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E_1936_Zeitung_Nr.026

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10 AUTOMOBIL-REVUE '

10 AUTOMOBIL-REVUE ' DIENSTAG, 24. MÄRZ 1936 — N° 26 Seitz. Diese Firma ist durch eine auf ein Saurer- • Chassis aufgebaute Allwetterkarosserie mit elektrischem Verdeck vertreten. Sehr wirkungsvoll nimmt sich dabei der Kontrast zwischen dem roten Spritzlack des eigentlichen Aufbaues und dem Gelb der Kotflügel aus. An der äusseren Formgebung gefällt besonders der gute Uebergang zwischen Motorhaube und Kotflügeln. Die schwarze Lackierung der Dachwölbung unterstreicht die geschmackvolle Abtönung der Farben. Was am Verdeck besondere Erwähnung verdient, das ist die Tatsache, dass es beim Zurückschieben noch ein Stück weit die Dachwölbung hinunterläuft. Nicht nur stellen sich dadurch die hintersten Falten zuerst auf, sondern das Zusammenfalten erfordert ausserdem keinen sehr grossen Druck. Die Spreizen sind so ausgebildet, dass sich die Falten in der hintern Lage schräg stellen, wodurch die Sicht auch nach hinten gewinnt. Die breiten Türen sind vorn am Schaltbrett anscharniert, wobei sich die Scharniere auf die Partie unterhalb des Gürtelbandes verteilen, weil die Türsäule oben mit der Säule des kleinen Schrägfensters etwas geneigt ist. Mit ihrer 30pIätzigen Bestuhlung wiegt diese Leichtmetallkarosserie nur 1900 kg. Singer. Die Ausstellerin gehört zu- den Firmen, welche die grossen wirtschaftlichen Aussichten des billigen Volkswagens erkannt und die in ihrem Bantam-Modell einen hervorragenden Vertreter dieser Klasse geschaffen haben. Eine geräumige Limousine dieses Typs verdient das Interesse der Besucher. Mit ihrem 4-Zyl.-Motor von 5/6 PS erreicht Unsere Rundfrage 1Oie laotische ich mU dm zukiwpüyen IDaq-zn ? Diese Wünsche in wenigen Zeilen darzustellen, dürfte bei dem heutigen Stand der Dinge kaum möglich sein — aber es sei versucht und man bittet, den Telegrammstil dahingehend entschuldigen zu wollen. Es soll im folgenden versucht werden, dem sie eine Höchstgeschwindigkeit von 100 knv St Die Bohrung von 60 mm und der Hub von 86 mm ergeben einen Hubraum von 972 ccm. Zur Erzielung völliger Vibrationsfreiheit ist der Motor in Gummi gelagert Unterschiungchassis, synchronisiertes Getriebe und hydraulische Lockheedbremsen zählen zu den weiteren Charakteristiken dieses Modells. Daneben marschiert Singer noch mit einem rassigen kleinen Sportwagentyp 2/S auf. Bei ebenfalls 5/6 PS gibt er eine Höchstgeschwindigkeit von nicht weniger als 120 km/ St. her. Bohrung und Hub sind gleich wie beim « Bantam », aber in Gegensatz zu diesem macht der Motor des 2-S 5200 Umdrehungen pro Min., gegenüber 4000 Touren pro Min. beim Bantam. Triumph Gloria stellt auf seinem Stand eine Limousine und ein Cabriolet des 6-Zyl.-2-Liter-Typs aus, dessen Spezifikum darin liegt, dass er. eine besonders hohe Maximalgeschwindigkeit erreicht : 120 km/St, was für einen Wagen dieser Grosse allerhand ist. Neben der hohen Motorleistung ist diese Geschwindigkeit der Bauart zuzuschreiben, durch die sich die gezeigten Modelle auszeichnen und die sich auch in deren äusserer Gestalt sehr vorteilhaft auswirkt Bei 10 Steuer-PS entwickelt der Motor, dank seiner hohen Drehzahl von 4750 Touren pro Minute, nicht weniger als 65 Brems-PS. Der Chassisrahmen repräsentiert die sogenannte Unterschiungbauart, d.h., er ist unter der Hinterachse durchgeführt, um eine übermässige Kröpfung trotz tiefster Lage zu vermeiden. Eingebaute Wagenwinden erlauben einen sehr schnellen Pneuwechsel, hydraulische Vierradbremsen sichern dem Wagen die Annehmlichkeit eines gleichmässigen Anziehens der Bremsen. Wunsche nach «.dem Schweizerwagen» Ausdruck zu geben. Aus betriebswirtschaftlichen Gründen: Kleinwagen, Viersitzer, Motorleistung 28 PS, Brennstoffverbrauch für Benzin: 8 Liter auf 100 km, Geschwindigkeit: 120 km\h. Charakteristische Merkmale: Schnell in unserem Mittelland, rassig in unseren Bergen, fahrsicher auf unseren Strossen. Motor: Die Eignung der Zweitaktmotoren für Kleinwagen ist unbestritten. Nachteil: „Bisher keine Vorrichtung, den Dreikanalzweitakter durch - blasses Gaswegnehmen zum wirksamen Bremsen zu bringen wie einen Viertakter. Es gibt zwei Möglichkeiten dazu: Diese in einem späteren Artikel. Der Zweitakter scheidet somit zugunsten des Viertakters nicht aus, wenn es gelingt, ihn luftgekühlt für obige Leistung hinzubekommen. Dies wird möglich sein. Luftkühlung bietet für unsere Anforderungen Vorteile (Berge, langer Winter, Einfachheit im Betrieb). Motorgrösse: 800 ccm Zweizylinder-Zweitakt-Reihenmotor oder, wenn man will: 1100 ccm Vierzylinder-Viertakt-Doppelgegenläufer, luftgekühlt durch Gebläse. Vergaser oder Einspritzmotor mit oder ohne Fremdzündung (Diesel, geringster Brennstoffverbrauch!). Chassis und Karosserie: Rohrträger mit selbsttragendem Motorblock oder chassislos mit selbsttragendem Karosserieunterbau. Karosserie reine Zweckmässigkeitsform für geringsten Luttwiderstand und Reinigungsaufwand, also Stromlinienform dergestalt, dass der Wagen breit und niedrig wirkt. Dach muss so tief als möglich liegen, damit die Stromlinienverwirklichung gut aussieht (wichtiges geschmackliches Moment). Dach und Seitenteile versenkbar (Zukunftsmusik, aber unbedigt nötige!). Motor selbstredend im Heck, mit Hinterachse zu einem sofort auswechselbaren Triebwerkblock vereinigt. Schnellste Auswechselbarkeit solcher kompletter Motortriebblöcke zum Ausleihen. Motor als Querläufer vor die Hinterachse postiert. Weitestgehende Anwendung von Leichtbau. Fahrwerk: Hinterachse als Pendelhalbachsen mit eigenreibungsfreier und dämpfungsarmer Schraubenfederung. Vorderachse mit der einwandfreien Lenkführung (kinematisch und geometrisch korrekt) der Vorderräder durch Stäbfederung Dr. Porsche. Radstand zwecks sicherer Strassenlage und Bequemlichkeit der Passagiere nicht unter 2,6 m. Getriebe: 4 Gänge, 4. Gang gleich Schnellgang mit Ueberholungsklauenschaltung und zwei «efsten» Gängen. Dieses Getriebe wird für die besonderen Verhältnisse der Schweiz speziell abgestuft. Gang la als äusserst hoch untersetzter Geländegang zum einwandfreien Anfahren aus schwierigster Situation (Schneeverwehung). Gang 1b zwischen normalem «Ersten » und « Zweiten » als gewöhnlicher Anfahrgang. 2. Gang spezieller Berggang für unsere Alpen. 3. Gang nicht zu niedrig untersetzter direkter Gang zum schaltungsfreien Stadtfahren und raschen Beschleunigen. 4. Gang äusserst niedrig untersetzter Schnellgang für Fernfahrt auf ebenen Strecken unseres Mittellandes oder des Auslandes (Autostrassen!), ohne den Motor auf hohe Drehzahl zu tagen. Untersetzung bewusst auf mehr als 40% des direkten 3. Ganges reduziert, d. h. für vorliegenden Typ etwa: 3. Gang — direkter Gang = 6:1, und 4. Gang = Schnellgang 3£: 1. Schaltung dieses Schnellganges vielleicht sogar automatisch, ansonst Schaltung des Getriebes inklusive Schnellgang mit Schaltknüppel oder mit Vakuum, sämtliche Gänge synchronisiert und geräuscharm. Uebertragungsvervollkommnung durch fTWssigkeitskupplung, Planetengetriebe, automatisch schaltendes Getriebe oder Drehmomentwandler sind willkommen, falls sie nicht teurer und komplizierter als unsere heutigen Zahnradgetriebe sind, sondern seine Unzulänglichkeiten beseitigen. Pflege und Gebrauchsbereitschaft: Das Fahrzeug soll denkbar einfach im Aufbau, in Demontage und Reparatur- und Austauschmögüchkeit sein. Hervorragende Zugänglichkeit aller revisions- und erneuerungsbedürftigen Einzelteile. Es sollte beispielsweise nicht bei Auswechslung einer Gelenkmanschette folgende « Bescherung > auftreten: Rad ab, Bremstrommeldeckel ab, Bremsbacken ab, Bremstrommel ab, Federung ab, Triebwelle ab... Bart ab! Auch dass zu einer Kontrolle des Zustandes der Lichtmaschinenkohlen eine Seitenwand der Karosserie abzunehmen ist, sollte besser unterbleiben. Keinerlei Betriebsabhängigkeit von dem Zustand einer Batterie. Falls Motor mit Fremdzündung: Keine Batteriezündung, sondern modernen Anforderungen angepasstes (primäres) Magnetzündungssystem. Zündung muss auch nach monatelangem Stehenbleiben des -Fahrzeugs sofort betriebsfähig sein. Sorgfältige Ausbildung einer Anlassmöglichkeit des Motors von Hand, um gleichfalls unabhängig von der Batterie starten zu können. Selbstredend spannungsregelnde Lichtmaschine mit Relais, die auch ohne Batterie arbeiten kann. Geringster Pflegebedarf bei jederzeit sofortiger Gebrauchsbereitschaft — dies ist die,. Forderung an das neuzeitliche Fahrzeug Gewicht für das geschilderte Fahrzeug: 550 kg. Leistungsgewicht rund 20 kg/PS. Preis bei solider Ausführung: 4000 bis 4500 Fr. Ist zu machen, aber leider nicht in der Schweiz. Wann gelingt es unserer einheimischen Wirtschaft, einen solchen Qualitätswagen als Erzeugnis schweizerischer Industrie, für unsere Wegeverhältnisse angepasst, zu einigermaS' sen konkurrenzfähigem Preis herzustellen? Dipl. Ing. Rudolf Meyer, Arbon. DELAGE der prächtige, französische Wagen I Besichtigen Sie am Salon seine neuen Modelle: 4-6 und 8 Zylinder einzel abgefederte Vorderräder, halbautomatisches Wechselgetriebe ,Cotal' und m* 11 m^ ^u 1*k afc • mm m± amx ImV 4fe • ft A ^ • • H mm m^ •& t WAS IST • VERTEX-Ziindung LASSEN SIE SICH AM STAND Nr. 273 AUSKUNFT GEBEN 2 Jahre Garantie Konzessionär für die Schweiz: Albert GOY, Gd Garage du Kursaal GENF Billige Transporte mit schweizer-HOLZ durch die unübertroffenen und zuverlässigen Holzgaserzeuger OEUTZ Referenzen, Preise und weitere Auskünfte durch Würgler, Mann & Co., Maschinenfabrik ZÜRICH-Albisrieden SCINTILLA DIE SCHWEIZER QUALITÄTSPRODUKTE SCHWEISS- UND LOTANLAGEN die bevorzugte and betteni bewährte Qualitäts-Marke CONTINENTAL Kompl.Klein-Anlagen speziell für Garagen and Reparatur- Werkstätten von Fr. 180.— an. Verlanun Sii Kataloe Hr. 73 Simtliche Sohweisa- und Löt-Zusatzmaterölien. CONTINENTAL-LICHT- UND APPARATEBAUGESELLSCHAFT OObendorf (Zürich) Tel. 934.104

N° 26 — DIENSTAG, 24. MÄRZ 1936 AUTOMOBIL-REVUE 11 Aero montiert in der Schweiz. Wie wir erfahren, hat die Motorradfabrik Universal, deren Betrieb kürzlich in die ehemalige Flugzeugwerkstätte von Alfred Comte in Oberrieden verlegt worden ist, mit der Aero, jener tschechischen Gesellschaft, welche den bekannten Kleinwagen gleichen Namens konstruiert, einen Fabrikationsvertrag abgeschlossen. Fortan wird der Aero-Wagen in unserem Land und durch schweizerischer Hände Arbeit montiert. Aber nicht allein das: Auch das Chassis und andere Teile repräsentieren einheimische Arbeit. Dass daneben Batterien, Räder, Reifen, die elektrische Ausrüstung und anderes mehr ebenfalls von schweizerischen Unternehmungen geliefert werden, versteht sich sozusagen von selbst. In einem Vierteljahr ungefähr wird es soweit sein, dass der erste schweizerische Aero-Wagen die Werkstatt in Oherrieden verlässt, deren Einrichtungen übrigens die Montage sowohl des offenen Modells als auch der Limousine und des Cabrioletts gestatten. Einstweilen baut man überall den gleichen Motor, einen Zweitakter von 980 ccm, ein, doch soll sich später noch ein zweiter, etwas stärkerer Motor von zirka 1250 ccm Inhalt hinzugesellen. S4.G Kaltgestellte Verkehrssünder. Gestützt auf Art. 13, Abs 2, des BG über den Motorfahrzeugverkehr hat das zuständige Departement des Kantons St. Gallen den Führerausweis in einem Fall dauernd und in 123 Fällen zeitlich, d. h. für 1—6 Monate, entzogen. In 61 der Fälle, d. h. in 49,2 %>, bildete übermässiger Alkoholgenuss Veranlassung zu dieser Massnahme. Ferner wurde der Entzug in 28 Fällen angedroht. Wegen vkörperlichen Gebrechen oder schlechtem Leumund wurde die Fahrbewilligung in 18 Fällen verweigert und in 39 Fällen aus verschiedenen Gründen nur auf Zusehen hin erteilt —k. AuftoLuvse Autobusbetrieb der Stadt Wlnterthur. Während des Monats Januar 1936 wurden auf dem 2,25 km langen Betriebsnetz 11.143 Wagenkilometer gefahren und 40.695 Personen befördert, im Vergleich zu 41.210 Personen im selben Monat des Vorjahres. Die Einnahmen belaufen eich auf Fr. 6796.— (6850.—). Anderseite stehen die Ausgaben mit Fr. 6496. — zu Buch. Im Verlauf des ganzen Jahres 1935 Wurden bei einer Betriebsleistuns von 131.965 Wagenkilometer und einer Passagierzahl von 492.358 insgesamt Fr. 84.426. — eingenommen, was pro Wagenkilometer einer Einnahme von 64,0 Rp. und pro Person einer solchen von 17,1 Rp. entspricht; L A.C.S. SEKTION BERN. Schweizerische Automobil- Sternfahrt nach Genf. Am Interclub-Wettbewerb, in welchem jede Sektion zählt, die wenigstens drei Mitglieder an das Ziel bringt, steht die Sektion Bern ex aequo mit Basel, Genf und Waadt im ersten Rang. Für die Ermittlung des Ranges galten die Resultate der Fahrer Haldimann, Thonrmen, Dr. Schäfer und Scheibler, die alle mit der genau gleichen Punktzahl und Kilometerdurchschnitt in Genf eintrafen. Diese auffallende Ausgeglichenheit der Leistungen ist auf eine Schwäche des Reglementes zurückzuführen, worauf die Sportkommission der Sektion Bern übrigens schon bei dessen Erscheinen aufmerksam gemacht hatte. Trotzdem verdient die sportliche Leistung der vier Berner, ihr sekundengenaues Eintreffen in Genf, die volle Anerkennung und den Dank des Clubs. Filmmatinde im Cinema Splendid - Palace, 29. März 1936. Die Sektionsmitglieder werden nochmals darauf aufmerksam gemacht, dass die Eintrittskarten für den Filmvortrag < Im Automobil zum nördlichen Eismeer » im voraus beim Sektionssekretariat bezogen oder angefordert werden müssen. Der Billettvorrat ist begrenzt; wegen der regen Nachfrage ist umgehende Bestellung angeraten. Die Türöffnung erfolgt 10 Uhr. Der Vortrag selbst beginnt Punkt 10.30 Uhr. h. CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH An die Musiker unter unsern Mitgliedern! Gemäss Beschluss der 10. Generalversammlung 1936 ersuchen wir diejenigen Mitglieder, welche Musik betreiben, an der nächsten Zusammenkunft vollzählig und ohne Instrument teilzunehmen, zwecks Aussprache und Festsetzung der Musikproben und des Lokals. Neutral gesinnte Berufskollegen, die unserm Orchester beizutreten wünschen, sind herzlich willkommen. Wir bitten ura Anmeldung jeden Donnerstatabend von 20 Uhr am Stamm im Restaurant Zeughauskeller am Paradeplatz, Zürich 1, wo auch jede gewünschte Auskunft erteilt wird. Wir haben bis jetzt ca. 15 Anmejdungen und hoffe'n, dass sich noch mehr, auch aussenstehende Berufskollegen melden. Um recht zahlreiche Teilnahme und Zuspruch ersuchen, mit kameradschaftlichem Chauffeurgruss: Der Vorstand und das Orchester. Sf-H AFFHAI ISFN CHAUFFEUR-VEREIN SCHAFFHAUSEN Dringende Geschäfte veranlassen den Vorstand, eine ausserordentliche MonatsversamiHlung einzuberufen, die nächsten Donnerstag, 26. März, abendß Wohin steuern wir? Ueber die gewaltige fiskalische Belastung, welche das Automobil heute zu tragen hat, noch viele' Worte zu verlieren, hiesse ein Thema aufrollen, das einem jeden von uns aus eigener Erfahrung sattsam bekannt ist. Die Findigkeit des, Fiskus im Austüfteln neuer Möglichkeiten, das" Automobil zu rupfen, kennt keine Grenzen. Aber in steuerlichen Belangen ergeben zwei maf zwei durchaus nicht immer vier und 3er Bund erlebt es heute schon, dass sich seine gewiss sehr schönen Berechnungen über den Ertrag des abermals heraufgesetzten Benzinzolls als fatale Selbsttäuschung «rweisen. Gleichzeitig aber treten auch die schweren Schäden zutage, welobe diese unverständliche Politik am Körper unserer Volkswirtschaft, sowohl wie auch im Finanzwesen der Kantone zeitigt und zeitigen musste. Tausende von Automobilisten haben dieses Jahr ihre Nummernschilder deponiert, die Autosteuer nicht bezahlt und den Wagen garagiert. Andere wechseln hinüber zum Kleinwagen, dessen schwacher Benzinverbrauch und geringe Zahl von Steuer- PS ihn weder für den Bund, noch für die Kantone zu einem «interessanten» Steuerobjekt stempeln. Was tritt nun ein oder ist schon eingetreten? Nicht nur die Einnahmen der Kantone gehen erheblich zurück, nicht nur dem Bund schwimmen die Felle der «Benzin-Millionen> davon, auch das gesamte Autogewerbe der Schweiz leidet Not. Folge: Verschärfung der Arbeitslosigkeit, Rückgang der Steuereinnahmen. Welches ist nun der gangbarste Weg. diese Hemmung einer gesunden Entwicklung des Automobils zu beseitigen und eine gerechtere Verteilung der dem Automobilisten aufliegenden Lasten zu gewährleisten, dabei auch die Werte im Automobil selbst auf einem gesunden Stande zu erhalten? Uns will scheinen, dieser Weg liege in der Aufhebung der kantonalen Äutosteuern. Lässt er sich nicht beschreiten, dann bleiben noch immer folgende Varianten offen: 1. Alle Wagen, die vier Jahre in Betrieb sind, •werden als steuerfrei erklärt. 2. Für sämtliche vier- bis achtplätzigen Personenwagen wird die kantonale Autosteuer ganz erheblich reduziert und, ohne Rücksichtnahme auf die Anzahl der PS, eine für alle gleiche Steuer erhoben. Die Begründung dieser Vorschläge ist einfach. Der Wagen, welcher schon vier Jahre gefahren worden ist, hat bereits einen schönen Tribut an den Fiskus geleistet. Gemessen an seinem Wert als gebrauchter Wagen ist er zu stark belastet. Er trägt dem Bund auch mehr Geld ein als ein neuer Kleinwagen mit geringem Benzinverbrauch. Uebrigens wird — das liegt auf der Hand — der Erlass 8% Uhr im Hotel Löwen stattfindet. Es ergeht an alle unsere Mitglieder die freundliche Einladung, an dieser wichtigen Versammlung vollzählig zu erscheinen. An die Mitglieder, welche mit den Bei- Regel durch den stärkern Benzinverbrauch wieder der Autosteuer für den gebrauchten Wagen in der trägen stark im Rückstand sind, ergeht die Bitte, wettgemacht. Doch dabei hat es Sein Bewenden ihren Verpflichtungen baldmöglichst nachzukommen. Die April-Versammlung fällt in diesem Falle gert, je höher die Zahl der gebrauchten, wieder in nicht; der Benzinkonsum wird um so mehr gestei- aus. Im weiteren veröffentlichen wir das Jahresprogramm pro 1936. Um Unkosten zu sparen, ge- Wagen wächst. Betrieb genommenen und meist starkmotorigen Aehnlich verhält es sich auch bei Variante 2. Es können vier Personen oder sechs Personen sowohl mit einem schwachmotorigen wie mit ei- langen wir mit der Bitte an Sie, es auszuschneiden und aufzubewahren. Damit alle Kollegen immer auf dem Laufenden sind, wird jeweils eine Woche vor dem Anlass, die Zeit und Route in unserem geschätzten Vereinsorgan bekanntgegeben. Der erste Bummel findet Sonntag, den 29, März nach Bibern statt. Treffpunkt um 1 Uhr beim Schwabentor Route: Schwabtmtor - Hochstrasse - Bandli - Stetten - Lohn - Bibern, Rest. Bibertal. Die Rückfahrt wird nach Uebereinkunit mit der Bahn oder per Auto erfolgen. Recht zahlreiche Beteiligung erwartet der Vorstand Jahresprogramm 1936. 26. März: Ausserordentliche Monatsversammlung; 29. März: Bummel nach Bibern zu Kollege Werner Adolf; 2. April:. Vortrag mit Lichtbildern über Dieselmotoren; 13. April: nem starkmotorigen Wagen befördert werden. Warum soll aber für das starke Fahrzeug mehr Autosteuer bezahlt werden als für ein schwaches, wo doch jenes dem Bund entschieden höhere Einnahmen verschafft? Ist das nicht verkehrt? Unser Volksvermögen besteht nicht lediglich aus Geld, vielmehr in der Hauptsache aus Gütern. Unter den Gütern entfällt auf das Automobil ein ansehnlicher Anteil. Man greift nicht zu hoch, wenn man den Wert unserer Investitionen in Motorfahrzeugen auf über eine Milliarde veranschlagt. Hier spielt nun der Occasionswagen eine sehr grosse "Rolle. Eine riesige Summe Geldes ist in Bummel nach Hemmental (Ostermontag). 7. Mai: diesen Fahrzeugen angelegt. Es liegt aber nur im Monatsversammlung; 17. Mai: Herrenfahrt mit Ex- Interesse unserer Volkswirtschaft, dass diese Tausende von Wagen einen angemessenen Wert behalten, dass hier nicht eine unverhältnismässige kursion; 1. Juni: Schiffahrt nach Stein am Rhein (Pfingstmontag); 4. Juni: Monatsversammlung; 21. Juni: Bummel nach Guggeren; 2. Juli: Monatsversammlung; 26. Juli: Ausflug mit Schiff; 6. August: Monatsversammlung; 23. Bummel nach Gennersbrunn ev. Herblingen; 3. September: Monatsvereammlnng; 13. September:- Bummel nach Paradies; 8. Oktober: Monatsversammlung; ,18. Oktober Herbstfahrt nach Uebereinkunft; 5. November: Monatsversammlung; 14. November: Abendunterhaltung; 3v Dezember: Monateversammlung. -Bei ungünstiger Witterung werden die Anlässe jeweils- auf den nächstfolgenden- Sonntag verschoben. Programmänderungen bleiben dem Vorstand vorbehalten. Wir ersuchen um rege Beteiligung. dem :n V«»l»fiancl«5n Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion. Wertverminderung eintritt. Wobei allerdings die Abnützung des Fahrzeuges in Berücksichtigung gezogen werden muss. Können diese zahlreichen Wagen weitergefahren werden, so wird ein ansehnlicher Teil unserer Güter in richtiger Weise Vorstandes, Jacques Stocker-Tobler, ist ausgeschieden und seine Unterschrift erloschen. Zum Präsidenten wurde gewählt Fritz Grogg-Schwob, Kauf- verwertet. mann, Reinach (Bld.); er führt die Unterschrift mit , Weg also mit den Autosteuern! einem andern Zeichnungsberechtigten. -,' Vergesse man auch den Aufruf nicht, der 5n mehr lohnt. Reparaturen auszuführen, wenn der Besitzer wegen der untragbaren fiskalischen Belastung vor andern Auslagen zurückschreckt Rasche Abhilfe tut bitter not! Herr Nationalrat Otto Walther verdient deshalb< Dank für sein Postulat. R. Ba«ke»iisci* Unterhältende Werbung. Man trachtet immer mehr darnach, die Werbemethoden angenehm und unterhaltend zu gestalten. Mit Recht, denn das Angenehme bleibt um so besser in Erinnerung, je fröhlicher und zwangloser es vorgetragen wird. Unterhaltung und Werbung zugleich bedeutet in den Kurorten und einzelnen Hotels die Vorführung von nicht brennbaren Schmalfilmen über, einzelne Grte, Städte, Kurgebiete, über P.ässe und Bergbahnen, Sommer- und Wintersport. Das von der Schweizerischen Verkehrszentrale zuhanden der Kurorte und Hotels herausgegebene Verzeichnis der Schmalfilme, die kostenlos zum Verleih kommen, enthält zur Zeit über 60 Filme, und diese Zahl wird bald noch grösser werden. Es bietet sich damit eine neue Gelegenheit, den Hofelgästen regelmässig kurze Filmvorführungen zu bieten, die gleichzeitig auch noch einen Werbewert haben. Der Verleih geschieht durch die Firma PEKA- Film-Verleih, Theaterplatz 6, Bern (Telephon 23.028), die auf schriftliches oder telephonisches Ansuchen den gewünschten Film abgibt und auch das für die Vorführung bestimmte Personal in geeigneter Weise und kostenlos instruiert. Versuchsweise werden auch die Sektionen des ACS und des TCS in diesen Dienst einzogen. Heinrich Häuser; «Am laufenden Band»; ein sei*, ten schön ausgestattetes Buch über die Entstehung des Automobils, Verlag: Hauserpresse, Frankfurt am Main. Der Verfasser wandte sich an eines der grös«ten europäischen Automobilwerke, um das Werden des modernen Autos am «laufenden Band> selbst erleben, um daran mitarbeiten zu können. Daraus entstand dieses wunderbare Buch, dessen hervorragend plastische ganzseitige Bilder einen anschaulichen Ueberblick über das Entstehen eines Personenwagens gibt. Hauser, ein bekannter Fachschrifteteller, plaudert mit Lebendigkeit über die verschiedenen Erzeugungsphasen und gibt in einfachen, knappen Worten Schilderungen, die dem Bekenntnis _ eines Laien gleichen, der wissbegierig mitten hineinkam ins Industriegetriebe des grossen Werkes. Die Fotos zeugen von der Schönheit und dem Adel der Arbeit. Wer selbst einen Wagen fährt, sollte dieses Buch in die Hand nehmen, um damit in ein engeres Verhältnis zu jenen zu treten, die den Wagen gebaut haben. Lebensecht, mit echönheitsbegabten Augen gesehen und von der Kamera meisterhaft erfasst, singen die zahlreichen Bilder das hohe Lied der Arbeit. Als Automobilist, der das fertige Produkt bonützt, verfolgt man mit einer gewissen Ergriffenheit, wie in kurzer Zeit ein Wagen entsteht — und zugleich lernt man erst richtig beurteilen, wieviele individuelle menschliche Arbeit auch in dem modernen Serienfabrikat steckt. Vielleicht liegt gerade darin der grosse Wert des neuen Hauser'schen Buches, dass er neben der Arbeit der gigantischen Maschinen auch die Leistung des Menschen ins rechte Licht gesetzt hat. K.M. Personelles. Socie'fe' Tourlstlque pour le NumeVotape et la Signalisation des Routes, societe anonyme. Carouge. In seiner a.-o. Generalversammlung vom 15. Januar 1936 hat der Verwaltungsrat die Demission der beiden Mitglieder Cficilien Sylvant und Edouard Genevet genehmigt Ihre Unterschriften wurden gelöscht. Verband der Lastwaqenspediteure. Basel. Zusammenfassung aller Firmen der Branche zur Pflege der Geschäftsmoral usw. Der Präsident des Automobilagentur A.-G., Basel. Vertretungen -von