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E_1936_Zeitung_Nr.046

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 5. JUNI 1936 — N° ACCUHUIATEUR leclanche Yverdon Wir bringen unserer geschätzten Kundschaft zur Kenntnis, dass wir unter der neuen Firma Elektromechanische Werkstätten, Wicklerei, Auto-Electric-Service BJLBN, Belpstrasse 24, Telephon 28.70112 die Filiale Bern der Firma C Schaefer. Zürich, übernommen haben und deren Geschäftszweige in bisheriger Weise weiterführen werden. Für das uns stets entgegengebrachte Wohlwollen danken mir bestens. Wir bitten, uns dasselbe auch in Zukunft zu schenken u. empfehlen uns Nutzlast 2% T., Brücke 4/2 m, mit Anhänger, lachsig, 2 T. — Offerten unter Chiffre 72456 an die Automobil-Revue, Bern. 13 PS, 4/5plätzig, erst 20000 kml gefahren. An Zahlung wird auch Zylinderausschleifmaschine genomm. Offerten sind zu rieht, unt. Chiffre 72453 an die Automobil-Revue, Bern. Auto-Gant Im Konkurs über Friedrich Frei, zum «Löwen», Weiningen (Zürich), gelangen Dienstag, den 9. 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BERN, Freitag, 5. Juni 1936 Automobil-Revue, II. Blatt - Nr. 46 Auf Wanderung Weisse Silberstrassc, Schreitend durch die blaue Nacht Fühl' ich deinen tiefen Zauber, Deines Wesens Rätselmacht. Horch! der Murmelbach zur Seite Rauscht die gleiche Melodie Von der Ferne, von der Weite, Und das Leben rastet nie. Nur die goldnen Sterne stehen Hoch und fern in ew'gcr Ruh. Und wir wandern, lieber Bruder, Unsrer fernen Heimat zu. Dino Larese. Kampf gegen den Lärm: ist dies lediglich zur Schonung unserer geplagten Nerven und Ohren nötig, oder handelt es sich vielleicht um noch wichtigere Dinge? Wir wollen einmal dieses ja zum mindesten jeden Großstädter mehr oder weniger heftig bewegende Thema — denn wer von uns hat sich noch nicht über irgendwelchen störenden Lärm geärgert? — etwas näher untersuchen. Zunächst brauchen wir uns wohl nicht weiter mit der Feststellung aufzuhalten, dass eine der schlimmsten Plagen des modernen Großstädters der Lärm ist — Lärm in wechselnder, aber stets unangenehmer Gestalt. Da hören wir durch die dünnen Wände jener famosen «billigen» Neubauwohnungen ganz genau, wenn unser lieber Nachbar sich die Zähne putzt. Sollten wir das Glück haben, in einem etwas solider gebauten Hause zu wohnen, so wird uns bestimmt mehr oder weniger häufig ein Auto- oder Motorradfahrer damit rasend machen, dass er seinen im Hause wohnenden Freund durch eifrige Benutzung des Boschhorns zu alarmieren oder uns von der gewaltigen Stärke seiner Maschine durch kräftiges'Aufheulendem Lärm! Gefährliche Töne. — Lärm kostet viel Gelfl." lassen des Motors zu überzeugen sucht. Auch jtn» liebenswürdigen Zeitgenossen gehören hierher, di* uns an den Darbietungen ihres Radioapparates oder Grammophons nur allzu verschwenderisch teilnehmen lassen — ob wir wollen oder nicht. Gefährliche Töne. Abgesehen von diesen «üblichen» Leiden dM modernen Menschen kennt aber auch jeder von uns irgendein bestimmtes Geräusch, das er auf keinen Fall hören kann, weil es ihn «rasend»! macht. «Beliebt» ist beispielsweise das Kratzen mit einem spitzen Griffel auf der Schiefertafel des Abc-Schützen oder auf einer Fensterscheibe. Man* ehe Hausfrau fühlt geradezu einen körperlichen Schmerz, wenn das Mädchen einen Metalltopf mit dem Messer auskratzt, oder wenn der ungeölt« Kinderwagen quietscht. Normalerweise achten wir viel zu wenig auf derartige Störungen —wir haU ten sie für unumgängliche Begleiterscheinungen des Alltags, die weiter keinen Schaden anrichten. Neuere Forschungsergebnisse haben aber klar erwiesen, dass wir diese «gefährlichen» Töne keinesfalls unterschätzen sollen, da sie auf die Dauer Auto und Seele Von Johannes Vincent Venner. Die süsse Gewohnheit des Atmens und des Daseins war erste Erkenntnis. Goethe hat diese, frühgriechischen Philosophen entstammende Maxime dem zum Tode befeiten Egmont in den Mund gelegt. « Süsse Gewohnheit des Atmens und des Daseins. ..» wie tief das herrliche Wort ins Herz dringt... Zur selben Zeit als Anaximander dieses Axiom erkannte, warf Ikarus seine Krücken weg und flog über das Meer... Erste Vision der motorischen Kräfte, erstes Erlebnis des Fernwehs; früheste Legende des menschlichen Wandertriebes. Wandertrieb! Welch besonderer Klang dieses Wort hat. Für alle Zunächst, die es erlebt haben. Dann aber auch für alle Gefühlsamen, die es erleben möchten: überhaupt für alle, die eine nordische Seele in sich tragen und tief verankert darin die ewige Sehnsucht nach der Ferne, nach der •, grossen, weiten Welt... •; Vielleicht, ist es ein ungelöster Rest aus der Jugendgeschichte Europas, aus den Tagen und Jahren der Völkerwanderung, da ungestüme Hor- !den aus ihrer unwirtlichen Heimat aufbrachen und nach Süden zogen... Vielleicht ist es nur das tiefmenschliche Sehnen nach Schönheit "und feiertäglicher Erhebung, Wanderlust und Erkenntnisdrang, ."die immer jung bleiben und erst mit dem letzten Atemzuge des Menschen zur Ruhe kommen. ' , 1 Auto und Aeroplan,sind des ^heutigen Menschen , Ikarusflügel. Wahrend' der Luftsport notwendigerweise exklusiv geblieben ist, entwickelte sich der Automobilismus zu einem*Volkssport.im wahrsten Sinne des Wortes.... Und wer einmal diese köstliche Melodie vernommen hat, wenn der Motor in den klaren Morgen Hinein singt* während,-zu'beiden-Seiten der- ;Strasse die taufrischen Felder und starkatmenden f rWälder vorüberhuschen, wird mit diesem. Erleb- '.Iß», ewig verwachsen bleiben... In diesem seligen Dahingleiten liegt ein Zauber eigener Art, eine mystische Berauschung; wer'sie einmal erlebt hat, der trägt sie mit sich herum, den lockt sie immer wieder, der ist ihr auf ewig verfallen. . . *• Eine rosenrote Feiertagsstimmung umgibt uns, die länger nachklingt als manche glückgeborene Freude. Altvertraut und lange schon liebgewonnen muten uns die Weiler und Dörfer an, die wir durchfahren. . . Von manchem Hügel grüsst ein stolzes Schloss oder eine ehrwürdige Ruine herunter. Bald da, bald dort leuchten die blauen Wasser eines Baches, eines Flusses oder eines Sees in die Augen. Was ein Sonnentag an Schönheit und Reichtum nur zu schenken vermag, schüttet das Füllhorn des Autosports über den gefühlsamen Fahrer aus. Kaum ein anderes Land bietet dem Automobilisten von Nord und Süd, von Ost nach West so lohnende und abwechslungsreiche Ziele wie die Schweiz. Blauer Himmel, lachende Seen, Blumen und fruchtbare Aecker gibt es überall. Aber dieses Nahaneinander von nordischer Ebene und lieblichem grünem Hügelland, von himmelanstrebenden, schneegekrönten Gipfeln, von Gletschern, wilden Gebirgstälern, Alpweiden und Hochwald, die von den herrlichen Ufern des Lago Maggiore und des Luganersees, wo Zitronen und Orangen reifen, wo Palmen, ^Magnolien, Mimosen und Edellorbeer in erhabener Fülle prangen, wo an allen Hängen der Wein reift und in den Wäldern und Hainen die * braune Kastanie aus ihrer stachligen Hülle springt, ist absolut einmalig, i Der entdeckungsfreudige Autofahrer kann in einem 'einzigen Tag diese Symphonie einer selten begnadeten Landschaft erleben. Wer am Morgen z.B. die ehrwürdige Bischofsstadt am Rhein verlässt, kann abends an den wonnigen-Gestaden der oberitalienischen Seen sich zur Ruhe; legen. In kaum einem andern Lande findet der Autler so 'viele kühngebäute Strassen und abwechslungsreiche,- herrliche Passübergänge, die jedem zum -Erlebnis -werden -müssen. Es wäre ein müssiges Unterfangen, Namen aufzuzählen : jede unserer Alpenstrassen ist in ihrer Art unvergleichlich und von eigenster Schönheit? Zurück zur Natur — mit dem Auto. (Photo BumbushN)