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E_1936_Zeitung_Nr.021

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6 AUTOMOBIL-REVUE

6 AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 13. MÄRZ 1936 — N° 21 Flansch auf der angetriebenen Welle axial verschiebt. Die Uebertragung vom Bedienungshebel des Fahrers auf diesen Flansch ist in der rechten obern Ecke von Fig. 2 etwas vergrössert dargestellt. In welcher Art und Weise die Exzenter mit Hilfe ihrer Verzahnung verdreht werden) wurde bisher noch nicht besprochen. Dies kann entweder willkürlich oder unter dem Einfluss des übertragenen Drehmomentes automatisch geschehen. Ein Wellenstummel ragt durch die Bohrung des äussersten Lagerzapfens der Kurbelwelle und greift mit der Verzahnung an seinem Ende in das Zahnrad des Exzenters (siehe auch Fig. 1) ein, der beidseitig je ein solches aufweist Vom zweiten (links) wird die Verdrehung auf einen weiteren Wellenstummel in der Bohrung des zweiten Arms der Kurbelwelle übertragen, von dort auf den nächsten Exzenter usw. Alles in allem geht aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, dass der Gesamtaufbau nicht gerade einfach ist, was wohl den Hauptnachteil dieses Getriebes darstellt. Dafür erfolgt anderseits der Eingriff weicher als bei Klemmvorrichtungen, die mehr einem Freilauf nachgebildet sind, was sich auf die Abnützung und den ruhigen Lauf günstig auswirkt. Immerhin stehen längere Betriebserfahrungen, die zu einer genaueren Wertung erforderlich wären, noch aus. Bisher hat jedenfalls kein stufenloses Getriebe allen praktischen Anforderungen genügt. Inwieweit dies auch hier zutrifft, muss die Zukunft entscheiden. i»..«.l Erfinder-Selbsthilfe-Organisation? Ist dieses Unternehmen reell? P. H. in R. Frage 9760. Dampflokomotive mit elektrischer Heizung. Warum wurden zur Zeit, als die SBB elektrifiziert wurden, nicht einfach elektrische Heizkörper in die Dampfkessel eingebaut? Dies wäre doch viel billiger gewesen, da man die Brükken nicht hätte verstärken müssen und keine neuen Lokomotiven nötig geworden wären. H. W. in E. Antwort: Eine Heizung der Dampflokomotiven durch elektrischen Strom kommt aus folgenden Gründen nicht in Betracht: Der Wirkungsgrad einer solchen Anlage wäre um ein Mehrfaches geringer als der unserer modernen elektrischen Lokomotiven, und zwar obwohl der Elektrokessel die Wärmezufuhr besser ausnützt als ein mit Kohlen geheizter Dampfkessel. Der Grund dafür ist darin zu suchen, dase der Dampf-Kreisprozess eben grundsätzlich keinen guten Wirkungsgrad besitzt. Es hiesse also die Nachteile beider Lokomotiv- Systeme vereinen, wollte man den fraglichen Wc£ beschreiten. Denn es würden dadurch die hohen Aiilagekosten gröeserer elektrischer Anlagen mit dem schlechten Nutzeffekt des Dampfantriebes kombiniert. Die Mehrkosten würden die Auslagen für die Verstärkung der Brücken übertreffen. Frage 9761. Revision des Wagens. Ich möchte meinen Amerikanerwaaen, Modell 1932, mit einer Kilometerzahl von 22.000 nachsehen lassen? Können Sie mir mitteilen, welche Teile geprüft werden müssen? Dr. H. S. in A. Antwort' In erster Linie müssen die mechanisch bewegten Teile einer Revision unterzogen werden. Dazu gehört vor allen Dingen der Motor. Im allgemeinen ist es empfehlenswert, die Zylinder nach 25.000—30.000 km ausschleifen und neue Kolben einsetzen zu lassen. Falls ein Betriebsunterbruch des Wagens im Sommer lästig empfunden wird, empfehlen wir, die Arbeit jetzt auszuführen. Weiter müssen die Ventile neu eingeschliffen, eventuell das eine oder andere ersetzt werden. Gleichzeitig sollte der Zylinderkopf entniest und die sämtlichen Kurbel- und Pleuellager auf Spiel unter- —"555SS »ICE C-S nere Arbeiten zu den selbstverständlichen Obliegenheiten. Zum Einfahren der neuen Kolben empfiehlt sich die Verwendung einer etwas grösseren Düse und einer reichlicheren Leerlaufeinstellung des Vergasers, die nachher wieder rückgängig gemacht wird. Der Umfang der auszuführenden Reparaturen hängt nicht zuletzt sehr stark von der Fahrweise und Instandhaltung ab, die der Wagen erfährt Anfrage 580. Schleudern und seine Folgen. Anfangs Dezember fuhr ich mit meinem Wagen von Luzern nach Zürich. Wetter: Schneefall und verminderte Sicht. Strassenverhältnisse: ungesandet und Rutschgefahr. Unterhalb Sihlbrugg bemerkte ich ziemlich weit weg einen Schneepflug. Als ich ca. 30 m von diesem entfernt war, kam ein anderer Wagen aus entgegengesetzter Richtung. Um diesen Wagen passieren zu lassen, Hess ich mein Auto links am Schneepflug vorbei ausrollen. Wie der andere Wagenführer mein Ueberholungsmanöver bemerkte, geriet sein Wagen sofort wegen Betätigung der Bremsen in äusserst starkes Schleudern und wurde mein Wagen beschädigt 1. Habe ich mich zwecks Schadenersatz an den Besitzer des Wagens oder an die Versicherung zu wenden? 2. Darf der Wagen von jedem Lenker gefahren werden, auch wenn derselbe nicht in die Versicherung einbezogen ist? 3. Kann ich nach meiner Unfalldarstellung weligstens eine teilweise Deckung meines Schadens fordern? M. Z. in K. Antwort: Ihre drei Fragen beantworten wir wie folgt: 1. Nach Art 49 MFG. können Sie sich sowohl an den Halter des Motorfahrzeuges als auch unmittelbar an dessen Haftpflichtversicherin halten. Ueberdies können Sie nach Art. 41 OR. auch den Führer des Fahrzeuges haftbar machen, falls er nicht zugleich Halter ist 2. Grundsätzlich ist jeder vom Halter ermächtigte Lenker in die Haftpflichtversicherung eingeschlossen. In Ihrem Falle ist also die Haftpflicht des Gegenfahrers ohne weiteres gedeckt, es sei denn, er habe das Fahrzeug eigenmächtig benützt, was wenig wahrscheinlich ist. 3. Unseres Erachtens trifft Sie das alleinige oder doch das weit überwiegende Verschulden am Unfall. Nach Art. 25 MFG. muss der Führer das Fahrzeug ständig beherrschen. Sie hätten also so langsam fahren sollen, dass Sie trotz dem schlechten Zustand der Strasse hinter dem Schneepflug hätten anhalten können, als der entgegenkommende Wagen sich Ihnen näherte. Ob auch den andern Lenker ein Verschulden trifft, ist fraglich. Grundsätzlich durfte er damit rechnen, dass kein entgegenkommendes Fahrzeug die ihm vorbehaltene Strassenhälfte in Anspruch nehme. Es könnte ihm höchstens vorgeworfen werden, er sei zu schnell gefahren, allein sein Fehler würde auch in diesem Falle viel kleiner sein als der Ihrige. Wegen eines Schadens von Fr. 145.— lohnt sich bei dieser Verteilung des Verschuldens ein Prozess jedenfalls nicht. * zum SP „Centea" Regom-Pneu halben Preis voll leistungsfähig, mit schriftlicher Fabrik-Garantie. Zündfunke ohne Zündfunke mit Stromberg Master Condenser! 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N° 21 — FREITAG, 13. MÄRZ AUTOMOBIL-REVUE A.utfo Kind Fiikus Die Probe aufs Exempel. Während der Wintermonate 1935/36 war die Zahl der Personenautomobile in Oesterreich um 7000 oder 20 % höher als zur gleichen Vorjahrszeit. Der Grund dieser Erscheinung liegt darin, dass infolge Aufhebung der Verkehrssteuern der-Verkehr zugenommen hat und im Zusammenhang mit dieser Erleichterung der Rückzug von Wagen während des Winters einen geringern Umfang erreicht als in früheren Jahren. , Soweit die Erfahrungen Oesterreichs mit der Beseitigung der Autosteuern, womit der Fiskus auf eine Einnahme von rund 5 Millionen verzichtet. Die Früchte dieser weitsichtigen Politik sind nicht ausgeblieben, wie allein schon die oben zitierten Zahlen belegen. Bei uns aber halst man dem Motorfahrzeug unentwegt neue Lasten auf, ohne sich darum zu kümmern, dassJdie «Reserven» erschöpft sind. Schrumpft flann der Verkehr zusehends zusammen, häufen sich bei den kantonalen Verkehrsämtern die zurückgegebenen Nummern in einem bisher noch nicht gesehenen Ausmass, darin verkündet man vom hohen Katheder herab: « die allgemeine Krise ist daran schuld», beileibe nicht etwa die unsinnige «Schröpfkur», der man das Automobil unterwirft. Wenn es aber das arme Oesterreich, das von der wirtschaftlichen Depression mindestens ebenso schwer heimgesucht wird wie die Schweiz, mit der Aufhebung der Autosteuern fertig brachte, die Zahl der im Verkehr stehenden Personenwagen sogar während der Wintermonate um volle 20 % zu erhöhen, dann liegt der Schlüss nahe, dass es auch bei uns in erster Linie der untragbar gewordene Zoll- und Steuerdruck ist, der die massenhafte Schilderrückgabe auf dem Gewissen hat und den die missliche Wirtschaftslage natürlich noch verschärft. Eine Lockerung der Schraube .würde auch bei uns ähnliche Ergebnisse zei- -*gen wie in Oesterreich. eh. Fortschrittliche Nidwaldner Behörden. Der Landrat von Nidwaiden hat in seiner Sitzung vom 7. März auf Gesuch des lokalen Nidwaldner Automobil-Clubs beschlossen, dass die kantonalen Automobil-Verkehrsgebühren vom 1. April an vierteljährlich entrichtet werden können. Ferner wurde ein Antrag gutgeheissen, wonach der Besitzer von 2 Motorwagen der gleichen Kategorie (also entweder 2 Personen- oder 2 Lastautos) diese mit nur einem Kontrollschilderpaar abwechslungsweise benützen dürfe, gegen eine jährliche Zusatzgebühr von Fr. 30. Damit sind wesentliche Erleichterungen im Automobilverkehr zugestanden worden. Die freundliche Geste, welche der Landrat durch Annahme der beiden Postulate gegenüber dem Automobilwesen gezeigt hat, wird einesteils bei jenen Automobilbesitzern des Kantons, die wechselweise zwei Fahrzeuge benützen möchten, anderntoils aber auch bei .jenen lebhafte Genugtuung auslösen, die aus irgendwelcher Ursache die Fahrtaxe vierteljährlich bezahlen wollen. >&uri«»l*u**e Alpenposten. Trotz des prächtigen Wetters und der ausgezeichneten Schneeverhältnisse, welche der letzte Sonntag bescherte, steht die Frequenz der Postautokurse im Zeichen des Rückgangs. Vom 2. bis zum 8. März 1936 wurden auf den 15 Linien, auf welchen die Postverwaltung den Winterbetrieb aufrechterhält, 15 610 Personen befördert, verglichen mit 16 870 in derselben Woche des Vorjahres. Der Ausfall beträgt demnach 1260 Passagiere oder rund 8%. Acht Linien vermochten ihre Beförderungszahlen gegenüber 1935 noch zu steigern, weitaus am stärksten der Kurs Schwarzenburg-Riffenmatt- Hirschhorn mit einem Plus von 1007 Personen. Das hat der herrliche Skisonntag gemacht! Mit einer beträchtlichen Frequenzverbesserung wartet auch genannt die Erschliessung der herrlichen Gebirgs- mit einem die Hauptstadt einschliessenden. die Linie Bern-Gurnigel-Selibühl auf (1367 Per-welsonen gegen 543 im Vorjahr), währenddem auf der Aktionsradius, die Schaffung eines neuen Durchgangsverkehres und die mit dem Bau verbundene andern Seite unter den sieben Kursen, deren Reisendenzahl einen Rückgang aufweist, die Strecke Arbeitsbeschaffung, die besonders der- notleidenden. St. Moritz-Castasegna am schlechtesten abschneidet, Gebirgsbevölkerung zugute kommen soll. verzeichnet sie doch, gemessen am selben Zeitabschnitt 1935, eine Frequenzeinbusse um 1063 Per-•Strasse vor von Puchberg über das Es bestehen zwei Projekte. Das eine 6ieht eine Baumgartner- sonen. Ein ähnliches Bild bietet sich für Nesslau- Buchs, wo die Passagierziffer um 1001 hinter der entsprechenden Zahl von 1935 zurückbleibt. Werden die neuen Linien Stalden - Saas Baien, Zernez - Münster und Lugano - St. Moritz mit einbezogen, dann, ergibt sich für die Woche vom 2. bis 8. März 1936 eine Totalfrequenz von 15 928 Reisenden, jjg ffrassen N»t Zürcher Strassenfragen. In verdienstvoller Weise hat Herr Stadtrat Stirnemann, Chef des Bauamtes I der Stadt Zürich, den Vertretern der zürcherischen Strassenverkebrsverbände Gelegenheit gegeben, sich über die wichtigern aktuellen Strassenproiekte im Stadthaus orientieren zu lassen. In Anwesenheit zahlreicher Behördenvertreter referierte er an Hand des nötigen Planmaterials über folgende Strassenfragen. Ausbau der Winterthurerstrasse zwischen Blümlisalp- und Ircheistrasse, sowie der Ueberlandstrasse Richtung Winterthur zwischen Schwamendingerstrasse und Auhof, Verlängerung der Gloriastrasse bis Rämistrasse, Ausbau der Dreiwiesenstrasse und der Witikonerstrasse im Kapf, Verlängerung der neuen Eierbrechtstrasse, neue Verbindungsslrasse von der Bellerivestrasse bis Bahnhof Tiefenbrunnen, Ausbau des Bellevueplatzes und Escher-Wyss-Platzes, Ausbau der Uraniastrasse mit neuem City-Platz, sowie der Albisstrasse bis zum Grüt, der Badenerstrasse beim Schulhaus Altstetlen und der Wehntalerstrasse bis Birchstrasse. Geprüft wird die Anlage von Betonbelägen an der Winterthurer Ueberlandstras.se. In der ansehliessenden Diskussion • gaben die Vertreter der Verbände ihre besonderen Wünsche zu den einzelnen Projekten bekannt, wobei vor allem der Verwendung von Betonstrassen, wo dies technisch möglich (Schwierigkeiten, im bebauten Gebiet wegen der anzunehmenden Leitungen), und ,der Zweckmäßigkeit der horizontalen Abstufung zwK sehen Fussgänger- und Radfahrerweg das Wort geredet wurde. Die Aussprache zeigte deutlich, wie heute die Baubehörden der Stadt Zürich und die Verbände gewillt sind, sich in gemeinsamer Zusammenarbeit zu finden, wobei dankbar anerkannt sei, dass der Chef des Bauamtes I diese Zusammenarbeit weitgehendst zu fördern -sucht im Interesse einer zweckmässigen Gestaltung und Durchführung der verschiedenen Strassenprojekte, an denen die Limmatstadt ja nicht arm ist. V Neue Strassenprojekte in Oesterreich. Nachdem die Grossglocknerstrasse bereits dem Verkehr übergeben ist, tauchen schon wieder neue Strassenprojekte in Oesterreich auf. Der 60 km von Wien entfernte Hochschneeberg soll durch zwei bauund verkehrsteebnisch voneinander unabhängige Strassen mit der Bundesstadt verbunden werden. Als Hauptvorteil des geplanten Strassenbaues wird baus auf den Hochschneeberg mit Endpunkt Hotel Hochschneeberg. Projekt II führt von Lodenheim über die Sparbacherhütte in das Voitstal mit einer von der Sparbacherhütte abzweigenden Aussichtsstrasse zum Ochsenboden. Beide Strassenprojekte sind in bau- und verkehrstechnischer Hinsicht von-* einander unabhängig. Der Strassenzug zum Baumgartnerhaus und auf den Hochschneeberg würde es ermöglichen, von Wien in etwa 1,5 bis 2 Stunden eine Höhe von etwa 2000 Meter zu. erreichen. Die neue Strasse würde eine grosse Anziehungskraft auf die Fremden Besucher haben Die Steigungsverhältnisse sind günstig und gehen nicht über 10 bis 12% trotz, der Bewältigung der grossen Höhenunterschiede auf verhältnismässig Strecke. Bfidierl^ch kurzer gr. Dr. J. Strebel, Bundesrichter: Kommentar zum Bundesgesetz über den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr, 4. Lieferung. Soeben ist im Polygraschen oder körperlichen Leidens. Sie darf auch schaffen soll zum Ausgleich ausgestandenen seeliphischen Verlag, Zürich, die 4. Lieferung des in nicht den Charakter einer Strafe haben, nech der diesem Blatt schon mehrfach rezensierten Kommentars von Bundesrichter Dr. Strebel zum Automobilgesetz erschienen. Sie ist mit Spannung erwartet worden, weil darin ein Kapitel behandelt wird, dem in der Praxis grösste Bedeutung zukommt, nämlich die Haftpflicht. Mit grosser Gründlichkeit setzt sich der Kommentar mit den 11 die". Haftpflicht, umfassenden Gesetzesartikeln auseinander, wobei selbstverständlich die Behandlung des. Art. 37 den weitaus grössten Räum beansprucht. Bundesrfchter Streber setzt sich dabei mit -wichtigen Begriffen auseinander, wie «Betrieb des Motorfahrzeuges», «Unfall», «Kausalzusammenhang», «Halter» usw., wie sie der Art. 37 in grosser Zahl enthält. Der «Betrieb» beginnt, sobald die motorische Kraft zum Zwecke der Fortbewegung des Fahrzeuges wirksam wird. Der Betrieb ist dagegen nicht schon beendet, wenn die Antriebskraft aufgehört hat, sondern erst dann, wenn Fahrzeug und Motor so zur Ruhe gekommen sind, dass auch die übrigen Einrichtungen maschineller Art (z. B. Scheinwerfer) nicht mehr funktionieren. Auch Nachwirkungen des abgestellten Motors sind Nachwirkungen des Betriebs und rechtlich diesem zuzurechnen. Es ist daher z. B. ein Betriebsunfall, wenn das nach Abstellung des Motors, aber unter dessen Nachwirkung weiterrollende Auto einen Unfall verursacht, oder wenn ausströmende Gase nach Rückbringung des Fahrzeuges in die Garage und Abstellung des Motors noch einen Unfall verursachen. Bezüglich.Verantwortlichkeit gilt als Abgrenzung im allgemeinen nach konstanter Praxis des Bundesgerichtes das Kriterium, dass eine Tatsache, welche natürliche Ursache eines Erfolges war, rechtlich nur insoweit als dessen Ursache behandelt werden soll, als sie nach der Erfahrung des Lebens an sich geeignet war, beim normalen Verlauf der Dinge einen Erfolg von der Art und dem Umfang des eingetretenen herbeizuführen. Halter ist, wer das Fahrzeug für eigene Rechnung in Gebrauch hat und diejenige Verfügungsgewalt darüber besitzt, die ein solcher Gebrauch voraussetzt, wobei unter Verfügungsgewalt zu verstehen ist die Entscheidungsbefugnis darüber, ob das Fahrzeug dem Verkehr übergeben, darin belassen und wie es in demselben verwendet werden soll. Art. 37 unterscheidet u. a. auch «wischen grobem und leichtem Verschulden. Der Begriff des groben Verschuldens umfasst nach Strebel den bösen Vorsatz und die grobe Fahrlässigkeit. Leichtes Verschulden liegt immer dann vor, wenn die Fahrlässigkeit keine schwere ist, insbesondere, wenn es sich bloss um eine mehr oder weniger entschuldbare, vorübergehende Unaufmerksamkeit handelt. Das konkurrierende Verschulden kann, je nach den Umständen, schwer oder leicht sein. Die Tatsache des primären Verschuldens bat nicht etwa die Folge, dass das konkurrierende Verschulden deshalb immer nur ein leichtes wäre. In Art. 41 äussert sich Bundesrichter Dr. Strebel in interessanter Weise zum Problem von Art und Umfang des Schadenersatzes, ein für die Praxis besonders wichtiges Kapitel. Ebenso wichtig ist das Kapitel «Genugtuung». Genugtuung ist nicht Schadenersatz, sondern Erweisung einer Wohltat, die dem Empfänger Freude und Lebensgenuss ver- Befriedigung eines Rachegefühls dienen. So enthält denn diese 4. Lieferung eine Fülle interessanter Probleme und Richtlinien bezüglich des durch Art. 7 des Bundesgesetzes eingeführten Haftpflichtsystems für Motorfahrzeuge. Die bevorstehende 5. Lieferung wird dem ebenfalls höchst aktuellen Thema «Versicherung« gewidmet sein. Auch sie wird in vorteilhafter Weise eine heute noch bestehende Lücke auszufüllen wissen. Dr. R. v. Stürler. Deutsche und franz. Preis Fr. 6.— Ausgabe. PreisFr.6.- Das einzige glänzende Geschäft, das Sie noch abschliessen können l Behandeln Sie Ihre Wagen zukünftig nur noch mit EKRO- 5TRASSEN kürzeste Bremswege, grösste Verkehrssicherheit. Autopflege-Produkten EKRO garantiert für monatelange Haltbarkeit des Hochglanzes an Ihren Wagen. — Nur säurefreie Produkte. Verblüffende Wirkung, wirklich noch niedagewesene Haltbarkeit. — Neue Wagen behalten ihre Schönheit, alte Wagen werden wie neu. Beste monatelang ausprobiert. Massige Referenzen Preise. Besichtigen Sie unsere Vorführungen an unserem Stand Nr. 234 am diesjährigen Automobilsalon in Genf Bezugsquellennachweis durch den Generalvertrieb für die Schweiz: EKRO VERTRIEBS A.-G. 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