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E_1936_Zeitung_Nr.023

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{22 XutdmoJnl-Revn« N»2; Lebensweisheit in Pillen Erkenntnis — möglichst vor Torschluss! Ich sitze auf einer sonnigen Bank am Kaigelände des Stromes in einer fremden Stadt. Der Strom durchmesst auch die Stadt, in der ich lebe. Die Kaianlagen sind dort viel reicher und schöner, auch die Stadt ist es! Grösser, reicher! Und die Aussicht vom Stromufer viel reizvoller — aber — wie selten sitze ich dort so ruhig und schaue hinaus ins weite Land! Hier in der Fremde, da weiss ich es plötzlich, wie sehr man sein Leben vertut, eingefangen in selbst auferlegter Sklaverei des Alltags! Des Alltags, den man zu bezwingen glaubt — und dabei von ihm niedergerungen wird in einem ewigen Kleinkampfe. Schritt um Schritt — niedergerungen, nur dass man es nicht immer weiss! Man hetzt und jagt an so vielem vorbei, das plötzlich in einer ruhigen Stunde des Losgelöstseins, die man in einer fremden Stadt durchlebt, zu einem kleinen Feste wird, das man aber doch auch daheim erleben könnte — wenn die Erkenntnis zur rechten Zeit käme! Wenn wir uns nicht jagen Hessen von der Sorge um das Heute und der Angst vor dem Morgen, immerzu! Ein ganzes Leben lang — bis dann auf einmal auf einer sonnigen Bank in der Fremde plötzlich das Bewusstsein aufleuchtet, auf wie vielen solchen Sonnenbänken wir schon gesessen — ohne es zu beachten, dass es sonnig und hell gewesen! Weil daheim der Kleinkram des Alltags über alles seine Schatten warf und wir nicht die Energie hatten, den Augenblick in der Sonne vor ihnen zu bewahren, ihm das alte « Verweile doch — Du bist so schön! » als Schutz und Wehr vorzuhalten. Es gibt viele, die das können und noch mehr solche, die diese grosse Kunst nicht verstehen, sie nie erlernen — diese Lebenskunst.' Und doch sollten just wir Frauen die in der Beziehung noch talentloser sind als die «Herren der Schöpfung», alle, alle daran arbeiten, sich die Kunst zu eigen zu machen: dem Augenblick sein Recht zu lassen! Mit offenen Augen das Schöne zu sehen, das sich dem Bescheidenen doch gelegentlich offenbart, das Gute zu gemessen, solange die gütige Natur uns Genussfähig'keit schenkt! Sonst kommt der Tag, an dem man sich eingestehen muss, dass man sein Leben verjagt — vertan — und dann sitzt man auch auf einer Sonnenbank in tiefstem Schatten! Ich langweile mich Ida Bock. Ist dies wirklich wahr? So oft hören wir diese Bemerkung von Frauen, die ihr Heim haben und die mit ihrer freien Zeit nichts anzufangen wissen, nachdem sie sich übrigens schon in Bezug auf ihre Arbeit beklagt haben, sie sei langweilig. Ich muss gestehen, dass ich eigentlich wenig Talent zur Langeweile besitze, weil mich immer allerlei Ideen gefangen halten, weil ich ständig, sei es im Haus oder-sonst irgend etwas ausprobiere, einer Idee zum Durchbruch verhelfen oder Nebenmenschen nützlich sein möchte. Ich habe mich auch schon gelangweilt, beispielsweise, wenn ich eine Rede anhören musste, die schrecklich wenig in gewundener Form sagte, oder — dies ging in meiner Schulzeit so —, wenn ich mich mit Erklärungen zufriedengeben sollte, die absolut unverständlich, nicht anschaulich waren. Wo etwas das Fassungsvermögen übersteigt, stellt sich mitunter Langeweile ein, auch bei Erwachsenen. Weil man nicht folgen kann. Dies kann an uns selbst, an unserm in manchen Dingen begrenzten Horizont oder aber an der Darstellungsweise liegen, in der eine Sache geboten wird. Wenn zu viel Vorkenntnisse vorausgesetzt werden, auf denen ein Vortrag, ein Aufsatz fussen und wir nicht mitkommen, so nennen wir unsere dabei eintretende Hilflosigkeit Langeweile, was sie im Grunde genommen gar nicht ist. Es kommt auch vor, dass ein Mensch von einer Sache nicht gern hört, da sagt er gleich, das Thema langweile ihn, und ist doch nur Widerwille dabei, sich in eine Sache zu vertiefen. Die echte Langeweile ist ein grosses Unglück für den betreffenden Menschen. Sie entspringt einer Interesselosigkeit an seinem Aufgabenkreis, seiner Umgebung im allgemeinen. Es gibt Leute, die sind immer leer. Sie schnappen die Dinge auf, wie ein Fisch, schlucken ihre Eindrücke sozusagen ganz. Bücher werden in ein paar Stunden flüchtig durchgelesen, es wird über die schönsten Partien hinweggesehen, tiefste Bemerkungen werden überhört, -es fesselt nur die starke Handlung. Es sind dies die Menschen, die, um mit Rudolf Hans Bartsch zu reden, im stoffhungrigen Volk geboren sjnd. Oft hören wir: ich lese keine Gediente, die sind ja langweilig. Das ist nun schon etwas Barbarisches. Ist doch die gebundene Rede viel konzentrierter, viel inhaltsreicher, wenigstens bei guten Gedichten. Freilich viele dringen nie zum Bild, zum Symbol, das dem Künstler wesentjich ist, vor. Sie sehen auch nie Allgemeines, nur die kleinen einzelnen Tatsachen des Lebens. Und alle, die diesen tieferen Sinn jedes Ereignisses nicht erkennen, das Gewebe des Lebens nicht sehen, die haben es stets mit Langeweile zu tun. Auch die für ihre Mitmenschen wenig Herz, für ihre Aufgaben keine Wärme besitzen. Die weder Farbe noch Freude an schönem Material haben. Kurz, die, uni ein Rilkewort zu brauchen, den «billigen Zerstreuungen) verfallen sind. Die uns umgebenden Dinge können für uns wesentlich sein, je nachdem wir uns an sie hingeben, gleichsam tonend, farbig, beseelt werden. Ein irgendwie künstlerisch wirklich begabter Mensch wird sich ebenfalls nie langweilen, wie ich noch nie wirklich religiöse Menschen traf, die über Langeweile klagten. Sie haben etwas Absolutes im Sinn, das sie all die kleinen, flüchtigen, tandartigen Dinge weniger wichtig nehmen lässt, das sie auf Grosses hinlenkt. Da erhält das Leben einen höhern Inhalt. Nur wirklich oberflächliche Menschen langweilen sich, die weder ihre Aufgaben mit Interesse vielseitig zu lösen suchen, noch sich zu wirklicher, höchster Leistung verpflichtet fühlen. Es ist so vieles auf der Welt des Tuns, des Denkens wert, so vieles wäre anzugreifen, dass es eine wirkliche Langeweile nicht geben kann. Nehmen wir uns vor, alle Dinge unseres Aufgabenkreises ganz zu tun. Wenn wir nur das, was uns aufgetragen ist, restlos gut machen wollen, haben wir keine Zeit, uns zu langweilen. Ueberall, wo wir das Leben und unsere Arbeit anpacken, da ist sie auch fesselnd, voll Inhalt und voller Ueberraschungen. Sich nicht langweilen, ist richtig geübte Lebenskunst, nichts anderes. E. Seh. Berühmte Leute in bürgerlichen Berufen Der Ozeanflieger Costes hat seinerzeit als erster den Flug von Paris nach Amerika durchgeführt. Was ihm nächster Tage blüht, ist peinlicher als ein Ozeanflug. Er hatte sich in Paris in einem bürgerlichen Berufe versucht, und darin erleben manche berühmte Leute eben wenig Glück. Jetzt führte die Schlappe für Costes zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit seinem Geschäftsführer. Von Balzac weiss man, wie er sich als Drucker herumgeplagt und abgeschunden hat. Auch Arthur Rimbaud, der die Dichtkunst aufgab, um Kaufmann zu werden, hatte keinen Erfolg in diesem Berufe. Sportgrössen müssen sich zuweilen mit einem bürgerlichen Brotberuf behelfen, wenn sie nicht gerade erstklassige Rennfahrer sind und Hunderttausende gewinnen. Georges Carpentier fabriziert Aluminiumgefässe. Suzanne Lenglen, die Tennismeisterin, führt einen Modesalon. — Und schliesslich die Politiker? Pierre Laval ^t ein passionierter Pferdezüchter. Auf seinem Gut hat er einen Musterstall angelegt. y. Zum Pick-Nick Sandwiches C. Pfister-Storck, Bern. Der Amerikaner Ist grosser Liebhaber von belegten Broten, Sandwiches, die oft an Stelle einer kurzen Mahlzeit treten. Die amerikanische Hausfrau versteht davon unzählige Variationen aus allem Möglichem (und aus Resten) herzustellen. Beliebt ist Aufstrich von Mischbutter von verschiedener Zusammensetzung und Geschmack, sodann Sandwiches mit verschiedenen Einlagen, aus Fleisch, Fisch, Krebsen, Austern, rohen und gekochten Gemüsen, Früchten, Gelees, Nüssen usw. Die Einlagen sind meistens gehackt, zu einer Streichmasse gemischt und gut gewürzt, entsprechend dem amerikanischen Geschmack. Diese Sandwiches bilden den Hauptbestandteil von Pic-nics auf Autotouren, Segel- und Ruderpartien, Campings, dann aber auch zu Tee-Partien, Herrenabenden, Reisen usw. Wir geben in der Folge eine Anzahl Rezepte, sowohl für Mischbutter für Brotaufstrich, wie für Sandwiches. Zu Sandwiches eignen sich Kastenbrot, sogenanntes Englischbrot und die bei uns üblichen Kastenbrote, sodann Roggenbrot, Graham-, Bircher-, Steinmetzbrot und ähnliche, auch das in runden Kasten gebackene Zapfenbrot-eignet sic^gorfBr gewisse Sandwichsorten. Zwei oder drei mit Butter oder mit Mayormots» bestrichene 5—7 mm dicke Brotscheiben mit daraufgelegter Fülle und aufeinandergelegt, ergeben einen Sandwich. Die Kruste wird nach Belieben der Gäste und der Hausfrau belassen oder auf allen vier Seiten abgeschnitten. Ein diagonaler Schnitt von einer Ecke zur anderen trennt die Sandwiches in zwei gleichmässige Dreiecke. Dieselben werden auf leinen- oder Papierservietten angerichtet. Dies ist die gewöhnlichste Art der Zurichtung von Sandwiches. Sellerie-Sandwich (Celery-Sandwich). Mische 1 Tasse feingehackten Stangensellerie mit gleichviel feingehackten sauren Aepfeln und gehackten Walnüssen — mische mit Mayonnaise — würze — bestreiche eine Scheibe Kastanienbrot mit der Masse — lege eine andere Scheibe darauf und schneide in Rechteck©. Passend zum Tee. Sardinen-Sandwich (Sordine-Sandwiches), lege die Sardinien auf ein Stück weiches Papier zum Abtropfen — schäle und entgräte sie — hacke sie fein — mische mit 2 hartgekochten und gehackten Eiweissen — streiche 2 hartgekochte Eigelb durch ein Sieb. — Mische alles zusammen mit etwas Salz, Cayennepfeffer und Mayonnaise — fülle damit die Sandwiches. Käse- und Sardellen-Sandwich (Cheese and anchovis-Sandwich). 1 Tasse frisch geriebener Emmentalerkäse mit etwas Mayonnaise zu einer Streichmasse mischen — mit Salz, Paprika, Senf und Anchovis-Paste oder Essenz würzen. — Brotscheiben mit Mayonnaise bestreichen — darüber die Masse und Brotscheiben aufeinanderlegen. Zwiebeln- und Speck-Sandwiches (Onion and bacon-Sandwich). Backe in Pfanne oder auf Rost dünne Speckscheiben bis sie knusperig aber nicht braun sind — lasse abtropfen und hacke sie fein. Schäle junge, weisse Zwiebeln, hacke sie fein, wasche sie in einem Serviettenzipfel, drücke sie aus, mische 1 Teil Speck und 2 Teile Zwiebeln mit Mayonnaise und bestreiche die Brotscheiben mit Mayonnaise und belege sie mit der Masse. Ein Fisch-Rezept Halpaprikäs. (Ungarisches Fischragout.) Man kauft mehrere Sorten Süsswasserfische, zusammen 2'/2 kg, die man putzt, ausnimmt, entschuppt und mit einem nassen Tuch abreibt. Die Fische sollen nicht gewaschen werden. Man zerteilt die Fische in nette Stücke, schneidet sorgfältig alle Gräten heraus und kocht diese im Sud. Die Fischstücke werden einstweilen eingesalzen. Inzwischen röstet man 100 g grobgehackte Rotzwiebeln in 50 g Schweinefett goldgelb, verrührt darin 25 g ungarischen Paprika und ein wenig Fischsud. Die abgetrockneten Fischstücke werden nun in die Sauce gemischt und zugedeckt darin gedämpft. Nach Sieselbst und nach giessf man ein wenig Fischsud dazu. Die Kasserolle wird ab und zu gerüttelt, doch dgrf und Ihre Persönlich» man nicht darin rühren. Zuletzt mischt man 1 keit spiegelt Deziliter saure Sahne in die Sauce und serviert Kartoffelbrei dazu. 3hr Brief Probe ata ,,»7J Kochrezepte am St LSnitm- von Lau Detlev, Hallmag, Bern. wider. Er wirkt stets erstklassig, wenn ekd to Erhältlich in allen Apotheken Anekdote Ober eine Anekdote 10er Packung Fr. 4.50 — 4er Packung Fr. *.—. Gratls-Proapekt diskret duroh EROVAQA.Q., Ein humoristischer Schriftsteller, der sich ständig auf der Jagd nach guten Anekdoten befindet, Zürich 25, Bachtobeistrasse 59. Lesen Sie die aufklkrende Broschüre von Dr. II. Engler. Zu beziehen gegen Einsendung von Fr.1.20 kommt eines Tages an seinen Stammtisch und hört, in Briefmarken oder auf Postscheck VIII/1819, wie jemand eine sehr wirkungsvolle Anekdote erzählt. EROVAQ A. Q. «Die kaufe ich Ihnen ab!» ruft entzückt der Schriftsteller. «Wie viel zahlen Sie?> fragt der andere. «Zwanzig Markl» «Einverstanden! Sie haben die Anekdote!» 5 Modelle ab Fr. 190.- Nicht lange darauf erscheint ein neuer Gast am Tische. Sogleich erzählt ihm der Anekdotenkäufer, um die Wirkung zu erproben, die neu- Verlangen Sie ausführlich. Dalmafien, das unvergleichliche Gratisprospekt u.d.Adresse Sonnenland, 9 Tage ab Zürich, Fr. erworbene Anekdote. Er erzielt aber keinen sonderlichen Erfolg mit ihr. Missbilligend wegen des der nächsten Erika-Vertretung vom Generalvertreter: Miiielmeer-Reisen auf Luxusdamp- Schiff, I. Kl. 178.— fer «Kraljica Marija», 15 Tage schlechten Vortrages den Kopf scnüttelnd, hat der W. Häusler-Zepf, Ölten ab Zürich. 300.— Verkäufer der Anekdote zugehört. Mit energischem Palästfna-Aegypfen, mit Halt in Ruck reisst er seine Brieftasche aus dem Rock, zieht Athen, Luxus-Eillinie, alle 14 einen Zwanzigmarkschein heraus und wirft ihn Tage ah Triest (Aprü-Mai 50% dem Schriftsteller zu: Erm.), ab 185.— «Da haben Sie Ihr Geld wieder, geben Sie mir Algier, 9 Tage, mit interessanten meine Anekdote zurück!» Ausflügen (Bou Saada), ab Basel 325.— Oster reisen: Orangen aus Carcagente Aegypten und Palästina, 14 Tage Eine elegant gekleidete Dame betrat das Delikatessengeschäft. Sie hatte in der Auslage schöne Aufenthalt,, mit allen Besichtigungen, Schiff 2. Kl. ab Zürich, spanische Orangen gesehen und wollte sich einige alles inbegriffen, 500.— dieser Früchte kaufen. «Ich nehme aber nur Orangen, die aus Carcagente sind. Die Früchte aus Rivlera, 9.—13. IV., ab Zürich, 135.— Brüssel-Antwerpen, 9.—13. IV., ab aiesem Ort zeichnen sich durch besonderen Wohlgeschmack aus. Bitte, geben Sie mir acht Stück!» Zürich, 86.— Der Kaufmann ist schon jahrzehntelang in diesem JUGOSLAVISCHES VERKEHRSBÜRO, Laden tätig. Aber Orangen aus Carcagente von Vertr.: G. Baraga, Unterag. d. Generalag. andern aus Spanien kann er doch nicht unterscheiden. «In dieser Kiste sindOrangen aus ganzSpanien. Zwilchenbart, Zürich, Bleicherweg 6. Telephon 32.256. Ausgesucht schöne Ware. Welche Früchte aber aus Carcagente sind, hm, genau kann ich das nicht ermitteln», sagte er. Das war der Dame sehr unangenehm. Aber dann fiel ihr das Nächstliegende ein und sie meinte: «Kann ich sie mir vielleicht selbst aussuchen?» Darauf jjing der Händler EN TOUT TEMPS; bereitwilligst ein.. Nun begann die hübsche, junge COGNAC le complemenr d un bon repas. MARTELL Dame in der Kiste zu wühlen. Sie suchte fange 6 GUMMI und emsig, nahm nahezu jede Frucht in die Hand, L'ETE und es gelang ihr auch tatsächlich, acht Orangen avec soda ,la plus saine des boissons rafraichissantes. aus Carcagente zu finden. Dann nahm sie ihr Fr. 2.50 hübsches Ledertäschchen zur Hand und bezahlte L 1 HIVER die Früchte. Der Händler bedankte sich für den sec ou en Infusion .unriactif Beste Quilität Einkauf. Die Dame ging zur Tür. «Woran, gpädige puissant contre I« f rold Frau,» fragte der Händler neugierig, «erkennt man Sicherster Schutz. eigentlich Orangen, die aus Carcagente sind...?» Diskreter Versand. «Es sind,» lachte sie heiter, schon im Weggehen, Agence gönörale pour la Sulsse «immer die grössten und schönsten I» Fröd. NAVAZZA - GENEVE Postfach 13, Richterswil. Redaktion des Auto-Mazarins: Dr. Hans Rud. Schmid.

fjö 23 - Dec Vettec aus Amerika etzähtt £üt neuec 3Be&4 füc junge Tttätwec Natürlich in Amerika! Mrs. Soundso will Shopping gehen. Sie will den Vormittag in Warenhäusern Verbringen, Hüte, Kleider, Wäsche, Möbel gustieren, auf trottoirs roulants oder in Paternosteraufzügen von Stockwerk zu Stockwerk eilen, die Herrlichkeiten in Augenschein nehmen und ihre Einkäufe besorgen. Aber wer wird sie begleiten? Der Herr Gemahl hat selbstverständlich keine Zeit 1 . Er sitzt im Büro oder im Geschäft, hat endlose Konferenzen, er muss Geld verdienen. Nun wäre es ja ganz nett, mit Freundinnen seine Einkäufe zu besorgen. Die Damen hätten gewiss keinen Mangel an Gesprächsstoff. Aber männliche Gesellschaft wird trotzdem vorgezogen. Wenn auch der Mann im amerikanischen Gesellschaftsleben bestenfalls eine Statistenrolle spielt, beim Shopping ist ein männliches Wesen immerhin ganz nützlich. Man kann sich bei ihm erkundigen: «Wie steht mir der Hut?», man kann sich von ihm Komplimente machen und kleine Pakete tragen lassen, die man sich nicht erst in die Wohnung zuschicken lassen will, snodern gleich mitnehmen möchte. Im praktischen Amerika ist man nun, um den Damen Begleiter fürs Shopping zu verschaffen, auf einen Ausweg verfallen, der das Angenehme mit dem Nützlichen verbindet. Notleidende Studenten der grossen amerikanischen Universitäten stellen sich den Ladies zur Verfügung und lassen sich geduldig von einem Warenhaus zum andern schleppen. Sie haben nichts anderes zu tun, als nett zu sein und liebenswürdige Konversation zu machen, was ihnen nicht schwer fällt, da sie ja die Rechnungen für die Einkäufe der Damen nicht bezahlen müssen. Da sie elegant gekleidet sein müssen, werden sie ziemlich reichlich bezahlt. Besonders vielbegehrte «Shopping-Begleiter» verdanken ihrem Talent ein recht stattliches Einkommen. Da der neue Beruf Anklang gefunden hat, wurde sein Ressort bereits erweitert. Die Shopping-Begleiter werden auch als Kavaliere für den Theaterbesuch oder für Jours engagiert. So sehr man begreift, dass mittellose Studenten nach Möglichkeiten suchen, sich einen Lebensunterhalt zu verschaffen, so bleibt es doch ein trauriger Gedanke, dass sie die für ihr Studium bestimmte Zeit auf solche Art verwenden müssen. l*EdL» Unser Sternfahrträtsel aus Nr. 19. Schwarzes Pech hat der Rätselonkel. Bald weiss er nicht mehr, wo ihm der Kopf steht, auf den die Vorwürfe der Leser nur so niederhageln. Womit hat er Pech? Mit den Rätselfabrikanten, denen'er zu wenig auf die Finger geschaut hat, und dann mit den Rätseln selbst. Nur mit den Neffen und Nichten hat er kein Pech, sie allein stehen ihm bei in seinen Nöten, indem sie unentwegt ans Rätseln gehen. Das Rätsel «Sternfahrt nach Bern> In Nr. 19 hatte das unglückliche Schicksal, dass beim Umzeichnen eine Kilometerzahl weggelassen wurde. Dann aber war es zu schwer. Der Onkel hat zur Probe zwei von den zehn Fährten gelöst, aber eine gute Stunde dazu gebraucht. Nun, dachte er sich, guten Appetit, liebe Nichten und Neffen, das ist eine respektable Kokosnuss. Sie ist aber immerhin von ein paar Hartnäckigen, die die Flinte nicht ins Korn warfen, aufs Korn genommen und gelöst worden. Dank sei ihnen! Es zeigten sich dabei mehrere richtige Lösungen für einige von den zehn Sternfahrten, es ist aber klar, dass man sich in solchen" Dingen nicht auf die Vorlage versteifen kann. Der Onkel ist kein Pedant und möchte den fleissigen Sternfahrem und Sterndeutern auch nicht solches Leid antun. Lösung der Sternfahrt nach Bern. Der amerikanische Millionär Branton in Mansfield hatte bittere Enttäuschungen in einer Liebesangelegenheit und später mit seinem Kammerdiener erlebt. Er wollte nicht weiter betrogen werden und gab deshalb einem Elektroingenieur den Auftrag, für ihn ein Haus einzurichten, das seinesgleichen auf der Welt nicht hat. Der Ingenieur ging daran, die letzten Erfindungen zu erwerben und in jenem Hause zu verwerten, das er in einem Vorort von Mansfield errichtete. Zwei Tage blieb er nach der Fertigstellung dieses Hauses bei dem Millionär, um ihn in der Anwendung der verschiedenen Handgriffe zu unterweisen. Dann bekam er seinen Scheck und durfte verschwinden. Mit Ausnahme von zwei Dienern, die am Donnerstag einer jeden Woche erscheinen, um die nach einem genauen Speisezettel Eelieferten Waren in die Eisschränke zu bringen, etritt niemand das Haus. Gewaltsames Eindringen wäre ausserdem sehr gefährlich, denn allerlei Strahlen umgeben das ganze Haus und lösen ein halbes Dutzend Alarmvorrichtungen aus, wenn jemand sich etwa zur Nachtzeit dem Hause nähern sollte. Ist aber jemand bis an die Tür gelangt, so steht er im Kreuzfeuer von Spiegeln, die dem Millionär in jedem Raum des Hauses sofort verraten, wer dort drunten Einlass begehrt. Sollte der Millionär einmal in Lebensgefahr zu sein glauben, so kann er seinem Sekretär, der in Mansfield wohnt, seinem eigenen Funkgerät sofort die notwendigen SOS-Rufe zugehen lassen. Mit Hilfe dieses Apparates unterhält sich der Millionär auch sonst mit der Welt, falls er es für notwendig hält. Das kommt allerdings selten genug vor. Dass an der Tür Telephonanlagen angebracht sind, um alle Besucher genau darüber zu verhören, was sie wollen, ist eine Selbstverständlichkeit. Die Beleuchtung dieses Hauses ist in raffinierter Weise durchgebildet worden. Wenn es dunkel wird, tritt eine Fussbodenbeleuchtung in Funktion, die sich durch alle Zimmer zieht und die ers,t dann erlischt, wenn der Besitzer zu Bett gegangen ist und einen bestimmten Knopf berührte. Seine Küche erledigt der Millionär selbst. Freilich hat er da recht wenig Arbeit. Er braucht eigentlich nur nach rechts oder nach links zu greifen. Sogar das Spülen besorgen elektrische Apparate für ihn. Alles in allem sind in diesem Haus rund 1000 Apparate und elektrische Vorrichtungen eingebaut. Der Millionär schwört darauf, dass dieses einsame Leben ihm besser bekomme als der ewige Aerger mit den Menschen, die ihn zum Schluss dann doch enttäuschten. 2.Bellinzona -Andermatt - Gletech - Marngny - Lausanne - Gent - La Chaux-de-Fonds - Biel - Neuenburg • Bern. 3. Chur - St. Gallen - Romanshotn - Schaffhausen • Winterthur - Zürich - Luzexti - Interlaken - Martigny -Lausanne - Bern. 4. Genf - Lausanne - Marngny - Interlaken - Luzexn - Zürich - Brugg - Ölten- Basel - Biel •Bern. 5. Lausanne - Martigny - Interlaken - Gletseh - Andermatt - Luzern - Ölten - Basel - Biel - Neucnburg - Bern. 6. Luzern - St. Gallen - Chur - Zürich - Winterthur - Frauenfeld - Romanshom - Schaffhausen - Brugg - Zürich - Bern. 7. Neuenburg - Biel - Ölten - Brugg - Schaffhausen - Frauenfeld - St. Gallen - Chur - Andermatt - Luzern - Interlaken - Bem. 8. St. Gallen - Frauenfeld - Winterthur - St. Gallen (oder umgekehrt) - Chur - Andermatt - Gletseh - Martigny - Lausanne - Neuenburg - Bern. 9. Schaffhausen - Brugg - Basel - Biel - La Chauxde-Fonds - Genf - Lausanne - La Chaux-de-Fonds (oder umgekehrt) - Neuenburg - Bern. 10. Zürich - Luzern - Andermatt - Chur - St. Gauen - Winterthur - Schaffhausen - Brugg - Basel - Biel - Bern. Liste der richtig eingesandten Lösungen: H. Dettwiler, jun. Gelterkdnden. M. Huber, Au/Wädenswil. W. Grütter, Solothurn. E. Greutert, Stadel. G. Keller, Baden. A. Rupp-Moser, Rorschach. H. Wyss, Bern. E. Winteler, Glarus. 1. Basel - Brugg - Schaffhausen - Romanshom - Pr«istrkger: Frauenfeld - St. Gallen - Chur - Andermatt - M. Huber, Au/Wädenswil. A. Rupp-Moser, Ror- Luzem - Interlaken - Bern. schach. H. Wyss, Bern. Neuland entdeckt. Für die Köchin und für die Hausfrau hat kürzlich eine kluge Frau die Original-Rezepte der berühmtesten Spezialitäten und Nationalgerichte der Länder aller Erdteile gesammelt und in dem neuartigen Kochbuch 3a&