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E_1936_Zeitung_Nr.050

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8 AUTOMOBIL-REVUE N°50

8 AUTOMOBIL-REVUE N°50 » WH. eanü auer üufen « sanara • ••" Um sich die fabelhafte Menge Menoe von Frijjidaife-Kühlschränken Frididaife-Kühlschränknn Gbsmaljpt lit vorstellen zu können, die in 19 Jahren dank der überragenden Qualität dieser Marke im Publikum begeisterte Aufnahme fand, denke man sich ein Band von Frigidaire-Kühlschränken, Meter für Meter einen aufgestellt, das durch halb Afrika, von der Meerenge von Gibraltar bis zum Tschadsee reicht — denn diese Strecke mißt 3'040'DOO Meter. Wo ist die 1 Marke, die eine gleiche Beliebtheit, und in so kurzer Zeit, zu erreichen vermochte? Frigidaire ist unerreicht/- Siwas, Anfang Juni, \936. Die Expedition hat die Grenze von Armenien erreicht. Ganz ungewohnt hielten die Regen in ganz Anatolien an und überschwemmten die meisten Pisten und Strassen. Stellenweise waren die Wege ganz versumpft und wir riskierten stecken zu bleiben. Wildbäche hätten Strassen oft mit Felsblöcken übersät und Brücken weggerissen, so dass wir durch Flussbette fahren muss- Der Verbrauch ist sehr hoch, da wir oft im ersten und zweiten Gang (selbst auf der Ebene) fahren müssen. Von Stambul bis hier nach Siwas haben wir rund tausend Kilometer zurückgelegt. -Asien ist nicht so klein, wie es scneint! Anatolien ist 2'/2mal so gross wie Deutschland, also so gross wie Abessinien. In der Regenzeit sind die meisten Wege unpassierbar, besonders, da es sich meist um lehmige ten. Von der Fahrt durch Kurdistan wird allgemein abgeraten. Doch haben wir die Erfahrung .gemacht, dass die Leute um so anständiger waren, je weniger dicht sie beieinander wohnten ... Benzin kostet rund 60 Rappen der Liter. Böden handelt, die bei geringstem Wassergr" halt sofort kleben. Wir fahren nun weiter nach Kurdisfan und Irak. Ein ausführlicher Bericht folgt in einigen Tagen. Hans O. Leuenberger. NB. 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Vorab haben sich die Motorfahrzeugfahrer durch diszipliniertes Verhalten ausgezeichnet, sowohl hinsichtlich der Fahrweise, der Rückichtnahme auf andere Strassenbenützer, wie auch der Lärmvermeidung. Der Hupenlärm ist fast gänzlich verschwunden. Wer heute noch hupt, fällt sogar im Publikum geradezu auf und bietet zu nicht gerade vorteilhaften Bemerkungen über die Fahrefqualität Anlass. Bezeichnenderweise betrifft es in der Regel Ausländer, die sich noch mit akustischen Signalen ihren Weg zu bahnen suchen, sei es aus Rücksichtslosigkeit oder Gewohnheit. Im Fussgängerverkehr zeigte sich namentich der gute Wille und die vernünftige Einicht zur Ordnung im Strassenverkehr. Die orkommenden Verstösse aus Unachtsamkeit, Hast, Gedankenlosigkeit oder Bequemlichkeit werden bei der erwähnten Einstellung der ussgänger nach und nach sicher fast gänzich verschwinden. Auch die Grosszahl der Radfahrer wusste sich dem Verkehr diszipliniert anzupassen. Am meisten Mühe machen noch die Jungen, die immer noch nicht anders können, als sich überall rücksichtslos durchzwängen. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Verkehrspolizei in dieser zweiten Verkehrswoche ihrer Aufgabe wesentlich leichter gerecht werden konnte. Es zeigt sich dies auch in der Zahl der Verwarnungen, die gegenüber dem letzten Jahr wesentlich zurückgingen. Wegen unkorrekter Fahrweise wurden verwarnt: 321 Führer von Motorfahrzeugen (1935 = 2422), 533 Radfahrer (1935 = 1983). Wegen ordnungswidrigem Verhalten von Fussgängern wurden 3359 Verwarnungen erteilt (1935 = zirka 13,000). Bei der technischen Kontrolle von Motorfahrzeugen gab namentlich der Bremszustand vielfach zu Beanstandungen Anlass. Es zeigt dies, dass viele Automobilhalter ihre Fahrzeuge nicht genügend instand halten und auf diese Weise die Sicherheit des Verkehrs in unverantwortlicher Weise gefährden. Aehnliches ist zu sagen vom Unterhalt der Lichtanlage an Motorfahrzeugen. Falsch eingestellte Scheinwerfer, nicht funktionierende Schluss- und Stopplichter wurden zahlreich festgestellt Bei 4en Radfahrern sind es im- mer noch die Reflexlinsen, die zu Beanstandungen Anlass geben. Entweder sind sie unwirksam oder unzweckmässig, also nicht senkrecht zur Strasse, angebracht. Viele Radfahrer wurden betroffen, die mit blendendem Licht fuhren, weil sie den Scheinwerfer zu hoch oder sonst falsch eingestellt hatten. Es gilt, das in der Verkehr serziehangswoche Angestrebte und Erreichte zu erhalten und auszubauen, Bestimmt lässt sich damit eine neuerliche Verminderung der Verkehrsunfälle erzielen. Auio und Fiskus Schafft Steuererleichterungen! Dem Regierungerat des Kantons Luzern ist von der Sektion Zentralschweiz des Autogewerbeverbandes der Schweiz eine Eingabe zugegangen, worin eine Reduktion der kantonalen Automobilsteuern um 50% für jene Wagen gefordert wird, die 6eit mehr als fünf Jahren in den luzernischen Fahrzeugregistern figurieren. Im weiteren stellt die Eingabe an die Regierung das Ersuchen, es sei die Uebertragung des Kontrollschildes auf ein zweites Fahrzeug gegen eine Gebühr von 50 Fr. für das zweite Fahrzeug zu gestatten, wobei es die Meinung hat, dass das stärkere Fahrzeug voll versteuert werde. Ueberdies wird einer ratenweisen Entrichtung der Automobilsteuern in vierteljährlichen Raten und einer Herabsetzung der Taxe für das Händlerschild von 300 auf 100 Fr. das Wort geredet. » Bei der Ausbeutungspolitik, welche der Bund heute dem Automobil gegenüber anzuwenden beliebt — und worin er es zu einer staunenswerten Findigkeit und Virtuosität gebracht hat — liegt es auf der Hand, dass die geplagten Automobilistenkreise, namentlich aber das unter zunehmender Verschärfung seiner Existenzbedingungen und unter Arbeitslosigkeit leidende Autogewerbe nach einem Ventil suchen, um den unerträglichen Fiskaldruck etwas zu mildern. Es dürfte nachgerade jedermann klar sein, dass die Auswirkungen einer Politik, welche den Automobilisten zu einschneidenden Sparmassnahmen zwingt, auch das Autogewerbe in seinen Grundlagen erschüttern. So ganz von ungefähr kommt es somit nicht, dass gerade diese Branche die Forderung nach Gewährung von Steuererleichterungen erhebt Eine ganze Reihe von Kantonen sind darin bereits vorangegangen, wenn vielleicht mitunter auch etwas zögernd, weil sie davon einen fühlbaren Einnahmenentgang befürchteten. So hat, um nur ein Beispiel zu zitieren, der Kanton Bern, der 1934 die vierteljährliche Rückvergütung bei vorübergehender Ausserbetriebsetaung des Fahrzeugs einführte, vor dem Erlass dieses Dekretes berechnet, dass ihm daraus eine Mindereinnahme von 200.000 Fr entstehe. Die Erfahrungen haben diese Bedenken Lügen gestraft, denn der Ertrag der Automobilsteuern ist seither weiter angewachsen und hat im Jahr 1935 eine Höhe von 3.648.838 Fr. erreicht, verglichen mit 3.526.927 Fr. im Jahr 1933 und mit 3.569.022 Fr. für das Jahr 1935. Es liegt im Wesen der Steuererleichterungen begründet, daes sie den Verkehr beleben und damit indirekt auch dem Staat vermehrte Einnahmen verschaffen. Das sollte man sich auch in der luzernischen Regierung vor Augen halten — und dann wird der Entschluss nicht schwer fallen, den Forderungen des Autogewerbes Gehör zu schenken und diesen Wirtechaitszweiz vor der Verelendung zo. retten.

N° 50 — FREITAG, 19. JUNI 1936 AUTOMOBIL-REVUE 8 Unhaltbare Argumentationen I Letzten Montag hatten die Bärger Berns Gelegenheit, zwei Parlamentarier über das Thema «Probleme der Alkoholverwaltung» sprechen zu hören. Nur schade, dass die beiden Referenten, der schaffhausische Standesvertreter Käser, Vorsteher der ständerätlichen Alkoholkommission, und Nationalrat ßuthnecht, Lawen Jt die eigentlichen Probleme der eidg. .Alkoholv-erwaltiing kaum berührten und dafür diejenigen der Alkoholgesetzgebung in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen stellten. Kam einmal eine der brennenden Fragen unserer .Alkoholregie zur Sprache, beispielsweise? die Einfuhr ausländischer Spritmengen, dann wurde die Massnahme der Monopolverwaltung in vollkommener Ordnung befunden. Der Vorsitzende der ständeräilichen Alkoholkommission, uns Automobilisten als Präsident der Litra in bester Erinnerung, behauptete u. a. allen Ernstes, es sei dem schweizerischen Kernobstbranntwein ein eigentümliches' Geschmäcklein eigen, das ihn als Roh- oder Zwischenprodukt für die Exportartikel der chemischen Industrie^ urtr., geeignet mäche. Von einer solchen Argumentation kann sich selbst- der naivste Schwefzerbürger und damit letzten Endes Bezahler der durch die Alkoholverwaltung praktizierten Methoden nicht befriedigt erklären,, wenn er vielleicht auch einsieht, dass beispielsweise in Japan mit dem typisch schweizerischen Schnapsgeschmäck-, Man braucht nach einer Erklärung für den starben Besuch, den die auf gestern Donnerstag, den 18. Juni in den «Schweizerhof» einberufene ausserordentliche Generalversammlung der Sektion Bern des A.G.S. zu verzeiclnen hatte, nicht lange zu suchen, spiegelt sich doch darin lediglich das ungevöhnliche Interesse, dem die beiden Hauptgeschäfte m den Mitgliederkreisen begegneten. In einem klaren Referat legte der Vorsitzende, (Herr Oberst Marbach, die unerquickliche Situation dar* in welche sich die Sektion Bern des A.G.S. dadurch versetzt sah, dass die von ihr bei der Sparwnd Leihkasse Bern letztes Jahr einbezahlten 64000 Franken — die Summe, welche die Sektion der Rundstrecken A.-G. als Miete für die Rennstrecke und der Gemeinde Bern an Billetsteuern schuldete — durch den dieser Bank gewährten Zahlungsaufschub einfroren. Solange keine Klarheit darüber bestand, ob Mittel und Wege zur Ueberbrückung der daraus .entstandenen .Schwierigkeiten mit,den,.Gläu- ; bigern gefunden werden könnten, solange war es für die Sektion ausgeschlossen, an die Durchführung des Grossen Preises 1936 zu denken. Zeitraubende Verhandlungen mit der Rundstrecken A.-G. und der Gemeinde Bern haben indessen zu einem Abkommen geführt, das sämtlichen Begehren der Sektion Rechnung trägt. Um den wesentlichen Inhalt dieser Vereinbarung kurz zu skizzieren: die Sektion bezahlt der Rundstrecken A.-G. 25 000 Fr., welche durch Aufnahme eines Darlehens aufgebracht werden, dessen Tilgung p t rfolgt, sobald die bei der Spar- und Leihkasse eingefroren Gelder wieder frei werden. Ausserdem er- ;lärt sich die. Sektion bereit, der Rustag Bus dem Billetvorverkauf ä conto Mietzins 1936 einen Betrag von Fr. 15 000 anzuzahlen, damit die Rustag ihren Lieferantenschulden nachkommen kann. Die Billetsteuer wird der Sektion von der Gemeinde bis auf weiteres gestundet. Eine Inanspruchnahme des Sektionsvermögens über die für den Garantiefonds zu leistenden 5000 Fr. hinaus erfolgt nicht. Bereits haben Gemeinderat und Rundstrecken A.-G. dieses Abkommen genehmigt, und es fehlt nur noch die Zustimmung der Sektion Bern. Sie Hess nicht lange auf sich warten. Ohne ein Wort der Diskussion, dem Vorstand voll vertrauend, ratifizierte die Versammlung einstimmig auch ihrerseits die Vereinbarung und erteilte dem Vorstand die Kompetenz, die 25 000 Fr. Anleihe aufzunehmen. Damit ist der Grand Prix 1936 gesichert. Und nun heisst es, mit Hochdruck ans Werk, denn die Zeit drängt. Spritbeimischung und Stillegung des Autoverkehrs. In eine wesentlich anders geartete Atmosphäre führte die eigentliche piece de resistance der Tagesordnung, die Debatte über den Alkohblbbeimischungszwang. Schade nur, dass die «Stimme des Volkes», die sich bei der Erörterung dieser Frage bemerkenswert deutlioh und unmissverständlich vernehmen Hess, nicht bis zu den Ohren des Bundesrates dringt. Sie hätte ihm einen sehr eindrücklichen Begriff von der Empörung und der Verbitterung vermittelt, die er mit seiner unverantwortlichen Benzinpolitik in den automobilistischen Kreisen grossgezüchtet, mit seiner Politik, die der Weisheit letzten Schluss darin erblickt, der Automobilist sei ein reicher Mann; er -habe bisher bezahlt und werde auch weiter zahlen. Ausgangspunkt dieser für die heutige Stimmung in jeder Hinsicht symptomatischen Diskussion bildete der Beschluss des AGS, den Autoverkehr auf eine bestimmte Zeit stillzulegen, eine Meldung, die, wenigstens was die Sektion Bern anbetrifft, Begeisterung bei den Mitgliedern ausgelst hat und an deren Verwirklichung sich grosse Hoffnungen knüpfen. Man vernahm dabei noch nähere Einzelheiten über die auf Sonntag, den 5. Juli geplante Aktion, die allerdings restlose Solidarität und Disziplin der Automobilisten erheischt. Beobachtungsposten. ßollen aufgestellt werden, um Leute, die trotzdem fahren, anzuhalten und aufzuklären. Ins Auge gefasst ist ferner eine genaue Statistik über den Benzinkonsum an diesem Tag,, um...den Rehöräert schwärz auf weiss die Wirkung dieser Massnahtne zu demonstrieren. .= .. In der Diskussion überwog die Auffassung, 3ass man getrost zu lein behaftete chemische Produkte keinen reissenden Absatz finden. Ein Märchen, nichts als Märchen bedeutet es ferner, die Alkoholimporte der Regie durch Export v tättgkeit unserer chemischen Industrie zu erklären. Einmal stehen Uei Technik genügend Mittel zur Verfügung, um dem Inlandssprit - dieses sonderbare Geschmäckjein auszutreiben, und zum andern belegen die Ausfuhrzahlen der chemischen Industrie • • mit aller Deutlichkeit, dass ihretwegen in den ersten fünf Monaten dieses Jahres ' kaum 14,777 Hektoliter Alkohol eingeführt • werden mussten gegen 1304 Hektoliter in der' entsprechenden Vorjahresperiode. Eine Stufe tiefer ist sodann folgende, uns persönlich erteilte Antwort des nämlichen 'Standesvertreters zu hängen. Auf unsere Vorhaltungen, die vom 29. Januar 1936 datierende bundesrätliche Revision der Art. 31 und 32 bis der Bundesverfassung behaupte doch schwarz auf weiss, dass die Verwendung von 500 bis 600 Wagen ObstsprM als Industrie- und Brennsprit leicht sein;werde, denn die Alkoholverwaltung verkaufe jährlich 700 Wagen derartiger Produkte, erklärte der Referent, er sei da • mals eben nicht dabei gewesen! Womit wir aus dem Munde eines Stände Vertreters die Bestätigung erhalten, dass die wirklichen Tatsachen und Verhältnisse der Alkoholregie auch absichtlich ausser Acht gelassen werden können. Die Sektion Bern des A. C. S. zu wichtigen Tagesproblemen noch schärferen Mitteln hätte greifen dürfen. Mit zagen Aktionen erreichen wir nichts, es sollten noch andere, mehr Erfolg versprechende Massnahmen geprüft werden. Dass es nun niemals die Meinung haben kann, am «Verkehrsstreiksonntag» den Wagen zu Hause zu lassen, dafür aber die Bahn benutzen, versteht sich von selbst. Soll die Demonstration Eindruck machen und, ihren . Zweck enteichen, dann muss der Automobilist am 5. Juli in seinen vier Wänden bleiben und auch dem Gastgewerbe nichts zu verdienen geben. Damit schaffen wir uns neue Bundesgenossen, denn einen solchen Boykott wird auch das Gastgewerbe nicht hinnehmen. Es geht, so wurde weiter — und mit Recht — betont. nicht um den eintn Rappen. um den das Benzin verteuert werden soll, es geht ums Prinzip. Sind wir wirklich gerade noch gut genug, um für die Misswirtschaft des Alkohol* direktors aufzukommen? Schlucken wir die Pille, dann wird der Appetit des Fiskus ins Ungemessene wachsen. Wir dürfen nicht zulassen, dass auf der Alkoholverwaltung weitergewurstelt wird vielmehr wäre es an der Zeit, die Verhältnisse auf diesem Regiebetrieb einmal unter die Lupe zu"nehmen. Was weiter vorgekehrt werden kann? Sämtliche Sektjonsveranstaltungen konsequent abzublasen, dahin zu wirken, dass die Vergnügungsfahrten eingeschränkt werden, überhaupt die Clubmitglieder dazu anzuhalten, möglichst wenig zu fahren, ein Vorgehen, worin sich dem ACS auch die andern grossen Verbände anschliessen sollten, denn nur Zusammenhalten gewährleistet den Erfolg, den wir anstreben. Für die Camions, die Wagen der Aerzte muss mau darin freilich eine Ausnahme machen, ebenso wie die Interessen des Autogewerbes nicht ausser Acht gelassen werden dürfen. Freilich, auch vereinzelte skeptische Stimmen erhoben sich.- Sie gaben die Konsequenzen zu bedenken, wogen die Aussichten einer solchen Demonstration, die nur dann Eindruck machen könne, wenn sie sich auf längere Dauer erstrecke. Einer solchen zeitlichen Ausdehnung aber stehen die Interessen des Autogewerbes entgegen. Eines hat die Aussprache auf jeden Fall bewiesen, mit aller nur wünschenswerten Deutlichr keit: die einmütige, rückhaltlose Verurteilung des neuerlichen bundesrätlichen Beutezugs auf die Taschen des Automobilisten und den entschlossenen Willen, sich - diesem abermaligen Anzapfungsversuch zu widersetzen. Und dieser Wille fand in der mit überwältigendem Mehr erfolgten Annahme einer Anzahl aus dem Schoss der Versammlung gefallener Anträgt seinen Ausdruck, von Anträgen, die sich wie folgt zusammenfassen lassen: Die Sektion Bern empfiehlt Ihren Mitgliedern, bei der von der Via Vifa auf Sonntag, den 5. Juli geplanten Stillegungsaktion entschlossen mitzutun, sie wird ausserdem sämtliche Sektionsanlässe bis auf weiteres sistieren und legt Ihren Angehörigen nahe, den Fahrbetrieb aufs äusserste einzuschränken. Die Zentralverwaltung des ACS soll eingeladen werden, weitere Massnahmen zu treffen und nichts zu unterlassen, das geeignet sein könnte, die Situation für die Automobilisten zu verbessern, Abschluss der schweizerischen Fliegermanöver. Nachdem schon in den Jahren 1928 und 1930 gr'össere Manöver der schweizerischen Fliegertruppen durchgeführt wurden, hat man unsere Luftwaffe letzte Woche erneut zu Manövern einberufen, während sie in den letzten Jahren lediglich an. 4en piyisionsmanövern teilnahm. Zum Abschluss der ; diesjährigen Uebungen fand gestern Dönnerstägmörgen um .10 Uhr über Bern-Belpmoos eine Luftparade statt, an welcher in verschiedenen Staffeln total 86 Flugzeuge (Beobachter- und Jagd- Maschinen) eindrucksvoll defilierten. ,. Sternfahrt nach Gandria verschoben. •Die jür den morgigen. Samstag, vorgesehene Automobil-Stirnfahrt nach Gandria muss auf den September verschoben werden, da die meisten Alpenpässe noch nicht passierbar sind. ' Spezialitäten für's Camping TICINO erhältlich bei Agenzia Generale per il Ticino: FIREZONE OIL, LOCARNO •. 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