Aufrufe
vor 6 Monaten

E_1936_Zeitung_Nr.049

E_1936_Zeitung_Nr.049

10 AUTOM OETL-^ÜVUE

10 AUTOM OETL-^ÜVUE DIENSTAG, 16. JUNI 1936 — N° Der neue MERCEDES-BENZ Er Er • Er • Er ist schön seine Form ist die des künftigen Autos. • Er Noch Type 170 H 9 St. PS Doppeischwingachswagen mit Schnellgang erfüllt in der vollkommensten, Weise die Forderungen, ! die der fortschrittlich eingestellte Schweizer Fahrer an ; den kleinen Wagen stellt: ist stark und schnell 110 km nach der Stoppuhr. Noch nie wurde aus einem 1,7 Liier-Wagen eine derartige Leistung herausgeholt. bietet reichlich Baum für Personen und Gepäck. hält die Strasse dank seiner niedrigen Bauart u. der Doppelschwingachsen. lenkt und schaltet sich mit verblüffender Leichtigkeit ist wirtschaftlich bei Fr. 132.- Jahressteuer (in Zürich Fr. 230.-, in Basel Fr. 120.-) und 9—11 Liier Benzinverbrauch. nach Jahren ein hochwertiger Wagen! MERCEDES-BENZ-AUTOMOBIL A.-G. BEBN; Weiitenbühlwag 40, Tel. 25.952 IÜBIOH; BadenentraBs 119, Tel. 51.693 BASEL: Aeschengraben 29, Tel. 47.954 LAUMNME: 2, Chemin des Mouellei Bureau da vente et Service GENE VE: Garage Lombard, HO, tue Lombard VERTRETER. AIGLEi F. tanz — LOCARNO. Motta&Biffoni — LUGANOi Deseagni-Ferrari —ÖLTEN s Frey SEron Feibert — RE1DEN (Luzern)i Gebr. Zimmerli ST. GALLEN• A. Germann — SCHAFFHAUSEN. F. Hübscher — SOLOTHURN: SchneöKCo. — SURSEE • F. Wvder's Erben ^•»•»enzellevland Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind erslohtllch In O. R. Wagner« CH Tourlng, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. HERISAU Hotel BRISTOL Erstes Haus am Platze. Zentralheizung, fliessend Wasser. Autogarage. Spez. Küohe, Keller.' K. Malzacher-Blattrriann, Aktivmitglied der Sektion Luzern HEIDEN Hotel Gletscherhügel T.G.S. direkt beim Kürpark. Altbekanntes, gutbürgerliches Haus. Zimmer ä Fr. 2.50. Pension ä Fr. 7.-. Grosser, schattiger Garten. Parkplatz, Garage, Tel. 21. A. Gander, Bes. Automobilisten sind gute Kunden! Gewinnen Sie dieselben durch die Automobil-Revue Jeder Motorfahrzeugführer lese die soeben erschienene Untersuchung der wirtschaftlichen Zweckmässigkeit der Beimischung von Alkohol zu Benzin und der Vermehrung der schweizerischen Alkoholbereitung Alkohol und Benzin Preis 50 Rappen von Prof. Dr. P. Keller Erhältlich in den Bahnhof-Buchhandlungen. Ptei» 50 Rappen scheidet. Ein prinzipieller ..Unterschied gegenüber dem Vergasermotor, der in diesem Zusammenhang noch-der Erwähnung verdient, besteht darin, dass nicht alle Luft durch dieses Ventil via Mischkammer und Vorkammer in den Zylinder gelangt. Vielmehr existiert daneben noch ein Luftejnlass-Ventil, durch das der Grossteil der Verbrennungsluft in den Zylinder strömt. Die Konstruktion der Mischkamtner erhellt aus der Schnittzeichnüng, Abb. 2. Der Behälter (a) ist mit Kohlenstaub gefüllt, die mittels Druckluft, welche- durch den Boden eindringt, ständig'locker erhalten wird. Damit kein Kohlenstaub durch den gelochten Boden austreten kann, spannt man ein Filtertuch zwischen zwei genau aufeinanderpassende Bodenplatten. Der lockere Kohlenstaub fliesst nun etwa so wie ein zäher Brei im Innern des Rohrs (b) in die Höhe bis zum Spalt (c). Sobald sich das Vorkammerventil öffnet, saugt der Unterdruck Luft durch den Rohrstutzen (e) und weiter durch das Ansaugrohr (d) an. Beim Austritt durch die Spalte (c) reisst die Luft eine bestimmte Menge voh Kohlenstaub mit sich, und zwan wie man gefunden hat, sehr gleichmassige Beträge, die kaum um mehr als 5% differieren; Allerdings erreichte der erforderliche Unterdruck eine Höhe von 0.2 Ätm., wenn mit dieser Vorrichtung eine genügende Kohlenstaubmenge für Vollastbetrieb angesaugt werden soll, doch lässt sich dieser Wert zweifellos durch weitere Verbesserurigen noch senken. Jedenfalls .ging aus den Versuchen mit Deutlichkeit hervor, dass es ohne weiteres möglich sein wird, die angesaugte Kohlenstaubmenge mit einer Drossel zu regulieren, an deren Stelle bei der Versuchseinrichtüng die auswechselbaren Luftblenden (d) traten. Einiges Kopfzerbrechen verursacht noch das Ventil zwischen Mischkammer und Vorkammer. Wollte man es als. normales Telleryentil ausbilden, so müsste man wohl den Nachteil in Kauf nehmen, dass sich Kohlenstaub zwischen Ventil und Ventilsitz klemmen würde, was der Abdichtung keineswegs förderlich wäre und Rückschläge in die Mischkammer zur Folge haben könnte. Es wird deshalb vorgeschlagen, den Ventilteller mit. einer .Schneide auf dem Ventilsitz aufliegen zu lassen und diesen Uebelstand -damit- zu. umgehen. Wie weit sich dieses Verfahren in der Praxis als geeignet erweist, kann nur die Zukunft zeigen. Gewisse Bedenken gegen die Ventilbauart sind berechtigt, sowohl was die Widerstandsfähigkeit gegen Abnützung anbelangt als auch hinsichtlich des Grades der damit erreichten Abdichtung. Ueber die Möglichkeiten der Weiterentwicklung des Kohlenstaubmotors lassen sich heute noch keine zuverlässigen Schlüsse ziehen. Interessant ist immerhin festzustellen, dass schon der erste Verbrennungsmotor, nämlich der berühmte Pulvermotor, mit einem festen Brennstoff arbeitete. Dabei ist allerdings zu sagen, dass man das Pulver bedeutend weniger lange «kitzeln» mus&als die Kohle, bevor es geruht zu explodieren und damit seine chemische Energie in mechanische Arbeit zu verwandeln. Der Vollständigkeit halber möchten wir in diesem Zusammenhange 1 noch an die Versuche erinnern. Schweröl mit Kohlenstaub zu einem Brei zu vermischen und diesen dann mit Einspritzpumpen in die Zylinder zu befördern. Auch damit Hesse sich eine grosse Ersparnis an Brennstoffkösten erzielen, doch stehen einer Verwirklichung dieser Idee ebenfalls die schmirgelnde Wirkung einer solchen Brühe entgegen, die den Feintoleranzen der Einspritzpumpe rasch den Garaus machen würde. So interessant es auch sein mag, die Entwicklung des Kohlenstaubmotors zu verfolgen, so kommt man heute noch nicht um die Feststellung herum, dass dessen Verwirklichung speziell als schneilaufender Motor für Automobile ins Reich der Zukunftsmusik gehört. Auf jeden Fall ist die Nützlichkeit einer Weiterentwicklung des Fahrzeugdiesels noch lange nicht in Frage gestellt. -b- Beschleunigungs- und Steigungswiderstand. Bei Fahrten auf Bergstrassen und überhaupt in. Steigungen jeder Art muss der Motor neben der Roll- und Luftwiderstandsleistung auch die zur Ueberwindung des Höhenunterschiedes notwendige Leistung aufbringen. Aehnlich liegen die Dinge beim Beschleunigen in der Ebene. Wenn man z,B. den Wagen in 14 Sekunden von 10 auf 60 km/St, bringt, so erreicht die zusätzliche Beschleunigungsleistung denselben Wert Wie die Steigleistüng beim Befahren einer lOprozentigen Steigung. Neuartige Messgerate mit Bimetallstreifen. Brennstoffmesser. Die üblichen «Benzinuhren », die den Brennstoffstand im Benzintank anzeigen sollen, gehören entschieden noch zu den schwachen Punkten im Wagen. Entweder funktionieren sie nach einem Gebrauch von etwa zwei Jahren überhaupt nicht mehr, oder dann nehmen sie es mit der Wahrheit so genau, dass man gern auf ihre Angaben verzichtet, will man nicht gewärtigen, unterwegs hängen zu bleiben, weil die Benzinzufuhr trotz zur Neige gehendem Brennstoff tat als ob... Das neue Messgerät arbeitet mit elektrischer Übertragung zwischen einem Schwimmerapparat im Tank und dem elektrischen Messgerät am Schaltbrett. Wie aus unserer Illustration hervorgeht, sind beide zusammen mit einer Batterie in Serie geschaltet. Die Rückleitung des Stromes erfolgt via Masse vom Benzintank zum zweiten Pol der Batterie. Das Prinzip des Apparates besteht darin, dass sich sowohl im Gebergerät des Benzintanks als auch im Anzeigegerät am Instrumentenbrett ein von einer Heizspirale umgebener Bimetallstreifen befindet, der sich je nach der Stärke der Erwärmung (d. h. des Stromdurchganges) mehr oder weniger krümmt. Der Bimetallstreifen im Messinstru- Kraftstoffmessgerät bei leerem und vollem Tank: a) Schwimmerhebe], b) Schwimmernocken, c) Kontaktfinger, d) Membrane zur Abdichtung zwischen Tank und Vorrichtung, e) Bimetallstreifen, f) Instrument am Armaturenbrett. ment bringt dadurch dessen Zeiger zum Ausschlag. Die Stärke des Stromdurchganges reguliert die Vorrichtung, die in einem Anbau auf dem Benzintank untergebracht wird. In ihr drückt ein Kontaktfinger (c) unter dem Einfluss eines von einem Schwimmer über den Hebel (a) verdrehten Nockens (b) gegen das untere Ende des Bimetallstreifens. Der Stromdurchgang wechselt mit der Stärke des Druckes zwischen den beiden in Kontakt stehenden Punkten. Unter dem Einfluss seiner Heizspirale krümmt sich der Bimetallstreifen von der Kontaktstelle weg, bis das Gleichgewicht zwischen Kontaktdruck und Stromdurchgans wieder hergestellt ist. Der Kontakt am Bimetallstreifen kann sich vom Gegenkontakt nicht abheben, denn sobald er das tun würde, hätte es einen Stromunterbruch zur Folge, wobei sich der Bimetallstreifen so weit strecken würde, bis sich Kontaktdruck und Stromstärke wieder das Gleichgewicht halten. Die hauptsächlichsten Bedenken, die sich gegenüber dieser Vorrichtung aufdrängen, gipfeln im Misstrauen gegen den so nahe beim Benzintank gelegenen stromdurchflossenen Leiter, der bei Unfällen Kurzschluss verursachen kann. Öldruckmesser. Auf einem ähnlichen Prinzip ist ein neues ölmanometer aufgebaut. Auch bei ihm finden wir zwei getrennte Instrumente, nämlich einen vom Oeldruck beeinflussten Geber und einen mit ihm durch elektrische Leitungen verbundenen Empfänger, das Anzeigeinstrument am Armaturenbrett. Der einzige Unterschied gegenüber dem beschriebenen Brennstoffmesser .besteht darin, dass der Kontakt im ersten Gerät nicht durch den Druck des Schwimmernockens, sondern vom Ausschlag einer unter Oeldruck stehenden Membrane beeinflusst wird, -b- f>»«»l«t .5 pl. Innenlenker . ab Fr. 6900.- «I»«- nke Der Startmotor als Retter in der Not Das Auto hätte kaum so volkstümlich werden können, wenn nicht der elektrische Starter auch technisch unbegabten Herrenfahrern und der zarten Damenhand die Möglichkeit des mühelosen Startens gegeben hätte. Ein leichter Druck auf den Anlasserknopf genügt, — rrr — surrt der Anlasser, und schon springt der Motor an. So wenigstens steht's in der Betriebsanweisung und sollte auch so sein, wenn ihm nicht irgendwelche Mucken einfallen, so dass er sich weigert, den erwarteten Ton von sich zu geben. Man schintBÖ

49 DIENSTAG. 16. JUNI 1938 AUTOMOBIL-REVUE 11 dann weidlich auf den Starter, und dabei mag der Fehler ganz wo anders liegen. Vielleicht ist auch die Batterie leer, gibt der Zündschlüssel keinen Kontakt, ist der Benzinhahn geschlossen etc. In solchen Fällen kann sogar der bravste Anlasser den besten Motor nicht zum Leben (erwecken. In einem Falle kann der Starter direkt zum Retter in der Not werden, so er nicht gerade Mucken hat Wie oft erleben wir es, dass der Polizist an der Kreuzung das Zeichen zum Weiterfahren gibt. Die Meute fährt an, ein Anfänger aber verschaltet sich, würgt den Motor ab und bleibt nun mitten auf der Kreuzung stehen. Die lieben Mitmenschen machen den Aermsten noch nervöser. Er drückt verzweifelt auf seinen Anlasserknopf, ohne den geringsten Erfolg. Vielleicht macht er in seiner Not allerhand verkehrt. Wer kennt nicht diese bangen Minuten aus seiner Anfängerzeit? Und doch kann man sich in den meisten Fällen mit einem kleinen Trick behelfen. Man schaltet den ersten Gang ein, startet, und wenn auch der Motor dadurch immer noch nicht anspringt, so wird doch der Anlasser in 90 von 100 Fällen den Wagen über die Kreuzung ziehen. Für die Batterie ist dieses Kunststück -allerdings eine Schinderei und gelingt überhaupt nur, wenn sie gut imstande ist Immerhin ist man doch wenigstens dem Gespött der andern Strassenbenützer entronnen und hat nun Zeit, in aller Ruhe zu überlegen, woran der Fehler liegt. Man wird dann meist schnell die Ursache des Versagens finden. — Rrr — macht der Anlasser, und der Motor springt an. Oft hängt's am Vetftilsptel, wenn der Motor zu viel Benzin frisst und nicht mehr die Leistung hergibt wie früher. Die Ventile und der Motorblock, in dem sie gelagert sind, bestehen nämlich aus verschiedenen Materialien (Motorblock aus Gusseisen und Ventile aus Spezialstahl) und dehnen sich infolgedessen nicht gleich stark aus. Dazu kommt noch, dass sich die Auspuffventile stärker erwärmen und dehalb ohnehin stärker ausdehnen als der kühlere Zylinderblock. Zum Ausgleich dieses Unterschiedes schaltet man zwischen Ventil und Stössel eine gewisses Spiel ein, dessen Grosse in den Bedienungsvorschriften angegeben ist. Falls es zu gross wird, kann das Ventil nicht mehr weit genug öffnen, wenn es aber zu klein wird, so schliesst das Ventil nicht mehr dicht. In beiden Fällen tritt eine Erhöhung des Brennstoffverbrauchs ein. Winker beleuchten. Auch die Glühbirne der Winker kann mit der Zeit ausbrennen. Stellt man dann des nachts den unbeleuchteten Winker aus, so wird kein Mensch darauf achten, weil er überhaupt nicht auffällt. Folge : Man wird vielleicht angerannt oder verursacht in anderer Weise einen Unfall. Man sorge darum dafür, dass die Winkerbeleuchtung beim Andrehen der Lichter ebenfalls brennt. ringe, Knpferwolle etc. Die Luft streicht unter häufigem Richtungswechsel an diesen öligen Flächen vorbei, wodurch sich der Staub auf ihnen absetzt. Der Filter wird periodisch in Benzin gereinigt, worauf man ihn von neuem in dünnflüssiges Motorenöl oder epezielles Filteröl taucht, danach überflüssiges Oel abschütte^ und die Filterpatrone wieder montiert -b- Frag« 9848. Disput Ober Elektrodenabstand. Ich habe mit einem Freunde einen kleinen Disput, welcher Elektrodenabstand der Zündkerzen die besten Resultate ergibt Er sagt, daes 0,45 mm das richtige seien, während ich aus meiner Erfahrung einen solchen von mindestens 0,7 mm bevorzuge. Wer hat nun recht? M. N. in B. Antwort: Es bleibt uns nichts anderes übrig als in salomonischer Weise festzustellen, dass beide recht haben. Beide Masse können in der Praxis je nach den Umständen das bessere Resultat ergeben. Für Magnetzünder sieht man gewöhnlich einen Abstand von 0,4—0,5 mm vor, bei Batteriezündung dagegen 0,6—0,7 mm. Bei gewissen Wagen älteren Datums betrug der Elektroden-Abstand sogar noch mehr. Bei hoch verdichteten Motoren bleibt man besser an der untern Grenze von 0,4 bis 0,5 mm, weil ihre hohe Kompression dem Uebertritt des Zündfunkens einen srrösseren Widerstand entgegensetzt, -eb- Frage 9849. Benzinverbrauch und Ausschleifen. Ich liess kürzlich den Motor meines Wagens, Modell 1933, gründlich überholen, da eine solche Reparatur, wie man mir sagte, doch bald dringend nötig geworden wäre und es so gerade in einem mit dem Einschleifen der Ventile ging. Beifügen möchte ich noch, dass ich vor der Reparatur kein übermässiges Anwachsen des Oelverbrauches feststellte, sondern die Ueberholung anordnete, weil der Benzinverbrauch von 12 auf 15 Liter für 100 km gestiegen war. Nach der Arbeit muss ich nun leider feststellen, dass ich nicht mehr ganz auf den ursprünglichen Verbrauch komme. Ich benötige gegenwärtig ca. 12,5 Liter für 100 km. Woran könnte das liegen? Im übrigen zieht der Wagen recht gut. Die Zylinderabmessungen lauten 61X90 mm. H. H. in M. Antwort: Der gegenüber früher leicht angestiegene Verbrauch gibt zu keinerlei Bedenken Anlass und lässt sich auch auf ganz natürliche Weise erklären. Nehmen wir an, die Zylinder seien beim Ausschleifen rundherum je % mm abgeschliffen worden, so macht dies auf den Durchmesser 1 mm aus, wodurch er sich von 61 auf 62 mm erhöht. Hiermit nimmt aber auch das Hubvolumen und damit die Leistung des Motors entsprechend zu. Nun lässt sich der Brennstoffverbrauch genauer feststellen als der Zuwachs an Leistung, den man an einer ganz geringen Verbesserung der Maximalgeschwindigkeit merken müsste. Rein rechnerisch stellt sich die Sache wie folgt: Der Hubraum pro Zylinder betrug vor dem Aus- 9 X 6,1' X ir schleifen M = 263 ccm, nach der Repa- 9 X 6,2' X «• ratuT erreichte er = 272 ccm; die Dif- ferenz der beiden Werte beträgt 9 ccm und macht somit 3,6% des ursprünglichen Zylindervolumens ans. Demgegenüber wurde ein Mehrverbrauch von 0,5 — = 4,2 % festgestellt 12 Man sieht, dass die zwei Werte so nahe beisammen liegen, dass man tatsächlich annehmen darf, der vermehrte Benzinverbrauch hänge ausschliesslich mit der Vergrösserung der Bohrung zusammen. Die ungenaue Messung des Benzinverbrauchs macht einen gewissen, minimen Unterschied zwischen den beiden Werten sofort erklärlich. -b- »ist. s P '«eck» Gefährliche Strassenbuckel. Ein Strassenbuckel, wie man ihn im Flachlande oft bei kleinen Brückenübergängen antrifft, kann einem mitunter sehr unangenehme Ueberraschungen bereiten. Da man den vor einem liegenden Strassenteil nicht überblicken kann, bemerkt man entgegenkommende Fahrzeuge erst im letzten Augenblick. Man tut deshalb gut daran, vor Strassenerhebungen immer scharf rechts zu halten, nie zu überholen, immer abzublenden und die Geschwindigkeit herabzusetzen, um so mehr als sich sonst solche Buckel manchmal als richtiggehendes Sprungbrett auswirken und den Pneus damit grossen Schaden zufügen können. Frage 9846. Batterieklemmen reinigen. Die Klemmen meiner Batterie zeigen starke Korrosions- Erscheinungen, weshalb ich sie gut reinigen möchte. Auf welche Art soll ich vorgehen, um sie leicht sauber zu kriegen und gegen neue Korrosion zu schützen? W. K. in B. Antwort- Am besten reinigt man die Batterieklemmen, indem man heisses Wasser darüber giesst. Man muss dabei aufpaßsen, dass ja nichts davon ins Innere der Batterie gelangt. Nach dieser Reinigungskur, die sofort und erfolgreich wirkt, schmiert man die Klemmen mit Vaseline oder noch besser einem dafür geeigneten Spezialpräparate ein. Lieferanten-Adresse brieflich mitgeteilt. -b- Frage 9847. Prinzip der Luftreiniger. Nach welchem Prinzip arbeiten eigentlich die eog. Luftreiniger, die man heute an allen Wagen antrifft? A. Z. in G. Antwort: Man unterscheidet 'zwischen trokkenen und nassen Luftreinigern. Die ersteren entfernen den Staub durch Schleuderwirkung aus der angesaugten Luft. Sie enthalten einen kleinen Ventilator, der durch die mit hoher Gescnwindigkeit angesaugte Luft in rasche Rotation versetzt wird und dabei der Luft ebenfalls eine rotierende Bewegung mitteilt. Die sog. nassen Luftreiniger enthalten ölbenetzte Füllung aus losem Material, wie Metall- Anfrage 596. Mangelhafte Reparatur. An meinem Wagen trat kürzlich ein starkes Singen der Hinterachse auf, worauf ich ihn einem Mechaniker zur Reparatur übergab. Er baute an Stelle eines losen Lagers ein neues ein. Nach der ersten Reparatur verging kein Tag, bevor ich dasselbe Geräusch wieder beobachten konnte. Infolgedessen gab ich den Wagen nochmals zum Nachsehen und später aus dem gleichen Grund ein drittes Mal. Das Geräusch trat aber nach weiteren Revisionen immer wieder auf. Nachdem ich den Wagen wieder einmal in die Werkstatt brachte, holte ich ihn kürzlich wieder ab. Dabei fragte ich den Mechaniker, ob es nichts ausmache, wenn ich eine Fahrt unternehme. Er sagte, dass ein Schaden nicht eintreten könne. In der ersten grösseren Steigung stand mein Wagen dann plötzlich bockstill und konnte weder vorwärts noch rückwärts rollen. Als der Mechaniker ankam, konstatierte er, dass sich der Sicherungsring beim frisch montierten Lager gelöst hat und zwischen Tellerrad und Ritzel gelangt war, die dadurch unbrauchbar wurden. Er nahm darauf ohne mein Zutun den Wagen zur erneuten Reparatur mit. Die Frage ist nun, wer den Schaden trägt. Insbesondere entstand mir dadurch auch noch ein geschäftlicher Nachteil, weil ich das Auto beruflich benötige. E. W. in L. Antwort: Aus Ihrer Sachdarstellung ergibt sich, dass die von Ihnen in Auftrag gegebene Reparatur unsachgemäss ausgeführt wurde, sei es, dass das fragliche Lager ungenügend gesichert war, sei' es, dass event. noch eine Verkrümmung der Kardanwellen vorlag, wodurch dann das Lager nicht genügend belastet werden konnte. In beiden Fällen liegt die Haftpflicht der betr. Garage vor, und Sie sind demzufolge nicht verpflichtet, die erste Reparatur zu bezahlen, bzw. sofern sie schon bezahlt worden ist, ist der Garagier verpflichtet, die nun neu notwendige Reparatur kostenlos vornehmen zu lassen. Was nun den Ihnen weiter entstandenen Schaden anbetrifft, so können Sie dessen Ersatz von dem Garagier nur verlangen, wenn seinerseits bei der Vornahme der ersten Reparatur ein Verschulden vorliegt. Da nun eine Untersuchung durch einen neutralen Sachverständigen nicht stattgefunden hat, so halten wir dafür, dass der Nachweis eines Verschuldens ziemlich schwer fallen dürfte. O Rückporto nicht vergessen! Wir bitten unsere Abonnenten, welche den Sprechsaal benützen, ihren Einsendungen jeweilen eine 20-Cts.-Briefmarke beizulegen. Die Bedeutung des Lastwagens als Nutzfahrzeug im modernen Transportwesen der Industrie, der Lohnspedition und der öffentlichen Betriebe ist in der nächstens erscheinenden Lastwagen-Nummer der Illustrierten Automobil-Rerue von verschiedenen Gesichtspunkten aus beleuchtet. Das durch flotte Bildermontage unterstützte, 44 Seiten starke Heft enthält u. a. folgende Hauptartikel: Die Lage der Schweiz. Lastwagen-Industrie. Vom Gesellschaftswagen. Der Diesel auf dem Vormarsch. 40 Jahre Saurer-Automobilbau. Wann ist der Anhänger wirtschaftlich? Diesen „Lastwagenartikeln", denen 2 Seiten Bilder aus dem Lastwagen- und Dieselmotorenbau folgen, schliesst sich ein reichbebilderter Artikel über Fahrten im Postauto an, während* ein in schmaler Nebenspalte geführtes unterhaltendes Allerlei gleichsam eine unterhaltende Zeitung in der Zeitung darstellt. Die „Lastwagen-Nummer der Auto-Illustrierten" wird deren Abonnenten nächstens franko zugestellt; sie ist auch für sich allein zum Preis von 1 Fr. erhältlich an allen Kiosken, sowie direkt beim Verlag. Automobil-Revue, Bern