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E_1936_Zeitung_Nr.053

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20 ÄÜTOMOBIL-REVUE

20 ÄÜTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 30. JUNI 1936 — N° 53 Wie das Wallis zu einem Friichte-Grossproduzenten wurde Die Vorbedingungen dazu waren nicht durchwegs von der Natur geschaffen. Eingeklemmt zwischen die Bergriesen der Berner und Walliser Alpen lag das Tal in der Eiszeit tief unter dem Rhonegletscher, der sich durch das ganze Wallis hinunterzog. Der Rückgang der Eiswelt hinterliess auf dem Talboden Geschiebe und Geröll, durch das sich die Rhone in vielen Armen mühsam durchzwängte, Tümpel und Sandbänke formend. Hie und da vermochte sich etwas Gestrüpp oder Weiden auf kleinen Inseln festzusetzen. Mit der Zeit bildeten sich auch Sümpfe und Morast mit all ihren unangenehmen Nebenerscheinungen, die das Leben im Tal fast unmöglich machten. Gezwungen durch den Bevölkerungsüberschuss siedelten sich Bewohner der Hochtäler gleichwohl in der Tiefe an. Ihre Weiler und Dörfer entwickelten sich an den Hängen, wo spärliche Graswirtschaft und später Weinbau betrieben wurde. Mit der Zeit fand aber die sich ebenfalls entwickelnde Talbevölkerung ihr Auskommen nicht mehr. Der Staat war gezwungen, bessere Lebensbedingungen für seine Bürger zu schaffen. In den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts begann das gewaltige Werk der Rhonekorrektion. Mit der Zeit vertrockneten nun die vielen Nebenarme der Rhone, aber Sümpfe und Unebenheiten, Geröll und Sand blieben zurück. Durch langgezogene Kanäle wurden die stehenden Wasser abgeleitet und gleichzeitig der Grundwasserstand reguliert Die Unebenheiten wurden allmählich ausgeglichen und der Boden für Kulturen vorbereitet. Aber das gewonnene Terrain war zu jung, um sofort mit Pflanzungen zu beginnen. Vorläufig hatte nur die anspruchslose und rasch wachsende Pappel Aussicht auf einen kleinen Ertrag. Deshalb auch heute noch diese langen Reihen von Pappeln, die dem Tal ein so reizendes Aussehen geben. Die letzten Jahre haben das Bild vollkommen verändert. Wir finden nicht bloss die Hänge mit Weinreben und Aprikosenbäumen bepflanzt, sondern die ganze weite Ebene in III, ein mächtiges Kulturland umgeformt. Da liegen Spargelfelder mit ihren typischen runden Erdhügeln oder langen Reihen, dort sind ausgedehnte Erdbeerenkulturen, alle hübsch mit Holzwolle unterlegt, damit die Früchte mit der Erde nicht in Berührung kommen. Dann wieder trifft man grosse Gebiete von jungen Obstkulturen. Kilometerweit stehen die Aprikosen-, Apfel- und Birnbäumchen in Reih und Glied und scheinen in dem vorzüglichen Bo- den und eigenartigen Klima gut zu gedeihen. Man sieht, dass hinter dieser Entwicklung ein sorgfältiges Studium der Verhältnisse liegt, das in der kantonalen landwirtschaftlichen Schule in Chäteauneuf konzentriert ist Von heute auf morgen ist diese Entwicklung nicht gekommen. Es wurde von dieser Schule und von einzelnen Produzenten eine grosse Pionierarbeit geleistet. Einmal musste man sich entschliessen, wie der gewonnene Boden am besten ausgenützt werden könnte. Als man sich der Obstkultur zuwandte, musste vorerst die Sortenwahl vom produktionstechnischen sowie vom Standpunkt des Absatzes gelöst werden. Bäume wachsen bekanntlich langsam. Die Studien und das Sammeln von Erfahrungen brauchten lange Zeit. Die Schädlinge und Baumkrankheiten mussten erkannt und ihre Bekämpfung erprobt werden. Heute sind diese Fragen fast restlos gelöst Die Entwicklung der letzten Jahre ist auf diese Erkenntnis und auf die Anwendung der sich ergebenden Massnahmen zurückzuführen. Die einzigen zwei grossen Risiken und Gefahren, die heute für den Produzenten noch bestehen, sind die Spätfröste und die Rhone, welche Teilansich der Walliser Grossdomäne «SARVAZ», im Hintergründe Saxon. unter den heutigen Verhältnissen leicht über die Ufer treten kann. Gegen Frostgefahr werden eifrig amerikanische Heizmethoden ausprobiert, zum Teil schon mit gutem Erfolg. Notieren Sie sich für die nächste Weekendtour eine Autofahrt in den Alpen. Unser Automobilführer durch die Alpen enthält viele zuverlässige und ausführliche Tourenvorschläge. Zu beziehen durch alle grösseren Buch- Verlas Hallwag, Handlungen andbeim Bern. Das Rhonebett wird nächstens die notwendigen Verbesserungen erfahren; die nötigen Kredite sind bewilligt Das Wallis liefert heute schon in Spargeln, Erdbeeren und Aprikosen einen grossen Teil des schweizerischen Bedarfs. Die Walliser Aepfel, besonders die Canada Reinetten, sind jedes Jahr in Frankreich sehr gesucht, und die Franc-Roseaux finden ihres vorzüglichen Geschmacks und der guten Haltbarkeit wegen guten Absatz in der Schweiz. Während der Erntezeit verlassen jeden Abend zwei Früchtezüge der SBB. das Wallis, um die Produkte schon am nächsten Morgen auf die Märkte zu bringen. Eine alle Kreise der Produktion und des Handels umfassende Organisation schreibt die Qualitäts- und Verpackungsbestimmuugen vor und führt eine strenge Qualitätskontrolle durch. Die saubere und hygienisch einwandfreie Behandlung und Lieferung der Erzeugnisse hat denn auch mitgeholfen, den Absatz der stets steigenden Produktion anzupassen. Unter den heutigen Wirtschaftsverhältrrissen kommt, mit Ausnahme der Canada Reinetten, nur die Schweiz als Absatzgebiet in Frage. Sobald die jungen Pflanzungen grössere Erträge abwerfen, muss exportiert werden können. Hoffentlich hat sich bis dahin die allgemeine Lage vorteilhaft verändert Ohne Sorge ist der Walliser Produzent trotz seiner schönen Pflanzungen nicht. Man kann nur wünschen, dass seine grosse Pionierarbeit von Erfolg gekrönt sein möge. Er verdient es. F.E. F. mil WENIGER Auslagen diese Feststelrang machen Millionen von Automobilisten, welche Mobiloil verwenden. Woher diese Ueberlegenheit ? 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