auch weiterhin diese intensive Propaganda gemacht wird, so darf die nationale Sternfahrt eines ausserordentlichen Erfolges sicher sein. Besonders anziehend wirkt natürlich der in Aussicht stehende Wanderbecher, der gegenwärtig im Besitz der Waadtländer Sektion ist. Der «Salon-Ball> der Genfer Sektion des A.C.S. findet traditionsgemäss Samstag, den 21. Mär« im Hotel des Bergues statt.