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E_1936_Zeitung_Nr.036

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16 Äutomobil-Revue —

16 Äutomobil-Revue — N°36 Neuartige Heiratsversprechen Tausende von Büchern und Zehntausende von Presseartikeln in zahllosen Sprachen belehren die Welt immer wieder darüber, wie eine glückliche Ehe beschaffen sein sollte. Dem Lande der unbegrenzten Möglichkeiten blieb es vorbehalten, all diese theoretischen Anforderungen in die praktische Gestalt vertraglicher Vereinbarungen zu bringen, welche vielleicht eine Umwälzung des bisherigen nüchternen Ehevertragswesens herbeiführen könnten. Die Pioniere sind u. a. ein junges Yankee-Paar, dessen Namen und Wohnorte in der Presse der Vereinigten ..Staaten ungeniert genannt werden. Auch die Texte werden vollinhaltlich wiedergegeben und ich teile sie hiermit zu Nutz und Frommen schweizerischer Interessentinnen in wörtlicher Uebersetzung mit. Als Mr. Clifton aus Denver um die Hand von Miss Lakewise in anhielt, entwarf die Mutter des Mädchens eine Aufzählung der vom Freier zu machenden Versprechungen. Er legte das Schriftstück seinem Vater vor, der nun seinerseits die Versprechungen niederschrieb, welche seiner Ansicht nach die Braut leisten sollte. Das Paar, das in seiner grossen Verliebtheit wahrscheinlich was immer unterschrieben haben würde, setzte dann seine Namen unter das interessante Dokument, das übrigens reichlich humoristisch ist: Was «Er» verspricht. Ich, Frank Clifton, binde mich hiermit an die folgenden Verpflichtungen — vorausgesetzt, dass Miss Ethel Lakewise meine Gattin wird: Ich will in der Nähe des Hauses keinen Tabak kauen und in den Schlafzimmern nicht rauchen. — Ich werde mir nicht häufiger als viermal jährlich einen Rausch antrinken und mich bei diesen Gelegenheiten jeder Belästigung meiner Frau enthalten. — Ich will nicht mehr als zwei Geheimgesellschaften beitreten und werde jede Woche wenigstens zwei Nächte daheim zubringen. («Welcher Einfall von Mama! Selbstverständlich wird er an sämtlichen Abenden der Woche zu Hause bleiben.» Randbemerkung der Braut.) —• Ich werde nicht vorschützen, nach dem Abendessen Geschäfte erledigen zu müssen, die mich nach auswärts berufen. — Sollte die Wäscherin einmal die reine Wäsche nicht rechtzeitig bringen, werde ich weder fluchen, noch mit allerlei Gegenständen um mich werfen. — Ich werde meine Bureaufräuleins nicht zum Lunch ausführen. — Ich werde meiner Frau nie vorhalten, welch gute Hauswirtinnen die Gattinnen andrer Männer sind. — Ich will ihr nicht unter dem Vorwand, sie könnte sich kränken, den Stand meiner gesellschaftlichen Angelegenheiten verheimlichen. — Ich werde mich auch künftig gut kleiden und nicht wie ein Landstreicher herumlaufen, denkend, dass ich's «nicht mehr nötig» habe, weil ich ja schon verheiratet sei. Ich verspreche vielmehr, mir, wenn nur irgend möglich, jährlich mindestens zwei neue Anzüge machen zu lassen. — Ich werde nicht darauf bestehen, die Namen für alle unsere Kinder allein zu bestimmen. — Ich werde die Heizung selber besorgen oder einen Mann dafür mieten. — Ich werde mich nicht weigern, die Köchin zu entlassen. Auch will ich weder höhnen noch klagen, wenn das Essen schlecht oder verdorben ist. — Endlich will ich wenigstens dreimal jährlich mit meiner Frau in die Kirche gehen. Was «Sie» verspricht. Ich, Ethel Lakewise, gehe hiermit für den Fall, dass Mr. Frank Clifton mich ehelicht, die folgenden Verpflichtungen ein: Mich pekuniär nach der Decke zu strecken und weder auf einem Auto zu bestehen, wenn wir es nicht bestreiten können, noch zu weinen, wenn ich bemerke, dass andere Frauen schönere Kleider tragen. — Nicht alle meine Freundinnen auf einmal einzuladen und den Freunden meines Mannes nicht das Haus zu verbieten. — Weder' Schosshunde zu halten, noch meinen Gatten zum Lesen Erhältlich in allen Apotheken 10er Packung Fr.4.50 — 4er Packung Fr. 2.—. Qratls-ProspektdiskretdurchERO VAQA.Q., Zürich 25, Bachtobeistrasse 59. Lesen Sie die aufklärende Broschüre von Dr. R. Engler. Zu beziehen gegen Einsendung von Fr.1.20 in Briefmarken oder auf Postscheck VIII/1819, ERO VAQ A. Q. meiner Aufsätze zu zwingen, noch auch mehr als drei Frauenclubs beizutreten. — Meinem Manne nicht andere Männer unserer Bekanntschaft als Vorbilder hinzustellen. — Nicht darauf beharren, dass er nachts aufstehe, um die Kindermilch zu wärmen. — Nicht öfter als zweimal monatlich vermeintliche Einbrecher im Hause zu hören. — Mich- nicht häufiger als nötig über Müdigkeit, Nervosität oder andere Leiden zu beklagen und nicht auf die Schäbigkeit unserer alten Möbel oder Teppiche zu schimpfen, wenn wir nicht in der Lage sind, neue anzuschaffen. Dasselbe gilt von Reisen. — Nicht mehr als dreimal wöchentlich die Läden abzugrasen und nicht häufiger als zweimal die Woche ms Theater gehen zu wollen. — Meinen Ehegemahl nicht zum Besuch von Soireen zu zwingen, wenn er übermüdet heimkommt. — Nicht behaupten zu wollen, dass unsere Kinder ihre schlechten Eigenschaften von der Familie meines Mannes ererbt haben. — Nicht jeder Schauspielerin in Kleidung, Frisur oder Gang nachäffen zu wollen. — Nicht zu versuchen, meinem Gemahl allabendlich beim Essen die Fehler des Gesindes vorzuhalten oder ihn während des Frühstücks im Lesen des Morgenblattes zu stören. — Ihn weder um Menuvorschläge bitten, noch Kleider für ihn kaufen zu wollen. Das zweite Paar schloss seine folgende würdige schriftliche Abmachung vor einem öffentlichen Richter: Was Sie erklärt: Ich glaube, dass jede wahre Ehe eine innige Verwandtschaft des Herzens, des Geistes und der Seele zwischen Mann und Frau ist, die in einander die Begeisterung für das Beste, Höchste, Edelste und Reinste des Charakters finden. Da ich glaube, dass eine derartige Verwandtschaft zwischen uns besteht und dass wir daher harmonieren werden, verpflichte ich, Anny Webb, mich vor Zeugen feierlich, das Weib des Mrs. Shurrey zu sein, und ich verspreche alles mit ihm zu teilen, was immer die Wechselfälle des Lebens auch mit sich bringen mögen; ihm in Leid und Freud, in Krankheit und Gesundheit, in guten und schlechten Zeiten, so lange — aber nicht langer! — zur Seite zu stehen, als Liebe unsere Herzen verbindet-» und unsere Seelen miteinander verschmolzen bleiben. Was Er erklärt. Ich wünsche eine vorurteilslose Frau zu heiraten, keine Sklavin. Mit dem ganzen Vertrauen der Liebe gestehe ich meiner Gattin jene gewissen Rechte zu, welche jeder Ehemann seiner Frau gewähren sollte: ich will Liebe weder zwingen, noch meine Ansprüche durch gesetzliche Bestimmungen zu schützen versuchen. Liebe ist Liebe nur dann,, wenn sie aus freiem Antrieb kommt. Ich wünsche nur so lange geliebt zu werden, als ich liebenswert gefunden werde. Ich will kein anderes Leben unlöslich an das meinige ketten. Daher erkläre ich, Fred Shurrey, dass ich mit Miss Anny Webb verheiratet bleiben will, so lange Liebe und Klugheit uns vereinen. Ich verpflichte mich, dem von ihr erwählten Beruf und ihrer Fortentwicklung nichts in den Weg zu legen. L. Katscher. Merkwürdige Sitten im Tibet Guiseppe Tucci von der Italienischen Akademie schildert in der Mailänder «Lettura» Beobachtungen von seinen tibetanischen Reisen, die in ihm die freundlichsten Erinnerungen zurückgelassen haben. «Nur an eines konnten wir uns nicht gewöhnen», sagt er, «trotz unserer guten Absicht.» Wie die Eskimos und wie im allgemeinen alle Völker, die in rauhem Klima leben, sind die Tibetaner, und zwar sowohl die nomadisierenden wie die sesshaften, abstossend schmutzig. Man versteht dies, wenn man bedenkt, dass sie unter Wassermangel und Kälte leiden, und dass auch der Schutz durch Bekleidung in der Armut der Natur seine Grenzen hat. Wir haben nie einen Tibetaner oder eine Tibetanerin beim Waschen gesehen, sei es auch nur beim Händewaschen. Nur wenn sie durch einen Fluss schwimmen müssen, kommen sie mit Wasser in Berührung. Infolgedessen ist die Haut der Tibetaner und Tibetanerinnen unter den Kleidern mit einer aus Staub und Schweiss gebildeten Kruste bedeckt. Sie sagen, dies sei ihr Schutz gegen Kälte. Man braucht Ueberwindung, um nicht die Nase zuzuhalten, wenn man in ihre Nähe kommt. Dabei sind die Tibetanerinnen bis etwa zum 30. Jahre graziös und erfreulich. Die jungen Mädchen heritaten nicht einen Mann allein, sondern ihn samt seinen Brüdern, und wenn die Brüderschar nicht genügt, kann auch ein Aussenstehender zugezogen werden. In diesem grossen Familienkreis herrscht Harmonie und Freude, alle gehorchen gerne der gemeinsamen Frau. Ins Land der Kirschenblüte Noch Japan? Nein, dazu reichen weder Zeit noch Geld. Wer einen lieblichen Frühlingstraum von besonderem Reiz erleben will, eine Ouvertüre zum Wonnemonat Mai gleichsam, der reise ins Zugerland in der Zeit seines ersten Blütenflors, und er wird ein auserlesenes Menü landschaftlicher Kostbarkeiten geniessen, ganz abgesehen von der Speise- und Getränkekarte der kulinarischen Spezialitäten: der Zuger Röteli zum Beispiel und der berühmten Kirschtorte. Das Städtchen Zug selber bietet dem Besucher die altbehagliche Romantik verträumter Winkel und Gässlein, trutziger Warrtürme, eines malerischen Zeitturmes, durch dessen Tor das prächtige Rathaus aus dem Jahre 1505 blickt, und einiger Gasthäuser, deren Ruf so weit reicht, dass Sonntagessen acht Tage voraus bestellt werden müssen. Die Zuger wissen, was einem verwöhnten Gaumen schmeckt. Anders der See. Gegenüber der Romantik und Realistik des Städtchens ist er, zumal im Frühling, das musikalisch-lyrische Idyll, freundlich, lächelnd und träumerisch. Eine Rundfahrt mit dem Dampfboot erweckt die schönste heiterste Lenzstimmung. Ein lauer Wind kräuselt das Blau des Wassers und umkost dir das Gesicht. Hier reifen an den Ufern selbst Edelkastanien. Der ganze Seespiegel ist in den entzückendsten Rahmen der blühenden Kirschbäume gefasst, in einen Rahmen, der unwiderstehlich verlockt, die Fahrt zu unterbrechen und an einem der herrlichen Punkte, sei es auf Schloss Buonas, sei es in Risch, Immensee oder Arth, oder auf der steileren Seite, etwa in Walchwil, Lotenbach oder Oberwil den FfüMngszauber i a*er a«J> liehen Gestade in Müsse zu geniessen. Die Zuger Kirschblüte hat gegenüber der \opcf nischen noch das voraus, dass aus Ihr wirklich« Kirschen entstehen. Und- wer eine reale Erinnerung an die unvergesslichen Stunden im schweizerischen Lande der Kirschenblust mitnehmen will, der steige im Städtchen Zug in einen der alten Keller und wähle sich eine Flasche auserlesenen alten Zugerkirsch. Zu Hause wird er sich dann noch oft bei dessen feinem Duft in den Frühling am Seegestade zurückträumen. W. A.R. Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners CH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. ist immer wieder das Ziel des Feinschmeckers. Und jetzt, diese BLÜTENPRACHT müssen Sie sehen. Buhe - Erholung - Sport - Konzerte Dancing - Exkursionen 27 HOTELS mit Pensionspreisen von Fr. 6.- bis 14.- Prospekt durch Verkehrsbureau Vorteilhafte Weekend- und Wochenarrangements Grosse Lokale für Gesellschaften u. Vereine. Schattiges Gartenrestaurant. Lebende Forellen. Diner zu jeder Tageszeit von Fr. 2.50 an. Garage Pension von Fr. 9.— an. Weekendarrangements. Schattiger Parkplatz' Tel. Nr. 10. W. DURRER. 1135 m über Meer, an der Route Einsiedeln—Ibergeregg—Schwyz. Das Lieblingsziel des Weekend- und Tourenfahrers. Aus Küche und Kellernurdas Beste. Pensionspr.v.Fr.7.-an. Weekend v. Fr. 12.-an. Tel. 9. Garage, geheizte Boxen. Farn. Guldin-Holdener. 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Der erste Hess nun die anderen bellen, zog sich von der Türe zum Kamin zurück und legte sich mit grösster Befriedigung und Bequemlichkeit dort zur Ruhe nieder. » Bequeme Garaglermöglichkeit. Untal 100117 Gut bürgerliches Haas, nDlBI lUBUZ Garten-Restaurant, Grosse Säle. Parkplatz. Garage. Tel. 60.005 llitinniinvltnf A.C. S. T. 0. S. Park- WllZnaUCrnOI platz. Speiseveranda. Lunch-Nischen am See. Tennis. Pension ab Fr. 11.—. Für Weekend-Arrang, alles Inbegriffen, 60.015 anläuten. •l.|.| TAMninn» Tel.60.003. Grollte HOtel TerminUS Rest.-Terrasse am See. Aus Küche und Keller das Bette. Pensionspreis ab Fr. 9.50. Hotel Küssnachterfiof Hote! du Lac (Seehof) Kurhaus Eichholtern am See Redaktion des Auto-Magazins: Dr. Hans Rud. Schmld. Vierwaldstätter- See und Umgebung Ideale Autostrasse „Das Sonnenparadies" Engelberg mit seiner weltberühmten VITZNAU-RIGIBAHN HERTENSTEIN und LÜTZELAO Hotel Restaurant Viktoria A. C. S. T. C. S. 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N° 36 T- Äutomohil-Bevue 1&0X4XU, steifkn die Ewcopäec? Das britische Gesundheitsamt hat zum ersten^ mal eine umfassende Zusammenstellung der Todesursachen mit den dazugehörigen Verhältnisziffern gemacht. Die grossen europäischen Lebensversicherungen gaben das Material dazu und so kann diese einzigartige «Statistik des Lebensrisikos» der Öffentlichkeit nunmehr zugänglich gemacht werden. Eis handelt sich hierbei um europäische Durchschnittsziffern. Ob der Weltkrieg in die Statistik einbezogen wurde, ist nirgends bemerkt, wahrscheinlich ist dies nicht der Fall. Auch wird man ruhig beifügen dürfen, dass nicht nur die aufgezählten Krankheiten, sondern ihre lebens- oder schicksalsbedingte Verursachung als tiefere Sterblichkeitsursachen zu erforschen wären — aber so weit sind die Statistiken noch nicht. 30,000 zu 1 ist die Verhältnisziffer der Möglichkeit, dass ein moderner Europäer erschossen wird. Und nur ein Mensch von 29 stirbt an Altersschwäche. Der grösste Teil der modernen Menschen stirbt an Herzkrankheiten, die die Ursache von beinahe einem Drittel aller Sterbefälle sind. In diesem Zusammenhang wird festgestellt, dass 44 Prozent aller Aerzte einem Herzleiden unterliegen. Unter den Herzkrankheiten ist am häufigsten die Angina pectoris. Ihr sind übrigens Kopfarbeiter viel mehr ausgesetzt als Handarbeiter. An Typhus oder Paratyphus stirbt nach dieser «Risikotafel des Lebens» jeder 1627. Mensch. An Blattern — einst eine furchtbare Geissei der Menschheit — gar nur jeder 79,479 Europäer. Die «Chance», an Masern zu sterben, ist mit 127 zu 1 errechnet, während sie bei Scharlach nur 495 zu 1 beträgt. Zwischen beiden liegt der Keuchhusten, dem jeder 233. zum Opfer fällt. Dagegen stirbt an Diphtherie schon jeder 114. Europäer. Von 85 Todesfällen ist einer auf Influenza zurückzuführen, dagegen stirbt an der Schlafkrankheit von 605 Menschen nur einer. Die Möglichkeit, einem Wundstarrkrampf zu erliegen, steht 4219 zu 1, die der Tollwut zum Opfer zu fallen 960,000 zu 1. Dagegen stirbt ein Siebentel aller Europäer an Krebserkrankungen. Dass man sich «zu Tode trinkt», kommt laut dieser Statistik sehr selten vor, einmal in 9170 Fällen. Freilich sind hier die Krankheiten, die man sich infolge übermässigen Alkoholgenusses zuziehen kann, nicht mit in Rechnung gezogen. Von 85 Müttern stirbt eine an Kindbettkrankheiten. Furunkulose ist in einem von 844 Fällen die Todesursache, Kinderkrankheiten einmal in 31 Fällen. Auch die seltensten und ausgefallensten Todesfälle haben in dieser Statistik ihre Verhältnisziffern. Die_ Möglichkeit, einem Totschlag zum Opfer zu fallen, steht zum Beispiel 2110 zu 1, dass man erstochen wird 11,029 zu 1, dass man erschossen wird 30,734 zu 1, dass man von einem giftigen Tier getötet wird 14,900 zu 1 (in Europa), dass man einer Nahrungsmittelvergiftung erliegt 29,800 zu 1, dass man verbrennt 7947 zu 1, dass man ertrinkt 794 zu 1 —' eine erstaunlich hohe Ziffer —, dass man verhungert oder verdurstet 31,787 zu 1, dass man einem Hitzschlag zum Opfer fällt 8514 zu 1, dass man erfriert 29,800 zu 1, dass man vom Blitz erschlagen wird 43,346 zu 1, dass man einen tödlichen elektrischen Schlag bekommt 7117 zu 1. Dagegen ist die Verhältnisziffer der tödlichen Unfälle auf Strassen, Wegen und in der Wohnung 38,5 zu 1. Die Selbstmordziffer beträgt in Europa 86 zu I. Schlieslich hat man auch noch ausgerechnet, dass von 30,355 Männern einer und von 233,955 Frauen eine durch Gerichtsbeschluss hingerichtet werden. Uebrigens finden wir hier auch die durchschnittliche Lebensdauer des europäischen Menschen festgehalten. Ein Kind, das vor 100 Jahren zur Welt kam, wurde durchschnittlich vierzig Jahre alt. 50 Jahre später stieg das Durchschnittsalter auf 44; um die Jahrhundertwende auf 49; 1910 auf 55. Heute beträgt es 59,Jahre und die Statistiker haben berechnet, dass es im Jahre 1944 65 Jahre betragen wird. rTPlüfV WUT'' lehrt perfekt Französisch, Italienisch, Englisch, Haushalt usw. Sport, Musik. : " Jahreskursbeginn: Ende April. Vorzügliche Ski-Gelegenheiten. Beste Referenzen. Prospekte. Gebirgslage, 700 m Höhe. Herrn. Frau Pfarrer Voumaxd. Grenzsteine weiden respektiert, und der Onkel hat viel zu rühmen. Das Grenzrätsel in Nr. 32 war ein prächtiger Erfolg. Unsere Rätsler sind — das hat man schon in dem berühmten FaÜ von Engelberg «im Kanton Uri» seinerzeit gesehen — gewiegte Grenzenkenner. Das Resultat: 80 richtige Lösungen — und nur eine einzige falsch! Solche Ergebnisse wünscht der Onkel seinen Rätselfreunden, und auch sich selbst. So sind wir diesmal alle fein "raus — bis auf das schwarze Schaf, das ja in keiner Herde fehlt. Wieder freuen den Onkel manche interessante Bemerkungen der Löserinnen und Löser. «Und gespannt warte ich schon wieder auf ein neues Rätsel; denn in keiner andern Zeitung als der Automobil-Revue kann man solch originelle Rätsel (und zudem noch lehrreiche) finden», schreibt einer aus dem Aargau. Herr B. im Zürcher Weinland beklagt sich wegen Lotzwil und Langenthai — man müsse zum Suchen den Feldstecher benützen, schreibt er, denn die beiden L-Dörfer seien nur drei Kilometer voneinander entfernt. Zum Grenzenrätsel hat er allerdings den Feldstecher nicht gebraucht. Ein bisschen Spass gehört zur Sache. Einverstanden! Einige Neffen machte es baff, dass « bas » soviel wie «besser» heissen soll. «Die andern glaub ich richtig gefunden, hab einige Stunden daran geschunden», dichtet er; ein Aargauer wünscht zu wissen, in welcher Mundart das Wort «bas» für « besser » vorkommt. Da müssen Sie nur Ihre Grossmutter fragen. Oder im Bernbiet irgendwo. Wenn ein Kranker sagen will, er fühle sich besser, so sagt er «Es ist mir bas ». Und wenn Ihr ein wenig Grammatik nicht verachtet, dann sagen wir gleich, wie es damit bestellt ist.« Bas »ist die alte Steigerungsform des Wörtchens « Wohl», während die Steigerung von « Gut » auch früher schon « Besser » gelautet hat. Vielleicht leuchtet ein Vergleich mit dem Französischen ein, wo das Verhältnis zwischen Eigenschaftswort und Adverb noch nicht so verwischt ist wie im Deutschen. « Bas » wäre also die genaue Uebersetzung von «mieux» zur Grundform « bien », während das Eigenschaftswort « bon » die Steigerungsform « meilleur » hat. Das Wörtchen «Bas» gehört nicht einer besonderen Kantonalmundart an, sondern ist allgemein Schweizerdeutsch — aber wie noch so manches Mundartwort leider im Aussterben und Vergessenwerden begriffen. Eine treue Rätsellöserin aus dem Glarnerland findet: «Bei dieser Grenzensuche kommt einem so recht zum Bewusstsein, wie verstückelt eigentlich die kleinen Welten der Kantone sind. Da denkt man unwillkürlich an die Geschichte des Landes und rekapituliert die Begebenheiten, die diese unregelmässigen Grenzen schufen. Ob es wohl Geben und Nehmen. Als ein Lehrer in der Schule sagt: «Denkt immer daran, dass es besser ist, zu geben als zu nehmen», antwortet ein Schüler: «Ja, das sagt mein Vater auch immer.» « Was ist denn dein Vater, mein Junge?» «Boxer, Herr Lehrer 1» Liebe und Essen. Rasmus und Erna sitzen bei Tisch, und Rasmus nimmt sich ein grosses Stück Fleisch. Rasmus, sagte sie ernst, deine Liebe zu mir ist nicht mehr so gross wie früher. Wieso, Liebste, fragte er. Früher, erwiderte sie, gabst du mir immer das grösste Stück Fleisch. Aber, das hat doch mit Liebe nichts zu tun, sagte Rasmus sanft. Früher konntest du noch nicht - so gut kochen wie jetzt. Das Bindewort. Die Lehrerin sagt, dass sie jetzt zu den Bindewörtern käme und fragt Gerda, ob sie eins wisse. Ja, sagt Gerda, die Verlobung! Vorsicht. Der Lehrer lässt Aufsätze schreiben und verbirgt sich während dessen hinter einer Zeitung. Bevor er es tut, sagt er den Kindern: « Denkt daran, dass Gott alles sieht; wisst jedoch, dass ich mir zur Sicherheit dennoch ein Loch in die Zeitung geschnitten habe. » ChakahkhbUdunq Cou Pensiona t und Haushaltungsschule .,UPresbytere" Dänemark an läfjt sich Oberall verwenden. Es ist zusammenklappbar, aus Buchenholz gearbeitet u. hat eine Sitzfläche von 26x42 cm. — Es ist besonders geeignet für Spaziergänger und Kfnderfräulein, auf d. Sportplatz bei Oberfüllten Tribünen, im Auto als Notsitz oder beim Picknick. Preis p.Stdc Fr. 3.50. Versand p. Nachnahme nach der ganzen Schweiz durch Alb. FIschsr-Bürger Immensee (Kanton Schwyz) Verlangen Sie d. lliustr. Prospekt Rätsel "Ed« Krieg gäbe, wenn einzelne Kantone ihre Grenzen etwas bereinigen wollten?» Liebe Nichte, das ist ein Wespennest. Oder meinen Sie, die Glarner bekämen bei dieser Gelegenheit den Urnerboden zurück? Wir wollen einmal die Urner fragen, was sie dazu meinen 1 . Auflösung des Grenzenrätsels A: 1. Basel-Land. 2. Aargau. 3. Solothum. (Bas) B: 1. Appenzell-A. Rh. 2. Appenzell-I. Rh. 3. Sankt Gallen. (Aas) C: 1. Bem. 2. Obwalden. 3. Nidwaiden. (Bon) D: 1. Graubünden. 2. Uri. 3. Tessin. (Gut) Liste der richtig eingesandten Lösungen. H. Abt, Locarno-Minusio; M. Allenspach, Frauenfeld; S. Ackermann-Keller, Morges. H. Böchtiger-Müller, Basel; E.Benz, Goldach; E. Baumann, St. Gallen; J. Blumer, Zürich; W. Bürid, Grosshöchstetten; R. Bedert, Solothum; A. Bänninger, Klein-Andelfingen; E. Byland, Winterthur; Büchli-Hess, Hasenstrick. G. Dennler, Müllheim; H. Doerks, Hünibach. W: Erismann, Küngoldingen. P. Farrer, Kriens; E. Felber,Trimbach;A.Fischer- Morf, Zürich; C. Fischbach, Basel; M. Forster-Stähli, Erlen; W. Fäh, Basel. E. Gräflin, Walzenhausen; P. Gras, Romanshorn; W. Greutert, Stadel; M. Gschwind, Aarau; A. Greiff, Lenzach; E. Gysin, Liestal. O. Hirsbrunner, Liestal; N. Hurter, Allschwil; J. Huber, Roggwü; A. Hegnauer, Genf; R. Hess, Schlieren; M. Haag, Hörhausen; E. Honegger, Winterthur; F. Hübscher, Feuerthalen. Dr.J.Jakl, Basel; E. Jossi, Biel; M. A.Im Hof, Schaffhausen; A. Isenschmid, Horw. E. Klopfstein, Laupen; G. Keller, Baden; H. Keller, U.-Wetzikon. H. Loosli, Basel; H. Lindt, Suhr; V. Lanz-Uetiker, Solothum. D. Moser, Rorschach; H. Moser, Schaffhausen; S.Meier, Biel; F.Müller, Aarau; H.Meier, Zürich; A. L. Müller, Morges; B. Marbach, Bern; W. Minder, Sierre; M. Merz, Muttenz. E. Ochsner, Schaffhausen. H. Pulver, Bern. A. Rötteli, Betüach. A. Siegrist, Bern; M. Suter, Luzem; J. Serr, Bern; V. Serr, Bern; H. Sommer, Zürich; P. Siegl, Zürich; H. Schmid, Frauenfeld; P. Schatzmann, Lenzburg; H. Schärer, Langnau; O. Schnyder, Et-Baden; D. Speck, Lugano; M. Spescha, Chur; K. Steidel, Baden; G. Streiff, Glarus. F. Thommen, Zürich; L. Traut, Genf; Dr. Theiler, Pfäffikon. R. Ursprung, Zurzach. lackt Gutgemeinte Warnung. ' In der Kunsthalle kopiert ein junges Mädchen das Gemälde eines Meisters. Ein älterer Herr sieht ihr über die Schulter und meint schliesslich: « Lassen Sie es lieber, Fräulein, ein solcher Schwindel wird doch immer aufgedeckt.» * * * Geistreiches Gespräch. Im Tram hörte ich folgende Unterhaltung von zwei Damen: « An so einem nasskalten Abend wie heute, da lege ich mich früh zu Bett und höre mir ein Konzert aus dem Radio an.» Die andere bestätigt das mit den Worten: «Und am schönsten ist es, wenn man immer mal einen Fuss herausstreckt und dann schnell wieder unter die Decke zieht.» Ein Schotte «rill zahlen. Ein Engländer und ein Schotte kommen nach Paris. Sie haben sich im Zug kennen gelernt und sind übereingekommen, den ersten Tag miteinander zu verbringen. Sie essen in einem Restaurant auf den Champs Elysees zu Mittag: Der Engländer zahlt. Am Nachmittag nehmen sie einen Tee, dann einen Cocktail: Der Engländer zahlt. Sie soupieren zusammen: Der Engländer zahlt. Sie gehen in ein Kabarett, dann in eine Bar, in eine andere Bar, in ein drittes Nachtlokal: Der Enaländer zahlt. Um Fr. 190.— Schreiben Sie sofort an Postfach 478, Ölten. ERIKA- Schreibmaschine, sofort zu verkaufen, mit Garantie. Privat- Detektiv büro «ARGUS» gegr. 1890, Zürich, Goethestrasse 12, Teleph. 44.195, besorgt überall Auskünfte, Beobachtungen, Nachforschungen etc. Göschenen BAHNHOF BÜFFET Umladestelle für die Autos nach und von Airolo. Kalte und warme Speisen zn jeder Tageszeit. Auskunft über Fahr- and Transportverhältnisse. Tel. 2.11. (Nicht zu verwechseln mit Hotel Bahnhof.) Höfliche Empfehlung Steiger-Gurtner. F.Spitzbarth-Grieb, Zürich8 Feldeggstrasse 58 — Telephon 27.464 SILBERSCHMIED E. Vetsch, Buchs. . Fr. Wenger, Bern; H.Weber, Zürich; H.WoH Thun; W.Weber, Zürich; E. Winteler, Glarus j E. Wicky, Ruswil; H. Wegmann, Winterthurj H. Wyss, Bem; F. Wezel, Winterthur; O. Wyder, Sursee. A. Zängerle, St. Gallen; M. Ziegler, Zürich. Preisträger: E. Gräflin, Walzenhausen; M. Haag, HSrhantenf H. Schärer, Langnau. Hoffentlich gibt auch das Silbenrätsel in Nr. 34 so viele und treffliche Lösungen! Für heute bringen wir ein Geographisches Silbenrätsel, in welchem Geographie und Rätsellösen wieder in einer andern Form verquickt sind. Die Frage, die das Rätsel stellt, können Sie natürlich mit dem Atlas oder mit dem Lexikon lösen, aber die genaue Antwort muss aus den zusammengestellten Wörtern herausgelesen werden. Der Onkel erwartet Eure Lösungen bis zum 8. Mai. Was ist Erdschias Dag? (Frage- und Antwort-Silbenrätsel.) Aus den Silben a — a — blu — bu — ce — de— di — ei — el — ent — er — ga — gen — he — hyp — je — ka — kad — keit — ki — kraut — kUrsch — lärm — log — lu — me — mö — ne — ne — nen — ner — no — no — ok — re — rung — se — se — set — so — son — strut — tas — tel — tin — un — ver — vier — wi — zar — zen sind 18 Wörter zu bilden, deren erst* und vierte Buchstaben, beide von oben nach unten gelesen, die Antwort auf die Frage «Was ist Erdschias Dag?» geben. Bedeutung der Wörter: 1. Zwiegespräch. 2. Menschliche Schwäche. 3. Jagdbezirk. 4. Schlafähnlicher Zustand. 5. Türkisches Gewicht 6. Soviel wie Grauen. 7. Hauptstadt von Montenegro. 8. Biblischer Prophet. 9. Gartenpflanze. 10. Italienischer Dichter. 11. Entgegnung. 12. Soviel wie Besitz. 13. Nebenfluss der Saale. 14. Kurort im Tessin. 15. Ausdruck für Stengelpflanze. 16. Warnung, Weckruf. 17. König von Babylon. 18. Pelzverarbeiter. drei Uhr morgens, als sie ihre Zimmer aufsuchen wollen, schlägt der Engländer vor, in der Hotel- Bar noch einen Drink zu nehmen. Sie betreten das Lokal und bestellen zwei Whiskys. Nachdem sie ausgetrunken haben, greift der Engländer in die Tasche. Voll Widerspruch meint der Schotte: « Aber nein, nicht immer Sie. Wir wollen würfeln 1» Der Platz an der Sonne „Was, du willst mir hier Konkurrenz machen? 1 * „Warum nicht? Jeder hat das Recht auf Platj an der Sonne." (Journal) SPORTPREISE BESTECKE 6 GUMMI Fr. 2.50 Beste Qualität. Sicherster Schutz. Diskreter Versand. Postfach 93, Wädenswil