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E_1936_Zeitung_Nr.051

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Die Eröffnung der

Die Eröffnung der Gandriastrasse (:) Eigentlich ist es das dritte Mal, dass die Gandriastrasse auf Schweizerboden « eingeweiht > wurde; im Dezember letzten Jahres erwiesen ihr die Tessiner Journalisten schon einmal die Ehre, dann wurde sie anfangs men für die Strasse- hergegeben bat, aber von ihr nicht berührt wird. Auf den Giebeln von Gandria flatterte kein Wimpel, in den Fenstern wehte keine Flagge —; Gandria zeigte seinen Groll durch passive Resistenz, seine Verärgerung darüber, dass ihm die vom Bunde versprochene Verbindung mit der ÄUTömOBILT-REVUE DIENSTAG, 23. JTJNI ?936 = N° 51 iSS^S» und betonte f die internationale .Bedeutung;, der Strasse, an der mitzuarbeiten, der italienischen Regierung von Lugano, die Gandriastrasse auf Schweizer jBoden, der St. Moritzer Männerchor stimmte das herbschöne Lied «La Patria dil Grischun» an, während Mädchen in Tessiner Tracht den Gästen einen Ehrentrunk darreichten. Nach einer halben Stunde war die trotz ihrer Schlichtheit eindringliche Feier beendet, und man fuhr nach Lugano zurück. «Hbohöffizielles Gepräge besass der vom Staatsrat des Kantons Tessin offerierte Lunch im Hotel Splendid, wo für das Organisationskomitee Ing. Bianchi, Lugano, für den Staatsrat Präsident Antognini in bilderreichen Worten das neue Werk würdigten, während Präfekt Exz. Ducceschi seine schwungvolle Rede, die auch der Gastfreundschaft unseres Landes artige Komplimente machte, in ein grosses Versprechen des Fascismus an die Schweiz und an die Welt ausmünden Hess. Nicht zu Unrecht hatte auch Graubünden, als besonders interessierter Kanton, in Regierungsrat Gapaul einen Vertreter entsandt, und für die (Automobilisten sprach Nationalrat Censi, Präsident der Sektion Ticino' des T. C. S. in: verkehrspolitisch orienterten Ausführungen. Der Tag schloss mit einem von Tausenden bewunderten Seenachtfest und einer Gala-Soiree im Hotel Majestic Automobilistisches Gepränge erhielt er durch einen hübschen Corso, den die Autos, sekundiert von blumenbekränzten Motorrädern und einem mächtigen Blumenwagen nach der Schönheitskontnrreoz auf der Piazza Indipendenza durchführten. Klassement der Schönheits-Konkurrenz für Automobile. Gruppe A: Offene Wagen. I Nr. 1 von Riedemann Helge (Vauxhall) 15 E. Gruppe B: Cabriolets. Klasse 1: 2-Plätzer, Privatwagen I Nr. 2 Mengers Walter (Mercedes-Benz) 18 P. Klasse 1: 2-Plätzer, Fabrikwagen I Nr. 13 Schlicht (D.K.W.) , 16.» P. Klasse 2: 4-PIätzer, Privatwagen I Nr.. 16 Baronin v. Thyssen H. (Horch) 19.50 P. II Nr. 12 Signa. Zappelloni C. (Lancia) 18.50 P. III Nr. 15 Baronin v. Thyssen (Mercedes- Benz) 18.25 P. Klasse 2: 4-PIätzer. Fabrikwagen I Nr. 9 Morel & Co. (Fiat 508) 16.50 P. II Nr. 14 Morel Henry (Opel) 15.50 P. Gruppe C : Geschlossene Wagen. Klasse 1: 2-Plätzer, Fabrikwagen I Nr. 10 Morel & Co. (Fiat 1500) 19 P. Klasse 2: 4-PIätzer, Privatwagen- I Nr. 7 Secchi P. (Plymouth) 17 P. II Nr. 3 Frizzoni (Lancia) 16 P. Klasse 2: 4-PIätzer, Fabrikwagen I Mr. 11 Morel & Co. (Fiat 1500) 17.50 P. II Nr. Morel Henry (Opel) 16.50 P. III Nr. Descagni Ferrari (Merc.-Benz) 16.50 P. Klasse 3: 6-7-Plätzer, Privatwagen I'Nr. 8 •von Riedemann (Cadillac) 19 P« II Nr. 6 Th. Willy (Iincoln-Ford). 16.50 P. R«gisnine«prä8i(ient Antognini durch Februar für den Postautokurs sozusagen offiziös eingeweiht, und. nun hat am Sonntag die hochoffizielle Eröffnung durch die Behörden stattgefunden. Obschon eine Strasse wie die Gandriastrasse sicherlich eidgenössische Bedeutung besitzt, waren am Einweihungsakt unsere obersten Behörden in Bern nicht vertreten, und man überliess es dem Kanton Tessin, mit den Deputierten der italienischen Regierung Glückwünsche zu tauschen. Die Zeremonie begann schon vor dem Stadthaus In Lugano, wo der Männerchor St. Moritz als Re- • präsentant des andern Endes der Verbindungs-: strasse Heims «Heimweh» in romanischer Sprache; mit schönem Ernst vortrug. Dann wand sich- eine lange Autokolonne mit den Offiziellen und den Gästen aus nah und fern über die neue Strasse der Grenze entgegen, vorbei an dem an den. Steilhang hingeklebten pittoresken Ort Gandria, der den- Na- Strasse nicht gegeben worden ist. Allein dieses vorauszusehende Intermezzo vor-! mochte der Feierlichkeit des . bei minimalem Brennstoffverbrauch. - Er hält die Straße wunderbar. Geht sicher in die Kurve, läuft schnell am Berg - ist rassig u. leicht zu lenken. Preise ab Fr. 4650 Zu verkaufen 5-T.-Lastwagen F.B.W. mit grosser Ladebrücke, in einwandfreiem Zustand, umständehalber zu annehmbarem Preis abzugeben. Offerten unter Chiffre 15516 an die 11838 Automobil-Revue. Bern. 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Viganello intonierte; man folgte während' des ganzen Aktes, der vornehmen Gepflogenheit, sich gegenseitig äie vaterländischen Melodien zuzuspielen. So antwortete "von- der'Gegenseite, indes die italienischen Fahnenträger in den-Tunnel schritten, die Musik von Albogasio mit unserer Nationalhymne, worauf der Präsident der tessinischen Regierung, Staatsrat Antognini, begleitet vom Standesweibel in Amtstracht, in der Mitte des durch seitliche Galerien, erhellten Tunnels auf .die fünfköpfige italienische Delegation zuschritt" und seiner Freude über den festlichen Augenblick beredten Ausdruck- gab. Er versicherte die Nachbarn der' herzlichsten .Gefühle der Freundschaft und überreichte ihnen einep strahlend roten Gladiolenstraüss. rFür die Italiener, antwortete der Präfekt von Cöino, Exz., Duccescbi, verdankte den warmen Empfang Auf vielfachen Wunsch unserer Abonnenten organisieren wir auch in dieser Fahrsaison wieder > einige Gesellschaftsfahrten, denen im letzten Jahr ein so grosser Erfolg beschieden war. Vorgesehen sind folgende Fahrten:. 1. Durch Tirol, Salzkammergut, Wien und Budapest und zurück über den Plattensee, Graz, Klagenfurt, Grossglocknerstrasse, Dolomiten. Dauer der Fahrt ca. 2 Wochen. Zeitpunkt der Fahrt Mitte Juli. 2. ENGLAND: Von Basel über Reims nach Le Touquet-Paris Plage, Calais, über den Kanal nach Dover, Eastbourne, Bournemouth, Bath, Bristol, Stradford on Avon, Birmingham, Blackpool, Harrogate, Northampton, Oxford, Windsor, Lohdon, Dover, Ueberfahrt nach Ostende, Bruxelles, Luxemburg, Basel. Dauer der Fahrt 14 Tage. Zeitpunkt der Fahrt: Anfang August 3. 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m —> DIENSTAG. 23. JUNI 1936 V^vl*4&ha* Cest le ton... Während der Berner Verkehrswoche, die unlängst zu Ende ging, Hess die Polizei einen; Flugzettel folgenden Inhalts in parkierende Wagen legen : ••• •• «Wenn Sie in vorgerückter Stunde hier wegfahren, denken Sie daran, dass andere schlafen und der Ruhe bedürfen. Wir sind Einen dankbar, •wenn Sie ohne Lärm den Platz verlassen, betreffe es- übermässiges Motorengeräusch, Zuschlagen der Waeentüren oder lautes Reden ». Dass die Polizei auf den Gedanken verfiel, nächtlicherweile heimkehrende Automobilisten daran zu erinnern, dass Geräusche zu dieser Stunde ganz besonders störend empfunden werden, stellt ihrer Umsicht und der Einfühlung in ihre Aufgabe ein sprechendes Zeugnis aus. Wer schon das zweifelhafte Vergnügen genossen hat, durch das Trommelfeuer zugeknallter Wagentüren aus dem Schlaf geschreckt zu werden — und wer hat es nicht? — der wird der Hermandad für die Fürsorge, welche sie mit der Verteilung des erwähnten Flugzettels an den Tag legt, im Geist ein Kränzchen winden. Erfreulicher noch als diese Mahnung an sich berührt indessen der Ton, darin sie gehalten ist. Sachlich aufklärend, artig zusprechend, väterlich warnend. In die Eckc'ist der Polizeiknüppel gewandert, die « Obrigkeit», verkehrt mit uns sozusagen als Mensch unter Menschen. Der kategorische Imperativ von ehedem macht einer freundlichen, ruhigen Sprache Platz. Wüsste man's nicht, man würde in dieser so gewinnend formulierten Einladung zur Rücksicht auf aridere, die sogar noch ein Wort des Danfes eiinflicht, wohl kaum eine « amtliche Verlautbarung» vermuten, so wenig atmet sie deren Geist. Und dabei vergibt sich die Polizei nichts, aber auch gar nichts. Im Gegenteil: sie wird uns ihren Weisungen gegenüber 1 um so zugänglicher finden, je höflicher sie i mit uns umgeht, je diskreter sie den «Rohrstock » herausstreckt. Dafür sind wir' ihr Jankbar. Den Gewinn aber hat sie, haben wir ,und. hat auch die Allgemeinheit,, denn, Hand aufs Herz : leistet nicht ein jeder von uns den Anordnungen eines Verkehrspolizisten weit williger Folge, wenn sie, bei aller erforderlichen Bestimmtheit taktvoll, vielleicht sogar- von einem Lächeln begleitet, getroffen werden ? C'est le ton qui fait la musique! Stvassen Die Kräzernpaßstrasse Urnäsch-Toggenburg eröffnet. Der Durchgangsverkehr über diese neueste Paßstrasse ist nun zur Tatsache geworden, Appenzellerland und Toggenburg können nun mit Personenautos und Motorrad (Lastwagen usgeschlossen) in einer Fanrt besucht werben. Am 16. Juni fand die offizielle Kollaudation des nur 2000 m langen Verbindungsstückes statt. Mit verhältnismässig kleinen finanziellen Mitteln wurde auch hier Treffliches geschaffen. Die Breite der Strasse beträgt im Ein- und Anschnitt 3,5 m auf dem Damm, 4 m bei grösseren Dämmen und 6 m bei Bachübergängen und ist damit der Weg für eine spätere Verbreiterung auf 6 m geöffnet. Dass der Verkehr über diese schöne Strasse ein grosser sein wird, haben schon die ersten Tage der Eröffnung deutlich gezeigt. Es versteht sich von selbst, dass diese Strasse vom Motorfahrzeuglenker mit der grössten Vorsicht befahren werden muss, Beim Fahren im allgemeinen und bei Kreuzungen im besondern. Wenn aber unsere Motorfahrzeuglenker in dieser herrlichen Landesgegend, wohl einer der schönsten im ganzen Voralpengebiet, , Verstand walten lassen, dann wird und muss es gehen. Eines aber ist ganz sicher : Eine Fahrt über den Kräzerenpass wird zu einem Erlebnis, et. Die Waadt und der Ausbau der Alpenstrassen. Nachdem durch den Bundesbeschluss vom 4. April für die Bergkantone die Möglichkeit geschaffen worden ist, die Bundeshilfe für den Unterhalt und Ausbau ihrer Alpenstrassen in Anspruch zu nehmen, nahen kürzlich im eidgenössischen Departement des Innern Besprechungen mit den betreffenden Chefs der öffentlichen Arbeiten stattgefunden. Nach dem Ergebnis dieser Konferenz gehören zu den Strassen, c(eren Verbesserung schon im Laufe des Jahres 1936 an/die Hand genommen werden soll, diejenigen, die den Genfersee mit dem Vierwaldstättersee verbinden. Dabei stellte sich für den Kanton Waadt — bei der Unmöglichkeit, beide Pässe zugleich zu begünstigen — die Frage: Col du Pillon oder Col des Mosses? Die waadtländische Regierung hat sich aus verschiedenen Gründen zugunsten des letzteren entschieden. Einmal liegt dessen Scheitel 100 Meter tiefer als der des Pillon, wodurch die Möglichkeit gegeben ist — wie das ja bereits geschah —, die Strasse auch im Winter offen zu halten, was beim Pillon ohne kostspielige neue Bauten nicht denkbar wäre. Ferner ist in Berücksichtigung gezogen worden, dass der Col des Mosses die einzige Verbindungj des Pays d'Enhaut mit dem übrigen Kanton darstellt und dass die Gegend von Les Mosses keine Eisenbahn besitzt wie die von Les Diablerets. Die ia diesem Gebiet vorgesehenen Arbeiten, die sich am- eine Periode von fünf Jahren verteilen, erheischen eine jährliche Ausgabe von 600.000 Franken. Im Jahre 1936 wird zunächst das Teilstück zwischen La Comballaz und dem Col des Mosses in Angriff genommen. Bei einem Gesamtkostenbetrag für dieses Stück von 400.000 Franken entfallen nach Abzug des Bundesbeitrages auf den Kanton Waadt noch 133.000 Franken. Aargaliisches Strassenbauprogramm. Der Regierungsrat des Kantons Aargau beantragt dem Grossen Rate, das Bauprogramm für die Jahre 1936/37 zu genehmigen. Um den gesetzgebenden Behörden die rechtzeitige Vorausbestimmung der in Angriff zu nehmenden Arbeiten zu ermöglichen, wird in Zukunft das Bauprogramm für die nächsten zwei Jahre vorgelegt. Die Kosten der für die Jahre 1936 und 1937 vorgesehenen Arbeiten belaufen sich auf Fr. 13,761,000. Darin sind die Beiträge der Gemeinden und allfällige Beiträge des Bundes und des Kantons aus Notstands- oder Arbeitsbeschaffungskrediten inbegriffen. Die bereits bewilligten Strassenanleihen und die noch verfügbaren Automobilgebühren und der Benzinzollanteil sollen dazu ausreichen, um ungefähr 8 Millionen zu decken. Voraussicthlich wird der Finanzbedarf diesen Betrag in den nächsten zwei Jahren nicht überschreiten. Bei der Aufstellung des Bauprogrammes hat sich die Baudirektion vom Bestreben leiten lassen, in erster Linie die Hauptdurchgangsstraesen fertigzustellen. Es betrifft dies: die Rheintaletrasse, die Staffeleggstrasse, die Suhrentalstrasse, die Strasse Brugg-Othmarsingen (Wohlen-Dietwil), die Strassen Ennetbaden-Koblenz, Villmergen- Fahrwangen, Safenwil-Schöftland, Seengen-Meieterschwanden und Schöftland-tJnterkulm. Ausser diesen grossen Ueberlandstrassen sollen noch gewisse lokale Bauten vorgenommen werden im Sinne einer Verteilung der Arbeitsbeschaffungsmassnahmen. Wir entnehmen dem Programm, dass mehrere Unterführungen, z. B. bei Oftringen, Aarburg, Brugg erstellt werden" sollen und dass an verschiedenen Strassen die Anlage von Geh- und Radfahrwegen vorgesehen ist. Die übrigen Arbeiten betreffen Strasse'nverbreiterungen, Erstellung von neuen' Belägen' und Ausbau der Strassen. Insgesamt hat die zum Ausbau vorgesehene Baustrecke eine Länge von 149,9 km. gr. Stimmen aus (fern Publikum Endlich eine Tat. Als regelmässiger Leser Ihrer gesch. Zeitung freut es mich, endlich feststellen zu können, das« ein neuer Wind in den Segeln der Schweizerischen Automobilwelt bläst, nämlich der des entschiedenen, AUTOMOBIL-REVUE organisierten Widerstandes gegen die unverantwortliche Benzinpolitik des Bundes. In den letzten Monaten konnte ich die gewisse Lauheit nicht verstehen, mit denen die Spitzen unserer Autoverbände die drohende neue Erhöhung des Benzinpreises und den Zwang zur Alkoholpantscherei anscheinend an sich herankommen Hessen. Das^ musste ja die Herrschaften in Bundeshaus und Alkoholverwaltung direkt dazu einladen, uns mit neuen Zumutungen zu kommen! Wenn man jetzt endlich eingesehen hat, dass wir Autobesitzer, namentlich die, welche im Erwerbsleben an das Auto gebunden sind, nicht nur dazu da sind, um unsere Beiträge zu bezahlen, sondern dass wir von den Vorständen und Verantwortlichen auch einmal ein kräftiges «Nein> und «Auf zum Kampf» vernehmen möchten, so ist es ja etwas spät für diese Einsicht, aber noch nicht zu spät! Hunderte, ja Tausende von Berufskollegen, die, wie ich, eine grosse Warenkollektion mit eich zu führen gezwungen sind und einen starken Wagen fahren müssen, wir schimpfen schon seit langen Monaten jedesmal, wenn wir vor einer Tankstelle halten müssen, dass eine solche Preispolitik bei uns möglich ist. Auf die Frage, wie dem zu steuern sei... ein Achselzucken, das sei eben die Politik mit ihren unerklärlichen Fäden. Es hilft nichts, wenn Sie in eehr gut geschriebenen, klar belegten Artikeln das Uebel wieder und wieder darstellen und den Herren von oben den Untergang des Automobilgewerbes etc. darlegen. Bei Leuten, die uns in einer Bankettrede sagen können, man habe ja vor 8 Jahren schon einmal 48 und 52 Cts. pro Liter bezahlt und es sei deswegen mit dem Preis von ca. 43 Cts. zur Zeit gar kein Anlass zum Schimpfen, die meinen, der dumme Schweuerbürger und Benzinverbraucher ziehe nicht sogleich die Parallele zwischen den damaligen fetten Jahren und den heutigen mageren, wo 43 Cts. sowie wie damals 70 Rappen ausmachen, bei diesen Leuten, wiederhole ich, kommt man mit Vernunftsgründen nicht weiter. Man muss das Publikum aus seiner Ruhe aufscheuchen und ihm klar machen, um was es geht. Bravo, dass endlich mit einem zahmen Streiksonntag im Juli gerechnet wird. Jeder Sonntag im Juli sollte ein Streiksonntag werden, mit Posten auf der Strasse und vor und in den Garagen, um jeden Automobilisten aufzuklären, der ausfahren will. Alle .Tankstellen sollten einfach geschlossen bleiben, die Garagenbesitzer sollten die ersten sein, um uns zu helfen und lieber einmal einen Sonntag ins Grüne gehen, als sich den Tag für die paar Batzen «Verdienst» um die Ohren zu schlagen. Dann, und erst dann, werden unsere Behörden etwas merken, dann tritt ihnen ins Bewusstsein, dass wirklich mehr Menschen am Autogewerbe beteiligt sind, als Schweizer 1. Klasse in den Bundesbahnen. Und wenn ein Erfolg herausschaut, dann wird er ungeahnte Weiterungen mit sich bringen. Vielen Verbrauchergruppen, die heute machtlos der Verteuerung lebenswichtiger Artikel zusehen müssen, wird er zum Bewusstsein bringen, welche Macht im Zusammenschluss in ihnen steckt, _ es wird .ihnen ein Licht aufgehen, dass man sich nicht alles gefallen zu lassen braucht, gerade weil wir in einer Demokratie sind. Also, liebe «Automobil-Revue», weiter im Kampf und mit Hochdrück! Mögen die Berufsverbände hart bleiben und auf der ganzen Linie den Kampf ansagen und durchfechten, das ganze Autovolk wird es Ihnen danken. J- K. Die neuartige Konstruktion des nahtlos gezogenen Oval- Stahlrohr-Rahmens der neuen garantiert durch vollige Verwindungsfreiheit, durch geringstes Gewicht. höchste Leistung, durch schwebende Aufhängung des niedeitourigen Motors - durch Synchron-Gelriebe leichteste Schaltung, BASEL: Aesehengraben 29, Tel.47.954 BERN: Weiisenbühlwog«), Tel. 25.952 LAUSANNE: 2, Chemin des Moueltes VERTRETER < AIGLE • F. Lani — LOCARNO i Mona * Biffoni — LUGANO • Descagnl- Bureau da vente et Service GENEVE: Fenari — ÖLTEN. Frey Sc von Felbart — REIDEN (Lu*ern)i Gelsr. Zimmerli — Garage Lombard, 110, tue Lombard ST. GALLEN • A. Germann — SCHAFFHAUSEN • F. Hübsch« — SOLOTHURNi Schnell & Co. — SURSEE i F. Wyder'« Erben • Zu beziehen in allen Buchhandlungen und Tom Verlag HALLWAG, BERN MERCEDES-BENZ Gelegenheit LANCIA-LAMBDA, 8. 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