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E_1936_Zeitung_Nr.042

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Automobil-Revue — N®

Automobil-Revue — N® Jedem sein Spielzeug Der grosse HANS Stuck ruht sich aus von grossen Taten; seine Lieblingsbeschäftigung seine zwei „»/« -Takter". Klein Hänschen hat's erlickt; mit dem „Fusszylinder" übt sich,'was ein Meister werden Troll SReue Bücher Heinrich Lämmlin: «Der Pfad.» Geschichten aus dem Alltag (Hans Feuz-Verlag, Bern). Ein Band von 23 Kurzgeschichten, wovon die paar ersten umfangreicher sind als der Harst der Nachfolger. Thematisch stimmt der Untertitel zurecht. Die Motive sind durchwegs dem einfachen, vielleicht einwenig abseitigen Dasein entnommen, daher die Vorliebe für das Landstreicherproblem. Lämmlin schreibt ein sauberes, natürliches Deutsch. Künstlerisch sind insbesondere die kleinen Sachen vielfach von der Ebene der Wahrscheinlichkeit zur Unwahrscheinlichkeit abgebogen. So erhält dann die Linie der Erzählung einen Bruch und der Leser sagt nicht ja zu der Konstruktion. Sympathisch ist dagegen die Menschlichkeit des Autors seinen kleinen Existenzen gegenüber, denen er liebevoll auf den Zickzacksprüngen ihres Schicksals nachgeht. Es macht auch den Anschein, dass ein autobiographischer Kern in diesem Sammelband steckt. Der Lyriker greift sonst zum Gefäss des Verses, um seine Konfessionen zu machen; Lämmlin ist Erzähler und sucht in epischer Form sich von seiner Lebenserfahrung zu entlasten. «Der Pfad» ist demnach ein Stück seines Lebenspfades, schlicht Erhältlich in allen Apotheken 10er Packung Fr.4.50 — 4er Packung Fr.2.—. Qratls-Prospekt diskret durch E R O V A Q A. Q.; Zürich 25,' Bachtobeistrasse59. Lesen Sie die aufklärende Broschüre von Dr. R. Engler. Zu beziehen gegen Einsendung von Fr.1.20 In Briefmarken oder auf Postscheck VIII/1819, EROVAQA.Q. Ist die Rasierklinge, wie sie sein solll Blauband Botband GrQnband Fr. 3.— Fr. 2.25 Fr. 1.60 10 Stic erlebt und erdacht, dichterisch nicht immer harmonisch gebändigt, aber auf eine volkstümliche Formel gebracht. E. W. «Schweizer Frauenbuch», herausgegeben von Alice Lanini-Bolz, Verlag Salvioni & Cie., Bellinzona. Solche Bücher haben stets Zuspruch. Auch der Mann orientiert sich gern über das, was die Frau zunächst angeht. Man spürt diesem Band an, dass die Herausgeberin über die Interesserichtungen gut Bescheid weiss und dass sie die Sache gerne schmackhaft anbietet. Schon die Ueberschriften fangen den Blick, schade nur, dass Text und Bild dann nicht überall gleich gut fesseln. Die Bilder sind zum Teil auch gut gewählt, es liesse sich etwa« damit machen, aber sie sind zu undeutlich gedruckt. Das Buch macht den Eindruck, als sei es zu eilig entstanden. Es erinnert an das rasch improvisierte Menü einer reich inspirierten Köchin, die aber eine Stunde zu spät in die Küche lief oder zu früh anrichtete, ohne jedes Gericht auch genau zu kosten. Dieser literarische Speiseschrank der « Schweizerfrau» steht voll guter Sachen und verlockender Essenzen. Die Lieferanten sind hier Schriftsteller, Journalisten, Aerzte usw. Sie haben zum Teil Namen und Ansehen, doch fiel das Gesamtmenu dann zu unfertig aus. Auch die Druckfehlerteufel tanzen unbekümmert herum. Abgesehen von diesen Flüchtigkeiten und ahn" liehen Mängeln bietet der Band allerhand Interessantes. Wir führen nur einige Hauptkapitel an, Kapitel über Mutterschaft, Kindererziehung, Haushalt, über Kochkunst,, Gartnen und Handarbeit, Eheweisheiten. Berufsbilder geben Einblicke in das Alltagsleben unserer Schwestern. Und wenn von Arbeit, Mühe und Existenzkampf die Rede ist, dann auch vom freundlichen Gegengewicht: Kleidung, Mode, Schönheitspflege. Dem Tanz ist ein Abschnitt gewidmet. Erwähnenswert sind einige gute Erzählungen und Skizzen. E. 3Uleütfaf(&e(eachiuHQsptoqtaut$H 1936 Mai: Sonntag, den 31. Mai (Pfingstsonntag). Juni: Samstag, den 20. Juni. . Zu Ehren der Tagung der Schweiz. Büchdrucker-Gewerkschaft. Juli: Sonntag, den 12. Juli. Zu Ehren der Schweiz. Küfermeister- ••'• Tagung. Juli: Sonntag, den 19. Juli. Anlässlich des Eidg, Turnfestes in Winter* thur. August: Samstag, den 1. August (Bundesfeier). August: Samstag, den 15. August. Zu Ehren der Tagung der Schweiz. Buchdruckerlehrlinge. August: Sonntag, den 30. August. (Aenderungen vorbehalten.) Wir redigieren und administrieren, photographiereh und retuschieren, klischieren und stereotypieren, entwerfen und zeichnen, setzen, drucken, binden Alles unter einem Dach HALLWAG A. G., BERN 6 GUMMI Fr. 2.50 Beste Qualität Sicherster Schutz. Diskreter Versand. Postfach 93, Wädenswil Ho Rliinlt lässt sich nicht erzwingen, wohl aber muss es Im richtigen Moment erfasst werden, bevor es an einem vorüber ist. 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na. Blatt Äufomobil-Revue Nr. 42 BERN, 22. Mai 1936 Haus geschickt.» Sie sagt: «Das da hier», — das klingt neutral, teils verächtlich,, teils zärtlich-stolz. Sie hat Mühe, ihre Erregung zu verbergen. «Ich brauche dir doch wohl nicht zu sagen, dass ich keine Ahnung habe ...» Mit gespieltem Misstrauen betrachtet er die Blumenpracht, dreht das Kärtchen hin und her und murmelt etwas Unbestimmtes. «Ich schwöre dir — soll ich es vernichten?» Dem Gatten wird ein wenig unbehaglich. Deckt er die Karten auf, enttäuscht er die Frau masslos; lässt er sie in der Täuschung, wird die Spur dieser Blumen so bald nicht schwinden. (Peinliches Dilemma. Spiel*mit der Seele ist Spiel mit dem Feuer. Sie wird nun nicht aufhören, davon zu träumen. Sie wird beginnen, zu warten. Frauen, die nichts erleben, sind immer romantisch. Die Strenge. «Warten Sie einen Moment,» sagt sie zu dem • Boten, der den grossen Blumenkorb abgab, Hess ihn an .der Tür stehen und stürzte ans Telephon. «Hallo, Erich, was soll ich tun -— eben werden Blumen abgegeben, von einem Unbekannten. — Ich werde die Annahme verweigern, nicht?» Denkst du nicht auch, dass es das Beste ist?» «Zurück an den Absender,» schreibt sie mit steiler Schrift auf den Umschlag des Kärtchens, und die Blumen wandern, woher sie gekommen. Die kleine Wolke auf ihrer makellosen Stirn verflüchtigt sich. Dieses unbekannte Etwas ist schon von ihrer.hohen, kühlen Gestalt abgeglitten. Die Resignierte. «Gib dir gar keine Mühe, mein Lieber, dich zu verstellen, es würde dir ohnehin nicht gelingen,» sagte sie gleich, als er eintrat. «Die Blumen sind von dir. Wer sollte mir auch Blumen schicken? Wer kennt mich denn, wer sieht mich denn? Ich komme ja kaum aus dem Hause. Früher — ja... aber jetzt? Spare dir solche Scherze!» Die Raffinierte. «Das ist ja entzückend!» Und das Gesicht taucht in den Duft. «Aber wie unvorsichtig, wie toll! Was soll ich nur tun? Die Blumen, müssen fort — wie schade, die herrlichen Blumen. Paul darf sie nicht sehen — unmöglich!» Sie könnte fast weinen, als sie ihre wundervollen roten Rosen dem Feuertod preisgibt. Dann setzt sie sich an den Schreibtisch und schreibt: Lieber Georg! Wie konntest Du nur — bist Du völlig überschnappt, mein süsser Lump? Hoffentlich hat es niemand gesehen. Tausend Dank. Aber dass Du mir nie wieder solche Dummheiten machst. Der Gatte ist ziemlich verdutzt, als er nirgends seine schönen, teuren Blumen entdeckt. Vergebens forscht er im Gesicht seiner Frau, das heiter, und undurchdringlich ist, und er hat Zeit genug, sich über den seltsamen Ausgang des Experimentes Gedanken zu machen. Schwarzer Strohhut mit Schleiergarnierung in flacher Form Sie K l e i n e s E x p e r i m e n t m i t F r a u e n Das folgende Experiment' ist. einfach', nicht sehr kostspielig, interessant, unterhaltsam und fast gar nicht schmerzhaft. Man gehe in einen Blumenladen und bestelle ein Arrangement, das man sich etwa 12—15 Franken kosten lassen muss. Mit ein paar Hyazinthen ist es nicht getan. Es muss schon eine unalltägliche, imposante Blumengabe sein. Zwischen die Rosen und Chrysanthemen lege man ein Kärtchen mit einigen zarten, doch distanzierten Worten tiefer Verehrung. Diese anonyme Huldigung sende man an die Frau, die man prüfen will. Auch das Blumengeschäft muss im Dunkel bleiben (sonst erkundigt sich die Empfängerin nach dem Käufer). Und dann geschieht folgendes, je nachdem, wer die Blumen bekommt. Die Romantische. Ihr Seelchen erhält von dem pompösen Blumenkorb einen kleinen Schock. Der Pulsschlag verändert sich, ein süsser Hauch fliegt über Augen und Wangen. Kein Gedanke, dass ihr eigener Mann das herrliche Arrangement Von Hans Natonek, geschickt haben könnte. Ach, der — mit seinem faden Blumenstrauss regelmässig zum Geburts- und Hochzeitstag. Und dann dieses Kärtchen! Sie denkt nicht' an Täuschung. Sie liest es zum hundertsten Male. Die leidenschaftlichen Worte des unbekannten Anbeters übertragen sich mit magischer Gewalt auf ihr Inneres und setzen es in gleiche Schwingung. Wer ist es — wo ist er — steht er drüben an der Strassenecke verborgen? Sie schiebt die Vorhänge zurück. Habe ich ihn schon gesehen? Vorige Woche... jener Herr im Cafe... oder in der Strassenbahn neulich, der mich unverwandt ansah? Oder im Seebad, vergangenen Sommer... Und dann kommt der Gatte nach Hause und,, sieht den seltsamen Hauch über Augen und Wangen, beobachtet im stillen und hat sein heimliches Lächeln. «Denk dir nur,» sagt die Frau — ja, jedenfalls beginnt der Bericht mit diesem «Denkdir-nur» — «jemand hat mir das da hier ins Zwei Mode=Jipps Blenden-Wirkungen, die teils durch Verwendung abstechender Farben, teils-durchs Heranziehung -eines ^fremden Materiales> (das aber die gleiche Schattierung haben soll) in charakteristischer Weise betont werden, sind nicht so sehr als Aufputz der neuen Kleider, denn als vornehm-bescheidene Garnierung der heuer so beliebten losen Jäckchen gebräuchlich. Die Blenden sollen ein stilisiertes, geometrisches Muster ergeben, so dass man sie Beispielsweise — wie wir dies im Bilde zeigen, nach oben hin kürzer werden lässt. Wenn das in unserer Skizze dargestellte marineblaue Kleid und Jäckchen aus der Jahreszeit entsprechend leichtem Materiale hergestellt wurde, könnte man die Blenden etwa aus farbigem Tuch arbeiten (wodurch die heuer so oft gerühmte Applikationsarbeit zu ihrem Rechte käme) oder aber in blauem Taft wiedergeben, dessen Glanz sich von der matten Struktur des Stoffes ausgezeichnet abheben würde. Der liebenswürdige Eindruck und die Ungezwungenheit solcher Blenden-Effekte hat dieser Art der Garnierung schon manchen grossen Erfolg eingetragen. JCwiiexte Stoffe haben in letzter Zeit grosse Erfolge aufzuweisen,- sie werden auch für das sogenannte «Kostümkleid» herangezogen, das zweifellos über kurz oder lang — in leichtem Stoff, Waschseide oder PFERDE-RENNEN Leinen — zur vorbildlichen Strassenaufmachung zu werden bestimmt ist. Die lichte Garnitur und der geradrandige, halbbreite Hut unseres Bildes sind ganz im Stile des der Jahrhundertwende folgenden Jahrzehntes gehalten, das bekanntlich auf die Stilisierung der gegenwärtigen Mode stärksten Einfluss nimmt! v\\n sämtlichen/> fOp "* Damen und Herren Sonntag, 17. Mai 1936 Sonntag, 24. Mai 1936 ZÜRICH, Wollishofer. Allxnend, nachmittags 2 Uhr, bei jeder Witterung Preise über 24000 Franken Aus dem Programm vom 17. Mai: Preis T. Sihltal, Soldaten-Rennen mit 26 Nennungen: Preis von Regensberg, Groß. Flachrennen mit 11 Nennungen; Preis von Wollishofen, Hürdenrennen mit 17 Nennungen; Preis vom Mnggenbühl. PREIS VON ZÜRICH, Steeplechase, Internat. Herrenreiten über 5000 m, Preise von total Fr. 4000.— unter Beteiligung französ. Offiziere in Uniform und mit den Siegern v. 1932 (Mullinger) u. 1935 (Salam). Weitere Nennungen v. Klassesteeplern wie Similor, Rol des Resquilleurs, Nix u. Rumilly des Strassburger Stalles Goeldlin ** ' % pacfumecie millefieucs ü. Salzmann lUacktqassc 17, !Becn~ Spezialistinnen fOr TOTALISATOR Vorverkauf im Sekretariat, Zunfthaus zur Waag, und Reisebureau Kuoni. (Nur für gedeckte Tribüne). Schweiz. Rennverein, Sektion Zürich *'Cfo