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E_1936_Zeitung_Nr.031

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 14. APRIL 1936 — N 31 Sporttage in Monte Carlo Links; Ausschnitt aus dem Film des Kleinwagenrenneris vom Samstag; vorne Earl Howe auf E.R.A., der das Gros während den ersten Runden anführte. Rechts: Der Sieger im Rennen um den Preis des Prinzen Rainier von Monaco, • B. Bira », ist ein siamesischer Prinz und erst 21 Jahre alt. In Donington Park erlebte kürzlich die British Empire Trophy ihre fünfte Auflage. Das Rennen wurde eine Beute Seamans, des letztjährigen Siegers im Berner Kleinwagenrennen. Unser Bild: Die Meute" in einer Kurve der Bahn. Seaman, äer-zu Maserati hinübergewechselt hat, liegt bereits an der Spitze." Oben rechts: Seaman genehmigt den Ehrentrunk. ULRICH HUBER, BERN Viktoriastr. 44 Telephon 21.954 Fabriklager Pneu-Service-Station Pneu-Gewebe-Reparaturen Schlauch-Vulkanisation Verkauf v. Pneus u.Schläuchen Nagelschutz-Einlagen Pneufräsen o ÖOD jfreAß Vom Training der Grand-Prix-Wagen: Fagioli (Mercedes-Benz), Williams (Bugatti) und Stuck (Auto- Union) fegen über den Quai de Plaisance. SCHWEISS- UND LOTANLAGEN der bevorzugten und bestens bewährten Qualitäts-Marke CONTINENTAL werden anlässlich der Mustermesse Basel Halle VI - Stand 1351 im Betrieb vorgeführt. Verlangen Sie Katalog Nr. 74 M CONTINENTAL-LICHT- UND APPARATEBAUGESELLSCHAFT Dübendorf (Zürich) Tel. 934.104 PROMPTER VERSAND., PACKARD Limousine 6 Zyl., 24 PS, mit Garantie, billig. Stadibachgarage, Bern. Tel. 23.601. 12097 WILLY«.-CV 27.355 Zu verkaufen PERSONENAUTO ADLER 15 PS, vollkommen durchrenov. Dafür werden übernommen: Werkzeuge und Elektromaterial. Off. unt. Chiff. Z 3729 an d. Automobil-Revue, Bur. Zürich. fJuto-Lichf' & Zubehör f /rschengmben39 t/Tel-23.062 In der ganzen Welt lassen jetzt, wie Sie UNERSCHÖPFLICHE SCHMIERKRAFT Mobiloil TVACUUM OJL von Automobilisten das Winteröl entleeren und den Motor mit neuem Mobiloil auffüllen w. Ve enn Sie Ihren modernen Motor voll ausnützen wollen, müssen Sie für sorgfältige Schmierung, sorgen. Er verbraucht tatsächlich nur wenig Oel, unterwirft es. aber einer grossen Beanspruchung. Um wirtschaftlich seine Maximalleistung xä gewährleisten, gibt es keinen Ersatz für Mobiloil. Welches auch die von ihm verlangte Arbeit sein mag : Mobiloil schützt und ist dauerhaft unter allen Umständen, denn seine Schmierkraft ist unerschöpflich. Mobiloil wird aus nur ganz erstklassigem, ausgesuchtem Rohöl, nach modernsten und geheimen Verfahren hergestellt. Und seit 70 Jahren arbeitet ein Stab von Spezialisten unermüdlich an dessen fortwährenden Verbesserung. Schnell« Fahrt, Sicherheit und Wirtschaft* liehen Unterhalt verbürgt Ihnen Mobiloll. Druck. Cliches und Verlas; HALLWAG A.-G.. Hallersche Buchdruckerei und Waenersche Verlazsanstalt. Bern ST. GALLEN beim Stadttheater - Tel. 28.71 Vulkanisieranstalt A.Ledergerber rkauf u. Reparatur aller Pneus, Schläuche, Nagelschutzeinlagen. Gleitechutzerneuern. Massige'Preise. SCHAFFHAUSEIM VULKANISIERANSTALT Q. KEUSEN Fischhäuserstr. 22 Tel. 24.16 Neugummierung mit Sommer- und Winterprofil. Sämtliche Reparaturen prompt und fachgemäss. ZÜRICH 8 B. Frick & Co., A.-G. PNEUMATIK-HAUS Oufourstr. Ecke Kreuzstr. 15 Telephon 21.333

N°31 II. Blatt BERN, 14. April 1936 Automobil-Revue N« 31 II. Blatt BERN, 14. Aprü 1936 Nehnellg^ang^-Getriebe Bei der Planung der Kraftübertragungen moderner Automobile stehen sich grundsätzlich zwei Forderungen gegenüber, die normalerweise in einem Kompromiss ihre Lösung finden. Möglichst gute Beschleunigung einer^ seits und sehr hohe Maximalgeschwindigkeit anderseits heissen die Ansprüche, denen dieser Teil des Wagens gleichzeitig Genüge leisten muss. Der Widerspruch dieser beiden Forderungen liegt nun darin, dass ein niedriges Uebersetzungsverhältnis der Kraftübertragung wohl eine gute Beschleunigung, dagegen keine grosse Höchstgeschwindigkeit ergibt,* während eine hohe Uebersetzung das gerade Gegenteil hievon bewirkt Tß^mmga/si* Fig. 1. Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit eines Wagens durch Einbau eines Schnellganges von 84 Meilen/St. = 135 km/St, auf 90 Meilen/St. = 145 km/St. (Punkt X). Die beiden punktierten Kurven, welche die Fahrwidenstandskurve im Punkt X schneiden, stellen die Bremsleistung des Motors in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit bei verschiedenen Schnellgangübersetzungen dar. Die obere (strichpunktiert) bezieht sich auf ein Schnellgang-Verhältnis von 1,335, die untere (punktiert) auf ein solches von 1,42. s Wenn man einem guten Anzugsvermögen den grössern Wert beimisst und das Verhältnis der Zähnezahlen entsprechend hoch wählt, so lässt sich unter Umständen der Wagen in der Ebene ohne Ueberschreiten der höchstzulässigen Motordrehzahl überhaupt nicht voll ausfahren. Abgesehen davon, dass es aus Rücksicht auf die mechanische Abnützung nicht ratsam ist, die Tourenzahl allzusehr zu steigern, spielt auch die Leistungscharakteristik des Motors eine wichtige Rolle. Sie zeigt bei einer gewissen Normaldrehzahl ein Maximum der Motorleistung an und fällt darauf mit zunehmender Drehzahl ziemlich rasch unter diese Grenze. Die Widerstandsleistung dagegen, die aus dem Fahrwiderstand resultiert, nimmt mit steigender Fahrgeschwindigkeit ständig zu, und zwar nicht nach einem linearen Gesetze, weil ja der Luftwiderstand mit dem Quadrate der Geschwindigkeit wächst, d. h. desto rascher, je schneller wir fahren. Wenden wir uns vorerst unserem ersten Diagramm (Fig. 1) zu. Es stellt die Leistungskurve des Motors dar, und zwar als Funktion der Fahrgeschwindigkeit des Wagens. Da die Lage der Kurve in seitlicher Richtung vom .Uebersetzungsverhältnis abhängig ist, verschiebt sie sich z. B. bei Anwendung eines Schnellganges nach rechts, weil alsdann die einer bestimmten Wagengeschwindigkeit zugeordnete Motordrehzahl und damit auch die entsprechende Bremsleistung später auftritt. Der Schnellgang vergrössert ja das Uebersetzungsverhältnis gegenüber dem direkten Gang um 30—40%. So verschiebt sich auch das Maximum der Motorleistung, bezogen auf die Wagengeschwindigkeit bei Anwendung eines. Schnellganges mehr nach rechts, wie dies aus unserem Diagramm ersichtlich ist Eine zweite Kurve der Illustration stellt die Widerstandsleistung des Wagens dar. Der senkrechte Abstand zwischen diesen beiden Kurven entspricht bei jeder Geschwindigkeit der zur Beschleunigung des Wagens verfügbaren überschüssigen Energie. Im Schnittpunkt der beiden Kurven ist eine weitere Beschleunigung nicht mehr möglich, weil sich bei der entsprechenden Geschwindigkeit ein Gleichgewichtszustand zwischen zugeführter und abgegebener Energie einstellt, anders ausgedrückt, weil dann die Höchstgeschwindigkeit erreicht ist Unsere graphische Darstellung zeigt nun nebeneinander 2 solcher Schnittpunkte, wovon der weiter links liegende einem Wagen ohne Schnellgang und der zweite einem solchen mit Schnellgang zugeordnet ist. Daraus geht hervor, dass sich die Höchstgeschwindigkeit ohne Steigerung der Motorleistung verbessern lässt, und zwar unter Beibehaltung der guten Beschleunigung bei niedrigen Geschwindigkeiten. Zu diesem Zweck lässt man den Schnellgang erst bei einer gewissen Fahrgeschwindigkeit eingreifen (z. B. 70 km/St.). Damit der Fahrer nicht die Hand vom Lenkrad nehmen muss, erfolgt das Schalten des Schnellganges entweder lediglich durch kurzes Nachlassen des Druckes auf das Gaspedal oder mit Hilfe eines am Lenkstock angebrachten kleinen Hebels, der dem früher üblichen Handgas- oder Zündhebel ähnlich sieht. Auch bei dieser zweiten Ausführung ist zur endgültigen Schaltung, ein kurzes Wegnehmen des Gases erforderlich. Es mag in diesem Zusammenhang vielleicht interessieren, einmal einige der existierenden Bauarten kurz zu schildern. Der Chrysler-Schnellgang gehört zu den automatischen Ausführungen, die schon durch blosses Wegnehmen des Fusses vom Gaspedal in Funktion treten. In einem ans hintere Ende des Getriebekastens angeflanschten Gehäuse untergebracht, besteht er im wesentlichen aus einem durch Fliehge- 13 Fig. 2. Vereinfachte Prinzip-Darstellung des Chrysler-Schnellganges. 1) Antriebskupplung. 2) Feststehendes Gehäuse des Schnellganges. 3) Töreionselastiecher Flansch. 4) Käfig der fünf Pjanetenräder. 5) Planetenrad mit Schrägverzahnung. 6) Fliehgewicht wird vom umlaufenden Käfig mitgenommen. 7) Mitnehmertrommel mit Ausschnitten zum Eingriff der Fliehgewichte. 8) Umlaufendes durch Planetenräder angetriebenes GehäufM. 9) Klemmrollen des Freilaufs. 10) Klemmkörper des Freilaufs. 11) Rechtsei tiges Lager der Getriebewelle. 12) Verzahnung der Getriebewelle. 13) Mit Flansch 3 fest verbundenes, stillstehendes Stirnrad des Planetengetriebes. 14) Getriebe. 15) Ring zum axialen Verschieben der Getriebewelle. 16) Linksseitige Verzahnung der Getriebewelle. wichte automatisch geschaltetem Planetengetriebe. Im selben Gehäuse ist ausserdem noch ein Freilauf eingebaut, der sich, ebenso wie der Schnellgang, durch axiales Verschieben der Hauptwelle 14 (Fig. 2) ausser Tätigkeit setzen lässt, sei es, dass schlüpfrige Strassen oder andere Gründe dies als wünschenswert erscheinen lassen. Die Verschiebung der Welle geschieht durch einfaches Herausziehen eines Knopfes am Instrumentenbrett. Der Antrieb des* Schnellgangs erfolgt von der gezahnten Kupplung 1 auf die verschiebbare Welle 14, die auch an ihrem rechten Ende mit Hilfe von eingefrästen Zähnen 12 weitere Teile des Getriebes mitdreht. In der dargestellten Lage nimmt die Welle gleichzeitig den Klemmkörper 10 des Freilaufes und seinen äussern Teil 8 mit, der die Verbindung mit der Kardanwelle herstellt. Das erwähnte Gehäuse 8 reicht bis zum schrägverzahnten Planeten - Schnellganggetriebe weiter links, mit dem es durch eine Innenverzahnung in Eingriff steht. In der gezeigten Lage sind Freilauf und Schnellgang ausgeschaltet Der Käfig 4 des Planetengetriebes enthält fünf Planetenräder, die aussen mit der beschriebenen Innenverzahnung und innen mit einer feststehenden Stirnwand (13) in Kon- Leistungsfähigkeit und Nutzwert sind unter den gegenwärtigen Verhältnissen wichtiger denn je. Wenn Sie alles berücksichtigen, was im Lastwagenbetrieb eine Rolle spielt, dann kommen Sie ganz sicher zum Schluss: 1—7 Tonnen Nutzlast MOTORWAGEN FABRIK BERNA A. G., ÖLTEN Nur Originalersatzteile geben Ihnen volle Sicherheit. - Wir führen komplette Lager für die Marken: PLYMOUTH - CHRYSLER DE SOTO - OPEL FARGO -BLITZ Billigste Preise, prompter Versand nach auswärts. RITZI&WAG:JER,AMRISWIL Centralgarage Telefon 500 Chevrolet 1 — Obengesteuerte 6 Zylinder Maschinen. 2-türige, 5-plfitztge Limousinen &.D Normalmodelle 14 und 17 P.S. mit fugenlosem Ganzstahldach, alle Scheiben splitterfrei, hydraulischen Bremsen, Kastenrahmen etc. Luxusmodelle 14 und 17 P.S. 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