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E_1936_Zeitung_Nr.046

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14 Automobil-Revue —

14 Automobil-Revue — N°46 Vorteilhafte Absteigequartiere Bergiin Komfortables Haus. Zimnier mitiliessend. Wasser von Fr. 3.50 an. Pension von Fr. 8.— bis 9.-. Lebende Forelle« Schattiger .Garten. Garage. Tel. 518. L. Flury. Maienfeld Gutgelührtes Haus. Freundliche Fremdenzimmer. Gute Küche. Bündner Spezialitäten. Feine Landweine. Schatt.' Garten. Benzin. Tel. 81.455. H. Tanner,-K'chef. Meilen T. C. S. Bekannt gute Küche. Spez.: Güggeli u. Fische. Meilenerweine.'Div. Lokalitäten für Gesellschaften etc. Parkplatz. Tel. 927.238. H. Qiger, Bes. Netstal T.C.S. Am Eing. z. Klöntalersee. Gutbürgerl. Haus. Zim. zu Fr. 2.50. Butterküche. Reelle Weine. Schattiger Garten. Garage.Benzintank;Tel.5.66. DerneueBes. H. Waltert. Samaden Gutbürgerl. Haus. Selbstgeführte Küche. Zimmer mit Iliessend. Wasserzu Fr. 3.50. Pens, ab Fr. 8.50. Garage. Parkplatz. Tel. 53136. Chs. Quye-Sprecher, Bes. Schaffhausen Gutbürgerliches Haus-mit 40 Betten am Hauptplatz gelegen. Auserlesene Menüs von Fr. 2.50 an. 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Ich kenne mich ja darin auch gar nicht aus • Ich gehe also in ein Automobilgeschäft, schlendere überall herum, betrachte mir alles. Da sehe ich,- wie einer der Käufer für sich ein Automobil auswählt — er untersuchte dasselbe sehr genau, lobte es sehr, besprach den Preis. . . und als er schon bezahlt hatte, "sagte ich ihm: — Ueberlassen Sie mir dieses Automobil; ich gebe'Ihnen'fünfhundert Rubel Abtrittsgeld .. . Er war zuerst sehr erstaunt, aberv ging hernach doch darauf ein. Es war ein sehr netter Herr.» «Sie besitzen gewiss ein sehr; grosses Vermögen?» ; "' «Ach, reden Sie mir nur nicht davon! Was für Scherereien habe ich damit. .. Sie gehen schon fort? Kommen Sie, ich nehme Sie mit in meinem Auto .. .Sie ^wollen lieber zu Fuss gehen? Also, gehen wir zu Fuss.» Wie « Die Heilige; und ihr Narr » entstand. Seit mehr als zwei Jahrzehnten übt « Die Heilige und ihr Narr »auf die Menschen in den verschiedensten Zeitläuften eine giosse Anziehungskraft- aus,,, und. nunmehr soll sich der Stoff dieses Buches auch im Film bewähren. Vor ungefähr dreissig Jahren erschien einmal ein Preisausschreiben, das zur Verdrängung des Kolportageromans eine wirkliche Dichtung von edlem Gehalt und erzieherischem Einfluss, aber mit breiter Wirkung forderte. Nun hat zwar Agnes Günther nie daran gedacht, sich an diesem Wettbewerb zu beteiligen, aber ein wahrhaft volkstümliches Buch wollte sie schreiben, das auch von den Dienstmädchen in ihren Dachkammern gelesen werden sollte. Es ist geradezu wunderbar, wie die Geschichte ihres Buches, das ja bekanntlich erst nach ihrem Tod erscheinen konnte, diese Voraussicht voll gerechtfertigt hat. Aber das Wunderbarste ist doch die Entstehung des Buches selber, das von einer schwerkranken, nie mehr fieberfreien Frau im letzten Stadium der Lungenschwindsucht in fliegender Hast geschrieben werden rnusste. Von dem ersten Band wenigstens wird bezeugt, dass die Dichterin täglich meist zwei Kapitel zu Papier gebracht hat, an denen sie nicht länger als zwei bis drei Stunden arbeiten konnte. Der zweite Band musste dann schon unter schwereren Hemmungen und mit der durch einen Aufenthalt in Davos bedingten Unterbrechung ausgearbeitet werden. Am 27. Dezember 1910 schien es, als ginge es mit der Kranken zu Ende. Wider Erwarten des Arztes wachte sie aber noch einmal aus einem langen, tiefen Schwächezustand auf. Es scheint geradezu, als ob sie nur deswegen aus ihrem schon beginnenden Todesschlummer sich noch einmal erhoben hätte, um ihr Buch nicht unvollendet zu hinterlassen. Schon dieser flüchtige Einblick in die äussereh Lebensumstände zeigt, dass die Mystik ihres Buches erlebt ist. Daraus erklärt sich auch die seltsame Wirkung des Buches. Man verwundert sich vor allem darüber, dass die Stätten dieser Dichtung seit nun zwei Jahrzehnten von einem unaufhörlichen Zug von Wanderern aufgesucht werden. Aber es ist nicht PIXANOL von Universitätsprofessor Dr. Ruegger ist das einzig wirksame und heilende Mittel gegen alle Haarkrankheiten. Die erschreckende Zunahme der Kahlköpfigkeit ist ein Beweis dafür, dass zu deren Verhütung fast alle bisherigen Mittel versagt haben, ja sogar in vielen Fällen schädlich wirkten. Durch Verwendung des PIXANOL kann dieses Übel verhindert und gekeilt werden. PIXANOL beseitigt die Schuppen, verhindert den Haarausfall, verhütet das Ergrauen der Haare und erzeugt neuen Haarwuchs, heilt Kahlköpfigkeit zu 80 % in allen Fällen, ist ärztlich empfohlen und bürgt für sofortigen Erfolg. PIXANOL ist ein unentbehrliches Haarpflegepräparat und sollte auf keinem Toilettentisch, fehlen. Glänzende Atteste vom In- und Auslande. 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Ich mache keine solchen Geschäfte.» «Schade! — Nach wem haben Sie sich denn so umgeschaut?» «Nach einer hübschen Dame, die gerade vorbeigegangen ist.» «Wirklich? war sie hübsch?» «Ja, sehr hübsch und sehr effektvoll.» «Hören Sie mal, wie wär's, wenn ich sie zu meiner Geliebten machte?» «Warum denn gerade diese?» «Sehen Sie, ich verstehe mich ja gar nicht — aber Sie sagen ja, dass sie hübsch sei. Nun, dann könnte ich sie ja zu meiner Geliebten machen, nicht wahr?» «Aber erlauben Sie! wenn es aber eine anständige Dame ist?! «Nun, dann werde ich mich halt entschuldigen. die Landschaft an sich, sondern die Heimat der « Heiligen », die die Wallfahrer suchen. Johannes Jegerlehner: «Kampf um den Gletscherwald. » Umfang 160 Seiten mit 9 Abbildungen. Preis: Ganzleinen Fr. 5.50. Morgarten- Verlag A.G., Zürich. Natur- und Heimatschutz, aufopfernde Liebe des Sohnes zur Mutter, das ist wohl ein neuzeitliches, erfreuliches Motiv, ein Fund für eine Jugendschrift. Man schaut hinüber zum Aletschgletscher und dem Aletschwald, der neuen, grossen Errungenschaft des schweizerischen Bundes für Naturschutz. Als Ziegenhirtlein führt der zähwillige Dominikus Bellwald seine gehörnte Schar in die Wildnis hinauf. Ein Stadtjunge gleichen Alters gesellt sich bei und wird ihm Kamerad und Freund. Seine Eltern sommerfrischeln in der Pension. Der Vater begeistert sich für den Gletscherwald, ein Märchen voll der Schönheiten und Geheimnisse, aber der Verwüstung anheim gegeben. Man sollte den Wald bannen, eine Reservation schaffen. "' Der Präsident des Dorfes ist anderer Meinung. Misstrauisch gegen das Neue von aussen, glaubt er das Wohl der Gemeinde am besten zu hüten, wenn alles bleibt, wie es ist. Von dem Volksgut darf kein Nagel breit an Auswärtige verkauft werden. In Dominikus Bellwald erwächst ihm aus den eigenen Reihen der gefährliche Gegner. Eine Bewässerungsleitung durch den Berg könnte der Abwanderung und der Not des Volkes steuern; das Geld muss der Wald einbringen. Bellwald reisst für seine Idee und seine Ueberzeugung die Jungen an sich. Ihre Versuche zerschellen am Einspruch und der starren Abwehr der Bestandenen. Jahre fruchtloser Unterhandlungen, dem Wald droht der Untergang. Die Gegensätze treiben zum dramatischen Kampf um den Gletscherwald. Im Ringen gegen den Todfeind und Mörder seines Vaters, in der Besorgnis um die siechende Mutter, ist Dominikus Bellwald ein Mann und furchtloser Kämpfer geworden. Der Präsident unterliegt. Dominikus tritt an die Spitze der Gemeinde, die Einsichtigen haben ihn auf den Schild erhoben. Der Gletscherwald wird Reservation, Freude und Stolz aller, denen die Wunder der Natur und die geschützte Tierwelt Einklang mit der Schöpfung bedeuten. Peter Bratschi: «Menschen wie du und ich.» Roman, 242 Seiten, Gotthelf-Verlag, Bern. In diesem neuen Roman hat Peter Bratschi die Menschen unserer Zeit und unseres Landes mit geradezu meisterhafter Ueberzeugung gestaltet. Er erzählt uns die Lebensgeschichte eines jungen Bergbauern, der aus seinem — unter den Folgen Ist ja nichts Schlimmes. Wieviel, glauben Sie, »B ich ihr anbieten?» «Ach Gott! es ist wirklich schwer zu bestim? men.» «Zum Teufel! ich werde ihr dreitausend monat? lieh vorschlagen...» Er holte die Dame ein, ging neben ihr einher s s a sprach sie an. ?,. Auf ihrem Gesichte spiegelte sicK abwechselnd ein Ausdruck der- Entrüstung, des Erstaunens, dann folgte Verlegenheit, Misstrauen, Zögern und zuletzt —- Freude, die ihr schöne» Antzlitz rosig erglänzen Hess. Der Papierhändler hatte das gefunden, desserj er am meisten bedurfte in seinem inhaltslosen Leben.... Und ich dachte mir: «Jetzt wirst du's lernen, Juwelen richtig einzu^ kaufen, deine Wohnungseinrichtung im wahren Stile zu wählen. Du wirst nicht nur ein Pferd, sondern einen ganzen Stall von Pferden haben, und du wirst eine ganze Sammlung von Gemälden besitzen, vor denen nicht nur zehn sondern Hunderte von Personen stehen werden und in allem wirst du dich auskennen und gründlich Bescheid wissenws Und wenn du all das, wie sich's gehört, begriffen haben wirst —, dann wird bei dir nichts mehr geblieben sein, weder Gemälde noch Pferde, noch Juwelen, denn es gibt ja eine Gerechtigkeit auf Erden, wie es geschrieben steht: «Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.»; (Aus dem Russischen übertragen von R. B.)] der Wirtschaftskrise schwer leidenden — Heimatdorfe flieht, um in andern Teilen des Landes sein - Glück zu versuchen. Doch überall findet er gleiche Verhältnisse. Im Tessin brechen die Hotels zusammen, in Zürich ist es vor allem die Arbeiterschaft, die nach neuen Wegen und Zielen sucht. Viel sieht Werner, viel erlebt er und macht sich über alles seine eigenen Gedanken. Aus jeder Zeile dieses Buches spricht das eigene Ringen des Dichters um neue Erkenntnisse. Man begrüsst das um so mehr, als heute nur noch wenige den Mut finden, den Dingen im eigenen Lande mit offenen Augen gegenüber zu treten, ohne sofort in das so bequeme Fahrwasser irgend einer Partei zu geraten und Schlagworte zu dreschen, die heute kein Mensch mehr ernst nimmt. So tritt uns Bratschi mit diesem Roman als eigenwilliger und bewusst schaffender Epiker entgegen, der sich mit diesem Roman in die erste Reihe unserer Volksschriftsteller stellt, besonders da seine Sprache so einfach und schön ist wie seine Gestalten. Sicher wird sich das Werk einen Platz in unsem Volksbüchereien erkämpfen. ' -lin. Alfred Donati: «Tour de Suisse». Roman, Umfang 192 Seiten. Preis kartoniert Fr. 3.—. Morgarten-Verlag A.C., Zürich. Tour de Suisse — ein halbes Hundert armer Teufel jagt durchs Land. Hunderttausende stehen an den Strassen, fiebernd vor Begeisterung. Zeitungen, Film, Radio werben für « die grosse Sache », die acht Tage später schon vergessen ist. Konnte daraus ein Roman entstehen? Warum nicht? Vielleicht eine billige Verherrlichung der Giganten der Landstrasse, eine bittere Satire auf den Irrsinn unserer Zeit, eine soziale Anklage, eine sensationelle Sportreportage? Alles das war möglich; denn die Konjunktur war günstig. Alfred Donati wollte und konnte 'mehr und Besseres. Gewiss schrieb er einen echten Roman voller Spannung, Tempo, Rasse, der uns bis zur letzten Zeile hinreisst. Gewiss verraten seine blendenden Schilderungen des Rennens eine Kennerschaft, die jeden Sportsmann begeistert, und die Bilder des Schweizerlandes, die den Hintergrund der Gestalten eines modernen Mädchens und eines wahrhaft heldischen Mannes bilden, sind von solcher Schönheit, dass man die Hand des Künstlers spürt. Aber vor allem ist dieser junge Dichter doch ein Mensch, der in seiner Zeit mit offenen Augen und mit einem warmen Herzen lebt. Nicht d ie Sensation verführt ihn, er verführt den Leser,-die Sensation zu durchschauen, in das Herz der Menschen, , der Jugend unserer Zeit zu schauen. So wurde der Roman « Tour de Suisse » die Geschichte unserer sehnsüchtigen Herzen, die sich aus dem Tempo unserer überhetzten Zeit, aus dem Nomadenturn, aus der Jagd nach Erfolg, nach besseren Dingen sehnen — nach Heimat, nach Liebe. Privat- BADE- u. SPORT-PLATZ „Sonnenfeld" Männedorf Einzig schöne Anlage Vornehme Gelegenheit für Weekend- und Ferientage Grosser prächtiger Rasenplatz mit schönem Baumbestand Eigene Bade - Kabinen für Abonnenten Vier Tennisplätze, Tennislehrer Alkoholfreies Restaurant Freie Besichtigung - Auskunft beim Verwalter daselbst - Tel. 929.289

III. Blatt Automobil-Revue BERN, 5. Juni 1936 Nr. 46 Die Silmmaaq &el dm JiahCzeU Stilkleid aus Taft mit Feldblumenbouquet Modell Jelmoli (Photo „Harlip") Es ist leider eine alte Tatsache, und ein alter eingeführter Brauch, dass alle frohen oder ärgerlichen Vorkommnisse in und ausser der Familie immer bei der Mahlzeit besprochen werden. Die wenigen Familien, wo das nicht der Fall ist, sind zu zählen. Nun höre ich viele Frauen jammern: « Ja, wann soll ich denn meinem Mann hier- oder darüber Mitteilung machen? Ich sehe ihn ja nur zu den Mahlzeiten, und abends ist er ohnehin zu müde, um das alles so ausführlich anzuhören. » Dann gibt es Frauen, die ihren Mann erst zum Abendessen sehen, aber auch sie haben dann keine andere Zeit, als es gerade beim « Essen» zu erzählen, was heute wieder «passiert» ist, und worüber man sich ärgern muss. Liebe Hausfrau und Mutter! Nicht allein im Interesse des Mannes, den du liebst, des Vaters deiner Kinder und eures Ernährers, auch in deinem Interesse wollen wir hierüber mal ein paar Wörtchen reden. Die Stunde der Mahlzeit also sollte uns eine Ruhestunde und Ruhepause sein. Warum? In dieser Zeit werden dem Organismus lebenswichtige Bausteine zugeführt, die wieder neue Kräfte erzeugen und uns helfen, den Kampf mit dem Alltag siegreich zu bestehen. Denn ein richtig ernährter Körper hat auch eine kampfmutige Seele und eine fröhliche Ausdauer. Der Körper aber wird nicht richtig ernährt, wenn er seine Speise in Hast oder Aergernis geniessen muss. Hinzu kommt noch die Tatsache, ,dass Aerger bei der Mahlzeit auch dem Aussehen schadet, weil die Galle, die zur Mitarbeit bei der Verdauung angeregt wird, durch diese seelische Aufregung niemals in Ruhe ihren Dienst versorgen kann. Darum gibt es auch so viele Menschen, die nach einer Aufregung nicht essen können. Das Wort: «Vor lauter Aerger ist mir der Appetit vergangen», birgt leider eine gesundheitsschädigende Wahrheit. Wie sehr aber unrichtig arbeitende Galle dem Aussehen schaden kann, wissen wir alle. Wer möchte wohl einen grauen oder gelben Teint haben? Wohl keiner. Gibt es mal Aerger, und der ist nirgendwo unausbleiblich, dann bitte eine ruhige Stunde abgepasst, und in aller Ruhe über das alles gesprochen. Eine gute Zigarre oder irgend ein Lieblingsgetränk des Hausherrn wird ihn bei der Aussprache in die richtige seelische Stimmung versetzen, die man abgeklärt nennt, und aus der die besten Gedanken für Abhilfe kommen. Lasst euch gesagt sein: Je gemütlicher und harmonischer die Mahlzeiten, um so gesunder und glücklicher die Familie! Habt ihr darüber hinaus noch Gelegenheit, den Tisch zur Blumenzeit mit einem netten Strauss zu schmücken, so vergesst das nicht. Die seelische Stimmung, mit der man sich zu Tische setzt, sei so feierlich wie nur möglich. Hat man auch bis zuletzt mit der Arbeit gehetzt, hier muss einfach alles ausgeschaltet werden. Geniesst den Augenblick, an dem ihr alle gesund um die Mahlzeit versammelt seid. Später, wenn die Kinder ausgeflogen, oder eines von den Eltern für immer fortgehen muste, dann kommt das" grosse Erkennen, «wie man es hätte so viel schöner und anders haben können ». Ebenso sei die Hausfrau bemüht, dass die Mahlzeit stets pünklich fertig ist. Denn nichts ist schädlicher als hastiges Essen. Magenstörungen und Nervositätserscheinungen sind die Folge. Ebenso vermeide sie die unregelmässige Stunde der Mahlzeit, wenn es irgend nur geht. Auch das unregelmässige Essen schadet der Gesundheit mehr als landläufig bekannt ist. All diese frohe, harmonische Stimmung bei der Mahlzeit zu erhalten, und Ordnung, Pünktlichkeit und Sauberkeit dabei walten zu lassen, ist- letzten Endes das grosse Geheimnis der «Arbeitseinteilung ». Der Küchenzettel sei möglichst für eine Woche im voraus festgesetzt, das Aufstehen in der Frühe sei nicht zu spät, die Einkäufe praktisch gelegt^ die Arbeit regelmässig sich wiederholend auf die einzelnen Tage festgelegt. Und darin die Hauptsache : Froh geschafft ! Aerger beiseite ! Selbstbeherrschung im Vordergrund ! Immer wieder, wenn der Alltag gar zuviel Ansprüche stellt, Aergernisse kommen, dies und jenes grau erscheint — immer wieder singe man dann die Worte durch seine Seele: « Es ist so schön zu sorgen Für Menschen, die man liebt!» Probiert es mal, und eure Mahlzeiten werden frohe Stunden sein. 0te jLfieqe des cfialses Man kann den Hals ebenso pflegen und erhalten wie jeden anderen Körperteil, wenn man nur ausdauernd und vernünftig ist. Vor allem erst einmal den Arzt fragen, wie es mit der Haut überhaupt steht. Hat sie nicht die alte Straffheit von früher mehr, so ist schliesslich eine Ursache im Körper dafür vorhanden. Irgend etwas funktioniert nicht mehr so, wie es soll. Dann aber mache man morgens und abends zwei einfache Uebungen, die die Halsmuskeln stärken, die Blutzirkulation intensivieren und die Haut erfrischen. Man lege ein längliches Kissen oder eine Rolle unter die Schultern, und zwar so, dass der Kopf nach hinten ins Leere überhängt. Dann hebe man den Kopf sehr langsam, bis man mit der Kinnspitze die Brust berührt. Darauf lasse man den Kopf wieder nach hinten sinken, aber ganz langsam, und fühle dabei dem Spiel der Muskeln nach. Nicht plötzlich den Kopf fallen lassen! Diese Uebung fünf- bis sechsmal in den ersten Tagen, dann eih dutzendmal, nicht mehr. 20- bis 30mal kann man auch folgende Bewegung machen: Stehend oder sitzend wirft man den Kopf weit nach hinten. Dann öffnet man den Mund so weit es geht und schliefst ihn sehr langsam, bis die Zähne einander berühren. Man wird bald merken, wie sehr das zieht, und wenn man die Hände dabei auf die Schenkel stützt, wird man auch spüren, wie der Reflex bis hier hinuntergeht. Um dann den Hals auszuruhen, eine kleine Entspannungsübung: man lasse den Kopf nach vorn fallen und beschreibe einen Kreis von rechts nach links, im ganzen Ausmass der Möglichkeit, aber ohne Anstrengung, nur vom eigenen Gewicht geführt. Em paarmal links, ein paarmal rechts herum. Zur äusseren Behandlung: den Hals ebenso im Bad bürsten wie den ganzen Körper, mit einer guten lanolin- oder olivenhaltigen Seife. Das Wasser vorher durch Soda weich machen! Dann mit eingefetteten Handflächen den Hals massieren. Man wirft den Kopf nach hinten und fährt mit den Händen hintereinander in einer langsamen regelmässiqen Bewegung vom Kinn abwärts (niemals aufwärts!). Zwei bis drei Minuten Halsfronf und die beiden Seitenfronten massieren, dann mit einer Hand von einem Ohr zum andern. Hierauf den Nacken, mit den Fingersoitzen im Haar beginnend, dann die Hand bis zur Schulter gleiten lassen. Die Creme bleibt einige Minuten auf der Haut, dann entfernen. Man wird bald bemerken, wie sich der Hals verjüngt. Noch ein kleiner Hinweis: viele Frauen vergessen den Hals zu pudern. Man fange beim Make-up mit dem Hals an! P.M. Material: 200 g « Caprice » (Marke Marabout). Nadel: Nr. 3. Anschlag: 110 Maschen. Rücken und Vorderteil: werden gleich gearbeitet. 20 Nadeln, 5 1., 2 r., dann 15 Nadeln 4 1., 2 r. 3 Nadeln rechte Seite rechts, linke Seite links. In der nächsten Nadel wird der Hohlsaum gearbeitet. Man hebt immer eine M, ab, strickt 2 M. glatt zusammen und überzieht die Abgehobene, dann die Wolle zweimal rechts um die Nadel schlagen und wieder das Abnehmen machen. Nochmals 3 Nadeln auf der rechten Seite rechts und auf der linken Seite links, Muster beginnen, Randmasche. Mustersatz: Rechte Seite: 3 1., eine umschlagen, 3 r., eine abheben, 2 rechts zusammenstricken, die Abgehobene überziehen, 3 r., eine umschlagen, 3 1., eine rechts. Das Gleiche wiederholen. Linke Seite: 3 r., 91., 3 r., 11., dann immer wiederholen. Rechte Seite: 3 1., eine umschlagen, 3 r., 3 links zusammenstecken, 3 r., 1 umschlagen, 3 1., eine r. Das Gleiche wiederholen. Linke Seite bleibt immer gleich. Seitlich bis zum Armloch 6 M. aufnehmen. Länge bis Armloch 32 cm. Seitlich für das Armloch 6 M. abketten und in den darauffolgenden 3 Nadeln immejr am Anfang der Nadel 2 M. glatt zusammenstricken. Für den Halsausschnitt in der nächsten Nadel die mittleren 9 M. abketten. Jeden Teil für sich t GUMMI SE r. 2.50 Betel " VA • gungen Beste Qualität. Sicherster Schutz. Diskreter Versand. Sommer-Pullover, hergestellt aus Caprice (Marke Marabout). in sämtlichen;^ ' für Damen und Herren 9t tl patfumeüe millefieuts Postfach 93, Wädenswil J. Salzmann £in Damenp TJlacktyasse 17, !Beut^ • f CA* Spezialistinnen für ^jf i, Dauern mit Fr. 5.- bis Fr. 250.- an einer oder mehreren Serien, bieten, die grössere Chance. Prospekte durch E. Fluri-Dill, Marktg. 18, Bern, Tel Teleph. 34.306, nur nachmittags ab 15 üht Grosse 42 weiterstricken. Für den Ausschnitt; weitere 4 M.. dann 3 M., 2 M., und jedesmal am Anfang: der Nadel 2 M. glatt zusammenstricken bis noch 13 M. bleibttti diese abketten. Rücken- und Vorderteil in gleicher Weis« soweit arbeiten. Koller: Dafür werden von der Mitte des einen Teiles (der nachher den Rücken bildet) die Rand« maschen des Ausschnittes aufgefasst, indem man die leichten Teile miteinander verbindet. (Maschen Verschränkt auffassen, damit keine Lücken entstehen!) Strickart: Rechte Seite: 5 1., 2 r., linke Seite: S r., 2 1., 15 Nadeln hoch, dann 10 Nadeln 4 1., 2 r., 5 Nadeln 3 1., 2 r„ in gleicher Weise. Nachher abketten. Ärmel: Anschlag 110 M. 8 Nadeln, 5 1., 2 r. Hohlsaum mit vor- und nachherigen 3 rechten Nadeln gleich arbeiten wie am Vorderteil. 16 Nadeln 4 1., 2 r. Mustersatz wie am Pullover 6 cm hoch arbeiten, bis zum Armloch. Für das Armloch seitl. 6 M. abketten. Auf jeder Seite immer 2 M. glatt zusammenstricken, 3 cm hoch. Nachher immer seitlich 2 M. abketten, bis 13 M. bleiben, diese unter 1 abketten. Der Ausschnitt im Rücken wird umhäkelt, indem man auf der rechten Seite Oesen als Knopflöcher arbeitet. Es werden 3—4 Knöpfe angebracht. In die Hohlsäume werden Kordeln gezogen, die aus dem gleichen Material gedreht werden. Meiringen Standquartier für Wanderungen und Autofahrten Tram nach Aareschlucht u. Reichenbachfälle (Draht- DIE PASSE: Brünig, Grosse Scheidegg, Grimsel, Susten u. Jochpass. — Rosenlaui (Gletscherschl.),Schwarzwaldalp,Innertkirchen,Guttannen,Handeck,Grimselhospiz,Steingletscher,Engstlenalp. Freilichtspiele Oberhasll Ab 13. Juni bis 5. September jed. Samstag 20.30 Uhr. Einzigartige Heimaispiele. Gedeckte Sitzplätze Fr. 3.-. Telephon 2.09. Textbuch Fr. 1.—. Für Besucher Spizialpreise in Hotels und für Autos. — Prospekt« «U den Verkehrsverein Heiringen,