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E_1936_Zeitung_Nr.030

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Lii AUTOMOBIT>.REVUE

Lii AUTOMOBIT>.REVUE ille ITIislia in zehnfer ^ufla^o DIENSTAG, 7. APRIL 1936 —> N° 30 Der Sieger Brivio auf Alfa Romeo an der Kontrolle in Bologna. Brivio beim Passieren des Passo della Fnta «wischen Bologna.und Florenz, Zeitmeiser weiden ausgebildet Die Zeitmessungsversuche vor dem Chronometrageposten des Schweizer Grand Prix auf der Rundstrecke im BremgartenWald. Von rechts nach links: die drei Wagen s welche zu diesem Zweck von den General Motors in Biel zur Verfügung gestellt wurden. Links: Major R. Straumann (rechts), Präsident des Schweiz. Ghronometreur-Verhandee, beantwortet vor dem Zeitnehmerposten auf der Bremgarten-Rundstrecke an ihn gerichtete Fragen. Mitte: Auf dem Flugplatz in Thun. Unser, Bild zeigt die Einrichtung einer Zeitmesseranlage für Flugzeuge. Herr Pellaton (kniend) von der Firma Vacheron.-und Constantin errechnet die mit seinem Apparat aufgenommene Zeit. — Rechts: J. Decrauzat, Sekretär der nationalen Sportkommission des A.C.S. (rechts) im Gespräch mit Herrn Ing. Poulain aus Genf, der einer der ersten Chronometreure des A.G.S. war. STEYR-SONDERAUSSTEILUNG vom 3 m bis 1O. April 193G Limousine mit Schiebedach. Der Schlager des Genfer Salons 1936. Vom grossen Erfolg der neuen Steyr-Modelle im Genfer Salon 1936 hat die Presse bereits berichtet. Erst wenige ostschweizerische Automobilisten konnten jedoch diese Wagen bereits selbst ansehen. Wir zeigen sie deshalb in einer besonderen Schau. 5, 7, 10 und 12 Steuer-PS Limousinen mm» C«Bl»»i«»l^f * von F». 44OO.- an. Besichtigen und probieren Sie unverbindlich diese Qualitätsfahrzeuge. Das Urteil unserer Kunden ist einstimmig: Die Steyr-Wagen sixxdL wie für die Sclx-w-eiaes gescliaffexi. STEYR-WERKE A.-G-, Albisriederplatz 3 Telephon 56.596 ZÜRICH Vertreter: Geneve: W. Blanc.& L. Paiche, Automobile; Bern: W. Blanc &. L. Paiche, Bundesgasse; Basel: Milo Heer, Steinenring 45; Brugg: K. Laubacher, Bahnhof-Garage; St. Gallen: A. H. Sprattler, Bodanstrasse; Solothurn: F. Weber, Dornacherplatz; Utzenstorf: Steiner & Kehrli, Garage. ULRICH HUBER, BERN Vlktorlastr. 44 Telephon 21.95# Fabriklager Pneu-Servici-Station Pneu-Gewebe-Reparaturen Schlauch-Vulkanisation Verkauf v. Pneus u.Schlauctien Nagelschutz-Einlagen Pneufrasen Göoej^reÄß Verlangen Sie bei Ihrem Garagisten das sparsam u. billig Generalvertretung für die Schweiz: • BQrke

N°30 II. Blatt BERN, 7. April 1936 Automobil-Revue No 30 II. Blatt BERN, 7. April 1936 DI«» Sthneeftaie Wer dieser Tage den Jaunpass zu einer kleinen Frühlings-Skitour auserkor, wurde Zeuge einer interessanten technischen Vorführung. Eine Schneeschleuder modernster Konstruktion, gebaut von der Firma Konrad Peter in Liestal, absolvierte ihr Debüt indem sie, den « Konkurrenzkampf » mit dem heissen Föhn erfolgreich aufnehmend, die letzten Schneemassen seinem Zugriff entriss und sie in hohem Bogen in einer beliebig einstellbaren Richtung wegschleuderte. Vor dem Hotel auf der Passhöhe bot sich Gelegenheit, die Leistungsfähigkeit der Maschine besonders eindrücklich unter Beweis zu stellen, mähte sie doch eine Schneedecke von Ein neues Schneeschleuderprinzip. ca. 1*5 m Höhe auf Anhieb und dabei spielend weg. Der Verkehrsverein Adelboden, in dessen Besitz die Schleuder übergegangen ist, plant, mit deren Hilfe im nächsten Winter die Strasse zwischen Hahnenmoos und Adelboden ständig offen zu halten. Was mehr als hundert Arbeiter bisher im Laufe einiger Tage schafften, das legt die Schleuder in wenigen Stunden hin. Sie bahnt, wörtlich und bildlich gesprochen, dem Wintersport seinen Weg und es steht wohl ausser Zweifel, dass die zuständigen Instanzen mit deren Anschaffung einen guten Griff getan haben. Versuchen wir, das Prinzip der neuen Die Schleuder in Funktion auf dem Jaunpass. Vergleichbar mit den zwei Wasser-Fontänen eines schwimmenden Wals ergiessen sich aus den «Nüstern> der Schleuder zwei Springbrunnen aus Schnee Schleuder zu erläutern. Bisher waren neben schweren Schneepflügen verschiedene Bauarten von Schneeschleudern bekannt. Sie alle sind auf einen Raupentraktor aufgebaut, der mit Hilfe eines 'zweiten Motors ein oder 2 Schaufelräder an seinem Vorderende antreibt. Das Schleudergut wird diesen Rädern durch Fangtrichter oder einen Pflugkeil zugeleitet, die der Traktor in den Schnee hineinpresst. Sehr harter,, gefrorener Lawinenschnee setzt nun dieser Prozedur einen erheblichen Widerstand entgegen, so dass ein grosser Teil der Motorleistung damit nutzlos vertan wird. Das besondere Merkmal der neuen Schleuder.besteht dagegen darin, dass die Schneiden der querliegenden Schleudertrommel sich zuvorderst am Schleudertraktor befinden und somit zuerst mit dem Schnee in Kontakt kommen. Durch die rasche Bewegung der auf der Trommel angebrachten Schneiden, die mit ca. 300 Touren/Minute umlaufen, wird der Schnee sukzessive, dem Vorschub der Raupenbänder entsprechend, aus der Schneedecke herausgefräst und durch die Wirkung der Zentrifugalkraft weggeschleudert. Da die Schleuder über die Schneiden gemessen einen Durchmesser von mehr als einem Meter besitzt, erreicht die Fliehkraft hohe Werte : in zwei vielleicht 10 m hohen Bogen fliegt der Schnee, einer Fontäne gleich, durch, die Auswurfmündungen hinaus. Der Drehsinn der Trommel ist entgegengesetzt dem eines Metallfräsers, d. h. ihre Schneiden bewegen sich auf der Schnittseite nach, unten. Bei der hohen Schleuderdrehzahl und dem langsamen Vorschub von 0.5 km pro Stunde (bei weichem Schnee bis 5 km/St.) nimmt eine Schneide auf einmal nur ca. 2 cm von der Schneedecke weg. In dem zylindrischen Aushub, den die Schleuder vor sich her erzeugt, werden die Schneeteile unten durchgerissen, gelangen auf der Hinterseite auf ein" zylindrisches Führungsblech und werden zwischen diesem und der Schleudertrommel schliesslich oben ausgespien. Zur Richtung def Schnee-« Springbrunnen », die den beiden^ Trommelhälften entsteigen, sind die Auswurfkanäle mit schwenkbaren Seitenwänden versehen, die sich um ein Scharnier am untern Ende drehen und in jeder Lage festhalten lassen. Prinzipskizze der Schneefräse. Der am vordem Ende der Schleuder angebrachte Rotor. 1) Auswurföffnung, 2) Schleudertrommel, 3) Vorschub CFahrrichtung), i) abgefräste Schneedecke, 5) Stras- * ' eenbelag. Die Auswurfrichtung des Strahles neigt sich leicht nach vorn, was auch bei Gegenwind verhindert, dass der ausgeworfene Schnee auf den Traktor zurückfällt. Besonderes Interesse erweckt die Lagerung der in der Mitte geteilten Schleudertrommel. Die Abstützung geschieht von der Mitte aus, wo ein schmales Gehäuse zwischen die beiden Hälften eingefügt ist. Zur Lagerung der Trommelhälften dient eine normale, im Innern der Trommel angebrachte Lastwagen- Hinterachse. Wie am ganzen Fahrzeug, so laufen auch hier alle drehenden Teile auf Kugel- oder Rollenlagern. Damit umgeht man zum vornherein jegliche Schwierigkeiten, die sich durch Stocken des Oeles bei hoher Kälte einstellen könnten. Um je nach Wunsch einen grösseren oder geringeren Schneebelag auf der Strasse zu lassen, hebt oder senkt eine hydraulische Winde die Trommel um ca. 30 cm. Die höchste Schneedecke, „ die es in einem Arbeitsgange wegzuschaffen gelingt, beträgt nach Angabe der Konstrukteure 2,20 m. Bei grösseren Schneetiefen, wie sie bei Lawinen vorkommen, muss die Räumung schichtweise ! ROLLSYNOL MOTOR ÖIL bestgeeignet für Steigungen und Gefälle entspricht allen Anforderungen npSSRR-MAÄG I I ZÜRICHS höchste Schmierkraft rassiger Antrieb Best eingerichtete Auto-Reparatur-Werkstatte R C t% ^ür vorzu g'iche Ei \ß Obenschmierung ERN-ST HÜRLIMANN, WÄDENSWIL ABTEILUNG: OELE und BENZINE #«r# Leichtmetall-Ausführung: Eigengewicht 1OOO kg Nutzlast 4000 kg Verlangen Sie Offerte und Referenzen Joh. Knupp, St.Gallen-W KON STRUKTIONS-WERKSTÄTTE Telephon 626 Beste Referenzen Hans Kess!er-Maag Mmervastr.28 ZÜRICH Telephon 28.122 25.492 Der vornehme Gebrauchswagen. 4-tfiriger Touring Sedan Fr. 9500.- Obengesteuerter 8 Zylinder mit allen Merkmalen moderner Konstruktion. Seit Einführung seiner 1936er Modelle hat Buick von mehr als 15 Marken seiner Konkurrenzklasse einen Verkaufsanteil von über 60% GENERAL MOTORS General Motors Suisse S.A. beschäftigt in Biel ca. 350 Arbeiter und Angestellte ODizielle Fabrikvertreiungen: Agence Aniiricaine, Basel / Agence Am&ricaine, Zürich / H. Schmidt & Co., Bern / L. Posch, Grand Garage, Chur / Garage des Perolles, L. Baudere, Fribourg. • GENERAL MOTORS SUISSE S.A., BIEL.