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E_1936_Zeitung_Nr.034

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10 AUTOMOBIL-REVUE

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BERN, Freitag, 24. April 1936 Automobil-Revue, II. Blatt - Nr. 34 Von der Nidwaldner Landsgemeinde in Wyl an der Aa. Vorne die Regierung mit den Weibein. Ein Bürger hat das Wort ergriffen und spricht zu den Stimmberechtigten: Die Landsgemeinde ist der Ehrentag der Demokratie. Da bestellt das Voll seine Herren, da stimmt es ab Gt Gesetze. Die Landsgemeinde ist in kleinen Republiken möglich, welchen Einblick verschafft sie Tradition und Charakter des Volkes! Sie ist eine Kundgebung, die auf keinen Zuschauer ihren ernsten, feierlichen, ja erschütternden Eindruck verfehlt— vielleicht gerade darum, weil nicht eine gestaltlose Masse, sondern ein displiniertes Volk zu Wahl und Ratschlag zusammenkommt unter freiem Himmel, weil oben auf der Tribüne der Landeshäupter Schwert und Siegel als die sichtbaren Symbole der Staatsgewalt vorhanden sind. Da ist kein abstraktes, mechanisches Stimmzettelsystem und langwieriges Ausrechnen. Wer gewählt ist — und zwar mit sichtlichem,Handmehr — der ist gewählt und hat unmittelbar in Amt und Würde einzutreten. Der Standesweibel, den das Appenzellervolk der Aeusseren Rhoden aus einem halben Dutzend Anwärter auswählt (sie stellen sich dem Volk mit einer kurzen Rede vor), übernimmt im Augenblick, da ihm die Gunst des Volkes gewährleistet ist, Mantel und Zweispitz, und ruft das nächste Geschäft.aus. Klar, dass jeder, der an der Landsgemeinde das Wort ergreifen will, eine kräftige Stimme haben muss, zuvorderst der Landammann selbst. Jeder kann reden an der Landsgemeinde, der nicht ehrund gewehrlos ist, und der Fremde staunt, wie unerschrocken, sicher, lebendig, schlagfertig und vernünftig die einfachsten Leute aus dem Volk ihre Meinung sagen, mit ihren Vorschlägen und Gedanken ausrücken. Spricht einer nicht laut genug, so heisst es bald: « Lauter! > Und wenn einer nicht durchdringt, so wird.er erbarmungslos abgerufen. „6circuc, Ikbt tttftfandkute und ßumksgcnolTcn!' «In den Bergen der Urschweiz ist die Landsgemeinde geboren, im milden Tal von Schwyz, zwischen den starren Felsen von Uri, an der Engelberger und Sarner Aa. Da standen keine Paläste, und Kirchen fassten die Menge nicht; im Ring traten die Männer zur Beratung und Wahl ihrer Häupter zusammen, aufrecht unter der Sonne, die ganze gute Heimat vor Augen. Mit der Waffe in der Faust, Zeichen altgermanischer Ehre, versammelten sich die Freien zu diesem erneuerten Thing, die Markgenossen nahmen die Urform auf, wenn sie über Allmende und über die Verteilung der Alpen berieten, die jungen Staaten machten daraus den Kern ihrer Verfassung. Nicht die Führer, nicht die Vornehmen wie in den Städten entschieden hier: jeder einzelne Landmann, der Hirt, der Saumknecht, der Schiffer, alle vereint — das ganze Volk beschloss seine Zukunft, bestimmte seine Freiheit, begann und endigte Vertrag und Krieg. Die Landsgemeinde war Volk und Staat, kein gefährlicher Abgrund klaffte zwischen den beiden Mächten, Volk und Staat waren dasselbe, sichtbar im Ring, hörbar bei Rede und Schwur, fühlbar in der Feier der grossen Einheit. Die Landsgemeinde hat die Schweiz geschaffen: durch offenes Handmehr verbanden sich die Waldleute mit Schultheiss, Rat und Bürgerschaft der Städte, in der Landsgemeinde traten sie dem Kaiser und Papst, und dem König von Frankreich als gleichgestellte Partei, als stolzer Souverän, entgegen. Das war das natürliche Regiment in den Alpentälern, nicht nur in Schwyz, Uri und Unterwaiden, auch im Tessintal — der Leventina, bis hinunter nach ßellinzona und im Maggiatal — auch bei den Rätoromanen, Italienern und Deutschen Graubündens. Ueberall, wo sich ein Volk zu bilden anhob, in Zug, in Glarus, in Gersau, Appenzell, im obern Wallis, im Toggenburg und Berner Oberland bis ins zweisprachige Saanen, wo immer das Bewusstsein der Gemeinschaft erwachte, in vielen Tälern auch, die nie zu eigener Freiheit gelangten, versammelte sich das Volk an bestimmten Tagen nach jenem Vorbild. Die Waldstätte schürten nach klugem Plan den Willen zum Umsturz im Bereich der Alpen, sie beredeten ihre Nachbarn zum Abfall vom Adel und schufen die Selbstherrlichkeit der mit ihnen verbundenen und sie nacheifernden Gemeinden mit. So schlössen sie einen breiten, vielfach gegliederten lebendigen Wall von Gleichgesinnten und Bundesgenossen um ihre von Oesterreich immer gefährdete Heimat und sicherten sich dadurch selbst. Wo aber die urschweizerische Propaganda für Bauernbefreiung durchdrang, wo Bauern und Hirten nach Rechten ihrer Herren griffen, da war die Landsgemeinde zugleich Mittel und letztes Ziel der Befreiung. » (Hermarin Weilenmann im ersten Band des unerschöpflichen Werkes «Schweizer Volksleben» von Brockmann-Jerosch, Verlag Eugen Rentsch, Erlenbach bei Zürich.) Das uralte Richtschwert voran. Im Aufzug zur Nidwaldner Landsgemeinde wird der Gruppe der Regierungsmitglieder das uralte Stanser Richtschwert durch einen historischen Landsknecht voraus getragen als Symbolder waltenden Gerechtigkeit. (Aufnahmen Photopresa.)