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E_1936_Zeitung_Nr.044

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14 AUTOMOBIL-REVUE

14 AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 29. MAI 1936 — N° S-ii*«assen Ausbau der Alpenstrassen im Wallis. Der Kanton Wallis hat beschlossen, sein Alpenstrassenprogramm aus Spargründen zu reduzieren. An Stelle der in Aussicht genommenen 6 Strassen sollen in der nächsten Zeit nur die Strassen über den Grossen St. Bernhard und über die Furka verbessert werden. Es sind dies diejenigen Strassenzüge, an welche der Bund laut Bundesbeschluss vom 4.,April 1935 einen Beitrag von zwei Drittel der Strassenkosten leisten kann. Die Betonstrassen im Kt. Aargau. Die Schweiz. Betonstrassen A.-G. in Wildegg nimmt zu einem Bericht der aargauischen Begierung über den Bau von Betonstrassen im Kanton Aargau Stellung, wobei sie zum Ergebnis kommt, dass dieser Bericht einseitig abgefasst sei. Sie weist vor allem darauf hin, dass der Beton von allen Belagsarten die grösste Verkehrssicherheit biete und gerade für •unser Gelände sehr geeignet sei. Betonstrassen haben sich auch auf Steilstrecken bis zu 27 % Steigung bewährt (Bei dieser Steigung von 27 % ist wahrscheinlich die Steilstrecke des Nürburg- - ringes gemeint. Diese dürfte aber als Beispiel für eine Strasse mit allgemeinem Verkehr ausser Betracht fallen. Bed.) Auch in bezug auf Wirtschaftlichkeit und Dauerhaftigkeit stehe die Betonstrasse an der Spitze. Als Beispiel wird auf die vor 26 Jahren gebaute, heute noch brauchbare Betonstrasse in Borschach hingewiesen. Eine Uebersicht über den Stand des Belbnstrassenbaues in andern Ländern ergibt, dass z. B. Italien über 800 Kilometer, Deutschland über 1829 km, England über 3693 km und Holland über 327 km Betonstrassen verfügen. gr. TOURISTIK Fremdenverkehr nach Italien. In Nr. 39 der « Automobil-Revue» hatten wir unter dem Titel «Fremdenverkehr mit dem Auto nach Italien » eine Berichtigung eines Druckfehlers aus unserer Sondernummer «Ausbau der Alpenstrassen» gebracht. Leider sind wir auch bei dieser Richtigstellung das Opfer einer falschen Information geworden. Die Zahl der 1934 in Italien eingereisten Fremden beträgt in Wirklichkeit 3142 372. Um aber diesmal sicher zu gehen, haben wir uns die amtlichen Ziffern der italienischen Statistica dcl Turismo, Bolletino Mensile dell'Ente Nazlonale Industrie Turistiche (ENIT) verschafft. Diese Zahlen aus dem Märzheft 1935 lauten: Der Bohrturm in Cuarny mit dem Maechinenhaus. Am vergangenen Freitag hat die «Neuchavaud < S. A.» — eine Firmenbezeichnung, welche das gemeinschaftliche Eigentum der Kantone Neuenburg i i und Waadt an dem bei Cuarny vermuteten Petrolvorkommen symbolisiert — ihr erstes Bohrloch I i «Vingerhoets No. 1» eingeweiht. Für die Durchführung der Erdölbohrungen hat sich die Gesell- , meinte dieser Ingenieur Vingerhoets», mit I I Pelrolbohrnugeu in der Schweiz Bohranlagen und Arbeiter aus der Vogelperspektive. Bohrloch Nr. 1 in Cuarny eröffnet Vorsicht und Bedachtsamkeit kommt man nirgendswohin. Wenn ein Petrolgas, das eine Analyse als solches erkennen lässt, dem Boden entweicht, so deshalb, weil es in zu grossen Mengen in einem unterirdischen Reservoir vorhanden ist. Also heisst es bohren.» Zu der \ «offiziellen Eröffnung des Bohrloches No. 1» hatten sich unter anderm die Staatsräte Fazan und Bujard (Waadt), Guinchard (Neuenburg), sowie Oberstkorpskommandant Guisan als Vertreter der Militärbehörden eingefunden. Frankreich entsandte i < die Obersten Marchai und Rousseau. Dazu ge-< seilten sich die Vertreter der an dem Unterneh- 1 men interessierten Banken. In seiner Begrüssungs-' anspräche hob Ing. Henri Guisan, Sohn, als Re- ( präsentant der «Neuchavaud» die Hoffnungen' und Schwierigkeiten dieser Petrolbohrungen aufj Schweizerboden hervor, um sodann eine Orientierung über die technische Seite des Werkes zu geben. Wenn's sein muss, bis 2000 m und tiefer. Findet sich in 600 oder auch 1300 m das kost-l bare Nass noch nicht, so wird sich der Bohrmeissel eben weiter in die Tiefe fressen, bis 2000 m und(' sogar darüber hinaus. Schon vor der «offiziellen« 1 Eröffnung» hatte man 90 Meter erreicht; am letzten (' Samstag waren es 99, Sonntag — der Bohrbetrieb« 1 arbeitet ununterbrochen Tag und Nacht, Werk-I tags wie Sonntags — 109 m und am Dienstag 120C Meter. In der Tiefe von 109 m stiess mqn auf eine 1 stark mit Petrol gesättigte Gesteinsschicht, einei Entdeckung, die zwar noch keine hinreichenden r Anhaltspunkte über das künftige Ergebnis der Bohryerscrche gewährt, aber doch als günstiges Ani. zeichen gewertet werden darf.- i> i> Jahr Ankunft von mit der Eisenbahn 1931 919.484 1932 705.725 1933 922.042 1934 881.617 Fremden In Italien nach dem Zufahrtswege. auf der Seeweg Luftweg Total Strasse 1.156.943 108.273 1.102.177 94.705 1.494.675 109.202 2.138.950 119.111 Bei dieser Statistik fehlt allerdings in der Kategorie der « auf dem Strassenweg •» Eingereisten » eine Ausscheidung nach Ankünften mit dem Motorfahrzeug, mit dem Fahrrad oder per pedes. Immerhin wird man annehmen dürfen, dass die überwiegende Zahl der in Italien eingetroffenen Fremden mit Motorfahrzeugen eingefahren ist. Während sich das Kontingent der mit Motorfahrzeug auf der Strasse ins Land gekommenen Fremden in vier Jahren fast verdoppelt hat, ist die Zahl der mit der Bahn eingereisten von 919 000 auf 881000 zurückgegangen. Unsere ursprüngliche Schlussfolgerung, dass die Strasse die Eisenbahn überholt hat — und zwar um fast das dreifache — entspricht also — trotz unglücklicher Verstümmelungen der richtigen Zahlen — doch den Tatsachen. Interessant ist auch die Zahl der Einreisen auf dem Luftweg. Auch sie hat sich in vier Jahren fast verdoppelt gr. V«»»l*«>hi> 1.605 2.186.305 1.963 1.904570 2.389 2.528.308 2.694 3.142.372 Aus der Berner Verkehrsunfallstatistik. Die Stadt Bern verzeichnet •während des Monats April 1936 insgesamt 56 Verkehrsunfälle, verglichen mit 74 im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Davon entfallen auf Zusammenstösse zwischen Fahrzeugen 39 (gegenüber 42 im Vorjahr), während bei weiteren 7 (13) Fussgänger angefahren oder überfahren wurden. Getötet wurden 0 (2) Personen, währenddem 27 (41) Verletzungen davontrugen, darunter 6 (2) Kinder unter l5 Jahren. Einzig Sachschaden entstand in 35 (34) Fällen. Unter den 27 Verletzten befinden sich 14 Fahrzeugführer, 6 Mitfahrer und wie erwähnt 7 Fussgänger. Eine Uebersicht über die Unfallorte ergibt, dass 23 Unfälle sich in der inneren Stadt zutrugen, 32 in den Aussenquartieren (wo die Vorsicht infolge der geringeren Verkehrsdichte nachlässt) und einer auf einer der Brücken. Unter den Unfalltagen steht der Samstag mit 15 Unfällen an der Spitze, gefolgt vom Montag mit 10, dem Donnerstag und Freitag mit je 8. Dass die Zeiten des Stossverkehrs, von 12—13 und von 18—19 Uhr während deren je 7 Unfälle passierten, am unfallgefährlichsten sind, bestätigt die Aprilstatistik einmal mehr, ebenso wie sie die Probe aufs Exempel bildet, dass an Strassenkreuzungen ganz besondere Vorsicht geboten ist, figurieren sie doch in der Statistik mit. 24. also beinahe mit der Hädfte aller gemeldeten Unfälle. c Zu kaufen gesucht gegen Kassa fabrikneues oder wenig gefahrenes 4-5-Plätzer Schweizer Cabriolet nicht über 18 PS und unter Modell 1935. Offerten unter Chiffre 72297 an die Automobil-Revue, Bern. Zukaufen gesucht ein 4-T.-DIESELWAGEN 10 Tage mit auswechselbarer 24—26plätziger Car-Alpin-Karosserie. In Tausch gegen einen 5—6-t-BERNA- Dieselwagen, mit oder ohne Kippvorrichtung. — Angebote nimmt entgegen Chiffre 15484 der Automarkt 12349 A Automobil-Revue, Bern. Zukaufen gesucht Personen- u. ev. ca. 1-T.-Lastwagen mit langer Brücke. Beide ca. 10 PS, neu oder gute Occasion. 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N° H — tTUErTAO, 59, MAI 1936 AUTOMOBIL-REVUE 15 Unser Motorfahrzeug-Aussenhandel im 1. Quartal 1936. Schicken wir voraus, dass die Qberzolldirektion seit dem März 1936 in ihre Zollstatistik eine neue Kategorie eingeführt hat, und zwar in dem Sinn, dass die Position 924 e elektr. Start-, Zünd-, Beleuchtungs- und Signalapparate für Motorfahrzeuge und.Fahrräder, sowie Scheibenwischer etc. die wir der Einfachheit halber bisher mit k bezeichnet haben, nunmehr in zwei Unterpositionen aufgeteilt wird, nämlich 924 c 1 elektr. Beleuchtungseinrichtungen für Fahrräder, elektr. Einrichtungen für Motorräder, Scheinwerfer, Nebellampen, Seitenlampen, Stoplichter für Motorfahrzeuge aller Art. 924 c 1 andere elektr. Apparate (Anlasser, Zündung, Scheibenwischer etc.). Damit setzt sich die Statistik nunmehr aus fallenden 12 Kategorien zusammen : a) Motor-Zwei- und Dreiräder, ohne Lederübsr- XMZ (Position 918 a); b) Motor-Zwei- und Dreiräder, mit Lederüberzug (Pos. 913 b): e) Automobile und Chassis im Stückgewicht unter 800 k* (Pos. 914 a); * 4.498 1.93 2.94 1.94 1.76 Grossbntanmen a 26 63.91 45.244 b