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E_1936_Zeitung_Nr.050

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Ein wissenschaftlicher

Ein wissenschaftlicher Beweis 1 Lautfiacheein« neuen ungebrauchten Kotbenringes. Die Oberfläche scheint so rauh wie bei einer Feile und ist DIE URSACHE VON REI- BUNG. Sio gibt die Erklärung, warum neue Motoren beim Einlaufen überhitzt werden. O Laufflache eines gleichen Kolbenringes nach *" 35000 km. Lauf mit gewöhnlicher OelechmierungOHNE PYROIL-ZUSATZ. Dieselbe ist immer noch rauh und ERZEUGT REIBUNG. 4/5plätzig, prächtige Ausführung, 1933. Prima Zustand. Fr. 2800.—. Vorteilhafte Gelegenheit! Anfragen unter Chiffre 15495 an die Automobil-Revue, Bern. Die nachstehenden Abbildungen sind unveränderte Wiedergaben von Original* Mikro-Photographien einer Kolbenring* Lauffläche in der GrBsse einer Bleistiftspitze, IN 140-FACHER VERGROSSE* RUNG, aufgenommen ton Prot Dr, G. A. Abbott. PYROIL dem Benzin, Oel und Fett beigemischt bildet bei alten sich bewegenden Maschinenteilen eine SELBSTSCHMIERENDE OBERFLÄCHE, welche gegen Oberhitzung, Abnützung und Oelverdünnung SCHDTZT. 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BERN, Freitag, 19. Juni 1936 Automobil-Revue, II. Blatt - Nr. 50 Hermann Hiltbrunner: 7]iii*if*li die heimatliche Stadt Nicht immer ist es dem reisenden Menschen gegeben, die Stadt, in die er einfährt, sozusagen mit baubares Gebiet immerdar Landschaft bleibt. Die wirkt, sondern auch dadurch, dass er als unver- einem Blick und gleich als Ganzes zu erfassen. Bahnhofstrasse, die Strasse des maximalen Verkehrs und der lebendigsten Geschäftigkeit — auch Woher aber kommt es, dass Zürich seine Ankömmlinge auf so offene Weise begrüsst und ihnen im dies ist gleichnishaft — verliert sich in zauberhafte Gesamtüberblick über seine Natur zugleich Einblick in sein innerstes Wesen gestartet? Ein leichtes Blick hingleitet bis zu jener Ferne, wo er vom weis- Anlagen, sie endet an diesem See, über den der Rätsel für den Menschen, der aus den grossen sen Misterium des Schneegebirgs gebannt und gebunden wird. Ebenen kommt! Denn wie liegt diese Stadt herrlich ausgebreitet im weiten Tal und glückselig hingebettet an dessen liebliche Lehnen! Wie hat sie sich niedergelassen in dieser schönen Schale, wie lagert sie heimathaft in dieser milden Mulde, wie ruht sie fruchtbar in diesem mütterlichen Schossl Es ist ein wunderbarer Siedlungsraum, eine Wohngrube grössten Ausmasses; aber nichts verliert sich im Endlosen, nichts verbirgt sich hinter tiefen Horizonten, alles.ist da auf einmal, gegeben auf einmal. Ist es da verwunderlich, dass sich der Fremde von Anfang an in dieser Stadt zu Hause fühlt und der, der sich hier niederlässt, eine wahrhaftige Heimat findet? Die Stadt selbst wird still. Aller menschliche Eifer verliert sich in dieser Stille, die Geschäftig- Und doch steht dieser Fremde, wenn er den keit erlischt, alles Tun endet im Sein und alles Sein Zug verlässt, mitten in einer Großstadt, mitten in einem baulichen Werden, mitten in einem lebhaften, internationalen Verkehr. Aber weil die Landschaft von allen Seiten zum Herzen dieser Stadt strömt, die in die Breite gebaute Stadt wiederum sich in eben diese Landschaft verliert, fehlt das eigentlich Großstädtische, das anderswo beängstigt und verwirrt, und es ist immer wieder das Raumhafte, das Kammermässige unter dem weitgespannten geht über in ein Geheimnis — auch am Tage, nicht nur des Nachts. Und immer ist es das Wesen dieser Landschaft, die Erde um Zürich und unter Zürich, die solches vollbringt: diese Erde, die einst äonenlang unter der gleichmässigen Nacht des Eises lag und die, als sie von diesem Alpdruck befreit wurde, schon von den ersten Menschen unseres Landes zur Wohnstätte und Heimat erkoren ward. Dach des Himmels, wodurch das sonst Unabsehbare übersichtlich und alles Verwickelte einfach wird. Auch ohne die Wahrzeichen der vielen Türme könnte man nicht irregehen in diesem weiten Wellental voller Häuser und trotz intensivster Werktätigkeit liegt eine rätselhafte Ruhe über dieser Stadt, da sie das Ländliche, Gartenhafte bis in die grossindustriellen Stadtteile zu wahren vermochte. Hingerissen von dieser mütterlichen Milde und allseitiger Sänftigung konnte jener Engländer Zürich die Stadt der ewigen Ferien nennen. Nein, Zürich hat sein Licht nicht unter einen Scheffel gestellt, sondern lässt es leuchten vor den Leuten — obwohl es nicht die Stadt ist, die auf einem Berge liegt. Von der weiten Arena des Talbodens steigt das Gelände auf zu den hellen Hängen des Nordosthalbkreises: zum Horizont der hügelhaft lieblichen Linien des Zürichbergs, Milchbucks und Waidbergs. Ihnen gegenüber erscheint der Südwesthalbkreis durch die markante Gestalt des Uetlibergs stärker akzentuiert. Aber dort, wo die Stadt den See in ihre Mitte nimmt, dort, wo die bewohnte Arena in blankes Wasser übergeht und der Horizont weit zurückweicht und fern wird und blau — dort schwebt, heller über dem so schon Hellen, lilienhaft über dem so schon Blühenden der sagenhafte Zauberhorizont des Hochgebirgs: ein Silbergeschmeide, zur königlichen Kette gefügt, zu jener vielzackigen Krone, geschmiedet, die uns .als .einzige Krone, als Krone ohne König, bis heute zusammengehalten hat... Dieser See ist das Heiterste in der heitern Landschaft. Er entlässt einen gänzlich geläuterten Fluss und schickt ihn mitten durch die Stadt als Abgesandter seiner steten Klarheit. Der See als ruhender Spiegel, der Fluss als lebendig bewegte Klarheit — beide sind ein Gleichnis für diese Stadt und ihr Leben. See und Fluss und Stadt und Mensch sind eins. • ' Der See vollendet die Idylle dieser Stadt nicht allein dadurch, dass er spiegelnd und spielerisch ihre Ufer liebkost oder mildernd auf ihr Klima ein- Wer von der Höhe des Uetliberges die Stadt in ihrer weitern Umgebung liegen sieht und ihr Dasein zwischen Süd und Nord, zwischen Ost und West als notwendig erkannt hat, der wendet sich noch einmal dem Hochgebirge zu. Es mag ein Abend sein, der mit seinem Alpenglühen den Besucher solange festhält, bis die Stadt ihre Lichter anzündet. Vor ihnen verblasst der Lichtstaub der Sterne am Firmament und das Geflimmer der Tiefe ist wie Meeresleuchten und wie ein Sternhimmel auf Erden. Münsterbrücke Von Johanna Böhm. Das ist die Brücke meiner Jugendtraume, Von Gotteshaus zu Gotteshaus geschlagen, Wo Kirchenuhren doppelt Zeiten sagen, Unendlich Turme streng zum Himmel ragen Und Möven, Tauben, Schiffe, Wellensäume! , Auf einer Ansichtskarte flüchtig Schau Als Kind. Ein Traum, der mir zu Herzen ging, Der Jahr für Jahr das Wunschbild enger fing, Nun ist die Wirklichkeit noch schönrer Bau. Hörst du der Vögel und der Glocken Sang, Der Schwäne seltsam Spiel, der Möven Schrei? Der Abendsee lässt willig Weite frei. Und Lichter reihen sich dem See entlang. So in der Mitte auf der Brücke Gang, Wie mancher da verklärt bewundert hat! Jetzt löst sich drüben geisterhaft die Stadt... O meine Sehnsucht wird hier niemals satt. — Es fliesst der See ins nebelhafte Grau Des Horizonts, des Himmels Ewigkeit, Und einen Augenblick schwimmt alles blau, Die Häuser sind zum Abend still bereit... Der Mövenzug ob mir flieht fremd und weit. Das Flügelrauschen der Unendlichkeit. (Photo Pleyer, Zürich)