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E_1936_Zeitung_Nr.040

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LÜFTFAHR Wie wird man

LÜFTFAHR Wie wird man Segelflieger? An nichts ist die wachsende Popularität des Fliegens und die Begeisterung der Jugend so gut erkennbar, wie an den vielen Fragen, welche immer wieder gestellt werden: Wie kann ich Segelflieger werden? Was muss ich tun ? Wo mich melden ? Was kostet die Geschichte? Diese Fragen sollen deshalb einmal im Nachstehenden beantwortet werden: Segelflieger kann werden, wer das 18. Lebensjahr zurückgelegt hat. Für jüngere Aspiranten ist es empfehlenswert, sich zunächst einer Modellbau-Gruppe anzuschliessen. Segelfliegen kann man bei einer 'Segelflug- Gruppe lernen, deren eine ganze Menge über die Schweiz verstreut bei allen Sektionen des Aero-Clubs der Schweiz bestehen. Dort wendet man sich an den Gruppenleiter, dessen Adresse auf telephonische Anfrage hin ohne weiteres bei der Sektion des Ae.C.S. erfahren werden kann. Bevor ein Schüler zum Flugbetrieb zugelassen wird, muss er eine psyohotechnische Eignungsprüfung bestehen. Es ist nicht nötig, dass der Schüler gleich zu Anfang Mitglied der Sektion des Aero-Clubs wird. Das wird erst verlangt, wenn er einmal die B- Prüfung ablegen will. Bis dahin ist er auch von allen Mitgliederbeiträgen befreit, denn die Segelfluggruppe verlangt keine eigenen Beiträge, sondern lediglich das Schulgeld für die verschiedenen Kurse. Geschult wird während der «Sommermonate», und zwar vom März bis Ende Oktober. Der Hauptschulbetrieb wird in der Regel zwischen Samstag Mittag und Sonntag Abend durchgeführt. Der Schulbetrieb erfolgt in der Hauptsache im Autoschlepp oder mit dem Gummiseil, später im Flugzeugschlepp. Ganz allmählich wird der Schüler von den ersten Hüpfern in immer grössere Höhen geführt, bis er die erste Prüfung, die sog. A-Prüfung ablegen kann, bei welcher ein Gleitflug in vorgeschriebener Richtung und mindestens 30 Sekunden Dauer verlangt wird. Als zweite Prüfung folgt die sog. B-Prüfung, bei welcher die Aufgabe lautet: Gleitflug von mindestens 1 Minute Dauer und eine vorgeschriebene S-Kurve. Nach dieser Prüfung ist der Schüler dann reif für den Uebergangskurs, in welchem er seine gewonnenen Kenntnisse vertieft, sie erweitert und sich für den Flugzeugschlepp vorbereitet. Durch etwa 8 solcher Flüge erwirbt sich der Schüler den Schleppflieger-Ausweis und kann meistens gleichzeitig auch die C-Prüfung bestehen, bei welcher nunmehr richtiger Segelflug verlangt wird, d. h. ein Flug ohne Höhenverlust von mindestens 5 Minuten Dauer. In der Regel kann die Ausbildung bis zu diesem Punkt in einem halben Jahr durchgenommen werden. Diejenigen, welche es noch weiter bringen wollen, können dann noch Ausbildung im Kunst- oder Blindflug erhalten. Die Kosten sind so billig als möglich angesetzt. Erst sind Fr. 10.— für die vorgeschriebene Eignungsprüfung zu erlegen. Bis zum A-Ausweis belaufen sich die Kosten auf maximal Fr. 120.—. Für den B-Ausweis, d. h. bis zur Ausbildung zur Erlangung desselben beträgt das Schulgeld wiederum maximal Fran-* ken 120.—. Der Uebergangskurs kostet maximal Fr. 100.— und ein Schleppkurs hinter Motorflugzeug höchstens Fr. 150.—, so dass die fertige Ausbildung zum Segelflieger den Betrag von Fr. 500.— jedenfalls nicht übersteigt. Wer einmal fertig ausgebildet ist, muss jährlich nur noch einen Jahresbeitrag von Fr. 25—30.— zahlen. Die Kosten für die Benützung der dem Club gehörenden Segelflugzeuge und für gewünschte Schleppflüge werden den ausgebildeten Segelfliegern zu sehr billigen Ansätzen berechnet. Schüler, welche den Betrag für die gesamte Ausbildung innerhalb eines Ausbildungshalbjahres nicht auslegen können, besitzen natürlich die Freiheit, die Schulung auf 2 Jahre zu verteilen. Ausserdem sind weitere Erleichterungen möglich durch Zahlung der Kursgelder in Teilbeträgen. Es liegt den Segelfluggruppen des Ae.C.S. natürlich daran, den Genuss des Segelfliegens möglichst vielen jungen Leuten vermitteln zu können. sfp. F*lu«£n«»€i z^m Neue Verkehrsflugzeuge der Air-France. Zu Beginn der neuen Sommerluftfahrtszeit wird die offizielle französische Luftverkehrsgesellschaft Air-France, spätestens aber im Laufe des Jahres, auf ihren europäischen, afrikanischen und amerikanischen Linien vier neue Verkehrsflugzeug- Typen einsetzen, welche sowohl hinsichtlich ihrer erhöhten Reisegeschwindigkeit, 'wie der mitführbaren Passagierzahl stärker den modernen Anfor* AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 15. MAI 1936 — N° 40 derungen entsprechen. Zwei dieser Typen sind dreimotorige, zwei davon zweimotorige Maschinen. Es handelt sich um folgende Typen: Bloch 300: Metallkonstruktion, für 30 Passagiere, drei Gnome et Rhone K 14-Motoren von je 900 PS = 2700 PS. Länge 23 m, Spannweite 27,6 m, Flügelareal 100 qm, Leergewicht 5518 kg, Fluggewicht vollbesetzt 10.588 kg. Maximalgeschwindigkeit in 1500 m Höhe 355 km; Reisegeschwindigkeit in 1500 m Höhe 275 km; Reichweite 960—1375 km. Potez 62: Gemischbauweise aus Leichtmetall und Holz, für 14 Passagiere, zweimotorig, Gnome et Rhone 14 Kirs^Motoren von 1650 PS Gesamtleistung. Länge 17,32 m, Spannweite 22,45 m, Tragflächenareal 76 qm. Leergewicht 4190 kg, Fluggewicht 7160 kg. Maximalgeechwindigkeit in 2000 m Höhe 325 km. Reisegeschwindigkeit in 2000 m Höhe 280 km. Ferner wird angegeben: Geschwindigkeit mit nur einem Motor 220 km, Reichweite 1700 km. Höchste erreichbare Höhe 7500 m. Dewoitine D 620: Metallkonstruktion, für 30 Passagiere. Drei Gnome et Rhone 14 Krsd-Motoren von total 2600 PS Leistung. Länge 23,59 m. Spannweite 29,36 m. Leergewicht 6900 kg, Fluggewicht vollbesetzt 11.860 kg. Maximalgeschwindigkeit in Meereshöhe 310 km, in 2000 m Höhe 350 km. Reisegeschwindigkeit in 1500 m Höhe 270 km. Höchste erreichbare Höhe 7700 m. Breguet-Wibault 670: Metallkonstrüktion, für 18 Passagiere. Zwei Motore Gnome et Rhone 14 Rrsd von einer Totalleistung von 1650 PS. Länge 18,74 m, Spannweite 24,864 tu, Tragflächenareal 78,6 qm. Leergewicht 5059 kg. Fluggewicht 9009 kg. Maximälgeschwindigkeit 340 km; Reisegeschwindigkeit 300 km. Reichweite 1000 km. vfp. Sternflug zu den Olympischen Spielen. Der Aero- Gluh von Deutschland schreibt, wie er dies bereits anlässlich der Olympischen Winterspiele in Garmisch getan hat, auch zu den Olympischen Spielen in Berlin (1. bis 16. August) einen internationalen Sternflug aus, der den Flugplatz Rangsdorf bei Berlin zum Ziele hat. Zugelassen sind alle Kategorien von Flugzeugen bis zu einem Fluggewicht von 2500 kg. Wasserflugzeuge können auf dem Rangsdorfereee wassern. Ausländische und deutsche Flugzeuge nehmen in zwei getrennten Gruppen an der Konkurrenz teil. Um eine möglichst grosse Zahl von Sportfliegern aller Länder zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Berlin zu vereinigen, ist die Wertungsformel so einfach wie möglich gehalten. Die minimal anlässlich des Sternfluges zurückzulegende Strecke — sie darf nicht in einem geschlossenen Kreise geflogen werden — beträgt 500 km. Die Geschwindigkeit dee Fluges ist bei der Bewertung nicht in Rechnung gestellt. Ein Ausgleich der sohweren und kleineren Flugzeuge ist durch Berücksichtigung des Verhältnisses zwischen Motorenstärke und Zahl der beförderten Personen geschaffen. Der Start ist auf den 29. Juli 6 Uhr morgens festgesetzt. Die teilnehmenden Flugzeuge müssen am 30. Juli zwischen 14 und 16 Uhr in Rangsdorf landen. Früher oder später dort eintreffende Flugzeuge werden nicht gewertet. Am 31. Juli findet ein gemeinschaftlicher Flug zum Zentralflughafen Tempelhof statt Für den 1. August ist die Teilnahme an der Eröffnung der Olympischen Spiele vorgesehen. sfp. Oesterreichischer Pfingstflug via Schweiz- Der alljährlich im Frühsommer vom Oesterreichischen Aero-Olub veranstaltete Pfingstflug, welcher sich als touristische Veranstaltung bereits ein Ansehen geschaffen hat, schliesst dies Jahr auch den Besuch der Schweiz ein. Die Teilnehmer werden am 2. Juni (Dienstag) in Altenrhein eintreffen. Für den Vormittag dieses Tages ist ein Säntisflug" oder eine Zwischenlandung in Chur vorgesehen. Nachmittags wird zum Flug nach Lausanne über Zürich, Luzern, Brünig, Interlaken, Thun und Bern gestartet Am 3. Juni folgt ein Flug nach Basel über den Neuenburger- und Bielersee. Am 4. Juni werden die Flieger die Schweiz wieder verlassen. Der Flug zeigt, dass die Schweiz ein reizvolles Ziel ausländischer Sportflieger ist, was im Interesse unserer Verkehrswerbung besonders zu begrüssen ist. Der Flug beginnt in Klagenfurt, wo sich die Flieger am 28. Mai Stelldichein geben. Am 29. Mai wird nach Graz, am 30. Mai nach Siofok am Platensee geflogen. Am 31. Mai folgt der Flug nach Hotrobagy (bei Debreczin), Budapest und Wien. Der 1. Juni ist Ruhetag in Wien. Dann folgt über Salzburg der Flug nach der Schweiz. Während der Teil des Fluges über österreichischem und ungarischem Territorium von den Clubs jener beiden Länder organisiert wird, liegt die Organisation des schweizerischen Teils in den Händen des Aero-Clubs der Schweiz, dessen Gäste die Flieger sind. sfp. Neuerungen im tschechischen Luftverkehr. Die tschechoslowakischen Luftverkehrsgesellschaften ha-, ben im kommenden Sommerflugplan einige Neuerungen eingeführt Am 1. Mai hat die tschechoslowakische staatliche Aerolinie eine neue Linie nach Moskau eröffnet, welche die riesige Strecke von Prag nach der russischen Hauptstadt in 600 Flugminuten absolviert. Der Kurs wird dreimal pro Woche, je Dienstag, Donnerstag und Samstag, in Prag gestartet. Im Inlandverkehr legt die Gesellschaft das Hauptgewicht auf eine wesentliche Beschleunigung des Verkehrs. Die tschechoslowakische Luftverkehrsgesellschaft betreibt im Sommer einen Poolverkehr mit den Holländern (KLM), und zwar auf der Strecke Prag- Amsterdam, welche in 3 Stunden bewältigt wird. Die tschechische Gesellschaft hat zu diesem Zweck zwei Douglas-Flugzeuge erworben, wie sie sich bei zahlreichen Luftverkehrs-Gesellschaften (so bekanntlich auch bei der Swissair) bewährt haben. Die Linie wird von Prag aus nach Wien und Budapest weitergeführt, so dass Prag durch nicht weniger als drei Fluglinien mit Wien verbunden ist. Neu ist ferner die Dalmatien-Linie der Aerolinie von Prag über Brunn, Pressburg nach Agram, Susack, Split und Ragusa. Die Linie ist um so aussichtsreicher, als Dalmatien zur eigentlichen Badeküste der tschechoslowakischen Sommergäste geworden ist Angriff auf den Schnelligkeits-Weltrekord. Für Roscoe Turner wird ein neues Flugzeug gebaut, das die phantastische Geschwindigkeit von 750 km/St, entwickeln und den Schnelligkeits-Weltrekord der Italiener brechen soll. Der amerikanische Flieger hofft, die neue Maschine in England bei der Krönungsfeier Eduards VIII. vorführen zu können. 75-Tonnen-Flugzeug. Igor Sikorsky, der vor dem Kriege schon das erste Riesenflugzeug der Welt erbaute, beschäftigt sich mit Modellversuchen für ein Transatlantik-Flugzeug, das 75 Tonnen Gewicht und 375 km/St. Höchstgeschwindigkeit haben und 6400 km ohne Zwischenlandung überfliegen soll. Subskriptions-Termin für den neuen geht seinem Ende entgegen. Es freut uns, schon heute die Mitteilung machen zu können, dass sowohl die deutsche wie die französische Ausgabe ,Schweiz und Grenzgebiete' vollständig ausverkauft ist; auch von der Ausgabe „Schweiz" bleibt nach Ausführung der Subskriptionsaufträge nur noch ein geringer Posten für den laufenden Bedarf übrig. Nachdrucke sind bereits im vollen Gang. Damit hat sich auch der neue GH-Touring den Erfolg gesichert, der seinen Vorgängern in den letzten 30 Jahren stets beschieden war. VERLAG HALLWAG BERN Abt. für Autotouristik Zürich Stadttheater Abends 8 Uhr, Sonntae nachmittags 3 Uhr. Fr. abend 15. Hai Zum letztenmal: Tanz Ins Glück. Sa. abend IB. Mai Schweizer Erstaufführung: Die schweigsame Frau, Oper von Richard Strauss. So. nachm. 17. Mai Drei Walzer. So. abend 17. Mai Abschiedsvorstellung für Georg Oeggl: Das Dreimäderlhaus, Operette nach Schubert MO. abend IB.Mai Völksvorstellung. D| abend IS. Mai Abschiedsvorstellung Oeggl: Der fidele Bauer. Mi. abend 20. Mai Die schweigsame Frau. DO. nachm. 21. Mai Nachm. 4 Uhr: Panlfal. Schauspielhaus ^ends «* Uhr. tat nachm. Fr. abend 15. Mai Peer Gynt, Schauspiel v. Ibsen, Musik von Grieg. Sa. abend IB. Mai Protektorat So, nachm. 17. Mai 3 Uhr: Peer Gynt, v. Ibsen, Musik von Grieg. SO. abend 17. Mai 8 Uhr: Peer Gynt, von Ibsen, Musik von Grieg. MO. abend 18. Mai Volks vor stellg.: Die erste Legion. Di. abend 19. Mai Peer Gynt Mi. abend 20. Mai Protektorat Do. nachm. 21. Mai 3 Uhr: Protektorat Gymnastik — Tanz Im Conservatoire de Danse, Obere Zäune 20 Ltg.: Mario Volkart, du Theätre nat. de l'Opera de Paris. Allgemeine Körperkultur, Rhythm. Atmungs-Heil-Gymnastik. 2 schöne, helle SäFe, Douchen, Massage. Odeon-Bar: Wiener Stimmungskanonen. — Jecki, der Humorist Hungaria - Jonny Bar Beatengasse 11 Erstkl. Küche, gepflegte Weine. — Täglich Konzerte erster Orchester. Parkplatz vor dem Haus. Inh.: Farn. Zürcher. Empfehlenswerte Unterhaltungs- u. Gaststätten StudiO Nord-SÜd Schlfflandeplato Baccara. Grande comedie satirique de moeurs. Privatpension * i " uf ' acllt s?? a n r Telephon 32.363 Moderne Zimmer. Reine Butterküche. Zeitgemässe Preise. Besitzer: Rösler-Misar, Chef de cuisine. LlmmathaUS am Llmmatplatz Telephon 68.911 Hotel - Restaurant - Säle. Wannen- und Medizinalbäder. Zimmer m. fl. Wasser 3.50. Zentralheizung. Geheizte Garage im Hause. Eigener Parkplatz. 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N° — FREITAG, 15. MAI 193Ö AUTOMOBIL-REVUE Zur Abklärung von Verkehrsunfällen menschliches Fehlverhalten die Ursache ist. Die restlichen 10 % verteilen sich auf technische Mängel und sonstige Ursachen. Dabei sind unter verkehrswidrigem Verhalten bei den Fahrern zu schnelles Fahren, Nichtbeachtung des Vorfahrtsrechtes, vorschriftswidriges Einbiegen und Ueberholen, Fahren auf falscher Strassenseite, Un- Die nachfolgenden Darlegungen dürften für terlassen von Warnzeichen, Trunkenheit und Erkrankung, bei den übrigen Wegebenützern Unacht- Automobilisten und möglicherweise auch für die Polizeiorgane von Interesse sein, stellen sie doch samkeit, Trunkenheit, Gebrechlichkeit und sonstiges die langjährigen Beobachtungen und Erfahrungen erfasst. Das sind die sichtbaren Ursachen, deren eines Verkehrsfachmannes, Kriminalkommissar tiefere psychologische und physiologische Einflüsse Schneider, dar, der sich in der Umschau zu diesem Thema äussert: ten diese eigentlichen Ursachen gegliedert werden. nicht immer offensichtlich werden. Vielfältig müss- Nur einige seien genannt: Intelligenz- und Schu- Zeitungsnotizen über Verkehrsunfälle erwecken in uns häufiger den Eindruck, als wenn es bei der Klärung der Unfallursachen besondere Probleme nicht zu lösen gäbe. Dies kommt daher, dass Laien auf diesem Gebiete — übrigens auch manche Fahrer — die Ursache fast immer in Verstössen gegen die Verkehrsvorschriften suchen, technischen, psychotechnisehen und kriminalistischen Fragen dagegen wenig Beachtung schenken. Mit solchen Fragen müssen sich aber alle diejenigen gründlich vertraut machen, welche mit der Klärung Von Verkehrsunfällen beauftragt sind, oder wer als Motorfahrzeuglenker die Polizei verständnisvoll unterstützen möchte. Die Praxis zeigt immer wieder, dass der « erste Eindruck » oft im Laufe der Untersuchung berichtigt werden muss. Dem Wunsche manchßt Zeitungsvertreter, möglichst sofort etwas über die Schuldfrage oder die Ursache zu erfahren, wird deshalb von der Polizei in den wenigsten Fällen entsprochen werden können. Der Grundsatz soll heissen: Erst gründlich untersuchen und dann beurteilen. An einem richtigen Ergebnis wird sich später kaum drehen und deuteln lassen. Auf wel* ehe Weise dies erreicht werden kann und was alles zu beachten ist, soll hier in grossen Zügen dargelegt werden. Ausser Betracht bleiben müssen dabei die gesetzlichen Bestimmungen, Verstösse gegen 'solche sind zwar stets wichtig, aber ihre Feststellung bietet keine besonderen Schwierigkeiten. Die Tätigkeit des Polizeibeamten an der Unfallsteile muss unbefangen, sachlich und peinlich genau sein. Was eich messen lässt, ist nachzumessen, Photographien, die einen bestimmten Zweck verfolgen, sind immer praktischer als langatmige Beschreibungen. Von den Standorten der Zeugen und von den jeweiligen Blickpunkten der Unfallbeteiligten aus hat der Sachbearbeiter die Sichtverhältnisse zu prüfen, damit er zu der Glaubwürdigkeit der Aussagen Stellung nehmen kann. Für die Unfall, stelle gilt der Grundsatz: Alles stehen und liegen lassen — mit Ausnahme verletzter Personen — damit keine Lücke bei der Aufnahme des Beweisbefundes entsteht, denn Tatbestandsaufnahme heisst in erster Linie Tatbestandserhaltung. Die Unfalletelle umfasst nicht nur das Gebiet, innerhalb dessen sich sichtbare Spuren befinden, sondern sie reicht bis zu den Punkten, an denen die Gefahrensituation entstand oder erkannt wurde. Unfallstatistiken sagen uns, dass in etwa 90 % aller Verkehrsunfälle lungsmängel, unzureichende Körperkraft, Mangel an Konzentrationsfähigkeit, Ermüdung, Eintönigkeit, Ablenkung, Seh- «od Hörfehler, Art der Reaktionsfähigkeit, Rücksichtslosigkeit, Leichtsinn, Trunkenheit, Rauschgifte, Nachlässigkeit usw. Di^se kleine Auslese zeigt aber auch zugleich, welche Anforderungen an den Untersucbungsbeamten gestellt werden. Jeder Unfall hat eine andere Grundursache. Es läs&t sich deshalb für die Bearbeitung kein Schema schaffen, Viele Umstände wirken oft zusammen und sind nicht immer leicht zu erkennen, da einmal manchen Menschen ihre körperlichen Mängel gar nicht zum Bewusstsein kommen (Farbenblindheit, zu lange Reaktionszeit*) und zum andern, weil Mängel sonstiger Art (Ermüdung, Ablenkung, Kurzsichtigkeit) aus begreiflichen Gründen nicht eingestanden werden. Nach solchen menschlichen und sachlichen Unzulänglichkeiten ist aber vor allem zu forschen und nicht nur nach Uebertretungen der Verkehrsvorschriften. Von den übrigen Ursachen interessieren hauptsächlich die technischen Mangel an Fahrzeugen. Ihre Zahl ist veThältnismässig gering. Die Mehrzahl aller technischen Mängel ist lediglich auf mangelhafte Pflege des Fahrzeuges zurückzuführen (stark abgenutzter und verölter Bremsbelag, abgefahrene Reifen, mangelhaft ausgeführte Reparaturen besonders an Lenk- und Bremsgestänge). Bei stark beanspruchten Teilen (Bremsgestänge, Federung usw.) zeigen sich nach längerer Benutzung mitunter Ermüdungserscheinungen, die erst nach dem Bruch als solche zu erkennen sind. Derartige Brüche entstehen häufiger durch Erschütterungen auf sehlechten Strassen. Die Folgen sind dabei oft katastrophal. Bricht z. B. ein Hauptfederblatt in der Nähe des Lenkgestänges — dadurch verliert das ganze Federpaket den Halt — so kann die Steuerfähigkeit des Fahrzeuges durch das Hoch- oder Seitwärtsschlagen des gebrochenen Federblattes vorübergehend stark beeinträchtigt werden. In solchen Fällen nützt alles Gegensteuern nichts — der Wagen geht nach der Seite, und das Unglück nimmt seinen Lauf. « Die Steuerung hat versagt», ist eine der beliebtesten, aber auoh zugleich törichtesten Ausreden. Niemand gesteht gern sein. persönliches Versagen ein. Das verbogene Lenkgestänge des an einem Baum sitzenden Wagens soll dann der Beweis für die aufgestellte Behauptung sein. Die Auswirkung des Unfalles wird bewusst in die Ursache umgedeutet. Aber gerade hier lassen sich Ursache und Wirkung in den allermeisten Fällen einwandfrei auseinanderhalten. Alte Und neue Brüche sind an den charakteristischen Ermüdungsmerkmalen des Materials zu erkennen. Es gibt* auch echtes Versagen der Steuerung, wenn z. B. ein Gestäageteil infolge natürlicher Abnutzung des Materials oder durch Ermüdungsbruch frei wird.. Auch im Steuergehäuse selbst kann sich gelegentlich ein Schaden einstellen. Wird Versagen der Steuerung behauptet, so muss unter Umständen das Steuergehäuse geöffnet werden. Das Schmierfett ist gründlich nach Fremdkörpern oder abgebrochenen Teilen zu durchforschen, wenn andfere Versuche keine Klarheit schaffen. Bei Beurteilung von Reifen- und Schlauchschäden ergeben sieh besondere Schwierigkeiten, da viele Beamte nicht immer ausreichende Erfahrung auf diesem Gebiet hesitzen. Für den Fahrzeuglenker und alle diejenigen, welche an einer Klärung interessiert sind, handelt es sich bei solchen. Fällen darum, welche Merkr male erkennen lassen, ob ein §ehjauchrjss Unfa,jj T uraache oder Unfailfolge ist. Das Einklemmen eines Schlauches beim Montieren kann selbstverständlich vorkommen; leider ist dies nieht zu erkennen. Bei Motorradrennen platzen Schläuche manchmal beitn Befahreh scharfer Kurven, wobei die Lauf decke bei ungünstiger Lage de* Rades von der Felge abgedrückt wird. Der Schlauch schiebt sich dabei in die entstehende Lücke und kann böim Zurückschnellen der Decke gefasst und zerrissen werden. Diese Risse sehen wie Schnitte aus. An der Stelle, die gefasst wird, fehlen kleine Schlauchstückchen, die zwischen Decke und Schlauch liegen oder sogar nach aussen geschleudert werden. Werden Gummireifen von aussen durchstossen, z. B. bei Zusammenstössen, Einschneiden von Glas oder spitzen Gegenständen, dann scheidet ein vorheriges Platzen in der Regel aus. In diesem Falle sitzen die Verletzungen des Schlauches genau unter den Schäden der Lauidfecke. Man erkennt, an welchen. Stellen schmutzige Fremdkörper (Eisenteile des andern Fahrzeuges) den Schlauch durchstossen haben. Der an solchen Eisenteilen haftende Schmutz (vielfach verölt), der von sandigem Strasseftschmutz leicht zu unterscheiden ist, wischt sich an den Einstossstellen aussen und innen ab. Di? Luft entweicht bei solchen gewaltsamen Durchstossungen der Laufdecke häufig an einer andern —' dünneren — Stelle des Schlauches. Auch bei solchen Schäden wird mitunter die Behauptung aufgestellt, der Schlauch sei vorher geplatzt, obwohl niemand einen Knall gehört oder das in solchen Fällen fast immer unvermeidliche Schleudern des Kraftwagens gesehen hat. Platzt ein Lüftschlauch vorher, so wird bei grösseren Geschwindigkeiten auch die Läufdecke durch das Fahren auf der Felge in Mitleidenschaft gezogen und beschädigt. Dringen dabei Sandkörner in das Innere, dann wird der Sohlauch unregelmässig zerrieben. Bei Schäden, welche durch Einklemmen des Schlauches entstehen, zeigen sich dagegen Druckstellen im Gummi, vor allem dann, wenn der Wagen längere Zeit gelaufen ist. Dem Sitz der Schlauchschäden (Risse) ist deshalb die erforderliche Beachtung zu schenken. Wer sich den Querschnitt einer Luftbereifung vergegenwärtigt, wird bei einer Untersuchung auch erkennen, wo ein Schlauch eingeklemmt werden kann und wo nicht. Die Suche nach technischen Mängeln, die möglicherweise Unfallsursache sein können, wird zweckmässig mit einer Prüfung der Unfallfahrzeugo in technischer Beziehung verbunden, d. h. also, jedes Fahrzeug ist zu prüfen, ob ea yor dem Unfall noch betriebssicher war. Es ist dabei zweckmässig, die Untersuchung an-»-Ort und Stelle vorzunehmen — soweit dies möglich ist —, denn auch durch das Abschleppen können Veränderungen entstehen, deren Ursache später nicht richtig erkannt wird. Spuren, die Witterungseinflüssen unterliegen, sind durch vorsichtiges Abdecken zu schützen, sofern ihre sofortige Festlegung auf Schwierigkeiten etösst Schäden und Spuren, die eine Pbotographie nicht wiedergeben kann, sind auszumessen und zu beschreiben. Dje Hauptanstossstelle ist besonders zu bezeichnen. Bei Totalsehaden kann z. B- ein kleiner Krätzer die Hauptanstossstelle sein. Art, Wirkung und Befund der Bremsen sind nach einem Unfälle eingehend zu prüfen, ebenso der Befund der Steuerung (Rechts-, Linkssteue.rung, toter Gang), die Beleuöhtung bei Unfällen zur Nachtzeit, (Jer Zustand der Bereifung und die Hupe. StJiwe (Fortsetzung folgt,) Hilfe für die Hoiellerie. Nach einer amtlichen Meldung hat sich der Bundesrat unlängst mit der gegenwärtigen prekären Lage in der Hötellerie und den Aussichten für die kommend« Sommorsaison beschäftigt Gründlage der Besprechung bildete eine Eingabe des Schweiz. Hotelier-Vereins, in welcher die Lage unserer Verkehrswirtschaft als bedrohlich erklärt wird. Es ist bekannt, dass das deutsche Reiseabkommen auf den 30. Juni gekündigt ist Wenn eine befriedigende Regelung mit Deutschland nicht zuständ^ kommt, so sind in diesem Sommer grosse Ausfälle zu erwarten- Die Ergreifung von vorsorglichen Massnabmen wurde geprüft. Eine Intensivierung der Werbeaktion für die schweizerischen Kurorte soll nach Ansicht des Bundesrates unverzüglich an die Hand genommen werfen, wobei diese Propaganda in erster Linie diejenigen Länder erfassen soll, welche dem Reiseverkehr nach der Schweiz keine staatlichen Hemmnisse entgegensetzen. Ferner ist beabsichtigt, die Frage d«r Einführung von Ausreisegebühren für Schweizer, die nach dem Auslande reisen, in Erwägung zu ziehen. Eine weitere Verbilligiing der Fahrten im Inland wird als Mittel zur Hebung des Fremdenverkehrs ebenfalls geprüft. Es ist bezeichnend, dass kurz nach der Herabsetzung der Subvention für die Schweiz. VerkehrSzentrale (von 200,000 auf 150,000 Fr.) der Bundesrat beschliessen muss, die Propaganda für den Fremdenverkehr sei weiter zu fördern. Es zeigt dies, dass bei der Herabsetzung der Subventionen in allzu schematischer Weise vorgegangen wurde, und dass auf die Bedürfnisse unserer Wirtschaft wenig Rücksicht genommen wordien ist -ei-. Unsere volkswirtschaftlichen, technischen, touristischen und juristischen Spezialisten stellen ihre Erfahrungen und Kenntnisse Ihnen gerne nach Möglichkeit zur Verfügung. Anregungen und Wünsche aus unsertn Leserkreis sind uns immer sehr willkommen. Redaktion der « Automobil-Revue ». Zögern Sie nicht, den neuen hat es durchgesetzt, dass dem 4-Fenster-Cabriolet der Vorzug gegeben wurde LIMOUSINE . i i . Fr. 9.900 CABRIOLET, 2 Fenster Fr. 12.300 CABRIOLET, 4 Fenster Fr. 12.900 6 Zylinder, 11 St.-PS, Vollschwingachser Vergaser mit Starter mit dem neuen Düsensystem 20 auszuprobieren, der die Unannehmlichkeiten der Vergasung gänzlich ausschaltet! Ihr Garagist stellt Ihnen denselben für die notwendige Zeit ohne jegliche Verbindlichkeit gerne zur Verfügung. 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