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E_1936_Zeitung_Nr.056

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22 Automobil-ReTue —

22 Automobil-ReTue — N°56 Hallwag-Führer u. Hallwag-Karten Diese unentbehrlichen Begleiter auf genussreichen Fahrten sind das willkommenste GESCHENK, das Sie Ihren Freunden u. - sich selbst - machen können Europa TOUring, Automobilführer von Europa, herausgegeben vom Touring-Club der Schweiz. Redaktion O. R. Wagner, Bern. Patronat: Alliance Internationale de Tourisme. Die 12. Ausgabe enthält 62 Hauptkarten, umfassend ganz Europa vom nördlichen Eismeer bis nach Gibraltar und die Grenzen von europäisch Russland, 26 Länderkarten, 90 Stadtpläne, 400 Seiten Gebiets- und Ortsbeschreibungen. Preis Fr. 12.—. ,, 25x40 cm, umfassend 153 Hauptkarten und eine Uebersichtskarte, Einreise- und Fahrvorschriften für sämtliche Länder Europas, Ortsregister. Preis Fr. 30.—. CH Touring, Führer für Automobilfahrer, herausgegeben v. Touring-Club der Schweiz. Redaktion O. R. Wagner, Bern. 19. Auflage, enthaltend 36 Hauptkarten 1:250,000,5 Panoramen, 26 Stadtpläne, 240 Seiten Routenbeschreibungen und Ortsregister, 31 Kunstdruckbilder. Preis Fr. 10.—. CH Touring, kleine Ausgabe, eine konzentrierte Zusammenfassung des obigen Werkes auf Grund von Karten im Maßstab 1:350,000, herausgegeben vom Touring-Club der Schweiz. Redakt. O. R.Wagner. Preis Fr.6.-. Die Alpen, Automobilführer durch das gesamte Alpengebiet vom Mittelmeer bis an die Donau, enthaltend 50 Karten im Maßstab 1:500,000, 300 Alpenpassbeschreibungen mit zahlreichen Illustrationen. Preis Fr. 8.—. Automobilführer Ton Frankreich, 25 Karten im Maßstab 1:1,000,000, 175 Seiten Text über bevorzugte Touren, landschaftliche Schönheiten und historische Sehenswürdigkeiten, Ortsregister, 40 Kunstdruckbilder, eine Gesamtkarte von Frankreich. Preis Fr. 6.—. Automobilführer von Italien, 10 Karten im Maßstab 1:1,000,000,12 Karten im Maßstab 1:500,000, 170 Seiten Text, der durch hervorragende Sachkenntnis den touristischen, sowie den kulturellen Wünschen des Automobilfahrers entspricht. In knapper Form sind die verschiedenen touristischen Gebiete Italiens behandelt. Preis Fr. 6.—. Automobilführer Ton Deutschland. Enthaltend 14 Karten im Maßstab 1:1,000,000, 160 Seiten Text, die wichtigsten Landschaften und Städte des Reiches behandelnd, 40 prächtige Hunstdruckbüder. Preis Fr. 6.—. Portugal. 12 Karten im Maßstab 1:1,000,000, ca. 120 Seiten Text über Spanien und Portugal. Preis Fr. 6.—. üebersichtskarten. Zentral-Europa (Europa Touring). Maßstab 1:1,500,000. Pap. Fr. 6.— Lw.Fr.8.—. Europa (Europa Touring). Maßstab 1:3,000,000. Pap. Fr. 6.—. Lw. Fr. 8.—. A VERLAG 1. Führer. Automobil-Atlas ron Europa, Format Automobilführer von Spanien und Wir besitzen Automobilkarten sämtlicher Länder Europas. Klarheit, Uebersichtlichkeit, leichte Lesbarkeit, praktisches Format und einfache Falzung sind ihre Vorzüge. 6-Farbendruck. Deutschland: 1:1,000,000, doppelseitig Fr. 2.80 Frankreich: 1:1,000,000, doppelseitig „ 2.80 Italien: 1:1,000,000, doppelseitig ... „2.80 Oesterreich-Ungarn-Tschechoslowakei: 1:1,000,000, doppelseitig „ 2.80 Nordafrika: 1:3,000,000, einseitig. . . „ 1.25, 6-Farbendruck, praktische Faltung, grosse Uebersichtlichkeit, vorbildliche Strassenführung. Blatt I : Zentralalpen: München—Grenoble, t Venedig—Dijon. Blatt II: Ostalpen: Wien—Dolomiten, Fiume — München. Blatt IQ: Meeralpen: Riviera—Grenoble, Rhonetal—Adria. Preis pro Blatt Ft. Die Hallwag-Führer und -Karten sind in allen guten Buchhandlungen des In-u. Auslandes erhält!., sowie beim HALLWAG BERN Abteilung Autotouristik a) Ausgaben mit Text. Deutschland: 1:1,000,000, doppelseitig Fr. 4.— : Frankreich: 1:1,000,000, doppelseitig . „-A.—P Italien: 1:1,000,000, doppelseitig . . . *„ "4.—f Oesterreich-Ungarn-Tschechoslowakei: t : 1:1,000,000, doppelseitig . . . . . „ 4.-5' Holland-Belgien: 1:650,000 4.—t Spanien: 1:1,500,000 4.—;, Grossbritannien: 1:1,500,000 4.— Nordländer: 1:1,500,000 . . . . . . . „ 4.— Finnland: 1:1,500,000 „ 4:—t Baltische Staaten: 1:1,500,000 . . . . „ 4.— b) 2. Länderkarten. Polen: 1:1,500,000 „ 4.— v Rumänien: 1:1,500,000 „ 4.— Balkan: 1:1,750,000 . . . . . . . . . „ 4.— Ausgaben ohne Text. 3. Spezialkräften. Sehr sorgfältig gezeichnete und auf zähem Papier gedruckte Blätter der bevorzugten Ausflugsgebiete Zentraleuropas. Schweiz: 8-Farbendruck . 1:300,000 Schweiz und Grenzgebiete 1:500,000 Schweiz-Riviera 1:500,000 Bodensee 1:300,000 Genfersee 1:300,000 Oberitalienischa Seen . . . 1:300,000 Schwarzwald 1:250,000 Vogesen . . .' 1:250,000 Rhein und Mos«l Oberbayern 1:500,000 1:250,000 Dolomiten Burgund 1:250,000 1:300,000 Alle diese Blätter in 6-Farbendruck. 4. Alpina-Karten 1:500,000 Telephon 28.222 A l Wir entsinnen uns noch ganz genau, dass das Cape schon im Vorjahre zu den vielerörterten modischen Themen gehörte, und dass diese Mode auch nicht zu unterschätzende Erfolge zu verzeichnen gehabt hatte. Was ihr aber zweifellos fehlte, und was sie gerade in den Kreisen der «Kennerinnen» nicht populär werden Hess, war eine nicht zu leugnende Einförmigkeit, die Schuld daran trug, dass die Capes einander glichen, wie ein Ei dem anderen; es gab also kurz gesagt: keine Variationen, keine fesselnden ' Einzelheiten, woraus sich nach und nach etwas wie eine «modische Uniförmierurig» ergeben, musste. «Die Dame mit dem Cape» war unter diesen Umständen dazu verurteilt, zu einem nur allzu oft wiederkehrenden Motiv des Strassenbildes zu werden. Weil aber die meisten Frauen bestrebt sind, in den Stücken, die sie anschaffen «persönlich» zu wirken, darf es uns nicht wun- 2)as Cape dern, wenn das Cape in dieser'primitiven Form als Massenmode bezeichnet und abgelehnt wurde. Es handelt sich nun darum, das Cape schon in seinem Schnitt (ganz abgesehen vom Materiale) fesselnd zu gestalten. Die neuen Capes haben etwas Ausserordentliches an sich, indem sie von der Schablone abweichen und einen neuen Stil bringen, der gefallen muss, weil er die Eigentümlichkeit der neuen Mode ebenso berücksichtigt, wie die Ansprüche, die eine moderne Frau an ein Kleidungsstück, das sie oft zu tragen 'wünscht, stellen darf. Wenn wir heute von neuen Capes sprechen, dürfte es auffallen, dass sie nicht etwa nur bestimmte modische Gebiete erfassen, sondern sich als generelle Mbde geltend machen und zu jeder Tageszeit getragen werden können, so 'dass für diesen Zweck auch an die Verarbeitung der allerverschiedensten Materialien gedacht werden kann. Die Folge davon ist eine ungeahnte Vielfalt. Dem Cape mit spo'rtivem Einschlag, das der Ergänzung des Alltagskleides dient, gibt man ganz neue Formen, zu deren interessantesten unstreitig das sogenannte «Cape-Bolero» gehört, dessen Rückansicht wir in unserer ersten Skizze vor Äugen führen, -Man bemerkt Hier den mit einem Rollkragen abschliessenden breiten Sattel (eine Erinnerung an die Biedermeiermode, der wir das Cape eigentlich verdanken) und daran schliessend: den neuen schmal-konturierten Capeschnitt, der in der Vorderen und rückwärtigen Mitte ein «Fenster» freilässt, um den bolero-artigen Charakter zu unterstreichen. Damit aber diese Mittelbahn nicht zu breit erscheine, wird sie rückwärts entweder mit einem Schlitz oder mit einer Hohlfalte versehen, wie dies in unserem Bilde auch'angedeutet erscheint. Ein-neuartiger Gedanke ist das «Jacken- Cape», wie schon die Bezeichnung sagt: eine originelle Verschmelzung des heuer so modernen Jäckchens mit einem Cape (Mittel-Figur). Hier werden im Cape tiefe Einschnitte vorgesehen, die einerseits als Armdurchlass dienen, anderseits auch für den Gürtel bestimmt sind, der zwar rückwärts unterhalb des Capes läuft, vorne hingegen — neben einer Knopfreihe — dem Verschlüsse des mit breiten, hellen Aufschlägen versehenen Jäckchens dient. (Eigentlich wird auch hier in das dreiviertellange Cape ein «Fenster» eingeschnitten, das dann den unteren Rand der Jacke zu bilden hat). Diese Ausschnitte, mit denen wir uns vertraut machen müssen, sind es ja, die der Capemode dieses Jahres ihre Eigentümlichkeit und ihre Bewegtheit geben, die sie derart fesselnd gestalten, dass sie sogar als Umhülle des Gesellschaftskleides Verwendung finden. Als Beispiel führen wir in unserer letzten Figurine eines der reizenden, neuartigen Buntseidenkleider vor Augen, deren Zeichnung teils orientalische Muster, teils modern-stilisierte „Blitfenmotive, teils aber auch die kleine Streu- Dessinierung der Aelplertracht bringt,' ' "Äi e heuer von den führenden Seidenfabriken als grosse Neuheit immer wieder in den Vordergrund gerückt wird. Gerade zu solchen buntgemusterten Modellen nehmen sich hell-einfärbige Capes gut aus, vorausgesetzt, dass sie nicht die übliche, schablonenhafte Form, sondern bei aller Einfachheit schon den neuen Stil besitzen. Wie eine solche Umhülle aussehen soll, können wir leicht an Hand unseres Bildes feststellen, das ein modernes Cape mit einem wasserfallartigen «Roll-Schalkragen» vorsieht, der (da auch diese Umhülle das uns nun schon vertraut gewordene «Fenster» erkennen lässt) zur Mitte hin so weit vorspringt, dass er fast den Eindruck eines bolero-ähnlichen Vorderteiles macht. Nur solchen Feinheiten der Linienführung ist es zu verdanken, dass die Capemode endlich neue Impulse erhielt und heute viel beliebter ist denn je zuvor. In |«der Farbe in allen Fachgeschäften zw hoben. für Damen und Herren X pacfumede mitiefhucs J. Salzmann Vlatktqusse 17, JiecH^ Spezialistinnen for

N»56 Automobil-Revue 23 Chinesische Schatten Die Geschichte stammt aus China, wo sie übrigens volkstümlich ist und in Versen, Zeichnungen und Theatern weiterlebt. Ein Journalist hat sie mir als schönstes Reisegeschenk mitgebracht. Ich kann sie nur in europäischer Art erzählen mit einem leise untermalten Hintergrund dieses merkwürdigen Landes. In der Zeit, in welcher diese Handlung spielt, gehörte China ganz sich selbst, und seine Sitten und Gebräuche waren noch in nichts von den unsern beeinflusst. Zu jener Zeit hatten alle Häuser des südlichen Reiches ohne Ausnahme papierne Fensterscheiben. Wirkliche Schättenwerfer, in denen nachts bei Beleuchtung von aussen, die Silhouetten der Einwohner sichtbar waren, die später soviel nachgeschnittenen chinesischen Schattenbilder. An einem mondhellen Frühlingsabend spazierte ein junger Student in den Gärten, die die Stadt umsäumten. Er ging erhobenen Hauptes, um die Düfte der blühenden Pflaumenbäume besser aufnehmen zu können, deren Namen im Chinesischen soviel bedeutet wie «Kinderglücksbäume». Im papiernen Fenster des schönen Hauses, das > im Hintergrund dieses Gartens lag, gewahrte er von Feme den zarten Schatten eines jungen Mädchens kommen und gehen. So harmonisch waren die Linien, so reizend die Bewegungen der Erscheinung, dass der Jüngling, die Düfte der Frühlingsbäume vergessend, unter mondbeleuchteten Bäumen vorwärts schlich, um dem nächtlichen Zauber näher zu sein. Seine. Bewunderung könnten uns tausend Verse erzählen, wenn wir Chinesisch könnten. Es ist leicht zu erraten, dass in dieser Nacht der arme Kim (dies ist sein Name) sich in dies unerreichbare Dämchen unsterblich verliebte, ohne dass das Mädchen im Schein eines matten Lichtes von dieser Bewunderung auch nur das Leiseste gespürt hätte. Kim kam nun jede Nacht dieses Frühlings, und jede Nacht stieg seine Liebe, seine Leidenschaft. Wie konnte er erreichen, dass diejenige, die ihm immer noch ein Schatten war, ihm lebendig begegnete? Es scheint, dass die Gebräuche sich dawiderstellten und dass in China die Liebe solche Grenzen nicht übersteigen kann. Zweifellos verbot ihm seine Stellung, so hohe Ansprüche zu machen. Von Freude und Schmerz verzehrt, wie übrigens es in seinem Falle manchen ergehen würde, fasste Kim, der es nicht mehr aushalten konnte, nur einen Reflex zu lieben, den Entschluss, sich für immer aus der Stadt und deren Umgebung zu entfernen. Er flüchtete in eine andere Provinzstadt zur Fortsetzung seiner Studien, in der Hoffnung, dass die Entfernung seinen Wahn heilen möge. Daraus wurde nichts, wie man sich vorstellen kann. Die schöne Kien, die nie erfuhr, woran sie Schuld trug, bewegte sich immer noch am Abend in ihrem durchsichtigen Hause, ohne dass nun jemand den Tanz ihrer Bewegungen verfolgte. Aber — als wenn ein Talisman zerbrochen wäre — kehrte von da an das Unglück in ihr Haus ein. Langsam, aber schwer schritt das Schicksal einher. Es kam in der Gestalt eines Juweliers und eines Seidenkaufmanns, die innert zwei Jahren ihre Familie ruinierten. Vater und Mutter des Kindes starben aus Gram darüber und das Unglück brach über Kien zusammen, die eine arme Waise geworden war. Während dieser Zeit malte der verliebte und verbannte Kim mit Hilfe eines feinen Pinsels Skizzen, die immer geschickter und deutlicher das geliebte Bild wiedergaben, das ihn betörte. Eines Tages — wohl um seinen Traum ein wenig loszuwerden — besuchte er mit einigen Freunden ein Haus, das man, nach dem Ausdruck unserer Grossstädte, ein Freudenhaus nennen könnte. Nach den üblichen Zeremonien, Begrüssungen und Wortwechsel nach dortiger Sitte wurde Kim schliesslich einer reizenden jungen Frau vorgestellt, in deren Gesellschaft er einen ganzen Tag verbrachte, ohne übrigens deshalb seinen geliebten Schatten zu vergessen. Nach diesem Feste, das ihm übrigens einen bittern Geschmack hinteriiess, wie alles, was vergiftet ist, ging er müde und abgespannt in seine Pnvatwohnung zurück. Der Frühling lag wieder in der Luft, und auf den Bäumen trieben die Knospen. Der Mond schien wie am ersten Tag jener Liebe, die mit ihm sterben sollte. Kim wanderte unter Pflaumenbäumen und warf einen bösen Blick auf jenes Teehaus zurück, das er eben verlassen hatte. Seine umränderten Augen blickten zum beleuchteten Zimmer empor, in welchem eine irdische Liebe ihm die erhabendste Vereinigung ersetzen musste. Ein Schatten kam und ging über die papierne Fensterscheibe. Ein zarter Schatten, harmonische Linien in reizender Bewegung... Kim stand das Herz unter seinem gestickten Gewände still. Er erkannte diesen Schatten, den der Entehrten, die er eben verlassen hatte. Es war der, •welcher ihn seit so langer Zeit verfolgte, so lange Tage, so lange Nächte. Das war der unvergleichliche Schatten, der für ewig sein Herz erfüllte, der ergötterte Schatten der" schönen Kien. So hatte eine unglückliche Fügung, während er Jie Unerreichbare zu lieben glaubte, diejenige, an die er nur in Träumen zu denken wagte, entehrt, verkauft, aber lebendig in die Arme geworfen. Während er sie in den Armen hielt, hatte er sie nicht erkannt. Wohl aber jetzt unter dem dunklen Schein als keuschen jungfräulichen Geist, den er immerfort angerufen hatte. Was hätte an seiner Stelle ein Mann unserer Gegend getan? Kim war ein überirdisches Geschöpf. Was er getan, so erzählt man, war logisch und von reinster Tradition. Ohne jemand in das Geheimnis seines Todes einzuweihen, aber unfähig, das Entsetzen über den Verlust seines Ideals ertragen zu können, erwürgte er sich in jener Nacht mit eigener Hand. (Aus dem Russischen von E. I.) Der Chinese und seine Namen Der Chinese trägt und ehrt seinen Vornamen, ganz wie wir es tun, das ganze Leben lang; aber er sammelt eine ganze Schar weiterer Namen auf, indem er von einem Abschnitt seiner Existenz zum nächsten wandert. Er erhält einen neuen Namen, wenn er zum ersten Male zur Schule geht, wenn er grossjährig wird, wenn er einen akademischen Grad erhält, und wenn er heiratet, ja, sogar nach seinem Tode wird ihm ein neuer, posthumer Name verliehen, der auf seinem Ahnentäfelchen prangt. Wenn ein'Chinesenbaby drei Monate alt wird, gibt es ein Familienfest, und das Kind erhält seinen ersten oder «Milchnamen». Es behält diesen, der gewöhnlich nur aus einem einzigen Ideogramm besteht, so lange es lebt. Geht es dann in die Schule, so erhält es seinen «Buchnamen» mit Bezug auf seine Studien, seine Aussichten im Leben, seinen Charakter oder sein wichtigstes Erlebnis ausgewählt. Seine Lehrer und Mitschüler kennen es nur unter diesen Namen, und später wird er bei allen amtlichen Dingen und literarischen Angelegenheiten verwendet. Diesen beiden Jugendnamen wird der «Grosse Name» hinzugefügt, vor der Ehe und von nun an wird die Person von Eltern und Verwandten mit Milchnamen und grossem Namen bezeichnet. Erhält sie eine akademische Würde oder einen Beamtentitel, so nimmt sie einen «offiziellen Namen» an; und daneben erhält sie noch einen «blumigen Namen» — einen Beinamen, der sich auf ihre Fehler oder Eigenschaften bezieht. Unter die beliebtesten blumigen Namen gehört «Ah Pin — der Plattnasige, und Tau-pei — was pockennarbig bedeutet. Neben den richtiggehenden Namen, die sich Leute von Reichtum und Distinktion erwerben, gibt es noch andere. Ein Knabe kann einen weiteren Namen erhalten, um die bösen Geister zu täuschen und dem Vater den Nachkommen zu erhalten, ein reicher Mann besitzt stets einen «Tong-Namen», den er entweder von seinen Vorfahren ererbt oder, w%nn er selfmade-man ist, persönlich erworben hat. Dieser Name repräsentiert sowohl in selbst als auch seine Familie und kann auch von seinen Söhnen geführt werden — so lange sie unter des Vaters Dach leben. All diese Namensherrlichkeit bleibt jedoch den Männern vorbehalten, die Mädchen .gehen fast leer aus, und müssen sich mit einem Milchnamen zufrieden geben. Wie in Europa, wird die Ehefrau aus Höflichkeit mit dem Namen ihres Gatten angeredet. Sie nennt aber niemals ihren eigenen Namen und ist nur unter zwei Familiennamen bekannt — ihrem eigenen und dem ihres Mannes. Ein Herrscher erfreut sich natürlich einer sehr grossen Zahl von Namen; sein Eigenname aber ist allzu heilig, um der Allgemeinheit bekannt zu werden. Niemand darf ihn aussprechen und noch weniger schreiben, solange die Dynastie besteht, mag, auch der Träger selbst längst tot und begraben sein. Dieses Namenstabu besteht auch sonst; ein Kind darf seinen Vater nicht bei Namen nennen, da dies höchst respektlos wäre, und sehr oft kennt eine Ehegattin von den Namen ihres Mannes nur den Familiennamen. Auch die Nennung der Namen des Konfucius und Mencius ist verboten, obwohl ihre Zunamen keineswegs als heilig gelten. CTO «Sagen Sie mal, ich zähle nun schon eine halbe Stunde, wieviel Eimer hat denn du Ding?» Bilder von zarter Modulation mit SELO Feinkorn Panchro Rollfilms, 27° Seheiner antihalo Jede Aufnahme ein Erfolg Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich In O. R. Wagners CH Touring, Führer für AutomobilfahrBr, offizielle Ausgabe des T.C.S. DIE SCHÖNE STADT ZWISCHEN BODENSEE UND SÄNTIS Berühmte Stiftskirche u. Bibliothek. Museen u. Gemäldegalerien. Wildpark. Die besten Autostrassen der Schweiz. 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