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E_1936_Zeitung_Nr.048

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SJ AUTOMOBIL-REVUt

SJ AUTOMOBIL-REVUt fRETTAG, 12. "JUTTI 1938 — N° 48 Die Fortschritte der deutschen Motorisierung Das Jahr 1936 als das vierte Jahr der planmässig vorangetriebenen und organisierten Motorisierung Deutschlands ist jetzt soweit vorgeschritten, dass man die allgemeine Entwicklungstendenz und die Erfolgsaussichten überblicken und beurteilen kann, ohne sich allein auf Prophezeiungen und Vermutungen zu verlassen. Das feststellbare Ergebnis ist erfreulich, denn es geht auf der ganzen Linie weiter vorwärts, und die Aufstiegskurve weist nicht nur keine Neigung nach unten, sondern ein stetes Streben nach oben auf. Einen untrüglichen Gradmesser bilden bei dieser Beurteilung die amtlichen Zulassungsziffern. Dass die RekordzulassungSziffern des Jahres 1935 in diesem Jahr noch übertroffen werden könnten, haben bestimmt nur wenige Optimisten vorausgesehen. Während der ersten drei Monate 1936 wurden neu in Verkehr gesetzt: 1. Personenfahrzeuge: Personenwagen 42 643 Stück Dreirad-Personenwagen 71 > Motorräder 18 995 » GeselLschaftswagen 281 > 2. Nutzfahrzeuge: Last- und Lieferwagen 8456 » Dreirad-Lieferwagen 2 083 » Schlepper und Zugmaschinen 1603 > Insgesamt 74132 Stück Besonders interessant ist die Entwicklung des Personenwagengeschäftes, weil hieraus am besten auf die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung geschlossen werden kann. Während im ersten Quartal des Jahres 1935 insgesamt 36851 neue Personenwagen in Deutschland zugelassen wurden, beträgt im ersten Quartal des laufenden Jahres die Ziffer 42 643, .so dass eine Steigerung um 5792 Einheiten gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres festzustellen ist. Nahezu drei Viertel der neuen Personenwagen gehören in die Klasse 1—2 Liter. Fast ein Viertel der neuen Käufer hat sich zu einem kleinen Fahrzeug unter 1 Liter Zylinderinhalt entschlossen, während in den Stärkeklassen über 2 Liter insgesamt kaum 2500 neue Fahrzeuge abgesetzt werden konnten. Bei den ganz grossen Wagen ist sogar ein leichter Rückgang festzustellen. Unverkennbar ist mithin immer noch die Gesamtlage so zu beurteilen, dass sich das Gros der Käufer in den bescheidenen Preis- und Stärkeklassen befindet, wobei allerdings die erhebliche Steigerung im Geschäft der •Zweiliterwagen beachtlich bleibt Neu zugelassen wurden im ersten Viertel- jähr 1936: -, Bis 1 Liter 10 783 (8 896) Stück 1 —1,5 » 21040 (19 254) » 1,5—2 > 8 090 (6 413) » 2 —3 » 1445 (982) » 3 —4 1087 (1114) > über 4 Liter 198 (192) » Gering ist nach wie vor der Anteil der ausländischen Automobilindustrie am deutschen Markt Am Absatz des ersten Vierteljahres 1936 ist das Ausland mit ca. 1500 Einheiten beteiligt. Wirtschaftlich hochinteressant ist auch die Entwicklung des Geschäftes auf dem Markt der Nutzfahrzeuge, der am Schluss des ersten Vierteljahres folgendes Bild zeigt: Last- und Lieferwagen Omnibusse Dreiradlieferwagen Schlepper und Zugmaschinen 8517 (5960) Stück 281 ( 211) > 2083 (2266) > 1603 (1087) » Die Absatzsteigerung bei den Last- und Lieferwagen um 2557 Einheiten innerhalb eines Vierteljahres vermittelt einen zuverlässigen Einblick in die strukturelle Entwicklung der gesamten deutschen Wirtschaft. Wir erhalten hier eine Gesamtübersicht über die Wirtschaft, denn die Neukäufe dieser Nutzfahrzeuge sind notwendig geworden, weil das aufblühende Wirtschaftsleben in den ver- ganz zu schweigen, welche die Pflanzung von den 50 km ausgezeichneter Strassen schiedensten Industrie-, Handels- und Ge-diwerbegruppen erhöhte Anforderungen an den Kreuz und die Quer durchziehen, eh. Lastentransport stellt Dass dabei die Personenomnibusse in erhöhter Zahl abgesetzt WÄ aftl dies werden konnten, deutet auch darauf hin, dass die Personenbeförderung mit Hilfe des Mo- Das amerikanische Altwagengeschaft. Während tors .weitere Fortschritte macht Setzt man die konkreten Feststellungen über das Verkaufsergebnis des ersten Vierteljahres 1936 in Beziehung zu der soeben veröffentlichten Diagnose des Instituts für Konjunkturforschung, die nach der derzeitigen Vermögensschichtung die Zahl der möglichen deutschen Personenwagenbesitzer mit 1,6 Millionen angibt, dann kommt man zu dem Ergebnis, dass die deutsche Automobilund Motorradindustrie mit der Entwicklung zufrieden sein kann. Wenn die Berechnungen des Instituts zutreffen, dann besteht die Möglichkeit, die jetzige Zahl der Personenwagenbesitzer von rund 800 000 zu erhöhen. Gr. Treibstoff aus Asphalt und Erdpech in Italien ? An verschiedenen Orten in Italien findet sich asphalthaltiges Gestein. Diese Lager begegnen nun — aus begreiflichen Gründen — starkem Interesse. Unter Leitung von Prof. Fabianä von der Universität Palermo untersuchte kürzlich eine wissenschaftliche Kommission die Lager bei Ragusa. Es wurde festgestellt, dass die für Destillation geeignete Menge von Asphaltgestein auf schätzungsweise 230 Millionen (?) zu veranschlagen sei. Der durchschnittliche Gehalt an Asphalt, der auf einen grossen Prozentsatz Treibstoff verarbeitet werden kann, soll etwa 20 % betragen, ng. m 3 Oun*«~ Chronik Fords üummiplantagen. Zu einem Unternehmen von der Grosse einer Fordgesellschaft gehören selbstverständlich auch eigene Gummiplantagen. Ein Teil davon ist in Brasilien gelegen. Auf diesen Pflanzungen stehen 1,2 Millionen Gummibäume (allerdings nicht von der Art wie man sie als Zimmerpflanzen zu ziehen pflegt) in «voller Produktion». Obendrein Baumschulen weitere 1,5 Millionen Exemplare grössgezogen. Rund tausend Arbeiter finden auf diesen Plantagen ihr Auskommen, und ein jeder von ihnen hat sein eigenes Häuschen, für sich und die Familie. Natürlich fehlt auch ein Spital nicht, so wenig wie eine elektrische Zentrale und eine Eisfabrik, die Saisonkurve im amerikanischen Automobilgeschäft ihren Höhepunkt nunmehr überschritten hat, soweit fabrikneue Wagen in Frage stehen, zieht \ das Occasionswagengeschäft unentwegt an und wenn nicht alles täuscht, so wird es im Juli seine Kulmination erklimmen. Man erwartet nämlich von der auf jenen Zeitpunkt fälligen Auszahlung des «veterans bonus» eine Zunahme der Nachfrage nach gebrauchten Wagen, obwohl sich* bereits jetzt die Stocks, welche sich bei der Händlersohaft von den Frühjahrsverkäufen her angestaut haben, zu lichten beginnen. Bei diesem guten «Start» und bei der Aussicht auf eine weitere Steigerung des Absatzes rechnet man kaum mit Schwierigkeiten bei der Abstossung der vorhandenen Lagerbestände. Ebenso wenig aber braucht den Automobilgesellschaften um den Absatz ihrer neuen Modelle zu bangen, denn die Nachfrage bewegte sich ständig höher als vorausgesehen. In der Lastwagenindustrie scheint das Jahr 1936 alle bisherigen Rekorde über den Haufen werfen zu wollen. Liegen auch für die ersten vier Monate noch keine endgültigen Daten vor, so steht es doch ausser allem Zweifel, dass die Umsätze während dieses Zeitabschnittes diejenigen der Parallelperiode 1935 nicht nur ganz wesentlich überschreiten, sondern auch die bisher nicht wieder erreichten Zahlen des Hochkonjunkturjahres 1929 in den Schatten stellen. Schätzungsweise beliefen sich die Nutzwagenverkäufe von Januar bis Ende April 1936 auf 198 500,'verglichen mit 165 204 im selben Zeitraum 1929. Daraus ergibt sich eine Umsatzerhöhung von rund 20%. Hält die aufwärtsweisende Tendenz im Lastwagengeschäft bis Jahresende vor, so trifft die Annahme kaum daneben, dass der Gesamtumsatz in der Nähe von 620000 Stück liegen wird, womit das Jahr 1929 um nahezu 100000 Einheiten überflügelt wäre. Daimler Benz A.-G., Berlin-Stuttgart Der jüngste Geschäftsbericht dieses Unternehmens, umfassend das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis Ende Dezember 1935, betont insbesondere die ununterbrochene Aufwärtsentwicklung der deutschen Kraftverkehrswirtschaft resp. der Automobil- und Motorenindustrie. Die Besserung der allgemeinen Geschäftslage habe angehalten und durch neue Auftriebsmomente weitere erhebliche Fortschritte gemacht An der Absatzsteigerung des Jahres 1935 war Daimler-Benz in vollem Ausmass beteiligt. Der Gesamtabsatz dieser Firma erhöhte sich von 147 auf werden in den226 Millionen RM. gegenüber 100 Millionen im Jahre 1933 und 65 Millionen 1932. Sowohl mit dem Personenwagen- wie auch mit dem Lastwagenprogramm sind in allen Typen gute Verkaufserfolge erzielt worden, wobei die Mittelklassen beider Fahrzeugarten am stärksten beteiligt waren. Nicht vergebens waren- auch die Anstrengungen, den Auslandsabsatz zu erhöhen. Sowohl wert- wie stückzahlmässig konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr dieser gegenüber dem Vorjahre verdreifacht werden, womit der Anteil der Daimler-Benz fast % des Wertes des gesamten deutschen Automobilexportes ausmacht Grosse Erfolge waren dem Unternehmen auch in seiner Beteiligung an Ausstellungen, Rennen und andern sportlichen Veranstaltungen, sowohl im Inwie im Ausland, beschieden. Besonders hervorgehoben zu werdun verdient die beispiellose Siegesreihe auf dem Gebiete der grossen internationalen Automobilrennen. Bei 11 Starts konnte 9 Mal der Sieg errungen werden. Darunter waren 4 Doppelsiege und beim letzten Rennen in Spanien ein dreifacher Sieg. Was den finanziellen Erfolg des letzten Geschäftsjahres anbetrifft, so schliesst die Bilanz, einschliesslich des Gewinnvortrages, nach Abschrei bungen von 20,4 Millionen RM. mit einem Ueberschuss von 4,1 Millionen RM. ab. Ausser der Zuweisung von 1,5 Mill. RM. für einen neu zu errichtenden Unterstützungsfonds entfällt auf die Vorzugsaktien eine Dividende von 4'/o, auf die Stammaktien eine solche von 5 */o, während die Genussrechte mit 3H •/• verzinst und 5 °/e des als Dividende auszuschüttenden Betrages zur Tilgung von Genussrechten und 835.000 RM. zu Abschreibungen des Postens < Aufgeld auf 6"/» Teilverschuldungen von 1927 > verwendet werden, so dass auf neue Rechnung ein Vortrag von 378.758 RM. übrigbleibt. Entwicklung 1886-1936 BOSCH-ERZEUGNISSE Weg. Nichtgebr. zu verkaufen WHIPPET, 29,12 PS, generalrevidiert, 4türig, 5fach neu bereift, neue Batterie und Lampen, mit Versich, bis Ende Febr. gelöst, äusserst billig. — Nehme Stoffe, Leinen od. Volksbank-Obligationen in Zahlung. 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N° 48 — FREITAG, 12. JUNI 1936 AUTOMOBIL-REVUE T. CS. SEKTION GLARUS. Touring-Hilfe. Der Touring-CIub der Schweiz organisiert zur Zeit mit Hilfe der verschiedenen Sektionen die «Touring- Hilfe», die von sämtlichen Führern von Personen- Äutos, auch wenn sie Mitglied eines andern Clubs oder Nichtmitglieder sind, in Anspruch genommen werden kann. Die Sektion Glarus des T.C.S. wird mit Wirkung ab 15. Juni diesen 'neuen Hilfsdienst in ihrem Gebiet ebenfalls aufnehmen, um bei Pannen, Störungen und Unfällen zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Verfügung zu stehen. Wer die Touring-Hilfe beanspruchen will, ruft Von der. nächsten Teiephonstation aus das TelephonTnt an und verlangt No. 11, Touring-Hilfe. Dieser Anruf gilt für die ganze Schweiz. Nach Angabe von Name und Polizeinummer des Hilfesuchenden verbindet ihn das Amt mit der nächsten Garage, die der Tcniring-Hilfe angeschlossen ist. Dieser" wird möglichst genau den Standort seines havarierten -Automobils angeben, -worauf die Garage sofort Hilf© bringt. Für die Bemühungen dir Telephonverwaltung ist eine einheitliche Taxe von 50 Rp. zuzüglich allfälliger Zuschläge für Nachtgespräche zu bezahlen. ••Unter die Touring-Hilfe fallen alle Störungen an Personenwagen, die zur Folge haben, dass das Fahrzeug nicht mehr aus eigener ^Kraft weiter fahre» kann, ebenso das Abschleppen- eines verunfallten oder nicht mehr fahrbaren- Personenwagens bis zur hilfebringenden.^ Reparaturwerkstätte. Der Automobilist- ist-aber nicht verpflichtet, allfällige Reparaturen dort, ausführen • zu lassen. Mit Ausnahme, eventueller _M.aterialaufwendungeri sind die Hilfeleistungen der Touring-Hilfe kostenlos. •• J- *..* dien Ve>bä Versammlung des Camion-Verbandes in Bern. Der « Camion-Verband », eine Vereinigung von Lastwagenbesitzern, hielt am 7. Juni in Bern seine erste Generalversammlung ab. Zur Sprache gelangten das Problem « Bahn — Automobil», die Frage der Spritbeimischung zum Benzin und die statistische Erhebung des Bundes über den Güterverkehr mit Motorfahrzeugen. Der Präsident, Herr Langer, welcher seinerzeit das Referendum gegen das Verkehrsteilungsgesetz veranlasst hat, befasste sich in seiner Ansprache mit den angekündigten Massnahmen- des Bundes zur Lösung des Verkehrsteilungsproblems. Er wandte sich speziell gegen die Absicht, statt auf dem ordentlichen Wege der Gesetzgebung durch dringlichen Bundesbeschluss eine Verkehrsteilung herbeizuführen. Man ist stark beunruhigt über das Umsichgreifen der ausserordentlichen Vollmachten des Bundesrates. An Opferwillen fehlt es im Volk nicht, aber es wird sich zur Wehr setzen gegen alle Bestrebungen, seine demokratischen Rechte einzudämmen. Der Redner protestierte auch gegen die vorgesehene Verteuerung des Betriebsstoffes durch die Beimischung von Alkohol zum Benzin. Es seien an der Versammlung in Bern, an welcher die Benzin-Iriteressehten- und die Verkehrsverbände teilgenommen iatten; nur von.Herrn B6- Zum ersten Male kam das Problem der Beimischung von'Alkohol zum Benzin anlässlich der von der Schweiz. Gesellschaft für das Studium der Motorbrennstoffe am 6. Mai a. c. nach Bern einberufenen Versammlung vor einem grösseren Interessentenkreise zur Behandlung. Ungefähr einen Monat später haben sich diese beiden Kommissionen nun in Bern zu einer ersten Aussprache zusammen gefunden. Am 9. Juni a. c. tagte der Ausschuss zur Behandlung der technischen Fragen, am 10. Juni a. c. die zur Lösung der Verteilungsprobleme eingesetzte Kommission. Vorgängig der Diskussion über die Abnahme des Gemisches wurde im Namen der Benzinkonsumentenverbände vor beiden Ausschüssen folgende Erklärung abgegeben: « Im Namen der Konsumentenverbände und insbesondere der Automobilverbände möchten wir eine Erklärung abgeben, um zu verhindern, dass aus unserer Anwesenheit in der heutigen Sitzung falsche Schlüsse gezogen werden. Die Konsumentenverbände haben ihre ablehnende Stellung gegenüber dem vorgesehenen Beimi- Lagerung der eigenen Ware nicht selbst sorgen,, er- sie keine Auskunft. Können etwa die Benzinschungszwang nicht geändert. Wenn wir zuteilt der heutigen Sitzung gekommen sind, so ge-importeurschah es in der Absicht, festzustellen, welche ihre Treibstoffe auf deren Lasten, gelagert oder von der Landwirtschaft verlangen, dass * hypothetischen Folgen sich aus einer Massnahme ergeben, die heute immer wieder als hy- eigentlich-die- Schnapsanfälle in .einem bestimmten konsumiert werden? Muss die Älkoholyerwaltung pothetisch dargestellt wird. Hinsichtlich der Zeitpunkte übernehmen, oder , steht ihr nicht das Abnahme dieser Mischung sind wir natürlich Recht zu, die Vorräte lediglich nach Massgabe des • nicht in der Lage, irgendwelche Garantien zu •zur Verfügung stehenden Lagerraumes aufzukaufen? Demonstrieren nicht zahlreiche ausländische übernehmen. Viel eher wären wir in der Lage, eine Garantie für die Nichtabnahme zu übernehmen. » In der technischen Kommission sind vertreten: A.C.S., T.C.S., ASPA, Carbura, Chämbre syndicale, Schweiz. Benzin-Union und Skag (Konzessionierte Automobil^Gesellschaften). Folgende Traktanden gelangten dabei zur Sprache: a) Aufarbeitung der Alkohol-Vorräte; b) Höhe der Alkoholbeimischung; c) Besprechung von SpezialVorschlägen; d) Durchführung eventueller Versuche. Die am 10. Juni a. c. zusammengetretene Kommission für Verteilungsfragen besteht aus Vertretern von: ASPA, Autogewerbeverband, Carbura, Chambre syndicale, CIA (Primault, Delaquis), Benzin-Union und Vorort des Schweiz. Handelsund. Industrievereins. Ausser Oberst Bolliger (O.K.K.) nahmen noch einige Behördemitglieder an der Tagung teil. Die Diskussion ging um: a) Arten der Beimischung; b) Abgabe de3 Mischbenzins. . Beide Sitzungen hinterliessen einen äusserst betrübenden Eindruck. Scheinbar haben die Bundesbehörden das Beimischungsproblem einem seiner Wichtigkeit angemessenen Studium überhaupt noch nicht unterzogen; jedenfalls ist das Alpha und Omega des ganzen Fragenkomplexes, die Preisfrage nämlich, nach wie vor unabgeklärt. Diese Tatsache stimmt um so bedenklicher, als ein Teil der Tagespresse aus der Feststellung, der Bundesrat habe ja zur Frage der Kostentragung der Beimischung noch keine Stellung bezogen, die Verwerflichkeit des von den Automobilistenverbänden in Aussicht gestellten Benzinstreikes ableitet. Zweifellos soll diese Taktik der Verschleierung der in Aussicht genommenen erneuten Belastung des Motorfahrzeugverkehrs dienen. Jedenfalls hat dieser Tanz Um den heissen Brei (lies: Preisfrage), dieses allen konkrete» Fragun ausweichende Verhalten verzweifelte Aehnlichkeil mit dem Bestreben des Sünders, der, in voller Erkenntnis des begangenen oder zu begehenden Unrechtes, sich möglichst im Dunkeln aufzuhalten trachtet.. Für die eidg. Alkohol Verwaltung gibt es nach wie vor nur zwei Gesichswinkel, unter denen das Beimischungsproblem betrachtet werden muss: Unter demjenigen einer dringenden Raumbeschaffung für die im Herbst einsetzende Schnapsschwemme und demjenigen der Erzielung eines « angemessenen Spntpreises». Auf diese Weise, d. h. durch Belastung einer zum Schnapsgrpsskonsumenten gezwungenen.-Erwerbsgruppe kann man.sich nämüch der sonst unaufschiebbaren durchgreifenden .Sanierung dieses Regiebetriebes prächtig entziehen. Zwar jammert die Alkoholverwaltung täglich über mangelnde Lagermögliehkeiten, doch auf die Frage, weshalb denn die, Alkoholproduzenten für Beispiele die Gefahren derartiger Manipulationen eindeutig? Soll bei uns etwa;'wie beispielsweise in Deutschland, der Absatz von Treibstoffsprit ebenfalls zum Rückgrat des gesamten Monopolgeschäftes werden? Eines hat das Ergebnis dieser zweitägigen Beratungen jedenfalls an Positivem gezeitigt, die Erkenntnis nämlich, dass eine über den Beimischungszwang durchzuführende Sanierung der eidgenössischen Alkoholverwaltung wesentlich komplizierter und schwieriger ist als gemeinhin angenommen, denn die in diesem Zusammenhang auftauchenden Fragen haben die verschiedenartige Lagerung der schweizerischen Verhältnisse im Vergleiche zu den übrigen, die Beimischung praktizierenden Staaten eindeutig dargestan. Schweizerische, Stimmen haben mit viel Pathos gegen das Versenken und Verfeuern brasilianischen Kaffees, gegen die Vernichtung grösster Quantitäten amerikanischen Getreides Front gemacht. Sind wir soviel besser? Zeugt es nicht von grundsätzlich falscher Monopolwirtschaft, wenn wirtschaftlich denkende Kreise den vernünftigsten Ausweg aus dieser Sackgasse der Schnapsschwemme in der Gratisabgabe von je 100 Liter Alkohol an die rund 10 000 Schweizergemeinden zur Feier des 1. August erblicken? Das Kernproblem, die Preisfrage, bleibt also nach wie vor ungelöst. Man spricht nicht darüber ^ vielleicht hofft man, den sich steigernden Widerstand durch einen dringlichen Bundesbeschluss überrennen zu können. Jedenfalls ist an diesen beiden Tagungen, trotz der a,usgiebigen Diskurse, -herzlich wenig herausgekommen — alles in allem: teih Hornbergerschiessen. - guin besondere Garantien gegen eine weitere "er» teuejung- des Brennstoffes verlang^ worden, xne Versammlung nahm iin weit«» ein tieferat über die beabsichtigte Statistik dea Güterverkehr^ mit Motorfahrzeugen entgegen. Sie hesehloss: 1. An jeder Lösung des Verkehrsteilungsprobleroes loyal mitzuwirken, vorausgesetzt, ctass die Frage auf dem ordentliche.!» Gesetzrebungswege gelöst wenjen soll und dem Referendum unterstellt wird. • 2. Gegen eine Dringlich&eitsklausel energisch zu protestieren und alles au.fmbie.tea,. damit die Regelung nicht auf dem Weg eines dringlichen Bundesbeschlusses erfolgt. 3. Für jede Lösung die Freiheit des geT*erMchen Gütertransportes zu verlangen, ohne welche dia Verkehrsteilung nicht durchgeführt werden ~ kann. Die Versammlung beauftragte die Verhandsleitung erneut, im Sinne der obigen Beschlüsse bei den Bundesbehörden vorstellig tu werden. er. VEREINIGUNG STAATL. GEPR. AUTOFAHRLEHRER DER SCHWEIZ (V. A. S.) SEKTION BERN A.V.B. Der Vorstand dea kant.-bern. Autofahxlehrer-Verbandes bringt seinen Mitgliedern zur Kenntnis, dass auf Dienstag, den 1.6. Juni'aJ c, abende 9 Uhr, im Hotel Wächter in Bern ein Vortrag Ober Psychotechnik angesagt ist Herr Dr. Spreng v Leiter des psychotechnischen Institutes in Bern, 'der sich in liebenswürdiger Weise als Referent für diesen Abend zur Verfügung gestellt hat, wird sprechen über «Die Psychotechnik im Dienste des Au.tomobilwesens>. 1. Bedeutung der Eignungsprüfung; 2. Psychotechnik und Pädagogik in der Fahrschule. Anschliessend Diskussion. Die kantonalen Automobilexperten werden zum Besuchs dieses interessanten Vortrages persönlich eingeladen. Vorgängig dieses Referates gelangen einige Traktanden zur Abwicklung mit Beginn um 20 Uhr. Wir bitten um pünktliches und vollzähliges Erscheinen. Infolge dieser Bekanntgabe in der «Automobil-Revue» ergehen keine Einladungen an die einzelnen Mitglieder. Der Sekretär: Spoerry. S. O- A. C. Am 25. Juni 1936 besucht der Schweiz. Damen- Automobil-Club die Firestone Pneu-Farik in Pratteln und ladet zu diesem Anlasse alle Automobilistinneh mit Ihren Angehörigen freundlich ein. Interessontinnen bitten wir, sich bis 24. Juni 1936 bei den Sektionspräsidentinnen zu melden, nämlicb in Bern: Frl. G. Messerli, Tel. 33.620 in Basel: Frau Baumgartner, Bruderholzallee in St. Gallen: Frau Walser-Bruggen, St. Gallen. Nur ausgesuchte, sehr vorteilhafte, gebrauchte Automobile 1 für Verkauf und Annahme zu Verkauf, Werner Risch, Seestrasse 407, Zürich -—————-—-—--—-—-— Der englische Bremsbelag RADED BRAKE LNING der nicht pfeift und rassig in der Bremswirkung ist . Das stabilisierte Mineralöl ohne Teerbildung und der längsten Betriebsdauer! Gen.-Vertr. f. d. Schweiz; J.Selmytfer. 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