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E_1936_Zeitung_Nr.057

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6 AUTOMOBIL-REVUE

6 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 14. JULI 1936 *- N° 57 und sogar die Sonne ab und zu kurze Gastspiele gab. Sie hielt aber nur Probe, stahl sich für Augenblicke hervor, um uns einen Begriff davon zu geben wie es wäre, •wenn.... Es war aber nicht. Ein Blick auf die tief hinab im blütenweissen Winterkleid steckenden Berge rings im Kreis und die bemerkenswert kühl um die Nase streichende Bergluft, mussten auch unverbesserliche Optimisten zur Ueberzeugung bringen, dass von den Ausflügen nach Muottas Muraigl, nach Alp Grüm, nach der Corviglia usw. keine Rede sein konnte. Ein Häufchen Unentwegter freilich Hess es sich nicht nehmen^ im Lauf des Vormittags Maloja eine Visite abzustatten, wo Herr Bez.-Ing. Fontana in mehr als viertelstündigem, ungemein aufschlussreichem Vortrag die Probleme des Baus von Alpenstrassen beleuchtete. Das gemeinsame Mittagessen. Dass der Picknick-Lunch beim Suvrettahaus angesichts der wankelmütigen Haltung des Himmels und bei den nicht gerade einladenden Temperatargraden ins Innere des Hotels verlegt werden musste, darüber brauchte man sich bei den Veranstaltern nicht lange den Kopf zu zerbrechen. Sicht- und hörbar erwachten , beim Aperitif die vom Ball her noch etwas schläfrigen Lebensgeister wieder und das gemeinsame Mittagessen, eine frugale, leckere Angelegenheit, welche dem Ruf dieses Hauses und seinem auch als Jodler und Handörgeler nicht ganz unbekannten Manager Hans Bon einmal mehr zur Ehre gereichte, stand im Zeichen aufgeräumter Stimmung. » Nach dem Dessert hiess der Präsident deT Sektion Graubünden, Herr Dr. F. Chrisfoffel, «seine> Gäste im Bündnerland willkommen und dankte für das Verständnis, welches der Club dem Kanton entgegenbringt. In einem amüsanten Rückblick skizzierte er die Wandlungen, welche AU Fry Rätien in den Belangen des Automobils und damit auch des Strassenwesens während des vergangenen Jahrzwölfts durchgemacht und schloss mit einem Toast auf den Club, seinen unermüdlichen Präsidenten und die Zentralverwaltung. Herr Dr. Nieuli gedachte in launigen Worten der Versammlung, welche der A. C. S. vor zehn Jahren im selben Saal des Suvretta-Hauses abhielt. Nicht ohne ein Gefühl der Wehmut nahm der Redner Abschied von der Sektion Graubünden, von deren Vorstand und Leitung er zurücktritt, nun da seine Aufgabe, Graubünden dem Auto zu erschliessen, erfüllt ist. Dem Gedanken der Zusammenarbeit zwischen Schiene und Strasse aber wird er auch weiterhin seine Kräfte widmen, denn eine Lösung lässt sicn finden, wenn man mit gutem Willen darangeht. Unter rauschendem Applaus erhob Herr Meuli sein Glas auf die Verständigung -zwischen Bahn und Auto und auf das Wohl des A.C.S. Im Reigen der Reden ergriff sodann Herr Zentralpräsident Dr. Mende das Wort, um seine Bündner Freunde * zu versichern, dass die Teilnehmer eine unvergessliche Erinnerung an die Tage in St. Moritz mit nach Hause nehmen werden. Mit welschem Esprit und Temperament dankte ein Redner französischer Zunge für den Empfang jm Engadiner Hochtal. Und lautlose Stille herrschte, als Nationalrat Bossi, der Präsident der Sektion Tessin, in einer- inhaltlich wie formell vollendeten, von wahrem Patriotismus getragenen italienischen Ansprache all jene Probleme streifte, die uns als Automobilisten und vaterländisch gesinnte Bürger heute beschäftigen und die ausklang in den Wunsch, AUTO-REPARATUREN Abschlepp- Dienst Offizieller Martini-Service Martini-Ersatzteile Walter Of nen, Möösiistr. i, Zürich 2 der A.C.S. möge eine starke Stütze des Vaterlandes sein und bleiben. Hätte die A. C. S.-FamiHe bisher drei unoenr Landessprachen vernommen, so wirkte es symbolisch, als auf einen aus der Mitte der Gemeinde geäusserten Wunsch bin Herr Jnp. Fontana auch noch auf Romanisch Gruss und Dank überbrachte. Stehend sang man die Vaterlandshymne... dann löste sich die Gesellschaft langsam auf* 11111 -wieder den heimatlichen Penaten zuzustreben. Wie man es von St. Moritz nicht «ödera gewöhnt ist, wurden die Teilnehmer auch an der "A. C. S.-Tagung mit Aufmerksamkeiten überhäuft. Neben dem hübschen Festabzeichen, womit man sie «behaftete», wird ihnen das Goldene Buch von St. Moritz, ein •Prachtswerk moderner Graphik, eine bleibende Erinnerung an die Delegiertenversammlung 1936 bedeuten. Die Bedeutung der Strasse für die Motorisierung des Verkehrs. Mit zunehmender Verteuerung der Betriebskosten für den die Kleinfahrzeuge bedeutend stärker zugenommen haben als die übrigen Fahrzeuge. Automobilverkehr wird in den Kreisen, welche am Motorfahrzeugverkehr interessiert liche Strassennetz ergibt sich die Tatsache, Als äusserst günstiger Umstand für das staat- sind, auch der Zustand der Strasse als einer dass sozusagen der ganze Schwerverkehr der wichtigsten Faktoren, welche auf diemrf die Reichsautobahnen abwandert. Gründliche Verkehrsbeobachtungen an der Auto- Betriebskosten einwirken, erkannt Je besser die Fährbahn, um so niedriger sind die Betriebskosten des Automobils, Dem Einfluss überraschenden Ergebnis geführt, dass bebahn Frankfurt-Heidelberg haben zu dem der Strasse auf Leistungsfähigkeit und Le-reitbensdauer des Automobils wurde lange Zeit den parallel laufenden Reichsstrassen um die nach wenigen Wochen der Verkehr auf zu wenig Rechnung getragen. Erst die Erkenntnis, dass im Motorfahrzengverkehr be- Hälfte zurückgegangen ist deutende volkswirtschaftliche Beträge investiert sind, führte dazu, dass die Behörden Büdie^f^di auch dem Zustand der Fahrbahn vermehrte Fahrzeug-Diesel-Motoren und Fahrzeug-Gas-Generatoren in Wirkungsweise, Bau, Betrieb und An- Aufmerksamkeit schenkten. Deutschland ist in dieser Beziehung mit wendung. Von Heinz Fiebelkorn. Mit 263 Abbildungen, einer farbigen Tafel und zahlreichen Tabellen. dem guten Beispiel vorangegangen. Es hat in den letzten Jahren neben dem grosszügigen Ausbau eines Netzes «nm reinen Auto- Franz Mittelbach) Stuttgart. Geheftet RM. 12.—, in Ganzleinen gebunden RM. 16.—. Verlag von Ernst Heinrich Moritz (Inhaber mobilstrassen auch sein Netz von Strassen Dieses neue Handbuch ist für die vielen Ingenieure, Techniker, Mechaniker, Maschinisten, Last- erster und zweiter Ordnung verbessert Man rechnete mit einem Zehnjahresprogramm für den Ausbau der Reichsstrassen oder Fahrzeug-Gas-Generatoren anvertraut ist. Der wagenführer bestimmt, denen Bau, Wartung, Reparatur und Pflege von Fahrzeug-Diesel-Motoren unter Aufwendung von jährlich 180 Millionen Verfasser des vorliegenden Buches, Oberingenieur Rm. für den Ausbau und Unterhalt der Landstrassen erster und zweiter Ordnung. Besonschen Automobil-Mechaniker» und seit langem im Heinz Fiebelkorn, bekannt durch seinen «Prakti- Diesel-Fahrzeug-Betrieb tätig, war wie kein anderer ders wichtig ist, dass an der Erstellung von berufen, es zu verfassen. Das Buch führt in die neuen Strassendecken keine Verschwendung Wirkungsweise des Diesel-Motors ein, schildert die getrieben wird. Diese sollen auf jeden Fall Arten des Verbrennungsraumes und den gesamten der Frequenz der Strasse angepasst sein. Aufbau des Diesel-Motors und. behandelt ganz eingehend die verschiedenen Arten von Einspritzpumpen. In einem gross angelegten und systematisch Und oft lässt sich mit verhältnismässig billigen Decken sehr gut auskommen. Als mittelschwere Decken haben sich bewährt Teersel-Motoren, ihre Ursache und Behebung bis in die eingeteilten Kapitel werden die Störungen an Dietränk- und Streumakadam, Tee.rmisohma^- kleinsten Einzelheiten allgemeinverständlich vorgeführt. Nicht weniger ausführlich kommen die dam und Teerbeton. Es wäre eine verfehlte Kapitalanlage, auf Stressen mit mittlerem ••"• Zu verkaufen Fiat503 Auto- Zu verkaufen: Bestandteile A D LE R Vergaser, Magnete, Kühler, Anhängeachsen, Lade- 4/6-Pl.-Limousine, 7 PS, kontrollbereit, Fr. 500.—. brücken, Pneus, 1- bis A. Maurer, Garage, Menziken (Aargau). 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Nach den Erfahrungen der deutschen Strassenbaubehörden sollen schwere Decken wie Beton und Steinpflaster nur noch auf den höchstbelasteten Strassen mit ober 4 Tonnen Tageslast zur Anwendung kommen. Es hat sich auch in Deutschland ergeben, dass der Fuhrwerk verkehr tricht einmal mehr 10 Prozent des Gesamtverkehrs beträgt Auch diese Tatsache wirkt sich aus auf die Wahl der Strassenbeläge. Im Herbst 1933 waren 40,6 % aller Staats- und Provinzialstrassen mit Oberflächenbelag, 12,3 % mit mittelschweren Decken und 17,7 % mit schweren Decken versehen. Im allgemeinen hat die Beanspruchung der Strasse in den letzten Jahren nicht Schritt gehalten mit der Entwicklung des Motorfahrzeugbestandes, da ZURICHSEE Heugummierung mit Sommer- D. Winter-Profil ZÜRICH Pftzfidei-Fibrlk VU LKANISI ERANSTALT PNEUSERVICE PROFILRILLEN Telephon 981.275 - E. MUQQLER, Mitglied T. C. S. Löwen Gross-Garage Löwenstr. 11/17 G.VELTIN Tel. 53.929 ZÜRICH 8 B. Frick & Co., A.-G. PNEUMATIK-HAUS Düfoorstr. - EckeKreazstr. 15 Telephon 21.333 Kraftstoffe und Schmiermittel der verschiedensten. Art wie erach die elektrischen Anlagen znr Behandlung. Der Einban des Fahrzeug-Diesel-Motors in das Kraftfahrzeug findet eine übersichtliche Darstellung. Jeder kleinste Abschnitt des Buches und jeder in dem Buch erläuterte Vorgang werden durch sorgfältig ausgeführte Abbildungen verständlich ge* macht Eine übersichtliche Tabelle über die Störungen am Kraftfahrzeug gibt dem Mechaniker und dem Wagenführer die Möglichkeit, jede Art und jede Ursache einer Störung sofort festzustellen. Das Werk behandelt nicht nur den Diesel-Betrieb, sondern führt auch die gesamten Holzgasanlagen und- Generatoren fax den Fahrzeugmotor vor, sodass auch diejenigen, die mit Fahrzeug-Gas-Generatoren za tun haben, das Buch mit Freude begrüssen werden. «In den zwanzig Jahren, seitdem kfc Auto fahre, habe ich bloss drei Unfälle gehabt >. cUnd ich zwei... >. c Seit wann fahren Sie- denn?» « Seit gestern ». Mensch — wie konntest Du nur vergessen, da« in die iWerkzeugkiste auch eine Säge gehört? GENERAL Stocks in Bern: Jean Stöcldi, Mühlemattstrasse 54; Birrwü: Rudolf Strobel, Garage; Luzern: Müller & Co., Garage National; Schaffhausen: Fischer & Richter, Steiggarage; Wü (St. Gallen): Josef Wellauer, Garage; Zürich: A. Zeitz, Dufourstrasse 5. Klein-Limousine 6*PS, Tiefrahmenchassis, 4 Türen, sehr geräumige Karosserie, in tadellosem Zust., neue Kolben u. Pneus, Koffer und kompl. 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II. Blatt BERN, 14. Juli 1936 Automobil-Revue 57 II. Blatt BERN, 14. Juli 1936 Neue Lanfdeckenprofile Wer in der Stadt wohnt, hat täglich, ja stündlich Gelegenheit, das laute Kreischen der Pneus zu hören, das beim harten Bremsen die Ohren des Fahrers und der übrigen Strassenbenützer erfreut. Ein ganz anderes Bild bietet sich dagegen dem Zuschauer bei nassem Wetter, und zwar hauptsächlich wenn der Regen noch nicht lange gedauert hat. Nun lernt plötzlich jedermann behutsam und zahm fahren. Wer eben noch unter dem Pfeifen der Pneus um die Ecken bog, schleicht nun geradezu vorbei. Was ist denn eigentlich^passiert, dass man sich so unvermittelt zur Vorsicht bekehrt ? Sobald der erste Regen die Strasse anfeuchtet, so bildet sich darauf ein etwas öliger Schmutzfilm, der die ganze Oberfläche überzieht. Dieser Film nun ist das gruselige Gespenst, das auch den rücksichtslosesten Fahrern für eine Weile den Schrecken in die Beine jagt und sie veranlasst, langsam zu fahren. Unsichtbar liegt er auf der Strasse und schmiert sie manchenorts so intensiv, dass die Pneus beim Bremsen überhaupt picht mehr greifen und haltlös weiterrutschen oder durch die Wirkung des Differentials sogar den Wagen zum Schleudern bringen. Setzt der Regen stärker ein, so spült er 3iese schmierende Schmutzschicht soweit weg, dass sie nicht mehr gleich gefährlich • ist, wie unmittelbar nach Beginn des Regens. I Man fasst wieder mehr Mut und vergisst dabei, dass die Pneus auf einer nassen Oberfläche nicht denselben Halt finden, wie auf trockenen Strassen. Die Wirkung des schmierenden Films kann man sich sehr leicht erklären, bedient man sich doch seiner im Maschinenbau in ausgedehntem Masse. Er muss sich in Lagern, im Zylinder und anderswo zwischen die gleitenden Metallflächen einzwängen und . 2. i&HHl, «. v- c Fig. 1. sie dadurch vor dem direkten metallischen Kontakt bewahren. Dadurch vermindert sich der Reibungskoeffizient sehr beträchtlich und mit ihm auch die in Wärme umgesetzten Reibungsverluste. Bei den Pneus ist aber das gerade Gegenteil erwünscht, nämlich ein möglichst hoher Reibungskoeffizient, damit sie auch bei scharfen Stops und hohen Beschleunigungen den Fig. 3. Halt am Boden nicht verlieren. Der schmierende Schmutzfilm der Strasse steht diesem Ziel im Wege, weshalb man versucht, ihn durch die Profilierung der Laufdecke unschädlich zu machen. Man hat zu diesem Zweck die Laufflächen der Pneus mit allen möglichen einfachen oder abenteuerlichen Musterungen versehen, die sich aus zusammenhängenden Vorsprüngen oder freistehenden Rhomben usw. zusammensetzen. Leider ist das ersehnte Resultat eines wirklich vollkommenen Gleitschutzes ausgeblieben. - Um diese Tatsache zu ergründen, hat nun eine amerikanische Firma durch eine Glasplatte hindurch das aufliegende Laufdeckenprofil der verschiedenen Pneus photographiert. Hierbei zeigte es sich, dass sich beim Bremsen .die Fugen zwischen den einzelnen Vorsprüngen fast ganz schliessen, womit ihre Wirkung illusorisch wird. Die Laufdecke vermag den Schmierfilm nicht zu durchdringen, so dass der Reibungskoeffizient nur eine ungenügende Höhe erreicht. Durch das Aufkommen der verschiedenen Verfahren zum Sommern der Pneus (das heisst Rillen abgenützter Laufdecken) wurden neue Erkenntnisse gewonnen, die endlich die Lösung brachten. Man fand, dass der durch Einschneiden «von eng nebeneinander liegenden Schlitzen erzeugte Gleitschutz imstande ist, den Schmutzfilm zu zerreissen und dadurch mit der Strassenoberfläche in direkten Kontakt zu kommen. Unsere Fig. 1 illustriert diesen Vorgang. Hätte sich diese Laufdeckenbehandlung be- währt, so lag es nahe, auch die neuen Pneus mit dieser Verbesserung auszustatten. So sind denn bekannte Firmen dazu übergegangen, Pneus mit Lamellenprofilierung zu bauen. Beidseitig eines zusammenhängend um den ganzen Reifen führenden zentralen Laufbandes ist die Lauf decke in Lamellen von nur 4—6 mm Stärke geschnitten, die auch auf nassen Strassen einen zuverlässigen Halt bieten. Griffung durch Umfangsrülen. Neben dem Griffverfahren durch Querrillung der Laufdecken (Adersolverfahren) ist eine weitere Methode bekannt, wonach man die abgenützte Laufdecke in Umfangsrichtung mit Rillen versieht (Christophorusverfahren). Nun bringen gewisse Reifenfabriken einen neuen Pneu heraus, dessen Lauffläche ebenfalls eine grosse Zahl von Umfangsrillen aufweist, während eine Profilierung in Querrichtung überhaupt fehlt Auf den ersten Blick scheint es nicht recht klar, in welcher Weise all die feinen Umfangsrippen den besprochenen Schmierfilm zu zerreissen vermögen. Man hat vielleicht auch Bedenken bezüglich der seitlichen Stabilität. Die eingehenden Versuche, die dem Erscheinen des neuen Reifens auf dem Markt vorausgegangen sind, haben indessen die Haltlosigkeit der erwähnten Bedenken bewiesen und weiter gezeigt, worin die vorzügliche Gleitschutzwirkung begründet liegt. Man fand, dass ein mit diesem Reifen ausgerüsteter Wagen einmal eine sehr gute Bodenhaftung in Kurven und auf nassen Strassen besitzt. Beim Bremsen auf schlupf- Wir laden ein 100000 150000 km sollte das Polster durchhalten - kann es abe» nur in den seltensten Fällek. Darum: Sdiutz durch Ueberzüge! 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