Aufrufe
vor 7 Monaten

E_1936_Zeitung_Nr.049

E_1936_Zeitung_Nr.049

«wir sind überzeugt,

«wir sind überzeugt, dass schon auf Grund der jetzigen Gesetzesbestimmungen bei richtiger Kontrolle und bei anderer Obstverwertung die Alkoholfrage sich besser lösen Hesse als durch den Bei- Tnischungszwane. Wir rufen heute wieder einer personellen Aenderung in der Alkoholverwaltung, einer durchgreifenden Untersuchung der' Gesamtrechnung durch Fachleute und der künftigen Bestellung eines verantwortlichen Verwaltungsrates. Dann besserte es ganz gewiss und dann ist auch der Beimiechungszjwang gar nicht notwendig. Aber man darf das Pferd eben nicht am Schwanz aufbäumen, wenn es vorwärts gehen soll!» Erneut haben sich ausserdem auch die Alkoholkommissionen der eidgen. Räte der neuerlichen Vorlage der Alkbholdirektion gegenüber ablehnend verhalten. Nachdem bereits das erste Budget dieses Verwaltungszweiges, das ohne Beimischung für das Betriebsjahr 1936/37 bekanntlich ein Defizit von 4,8 Mill. Fr. vorsah, mit dem Verlangen nach Vorlage eines ausgeglichenen Voranschlages zurückgewiesen wurde, musste nun eine zweite, neuformulierte Vorlage dasselbe Schicksal über sich ergehen lassen. Laut einstimmigem Beschluss fordern die beiden Kommissionen von Verwaltung und Bundesrat eine detaillierte Botschaft, in welcher eine Neuordnung der Dinge festzulegen sei. In der Privatwirtschaft müsste eine derartige Desavouierung dem Budgetverfasser zweifellos bestimmte Konsequenzen nahelegen und wohl auch eine etwaige vorgesetzte Stelle hätte gewisse Folgerungen zu ziehen. Doch es handelt sich ja nur um einen Staatsbetrieb und für diese gelten scheinbar andere Grundsätze und Gepflogenheiten. Oder sollte sich unsere oberste Landesbehörde etwa zu langfristig gebunden haben? Dem schweizerischen Steuerzahler will bei dieser Alkoholgeschichte verschiedenes nicht in den Kopf. Er kann es einfach nicht verstehen, dass, nachdem sich derartige Unzulänglichkeiten ergaben, nicht unter allen Umständen für Abhilfe, und zwar nicht durch Uebernahme des Defizites durch Dritte, sondern durch Reorganisation, nötigenfalls selbst bei der Leitung, gesorgt wird. Wir zweifeln durchaus nicht an der Fähigkeit des Alkoholdirektors, eine dritte Vorlage nun mit einem hübschen Ueberschuss auszustatten. Dafür aber, dass es sich nicht neuerdings um papierene Erträgnisse handle, die in Wirklichkeit dann ßillionenverluste darstellen, bieten uns seine «bisherigen Erfolge» keine Gewähr. Wie verblüffend sicher und wohl sich übrigens der Vorsteher der eidgen. Alkoholregie in seinem Wirkungskreis noch immer fühlt, geht aus seinem Rufe « Es ist ja nur ein Automobilistenelaborat!» grösste Rechenkünstler nicht finden. Ehe wir es ahnen, können wir fünfhundert Meilen aus dem Kurs sein.» Es ist unnötig, alle Leiden eingehend zu schildern, welche wir während der vielen Tage zu erdulden hatten, die wir in dem winzigen Boot hierhin und dorthin über den Ozean getrieben wurden. Der schwere Nordwest wehte vierundzwanzig Stunden lang. . Dann legte er sich, und nachts sprang er nach Südwest um. Das war uns gerade entgegen; aber ich holte den Seeanker ein, setzte das Segel und nahm einen Kurs, der uns nach Südsüdost führte. Es war kein grosser Unterschied, ob wir diese Richtung oder die nach Nornordwest -wählten, die der Wind ebenfalls zuliess, aber die Aussicht auf wärmere Luft im Süden bestimmte meinen Entschluss. Nach drei Stunden — es war Mitternacht, wie ich noch weiss, und so dunkel, wie ich es auf See noch nie gesehen hatte — wuchs der Südwest zum. Sturm, und ich war wieder genötigt, den Seeanker .zu werfen. Der Tag brach an und fand mich, erschöpft auf dem weißschäumenden Meere, während das Boot mit der Spitze fast senkrecht gegen den Himmel zeigte. Wir liefen grosse Gefahr, von den Sturzseen zum Kentern gebracht zu werden. Gischt und Schaum kamen derart über, dass ich unausgesetzt schöpfen musste. Die Decken trieften vor Nässe. Äusser Maud war alles nass, sie trug Oelzeug, Oummistiefel und Südwester und war trocken bis auf Gesicht und Hände und ein paar verirrte Locken. Sie löste mich hin und wieder beim zerischen Pensions- und Hilfskasse nicht geäufnet werden konnte, uns wenigstens mit seinem Spott verschonen. Spott und Hohn aber sind derartige Bemerkungen, Spott und Hohn für jeden Steuerzahler ferner der nachfolgende, der «Schweiz. Beamtenzeitung» entnommene Passus: «In einem Verwaltungsgebäude in der Länggasse soll ein Herr Direktor — in der erstfin Besoldungsklasse — eine wunderbare Seehszimmerwohnung zum Mietpreise von Fr- 1200.— (Heizung und Licht inbegriffen) inne haben. Früher habe er rund 1500 Franken bezahlt. Auf gestelltes Gesuch hin sei die Miete auf Fr. 1200.— reduziert wordene Eingeweihte behaupten sogar, diese Notiz entspreche den Tatsachen nicht genau; sowohl betreffend Zimmerzahl als auch betreffs Mietzins seien die wirklichen Verhältnisse für den betr. Beamten noch günstiger! Sei dem, wie ihm wolle, der regierungstreuen Presse gehen die Selbstschutzbestrebunger der Automobilisten gewaltig gegen den Strich. Immer wieder wird argumentiert: «Eure Vorwürfe gehen an die falsche Adresse, führe doch die Regie lediglich die Bestimmungen der Alkoholgesetzgebung durch.-» Diese Ansicht mag in beschränktem Ausmasse ihre Gültigkeit haben, erwiesenermassen hat der Gesetzgeber den Verwaltungsorganen jedoch auch die zur rentablen Gestaltung der Alkoholregie notwendigen Mittel in die Hand gegeben. Es steht jedenfalls nirgends geschrieben, die ganze Stufenleiter der Beamtenschaft habe mit einer einzigen Ausnahme ausschliess- Iich aus nur landwirtschaftsorientierten Personen zu bestehen, die begreiflicherweise das Alkoholgesetz dann lieber im Interesse der ihr nahestehenden Erwerbsgruppe als im Sinne des Gesetzgebers interpretieren, der eine solche einseitige Wirtschaftspolitik nie und njmmer gutgehejssen hätte. Ausserdem war nicht der derzeitige Alkoholdirektor gerade der Spiritus rector der neuen Gesetzgebung? War nicht er der Fachmann, dessen Angaben und Berechnungen als Grundlagen dienten? Musste nicht er die Kräfte vor und hinter den Kulissen am besten kennen? Hat nicht gerade er immer wieder hervorgehoben, dass die Durchführung dieser Aufgabe Kraft und Mut voraussetze? Wie konnte es also trotzdem zu dieser unrichtigen Handhabung des Gesetzes kommen? ' '..;, Interessant übrigens, dass die gerade T gegen einen Benzinstreik vorgebrachten;- .Einwände das Unhaltbare des Beimisehüngszwanges drastisch dartun. So hegt beispielsweise eine Aargauer Zeitung Zweifel in die umfassende Wirkung des Boykotts. Er sei nicht so einfach, denn mit Ausnahme der Vergnügungsfahrer könnten die Leute ihre Wagen wohl kaum nach Wunsch und Laune stilllegen. Wohl möglich, dass die Abwehraktion die Benzin-Musskonsumenten nicht restlos erfassen kann, doch das wäre gerade der Beweis der Verwerflichkeit des ganzen Beimischungsproblemes, der prohjbitiven Benzinzollbelastung überhaupt, stehen doch beide im Gegensatz zu der von höchsterstelle verlangten Anpassung und das trotz den ausdrücklichen Gegenbestimmungen der Bundesverfassung. Empfinden.die Behörden eine solche Fiskalpolitik wirklich als im Einklang stehend Schöpfen ab, arbeitete tapfer und trotzte dem Sturm. Aber alles ist relativ. Es war nichts als ein steifer Wind, aber für uns, die wir in einem kleinen zerbrechlichen Boot ums Leben kämpften, war es ein Sturm. Kalt und trostlos peitschte der Wind uns das Gesicht, die weissen Seen jagten heulend vorbei, und wir kämpften den ganzen Tag. Die Nacht kam, aber keines von uns schlief. Der Tag kam, und immer noch peitschte der Wind unsere Gesichter, jagten die weissen Wogen brüllend an uns vorbei. Ich hatte achtundvierzig Stunden lang kein Auge geschlossen. Ich war bis aufs Mark durchnässt und durchfroren und mehr tot als lebendig. Mein Körper war steif vor Anstrengung und Kälte, und meine Muskeln schmerzten fürchterlich, bei jeder Bewegung litt ich die schrecklichsten Qualen, und ich musste mich unaufhörlich bewegen. Und dabei wurden wir immer weiter nach Nordosten getrieben, immer weiter fort von Japan und nach der öden Beringsee. Aber noch lebten wir und hatten unser Boot, obwohl; der Wind andauernd mit unr ; verminderter Stärke wehte. Am. abend des dritten Tages nahm er sogar noch etwas zu.: Der Bug tauchte in einen Wogenkamm, und das Boot füllte .sich zu einem Viertel mit Wasser. Ich schöpfte wie wahnsinnig. Die Gefahr, noch eine See überzubekommen, wurde ausserordentlich erhöht durch den Umstand, dass das Wasser das Boot nieder-« presste und seine Schwimmfähigkeit verminderte. Und noch eine solche See hiesse das Ende. (Fortsetzung folgt.) AUTCMOBIL-REVUE DIENSTAG, 16. JUNI 1936 — N C 49 mit ihrer in den zunehmenden Währungsdiskussionen stets wiederholten stereotypen Forderung; das Vertrauen- in die Währung hängt hauptsächlich vom Vertrauen in eine richtige und gesunde Finanzgebarung des Bundes und wesentlich von einer weitsichtigen und weisen Staatsführung seitens der Regierung und der Räte ab? Der Zwang zur Beimischung eines 200rappigen Alkoholproduktes zu einem 7M Rappen kostenden Treibstoff erscheint aber dem gewöhnlichen Bürger weder weise, noch weitsichtig oder gar vertrauenerweckend; Befremdend sind dann die Ausführungen des Bundesstadtkorrespondenten dieser Aargauer-Zeitung: «Die Automohilhalter sollten in ihren Forderunden auch nicht überborden. So gerechtfertigt die Ablehnung der-heute bestehenden, unmoralisch zu nennenden Gesetzgebung, auch ist, sind immerhin auch Allgemeininteressen im Spiel. Diesen sollten sich die Fahrzeugbesitzer auch beugen, insbesondere •wenn man ihnen Garantien gäbt, dass die Beimischung sich später nipht, wiederholt. Der Bund ist in einer sehr gefährlichen finanziellen Lage, und über die Standesinteressen hinaus darf man den Autlern Rücksicht auf den Bundesfiskus zumuten.» Weiss der Verfasser dieser Zeilen denn nicht um alle die umgangenen und gebrochenen Versprechungen und Zusicherungen, die die Automobilisten stets erneut so bitter enttäuschten. Ein Bundesrat hat einst im Ständerat erklärt: «.. .es wird allen Kantonen eine Limite gestellt für die Belastung der Automobile, und was darüber aufgelegt wird von s.eiten des Bundes, das wird zusammen in eine Kasse gelegt und der hinterste Rappen strömt wieder hinaus in die Kanton », und ein Finanzminister legte dar: «Die Erhebung des Benzinzolles ist nicht eine einseitige fiskalische Massnahme des Bundes». Gewiss ist.die finanzielle Lage des Bundes gefährlich. Die Lage der schweizerischen Automobilwirtschaft aber ist verzweifelt und gerade der Bund-zwingt sie, ihre unentbehrliche Mithilfe bei der Durchführung des Finanzprogrammes unter Beweis zu. stellen.. Einem Erwerbszweig, der jährlich über 90 Mill. Fr. an Fiskallasten trägt, Rücksichtnahme auf den Bundesfiskus zu empfehlen, dürfte kaum am Platze sein. Man dringe dort auf endliche' Einsicht, wo niemand sich einen Pfifferling um den Existenzkampf, der Autömobilindusirie, des- Autogewerbes- oder der Industrie überhaupt kümmert, wo Subventionen selbst um den Preis des Ruins der andern gefordert werden. Von grosser Volksverbundenheit legen diese Mahnungen regierungstreuer Interpre- Die Eigentümerin eines Autos, Frau S., hatte eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen, die sich auf jede den Wagen führende Person erstreckte, mit Ausnahme derjenigen, die ihn ohne Einwilligung des Halters und ohne dessen Verschulden benutzen würden. Der Wagen wurde zunächst vom Sohne der Eigentümerin im Garagebetriebe gebraucht. Dann lieh der Sohn S. den Wagen an L. und die Versicherungspolice der Frau S. wurde mit einem Nachtrag versehen, wonach der Wagen nunmehr von L. gefahren würde. Noch am gleichen Abend erlitt L., der allzu rasch fuhr und bei der nächtlichen Beleuchtung einer optischen Täuschung zum Opfer fiel, einen Unfall, wobei sein Passagier M. den Tod fand. Vater und, Mutter des Verunglückten klagten gegen L., gegen Mutter und Sohn S. und die Versicherungsgesellschaft auf 23,400 Franken Schadenersatz und 6000 Fr. Genugtuung. Bei Autounfällen ist gemäss Art. 37 des Motorfahrzeuggesetzes in erster Linie der Halter des Fahrzeuges zivilrechtlich verantwortlich; das Gesetz bestimmt aber den Begriff des Halters- nicht näher und der Prozess rollte die wichtige Frage auf, wer In solchem Falle als Halter zu gelten habe. Die kantonale Instanz bezeichnete Frau S. als den Halter, da sowohl die Haftpflichtversicherung als die Verkehrsbewilligung des Wagens auf ihren Namen lautete; da L. nicht Halter sei, hafte er nicht nach M. F. Gi, sondern auf: Gruhd des Obligationerirechts: Das Bundesgericht hat in seinem Urteil vom 27. Mai anders entschieden. Frau S. war allerdings ursprünglich Halterin des Wagens. Diese Eigenschaft kann jedoch dadurch auf einen andern übertragen werden, dass die Benützung des Wagens auf ihn übergeht. Freilich wird die Ueberlassung des Wagens zu einmaliger Benützung oder auf kurze Zeit nicht diese Wirkung haben, wohl aber die Ueberlassung auf unbestimmte mit dem er die von der Via Vita herausgegebene Kampfschrift «Schluss mit der Misswirtschaft» abzutun versuchte, hervor. Auch der Ausspruch: «Mögen über der Beimischung noch einige Hunderte von Benzinkonsumenten zugrunde gehen!» legt von seiner Selbstherrlichkeit Zeugnis ab, denn es müsste ja heissen: durch meine Veranlassung. Eine solche Einstellung und Sprache kann man sich allerdings nur als Beamter erster Klasse mit Anrecht auf eine fürstliche Pension erlauben. Wir weniger Glücklichen finden zwar, der Herr Direktor dürfte, nachdem unter seiner Leitung der Fonds zur Schaffung einer schweiten der « öffentlichen Meinung » nicht Zeugnis ab. Die Stimme des Volkes lautet anders: Ein Gewerbelehrer verlangte Zustellung einiger Via Vita-Broschüren « Schluss mit der Misswirtschaft» zwecks Gebrauch im Staatskunde-Unterricht in seiner Gewerbeschule. Ein Architekt schreibt: « Gratuliere Ihnen zu Ihren Massnahmen zur Bekämpfung der Bauerndiktatur ». Zahlreich sind die unserer Redaktion zukommenden Schreiben, aus denen die Sorge um die Erhaltung der Existenz schreit, jener Existenz, deren Vernichtung selbst in einer Vielzahl den eidgenössischen Alkoholdirektor so gar nicht berührt. .Ein Solothurner kann sich des Eindruckes, der Mittelstand soll mit aller Gewalt vernichtet werden, nicht erwehren. Aus dem ostschweizerischen Krisengebiet schreibt ein St. Galler, die grosse Masse der Automobilisten sei durch die letzte Benzinzollerhöhung von 240 auf 320 Prozent des Nettowarenweries gerade genügend geplagt. Jede weitere Belastung werde mit Sicherheit nicht mehr akzeptiert. Ein Zürcher meint richtig: Schlössen sich die grossen Verbände zusammen und würde der ganze Autoverkehr einmal für 10 bis 14 Tage stillgelegt, dann bekäme nicht nur die grosse Masse, sondern endlich auch die Regierung einen Begriff vom Wert und der Notwendigkeit des Motorfahrzeuges. Ein Handwerker aus der Zentralschweiz empfindet die erneute verbilligte Benzinabgabe an Ausländer als einen Faustschlag ins Gesicht der einheimischen Automobilisten. Hier lege nämlich der Bundesrat ein Geständnis ab über seinen Raubzug am Schweiz. Automobilgewerbe. Aus der Nordwestecke unseres Landes erklärt ein witziger Basler: « Es ist erfreulich, wie selbst Aussenstehende die Situation erfasst haben und mit den Automobilisten einig gehen. Wenn Lächerlichkeit töten könnte, dann stürbe der Bundesrat bald!» Vielsagende Echos des bundesrätlichen Beimischungszwanges! Was wohl der eidgenössische Finanzminister und der eidgenössische Alkoholdirektor zu hören bekämen, wenn sie so ganz inkognito nur für einige Stunden Serviermen einer Tankstelle spielten? Soll der Graben zwischen den einzelnen Erwerbsklassen nicht noch weiter aufgerissen und das Vertrauen in eine auch noch einigermassen gerechte Fiskalpolitik nicht vollständig zu Schanden gemacht werden, dann gibt.es nur eines : Der Bundesrat «saniert* die Alkoholverwaltung nicht vermittels einer durch nichts zu rechtfertigenden Mehrbelastung der Benzinkonsumenten, sondern er reorganisiert diesen Regiebetrieb von Grund auf nach kaufmännischen Grundsätzen. Wy Der Begriff des Halters im MFG. Aus dem Bundesgericht. längere Zeit und die Aufnahme eines besonderen Nachtrages in die Versicherung des ursprünglichen Halters, wie sie hier vorgenommen wurden. Für diesen Fall des Halterwechsels bestimmt Art. 40 M.F. G.: «Wird ein Motorfahrzeug auf einen neuen Halter übertragen, so haftet bis zur amtlichen Uebertragung des Fahrzeugausweises neben dem neuen auch der alte Halter, jedoch nur bis zu den in seinem Versicherungsvertrag vorgesehenen Summen. Der neue Halter, der für den Schaden aufgekommen ist, hat bis zum Betrage der Versicherungssumme ein Rückgriffsrecht gegen den alten Halter oder dessen Versicherer.» Für den vorliegenden Fall ergab sich daraus folgende Lösung: L. als neuer Halter konnte sich, da ihn ein Verschulden am Unfall traf, gegenüber der Haftung aus Art. 37 M. F. G. nicht auf Art. 37, Absatz 4 M. F. G. berufen, wonach der Richter die Entschädigung ermässigen oder ausschliessen kann, wenn den Halter kein Verschulden trifft und der Geschädigte unentgeltlich mitgeführt wurde. Der alte Halter (Frau S.) war nicht im Verschulden, doch konnte ihm das Verschulden des neuen Halters zugerechnet werden, weshalb auch für sie nicht eine Ermässigung der Haftpflicht gemäss Art. 37, Abs. 4 M. F. G. eintreten konnte. Als Halter des Fahrzeuges haftet L. gemäss Art. 37 M. F. G. und deshalb kann Art. 43 des Obligationenrechts (Bestimmung des Schadenersatzes durch den Richter unter Würdigung der Umstände und des Grades des Verschuldens) hier nicht angewandt werden. — Die Versicherung hatte an Vater M. bereits 1600 Fr., an Mutter M. 3800 Fr. ausbezahlt. Das Gericht verurteilte L., Frau S. und die Versicherung' ohne solidarische Haftung zur Zahlung von rund 2500 Fr. Schadenersatz und Genugtuung an jeden der beiden Kläger, wobei L. gemäss Art. 40 M. F. G. das Rückgriffsrecht gegen Frau S. oder ihren Versicherer hat. Wp.

N» 49 •-* DIENSTAG. 16. JUNI 1336 AUTOMOBTL.REVUE Sportnachrichten Grosskämpfe in der Eiiel Rosemeyer fährt sein grossartigstes Rennen seit je. — Die Scuderia Ferrari geschlossen auf den folgenden drei Plätzen. — Caracciola infolge Defekt ausgeschieden. — Uebrige deutsche Fahrer in den hintern Rängen. Er hat entschieden ! Bernd Rosemeyer auf Auto-Union hat dieses Rennen in einer Form gewonnen, die wirklich grösste Anerkennung, ja Bewunderung für den jungen Fahrer verlangt. Es ist einfach nicht zu schildern, wie Rosemeyer dieses Rennen gewann. Man muss es selbst erlebt haben. Es hat wohl nirgends vorher ein solcher Kampf gegen alles Erdenkliche, was es im Rennsport geben kann, stattgefunden, wie dieser. Caracciola auf Mercedes-Benz übernahm die Führung, Nuvolari hetzte hinter ihm her, Rosemeyer lag an dritter Stelle. Zwei Runden lang. Nuvolari hatte die feste Absicht, sich dieses Eifelrennen nicht entgehen zu lassen. Schon nach der dritten Runde sahen wir ihn führend und den Vorsprung vor Caracciola immer vergrössernd. Rosemeyer, nicht faul, setzte diesen beiden Männern nach. Schon in der vierten Runde holte er sich Caracciola. Der Mercedes-Benz-Spitzenführer aber litt wohl da schon unter den gleichen Schwierigkeiten, die ihn später zum Ausscheiden zwangen: Stossdämpferschaden. Sonst hätte er nicht so zurückfallen können. In der fünften Runde ging von Brauchitsch an Caracciola vorbei, der hielt an und stellte den Wagen ab. Es regnete, als die Rennwagen losfuhren, sicher keine schöne Begleiterscheinung eines so scharfen Kampfes. Nicht genug damit, zu Beginn der 6. Runde zog sich der ganze Nürburgring zu, dichtester Nebel, so, dass man kaum zehn Meter weit sehen konnte, hüllte die Rennstrecke ein. von Brauchitsch ging in einen Graben, schlug sich die Hinterachse an, gab auf. Rosemeyer holte schon vor Eintritt des Nebels gegen Nuvolari auf, dann setzte er mit seinem sehr schnellen Wagen alles auf eine Karte ! Nur siegen wollte er, koste es, was es wolle, in zwei Runden der 22,8 km langen Strecke holte er sich einen Vorsprung von 51 Sekunden vor Nuvolari. Das ist eine ganz enorme Leistung und es geschah eben gerade während des scheusslichsten Nebelwetters. Unerhört diese Spannung, als er am Ziel sekundenlang neben dem Italiener lag, Wagen hart an Wagen, dann stiess er gerade an den Rennfahrerboxen vorbei, umjubelt von Zehntausenden von Menschen, die diesen -Kampf erlebten, von dreimalhunderttausend Menschen, die durch den Lautsprecher auf der ganzen Strecke von dieser Leistung hörten. So kam dann der Sieg zustande. Rosemeyer ging nach zehn Runden vor dem gros- ,sen Nuvolari durchs Ziel. Als Sieger mit grossem Vorsprung. Brivio und Farina auf Alfa Romeo kamen als Dritter und Vierter an, Lang und Chiron, beide auf Mercedes- Benz, placierten sich als nächste, Varzi, Stuck und von Delius auf Auto-Union folgten, und schliesslich kam auch noch Zanelli auf Maserati zum Ziel. Rosemeyers Sieg wurde vom Führer des deutschen Kraftfahrsports ebenso wie das tapfere Verhalten'aller anderen Fahrer in einer sehr sportlichen Rede gewürdigt. Das Rennen der Rennwagen bis 1,5 Liter war ein ganz, grosser Erfolg der italienischen Marke Maserati. Trossi und Tenni, die beiden hervorragenden Vertreter dieses Fahrzeugs, schlugen sich herrlich. Der ihnen entgegengestellte englische Erä-Wagen ist ja wirklich nicht zu • verachten. Trossi führte den Kampf von der ersten bis zur letzten Runde an und gewann ihn. Tenni war Zweiter yon der zweiten Runde an, und der als Rennfahrer ausserordentlich befähigte siamesische Prinz Bira befand sich immer und ungefährdet an dritter Stelle. So ging auch das Rennen zu Ende. Ein neuer Austin-Rennwagen der Klasse bis 750 ccm war auch am Start, gesteuert von dem westfälischen Rennfahrer Walter Bäumer. Bäumer schob sich schon bald in die Spitzengruppe der 1,5- L.-Maschinen, so schnell war sein Wagen; er ßiegte in der 800er Klasse und wurde Vierter. Eine hervorragende Leistung. Kohlrausch auf M.G., sein Gegner, litt unter Motorenschwierigkeiten und schied aus.- Reglementsgemäss begann das Training zum internationalen Eifelrennen am Donnerstag. Die Untertürkheimer Firma fand sich jedoch schon am Mittwoch auf der Rennstrecke ein, Hess diese während zwei Stunden für den gesamten Verkehr absperren und sandte zwei Vorjahrsmodelle mit den Fahrern von Brauchitsch und Lang am Steuer auf die Piste. Der Erstgenannte hat letztes Jahr mit 10:32 bekanntlich den Rundenrekord auf dem Nürburgring aufgestellt. Manfred von Brauchitsch schien auch diesmal wieder auf Rekordjagd begriffen zu sein, drehte er doch schon die ersten Runden nach dem Trainingsstart unter elf Minuten. Doch wurde diese Hatz durch einen eigenartigen Zwischenfall plötzlich abgebrochen: Als von Brauchitsch vom Schwedenkreuz her mit etlichen 150 Sachen in die Poststrasse gebraust kam, löste sich das rechte Vorderrad und flog von dannen. Der Pilot konnte den Wagen rasch abstoppen, ohne den geringsten Schaden zu nehmen. Lang war in diesem Vortraininr ebenfalls sehr rasch, kam jedoch mit 10:50 lange nicht an. die Zeit von Brauchitschs heran. Bereits am Donnerstag Der Wettergott meint es mit Veranstaltern und Zuschauern nicht eben gut Kaum hat Trossi als Sieger des Kleinwagen-Rennens die Ziellinie gequert, setzt ein sintflutartiger Regen ein. Die Wagen stellen sich in nachstehender Ordnung zum Start auf: 1. Reihe: Brauchitsch (Mercedes), Rosemeyer (Auto- Union), Nuvolari (Alfa Romeo). 2. Reihe: Zanelli (Maserati), Brivio (Alfa Romeo). 3. Reihe: Caracciola (Mercedes), Farina (Alfa Romeo), Martin (Alfa Romeo). 4. Reihe: Severi (Alfa Romeo), Varzi (Auto-Union). 5. Reihe: Stuck (Auto-Union), Lang (Mercedes), Chiron (Mercedes). 6. Reihe: Von Delius (Auto-Union). Gegen 15 Uhr hört der Regen wieder auf, aber Nebel hüllt die Bergkuppen ein und man fröstelt ordentlich, als die Mechaniker die Wagen zur Startlinie schieben. Der Lautsprecher schmettert Militärmärsche und Volkslieder, dieweil die Menge mit Die Vortage: Der neue Alfa-Romeo-Zwölfzylinder-Motor Ton oben gesehen. Er besitzt Bei einer Bohrung von 70 mm und einem Hub von 88 mm einen Hubraum von 4064 Liter und leistet bei 6000 Touren/Minuten (-"a. 380—400 PS. In einigen Wochen findet der Sportwagen-Grand- Prix von Frankreich statt. Für Deutschland" wird der Motorrad-Weltrekordfahrer Emst Henne dort starten. Er bringt einen neuen Zweiliter-BMW dorthin mit. Diesen BMW-Grand-Prix-Wagen weihte er heute auf dem Nürburgring ein und siegte mit ihm. Ganz überlegen. Mit grossem Vorsprung und 101,5 km/St. War das Rennen dieser Sportwagen auch nicht international besetzt, der Sieg ist so gross, dass er internationale Bedeutung hat. gab's Hochbetrieb auf der idealen Rennpiste. Alle Kanonen waren zugegen — von Mercedes-Benz via Auto-Union zur Scuderia Ferrari fehlte nicht ein Mann. Dass ausserordentlich harte Kämpfe bevorstanden, ging aus den gefahrenen Zeiten eklatant hervor. Als Schnellster wurde wiederum von Brauchitsch registriert, der im Verlauf des Trainings seine eigene Bestzeit zun unterbieten und auf 10:31 zu drücken vermochte. Nachstehend geben wir die am Donnerstag erreichten Zeiten wieder: von Brauchitsch (Mercedes-Benz) 10:31 = 130,14 km/St.; Nuvolari (Alfa Romeo 12 Zyl.) 10.35; Lang (Mercedes-Benz) 10:43; Rosemeyer (Auto-Union) 10:46; Caracciola (Mercedes-Benz) 10:47; Stuck (Auto-Union) 10:59; Brivio (Alfa Romeo 8 Zyl.) 11:07; Chiron (Mercedes-Benz) 11:20; von Delius (Auto-Union) 11:37; Varzi (Auto-Union) 12:09. Eine gewaltige Aktivität entwickelten auch die Kleinwagen bis zu 1500 ccm Inhalt, wo beispielsweise «Richard Seaman mit seinem altvaterischen Delage eine Geschwindigkeit von 115 km/St, fuhr. Aber auch Tenni mit dem neuen Maserati-Modell, sowie die englischen E.R.A.-Wagen zeigten sich eminent rasch. Freitag verbesserte von Brauchitsch seinen Rundenrekord neuerdings, indem er ein Stundenmittel von 130,05 km herausholte. Nuvolari drehte mit dem 12-Zylinder-Modell in 10:37 und absolvierte auch einige Runden mit dem 8-ZyIinder-AIfa. Bei den kleinen Rennwagen dominierte wiederum Seaman auf Delage mit 118 km/St, in der schnellsten Runde, während bei den Sportwagen der Inhaber des absoluten Motorrad-Weltrekordes, Ernst Henne, mit seinem B.M.W.-Wagen weit überlegen war. Das Rennen der grossen Klasse Am . höchster Spannung die Dinge erwartet, die da kommen sollen. Um 15.10 Uhr löst sich die brüllende, heulende Meute vom Start, und sofort übernimmt Caracciola das Kommando. Aber er hat Nuvolari, Brauchitsch und Rosemeyer dicht auf den Fersen. Die erste Runde wird von Caracciola in 11 Minuten 50 Sek. (Stundenmittel 119 km.) absolviert; Nuvolari folgt ihm mit 5 Sek. Rückstand, während sich Rosemeyer, Brauchitsch, Lang, Stuck, Brivio, Farina Varzi, Delius, Chiron auf den nächsten Plätzen behaupten. Die zweite Runde bringt keine Aenderung, denn nach wie vor hält sich Nuvolari im «Kielwasser> Caracciolas, zäh an seinem Gegner festklebend. In der dritten der zehn Runden ändert sich indessen das Bild, denn Nuvolari erscheint bei den Tribünen mit 5 Sekunden Vorsprung • vor dem deutschen Meisterfahrer, währenddem im übrigen die Situation stabil bleibt. In der vierten Runde verbreitet d.er Lautsprecher die Meldung, dass Caracciola vor Rosemeyer das Feld hat räumen müssen, der nun als Zweiter hinter Nuvolari einherjagt. Beim Passieren vor den Tribünen liegt Nuvolari 16 Sekunden vor Rosemeyer, den seinerseits 4 Sekunden von Caracciola trennen. Brauchitsch hält sich mit 32 Sek. Rückstand auf Nuvolari auf dem vierten Platz. Wo aber bleibt Stuck? Er kommt einige Augenblicke später an seine Boxe getrudelt, um Kerzen zu wechseln, eine Operation, die ihn eine gute Minute kostet. Rosemeyer ist inzwischen warm geworden und trägt eine fulminante Attacke gegen Nuvolari vor. Jubelgeschrei erhebt eich beim Karussel, denn wenn sich Nuvolari bei den Deutschen auch unbestreitbarer Sympathien erfreut, so hat man doch auch seine helle Freude an der verwegenen Dr.augängerei des jungen Rosemeyer. In tollkühner Fahrt macht er Meter um Meter gut, und in der fünften Runde hat er es geschafft und Nuvolari nach verbissenem Kampf die Führung entwunden. Freilich, so leicht lässt sich der Italiener nicht abschütteln. Nur 5 Sekunden nämlich liegen zwischen ihm und dem Auto-Union-Fahrer. Und es müsste schon mit merkwürdigen Dingen zugehen, wenn der Kampf nicht weitertoben und wenn der alte Fuchs von Tazio nicht alles daransetzen würde, die Spitzenposition wieder zurückzuerobern. Hinter ihnen hat sich inzwischen etwas getan. An Stelle Caracciolas taucht jetzt Brauchitsch als Dritter auf. Was ist los? Ein Defekt am Stossdämpfer hat Caracciola ausser Gefecht gesetzt Langsam gondelt er an «einen Stand und gibt hernach auf. In der Mitte des Rennens, nach fünf Runden, ergibt sich folgendes Klassement: 1. Nuvolari 53' 30,8"; 2. Rosemeyer 58' 39,2"; 3. Brauchitsch 59' 8,6"; 4. Lang 59' 32,2"; 5. Brivio 59' 35,2"; 6. Farina 59' 46,8"; 7. Varzi 1 h. 01' 15,0"; 8. Chiron 1 h. 37,4"; 9. Delius 1 h 2' 38,8"; 10. Stuck. 1 h. 2'57,S"; 11. Zanelli 1 h. 8' 19,4". Der Engländer Martin hat aufgegeben. Was vorauszusehen war, tritt ein: Rosemeyer lässt nicht nach und liefert Nuvolari ein mörderisches Duell. Rad an Rad flitzen die beiden in der sechsten Runde an den Tribünen vorüber, und unter dem frenetischen Applaus der ungeheuren Zuschauermassen gelingt es Rosemeyer, den Italiener niederzuringen. Mit diesem Moment sind die Würfel gefallen, denn das « Rennbaby» der Auto- Uuto geht Nuvolari entschlossen durch die Latten und vergrössert seinen Abstand von Runde zu Runde. Inzwischen hat Lang — wir schreiben die siebente Runde — seine Boxe aufgesucht, startet aber nach kurzem Halt wieder. Immer dichter legt sich der Nebel über die Gegend, und von der Pressetribüne aus lassen sich die vorüberflitzenden Wagen nur mit Mühe wahrnehmen. Rosemeyer indessen schert sich darum keinen Teufel, er denkt nicht daran, sein Tempo zu massigen. So kommt es denn, dass der Rückstand Nuvoläris bis zur achten Runde auf eine volle Minute angewachsen ist. Eine phantastische Leistung, welche Rosemeyer unter diesen ungewöhnlich schwierigen Verhältnissen vollbringt. Ueber Mercedes waltet bei diesem Rennen kein guter Stern. Erst musste Caracciola die Waffen strecken, und jetzt, in der achten Runde, ereilt Brauchitsch das gleiche Geschick. Nach' wie vor führt Rosemeyer den tollen Tanz an, unwiderstehlich davonziehend. Die neunte Runde sieht ihn bereits mit einem Vorsprung von 1 Min. 40 Sek. vor Nuvolari, dessen Siegesaussichten von Minute zu Minute mehr schwinden und der geradezu Unmögliches vollbringen müsste, wollte er sein Husarenstücklein wiederholen, das ihm voriges Jahr den Grossen Preis von Deutschland eintrug. WANDERER EIN PRODUKT DER AUTO-UNION Zahlreiche Karosserietypen, Sporrmodelle mit Kompressor Vollschwinga chser, Tiefrahmenchassis mit langem Radsland. Unvergleichliche Fahrqualitäten. Sehr sparsamer Sechszylindermolor (11,4 Steuer-HP). Auswechselbare Zylinderbuchsen, 7-fach gelagerte Kurbelwelle, synchronisiertes Vierganggetriebe, hydraulische Bremsen, Zenlral- Chassisschmierung usw. WER AUF GEDIEGENE QUALITÄT HALT, INTERESSIERT SICH FÜR WANDERER Die gesamten Auto-Union-Importe beruhen auf Kompensation durch Kauf von Schweizer Erzeugnissen C. SCHLOTTERBECK, AUTOMOBILE A.G 7 BASEL-ZÜRICH Bern» Garage Effingerstrasse A.G. — St. Gallen i Fritz Heusser, Demutstrasse 18 — Geneves Garages Charles Hoff er