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E_1936_Zeitung_Nr.053

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AUTOMOBTL-REVUE

AUTOMOBTL-REVUE DIENSTAG, 30. JUNI 1936 — N° 53 Ächten Sie einmal darauf, wieviel Berna-Wagen Ihnen begegnen, die seit 15 Jahren und mehr ihren Dienst Tag für Tag unentwegt verrichten! Sie zeigen, dass es sich lohnt, einen Berna-Wagen zu wählen und dadurch auf lange Sicht zu disponieren. Denn wer auf lange Sicht handelt, kommt schliesslich immer zur Ueberzeugung: 1—7 Tonnen Nutzlast MOTORWAGENFABRIK BERNA A. G., ÖLTEN Zu verkaufen FIAT 520 wegen Nichtgebrauch, in gutem Zustand, 7,5 PS, mit Koffer, in bereits neuem Zustande, infolge Aufgabe des Geschäftes billig zu verkaufen. — Der Wagen ist nur 27 000 km sehr sorgfältig gefahren. Für Reisenden der Fr. 1000.— Hätte, einmal Kolben erneuert. Nähere Angaben durch Chiffre 72784 der Automobil-Revue. Bern. ••••»•»••••••••• Sehr schöne Occasion PEUGEOT 301 Renault passende Wagen, billig u. zuverlässig. Tausch kommt nicht in Frage. Off. unt. Chiffre 72725 II an die Automobil-Revue, Bern. 1934,11 PS Limousine mit Garantie f. Fr. 1950.- abzugeben! 72667 Postfach 895, Zürich 19. Zu verkaufen WHIPPET Graham Limousine, 4/5 PL, neu bereift, 12 PS, 4 Zyl., Modell 1930, Fr. 800.— Willys-Knigh 14 PS, Lim., 4/5 PL, zu Fr. 500.— Garage C. Wild, Redingstrasse 4, Zürich 2. Telephon 54.880. 11948 4 PL, Sedan fast wie neu, ca. 20St.-PS, Fr. 3200.— I Werner Risch, Zürich, Seestrasse 407. GENEVE TYPE A.D. ZÜRICH Walchestrasse 32 Der Superbrennstoff, der Ihrem Wagen grössere Geschwindigkeit, mehr Ausdauer und Geschmeidigkeit verleiht 3. Rue Louis Duchosal Shell-Dynamin tanken Sie bei Shell-Säulen

N° 53 => DIENSTAG, 30. JUNI T93Ö AUTÖMOBTr-'REVUE KLASSEMENT DER GRUPPE I: 1. TreVoux-Maclure auf Biley 2. Van der Beck-Dolls auf Riley 3. Cycril Paul-SeMlleau auf Riley 4. Fairfield-Dobson auf Riley 5. Gordini-Querzola auf Fiat-Sunca S. S. und E» Barnes auf iSinger Ti*£ump»hi NuTol^VK Wie vorauszuahnen war, gestaltete sich das I. Mailänder Stadt-Rundrennen vom letzten Sonntag zu einem triumphalen Erfolg. Das Hauptverdienst an demselben können die Organisatoren natürlich auf «Konto Nuvolari und Varzi» buchen, diese beiden grössten italienischen Rennfahrer der Gegenwart, die durch ihr äusserst verbissen geführtes Duell die herbeigeströmten Menschenmassen während anderthalb Stunden in helle Begeisterung und Ekstase versetzten. Vom Start weg übernahm Nuvolari auf seinem 12-Zylinder-Alfa-Romeo entschlossen die Führung. Kein Wunder denn, dass es ihm beim erstmaligen Passieren aus 50.000 italienischen Kehlen enthusiastisch entgegenschrie, als ob der Mantuaner den Sieg bereite in der Tasche hätte. Der Auto-Unionfahrer in Front Varzi kam mit seinem Auto-Union infolge eines geringfügigen Motorschadens nicht gleich vom Fleck, flitzte schliesslich doch in einem Höllentempo los und machte 6Jch auf die Verfolgung Nuvolaris, um schon in der 2. Runde an die Spitze zu gehen. Doch schien dies den Altmeieter des italienischen Rennsports nicht stark zu beeindrucken. Er reagierte kaum und -verlor pro Runde ca. 1 Sekunde auf Varzi. Brivio, Farina und Tadini auf den 8-Zylindern sahen sich bald deutlich distanziert und von Siena, Biondetti, Dusio, Banti, Battaglia, De Rham und Belmondo nahm man nur noch der Form halber Notiz. In der 6. Runde drehte Varzi in I 1 35" Vs, -was einem Durchschnitt von 98,319 km/St, entspricht. Belmondo -wechselte kurz vor der 10. Runde Kerzen — De Rham ßchied in der 16. Runde aus. Farina ist an Brivio vorbeigefahren und Siena überhaupt nicht mehr erschienen. Von der 13. Runde weg blieb die Geschwindigkeit der beiden Spitzenfahrer ziemlich unverändert. Sie beobachteten sich gegenseitig und vermieden es, allzuhohe Tempi einzuschalten, um so mehr, als die Strecke teilweise durch den Oelverlust einiger Wagen sehr glitschig -wurde und zu Vorsieht mahnte. f. Lntch-Eccles auf Singer 8. S. H. Martin auf Fiat-Simca 9. Camerano-Largeaut auf Fiat-Simca. KLASSEMENT DER GRUPPE III: 1. G. und E. Leoz auf Lagonda 2. H, und R. Trintignan auf Hudson. •n ITI.Eail.ancl Nuvolarls Gegenangriff Nach der 20. Runde ging Nuvolari zur Attacke über, während sich Varzi einstweilen noch abwartend verhielt. Der Abstand zwischen den beiden wurde immer geringer, schwand von ursprünglich 11 auf 9, 7, 5, 3, 2 Sekunden und dann kam in der 34. Runde der Moment, wo Nuvolari seinen Gegner einholte und ihm die während Yi des Rennens innegehabte Führung wieder abnahm. Bei dieser Gelegenheit wurde Brivio durch Nuvolari und Varzi überrundet. Varzi gab sich indessen noch nicht geschlagen; er hielt das von Nuvolari nunmehr vorgelegte Tempo und fuhr die Runde wie eein Vorläufer in 1* 34". Um die 50. Runde ging Tadini vor die Boxen, um nach kurzem Halt wieder loszuschießen. Es schien auch, als ob Varzi wieder etwas an Terrain gewinnen würde. Doch Nuvolari drückte beinahe den Gashebel durch und drehte mit siegesgewiseer Miene Runde um Runde. Kurz vor Torschluss, in der 58. Runde, schuf er noch nebenbei rasch einen Rundenrekord mit 1' 33" 3 /5, der aber von Varzi in der 57. Runde auf 1' 33' 2 /s = 100,214 km/St, verbessert wurde. Nun konnte Nuvolari nichts mehr geschehen. Mit einem Vorsprang von etwa 200 Meter auf Varzi schoss er durch das Ziel und wurde von diesem zuerst zu seinem neuen Sieg beglückwünscht. Dem Rennen der hohen Klassen ging eines für Kleinwagen bis zu 1,5 Liter Inhalt voraus, die 40 Runden = 104 Kilometer zurückzulegen hatten. Hier stürmte Villoresi auf Maserati am schnellsten los, während Rovere mit einigen Sekunden Rückstand wegkam. Villoresi führte das Feld drei Runden lang an und wurde dann von Trossi erfolgreich angegriffen. Auch .Tenni suchte sich nun an Villoresi heranzumachen, was ihm gelang, aber wenig nützte, blieb ei doch kurz darauf wegen eines Defektes einige Zeit auf der Strecke. Zwar konnte er den Kampf nochmals aufnehmen, um dann durch einen unfreiwilligen Luftsprung auszuscheiden. Trossi lag weiterhin ungefährdet auf dem ersten, Villoresi ebenso unbekümmert auf dem zweiten Platz. In der Folge erwies sich dieser Lauf als ziemlich monoton. Carnevali und die einzige weibliche Konkurrentin, Maria Antonietta Avanzo auf Maserati fuhren zum Kerzenwechsel an die Boxen; im übrigen ereignete sich bis zum Schluss des Rennens nichts Erschütterndes. Trossi fuhr mit beinahe 80 Sekunden Abstand auf Villoresi einen schönen Sieg nach Hause. Schlussklassement. GROSSE WAGEN: 1. Nuvolari (Alfa Romeo 12 Zyl.), 1:35:56% = 97,560 km/St.; 2, Varzi (Auto-Union), 1:36:05%; 3. Farina (Alfa Romeo), 59 Runden; 4. Brivio (Alfa Romeo), 59 Runden; 5. Tadini (Alfa Romeo), 57 Runden; 6. Biondetti (Alfa Romeo), 56 Runden; 7. Dusio (Maserati), 53 Runden;, 8. Banti (Alfa Romeo), 52 Runden; 9. Battaglia (Alfa Romeo), 52 Runden. Schnellste Runde: Varzi auf Auto-Union mit 1' 33" % - 100,214 km/St. KLEINE WAGEN: 1. Yrossl (Maserati 6 Zyl.), 1:09:17% = 90,070 km/St.; 2. Villoresi (Maserati), l:10:35 8 /5; 3. Bei- mondo (Maserati), 1:10:52%; 4. Bianeo (Maserati), 39 Runden; 5. Rovere (Maserati), 38 Runden; 6. Plate (Maserati), 37 Runden; 7. Rosa (Maserati), 37 Runden; 8. Avanzo Signa. (Maserati), 34 Runden; 9. Bianchi (Maserati), 33 Runden; 10. Carnevali (Maserati), 28 Runden. Schnellste Runde: Trossi auf Maserati mit 1' 41" % - 92,370 km/St. Wimille in Unterhandlungen mit Ferrari? Französische Pressemeldungen geben unter Vorbehalt eine Nachricht wieder, derzufolge Jean-Pierre Wimille, wohl einer der besten französischen Rennfahrer der Gegenwart, unlängst mit der Scuderia Ferrari in Unterhandlungen getreten sei. Daraus schliesst man, dass Wimille möglicherweise in den Modaneser Rennstall aufgenommen werde. Der Grand Prix von Comminges, welcher am 9. August auf der Rundstrecke von Saint-Gaudens zum Austrag kommt, ist ausschliesslich für Sportwagen über 1500 ccm Inhalt offen. Wagen mit Kompressoren werden nicht zugelassen. Stilfserjoch - Bergrennen wird gefahren. Das Bergrennen auf der Stilfserjochstrasse, das seinerzeit in aller Form abgeblasen wurde, kommt nun dennoch zum Austrag und wird vom R.A.G.I., Sektion Mailand, organisiert. Die Veranstaltung hat indessen nicht internationalen, sondern lediglich nationalen Charakter und wird den Sportwagen reserviert sein. An der diesjährigen Coppa Acerbo, welche laut internationalem Sportkalender am 15. August fällig ist, werden wiederum zwei Rennen ausgetragen. Eines für Wagen bis zu 1,5 Liter Inhalt über 6 Runden a 25 km 800 = 154 km 800 das andere für Wagen über 1,5 Liter Inhalt über 16 Runden = 412 km 800. Für die beste Tageszeit winkt ein Preis von 50.000 Lire. Italienische Meisterschaft 1936. Als italienische Meisterschaftsrennen pro 1936 gelten: Mailänder Stadtrundrennen, Coppa Ciano, Coppa Acerbo, Grosser Preis von Italien und, falls sie veranstaltet wird, die Coppa Principessa di Piemonte. $•»«»*# fn def Schweiz Aus dem Reglement des Grossen Preises der Schweiz Soeben hat das Reglement des Grossen Preises der Schweiz, des dritten seines Zeichens, die Druckerpresse verlassen und geht den Interessenten dieser Tage zu. Die Ausschreibung bestimmt die Austragung des Hauptrennens, des eigentlichen Grand Prix auf der bekannten Bremgarten-Rundstrecke über 70 Runden zu 7 km 280 m. d.h. insgesamt 509 km 600 m. Gefahren wird nach der internationalen Formel für Rennwagen der AIACR (Association Internationale des Automobile-Clubs ReconnusK welche bestimmt, dass Zylinderinhalt und Brennstoff der startenden Wagen freigestellt sind. Dagegen ist das Maximalgewicht der Fahrzeuge mit ihren vier Rädern, aber ohne Kühlwasser und Brennstoff, Oel, Reifen und Reserveräder auf höchstens 750 kg festgesetzt. Für die Karosserie sind ebenfalls gewisse Grössenverhäiltnisse vorgeschrieben. Dagegen kann dieselbe ein- oder zweiplätzig sein. Fahrerwechsel während des Rennens ist gestattet. Der Hauptfahrer und der Ablösefahrer müssen bezeichnet sein. Gestartet wird stehend, aber mit laufendem Motor. Ueber die Startreihenfolge entscheiden die Trainingsbestzeiten. Nach Ankunft des Siegers wird das Rennen in der Weise abgebrochen, dass jeder weitere Fahrer nur noch die angefangene Runde beendet. Als Preise stehen 30,000 Schweizerfranken zur Verfügung, von denen 15,000 an den Sieger, 8000 an den Zweiten, 4000 an den Dritten, 2000 an den Vierten und 1000 an den Fünften fallen. Jedem Konkurrenten wird während des Rennens der nötige Raum in den Boxen zur Verfügung gestellt. Dort kann jeder Konkurrent über die Hilfskräfte verfügen, welche auf zwei Mann pro gemeldetes Fahrzeug festgesetzt sind, die ihm bei der Aufnahme von Brennstoff und bei Reparaturen behilflich sind. Bei Arbeiten am Fahrzeug dürfen höchstens vier Personen vor den Boxen gleichzeitig an einem Fahrzeug tätig sein. Im Signalstand stehen ferner jedem Fahrer zwei Fahrtbeobachter zur Verfügung. Ausserhalb der Boxen dürfen Arbeiten am Wagen nur vom Fahrer allein, ohne Zuhilfenahme fremder Hilfe und nur mit den im Wagen mitgeführtenWerkzeugen und Ersatzteilen ausgeführt werden. Beim Auffüllen von Brennstoff ist der Motor abzustellen. Er muss entweder mit dem Anlasser oder mit der Handkurbel wieder in Gang gebracht werden. Anschieben nach Zwischenhalten ist verboten. Die Abnahme der Wagen erfolgt am 22. Auguts nachmittags. Das Training findet am Donnerstag, Freitag und Samstag vor dem Rennen je nachmittags statt. Jeder Fahrer ist gehalten, während des Trainings mindestens 10 Runden zu fahren. Nennungsschluss für den Grossen Preis der Schweiz ist der 1. August (18.00 Uhr). Der Preis von Bern. Vorgängig des III. Grossen Preises von Bern gelangt am 23. August vormittags das internatio- NE FAITES PAS UNE EXPERIENCE COUTEUSE! n'achetez que des BOUGIES CHAMPION Elles allument mleux: donc economiel Elles allument toujours: donc sScuritel Exlgez les BOUGIES faclles ä reconnattre au Inscrit en toutes lettres nom CHAMPION sur l'isolant. qul est En vente dans tous les garages. 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