Aufrufe
vor 9 Monaten

E_1936_Zeitung_Nr.059

E_1936_Zeitung_Nr.059

AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 21. JULI 1936 — N° 59 Permanenter Tel. 7O.777 Automarkt Titan Badenersir. 527, ZURRICH AutohaUe Diverses Li eq e n sch ' • a ' " ' . f ' . ts-Ma • ' : V ' • • • " • " • r -• "• kt Bitte ausschneiden! Wenn Sie einen neuen Wagen kaufen wollen verlang. Sie v. mir Offerte. Ich kann jede Marke liefern u. tausche alte Wagen, bis Md. 25, 10—40 PS, sehr günstig ein. — Notter, Neuenhof. Tel. 21.194. Zukaufen gesucht 1 Fräsmaschine, mittlere Grosse. In Tausch müsste ein hydr. Autolift, System Raster, genommen werden. Off. an W. Hugentobler, raech. Werkstätte, Flawil. Tel. .3.45. Zukaufen gesucht per sofort als Occasion 72984 komplette Garage-Einrichtung Offerten mit Preisangabe und näheren Einzelheiten erbeten an Postfach 50, Zürich-Unterstrass. Mitfahrer nach Berlin, Dänemark und Schweden gesucht Mitte August. Sehr schönes Cabriolet, lediglich gegen Benzinanteil, Herr oder Dame. Offerten unter Chiffre 15552 an die , Automobil-Revue, Bern. PalaceThunerhofKLueThun Unser erstkl. Orchester spielt täglich beim Lunch und zum Th£ und Dtner Dansani Zeitgemässe Preise. Zukaufen gesucht Autoöl in Gegenrechnung m. erstklassigen Wetzsteinen, welche ich zu Grossistenpreis liefere. Offerten unter Chiffre 7305,1 an die Automobil-Revue, Bern. mit Pneu 40/8, in tadellosem •- Zustand, mit Verkehrsbewilligung, ist preis-: würdig 10725 Anfragen unter Chiffre 15549 an die « - Automobil-Revue, Bern. GARAGE zu vermieten In mittlerer Ortschaft des Kts. Thurgau sind äusserst günstige Lokalitäten, direkt an verkehrsreicher Strasse gelegen, zur Einrichtung einer Auto-Reparatur-Werkstätte zu vermieten. Grosses Einzugsgebiet. In weitem Umkreis keine Konkurrenz. Für wirklich tüchtigen, seriösen Mann prima Existenz. - Offerten kapitalkräftiger Reflektanten sind zu richten unter Chiffre S 3233 G an die Publicitas A.-G., St. Gallen. 73000 Umständehalber äusserst vorteilhaft zu verkaufen Restaurant Vierradm. grossen Werkstattlokalitäten an schönstem Platz in industriereicher Ortschaft im Kt. Thurgau gelegen. — Das Objekt. eignet sich vorzüglich für Errichtung einer Autospenglerei oder Garage-Werkstatt und bietet tüchtigen Leuten sichere Existenz. — Offerten unter Chiffre 73035 an die Automobil-Revue. Bern. Anhänger zu verkaufen Inserieren bringt Gewinn 17jähriger, gesunder, kräftiger Bursche aus gutem Hause sucht Mit oder ohne Kost und Logis, je nach Uebereink. Gute Referenzen zu Dienst. Tel. 41.198, Karl DOnnenberoer, Leihgasse, Baar. Junger, tüchtiger, 16- jähriger Bursche sucht Lehrstelle als Autosattler Französische Schweiz bevorzugt 73057 Offerten sind su richten an Werner Nydegger, Turbenthal (Kt Zürich). Tüchtiger, solider Chauffeur gelernter Schlosser, verheiratet, mit 8jähr. Fahrpraxis auf Luxus-, Lastwagen und Car Alpin, UW wünscht Stelle zu wechseln in Jahresbetrieb gleich welcher Art, auch mit Nebenarbeit Gefl. Offert unt Chif- :re 72997 an die Automobil-Revue, Bern. Lehrstelle als 73058 Auto- Mechaniker Chauffeur- Mechaniker Junger Mechaniker, 20 Jahre alt, welcher em 1. August aus der Rekrutenschule austritt (Chauffeur), sucht Stelle als Chauffeur auf grossen Lastwagen. Bescheidene Ansprüche. Sich wend. an Maurice Müller, Mechaniker, Sirca S. A., Rolle (Waadt). Jüngerer, tüchtiger Chauffeur- Automechaniker sucht Stelle zu wechseln (Jahresstelle). Mehrjähr. Auslandpraxis. Kaution kann geleist, werden. — Gefl. Offerten unt Chiffre 73062 an die Automooil-Rtvut, Bern. Liegenschaft mit Autoreparaturwerkstätte komplett und maschinell gut eingerichtet, in grös- zu kaufen suchen, wenden serer Ortschaft der Ostschweiz, an bester Durch- Sie sich gefl. an Galland gangsstrasse, konkursamtl. sehr gunstig zu verkaufen Anfragen an Postfach Nr. 527, St. Gallen. 73045 Wenn Sie in Lausanne oder Umgebung eine & Cie., 3, pL St-Francois, Lausanne, welche Ihnen gratis und franko die vollständige Liste senden werden. 11082 im Kanton Luzern an der Hauptstrasse, kompl. eingerichtet mit mech. Werkstätte, eigenem Tank und Wagenheber. Nur kapitalkräftige Bewerber mögen sich melden. — Offerten unt. Chiffre 72973 an die Automobil-Revue, Bern. Zum Vertrieb 1. europäischer Marke im Kt. Bern Automobil-Verkäufer gesucht. Eintritt 1. Sept. 1936. — Handgeschriebenes Bewerbungsschreiben mit Lebenslauf, Photo, Zeugnisabschriften, Gehaltsansprüchen unter Chiffre 15543 an die Automobil-Revue, Bern. in Werkstatt. Würde auch Service- oder Nachtdienst besorgen. Zeugnisse und Photo zu Diensten. Offerten an Eugen Rupp, Automechaniker, Ehrendingen bei Baden (Aargau). 73016 für Buchhaltung, Korrespondenz und event. Aussendienst in der Automobilbranche. — Nur tüchtige und arbeitsfreudige Bewerber wollen sich melden unter Angabe der Lohnansprüche und der Einlage unter Chiffre 73025 an die Automobil-Revue, Bern. ist Gelegenheit geboten, ein erstklassiges, altes Geschäft zu übernehmen; beste Verkehrslage, Aufträge dauernd gesichert. Kleines Kapital erwünscht, aber nicht Hauptsache. — Offerten von nur tüchtigem Auto- u. ev. Geschirrsattler, unt. Chiffre 73041 an die Automobil-Revue, Bern. auf Lieferungswagen. Offerten mit Lohnansprüchen an 73052 Metzgerei-Wursterei G. Keusch, Baden. Militärfahrer, sucht Stelle auf Last-, Lieferungs- od. Luxuswagen. Bescheidene Ansprüche. Gute Zeugnisse und Referenzen. Offerten an Erwin Lauper, Chauffeur, Gals bei Ins (Bern). Telephon Nr. 68. 73061 Für einige Kantone ist ein guter, gewinnversprechender technischer Artikel der Autobranche zu vergeben. 12391 Postfach 135, Zürich 7. Illlllllllll! VILLA GARAGE Zu verkaufen umständeh. sof. eine sehr schön gelee. •••••••!••••••••••••• STELLEN-MARKT 25jähriger, seriöser AUTO-MECHANIKER sucht Stelle Gesucht "Ä 73025 aktiver Teilhaber Tüchtigem AUTOSATTLER Gesucht Chauffeur Junger, solider, routiniert. Chauffeur an tüchtigen Verkäufer z. Alleinvertretung Junger, kräftiger CHAUFFEUR der schon läng. Zeit auf Lastwagen gef- u. m. den Reparaturen vertraut ist, sucht per sofort Stelle auf Luxus-, Lieferungs- oder Lastwagen. — Offert, unt. Chiffre 73036 an die Automobil-Revue, Bern. Chauffeur mit Einlage auf BERNA-Rohöl-6-Tonnen-Wagen gesucht Dauernde, festbezahlte Beschäftigung mit Sicherstellung der Einlage. Offerten erbeten unter Chiffre 15554 an die Automobil-Revue, Bern. Gesucht für Jüngling, im 17. Altersjahr stehend, mit guter Schulbildung, eine Lehrstelle als AUTOMECHANIKER, wo ihm Gelegenheit geboten wäre, den Beruf gründlich zu erlernen. Offerten unter Chiffre OF 1957 R an Orell Füssli-Annoncen, Aarau. 72993

— DIENSTAG, 21. JULI 1936 AUTOMOBIL-REVUE Bergrennen Develier-Les Rangiere Fortsetzung von Seite 3. Bereits haben die Funktionäre, hat auch das 58 Mann starke Polizeiaufgebot längs der Strecke Stellung bezogen, und punkt 14.30 Uhr geht der Eröff-- nungswagen über die Piste, neckischerweise nicht mit der gelben, sondern mit der weissen Fahne bewaffnet. Das geschlossene Rennen bildet, wie man weiss, eine Neuerung im Programm von Les Rangiers. Fiat stellt hier nicht weniger als sechs von den elf Startenden. Und bereits werden recht beachtenswerte Zeiten erzielt, so wenn 4er Amateur A. Periat (Fiat) den Vogel in der Klasse 1500 abschiesst, wenn sein Namensvetter Henri Periat auf Peugeot an die 70 km/St, aus seinem Wagen herausholt und wenn Petermann auf seinem mächtigen" Lincoln die Rampe mit über 82 Durchschnitt erledigt. k Im nationalen Rennen starten dieses Jahr lediglich die Tourenwagen, zumal Sport- und Rennfahrzeuge der internationalen Konkurrenz zugeteilt worden sind. In der Klasse 1500 ccm machen die Fiat die Sache unter sich aus, wobei Pilloud mit 5 Minuten 33,6 Sekunden obenaufschwingt und gleichzeitig auch den ersten Klassenrekord des Tages auf die Beine stellt. Uebrigens sollte seine Zeit von keinem Amateur mehr erreicht werden. In der 2-Liter-Klasse treffen wir abermals die beiden Periat aufeinander, wobei Abel seine im geschlossenen^Rennen gefahrene Zeit noch verbessert und Henri mit einem Vorsprung von nahezu zehn Sekunden das Nachsehen gibt. Stauffer, der «Dritte im Bunde», fällt als einziger aller Teilnehmer unterwegs aus. Zwei Ford machen sich in der 5-Liter-Klasse Sieg und Ehre streitig. In bravouröser Fahrt meistert Pfäffli mit einem Durchschnitt von über 85 km/St den Parcours und bucht damit einen neuen Klassenrekord auf sein Konto. Das internationale^ Sportwagenrennen steht unbestritten im Zeichen von Fiats Ueberlegenheit, soweit wenigstens die Klasse 1100 in Betracht fällt. Neuerdings steigt Pilloud in die Arena, neuerdings fertigt er seine Gegner ab. 5 Min. 19,6 Sek. werden für ihn notiert, was ein Stundenmittel von 78,8 km ergibt.Allerdings, Frei rückt ihm mit nur 2 Sek. Rückstand bedenklich nahe, währenddem Basadona um weitere 8 Sek. zurückliegt. Im Sologane zieht in der Klasse 1500 ccm De Graffenried auf seinem Alfa über die Piste, was ihn freilich keineswegs hindert, dem 1934 von Hummel geschaffenen Rekord das Lebenslicht auszublasen. Kurzen Prozess macht in der Klasse 2 Liter Dr. Bertani mit dem früheren Rekord Kündigs. Bei einer Zeit von 4 Min. 33.8 Sek. (92 km/st.) vermögen ihm seine Konkurrenten Kahn (BMW), Zimmermann und Ermini (Alfa Romeo) nicht gefährlich zu werden. Am heissesten entbrennt der Kampf bei den 3- Litern, wo Stuber mit einer blendenden Fahrt verblüfft, und mit seinen 3 Min. 52.8 Sek. um ein Erkleckliches unter die 4-Minute»-Grenze heruntergeht. Damit hat auch seih eigener Klassenrekord -ausgelebt. Allerdings, der Kategorierekord,.den der Berner vor zwei Jahren auf sein Konto gebracht; erweist sich als ungemein zäh und bleibt weiterhin bestehen. Die anscheinende Anomalie erklärt sich damit, dass Stuber vor zwei Jahren mit dem 2,6 Liter Alfa nach den Bestimmungen des nationalen Sportreglements in der Klasse 6 Liter starten musste. Noch dreimal wird übrigens der Rekord der 3-, Liter-Klasse unterboten, und noch dreimal von Alfas, freilich gewissermassen nur «offiziös»: Banti, de Rham von der Scuderia Maremmana, und Kessler fegen, der eine wie der andere, mit über 100 Durchschnitt über die Bahn. Zwischen sie hinein schiebt sich de Montfort auf Bugatti, währenddem sich Della Chiesa mit dem letzten Platz begnügen muss. Nicht ganz so eindrucksvolle Ergebnisse liefert die Klasse 5 Liter, wo Pfäffli auf Ford mit 4 Min. 56 Sek. in Front gelangt. Und schliesslich die Rennwagen. Bewegung kommt in die Menge, die Spannung wächst; die Rennwagen sind fällig.' Gerade sensationell könnte man zwar den Anfang nicht nennen. Ryf, der den Reigen eröffnet, hat anscheinend etwas Mühe, aus seiner Eigenkonstruktion einen 78er-Dürchschnitt herauszubringen. Wesentlich bessere Figur macht dann der Engländer Tongue, der auf seinem E. R. A. eine hervorragende Partie liefert, trotzdem er unterwegs einen beängstigenden Tanz aufführt. Kaltblütig fängt der Fahrer den Wagen ab, und das Unwahrscheinliche tritt ein, dass er mit 3 Min. 51.8 Sek. noch einem neuen Klassenrekord zum Dasein verhilft. In Mandirola, der den Maserati des Schweizers Ruesch fuhr, erwuchs ihm zwar ein ernst zu nehmender Gegner, aber leider machte dem Italiener der dritte Gang schwer zu schaffen, ein Pech, das ihn wertvolle Sekunden kostete.: Wenn es ihm dessenungeachtet gelang, den früheren Klassenrekord über den Hau- .fen zu rennen, so spricht das deutlich genug für seine ausgezeichnete Leistung. Auch Uboldi wollte das Glück an diesem Tag nicht recht. Kaum 80 m nach dem Start fing sein Wagen zu bocken an: eine verölte Kerze spielte ihm einen schlechten Scherz. Wohl verlangte er einen zweiten Start, der ihm aher selbstredend nicht gewährt werden konnte. In der 2-Liter-Klasse wohnte man einem Duell zwischen Christen (Maserati) und Dr. Bertani (Alfa Romeo) bei, das der Zürcher mit 4 Min. 03.2 Sek. zu seinen Gunsten entschied. Die grossen Kaliber. Nun ist der Start an der Gruppe IV, 2001 ccm bis 5000 ccm Zylinderinhalt. Indessen figuriert kein einziger Wagen mit über 4 Liter auf der Startliste. Hans Stuber, bis dahin Bergrekordinhaber, sieht sich mit seinem alten Alfa Romeo von 2,6 Liter Inhalt gegenüber seinen grössten Konkurrenten, Biondetti auf Alfa Romeo 3,2 L. und Ruesch auf Maserati 3,8 L. begreiflicherweise etwas handicapiert uni es scheint nicht mal sicher, ob er eeine eigene Rekordzeit überhaupt er-: reichen wird. Mit meisterhafter Technik lenkt der Florentiner Biondetti seinen Alfa den Berg hinan und schiesst in bestechendem Tempo durchs Ziel. Kein Zweifel, dass die Existenz des alten Rekordes dahin ist; .das Chronometer registriert die überraschende Zeit von 3:29;4, womit Stubers Bestzeit von 3:50,8 um über .20 Sekunden unterboten ist. [-Der- Schweizer Ruesch benötigt nur 9 Sekunden I mehr und Stuber selbst gelingt es, seinen Rekord mit 3:43,6 um über 7 Sekunden zu verbessern. Auch Dusio und Walther haben den Rekord von 1934 geschlagen. Sie alle, denen es gelungen ist, den alten "Rekord zu verabschieden, speziell ober Biondetti, der Tagessieger Und neue Bergrekordmann, werden von d^er zahlreichen Menschenmenge enthusiastisch gefeiert. Nachdem so das Rennen zum Schluss gekommen ißt, fahren die Konkurrenten ihre Wagen nach Develier hinunter, wo diese, einer neben dem andern, Aufstellung nehmen. Dann setzt sich nach kurzer Pause die lange Kolonne aufs neue in Bewegung, um Delsberg zu erreichen, wo im Hotel Sonne von 8 Uhr ab Orga- Hisatoren, Offizielle, Gäste und Rennfahrer sich zur Preisverteilung besammeln, die in allen Teilen einen glänzenden Verlauf nimmt. Der Schweizer Grand Prix hinter den Kulissen. Interessantes über den Grossen preis der Schweiz, am 22. und 23. August in Bern. Wer auf einem bequemen Tribünensitz ein Rennen erlebt, wie es das Meeting vom 22. und 23. August um den Grossen Preis der Schweiz für Automobile ist, macht sich kaum einen Begriff von der Unmenge an Arbeit, welche — meist ehrenamtlich, aus 'blosser Begeisterung für die Sache — von all den Funktionären geleistet wird, die da in einer langen Liste im Programm aufgeführt sind. Zwar hat die Oeffentlichkeit in den letzten Monaten ab und zu von den Sorgen gehört, welche die gegenwärtige Zeit mit ihren mannigfaltigen Krisenerscheinungen den Organisatoren aufbürdet. Aber die wenigsten Uneingeweihten können sich ein Bild davon machen, dass wochenlange, oft monatelange Vorbereitungen getroffen werden müssen, um für die paar Trainingstage lind die beiden Renntage gerüstet zu sein. Dem Ganzen steht in üblicher Weise ein Organisationskomitee vor, an dessen Spitze ein kleiner leitender Ausschuss steht, dessen Arbeit ein besonderes Sekretariat erledigt. Dem Organisationskomitee gehören aber ausserdem die Präsidenten der verschiedenen Unterkomitees an, welche ihrerseits wiederum auf eigenem Gebiet selbständig zu arbeiten haben. Die wichtigste Arbeit in sportlicher Hinsicht fällt dabei zweifellös den Rennkomitee zu, das nicht nur die Reglements für die verschiedenen Rennen (III. Grosser Preis der Schweiz, Preis von Bern und Preis vom Bremgarten) festlegt, sondern auch die weitschweifigen Verhandlungen mit den JFahiern und Fabriken führt, ein Geschäft, das angesichts der mannigfachen Wünsche einige Diplomatie erfordert, um schliesslich alles unter einen Hut zu bringen. Denn dann erst kann der übrige Teil dieses Komitees in Aktion treten. Es gilt einmal d:e komplizierte Sireckenabsperrung mit Hilfe der Polizei, der Feuerwehr, eines halben Bataillons von, Tujrnern, den Leuten des technischen Streckendienstes etc. durchzuführen, ferner die gewaltigen ' ZUschaüermassen zu dirigieren. Denn gchliesslich sJnd Repnautomobile, welche wahrend Stunden in Hspftwindeierregendem Tempo ihre Runden ziehen, eine nicht leicht zu nehmende Angelegenheit. Un- falle sind, aber unbedingt zu vermeiden. Daneben sind der ganzen 7280 km langen Strecke entlang die Signalposten und Telephon-Stationen einzurichten, -welche über jeden Zwischenfall an die Rennleitung zu berichten haben. Der Telephondienst wird felddienstmässig durch Telephonpioniere durchgeführt, welche das weitverzweigte Netz legen und die Apparatur montieren. Ebenso wichtig sfnd, nachdem -einmal die Wagen von Ingenieur-Organen übernommen sind, der technische Boxendienst .und der. Zeitnehmerdienst. Jener hat das zusammengewürfelte Personal der Boxe'n und alle Manipulationen an den Wagen während des Rennens zu überwachen, damit nur die reglementsgemässan Hilfeleistungen ausgeführt werden, dieses hat an Hand der komplizierten modernen Zeitmess-iApparate jede einzelne Runde jedes Fahrers zu Zeiten und der Rennleitung, wie der Presse von 5 zu 5 oder,von 10 zu 10 Runden die Zeiten der Konkur- , renten etc. zu melden. Natürlich muss angesichts der Risiken, wie sie ein Automobilrennen im Tempo unserer heutigen Renn-Boliden mit sich bringt, auch für den Sanitätsdienst gesorgt werden. So sind nicht nur zahlreiche Sanitätsposten über die ganze Strecke verteilt, sondern auch eine ganze,Anzahl von Aerzten, die bei Zwischenfällen sogleich zur Verfügung stehen. Erwähnen wir ferner die Arbeit des Verpflegungsdienstes, welcher für die Speisung der Hunderte, an der Organisation Beteiligten zu sorgen hat, den Quartierdienst, welcher auch dem Ansturm des Publikums gewachsen zu sein hat, das Bau^ Komitee, welches alle Absperrungen, sowie die Boxen, die nichtpermanenten Tribünen aufzubauen hat, das Finanzkomitee, durch dessen Hände die grossen Beträge crehen, welche ein solches Rennen in Fluss bringt, ferner die Propaganda-Abteilung und die Presseabteilung. Das Ganze ist jedenfalls ein Organismus, wie man ihn sich kaum träumt, angesichts des Ümstandes, dass die Rennen selbst innerhalb weniger Stunden abgewickelt sind. Verbesserungen an der Bremgarten-Rundstrecke. Die bereits in ganz Europa bekannte und für automobilistische Gross-Veranstaltungen allseitig als besonders geeignet erachtete, auch landschaftlich ausserordentlich reizvolle Berner Rundstfrecke im Bremgartenwald ist im Hinblick auf den. am 23. August erneut zum Austrag kommenden Grossen Preis der Schweiz noch verbessert worden. Insbesondere wurden einige durch die Kanalisation bedingte Unebenheiten der Strasse beseitigt. Ferner wurde die Strecke den abschliessenden Randsteinen entlang so gerundet, dass nunmehr ein brüsker Uebergang des Strassenbordes verschwunden ist. Ausserdem wird gegenwärtig an der Aenderung der Oberfläche auf dem langen geraden Stück vor den Haupttribünen gearbeitet. Sie soll, da hier die grössten, an 250 Stundenkilometer heranreichenden Geschwindigkeiten erzielt werden, mit einem besonderen Gleitschutz versehen werden. Das ist angesichts des Ümstandes; dass sich die schärfsten Rivalen um die Spitzenstellung im europäischen Automobilrennsport — Mercedes-Benz, Auto-Union und Alfa Romeo — mit ihren Elitefahrern im > Grossen Preis der Schweiz dem Starter stellen werden, besonders wertvoll. Denn die Zuschauer werden am 23. Au- 'gust zweifellos ein sehr hart umstrittenes,, fchnelles Remfen- erleben. ' ,. ' * " Deutsche Reisende zahlen mit Gutscheinen! Die Zündung die Sie brauchen Garagen, Tankstellen. Hotels, Pensionen, Bahnen und Schiffahrtsgesellschaften werden darauf aufmerksam gemacht, dass nach dem neuen deutschschweizerischen Reiseverkehrsabkommen vom 6. Juli 1936 deutsche Reisende ihre Rechnungen von Garagen, Tankstellen, Hotels und Pensionen, sowie die Fahrkarten von Bahnen, Schiffen und Postautomobilen (nur für schweizerische Strecken) mit Sachgutscheinen zu je Fr. 10.— begleichen können. Dabei sind folgende Vorschriften zu beachten: 1. Die Sachgutscheine müssen an Zahlungsstatt angenommen .werden. 2. Das Herausgeld bei Zahlungen mit Sachgutscheinen darf nicht mehr als Fr. 5.— betragen. • 3. Der Gegenwert der eingelösten Gutscheine wird vom Schweizerischen Fremdenverkehrsverband, Abteilung GutscheinkontrpUe, Zürich, Börsenstrasse 16, zurückvergütet. Die Gutscheine sind dem Schweizerischen Fremdenverkehrsverband den Nummern nach geordnet einzusenden. Jeder einzelne Gutschein ist auf der Rückseite mit dem Firmastempel des Einreichers zu versehen. Der Sendung ist ein Bordereau beizulegen, das vom Schweizerischen Fremdenverkehrsverband kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Darauf sind'die Nummern der Gutscheine der Reihe nach aufzuführen; ferner ist darauf die Nummer des Postcheck-Kontos und die genaue Adresse des Einreichers anzugeben. 4. Die Umwechslung von Sachgutscheinen in Bargeld wird streng bestraft. Schweizerischer Fremdenverkehrsverband ZÜRICH, Börsenstr. 16 Tel. 35.151 Verkauf durch die Garagen, Mechaniker und Bosch-Dienste