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E_1936_Zeitung_Nr.057

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Nachklänge zur

Nachklänge zur StHlegungsaktlon vom 5. Juli 1936. Das prächtige Resultat der Söllegungsaktion vom 5. Juli, das auch im Bundeshaus Eindruck gemacht haben dürfte, hat im Kantön Zürich eine seltsame Blüte überreizter Phantasie gezüchtet In einem im «Zürcher Bauer > erschienenen Artikel, der wohl der Redaktion in der ersten «Täubi» über die mustergültige Disziplin der Motorfahrzeugbesitzer entwischt sein dürfte, wird in naiver Weise der Vorschlag gemacht, dass eine Initiative, für Einführung eines Fahrverbotes am.ersten Sonntag jeden Monats lanciert werden soll. Wenn schon bei der Abfassung des Zeitungsartikels herzlich wenig Geist angewendet worden sein dürfte, so hat man zudem die Auswirkung einer solchen Initiative überhaupt nicht überdacht. Ein solcher Sonntag würde nämlich den Bund allein zum mindesten durchschnittlich 100000 Franken kosten, das heisst pro Jahr \2 Millionen Schweizer Franken, die heute für Subventionen an die Landwirtschaft verwendet werden. Und was sagen die Bauerngasthof- und Hotelbesitzer dazu, d. h. die eigenen Parteileute und Grossabnehmer der Landwirtschaft? Man sollte doch etwas logisch denken und nicht solchen «Chabis » züchten, auch wenn er aus einem « gräflichen > Garten stammt. Ostschweizerische Meldungen besagen, dass am 5. Juli einer der. eifrigsten Autofahrer der Ghef des Eidg. Eisenbahndepartementes, Herr Bundesrat Pilet-Golaz, war, den seine sonntägliche Eisenbahn-, pardon Autofahrt bis nach Ermatingen führte. Nicht die Autos, aber die Kontrollschilder wurden am 5. Juli spazieren geführt. In den Strassen Zürichs passierten am Sonntag nachmittag zahlreiche Radfahrer, die an ihren Vehikeln Autokontrollnummern befestigt hatten und so gegen die Benzinpreiserhöhung opponierten. Die Behördevertreter Schemen überhaupt am Sonntag eifrige Automobilisten gewesen zu sein. Auch ein zürcherischer Nationalrat und ein Kantonsrat sollen sich besonders ausgezeichnet haben. Aber all diese gekünstelte Ankurbelung des Verkehrs nützte nichts, die Strassen blieben leer. Ein schlagendes Beispiel: Die Kontrolle bei Rüschh'kon an der wichtigen linksufrigen Seestrasse, wo sonst jeden schönen Sonntag Hunderte von Motorfahrzeugen passieren, hatte am 5. Juli von 6 Uhr, morgens bis 22 Uhr nur einen Verkehr von sage und schreibe 23 Personenwagen aufzuweisen. Man ist nun bei der kantonalen Strassenverkehrsliga damit beschäftigt, die Kontrolllisten genau zu verarbeiten und die Ergebnisse zusammenzustellen. Schon jetzt lässt sich ersehen, dass mehr als 99,5 % des zürcherischen Motorfahrzeugbestandes am 5. Juli stillgestanden sind. Es war in jeder Beziehung eine mustergültige Solidarität! Bereits zeigen Sich auch die finanziellen Auswirkungen. Einmal haben die Zürcher Strassenbahnen und die Bundesbahnen keinen Verkehrsgewinn gegenüber einem normalen, schönen Sommersonntag zu verzeichnen. Die Strassenbahn bedurfte ihres Sonderaufgebotes von Wagen und Personal nicht (hoffentlich hält die von der Direktion der öffentlichen Betriebe für den 5. Juli versprochene, besonders höfliche Bedienung durch das Personal auch für die Zukunft an), und auch die reiche Auswahl der billigen S.B.B.-Extrazüge fand nicht allzu viele Liebhaber. Anderseits meldet ein sonst vielbesuchtes Hotel am obern Zürichsee einen Verdienstausfall von zirka 500 Fr. Anstatt zirka 60 Mittag- und Nachtessen wurden am 5. Juli nur deren vier eingenommen. Mögen nun auch von Seiten der Hoteliers und Wirte die Bundesbehörden unter Druck gesetzt werden; der 5. Juli dürfte manchem Angehörigen dieser Erwerbskreise aufs lebhafteste in Erinnerung gerufen haben, was der Autofahrer für seine Existenz bedeutet Etliche Fahrer haben sich nachträglich bei den Verbänden dafür entschuldigt dass sie am 5. Juli aas zwingenden Gründen (Notfälle, Krankentransporte etc.) kleinere Fahrten ausführen mussten, wofür sich ein Zürcher Oberländer sogar bereit erklärte, als Entgelt einen Beitrag an die Kosten der Aktion zu bezahlen. Mit welcher Begeisterung sich die Automobilisten und Motorradfahrer für den Kontrolldienst zur Verfügung stellten, geht daraus hervor, dass, obwohl der « Dienstantritt» erst für 6 Uhr vorgesehen war, verschiedene Mitarbeiter ihre Kontrollen schon um 2 Uhr morgens Öffnete« und abends bis gegen Mitternacht im Amt blieben. Die Beaufsichtigung der Kontrollposten durch die Polizeiautos und Motorräder war eine sehr intensive und sonst bei andern « Fällen » nicht zu sehende. Hier witterte man billige Lorbeeren, derweilen diese ausgedehnten Polizeifahrten dem Steuerzahler nur unnütze Ausgaben brachten. Die entfaltete Energie wäre bei andern Polizeifällen eher wünschenswert und angebracht gewesen. Und schliesslich eine letzte e*rfreu!iche*Konstatierung: Die Zusammenarbeit der Verbände in der kantonalen Strassenverkehrsliga Zürich war diesmal eine vortreffliche. Es dürfte nun eine Organisation geschaffen worden sein, die auch für weitere und grössere Aktionen inskünftig schlagfertig bereit steht. Es ist ein grosser Gewinn des 5. Juli, dass diese solidarische Zusammenarbeit der Vertreter aller Verbände herbeigeführt werden konnte. und sichergestellt V Güterverkehr und Werkverkehr Eine der wichtigsten Fragen der Verkehrsregelung und besonders der Verkehrstellung betrifft die Regelung des Güterverkehrs und innerhalb dieses Rahmens des Werkverkehrs AtTTOMOBIL-REVÜE WEKSTAG, n. JÜ£I f69B — N° 57 mit Motorfahrzeugen. Nachdem der Verband der Lastwagenbesitzer (Aspa) in einer Eingabe an den Bundesrat eine Konzessforiierung der gewerblichen Lastwagentransporte durch Einführung des numerus clausus verlangt, werden wir über kurz oder lang %uch in der Schweiz an die Regelung dieser Tragen herantreten müssen. Es ist interessant, sich in diesem Zusammenhange in die Vorkehrungen, welche Deutschland getroffen.hat, zu vertiefen und die Erfahrungen mit dem neuen Gesetz über den Güterfernverkehr mit Kraftfahrzeugen einer Betrachtung zu unterziehen, das am 1. April 1936 in Kraft getreten ist. In Deutschland ist nach dem 1931 gescheiterten Versuch der, gesetzlichen Herstellung einer Frachtparität zwischen Bahn und Automobil ein schwerer Kampf zwischen Reichsbahn und privatem Transportgewerbe ausgebrochen. Die Reichsbahn suchte durch den Bahnspeditionsvertrag möglichst viele Spediteure zur ausschliesslichen Benützung des Schienenweges zu zwingen. Durch die Gegenmassnahmen der Unternehmer setzte ein Preiskampf ein, der den kämpfenden Parteien grossen Schaden, der Wirtschaft aber Vorteile brachte. Um diesen unhaltbaren Zustand aufzuheben, wurde am 26. Juni 1935 das Gesetz über den Güterfernverkehr mit Kraftfahrzeugen verkündet. Es ist — ähnlich vrie das verworfene schweizerische Verkefarsteilungsgesetz — ein Rahmengesetz. Verbesserungen sind deshaH) noch möglich und müssen von den Beteiligten bis zum 30. Juni dieses. Jahres in Anregung gebracht werden. Das Gesetz sieht ror, dass in Zukunft alle einseitigen Bindungen der Spediteure an das eine oder andere Verkehrsmittel fallen gelassen werden. Ee berieht also grundsätzlich Wahffrelbeit der Transporte. Entscheidend für die Wahl soll in erster Linie die Leistung und nicht der Preis sein. Als Folge dee Gesetzes wird die Wirtschaft in Zukunft mit einer Verteuerung der Frachten und Nebenkosten rechnen müssen. An Stelle der Kampfpreise, welche ohne Rücksicht auf die Rentabilität festgesetzt wurden, haben wieder Frachtenpreise zu treten, die nach gesunden Wirtschaftsprinzipien berechnet sind. Der Werkverkehr ist ein Hauptteil des Güterfernverkehrs mit Automobilen. Trotz der 8000 gewerblichen TranspoTtunlernehmer stellt der Werkverkehr immer noch einen bedeutenden Teil der gesamten Straßentransporte. Im Gegensatz 2um Streckenverkehr der Reichsbahn wurde durch den Werkverkehr die Möglichkeit eines Flächen verkehrt geschaffen, auch mit kleinen Güter 4 - mengen und auf kleinere Entfernungen. Der Lastwagen bietet manchen Unternehmungen grosse Vorzüge transporttechnischer und auch kostenmäasiger Art. Besonders bei Erzeugnissen mit geringem Gewichtspreis, also hohem Transportkostenanteil und bei Produkten, wo eine schnelle Zustellung gewünscht ist, spielt der Werkverkehr mit Motorfahrzeugen eine grosse Rolle. Die neuen Fahrzeugtypen haben sich den Bedürfnissen des Werkverkehrs angepasst; ferner ist durch bessere Strassen die Reparaturquote gegenüber früher erheblich vermindert worden. Das alles hat zu einer Vergrösserung des Umfange« des Werkverkehrs geführt Durch die Schlüsselstellung der Transportkosten in der Gesamtwirtschaft ist zweifellos auch ein Einfluss auf den gesamten Preisindex ausgeübt worden. Der Kampf der Bahnen gegen den Werkverkehr hat die Eisenbahnen viel Geld gekostet. Dabei bot er wenig Aussicht auf Erfolg, da sich im allgemeinen die Unternehmungen die Art der Transporte nicht vorschreiben lassen. Es ist interessant, dass der Werkverkehr sich vor allem gewisse Produkte für den Transport' aussucht. Nach einer Statistik im Bereich der norddeutschen Handelskammern sind im Werkverkehr vor allem befördert worden; Landwirtschaftliche Erzeugnisse, Bauetoffe, Bier, Treibstoffe etc. Diese Güter verlangen zum Teil einen raschen Transport ohne unnötige Umladungen und eignen sich deshalb vor allem für den Werkverkehr, der den Transport vom Produzenten zum Konsumenten erlaubt. Die wirtschaftlich« Grenze des Werkverkehrs liegt in seinem zwangsläufig vorhandenen Mangel an Auslastung. In den meisten Fällen fehlt die Möglichkeit genügender Rücklast, so dass .die Transporte im Durchschnitt nicht über 50% ausgelastet sind, während der Güterfernverkehr bei gut organisierter Verteilung eine Auslastung von 70 bis 80% gewährleistet. Es ist dies derjenige Punkt, an dem die Gesetzgebung anpacken kann. Ijn Deatechland sieht die Verordnung zum Gesetz vom 36. Juni 1935 vor, dass folgende Bedingungen für den Werkverkehr erfüllt sein müssen: L, Die beförderten Güter müssen zum Verbrauch oder zur Verarbeitung oder zur Wiederveräusseruns erworben oder vom Unternehmen erzeugt oder verbessert sein. 2. Die Beförderung muss der Heranschaffung der Güter zum Unternehmer, ihrer Ueberführung innerhalb des Unternehmens oder dem Absatz der Güter beim Abnehmer, der Ware dienen. 3. Die verwendeten Fahrzeuge müssen bei der Beförderung von dem Unternehmer oder seinen Leuten bedient werden. 4. Die verwendeten Fahrzeuge müssen dem Unternehmer gehören. Eines der wesentlichsten Kennzeichen der neuen gesetzlichen Definition des Begriffes «Werkverkehr» ist ferner, dass die transportierte Ware Eigentum der transportierenden Firma sein muss. Die ZukunfTdes Werkverkehrs. Für die zukünftige Entwicklung des Werkverkehrs ist mitbestimmend das durch Gesetz herbeigeführte Ende des ungehemmten Wettbewerbes zwischen Strasse und Schiene. Mit dem dadurch bedingten Wegfall der zahlreichen Kampf- und Ausnahmetarife der Bahn erhalten nicht nur der gewerbliche Güterverkehr, sondern auch der Werkverkehr neuen Auftrieb und neue Möglichkeiten der Rentabilität Die Reichsbahn, hat den in dem neuen Tarif für Güterfernverkehr einen Schutz ihrer Interessen geschaffen. Aus der Verteuerung der Tarife lässt sich eine Entwicklung des Werkrerkehrs ableiten, denn die Wirtschaft hat das Bestreben, sich möglichst billige Verkehrsmöglichkeiten zu schaffen. Gr. ist wohl vornehmBch der 1939er Schweiz. Landesausstellung zu verdanken, dass der Ausbau der wichtigen rechtsufrigen Verbinduogsstrasse vom Zürichhorn bis Bahnhof Tiefenbrunnen in ein etwas rascheres Ausführungstempo getreten ist Bereits ist mit den Auffüllungen begonnen worden. Die rechtsufrise AusfaHstrasse wird dann inskünftig vom Utoquai durch die noch zu verbreiternde BeRerivestrasse und die neue Verbmdungsstrasse seewärts führen. A propos Landesausstellung! Nachdem nun die Wahl des Organisationskomitees auf-das Seeuferprojekt gefallen ist dürften für die Parkierung der Motorfahrzeuge nur die verschiedenen Seitenstrassen der beiden Seeufer in Betracht kommen. Diese Parkierungsfrage, die somit nur auf ziemlich begrenzte Aufstellflächen abstellen ka»n, bedarf einer zweckmässigen, richtig funktionierenden Verkehrsregelung, damit unliebsame Verstopfungen von Strassen vermieden werden können. Für die Sondertage der Ausstellung wird man aber für die Bereitstellung etwas entfernterer, aufnahmefähiger Parkplätze mit Zuführung der Wageninsassen per Autobus besorgt sein müssen. . In Angriff genommen wird mm auch die Verbreiterung der Winterthurer Ueberlandstrasse zwischen Magdalenenstrasse und Herzogenmühlestrasse. Die Fahrbahn soll auf 9 Meter verbreitert werden mit beidseitigem Radfahrerstreifen von je 1,75 m und beid-, seitigen Trottoirs von je 3 m, was eine totale Strassenbreite von 18*5 m bei einem Ba»- linienabstand von 30 m ergibt Diese Masse sollen übrigens allgemein für den Ausbau der stadtzürcherischen Ausfallstrassen Geltung haben. Die Labico-Leuchtwegweiser kommen nun auch im Kanton Zürich zur Aufstellung. In A-dliswil ist ein solcher bereits erstellt weitere sollen in Andelfingen, Langnau am Albis, Kemptal und Pfäffikon folgen. Da die Natrium-Dampflampenanlage am äussern Mythenquai noch nicht volle Befriedigung bringen konnte, werden nun Versuche mit stärkeren solchen Lampen (doppelte Lichtstärke) vorgenommen. Ferner soll die Beleuchtung am Bürkliplatz und Alpenquai durch Installation von Ueberspannungen mit Quecksilberdampflampen verbessert werden. Slvassen Neu« Parkplätze auf der Grossolocknerstrasse. Bie. Ende Juni dieses Jahres sind vier neue Parkplätze mit einem Kostenaufwand von 150.000 Schilling fertiggestellt worden, Autostrasse Utrecht —den Haag. Zwischen den beiden niederländischen Städten Utrecht und d Haag soll demnächst der Bau einer neuen Autostrasse in Angriff genommen und bis 1940 beendet werden. Vorgesehen sind zwei je 6 m breite Fahrbahnen. Am Rand ist zudem noch ein Sicherheitsstreifen von H m Breite vorgesehen, an den sich ein 1% m breiter Streifen, 1:40» geneigt, zum allfälligen Aufstellen der Autos^anschliesst. Auch innen findet sich ein solcher, 1 m breiter Streifen. Zwischen den beiden Fahrbahnen verläuft ein etwas höher als die Fahrbahn gelegener, 2% m breiter Grünstreifen. Aus den vorliegenden Zahlen lässt sich eine gesamte Breite von 21 m errechnen. Dass die Kurven überhöht und mit möglichst grossem Radius gebaut werden, versteht sich von selbst. Die Radfahrwege werden, wie meistens in Holland üblich, auf einem gesonderten Trasse geführt i Baveno Hotel Suisse et des lies Bonroxn6es Bestbekanntes Haus. Hotel-Bons Kat C. Varese-Schiranua Lido Hotel Lido Am See von Varese. Badekabinen. Pension 25 Lit Fliessendes Wasser in allen Zimmern. Terrassen. Bormio am Fasse der Stüfsertochstrasse Hotel Clement! 80 Betten, mit jedem Komfort Vorzügliche Verpflegung. Massige Preise. Garage. Telephon 11. Venezia Hotel S. Chiara Brasserie tu Restaurant ata Canale Grande, direkt bei der Anto-Garage und Eisenbahnstation. Gntbttrgerlich. Hans. Alle einheimischen Gerichte. Zimmer mit 1 Bett Ton 8—12 Lit. Zimmer mit Z Betten Ton 16 — 30 Lit Pension ab 2S lit. Prop. i. »eU. Bormio Bad am Sadtune der Stufjorjochstrasse (1340 m) Grand Hotel Neues Bad Hotel Altes Bad & Behredere Modemer Komfort. Thermalbäder. Schwimmbad. Schwitzgrotte. Restaurant. Massige Preise. Garage. [seile (Sempione) Hotel Posta an der Grenze Schweiz- Italien. 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N°57 — DIENSTAG, 14. JULI 1939. AÜTÖMOBlL-REVUE Stf»^ss^vas|>€S ••••«»•« Viamala - Strasse gesperrt Wegen eines grossen Felssturzes in der Viamala wurde die Strasse oberhalb Rongellen versctifittet und zerstört, was eine vollständige Verkehrsunterbrechung zur Folge hatte. Erst nach Erstellung einer Notbrücke kann die Strasse Thusis - Splügen resp. San Bernardino dem durchgehenden Fahrverkehr wieder geöffnet vwerden. - Ausland Rekordzulassungen In Deutschland im Mai 1936. Die mit mächtigem Elan vorwärtsschreitende Motorisierung Deutschlands spiegelt sich plastisch in den Ziffern für die Neutabetriebsetzuflg von Automobilen. Bildeten schon die Ergebnisse des Aprils- 1936 einen zuvor noch nie erreichten Kulminationspunkt, so hat sie der Mai d. J. noch um volle 11,5 % überflügelt. Teilt man die Wagen nach Massgabe des Zylinderinhalts in Gruppen ein, dann ergibt sich für die Neüzulassungen im Mai 1936 folgendes Bild : Veränderung im Mai 1930 Mai April Mai gegenüber 1936 1936 1935 April 1936 Mai 1935 Klein« Waoen: bis 1 Liter 6534 6061 5741 + 7,8% +13,8% bis 1,5 » 10297 9041 7123 +13,9% +44,6% zusammen 16831 15102 12864 +11,5% +30,8%. «liftler« Waoen: biß 2 Liter 4773 4162 3504 +14,7% +36,2% bis 3 » 1018- 933 871 + 9,1% +16.0?« zusammen 5791 5095 4375 +13,6% +32,4% GrosH Wag«n; ' bis 4 Liter 620 649 888 — 4,5% —30,0% über 4 » 91 87 74 + 4,6% +23,0% »usammen 711 736 962 — 3,4% —26,1% Insgesamt 23333 20G33 18201 +11,5% +28,2% Als charakteristisches Merkmal .lässt sich aus dieser Zusammenstellung die Tatsache herauslesen, dass an der Absatzsteigerung regenüber dem April, die sich auf 2400; Einheiten belauft, Ae Fahrzeuge bis 1,5 Liter, also die Kleinwagen, mit rund 72 % weitaus am stärksten beteiligt sind. Der Rest entfällt in der Hauptsache auf die Fahrzeuge mittlerer Grosse (bis 2 1), deren Absatz relativ die stärkste Steigerung aufzuweisen hat, während dem die Zulassungen grosser Wagen Von über 3 Liter weiterhin eine rückläufige Bewegung verraten. Im Vergleich zum Mai 1936-ist deren Absätz; unv mehr als-ein-Viertel gesunken, was allerdings seinen Grund in der Dosierung der Einfuhr hat Die panamerikanische Strasse. Vor kurzem wurde der zwischen Mexico City und der amerikanischen Grenze sich erstreckende Abschnitt der panamerikanischen Strasse seiner Bestimmung übergeben, womit diese wichtige Verbindung von der kanadischen Grenze im Norden bis Mexiko durchgehend auf ihrer ganzen Länge in «Betrieb » steht. Aber das Werk soll weitergeführt werden, beabsichtigt doch die mexikanische Regierung, die Strasse nunmehr bis zur Grenze von Guatemala auszubauen, wofür sie mit einer Zeit von vier Jahren rechnet. Bei einer Länge von 1228 km erforderte der eben eröffnete Sektor von der USA-Grenze bis Mexiko einen Kostenaufwand von 60 Millionen Pesos. Mit Ausnahme einer 120 km langen, in den Bergen liegenden Strecke ist die ganze Strasse staubfrei, doch soll auch dieses Teilstück nach der Regenzeit den Bedürfnissen des modernen Verkehrs angepasst werden. KLEINE CHRONIK Auch die Holländer protestleren! Duplizität der Ereignisse ! Währenddem bei uns die. Motorfahrzeugbesitzer am 5. Juli durch konsequentes Zuhausebleiben ihrem Unwillen über die erdrückende Belastung Ausdruck gaben, womit sie eine unverständliche Fiskalpolitik des Bundes freigebig bedenkt, protestierten ein paar Tage zuvor die Lastwagenbesitzer Hollands durcli einen Massenaufmarsch gegen die neuen Erschwerungen, welche die Regierung für sie in Vorbereitung hat und deren Folgen sich, genau wie bei uns, für die Wirtschaft verheerend auswirken würden. Nicht genug mit den 72 Millionen Gulden, welche Holland heute aus dem Autoverkehr schöpft, ein Betrag, der die Strassenbaukosten mehr als nur deckt, soll nunmehr der mittelalterlich anmutende Zopf des Brückenzolls wieder erstehen. Kein Wunder, dass sich die Versammlung scharf gegen diese neue Belastung wandte, die letzten Endes doch nur dazu dienen soll, das Defizit der Staatsbahnen decken zu helfen, wie übrigens jene andern Massnahmen, die darauf aussehen, dem ausländischen Güterfernverkehr Hindernisse in den Wee zu legen... Offenbar hat es auch Holland darauf abgesehen, seine Bahnen nach dem Rezept zu kurieren, auf das man auch bei unsern SBB schwört und dessen «Geheimnis » in der Knebelung des Automobils liegt. Entschlossenen Widerstand setzte dVTagung aber auch den Projekten der Regierung entgegen, die Fahrtdauer zu begrenzen, Zwangspausen einzuführen, den Fahrbetrieb bei Nacht zu verbieten und eine obligatorische Ruhezeit von 12 Stunden vorzuschreiben. So ganz von ungefähr kommt es nun nicht, dass ausgerechnet der Lastwagenverkehr der Nachtruhe «teilhaftig werden» soll, dieweil sie in zahlreichen andern Fällen widerspruchslos- geduldet wird. Man merkt die Aubsicht und man äst verstimmt! ... ., Die gegenwärtige Situation des holländischen Automobilisten und namentlich des Lastwagenbesitzers weist in manchen Punkten eine frappante Aehnlichkeit mit der Lage der Dinge in der Schweiz auf. Dort wie hier hat eine ins Uferlose getriebene Heranziehung des Motorfahrzeugs zur «Fütterung» des Fiskus jene Folgen gezeitigt, die unweigerlich eintreten müssen, wenn der Bögen überspannt wird : Rückgang des Bestandes an Motorfahrzeugen und Sinken der Einnahmen. Verlieh» Beleuchtung muss sein. Die Genfer Polizeibehörden machen die Automobilisten darauf aufmerksam, dass deren Fahrzeuge nach den Bestim-; mungen des MFG. und (fer VoIIziehunesverordnung während der Zeit von der Dämmerung bis Tagesanbruch beleuchtet, sein müssen. Da festgestellt worden ist, dass die Strasse zwischen Genf und Versoix auf jenem Abschnitt, der mit einer Spezialbeleuchtung ausgestattet worden ist, von einzelnen Automobilisten mit vollkommen ausgeschalteten Lichtern befahren wird, hält es die Polizei für ihre Pflicht, die Eahrer. auf. das absolut Unzulässige eines solchen Verhaltens hinzuweisen. Sogar dann, wenn die öffentliche Beleuchtung ungewöhnlich stark ist, müssen an den Fahrzeugen zum mindesten die Standlichter brennen,' ob sie nun in den- Scheinwerfern eingelassen oder separat angebracht sind. Bei Regen oder Nebel haben die Fahrzeuglenker ihre Scheinwerfer in Funktion zu setzen und die Strasse auf die vorgeschriebene Distanz zu beleuchten. Autofachlehrerverband des Kantons Zürich (A.V.Z.). Wir laden unsere verehrten Mitglieder ; zur' •Monatsve.rsammlung ein, welche Donnerstag, Verkehr von Schweizer Autobussen auf derden 4.6, Juli 1936, .20.30 Uhr, im Restaurant «Fran- Gandriastrasse. (Mitg.) Die Tagesblätter haben ~ziskaser», Niederdorfstr, 1, Zürich 1, stattfindet. eine Führung durch die Stadt in einer Reihe klug kürzlich eine irreführende Privatmitteilung aus Lugano wiedergegeben, wonach ein IJurchfahrtsverbot schlussfassung über die Verhandlungen vom 2. Juli dabei bewusst, wieviel Neues in den letzten Jahren '•Traktanden: 1. Appel, 2. Protokoll, 3. Be-zusammengestellter Spaziergänge. Dem Leser wird für Schweizer Autobusse auf der Gandriastrasse 1936, 4. Aufstellung von .Postulaten fahrtechnisoher an schönen Und interessanten Bauten aufgeführt nach Italien erlassen worden wäre. Die Schweizerische Postverwaltung, die seit 1. Februar 1936 über 40 Seiten Kleindruck werden die Museen beschrie- Natur, 5. Diverses. Der Vorstand. Worden ist. In einem anschliessenden Abschnitt von die Gandriastrasse eine eigene Reisepost Lugano- ben. Die Darstellung der Umgebung greift über die St. Moritz betreibt, wird mit diesem angeblichen Touristik-Bulletin des A.C.5. nächsten Ziele und eine ausführliche Würdigung Verbot in Verbindung gebracht. von Potsdam hinaus; es werden Anregungen zu Zur Richtigstellung diene Nachstehendes:" - führten schrittweise zum Aufstieg, und heute steht das Unternehmen mit an der Spitze der Autoproduzenten nicht nur unseres Kontinent», sondern der ganzen Welt. A. C. S. SEKTION BERN. Strassensignallsierung in Bern. An der Kreuzung Aargauerstalden—Papiermünleatrasse hat die Läbiko einen ihrer bekannten Leuchtwegweiser aufgestellt. Da dort der Verkehr nach dem Burgernziel via Bärengraben umgeleitet" wird, nahm die Sektion Bern Veranlassung, der grundsätzlich zugestimmt, wobei er aber hofft, dass der Neue Aargauerstalden sobald als möglich umgebaut werde und so eine•• würdige Fortsetzung der .moderpen Papiermühlestrasse bilden werde. Ausserdem beschloss der Ausschuss, der Pplizeidirektiott zu empfehlen, die blau-weisse Fernsignalisieruhg auf die Kreuzung Papiermühlestrasse—Rodtmattstrasse auszudehnen. Die Papiermühlestrasse ist eine kantonale Hauptstrasse allererster,.Ordnung und unterliegt als solche den eidgenössischen Vorschriften über die Kennzeichnung der Hauptstrassen, h. SEKTION ZÜRICH. D'ie diesjährige Auslandsfahrt findet vom 5. bis 15. September nach Oesterreich' statt. Bereits sind, bevor die Einladung versandt ist, 15 Wagen gemeldet, der österreichische und -d?r deutsche Automobil-Club haben ihre wertvolle Unterstützung zugesagt. Als Tagesetappenorte wurden vorgesehen: Innsbruck, Zeil a. See, Velden, Bad Ischl, Salzburg und München. Eventuell wird noch ein Besuch der Steytf-Autömabilwerke in Steyr miteinbezogen. , < Für den 80. August ist die traditionelle Gymkhana auf dem Areal der Polder-Eisbahn in Zürich vorgesehen, mit separater Klassierung für Amateure, Experten" und Damen. "Die Veranstaltung zählt für die Sektionsmeisterschaft 1936. ... Das Sekretariat ist nun auch Abgahestelle iür die neugeschaffenen ungarischen Reisepengös .für Fahrten nach Ungarn, wie solche vom ungarischen Automobil-Club herausgegeben werden. V \us den Verbänden CHAUFFEUR-VEREIN SCHAFFHAUSEN 1 Vergangene" Woche haben wir 'unser treues und stets geschätztes Aktiv-Mitglied Hermann Schölle zu ( Grabe begleitet. Tiefbetrübt standen wir an der Bahre dieses jungen hoffnungsvollen Kameraden. In Hermann Schölle hat unser Verein einen treuen und aufrichtigen Kameraden verloren. Im Berufsund im privaten Leben ,< war der Verstorbene ein Mann der Pünktlichkeit und Arbeitstreue. Durch sein aufrichtiges und ruhiges Wesen erwarb er sich viele Freunde, die ihn nun schwfer missen werden. Während seiner mehr als" zweijährigen Mitgliedschaft war der Verstorbene in unserem Verein beliebt und geachtet. Der Chauffeur-Verein wird Hermann- Schölle nicht vergessen und ihm ein ehrendes Andenken bewahren. ..,,-,P,er Grosse St. Bernhard ist seit Samstag, den 111 'Juli für den durchgehenden Fahrverkehr geöffnet. Die Ueberfahrt kann ohne Ketten erfolgetf, Ausweichstellen sind* vorhanden:' ' » f'JÜa sind somit wieder i »amtliche schweizerischen Alperistrassen dem Verkehr offen., -Die Julierstrasse ist an allen Wochentagen, ausgenommen Sanistags, jeweils um 7 Uhr abends Wegen Felssprengungen zwischen Tiefencastel und Cfl'fiters für kurze Zeit .geeperrt: Die bezüglichen Signale sind «u beachten und den Weisungen: der Wachtposten ist unbedingt Folge zu leisten. "Italien: Alle Alpenstrassen sind passierbar, '•'Frankreich; In den französischen Alpen konnten dem Fahrverkehr freigegeben werden: Galibier uml Izoard. Gesperrt sind noch: Gayolle und Parpaillon. Einbahnverkehr auf Alpenstrassen. Für die nachstehenden Bergstrassen ist für ans laufen'de Jahr der Einbahnverkehr festgelegt worden: ' Grosser St. Bernhard. • Von 11.45 Uhr bis zur an ^en Ankunft des Schlusswagens des Postkurses auf dem. Grossen St. Bernhard (ca. 12:30 Uhr) darf zwischen d«r Cantine de Proz und dem Hospiz nur bergauf, von 15.00 Uhr bis zur Ankunft des Schlusswagenf bei der Cantine de Proz (ca. 15.35 Uhr) zwischen dem Hospiz und der Cantine de Proz nur bergab gefahren werden. Strasse zum Lac de Champex. Das Befahren der Strasse Les Valettes-Champex* ist zu folgenden Zeiten verboten: * Verbotene Bergfahrt: Von .8—9,. 11.10—12.10, 14—15 und 16.20—18.22 Uhr.' Verbotene Talfahrt: Von 10—11, 13.10—14.00, 15.50—17.00 und 18—19 Uhr Ṡtrass« Lourtler-Fionnay, Der Fahrverkehr ist wie folgt festgelegt: Verbotene Bergfahrt: Von 10.15 bis 11.00 und 16.40—17.8.0 Uhr. Verbotene Talfahrt: Vbn-S.8O—9.30 und 14.30—15.30 Uhr, ' Strassen Vex-Mayen« da Sion und Vex-Herfmence. Die Bergfahrt ist während den Stünden mit geraden Zahlen (z. B. Von 8-M) Uhr); die Talfahrt während den Stunden mit ungeraden Zahlen (s. B. .von, 7—8 Uhr) gestattet. -Die die Strasse von Vex nach H