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E_1936_Zeitung_Nr.021

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16 Automobil-Revue *-

16 Automobil-Revue *- N° 21 Der vollkommene Mann Eine Pariser Zeitschrift, die in französischer, englischer und italienischer Sprache «rschtint und sich hauptsächlich mit den Problemen der modernen Frau beschäftigt, hat an ihre Leserinnen die Aufforderung gerichtet, sich über die Qualitäten zu äussern, über die der «vollkommene Mann» verfügen sollte. Es ist recht interessant, zu beobachten, wie sich die Frau von heute den Mann wünscht und wie sich bei den Vertreterinnen der verschiedenen Nationen die Ansichten anders ausgeprägt haben. Da erkennt man beispielsweise auch recht deutlich die Stellung, die der Frau in der Gesellschaft eingeräumt wird. Die Französin hat vom Aeussem und vom Innenleben des Idealmannes eine ganz besonders klar ausgeprägte Vorstellung. Er soll mindestens 1,70 Meter, aber nicht mehr als 1,85 Meter gross sein, schlank, kräftig, dunkelhaarig, glattrasiert gehen oder höchstens einen kleinen «Clark-Gable-Schnurrbart» tragen. Brillenträger sind unerwünscht, der Gang soll leicht und elastisch sein, die Kleidung gut, sie darf sogar auffallen. Seine seelischen Eigenschaften: an erster Stelle wird Sinn für Zärtlichkeiten verlangt, dann Aufmerksamkeit in allen Dingen des inneren und des äusseren Lebens, schliesslich Klugheit, einwandfreies Benehmen und gute Allgemeinbildung. Man könnte demnach sagen, die Französin habe einen guten Geschmack, denn die Eigenschaften, die sie sich bei ihrem Mann wünscht, sollten jedem Kulturmenschen selbstverständlich sein. Die Engländerin Mein erster Ball Das wird gewiss ein bisschen merkwürdig klingen, dass ich in meinem weitläufigen lieben und mit schon sich lichtendem Haarschopf noch nie einen richtigen Ball besucht habe. Gewiss, mein lieber Leser, ich muss ja zugeben, dass ich auch schon dabei war, aber nie alleine. Nein, Gott bewahre! Ich stand ja unter der liebevollen Geschäftsaufsicht, nicht einer herzensguten, steinalten Tante, nein, die lassen wir liegen, dort, wo der Pfeffer wächst, aber zwei allerliebste Schwägerinnchen, die hielten mich im Auge. Oh, wie schweiften da meine Blicke bald dahin, bald dorthin! Wie bewunderte ich mit grossem Entzücken das Wirrwarr der tanzenden Paare! Aber ich? Nein, niemals! Einen richtigen Ball, einen richtigen Ball, wo man so allerlei sehen kann, hab ich noch nie besucht. Und immer wieder, wenn ich all meine Weisheit und all meinen Mut zusammen nahm, musste ich doch immer wieder denken: « Nein, nein, ich nehme mich in acht, denn eine Dummheit, eins, zwei, drei, ist an einem Ball gar bald gemacht.» So kam es dann, dass ein Jährchen sich zum andern reihte und ich, einsam und weltverlassen, nie einen Ball besuchte. Ja, ein Ball, lieber Leser, der ist ja so gefährlich, denn bedenke, welch Unglück geschehen würde, wenn man ausglitschte, entweder auf dem Parkett oder dann ... im Innersten. Und das, lieber Leser, das wäre, ja vom Schlimmen das Allerschlimmste. Uebrigens sagen mir meine ehrlichen Brüder — und drei nenn ich mein eigen — wenn ich mich für einen besseren weltlichen Anlass zurecht machen will: «Schau, bleib du zu Haus, denn ein Ball, der ist gewiss gar nichts für dich. Du bist zu ungeschickt. Du bist zu kindisch. Deine Bügelfalten sind nie in Ordnung. Deine Bemerkungen sind immer zu ungalant. Deine Bewegungen sind zu linkisch. Und, und... weiss Gott, was alles kannst du nicht.» Aus diesen Gründen blieb ich immer zur Zeit der Karnevalsbälle hübsch gemütlich zu Hause und lernte manierliche, galante und zimperliche Bewegungen. Und einmal, bei der ach so interessanten Arbeit, da bin ich eingenickt. Wie ich so schlief, mit kindlich unschuldsvoll geschlossenen Augen, da hab ich geträumt von einem Ball, denkt euch, von legt auf die äussere Erscheinung viel weniger Wert. Sie nennt weder eine bestimmte Grosse poch eine bestimmte Haarfarbe, hingegen erklärt sie mit Bestimmtheit, nur ein Mann von absoluter körperlicher Sauberkeit, ein appetitlicher Mann könne Anspruch auf ihre Zuneigung erwerben. Gute Kleidung ist ihr selbstverständliche Voraussetzung. Ihr praktischer Sinn verrät sich in der Forderung nach ausreichendem Einkommen, ihre herbere und zurückhaltendere Art in dem Verlangen nach kameradschaftlichem Empfinden. Tüchtigkeit und Fleiss, Vornehmheit der Gesinnung, Hilfsbereitschaft Armen und Schwachen gegenüber sind ihr viel wichtiger als Bildung oder jenes Zartgefühl, das die Französin in den Vordergrund stellt. Die Italienerin erhebt sonderbarerweise an erster Stelle die Forderung nach Tapferkeit und Mut. Sie sucht und liebt die kämpferischen Eigenschaften an dem Mann, sie verlangt lebhaftes Temperament. Der Mann muss in der Beschützerrolle gut aussehen, er muss sich in ihr wohlfühlen. Diese Forderung ist den meisten Italienerinnen selbstverständlich. Die weiteren Aeusserungen werden allerdings sehr problematisch und in dieser Vielgestaltigkeit der Antworten zeigt sich deutlich die Verschiedenheit der gesellschaftlichen Stellung der Frau in Italien, die sehr stark von dem Landesteil abhängig ist, in dem sie wohnt. Die unfreie Sjzilianerin wünscht sich einen grosszügigen, vorurteilslosen Mann, die Mailänderin einen treuen, die Römerin einen klugen und die mondäne Turinerin einen eleganten. N. F. P. einem richtigen Ball, mit Konfetti und Lultschlangen und allem Drum und Dran, von hübschen Frauen in eleganten Abendkleidern, von sehnsuchtsvollen Liebesmelodien. Was der Mensch mit eigenen Augen nicht zu sehen vermag, nein, nicht zu sehen wagt, das sehen oft im Schlafe die Augen des Geistes. Zuerst träumte ich, ich sei in einem grossen, festgeschmückten Saale. Unsichtbare, zarte Hände trugen mich über das Parkett, Ein wütender, .toller Trubel schwirrte um mich, alles tanzende Paare, die sich zu den Klängen des Orchesters wiegten. Und denkt euch, ich stand mitten drin. — Solo. — Eine Dame mit brünettem Bubikopf fasste mich an den Hän^ den und führte mich zum Tanze. Wir beganr, nen uns zu drehen, immer schneller zu drehen, immer rasender zu drehen. Da musste ich unwillkürlich an eine Dampfwalze denken, mit der ich, als ich noch in den Kinderschuhen steckte, mit den Nachbarskindern spielte. Aber "die Holde, nein, bei Gott, die glich nicht der Dampfwalze, nein, nein, im Gegenteil, sie glich, sie glich, ich weiss nicht, wem sie glich. In einer stillen Ecke ruhten wir uns aus. Niemand schaute auf uns, auf das Liebespaar in der stillen, trauten Nische. Das fand ich gar nicht übel, und nebenbei, den Bubikopf auch nicht. Und erst in dieser- gemütlichen Ecke, da bemerkte ich, dass dieser Bubikopf, dieser reizende Bubikopf noch eine Fortsetzung hatte. Und dann, da strich ich ihr mit meinen zittrigen Händen über ihr dauergewelltes Haar. Nach dieser Heldentat, da bin ich bis in die Fingerspitzen errötet. Aber, lieber Leser, nur im Geiste! Nachher schritten wir nach Hause. Hand in Hand eilten wir durch ruhende Strassen und Gässchen, immer strich ich ihr über das niedliche, brünette Haar, denn brünett, das war ja die Farbe, die immer meine Träume verschönte. Ich liebkoste das Himmelblau ihrer lieblichen Augen, das Himmelblau, das so fest an mir hing, als wollte es durch mich in mein Innerstes dringen. Und da strich ich über meine eigenen Augen. Da erwachte ich. Ich stand vor dem Spiegel, majestätisch und mit Würde, probierte Bewegungen, eine nach der andern, manierliche und zimperliche Bewegungen. W. Zb. te Atkutiecin uxied entschleiert Das Beispiel der Türkei macht Schule. Die Türkinnen haben bekanntlich vom altehrwürdigen Schleier längst Abschied genommen, sie treiben Sport, studieren, betätigen sich in allen Berufszweigen und sind aller Haremsromantik völlig entfremdet. Während in Bosnien und der Herzogewina die Mohammedanerin noch immer an den alten Bräuchen festhält, wird gegenwärtig in Albanien ein energischer Kampf gegen die Tradition eröffnet, und zwar ist es, wie Lodoner Blätter berichten, der König von Albanien, der sich mit aller Entschiedenheit für eine völlige Emanzipation der Frauen und Mädchen einsetzt, und dabei ebenso leidenschaftliche Zustimmung der Jugend wie leidenschaftlichen Widerspruch der Konservativen erntet. Der Schleier soll abgeschafft, den Mädchen und Frauen sollen Schulen hohen Niveaus und die Staatsämter zugänglich gemacht werden. Den Albanerinnen soll bei der Eheschliessung völlige Selbstbestimmung eingeräumt werden, während sie bisher nur Objekt waren und nicht um ihre Meinung gefragt wurden. Mehr als 70 Prozent der Albanerinnen sind mohammedanischen Glaubens und leben noch unter den gleichen Bedingungen wie vor Jahrhunderten. Sie verbringen ihre Tage in völliger Abgeschlossenheit, und nur selten sieht man in einem Cafe in Tirana eine züchtig verschleierte Frau in Gesellschaft ihres Gatten. Wenn eine wohlhabende Albanerin eine Reise unternimmt, wird für sie ein eigener Wagen gemietet. Nur die. Frauen der ärmeren Volksschichten benützen den Postautobus. Im Kino sitzen die Frauen von den Männern abgesondert. Heiraten werden zwischen den Eltern der Braut und des Bräutigams verabredet und die jungen Leute haben zu gehorchen. In einer Massenversammlung albanischer Jugendorganisationen hielt der König kürzlich eine Ansprache, in der er ausführte: «Manche Sitten, die in Albanien bestehen, sind eine Folge der Fremdherrschaft, der unser Land in früheren Zeiten unterworfen war. Wir brauchen diese Sitten und Gebräuche nicht länger zu befolgen. Im Gegenteil, wir müsse» alle Errungenschaften der modernen Kultur und Zivilisation bei uns einführen, um mit den fortgeschrittensten Völkern Schritt halten zu können. Gerade durch engste Verbindung mit der Weltkultur entwickeln wir aufs Schönste unsere nationale Eigenart, die aber in den Dörfern reiner und unverfälschter zu finden ist als in den Städten, in denen die Frauen nach fremder Sitte ihre Gesichte mit Schleiern verhüllen und künstlich in Unwissenheit und Abgeschlossenheit gehalten werden. Eine radikale Aenderung in unseren Lebensgewohnheiten ist nötig.» Die Ansprache des Königs fand stürmischen Widerhall. Uebrigens haben sich die beiden Schwestern des Königs, die gleich ihm dem mohammedanischen Glauben angehören, bereits aktiv für eine Modernisierung der albanischen Frauenkleidung eingesetzt: sie tragen europäische Toiletten und man sieht sie oft in Reitdress und Tenniskostüm. RECHSAAL FÜR KOSMETIK UND x KÖRPERPFLEGE Anfrage Frl. H. S., T. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ein zu träger Stoffwechsel dafür verantwortlich gemacht werden muss, dass Ihr Teint nicht mehr so jugendfrisch aussieht, wie Sie es gerne haben möchten. Sehr günstig und heilsam wirken in .solchen Fällen wie dem Ihrigen Hefepräparate. Deren angenehme und wohltuende Wirkung wird von allen gelobt, die einmal eine richtige Hefekur durchgeführt haben. Es gibt verschiedene solche Präparate, von denen wohl eines der beliebtesten das Medicoferment ist, das zugleich sehr angenehm und erfrischend zu nehmen ist. Diese Präparate regeln den Stoffwechsel und wirken schon damit einem ungesunden Teint entgegen. Im übrigen möglichst viel frische Luft und regelmäßiger Genuss von Früchten! Für eine belebende örtliche Behandlung des Teints, die zugleich nervenstärkend und entzündungswidrig ist, empfehlen wir Ihnen die Orangenblüten-Nachtcreme Zutz und als Tagescreme eine der bekannten schützenden Mattcremen als Puderunterlage. Altfofumische Anekdoten In den «Stunden der Musse> des Japanischen Dichters und Bonzen Kenko (gest. 1350) wird von dem Bischof Ryogaku eine amüsante Geschichte berichtet. Dieser Bischof war nicht gerade beliebt, weil er ein bösartiger Mensch war. Weil nun an der Seite des Tempels, in dem er Bischof war, hohe Ulmen standen, nannten ihn die Leute den «Ulmen- Bischof. Ryogaku fand -an diesem Spottnamen keinen Gefallen und deshalb liess er die Ulmen umhauen, da er hoffte, dadurch den Namen «Ulmen-Bischof» zu verlieren. Da aber die Wurzeln der Ulmen erhalten blieben, sagte man Ryogaku sei nun der «Gefällte Bischof». Wutentbrannt liess der Bischof auch die Wurzeln entfernen. Diese aber hatten sich im Laufe der Jahre weit verbreitet, so dass man viel Erde ausheben musste, um alle Wurzeln ausgraben zu können. Es entstand ein grosses Erdloch. Und von nun an bekam Ryogaku den Namen «Loch-Bischof» und diesen Namen konnte er nicht mehr verlieren. Jemand fragte den tugendhaften Mönch Hozen, was er tun solle, da er, wenn er den Buddha anrufe, manchmal vor Schlaflust nicht andächtig sein könne. Der Mönch Hozen antwortete: «Rufe den Buddha an, sobald du wieder wach bist!» Motoori Norinaga (XVIII. Jahrh.) berichtet die Geschichte von einem Chinesen, namens Sonko, der die Bücher sehr liebte. Da er aber so unbemittelt war, dass er sich kein Oel kaufen konnte, las er nachts beim Schein des Schneefalls. Ein anderer Chinese, namens Shain, der gleichfalls sehr gerne las, half sich im Sommer dadurch, dass er beim Licht von Glühwürmchen las, die er eingefangen hatte. J. R. H. Omeletten Käse-Omelette. (Schweiz.) Eiweiss von 12 Eiern wird steif geschlagen, mit 12 Eidottern vorsichtig verrührt; dann mischt man 60 g Butter, 100 g geriebenen Schweizer Käse, Salz und Pfeffer dazu und bäckt das Gemenge unter Umrühren (wie Rührei). Huevos ä la Flamenca. (Spanische Zigeuner- Omelette.) Je 100 g gekochte Kartoffeln, wilde Spargeln, grüne Bohnen, 50 g spanische Zwiebeln, 50 g Tomaten und etwas Knoblauch werden grob gehackt und in Olivenöl aufgewärmt. Man zerquirlt 12 Eier, mischt obige Zutaten dazu und bäckt daraus 2—3 Omeletten. Die Pfanne wird mit Olivenöl bestrichen. Probe aus „373 Kochrezepte aus 28 Ländern" von Ltta Redaktion des Auto-Magazins: Dr. Hans Rud. Schmld. Erhältlich in allen Apotheken 10 er Packung Fr. 4.50 — 4 er Packung Fr. 2.—• Qratls-Prospekt diskret durch EROVAGA. O.i Zürich 25, Bachtobeistrasse 59. Lesen Sie die aufklärende Broschüre von Dr. R. Engler. Zu beziehen gegen Einsendung von Fr.1.20 in Briefmarken oder auf Postscheck VIII/1819, E R O V A G A. Q. Neues Vom Zylinder (Aus London.) Nach den Jahren, da es auch dem Gentleman gestattet war mit offenem Hemdkragen im Bureau und mit weichem Filzhut auf der Strasse zu erscheinen, muss man jetzt einem konservativen Zug in der Herrenkleidung Beachtung schenken, der sich vor allem in der Wiedereinführung des Seidenzylinders bemerkbar macht. In jedem grösseren, Geschäftsunternehmen der City kann man an den Garderobehaken der Vorzimmer bereits Dutzende von Zylindern aller Grossen und Ausführungen sehen Namentlich in der Börsenund Bankwelt gilt eine andere'Kopfbedeckung bereits als unschicklich. Die jungen Leute haben sich dieser Neueinführung mit grosser Begeisterung angenommen, da ihnen das seriöse Kleidungsstück auch ein ernsteres und würdigeres Aussehen verleiht. Vor dem Kriege war es ausgeschlossen, in den Wandelgängen des Parlaments einen Abgeordneten zu treffen, der nicht einen Zylinder trug, und es war allgemein die Ansicht, dass dieses Kleidungstück zum .Politiker ebenso gehöre wie der Helm zum Polizisten. In den letzten.Jahren zeigte sich in der Kleidung der englischen Abgeordneten eine ziemliche Nachlässigkeit. Der Zylinder verschwand bis auf wenige Ausnahmen, und erst jetzt setzt sich wieder diese alte Kopfbekleidungsform durch. Anfrage Frau R., Th. Es hat uns gefreut, von Ihnen zu lesen, mit welcher konsequenten Beharrlichkeit Sie bei Ihren Töchtern von jeher auf eine sorgfältige Zahnpflege geachtet haben. Es wäre schön, wenn alle Eltern Ihrem wertvollen Beispiel folgen würden. Der Kampf gegen die gelegentliche Bequemlichkeit der Kinder lohnt sich hundertfältig, und später sind die Kinder dankbar für diese wichtige Anleitung, mit der man einen Grundstein zur Schönheit und Gesundheit des Kindes legt. Mittelharte Zahnbürsten werden im allgemeinen mit Recht bevorzugt. Sehr hygienisch ist die neue Implata, da sie mit heissem Wasser von Zeit zu Zeit gereinigt werden kann, ohne dass sich die Borsten lösen. Wegen der besonderen Anordnung der Borsten lässt sich diese Reinhaltung der Implata- Zahnbürste auch vorzüglich bewerkstelligen. Als Zahnpasta empfehlen die Zahnärzte für die Verhinderung der Zahnsteinbildung die neue Binacacreme. Neuerdings ist ein ähnlicher Stoff gegen die Zahnsteinbildung auch der Gibbs-Zahnpasta beigefügt worden. Bi. (Anfragen an Kosmetiksprechsaal des «Auto- Magazin», Zürich, Löwenstrasss 51.) CHOCOLAT ist die Rasierklinge, wie sie sein solll Blauband Rotband GrQnband Fr. 3.— Fr. 2.25 Fr. 1.60 10 Stic

N° 21 — Automobil-Revue 17 Eriunia>B> Zu eingebildet. Als einst in Hannover Mozarts «Zauberflöte» gegeben wurde, befand sich in einer Loge des Hoftheaters auch der alte hannoverische Oberjägermeister von Zastrow, ein adelsstolzer und eingebildeter Herr, der glaubte, dass er auf Grund seines Amtes und seiner Verdienste eine weltbekannte und berühmte Persönlichkeit sei. Dies führte ihn dazu, die in dem Textbuch stehende jubelnde Ovation der Sänger und des Chors: «Es lebe Sarastro, Sarastro soll leben!» misszuverstehen. In seinem Wahn verstand er; «Es lebe Zarastrow, Zarastrow soll leben!» Er erhob sich schleunigst in seiner Loge und dankte mit lebhaften Bewegungen und vielen Verbeugungen für die Kundgebung. Erst das aufschallende Gelächter auf der Bühne und im Zuschauerraum machte ihn stutzig. Ein Freund klärte ihn dann vollends auf. Zastrow war empört. Er knurrte: «Ich bedaure es, die Leute, denen ich gedankt habe, für verständiger und artiger gehalten zu haben als sie es sind!» — Und verliess aufgebracht zur selbigen Minute das Theater. * * * Gemütlichkeit von Dazumal. Ein österreichischer Landesfürst besuchte eine Strafanstalt und verfügte, es sei anlässlich seines Besuches allen Sträflingen die Hälfte ihrer Strafe zu erlassen. Mit einem Sträfling wusste man sich keinen Rat. Der hatte lebenslänglich. « Dös ist doch einfach», sagte der alte Wachtmeister Haberl, « einen Tag lassen wir ihn 'raus, den andern Tag sperr'n wir ihn wieder ein.» Einsperr'n, 'rauslassen, einsperr'n, 'rauslassen. Dös ist das einfachste. » * * Moissi war eines Tages in Paris angekommen, hatte sich rasch in einem der vielen Hotels bei der Gare du Nord einquartiert und war dann bummeln gegangen. Als er sich schliesslich — es war spät in der Nacht — heimwärts wandte, hatte er vergessen, in welchem Hotel (sie sehen sich dort recht ähnlich) er abgestiegen war. Er wusste sich nicht anders zu helfen, als den Portier eines Hotels, das das seine sein konnte, zu fragen: « Wohnt hier-Herr Moissi? » Der Portier bejahte. — « Sehr gut! Dann führen Sie mich zu ihm!» Unerwartetes urteil. Der Sprachforscher Wilhelm 'Grimm schrieb einst für ein Dienstmädchen, das.des Lesens und Schreibens unkundig war, auf ihre inständige Bitte hin einen langen Brief an ihre Eltern. Das war keine leichte Arbeit, denn Grimm musste aus dem Mädchen jede Einzelheit dessen, was sie auf dem Herzen hatte, sozusagen herausholen. Endlich aber war das Schriftstück fertig geworden. Der Gelehrte las es nun dem Mädchen laut und deutlich vor, das auch aufmerksam zuhörte. «Noch etwas hinzuzufügen?» fragte er endlich. Das Mädchen tiberlegte. «Ach, Herr Professor, schreiben Sie doch gütigst noch hinzu, sie sollen daheim nicht böse sein, dass der Brief so dumm ist.» Das Verkehrshindernis. «Verzeihung, Herr Polizist, ich gebe Gas soviel ich kann, aber es muss ein ausgespuckter Kaugummi auf der Strosse liegend (Humorist) Eine Frau, die weder lesen noch schreiben konnte, unterzeichnete die Quittungen ihrer regelmässigen Armenunterstützungsbezüge stets mit einem Kreuz. Beim letztenmal aber macht sie plätzlich statt des Kreuzes einen Kreis. Der Sekretär fragt sie verwundert: «Ja, warum machen Sie denn nicht wie immer ein Kreuz? » « Ja », meint sie, «ich habe mich wieder verheiratet, und da heiss' ich doch anders.» * . * Am Wasser stand das Wochenendhaus. Es stand sehr' günstig. Diebe fanden dies auch. «Man hat gestern nacht bei Ihnen eingebrochen!» «Ja.» « Was hat man gestohlen? » « Das Sicherheitsschloss, die Alarmvorrichtung und den scharfen Wachhund. » Zu den Berühmtheiten, die aus der. Auvergne stammen, gehört auch Pierre Laval. In vertrautem Kreis erzählt er gern diese typische Anekdote des derben Gebirgsvolks seiner engeren Heimat: In einem Dorf der Auvergne untersucht der Arzt einen schwerkranken Bauer. Beim Fortgehen flüstert er der Bäuerin zu: « Es steht sehr schlimm um Ihren Mann. Gott wird ihn wohl zu sich rufen. Darum, liebe Frau, wenn er etwas verlangt, geben Sie es ihm, um seine letzten Stunden zu verschönern.» Nachdem der Doktor fortgegangen ist, nähert sich die Frau dem Kranken. «Nun, mein lieber Mann, will's nicht mehr so recht gehen, möchtest du was haben, hast du einen Wunsch?» Der Sterbende öffnet ein Auge und heftet es auf eine geräucherte Wurst, die am Balken der Stube hängt. « O ja, ich möcht' ein Stück Wurst essen.» — «Das nicht», wehrt die Bäuerin ab, « die ist für die Beerdigung.» Rudi hat Pech im Bndgespiel. Er kommt auf eure Idee. Bobby soll sich hinter seinen Partner setzen und ihm Zeichen machen. Der Partner bekommt die Karten. Bobby macht eine Handbewegung, legt die Hand aufs Herz. Rudi schreit: «Vier Herz» und fällt fünfmal rekontriert. Voll Wut sagt er zu Bobby: «Was fällt dir ein, mir Herz zu raten?» Bobby: «Ich habe aufs Herz gezeigt und was macht das Herz? Pik, Pik, Pik, Pik!» « Wenn du weisst, wer dein Auto gestohlen hat, warum holst du es dir dann nicht zurück? » «Die Bereifung ist schon ziemlich schlecht; da möchte ich warten, bis er neue Reifen gekauft hat.» Ein Protz: « Was sehe ich, Herr Müller, Sie haben sich einen neuen Wagen angeschafft?» «Das stimmt. Vor einigen Tagen ging ich in ein Autogeschäft, um zu telephonieren. Da mochte ich nicht wieder hinausgehen, ohne eine Kleinigkeit gekauft zu haben.» (Frankfurter Illustrierte.) « Weisst du auch, was mit den Kindern geschieht, die die Unwahrheit sagen? » « Gewiss — sie fahren auf der Eisenbahn um den halben Preis'» «Habe gehört, dass du dir ein Kino eröffnen willst? Hast du schon einen Projektionsapparat? » — «Nein, das ist ja nicht so wichtig, wichtiger ist der Protektionsapparat, durch den ich die Lizenz bekomme.» Amerikanische Kurzgeschichte. «Papa, gib mir fünf Dollar, ich will mir Spielsachen kaufen.» — Papa zögert. — «Dann lasse ich mich entführen und du musst eine Menge Lösegeld zahlen!» Dankbarkeit. «Da die Gemeinde schon so lieb ist, mir einen Kandelaber vors Haus zu stellen, muss ich ihn auch hübsch herrichten ...» (Th. Th. Heine) Pensionat und Haushaltungsschule „Le Presbytere" lehrt perfekt Französisch, Italienisch, Englisch, Haushalt usw. Sport, Musik. Jahreskursbeginn: Ende April. Vorzügliche Ski-Gelegenheiten. Beste Referenzen. Prospekte. Gebirgslage. 700 m Höhe. Heir u. Frau Pfarrei Voumard. INTERNATIONALE SCHULE IN GENF Intern, u. Extern, f. Jünglinge u. Töchter. Vorbereitung auf Maturität, Bakkalaureat, sowie auf die amerik. u. eng). Prüfungen. Dipl. f. d. franz. 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Vullleme. lüas Das Kreuzworträtsel sagen Sie verehrte Leser und haben, wenigstens sind die Zuschriften in reichem in Nr. 17 scheint Euch Vergnügen bereitet zu Leserinnen zu Mass eingetroffen, und der Onkel ist doppelt glücklich, dass die Zahl der falschen Lösungen diesmal unserer neuen B.eilage ? Ihre verschwindend klein ist. Ein Neffe legt seiner Lösung ein paar Zeilen bei, die den Onkel besonders Meinungsäusserung ist uns Rätselfamilie des' « Auto-Magazin » ist: freuten, zeigen sie doch, wie eng verbunden die wertvoll. Automobil-Revue, Bern 6 GUMMI Fr. 2.50 Beste Qualität. Sicherster Schutz. Diskreter Versand. Postfach 13, Ricriterswil. WAFFEN Munition für Jagd, Sport und Vciteidi W. Glaser Löwenstr. 42, Zürich 1 Gr. Speziai-Geschält der Schweiz. Beste Relerenzenl (Jubiiäumskatalog Nr. 59 von 200 Seiten mit 1200 Abbildungen geg. Fr. 1.- in Marken) Rsitsc»l»Ecl«c» < Lieber Onkel! Ich möchte Ihnen meinen herzlichsten Dank aussprechen für das feins Buch, das Sie mir (als Rätsel-Preis) zukommen Hessen. Ihre Rätsel schätze ich sehr; sie sind mir ein lieber Zeitvertreib geworden. Wenn auch manchmal harte Knacknüsse darunter sind, die arg zu beissen geben, so freua ich mich doch jedesmal mächtig, wenn das Auto- Magazin erscheint, und ich vergesse manchmal Hunger und Schlaf über dem Lösen einer besonders giftigen Aufgabe. Mit den besten Grüssen. H. D. > Auflösung des Waagerecht: 2. Raa. 4. Oberbau. 6. Udo. 7. Kar. 8. Erz. 10. Inn. 12. Lea. 14. Ar. 15. Ne. 17. Ahn. 19. Rahmen. 20. Magnet. 21. Alt. 2 . Aa. 24. Es. 23. Art. 26. San. 28. Ras. 30. Eid. 31. The. 33. Chassis. 34. Lea. Kreuzworträtsels: Senkrecht: 1. Kardan. 2. Reu. 3. Abo. 4. Oer. 5. Une. 7. Kuehler. 9. Zahnrad. 10. Ir. 11. NN. 12. Laa. 13. Amt. 14. Ana. 16. Erna. 17. Ag«. 18. Net. 23. As. 24. En. 27. Achsen. 29. See. 30. Eis. 31. Tal. 32. Esa. Lifte der richtig eingegangenen Losungen. R. Bedert, Solothurn; E. J. Busch, Rüschlikon. H. Doerks, Thun; G. Dennler, Mühlheim; H. Dettwiler, Gelterkinden. H. Fenner, St. Gallen; Dr. J. Frei, Frauenfeld. H. Grütter, Trimbach; E. Gysin-Rieder, Liestal. K. Küderli, Zürich; Dr. med. C. Körber, Meiringen; F. Keller, Bern. Dr. jur. E. Pfister, Zürich. A. Rupp-Moser, Rorschach; G. Rikli, Bern. H. Sommer, Zürich; J. Serr, Bern; V. Serr, Bern; E. Sarasin-Geigy, Basel; E. Schmid, Balgach. W. TeuUch-Hubacher, Biel. Dr. K. Vöchting, Basel. A. Weber, Bern; E. Winteler, Glarus; Frl. M. Wildbolz, Bern. Preisträger: Dr. J. Frei, Frauenfeld; H. Grjitter, Trimbach; Dr. K. Vöchting, Basel. Nun versuchen wir's einmal mit einem Silbenrätsel. — Der Onkel hofft, dass es Gnade finde, schwer ist es nicht und mehr Geduld als ein Kreuzworträtsel erfordert es auch nicht. Einsendetermin: 20. März. SUbtnrStstl. A — An — An •=- At — Au — Berg — Bi — Bil — Brun — Burg — Bum — Ce — Chi — Ci — Des — En — En — Er — Fi — Gel — Gra — Harn — In — Ken — Ken — Ker — La — Lan — Lau — Las — Le — Le — Mer — Mo — Nen — Neu — Ni — Noc — O — Oe — Olds — Pel — Rad — Ser — Si — Steu — Tat — Ter — Ter — Ti — Tri — U — Umph — Ver — Wel. Aus obigen Silben sind 18 Wörter zu bilden, deren Anfangsbuchstaben von oben nach unten gelesen, eine grosse automobilistische Veranstaltung ergeben. 1. Amerik. Automobilmarke. 2. Hochschule. 3. Englische Automobilmarke. 4. Deutsche Automobümarke. 5. Bek. Deutsche Automobilmarke. 6. Amerik. Automobilmarke. 7. Ital. Automobilmarke. 8. Fremdenort im Bemer Oberland. 9. Fremdenort im Bemer Oberland. 10. Bestandteil des Automobils. 11. Bestandteil des Automobils. 12. Ital. Automobilmarke. 13. Schweizer Automobilmarke. 14. Bestandteil des Automobils. 15. Amerik. Automobilmarke. .16. Bek. Fremdenort im Kanton Uri. 17. Kanton und Stadt. 18. Ital. Automobilmarke.