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E_1936_Zeitung_Nr.037

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9 AUTOMOBIL-REVUE

9 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 5. MAI 1936 — N c 37 1t 7,3 ¥ 0 1 3 * U Die Verwaltung der Bundesbahnen stimmt im Jahresbericht über das Jahr 1935 eine neuerliche Jeremiade über das Auto an. Zum x-ten Male stellt der Bericht die schlimme Finanzlage der Bundesbahnen dar. Das Jahr 1935 schliesst mit dem bisher grössten Defizit — seit 1921 — ab, mit einem Fehlbetrag von 58,7 Millionen Fr. Bereits hat also das Defizit den Betrag von 1 Million pro Woche erheblich überschritten. Die Betriebseinnahmen sind im ersten Quartal 1936 wieder um 7,5 Prozent niedriger als im Vorjahr. Natürlich lassen sich die S.B.B. die Gelegenheit nicht entgehen, einmal mehr das Automobil anzuprangern, denn der Bericht hebt hervor, dass der Rückgang zu einem wesentlichen Teil auf die schrankenlose Automobilkonkurrenz zurückzuführen sei. Wir kennen die Melodie. Sie wird von den Bundesbahnen bis zur Bewusstlosigkeit immer wieder abgeleiert. Kein Zweifel, dass es sich um ernste Fragen unserer Volkswirtschaft handelt, schliesst doch die sogenannte «Bundesbahnreform» als piece de resistance den Plan in sich, die Schuldenverzinsung im Betrag von 75 Millionen Fr. jährlich auf den Bund zu überwälzen. Was daneben an organisatorischen Massnahmen vorgesehen ist, sinkt im Vergleich hiezu zu sehr untergeordneter Bedeutung herab, besonders auch deshalb, weil besagte Massnahmen noch sehr umstritten sind und voraussichtlich gar nicht durchgeführt werden. Beschäftigen wir uns indessen einmal mit dem bis zum Ueberdruss wiederholten und bald « überfälligen » Lamento über die böse Automobilkonkurrenz. Man macht sich's ja sehr billig, sie immer wieder der Hauptschuld am Versagen unseres grössten Staatsbetriebes anzuklagen. Dabei ist nachgerade auch dem einfachsten Bürger ein Licht darüber aufgegangen, dass sich die S.B.B, zu einem 'sehr erheblichen Teil selbst in ihre heutige Misere hineinmanövriert haben. Die passive Einstellung oberster Beamter gegenüber der Automobilkonkurrenz hat viel dazu beigetragen, dass die Bundesbahnen in den Wirtschaftskreisen an Sympathie verloren. Gegenanstrengungen der Bahnen kamen mindestens vier Jahre zu spät — wie heute selbst aus Eisenbahnerkreisen zugegeben wird. Statt die hohen Taxen des Nahverkehrs, der durch das Automobil vor allem konkurrenziert wurde, herabzusetzen, behielt • ••

JJO 37 _ DIENSTAG, 5. MAI 1936 Sportnachrichten Zum Grossen Preis von Tripolis. In unserm kurzen Vorbericht vom 21. April («Automobil-Revue > Nr. 33) haben wir darauf hingewiesen, dass für die Siegesaussichten in Tripolis die Reifenfrage von ausserordentlicher Bedeutung sei. In diesem Zusammenhang bemerkten wir auch, dass beim 1935er Rennen ein Reifendefekt dazu beigetragen habe, Varzi in der letzten Runde um den sichern Sieg zu bringen. Wie uns die Daimler-Benz-A.Q. in Stuttgart-Untertürkheim mitteilt, entspricht dies nicht den Tatsachen. Die Meldung, Varzi sei durch diesen Reifendefekt um den Sieg gerkommen, beruht auf einer Verfälschung der damals erzielten Resultate, die vom grössten Teil der europäischen Fachblätter seinerzeit übernommen wurde. Daimler-Benz-A.Q. lässt sich hiezu wie folgt vernehmen : Das Rennen ging über 40 Runden. Caracciola führte mit einer Minute Vorsprung bis einschliesslich der vierten Runde, und zwar mit einer Minute Abstand vor dem ganzen Feld. Er war der erste, der durch einen Reifenschaden seinen Zeitvorsprung abgeben musste. Ein Vergleich der Reifenschäden ergibt, dass Caracciola viermal anhalten musste und acht Reifen wechselte, während Varzi nur dreimal anhalten musste und vier Reifen wechselte. Wenn also von einer Benachteiligung durch Reifenschaden gesprochen werden kann, so gilt dies in erster Linie für Mercedes-Benz. Im übrigen führte Fagioli von der 13.—17. Runde und wurde dann ebenfalls durch Reifenschaden zurückgeworfen. Die Ansicht, ^ass Varzi in der letzten Runde durch Rei- .Jendefekt um seinen sichern Sieg kam, ist absolut irrig, denn er führte in der letzten Runde gar nicht, sondern wurde bereits in der 38. Runde überholt, wozu noch zu bemerken ist, dass seine Maschine ebenso einwandfrei lief wie diejenige von Caracciola, der ihn überholte. Caracciola vlag bereits am Ende der 38. Runde an der Spitze und behielt diese weiter bei, während es Varzi trotz aller Anstrengungen nicht mehr gelang, die Führung zu übernehmen. Er war also über 2 1 /z Runden nicht Erster, sondern Zweiter, und hatte nicht als Verfolgter, sondern als Verfolger Reifenpech, welches an seiner Position gar nichts änderte, denn er blieb bis zum Schluss Zweiter, der er ja bereits seit der 38. Runde war. Die Scuderia Ferrari an deutschen Rennen. Wie wir aus erster Quelle erfahren, ist {vischen der Scuderia Ferrari und dem Präsidenten der Sportkommission des D.D.A.C., E. Kroth, eine Vereinbarung getroffen worden, welche von der Teilnahme des italienischen Rennstalls an deutschen Rennen der laufenden Saison handelt. Dieser Vereinbarung zufolge v dürfte die Scuderia mit Sicherheit am internationalen Eifelrennen (14. Juni), mit 4 Wagen starten, ferner am 26. Juli am Grossen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring mit ebenfalls vier Maschinen, während am Grossen Bergpreis von Deutschland (30. August) je eine Maschine der Sport- und Rennwagenkategorie an den Start geht. Es ist vorgesehen, dass die 8- und 12-Zylinder-ModelIe abwechslungsweise von Nuvolari, Brivio, Farina und Marinoni gesteuert werden. Grosser Preis von Frankreich. Am vergangenen Donnerstag ist die zweite Nennfrist mit doppelter Einschreibegebühr für den am 28. Juni zu fahrenden Grossen Preis von Frankreich für Sportwagen zu Ende gegangen. Es haben sich bisher 44 Konkurrenten angemeldet, nämlich : Klasse I (750 ccm bis 2 Liter Zylinderinhalt): Riley Coventry Ltd (Riley I und II); Bayrische Motoren-Werke AG. (B.M.W. I und II); M. Aldington (Frazer-Nash B.M.W.); Gordini (3 Simca-Fiat); Camerano (Simca-Fiat); Fairfield (Riley); Trevoux (Riley); Martin (Simca-Fiat); Stanley Barnes (Singer); H. Eccles (Singer); -Marendaz Special Car Ltd; Marendaz (Special); Polledry (Alfa Romeo). Klasse 2 (2 bis 4 Liter Zylinderinhalt): Societe des Automobiles Delahaye (Delahaye I und IT); Jacques Menier (Delahaye); Villeneuve (Delahaye); Schell (Delahaye); X... (Delahaye); Automobiles Talbot (Talbot I, II und III); Villapadierna (Alfa Romeo); Heide (Delahaye); Heide (Delahaye); Danniell (Delahaye);'Cadot (Talbot); L. Begue (Delahaye); Automobiles Amilcar (Amilcar); Gontet (Amilcar); Boudot (Amilcar); Scuderia Ferrari (Alfa Romeo I, II und III); Brunet (Delahaye); Fortier (Amilcar). Klasse 3 (über 4 Liter Zylinderinhalt): JAoz (Lagonda); Colas (3 Hudson); Lehoux (Lagonda). Die Nennfrist läuft noch weiter bis zum 1. Juni, wobei das Nenngeld pro Wagen auf 4000 ffrs. erhöht wird. Wiesbadener Motorsportkämpfe vom 19.—21. Mai "Mit den Wiesbadener Motorsportkämpfen erstand im vorigen Jahr ein neuer Wettbewerb, dem in jeder Beziehung ein durchschlagender Erfolg beschieden war. So ist es fast selbstverständlich, dass der DDAC. diese sportlich und propagandistisch gleich wertvolle Veranstaltung in diesem Jahre wiederholt. Die Aufteilung der Gesamtveranstaltung, die die Tage vom 19. bis 21. Mai in Anspruch nimmt, ist die gleiche wie bei der ersten Durchführung. Im Vordergrund steht wieder die Deutsche Zuverlässigkeitsfahrt. Sie erstreckt sich für Kraftwagen über 30 und für Krafträder über 24 Stunden; die Aufgabe besteht darin, innerhalb der vorgeschriebenen Fahrzeit von den 27 Kontrollstellen, die über das ganze Reich verteilt sind und je nach ihrer Lage verschieden hoch bewertet werden, möglichst viele anzufahren und doch pünktlich in Wiesbaden einzutreffen. Die Wertung ergibt sich diesmal getrennt für die einzelnen Wertungsgruppen aus der Summe der Punkte, die für die einzelnen Kontrollen gutgeschrieben werden, abzüglich der Schlechtpunkte für ein verspätetes Eintreffen. Daneben steht noch die Südwestdeutsche Zuverlässigkeitsfahrt auf dem Programm, die im Prinzip die gleiche Aufgabe stellt. Abweichend gegenüber der Deutschen Zuverlässigkeitsfahrt ist, dass der Start in Wiesbaden erfolgen muss, dass die Kontrollstellen innerhalb eines bestimmten Umkreises von Wiesbaden liegen, dass die Gesamtfahrt sich auf 15 Stunden beschränkt und dass die Lage der Kontrollen erst eine Stunde vor dem .Start bekanntgegeben wird. Den Abschluss bildet wieder eine Hochleistungsprüfung in den Strassen der Stadt Wiesbaden über 10 Runden von je 7 km Länge, die für die Teilnehmer an den beiden Zuverlässigkeitsfahrten Pflicht ist. Daneben können aber auch Fahrzeuge lediglich für diese eine Veranstaltung gemeldet werden; ihre Wertung erfolgt natürlich gesondert. Für das Publikum bildet diese Hochleistungsprüfung, die am Himmelfahrtstage durchgeführt AUTOMOBIL-REVlk. wird, den Höhepunkt der Wiesbadener Motorsportkämpfe. Mit einem Geschicklichkeitswettbewerb wird der sportliche Teil dieser Veranstaltung ausklingen. Kölner Stadtwaldrennen 1936 auch für Sportund Rennwagen! Zum dritten Male veranstaltet der Deutsche Automobil-Club im Stadtwald Köln-Lindenthal das nationale «Stadtwaldrennen», das im vorigen Jahre durch den Start der gesamten Deutschen Fabrik- Mannschaften schon zu einem der grössten Ereignisse des westdeutschen Motorsportes wurde. Erfreulicherweise hat sich der DDAC nunmehr entschlossen, in Köln auch Renn- und Sportwagen zuzulassen, so dass damit diese Veranstaltung in ihrer Bedeutung für den deutschen Motorsport noch weit grösser aufgezogen wirdl Bereits heute ist in allen Fahrerkreisen grosses Interesse für dieses Rennen festzustellen, besonders auch in privaten Sportkreisen, da mit diesem Rennen der Auftakt gegeben wird für die vielen Sportwagen-Veranstaltungen des Jahres, die der DDAC zu veranstalten gedenkt Die Kölner Stadtwaldrennstrecke hat eine Länge von 2,6 km, ist also die kürzeste Rundstrerke Deutschlands. Aber gerade darin besteht ihr Reiz. Wenn man überlegt, dass Hans Soenius. der Sieger des Vorjahres, hier einen Durchschnitt von 122 km/St, erreichte, so ist damit schon die Gewähr gegeben> dass auf dieser Rennstrecke buchstäblich in jeder Sekunde «etwas los» ist. Die Strecke führt durch eine der schönsten Parkanlagen Deutschlands, ringsherum von Sportwiesen, Waeserkanälen und prachtvollem Baumbestand umgeben. Sie ist eine Publikumsstrecke im wahrsten Sinne des Wortes, da hier jeder Zuschauer aus allernächster Nähe die Vorgänge auf der Rennstrecke beobachten kann. Insgesamt werden 13 Rennen ausgetragen, und zwar drei Rennen der Motorradausweisfahrer in den Soloklassen bis 250, bis 350 und bis 500 ccm; 5 LizenzfahTerrennen in den Klassen bis 250, bis 350, bis 500 ccm und Seitenwagen in den Klassen hie 600 und bis 1000 ccm. Dann kommen die Sportwagen in drei Klassen (bis 1100, bis 1500 und bis 2100 ccm), zum Schluss die Rennwägen bis 1100 und bis 1500 ccm. Also ein Renntag von mehr als 10 Stunden Dauer, davon jede Minute voller Betrieb und Spannung. Nennungsschluss am 14. Mai! Auskünfte und Ausschreibungen durch die DDAC, Snortabteilung, Berlin und den Gau 4 Niederrhjin, Köln, Deutscher Ring 17. Um die Europameisterschaft. Für das vergangene Jahr wurde zum erstenmal der Titel eines Europameisters vergeben und dieser dem Mercedes^Benz- Fahrer Rudi Garaociola zugesprochen. Die Auszeichnung erfolgte auf Grund der an den verschiedenen « grandes epreuves » erhaltenen Punkte. Wie nun eine Presseagentur meldet, ist es höchst fraglich, ob auch dieses Jahr wieder um die Europameisterschaft gekämpft wird, da die Grossen Preise von Frankreich und Belgien heuer nicht nach der internationalen Formel ausgetragen werden. . •. gefällt Ihnen mit jedem Fahrkilonieter besser Nicht nur sein Aussehen und seine Ausstattung, auch seine Fahreigenschaften sind so ausgezeichnet, daß Sie nichts vorübergehen lassen sollten, um diesen Wagen zu fahren. Nie gekannte Geschwindigkeiten, ohne Rücksicht* nähme auf schlechte Straßen oder starke Kurven, verleihen Ihnen das wunderbar befreiende Gefühl der Sicherheit. 4 Eine unverbindliche Probefahrt mit dem HANSA wird Ihnen zeigen, daß man Straßen und Entfernungen heute schnell und billig.meistern kann. Von Fr. 4650.— ab. Generalvertretung und Ersatzteillager: Grossgarage Sihlhölzli, Zürich Stauffacherquai 56/58 P. Glättli Tel. 36.696/97 VERTRETER: Aargau: C. Sieber, Garage, Baden; Schürch & Cie., Garage, Bruggj H.Weber & Sohn, Garage, Suhr; Hausmann, Garage, Wildegg; Basel: Ing. H. Küng, Automobile, Basel; Bern: H. Schmidt & Cle., Garage, Bern; J. Müller &. Sohn, Automobile, Bern; E.Frutig,Garage,Biel; E.Geiser.Garage, Langenthai: Jb.Wälchli, Garage, Griesbach- Sumiswald; Genf: Ed. Spreuer, Garage, Genf; QraubQnden: L. Burkhard!, Garage Campell, Sils; Liechtenstein: Ing.Rüdinger & Hilty, Garage, Vaduzu.Schaan; Luzern: Müller & Cie., Garage, Luzern; Schaff hausen : K.Schwerzmann, Techn., Automobile, Schaffhausen; St. Qallen: Gebr.Pfenninger,Garage, Rapperswil; Staerkleu. Frei,Garage, Rorschachj Tessin: Garage Central, Chlasso; Gebr. Grassi, Garage, Lugano; 'Waadt: Garage et Agence St. Hubert S. A., Lausanne: Zug: W. Kleiner. Garage, Zug. Personelles. Die Leitung der dem Eidg. Statistischen Amt übertragenen Erhebung über die Güterbeförderung mit Motorfahrzeugen auf der Strasse ist, wie wir soeben vernehmen, Herrn Dr. A. Büchi anvertraut worden, nachdem die Bundesversammlung diese Erhebung in der soeben beendigten Frühjahrssession gutgeheiseen hat. Herr Dr. Büchi, der zu Beginn des Jahres die Chef-Redaktion der «Automobil-Revue» niedergelegt hat, wird sein neues Amt nächster Tage antreten und damit die «Automobil-Revue» definitiv verlassen. Wir beglückwünschen ihn zu seiner neuen Stellung, für die er vermöge seiner bisherigen Tätigkeit auf dem Gebiete des gesamten Automobilwesens besonders qualifiziert ist, und verdanken ihm die unserem Blatt seit 1927 geleisteten -wertvollen Dienste auch an dieser Stelle bestens. Grosser Preis der Plcardle. Am 21. Juli wird auf der Rundstrecke von Peronne in Nordfrankreioh der XI. Grosse Preis der Picardie gefahren, welcher ausschliesslich Rennwagen bis zu 1,5 Liter Zylinderinhalt reserviert ist. An der Veranstaltung, die in zwei Vorläufe und ein Finale zerfällt, können, maximal 24 Konkurrenten starten. Die Ausscheidungsrennen gehen über je 10 Runden ä 9,765 km, während im Finale 146,475 km zurückzulegen sind. Grosser Preis von Tunis. In der Nennliste, die wir am 21. April veröffentlichten, ist insofern eine Aenderung eingetreten, als an Stelle von Lehoux, der auf E. R. A. gemeldet war, der Franzose Wimille auf einem 3,3 - Liter - Bmgatti an den Start geht. An dem über 30 Runden ä 12,714 km == 381,420 km gehenden Rennen können bekanntlich nicht mehr als 12 Konkurrenten teilnehmen. £g»o Verlag der «Automobil-Revue». Qrosser Preis der Schweiz. Die Sektion Bern des A.C.S. hat am vergangenen Donnerstag Herrn Adolf Hilfiker (Bern) zum Rennsekretär gewählt. Herr Hilfiker tritt sein Amt sofort an. Gleichzeitig wurde Kollege Hans Buchli, ein gewiegter Kenner der Materie und routinierter Organisator, als Chef des Pressekomitees berufen. Noch im Laufe dieser Woche wird sich unter dem Vorsitz von Herrn Direktor W. E. Huber, der auch heuer wieder die Funktion des Rennleiters übernimmt, das Rennkomitee konstituieren, um sich sodann unverzüglich hinter die Ausarbeitung des Regimentes zu machen. Leider muss dabei — und zwar ausschliesslich aus zeitlichen Gründen — der Plan einer Aufteilung des Grand Prix in Vorläufe und in einen Endlauf wenigstens für dieses Jahr fallen gelassen werden, weil es sich als ein Ding der Unmöglichkeit erweist, das Rennen für 1 Mi-Liter-Wagen und dazu noch die Ausscheidungen und den Endlauf des Grossen Preises auf den Sonntag zusammendrängen. Der Samstagnachmittag ist aber durch das letzte Training und durch das Nationale Rundstreckenrennen bereits vollständig belegt -o II. Internationale Alpenwertungsfahrt für Nutzkraftfahrzeuge mit Ersatzbrennstoffen. Nach der in jeder Hinsicht gelungenen Premiere vor zwei Jahren hat die schweizerische Gesellschaft für das Studium der Ersatzbrennstoffe beschlossen, die internationale Aipenwertungsfahrt für Nutzwagen mit Ersatzbrennstoffen in zweiter Auflage durchzuführen. Voraussetzung bleibt allerdings eine ausreichende Beteiligung. Die Fahrtroute würde ausschliesslich Schweizer Strassen und Pässe benutzen, wobei der Start in Zürich vorgesehen ist, währenddem man als Ziel Bern in Aussicht genommen hat. Während fünf Tagen würden die Teilnehmer in Andermatt Standquartier beziehen, das sich als Zentrum für die Durchführung von Spezialprüfungen auf den umliegenden Alpenpässen hervorragend eignet. Als Datum der Veranstaltung kämen die Tage vom 8.—18. September in Frage. Drei verschiedene Ziele werden mit der Organisation dieser Konkurrenz verfolgt. Sie soll Aufschluss geben über die Wirtschaftlichkeit hinsichtlich Treibstoffverbrauch und Wartungsbedarf, über die Fahreigenschaften, wobei Startfähigkeit, Fahrfähigkeit, Anzugsvermögen, Geschmeidigkeit, Steigfähigkeit und mittlere Geschwindigkeit besonders geprüft werden, ferner über die Bewährung der Treibstoffanlage in Bezug auf Zuverlässigkeit, Zweckmässigkeit und Zustand sowie hinsichtlich des Oelverbrauchs und der Oelveränderung. Das Reglement soll, wie wir l vernehmen, auf 15. Mai erscheinen. Luftfahrt a« Sdhr Staatliche Flugsport-Förderung Im heutigen Zeitalter der Hochentwicklung des Flugwesens in allen seinen Erscheinungsformen, als Kriegsfliegerei, Luftverkehr und Sportfiugweaen werden alljährlich Riesensummen an Subventionen, wie an etatsmässigen Rüstungsausgaben von allen Staaten ausgegeben. Die Ausgaben der Grossmächte für Kriegsrüstungen in der Luft belaufen sich auf viele Milliarden und wiederholen sich jährlich wieder, denn nirgends wie hier schreitet die Technik so rasch vorwärts und wer immer auf der Höhe der Zeit sein will, muss es