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E_1936_Zeitung_Nr.039

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andere Berechnungsart.

andere Berechnungsart. In jeder Gruppe werden nämlich die Fahrzeiten der ersten 25% der Angekommenen zusammengezählt und daraus der Durchschnitt berechnet. Jeder Konkurrent, der diese «Idealzeit» erreicht oder darunter bleibt, geht strafpunktfrei aus, währenddem eine Ueberschreitung penalisiert wird. Nach der gleichen Methode erfolgt auch die Aufstellung des Schlussklassements, d. h. man rechnet wiederum die Zeiten der ersten 25% der Konkurrenten bei allen vier Sonderprüfungen zusammen und zieht daraus das Mittel, welches die Basis für die Ermittlung der Rangordnung abgibt. Auf je 10 Sekunden Mehrzeit steht dabei ein Strafpunkt. Es dürfte ohne weiteres klar sein, dass bei einem solchen Vorgehen, die Möglichkeit von ex aequos stark vermindert wird. Wagen mit Kompressoren versetzt man nicht mehr wie früher in die nächst höhere Klasse, vielmehr erhalten sie einen Zuschlag von 10% zu der von ihnen erreichten effektiven Fahrzeit. Bei den Teams geht der Kampf wiederum um den Alpenpokal, währenddem den Einzelfahrern als höchste Trophäe der Gletscherpokal winkt. Arn Tage nach der Ankunft in Interlaken, d. h. am 27. August, werden die Fahrzeuge einer Schlusskontrolle unterzogen, woran sich die Preisverkündigung schliesst. Nach dem gegenwärtigen Stand der Anfragen scheint die Hoffnung auf eine erstklassige internationale Beteiligung durchaus begründet, kündet sich doch schon heute ein lebhaftes Interesse für diese Konkurrenz und zwar namentlich in Deutschland, Oesterreich, in der Tchechoslovakei, in Holland, Schweden und in England, das, soweit es die heutige Lage der Dinge beurteilen lässt, mit einem ganzen Schock von Teilnehmern, hauptsächlich von Studenten, anrücken wird. Zahlreiche Anzeichen sprechen im weitern dafür, dass auch die schweizerischen Farben diesmal stark vertreten sein werden und zwar bei den Mannschaften sowohl wie bei den Einzelfahrern, he. Bergrenhen Develier-Les Rangiers. Die am Donnerstag der vergangenen Woche zusammengetretene Sportkommission der Sektion Les" Rangiers des ACS beschloss die definitive Durchführung des Bergrennens Develier-Les Rangiers, welches im nationalen und internationalen Sportkalender auf den 19. Juli festgesetzt ist. Um auch den Mitgliedern der Sektion die Teilnahme an der Veranstaltung zu ermöglichen, wird ebenfalls ein Sport £•» Ausland Ein Rennen von Rio de Janeiro nach Buenos Aires. Der brasilianische Automobil-Rennfahrer De Teffe, welcher Präsident des Automobil-Clubs seines Heimatlandes ist, pflegt gegenwärtig mit dem argentinischen Automobil-Club Unterhandlungen betr. einem Etappenrennen zwischen Rio de Janeiro und Buenos Aires. Er selbst wird auch am diesjährigen argentinischen 500-Meilenrennen auf der Rafaela- Rundstrecke mit einem Alfa Romeo-Rennwagen teilnehmen. In bezug auf den Grossen Preis von Rio de Janeiro äusserte sich der Genannte den Pressevertretern gegenüber dahin, dass das Örganisationskomitee dieses Jahr keine europäischen Fahrer einladen könne, und zwar aus finanziellen Gründen. Rennen für Tourenwagen gefahren. Es soll für diese Mitglieder die Befreiung voll der Lizenzgebühr nachgesucht werden. -u- Eine süddeutsche Renngemeinschaft haben die Piloten Wimmer, Hummel und Troeltsch gegründet, denen vorderhand folgende Fahrzeuge zur Verfügung stehen: 1. 1,5-Liter-Zoller-Kompnessor-Rennwagen. 2. 1,5-Liter-Bugatti-Kompressor-Rennwagen. 3. 2,3-Liter-Bugatti-Kompreseor-Rennwagen. 4. 1-Liter-Fiat-Balilla-Sportwagen. Die neue Rennsirecke für den «Grossen Preis von Ungarn». Die zuständigen Behörden haben nunmehr die Tom Kgl. Ung. Automobil-Club vorgeschlagene Rennstrecke in allen Einzelheiten genehmigt. Die Strecke erhält durchgehend eine Breite von 10 m. Ihre Gesamtlänge beträgt 5 km. An drei Stellen müssen zur Bewältigung des Publikumsverkehrs Brücken über die Strecke errichtet werden. Die Haupttribüne befindet sich 600 m hinter dem Startplatz an der ersten Haarnadelkurve. Am Ziel wird ein eigenes Postamt errichtet, das insbesondere für eine glatte Abwicklung der Pressegespräche auch bei grösstem Andrang eingerichet werden soll. Die Auto-Union am Grossen Preis von Ungarn. Deutschen Pressemeldungen zufolge hat die Auto- Union drei Wagen für die Teilnahme am Grossen Preis von Ungarn vom 21. Juni angemeldet. Diese Boliden werden von Stuck, Varzi und Rosemeyer gesteuert. Keine Monte Carlo-Sternfahrf mehr? Die Krise nagt überall. Nachdem bereits zahlreiche Automobilrennen abgesagt worden sind, verlautet nun, dass der Internationale Sporting-Glub Monaco aus finanziellen Gründen auf die Durchführung der internationalen Sternfahrt verzichten will. Die 15. Sternfahrt im Januar 1936 brachte nämlich wieder ein groeses Defizit und da die finanzielle Lage des Fürstentums Monaco keine so günstige mehr ist wie ehedem, können auch keine erheblichen Zuschüsse erwartet werden. Grosser Preis der Marne ausschliessllch für Sportwagen. Die Organisatoren des XI. Grossen Preises der Marne, welcher für den 5. Juli im internationalen Sportkalender eingetragen ist, haben beschlossen, an diesem Rennen ausschließlich Sportwagen zuzulassen. Die Fahrzeuge werden in vier Kategorien, und zwar von 1101 ccm bis und mit 5 Liter eingeteilt. An der Veranstaltung (es sind im ganzen 400 Kilometer zurückzulegen) kann nur eine beschränkte Anzahl von Piloten Es handelt sich um eine Interessengemeinschaft, starten. welche beabsichtigt, zunächst vorwiegend die in Deutschland stattfindenden Bergrennen zu bestreiten mit dem Endziel, in den kleinen Rennwagen- In Kaliforriien wurden mit einem neuen, in aero- Vor einem 24-Stunden-Dauerrekord-Versuch. klassen wieder international konkurrenzfähig zu dynamischen Formen gehaltenen, nach den Plänen werden. lu. des ehemaligen Rennfahrers Louis Moore konstruierten Ueberrennwagens Versuche durchgeführt, in der Absicht, einige bestehende Weltrekorde zu brechen. Ohne zu forcieren, erreichte der Pilot Fengler eine Geschwindigkeit von 240 km/St. In dieses Fahrzeug baute Moore einen Miller-Motor ein. Fengler beabsichtigt, vorerst den 24-Stunden-Weltrekord zu verabschieden. Auch der Grosse Preis von Oesterreich abgeblasen. Mit Rücksicht auf den Umstand, dass die materiellen Voraussetzungen, in erster Linie diejenigen für den Ausbau der Wr. Neustädter Rennstrecke, nicht gegeben sind, sieht sich der Oesterreichische Automobil-Club gezwungen, die für den 18. Oktober 1936 in Aussicht genommenen «Internationalen Rennen um den Grossen Preis von Oesterreich » für Automobile und Motorräder abzusagen. Dreyfus fährt für Ferrari am Grossen Preis von Tunis. Rennfahrer Rene Dreyfus, der. wie erinnerlich, für die laufende Saison von Talbot verpflichtet wurde, hat von dieser Firma die Erlaubnis erhalten, am Grossen Preis von Tunis für die Das II. Internationale Grossglockner-Rennen abgesagt. Infolge verschiedener Schwierigkeiten rein vollzählig teilnehmen könnten. Es steht nun fest, Scuderia Ferrari zu starten, falls ihre Fahrer nicht technischer und organisatorischer Natur sehen sich dass Dreyfus an Stelle von Farina einen 12-Zyl.- der Oesterreich. Automobil-Club und Salzbufger Alfa Romeo steuern wird. Automobil-Club veranlasst, von der DurchführuNf des auf den 19. Juli 1936 festgesetzten « II. Internationalen Grossglockner-Rennens » abzusehen und an dessen Stelle am gleichen Termin voraussiejitlich ein «Internationales Gaisberg - Rennen » für s Automobile und Motorräder durchzuführen. AUTOMOBIL-REVUfc DIENSTAG, 12. MAI 1936 Vor dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Der Generaldirektor der Adlerwerke in Frankfurt a. M., E. Kleyer, sowie' der bekannte Pilot P. von Guilleaume haben vor einigen Tagen der Rundstrecke von Le Mans einen Besuch abgestattet. Adler nimmt, wie seinerzeit an dieser Stelle berichtet wurde, mit vier Wagen am 24-Stunden-Rennen von 1« Man« für Sportwagen teil, welches am 13./14. Juni stattfindet Hont vollen Polizeikontrollen In Uniform. Auf Grund eines kürzlichen Gerichtsurteils und eines Generalversammlungsbeschlusses hat die Sektion Zürich des ACS die kantonale Polizeidirektion ersucht, inskünftig Polizeikontrollen nur noch in Anwesenheit eines uniformierten Polizisten vorzunehmen, da den Automobilisten nicht zugemutet werden dürfe, nachts bloss auf ein rotes Lichtsignal hin von Zivilisten, d. h. nichtuniformierten Polizeiorganen, hin angehalten zu werden. Die kantonale v Polizeidirektion hat nun diesem Gesuch grundsätzlich entsprochen, indem sie angeordnet hat, dass bei solchen Verkehrskontrollen mindestens ein uniformierter Polizeimann anwesend sein müsse. Man wird diese Zusicherung in Automobilistenkreisen mit besonderer Genugtuung aufnehmen, wird doch dadurch einem unhaltbaren Zustand ein Ende gemacht. V ^ulokurse N° 39 Genossenschaft Automobilverkehr Aarberg und Umgebung. Das um die Förderung der guten Verkehrsverbindungen eines beträchtlichen Einzugsgebietes verdienstvolle Unternehmen hat sein 19-, auf Ende 1936 abgeschlossenes Betriebsjahr befriedigend abgeschlossen. Bei 191,553 (193,274) Fahrkilometern wurden 92,877 (83,850) Personen befördert. Die Personenfrequenz hat somit um 9000 Personen zugenommen, und zwar auf allen konzessionierten Linien, am meisten auf der Strecke Aarberg-Lyss mit 52,186 (46,673) Personen. Dieser Frequenzsteigerung nicht parallel liefen die Betriebseinahmen, welche infolge eines Rückgangs der Einnahmen aus Extrafahrten tun 4000 Fr. einen Rückschlag von 4400 Fr. aufweisen. Die Ausgaben haben insbesondere der erhöhten Benzinpreise wegen eine Mehrbelastung erfahren. Das Tarifwesen ist neu geordnet worden. Die Taxen wurden allgemein herabgesetzt Auf sämtr liehen Strecken sind nunmehr die Retourbillette eingeführt. Der stattliche Wagenpark ist um einen neuen 36plätzigen Wagen modernster Konstruktion bereichert worden; die Anschaffung zweier weiterer neuer Wagen für die Linien Aarberg-Biel und Aarberg-Suberg steht bevor. Die Betriebsrechnung schliesst bei Fr. 106,91% (111,363) Einahmen und Fr. 102,679 (100,468) Ausgaben mit einem Einahmenuberschuss von Fr. 4237 (Fr. 10,895) ab. Die Gewinn- und Verlustrechnung schliesst bei Fr. 138,984 Erträgnissen und Fr. 137,106 Aufwendungen mit einem Gewinnsaldo von Fr. 1818 ab. Das Endergebnis ist also etwas ungünstiger aJ» im Vorjahr, wobei allerdings die Abschreibungen auf dem Wagenpark infolge der Vermehrung des Wagenwertes durch Neuanschaffungen um Fr. 3400 grösser sind. Die Generalversammlung der Genossenschafter fand am 9. Mai statt und stimmte den Anträgen des Vorstandes zu. S. Auf vielfachen Wunsch unserer Abonnenten, organisieren wir auch in dieser Fahr«' Saison wieder einige Gesellschaftsfahrten, denen im letzten Jahr ein so trosser Erfolg beschieden war. Vorgesehen sind folgende Fahrten: 1. Durch die französischen Alpen an die Riviera-(Nizza) und zurück entlang der italienischen Riviera (Genua), Mailand, Gotthard. Dauer der Fahrt ca. 8 Tage. Zeitpunkt der Fahrt ca. Anfang Juni. 2. Durch Tirol, Salzkammergut, Wien und Budapest und zurück über den Platten«««, Graz, Klagenfurt, Grossglocknerstrasse, Dolomiten. Dauer der Fahrt ca. 2 Wochen. Zeitpunkt der Fahrt Mitte Juli. 3. Von Basel nach Verdun, Luxemburg, durchs Moseltal an den Rhein nach Köln, Frankfurt, Heidelberg, Schwarzwald. Dauer der Fahrt ca. 8 Tage. Zeitpunkt der Fahrt: Ende August. Wir besorgen für einen massigen Pauschalpreis: einen erfahrenen Reiseleiter, Unterkunft und Verpflegung (Frühstück, Mittag- und Abendessen) in guten Hotels, Garagen, Führung in Städten, alles einschliesslich Bedienung und Taxen. Wer sich für diese Fahrten interessiert, wende sich an das Touristikbureau der Automobil-Revue, Bern, Breitenrainstrasse 97. Telephon 28.222. an Hauptverkehrsstrasse in der Nähe von Brugg ein bewährtes 71875 mit angebauter grosser Scheune etc., die sich sehr gut für Auto-, Töff- oder Velo-Reparaturwerkstätte eignen würde. — Auskunft erteilt: A. Edwin Gautschi, Notar, Reinach (Aargau). Wissen Sie, dass YACCO mit seinem stabilisierten Mineralöl 85% aller Automobil-Weltrekorde besitzt? Gesellschaftsfahrten der Automobil-Revue Liegenschafts-Markt Zu verkaufen GASTHAUS-RESTAURANT Clichss Hallwag sind erstklassig Gen.-Vertr. f. d. Schweiz: J.8chny*er, St. Niklausstr. 54. 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Luftfahrt — DIENSTAG, 12. MAI 193« AUTOMOBIL-REVUE Potez 60 — ein zweisitziges Leichtflugzeug. H. Scheiber, Oberexpertt für Segtlflug des Ae. C S. In einer schnittigen Einsitzermaschine zu fliegen Ist fein. Doch nur ganz ausgesprochene Einsiedler- 'naturen können das auf die Dauer durchführen. Früher oder spater hat man das Bedürfni». auch andern die Erde von oben zu zeigen. Was kann man sich wohl Schöneres denken, als zu zweit, in Begleitung eines guten Freundes, oder besser noch -einer hübschen Frau, den Luftraum zu durcheilen. Diesem Wunsch nach Fliegen in holder Zweisamkeit, zu einem Minimum von Auslagen, hat die weltbekannte Firma Henri Potez Rechnung getragen.' Eine bemerkenswerte Neu-Konstruktion. die Potez 60, wurde vor kurzem auf verschiedenen Flugplätzen der Schweiz vorgeführt. Der Sprung vom Einsitzer- zum Zweisitzer- Flugzeug ist technisch gesehen viel grösser als vom Zweisitzer- zum dreisitzigen Flugzeug. Durch die angenäherte Verdoppelung der Nuttlast werden zwangsläufig grössere Abmessungen htdingt Die grösseren Abmessungen geben wieder mehr Leer- ' ge wicht, und die Zunahme des Fluggewichtes verlangt einen stärkeren Motor. Dieser aber braucht 'erheblioh mehr Benzin als der schwächere Motor, der zum einsitzigen Fliegen gerade noch stark genug ist Die LelchtfiugzeuK-EntwlcMunE wird also besonders für zweisitzige Flugzeuge be- . deutend mehr technische Konstruktionsarbeit verlangen als für einsitzige Flugzeuge. Potez hat dieses Problem wie folgt zu lösen gesucht: -..-.. Die « Potez 60 > ist ein freitragender Hochdecker. Das aussei» Ende der Flügel, welches sich • trapezförmig verjüngt, ist durch Lösen von einigen Bolzen absohrauhar eingerichtet, um das Flugzeug bei Straßentransport auf ein annehmbares Mass „zusammenlegen zu können. Der Rumpf ist durch Baldachin-Streben an den Flügeln angehängt Er besteht aus dor normalen Holzbauart mit Sperrholzbeplankung. Die Sitze sind hintereinander angeordnet Die grossen Einsteigöffnungen werden durch zwei Pare-Brise abgeschirmt. Das Flugzeug ist mit Doppelsteuerung ausgerüstet und weist die üblichen international eingeführten Steuerorjsane auf. Der Pilotensitz befindet sich hinten. Hinter dem Pilotensitz ist ein Gepäckraum eingebaut Das Leitwerk besteht aus einer freitragenden Kielflosse und einem abgestrebten Stabilo. Höhen- und Seitenruder werden durch Stahldrähte betätigt. Diese Drähte müssen nach schweizerischen Vorschriften durch Stahlseile ersetzt werden. Das Fahrgestßll besteht aus zwei unabhängigen Federböcke*. Die pneumatischen Federbeine sind an zwei kurzen Hilfsstunnneln abgestützt. Die Niederdruckräder können gebremst werden. Der Schwanzsporn besteht aus fest eingespannten Stahllamellen. Als Mötör wird die Type' Potez - B 3 verwendet Dieser dreizylindrige Sternmotor gibt 60^70 PS- Leästung ab. Bei Vollgas hat er einen Benzinverbrauch von rund 20 Liter pro Stunde. Er ist mit Declic-Siarter ausgerüstet um das Anwerfen zu erleichtern. Zwei Benzintanks von je 45 Liter befinden sieh im Flügel und ermöglichen eine Flugdauer von 4M Stunden. Das Flugzeug hat folgende Abmessungen: Spannweite 10 m; Länge 7 m; Höhe 2,35 m: Leergewicht inkl. Brennstoff 360 kg; Nutzlast ISO kg. Folgende Flug leis tun gen sind mit der Potez erreicht worden: Maximale* Geschwindigkeit 140—14g Jnn p ro Stunde; Landegeschwindigkeit 65—60 km pro Stunde; praktische Gipfelhöhe mit Vollast 3000 m über Meer. Ueber die Flugeigenschaften des Flufzeuges war ich in der Lage, mir persönlich ein Bild zu machen. Pas Flugzeug ist nicht für Kunstflug vorgesehen. Deshalb ist es auch nur mit einfachen.Bauchgurten ausgerüstet. Der Pilotensitz ermöglicht jedoch gleichwohl die Mitnahme eines Fallschirmes, sei es Rücken- oder Sitzfanschirm. Das Instrumentenbrett enthält die üblichen Bordinstrumente. Zudem besitzt es • noch einen automatisch wirkenden Feueranzeiger. Durch einfache Betätigung eines Drehgriffes kann im Notfälle der Feuerlöscher ausgelöst werden. In der Mitte des Instrumentenbrettes ist ein Platz freigehalten für den Schutzpatron der Wanderer — St. Ghristophorus. Nachdem ich mich etwas mit Steuerknüppel, Flughebel upd Instrumentenbrett vertraut gemacht habe, gebe ich Gas, um zum Start zu rollen, Anfangs ist der « Potez» nicht ganz gleicher Meinung wie ich. Wenn ich Vollgas geben will, geht der Motor in Leerlauf, wenn ich das Gas zurücknehmen will, fängt er plötzlich an zu brummen. Aha, der Gashebel ist nach französischer Art konstruiert, ich muss mich also etwas umstellen. Nach einigen kurzen Rollubungen, bei welchen ich bald automatisch die richtigen, nach unsern Schweizer Verhältnissen also «verkehrten» Gashebelbewegungen ausführe, stehe ich in Startrichtung. Ich gebe Vollgas und spüre sofort, dass ich den Knüppel stark nach vom drücken muss, um den Schwanz hoch zu bringen. Das Flugzeug rollt an und beschleunigt sich Die leichten Unebenheiten des Bodens werden vom Fahrgestell sehr weich und ohne. Neigung zum Hüpfen aufgenommen. Nun hebe ich das Flugzeug vom Boden ab und lasse es geradeaus langsam in die Höhe steigen. Ich spiele leicht mit den Steuern, um zu sehen, wie das Ding reagiert Vom Ergebnis meiner ersten Tastversuche befriedigt gondle ich ruhig los. Das Flugzeug scheint die Gutmütigkeit selber zu sein. Eine Böe hebt mir den linken Flügel, ich drücke den Knüppel nach links. Gemächlich nach dem Motto: «Nume nid giprängt» legt sich die Potez wieder gerade. In einem weiten Bogen umfliege ich den Flugplatz und steige bis auf etwa 400 m Höhe. Nun beginne ich verschiedene Wendlgkeitsversuche durchzuführen. Ich lege das Flugzeug in die Kurven mit viel und wenig Gas. Ich lasse es steile Kreise drehen, bei welchen der Flügel ungefähr mit 60° Neigung regen den Boden zeigt. Durch leichtes Austreten des Seitenruders halt ich die Rumpfspitze auf der Horizontlinie. Die Potez dreht ruhig," ohne die geringste Tendenz, seitlich abzuschjefern. her 7 um; ich komme mir vor wie in einem Karussell. Die ganze Sache macht mächtig Spass. Mit einer raschen Knüppeibewegung werfe ich das Flugzeug aus dem Linkskreis in die Rechtspirale. Das Flugzeug wechselt seine Richtung wider Erwarten rasch und ist ohne grosse Anstrengung in die entgegengesetzte Kreisrichtung zu bringen* Der Motor brummt ruhig weiter. 'Dieses rasche Herumwerfen scheint ihm keinen Eindruck zu machen. Ntm lege ich den Gashebel ganz nach vorn. Der Motor arbeitet im Leerlauf, und in sanftem Gleitflug nähere ich mich der Landungspiste. Das Flugzeug ist im Gleitflug weicher zu fliegen und sehr gut eteuerfähig. Ich drehe ein und lasse das Flugzeug zur Landung ausschweben. Schon, die erste Landung erfolgt einwandfrei als Dreipunktlandung und Schwanzsporn und Fahrgestell zugleich. Die Federbeine nehmen den Stoss auf und strecken sich wieder ganz langsam. Das Flugzeug scheint wie am Boden festzukleben. Bevor ich noch ganz ausgerollt bin. starte ich: wieder, um noch eine Anzahl Landungen aus verschiedener Höhe durchzuführen. loh lasse auch eine. Schlepplandung folgen. % Meter über dem Boden bringe ich das Flugzeug in Schwebegeschwindigkeit Den Knüppel habe ich ganz angezogen und der Motor arbeitet fast auf Vollgas. So, wörtlich am Propeller aufgehängt schleppe ich das Flugzeug bis zur Landemarke. Im Moment, w« ich die Marke neben dem linken Rad sehe, stelle ich den Motor auf Leerlauf; Das Flugzeug setzt sich sofort hin wie eine Krähe. Die Landemarke befindet sich wenige Meter hinter dem Leitwerk. Als Ziellandung mit Gas ausgeführt, also gute Präzision. Das Flugzeug zeigt in diesen Versuchen ähnliche Start-; und Landeleistungen wie die bekannte englische «Motte». Die Landung ist wegen der besseren Sicht .leichter auszuführen. Tfach dieser ersten Versuchsreihe klettere ich auf 1000 Meter Höhe über Platz, um das Verhalten des Flugzeuges bei Geschwindigkeitsverlust ' zu erproben.. Ich gehe in Gleitflug über und ziehe immer mehr. Das Sausen des Fahrtwindes geht in leises Rauschen über; das. Flugzeug ist an der Scfywebegrenze angelangt. Ich- habe den Knüppel ganz im Bauch. Es passiert .nichts, Das Flugzeug ist etwas schwabblig geworden, «vielleicht wie ein Schwan nach dem ersten Glas Bier», bleibt aber ruhig am Steuer und schwimmt mit mir weiter. Nun gebe ich langsam Seitensteuer links. Das Flugzeug besinnt sich einen Moment und macht dann eine nette kleine Verbeugung nach links vorwärts. Dadurch holt es wieder etwas Fahrt auf und richtet sich von selbst gerade. Ich mache diesen Versuch auch nach rechts, ohne dass das Flugzeug eine gefährliche Flüglage einnehmen würde. Nun versuche ich das Flugzeug ins Trudeln zu bringen. Ich überziehe; und mit grobem Steuerausschlag, Knüppel im Bauch, Querruder link«, Seitensteuer rechts, versuche ich eine Rechts-Vrille einzuleiten. Im ersten Moment scheint der Kniff zu gelingen. Das Flugzeug .schnappt auf den rechten Flügel, neigt sich nach unten und beginnt zu drehen. Jedoch schon nach einem Umgang spüre ich, wie der Steuerdruck zunimmt und wie der Flügel wieder Luft fasst Ich behalte die Steuer noch angezogen, muss aber schnappen beginnt, lege ich das Querruder in Richtung des Drehsinns. Auch diese «Zügelhilfe» bringt das Flugzeug nicht in einwandfreies Trudeln. Bei all' diesen Versuchen hatte ich nie das Gefühl, durch eine Zentrifugalbeschleunigung aus dem Sitz gezogen zu werden. Da ich nur mit Bauchgurten angeschnallt war, Hess ich es bei diesen Versuchen bewenden. Möglicherweise ist das Flugzeug überhaupt nicht in eine grössere Trudelbewegung zu bringen. Zweisitzig kann das Flugzeug 500 Meter nach Startbeginn bereits ein Hindernis von wenigstens 12 Meter Höhe überfliegen. Die Potez 60 wurde besonders gebaut als Schulflugzeug und für den Gebrauch in den Flugsport-Klubs. Auf diesem Gebiet darf sie als ernsthafte Konkurrenz der «Motte» angesehen werden. Die grosse Erfahrung der Potez- Werke bietet Gewähr für solide Konstruktion und zweckmässige Materialauswahl, Dieses Flugzeug, welches in Frankreich bereits in grösserer Anzahl verwendet wird, ist konstruiert worden nach bewährten Konstruktions-Prinzipien, ohne als umwälzende Neuerung auftreten zu wollen. Ich betrachte die « Potez 60 » als robustes, ökonomisches Klubfluffzeug und als Ausgangspunkt für zukünftige Leichtflugzeugkonstruktionen der Firma Potez. Flu^not z^n London—Kapstadt schon wieder in Rekordzeit. Die englische Fliegerin Amy Mollison-Johnson hat letzte Woche einen neuen Rekord auf der Strecke London—Kapstadt aufgestellt. Sie benötigte hiefür 3 Tage 6 Stunden 27 Minuten, also 11 Stunden 9 Minuten weniger als der bisherige Rekordinhaber Tommy Rose. -u- Oas neue deutsche Riesen - Luftschiff LZ 129 «Hindenburg » hat in der vergangenen Woche zum erstenmal einen Flug von Friedrichshafen nach Lakehurst (N. J.) absolviert. Es benötigte hiefür nur 61 Stunden 53 Minuten, also volle 50 Stunden weniger als «Graf Zeppelin» anlässlich seiner ersten N'ordatlantik-Traversierung vom 11. bis 15. Oktober 1&28. New-York - Oslo in 24 Stunden. Obwohl in letzter Zeit immer nur von Flugverbindungen zwischen Europa und Nordamerika auf der Azoren-Strecke die Rede war, ist der schon mehrere Jahre ältere Plan einer europäisch-nordamerikanischen Luftverbindung über die Polarzone ebenfalls wieder aktuell geworden. Die erste praktische, Vorbereitung dieser Verbindung stellt bekanntlich Wolfgang v. Gronaus Flug auf Dornier-Wal dar. Jetzt hat « Pan American Airways » bei der dänischen Regierung um die Genehmigung zur Anlage von Flugstützpunkten in Grönland nachgesucht. Die Linie soll Oslo mit New-York in 24 Stunden über Grönland, Island und Färöer-Inseln verbinden. Von Reykjavik (Island) nach Oslo soll der Dienst von « Norvegian Airway Co » versehen werden, die hierfür bereits ein Sikoreky-Wasserflugzeug angeschafft hat. Das Zustandekommen dieser Fluglinie, die genau in den Etappen der einstigen Amerikafahrten jiach %Y% Umgängen feststellen, dass aus der Vrilleder Wikingerschiffe verläuft, würde nicht nur eine sin£ verzwängte.Steilspirale geworden ist, und dass durch die Anlage zahlreicher Stützpunkte besonders das JFlugzeug; eher, tonneau-abwärts fliegt. Ich sichere Verbindung darstellen, sondern auch für "richte das Flugzeug- wieder auf, versuche dasselbe Island und Grönland die Einbeziehung in den Weltverkehr und damit wesentliche Vorteile für diese nach links. Im Moment, wo das Flugzeug zu Länder bringen. Grasser van „Tripolis" Sieger: A. Varzi auf Auto-Üniörv Zweiter: Hs. Stuck auf Auto-Union Dritter: L. Fagioli,auf Mercedes-Benz Vierter: R. Garacciola auf Mercedes-Benz säm fliehe ohne Reifendefekte mit dem be währten Reifen Zu verkaufen FORD-CABRIOLET ,9 PS, 4/5 PL, Langenthaler Karosserie, rot Lederpolsterung, Farbe des Wagens rotbraun, Zustand wie neu/Anschaffungspreis Fr. 10 500.—, bei sofortiger Wegniahme abzugeben für Fr. 3800.— netto Kassa. Gefl. Anfragen an Ritz! t Wagner, Central- Garage, St. Gallen. Telephon 32.00. 72043 Citroen 193$ sehr elegantes Stromlinienmodell 212 Tonnen CHEVROLET TRUK erst vorsichtig eingefahren, wie neu, mit Spezialausrüstung, statt Fr. 6500.— Fr. 2900.— netto. Sel-gestell, erst 18000 km gefahren, hat sehr vorteilhaft 6 Zyl., Doppelbereifung und verstellbares Blachentene Gelegenheit! — Direktion der Korkparkettwerke A.-G- DOrrenäsch. 72005 dorf (Baselland). abzugeben 0. 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