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E_1936_Zeitung_Nr.044

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6 aufweist. Die beiden anderen Neukonstruktionen sind gegenüberliegende, im Viertakt arbeitende Zweizylinder, von denen der von Walter gebaute «Atom> 25 PS leistet, während der andere der tschechischen Waffenfabrik Janecek (bekannt durch die Jawa-Motorräder) entstammt und eine Leistung von 35 PS liefert. Die Stockholmer Ausstellung ist gleichzeitig mit einem gross angelegten «Air Display» verbunden, F.W. Robert Gsell, Oberingenieur und Chef des Technischen Dienstes im eidg. Luftamt, feiert sein 25jähriges Pilotenjubiläum. Wenn einmal die Geschichte der schweizerischen Luftfahrt geschrieben werden wird, so wird neben den Namen eines Bfder, eines Major Jucker, eines Mittelholzer, Comte, Grandjean, Real, Zimmermann etc. sicher auch derjenige Robert Gsell's stehen, der am 30. Mai sein 25jähriges Jubiläum als Flieger feiern kann. Denn der Name dieses Ingenieur-Piloten, der als Chef des Technischen Dienstes im Eidgenössischen Luftamt seit 16 Jahren neben Oberst Isler, dem weitsichtigen Direktor dieser wichtigen Amtsstelle, an hervorragender Stelle die Ent- Grf SBähmTP Sin Flieger jubiliert Wicklung unserer zivilen, militärischen und sportlichen Aviatik betreuen hilft, ist eine Erscheinung, deren es nicht viele gibt. Robert Gsell ist eine der beneidenswerten Persönlichkeiten, welche aktiv die Verwirklichung und Vervollkommnung des ikarischen Traumes der Menschheit miterleben durften: zu fliegen, dessen Lebensaufgabe die Fliegerei geworden ist und der dieser Aufgabe in selten umfassender Weise gerecht wird. Denn Robert Gsell, der am 30. Mai 1911 das schweizerische Flieger-Brevet Nr. 12 erhielt, hat seither nicht nur eine geradezu romantisch anmutende Karriere am Steuer der verschiedensten Motorflugzeuge durchlebt; er ist auch Segelflieger, steuerte den Motorballon, das Windmühlenflugzeug und den Freiballon; er stellt seinen Mann in geradezu ausserorderitlicher Weise auch als Wissenschafter im Flugwesen und als Techniker, welcher der Navigation genau so gewachsen ist wie der komplizierten Radio-Kurzwellentechnik und was all der Probleme im heutigen modernen Flugwesen mehr sind. Es lohnt sich deshalb gewiss, am Tage dieses seltenen Jubiläums auf den Werdegang eines Pioniers im Flugwesen einen kurzen Blick zu werfen. Robert Gsell ist eigentlich Von der Stockholmer Luftfahrt-Ausstellung. von der Schulbank weg Flieger geworden. Und das ist kein Wunder: Machte doch kein Geringerer als Graf Zeppelin seine ersten Versuche gleichsam vor den Fenstern des Gsell'schen Elternhauses am Bodensee. Das macht es verständlich, wenn der Chemiestudent trotz der Einwände der Eltern bald die Düfte des Laboratoriums mit der frischeren Luft des Flugplatzes vertauscht. Im Frühjahr 1911 beginnt die Fliegerlaufbahn in der Flugschule Bleriot in Pau, um bald darauf in Etampes fortgesetzt zu werden, wo Robert Gsell nach wenigen Wochen das Brevet der Föderation Aeronautique Internationale erwirbt. Er ist ein Glückskind, denn bald darauf avanciert er bereits zum Chefpiloten der Dorner-Werke in Berlin, und nun hat er Gelegenheit nicht nur zu fliegen, sondern sich auch mit der theoretischen und konstruktiven Seite der Fliegerei eingehend zu beschäftigen. Während des Winters wird studiert, allerdings ohne dem Flugsport ganz entsagen zu können, denn in der freien Zeit werden Freiballonflüge unternom- Das polnische einmotorige Bombenflugzeug PZL 23, dessen Höchstgeschwindigkeit mit voller Last 350 km/St. beträgt. (Photo Wittekind.) AUTOMOBIL-REVUfc FREITAG, 29. MAT 1936 — N° 44 men. Im Frühjahr aber ist Gsell wieder als Fluglehrer in Berlin-Johannistal. Dann zieht er nach Aachen zu Professor Reissner, dessen Versuchspilot er wird, während er gleichzeitig auch Kollegien besucht. Nach allerlei Abenteuern wird in den Sommerferien bei Dorner in Berlin die fliegerische Tätigkeit fortgesetzt. Im Herbst erfolgt wieder ein Luftwechsel. Gsell wird Ingenieur-Pilot beim « Flugzeugbau Friedrichshafen », einer Tochtergesellschaft des Zeppelin-Luftschiffbaues. Im Februar 1913 stellt er mit 2 St. 32 Min. den schweizerischen Dauerflugrekord mit und ohne Passagier auf. In diese Zeit fallen ausserdem Versuche mit dem «Amphibium >, dem Flugzeug für Land und Wasser, womit es vor Mutter Gsell's erschreckten Augen in Frauenfeld anlässlich eines Meetings auch wieder einmal Bruch gibt. Als Abschluss der Friedrichshafener Tätigkeit wird mit 3 Stunden 11 Minuten und 14 Sekunden noch ein Weltrekord im Fluge mit 3 Passagieren aufgestellt. Dann rückt Gsell im Herbst 1913 ins Wintersemester nach Dresden ein. Die Chemie wird allerdings an den Nagel gehängt. Er will nun den ihm näherliegenden Beruf des Maschineningenieurs ergreifen. Wieder tröstet er sich nebenbei mit dem Freiballon. Der Krieg beschleunigt den Abschluss des Studiums. Für Gsell's Fähigkeiten hat Deutschland dann sofort Verwendung. Er kommt in die deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt, und jetzt ist er im richtigen Fahrwasser- Fliegen und Flugwissenschaft haben ihn für immer. Er kann reiche Erfahrungen sammeln. Zwischendurch hat er auch für die Schweiz einmal ein Gutachten auszuarbeiten. Einmal kommt er als Delegierter des deutschen Reichswirtschafts-Ministeriums in die Schweiz, wo man über den Schweizerdeutsch sprechenden Herrn Abgesandten aus Berlin höchlich erstaunt ist. Dann kommt die deutsche Revolution 1918 nach dem Waffenstillstand und. zwei Jahre unangenehme Ungewissheit. 1920 kehrt Robert Gsell endgültig in die Heimat zurück. Er kommt im Eidgenössischen Luftamt unter und wird dort Kontroll-Ingenieur I. Klasse. Oberst Isler, der Direktor dieses wichtigen Amtes, hat mit sicherem Blick die Fähigkeiten dieser besonderen Persönlichkeit erfasst. Hier kann Gsell zur Geltung bringen, was er weiss und kann. Und auch im Fliegen kommt er nicht zu kurz. Zuerst wird unter der Fuchtel von Oberleutnant Balz- Zimmermann — dem jetzigen Direktor der Swissair — auf Militärmaschinen geschult, denn der Experte muss in allen Sätteln gerecht sein können. So übt er auch Kunstflug. Die Arbeit schwillt mit der Entwicklung. Der Luftverkehr kommt, dann die Sportfliegerei, ein reiches Feld ist zu betreuen. Gsell ist das gerade recht. Er kutschiert Verkehrsflugzeuge, Sportmaschinen, Militärapparate, daneben auch mal wieder den Freiballon und sogar den Motorballon. Schliesslich entdeckt er im Segelflug noch-besondere Genüsse. Bis heute hat er über 5800 Flüge als Pilot ausgeführt. Er wird noch in diesem Jahre seine 2000. Flugstunde erreichen. Geflogen hat er insgesamt 181 verschiedene Luftfahrzeuge. Eine wirklich interessante Bilanz! Wenn wir denn Oberingenieur Robert Gsell feiern, so muss aber nicht nur auf seine fliegerische Tätigkeit hingewiesen werden, sondern vor allem aucÄ >auf seine Leistungen in der Flugtechnik und Wissenschaft. Denn in der riesigen Entwicklung der letzten 10—15 Jahre hat er auch in der Flugsicherung, im Aufbau der modernen Bodenorganisation eine bedeutende Rolle gespielt. Es kamen Blindflug, Blindlandung, Funkpeilung. Gsell vertritt unser Land an allen wichtigen Fachkongressen. Sein Wort, seine Erfahrung und sein Wissen haben Bedeutung. Es folgen Nachtstrecken-Befeuerung und Flugplatz-Beleuchtung, es kommt die Radiotechnik mit Kurz- und Ultra-Kurzwellen. Ueberall ist Robert Gsell zu Hause, praktisch und theoretisch. Er ist die richtige Mischung von Flieger, Chemiker, Ingenieur und Wissenschaftler. Er hat zu allem Zeit, für alles Interesse. Er ist Dozent an der Eidgenössischen Technischen Hochschule, schreibt neben seiner amtlichen Tätigkeit noch zahlreiche Fachpublikationen, und zuweilen entschlüpft ihm sogar ein Vers. Jedenfalls gibt es bei diesem Mann keinen Stillstand, und die Fliegerei kann sich freuen, in ihm eine Autorität zu besitzen, welche mitlebt und mittatet, nicht nur als Amtsperson, sondern auch als Freund und Förderer. Deshalb freut sich an diesem Jubeltage die gesamte schweizerische Fliegerei mit Robert Gsell. Er selbst wird zwar unter seinen leicht angegrauten Haaren wohl fast erröten, wenn er merkt, dass nicht nur sein Chef an ihn denkt, von dem er am Jubiläumstage zum « Chef des Navi-, gationsdiestes» ernannt worden ist, sondern die schweizerische Oeffentlichkeit. Aber man soll auch einmal den Lebenden Dank sagen. Die Festtage liegen ja heute weit auseinander. 25 Jahre Fliegerleben dürfen überdies schon gefeiert werden. Deshalb sei Robert Gsell an diesem Tage von Herzen beglückwünscht! bu. 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JJJO 44 ^_ FREITAG, 29. MAI 1936 AUTOMOBIL-REVUE F E U I L L E T O N Der Seewolf. Von Jack London. 33. Fortsetzung. . Das Getöse unten erstarb bald. Kurz darauf kam Wolf Larsen allein an Deck. Sein braunes Gesicht war leicht gerötet, sonst aber hatte der Kampf keine Spuren bei ihm hinterlassen. « Schicken Sie die beiden Leute nach achtern, Herr van Weyden », sagte er. Ich gehorchte, und wenige Minuten später standen sie vor ihm. '« Holt euer Boot ein >, sagte er zu ihnen, < euer Jäger hat sich entschlossen, eine Weile an Bord zu bleiben und möchte nicht, dass es längsseits zerstossen wird. — Holt euer Boot herein, sage ich», wiederholte er schärfer, als sie zögerten, seinem Befehl Folge zu leisten. « Wer weiss ? Vielleicht werdet ihr eine Zeitlang mit mir fahren», sagte er ganz freundlich, aber mit einem leisen, drohenden Klang, der seine Freundlichkeit Lügen strafte, als sie sich langsam in Bewegung setzten, um zu gehorchen. «Es ist schon am besten, wenn wir/ uns gleich freundschaftlich verständigen. Ein bisschen flink nun! Tod Larsen lässt euch ganz anders springen, das wisst ihr gut! > Unter seiner Anleitung wurden ihre Bewegungen merklich schneller, und als das Boot über Bord schwang, wurde ich nach vorn geschickt, um den Klüver hochgehen zu lassen. Wolf Larsen stand am Rade und steuerte die ,Ghost' auf das zweite Luvboot der .Macedonia'. Vorläufig gab es nichts für mich zu tun, und so wandte ich meine Aufmerksamkeit den Booten zu. Das dritte Luvboot der JVIacedonia' wurde von zweien der unsrigen mgegriffen, das vierte von unsern andern drei, während das fünfte kehrtgemacht hatte, um seinem nächsten Gefährten zu Hilfe zu kommen. Die Schlacht war auf weite Entfernung eröffnet, und die Büchsen knallten unaufhörlich. Kurze, kräftige Seen, vom Winde aufgepeitscht, hinderten ein sicheres Schiessen, und hin und wieder sahen wir beim Näherkommen die Kugeln von Welle zu Welle tanzen. Das Boot, das wir verfolgten, hatte sich vor den Wind gelegt und versuchte, uns zu entwischen. Es nahm die Richtung auf die andern Boote, um ihnen zu helfen, den allgemeinen Angriff zurückzuschlagen. Da ich Segel und Schoote bediente, blieb mir wenig Zeit zu sehen, was vorging, als ich aber zufällig auf der Achternhütte war, hörte ich, wie Wolf Larsen den beiden fremden Matrosen befahl, sich nach vorn in die Back zu begeben. Sie gingen widerstrebend, aber sie gingen. Dann schickte er Fräulein Brewster hinunter und lächelte, als er den erschrockenen Ausdruck in ihren Augen sah. «Sie werden nichts Schauerliches unten finden», sagte er, «nur einen Mann, der sicher am Ringbolzen festgemacht, sonst aber unverletzt ist. Es ist möglich, dass Kugeln an Bord fliegen, und ich möchte nicht, dass Sie getötet Werden.» Er hatte noch nicht ausgesprochen, als eine Kugel zwischen seinen Händen hindurch gegen eine Messingspake des Steuerrades schlug und luvwärts durch die Luft pfiff. « Da sehen Sie ! > sagte er zu ihr, dann wandte er sich zu mir : « Herr van Weyden, wollen Sie das Rad nehmen.» Maud Brewster war auf die Laufbrücke getreten, so dass nur ihr Kopf ausgesetzt war. Wolf Larsen hatte sich eine Büchse geholt und schob jetzt eine Patrone in den Lauf. Ich bat sie durch einen Blick, nach unten zu gehen, aber sie lächelte und sagte: « Wir mögen ja schwache Landratten sein, die kaum auf eigenen F'üssen zu stehen vermögen, aber wir können wenigstens Kapitän Larsen zeigen, dass wir tapfer sind.» Er warf ihr einen schnellen bewundernden Blick zu. « Dafür gefallen Sie mir um hundert Prozent besser >, sagte er. « Bücher, Verstand und Mut. Sie sind wirklich vollkommen, trotz Ihrer Gelehrsamkeit, wert, das Weib eines Seeräuberhäuptlings zu sein. Na, darüber werden wir später reden»,. lächelte er, als eine Kugel in die Kajütswand schlug. Ich sah, während er sprach, den goldenen Schimmer in seinen Augen und das Entsetzen in den ihren. «Wir sind tapfer», beeilte ich mich zu sagen. «Ich für meinen Teil wenigstens weiss, dass ich tapferer bin als Kapitän Larsen. > Jetzt beehrte er mich durch einen schnellen Blick. Machte ich mich über ihn lustig? Ich drehte das Rad einige Spaken weiter, Der englischeBremsbeIag um ein Gieren der ,Ghots' gegen den Wind zu verhindern, und machte es fest. Wolf Larsen wartete noch auf eine Erklärung von mir, und ich wies auf meine Knie hinab. « Sie werden hier », sage ich, « ein leises Zittern bemerken. « Das kommt daher, dass ich mich fürchte, mein Fleisch fürchtet sich, und meine Seele fürchtet sich, weil ich nicht sterben möchte. Aber mein Wille bemeistert das zitternde Fleisch und die ängstliche Seele. Ich bin mehr als tapfer — ich bin ein Held. Ihr Fleisch hingegen fürchtet sich, nicht. Sie haben keine Furcht. Nicht nur kostet es Sie nichts, der Gefahr zu begegnen, es macht Ihnen sogar Freude. Ganz sicher sind Sie ein unerschrockener Mann, Herr Larsen, aber Sie müssen mir einräumen, dass ich der Mutigere von uns beiden bin. » « Sie haben recht >, gab er sofort zu. « Von dieser Seite habe ich es noch nie-angesehen. Aber ist dann das Gegenteil richtig ? Wenn Sie mutiger sind als ich, bin ich dann feiger als Sie ? » Wir lachten beide über diese Absurdität, und er Hess sich aufs Deck nieder und legte seine Büchse auf die Reling. Die Kugeln, die wir bisher erhielten, hatten fast eine halbe Meile zurückzulegen gehabt, inzwischen hatte sich aber dieser Abstand auf die.Hälfte verkürzt. Er zielte sorgsam und schoss dreimal. Der erste Schuss ging -fünfzig Fuss in Luv des Bootes vorbei, der zweite dicht daneben, und beim dritten Hess der Bootssteurer das Ruder los und sank auf dem Boden des Bootes zusammen. «Ich wette, das genügt», sagte Wolf Larsen, indem er sich erhob. «Ich kann es mir nicht leisten, den Jäger zu treffen, und ich rechne damit, dass der Puller nicht steuern kann. Der Jäger kann nicht steuern und schiessen zugleich.» Seine Berechnung erwies sich als richtig, denn das Boot drehte sich sofort in den Wind, und der Jäger sprang nach achtern, um den Platz am Ruder einzunehmen. Wir merkten nichts mehr von der Schiesserei, wenn auch die Büchsen von den andern Booten noch munter knallten. Es war dem Jäger geglückt, das Boot wieder in den Wind zu bringen, aber wir machten ungefähr doppelt so viel Fahrt. Als wir noch etwa hundert Schritt entfernt waren, sah ich, wie der Puller dem Jäger eine Büchse reichte. Wolf Larsen begab siph mittschiffs und nahm eine Rolle Tauwerk vom Bolzen des Klaufalls. Dann lugte er mit erhobener Büchse über die Reling. Zweimal sah ich den Jäger mit einer Hand das Ruder loslassen und zur Büchse greifen — aber jedesmal bedachte er sich wieder. Dann waren wir neben ihnen und schössen schäumend vorbei. «Hier!» rief Wolf Larsen plötzlich dem Puller zu. « Fang das Ende! > Gleichzeitig warf er das Tau. Es traf so gut, dass es den Mann beinahe zu Boden riss, der aber gehorchte nicht, sondern blickte den' Jäger an, um dessen Befehle abzuwarten. Der Jäger seinerseits bedachte sich einen Augenblick. Er hatte die Büchse zwischen den Knien, wen er aber das Ruder losliess, um zu schiessen, musste das Boot herumgeworfen werden und mit dem Schoner zusammenstossen..Dazu sah er die Büchse Wolf Larsens auf sich gerichtet und wusste, dass jener schiessen würde, ehe er selbst auch nur das Gewehr an die Backe gebracht hätte. «Nimm es», sagte er zu dem Puller. Der gehorchte, indem er das Tau um die vordere Ducht wand. Es straffte sich, das Boot gierte plötzlich, und der Jäger brachte es, einige zwanzig Fuss entfernt, parallel zur ,Ghost\ « Jetzt das Segel 'runter, und dann kommt längsseits !» befahl Wolf Larsen. Er behielt die Büchse in der Hand und Hess die Takel mit der andern hinab. Als Bug und Steven festgemacht waren, und die beiden Männer sich anschicktken, an Bord zu kommen, nahm der Jäger seine Büchse, als ob er sie an einen sichern Platz stellen wollte. « Fallen lassen !» rief Wolf Larsen, und der Jäger gehorchte, als ob sie glühend wäre. Einmal an Bord, holten die beiden Gefangenen das Boot ein und trugen auf Wolf Larsens Anweisung den verwundeten Bootssteurer in die Back « Wenn unsere fünf Boote ebenso tüchtig sind, wie Sie und ich, werden wir eine hübsche Mannschaft zusammenbekommen», sagte Wolf Larsen zu mir. « Der Mann den Sie getroffen haben — ich hoffe, er' ist » sagte Maud Brewster zitternd./ « Schulterschuss ! » antwortete er. « Nichts Ernstes; Herr van Weyden wird ihn in drei bis vipr Wochen wieder - auf die Beine bringen. Fortsetzung folgt der nicht pfeift und rassig in der Bremswirkung ist A. WÜST-REBSAMEN RUT I- Zu rieh TELEPHON 54 CRADEO BRAK! LINING Die AR VE-Lotterie mit dem gxossen Trefferplan bringt Ihnen Glück! ARVE bietet die grossen Chancen mit dem. kleinen Einsatz! 25.044 Bartreffer im Gesamtbetrage von Fr. 1,250,000. Jedes 10. Los gewinnt. Die Chancen eines jeden sind genau gleich. Das ist ja das Interessante beim Lotteriespiel! Warum können nicht gerade Sie einmal gewinnen? 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