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E_1936_Zeitung_Nr.060

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BERN, Freitag, 24. Juli 1936 Automobil-Revue, II. Blatt - Genuss rtas WnrJh Angriffes Wenn am Samstag das Klingelzeichen ertönt, das die Arbeitswoche ausläutet, geht ein Aufatmen durch alle Menschen. Gestehen wir's uns ehrlich ein: Auch wenn wir die ganze Woche mit Freude und Erfolg gearbeitet haben, so ist der Samstagnachmittag doch die schönste Entspannung — er ist ja der Vorbote des Sonntags. Samstag und Sonntag bedeuten Freiheit von Erwerbs- und Arbeitssorgen. Nicht für den selbständigen Unternehmer, wir wissen es, aber auch dieser sollte aus Gründen der seelischen wie körperlichen Oekonomie sein Wochenende nicht verkürzen. Man soll seine Arbeit am Montag nicht mit griesgrämiger Miene beginnen, sondern mit frischen Kräften. Das erreicht man aber nur, wenn man sich die Ausspannung gönnt. Der heutige Existenzkampf bedeutet für den physischen und psychischen Organismus des Menschen eine solche Belastung, dass die innerliche Erneuerung, die Abwechslung in der Tätigkeit, die freigewählte statt der pflichtgemässen Arbeit, der Tausch der Natur gegen die Zivilisation immer mehr zur gebieterischen Notwendigkeit wird. Unsere Verkehrsanstalten und unsere Hotellerie haben diese Notwendigkeit erkannt und dem Wochenendreisenden schon längst Tür und Tor geöffnet. Wer mit dem Wochenende gleich eine Reise verbinden kann, sei sie gross oder klein, der ist zu beglückwünschen. Denn nirgends erholt man sich besser als ausserhalb seines alltäglichen Standortes. Der Direktor der Schweizerischen Verkehrszentrale in Zürich, S. Bittet, hat kürzlich einen Aufruf an dasWochenend-Reisepublikum erlassen, in welchem die Annehmlichkeiten verlockend geschildert sind, die in der Schweiz des Wochenendlers warten. Er lautet : «Es gibt einige Zauberworte, die soviel Glück in sich schliessen, dass man sie nur auszusprechen braucht, um eine Fülle der Erinnerungen zu wekken und die Phantasie zu den schönsten Zukunftsplänen anzuregen. Dazu gehört das Wort Ferien. Dem heutigen Menschen bedeutet es Freiheit, Ruhe, Rückkehr zur Natur, sportliche Betätigung, kurz, das grosse Erlebnis im Lauf des Jahres. Die ein- oder zweimaligen Ferien allein bilden aber noch kein genügendes Gegengewicht für die aufreibende Last der Arbeit und Verantwortung, die heute fast ausnahmslos jedem zugeteilt ist. Für jeden Augenblick sind wir dankbar, der uns aufatmen und Kraft gewinnen lässt. Die Wochenendbewegung entspricht diesem starken Bedürfnis. Jeden Samstag und Sonntag strömen die Städter aufs Land und in die Berge, weil der kurze Klimawechsel und die Herrlichkeit der Natur tatsächlich wahre Wunder wirken und Ersatz bieten für die mangelnde natürliche Lebensweise. Auch auf dem Lande, wo .Haus, Hof und Arbeit vielen eine längere Abwesenheit und wirkliche Ferien verbieten, hat die Wochenendbewegung ihre tiefe Berechtigung. Unser Land ist für zwei- und dreitägige Ausflüge ideal. Wenn man anderswo ein neuartiges Ziel erreichen will, muss man oft Hunderte von Kilometern zurücklegen und verliert mit der Reise schon den besten Teil seiner freien Zeit. In der Schweiz dagegen ist die grösste Mannigfaltigkeit der Landschaft und Kultur auf engem Räume vereint. Kaum hat man den Ausgangspunkt verlassen, wechselt in rascher Folge die Szenerie: Berge und Seen, Wälder und Felder, Reben und Alpweiden, ewiger Schnee und südliche Vegetation sind nicht weit voneinander, entfernt. Mit Sprache und Lebensform ändern sich Sitte und Brauch. Ob man nun mit der Eisenbahn, mit dem Automobil, dem Dampfer, dem Rad oder per pedes reist, immer drängt sich in kurzer Zeit ein Reichtum der Erlebnisse und Eindrücke .zusammen, wie ihn kaum ein anderes Land zu bieten vermag. Doch nicht nur wegen dieser Vorzöge ist die Schweiz für Wochenendferien ein ideales Land. Das von der Schweizerischen Verkehrszentrale und dem Schweizer Hotelierverein geschaffene neue System der Freiwahl-Pauschalferien «alles inbegriffen» sieht Pauschalpreise schon für den kurzen Aufenthalt eines halben Tages vor. Praktisch kann überhaupt für jede Feriendauer das Freiwahl-Abkommen in Anspruch genommen werden, da jeder weitere Tag auf der Basis der Grundpreise für einen halben oder einen ganzen Tag, für drei oder sieben Tage berechnet wird. Diese Grundpreise, die je nach dem Rang des Hotels und nach dem Komfort, den es zu bieten hat, abgestuft sind, umfassen Zimmer und Pension, Trinkgeld, Kurtaxe, Licht, Heizung, Musik und, wenn der Aufenthalt länger als einen halben Tag dauert, auch den Gepäcktransport vom und zum Bahnhof. Die schweizerische - Qualifätshotellerie offeriert' Pauschalpreise von 6 Franken an für einen halben Tag, von 8 Franken an für einen ganzen Tag, von 20 Franken an für drei und von 46 Franken an für sieben Ferientage «alles inbegriffen». Die Freizügigkeit bleibt damit gewahrt, und doch hat man die Möglichkeit, sich schon auf einem Wochenendausflug oder für einen sehr kurzen Erholungsaufenthalt die Vorteile des Pauschalabkommens zunutze zu machen. Die Automobilisten, an die man dabei besonders gedacht hat, werden diese Bewegungsfreiheit zu schätzen wissen. Der Wochenendbetrieb spielt heute für die Hotellerie eine sehr grosse Rolle. Dass in der Fremdenverkehrs-Statistik die Schweizer Gäste in den letzten Jahren zahlenmässig immer stärker in die Erscheinung treten, mag zum guten Teil den Uebernachtungen von Samstag auf Sonntag und von Sonntag auf Montag und dem gewaltigen Aufschwung der Sportbewegung zu danken sein. Wie im Winter, so ist auch im Sommer das Sportprogramm unserer, Kurorte und Städte ausserordentlich reichhaltig! Ja, der Sommer, der bei uns sozusagen für alle Sportarten die günstigsten Voraussetzungen bietet (das offizielle Sommerprogramm des Schweizerischen Skiverbandes enthält 13 Sommerskirennen!) bringt womöglich noch lebhafteren Wochenendverkehr. Die Ferien kann man meistens nicht ganz frei wählen. Auf einzelne Wochen und Monate, auf die Zeit der Schulferien fällt oft die einzig mögliche Wahl. Die sogenannte Zwischensaison ist aber in manchen Gegenden beinahe die schönste Zeit im Jahr. Während zum Beispiel im Juni der Bergfrühling blüht, ist die Zahl der Gäste noch verhältnismässig klein. Wochenendferien beleben auch in der Zwischenzeit den Verkehr und verschaffen den Transportanstalten und dem Gastgewerbe sehr willkommene Mehreinnahmen. Eingangs sagten wir, Ferien allein genügten nicht, um den körperlichen und seelischen Kräftehaushalt des modernen Menschen ins Gleichgewicht zu bringen, notwendig sei eine Entspannung und Erholung immer wieder im Arbeitsjahr. Nun bieten natürlich auch häufige Wochenendausflüge noch keinen Ferienersatz. Sie sind aber für längere Ferien die beste Vorbereitung; denn eine Tour ist oft entscheidend für die Wahl des Ferienorts. Der Kontakt mit den verschiedenen Gebieten der Heimat, den die Samstags-Sonntags-Fahrten schaffen, macht uns ihre Schönheiten lieb und vertraut und weckt in uns den Wunsch, dort, wo es uns am besten gefallen hat, uns einmal ein paar Wochen lang aufzuhalten, die Bekanntschaft mit bestimmten Landschaften und mit Menschen, die wir flüchtig kennen lernten, zu vertiefen. So wird die Wochenendbewegung zur lebendigsten Kenntnis unseres schönen Landes führen und einem jeden dafür die Augen öffnen, was er an seinem herrlichen Heimatlande hat.» Raum in der Wildnis Befon und Ziegel, ihr wisst nicht vom Frühling; euch treibt kein Sehnen, keine Melodie. Granit und Eisen, ihr seid stets die gleichen; und was da lebt und strebt, berührt euch nie! Doch, zwischen kahlen Mauern stehen Bäume, die Aeste hochhin ausgespannt, so, wie Gefangene mit erhobenen Händen, dem Lichte sehnend zugewandt. Wie musst ihr euch verlassen fühlen, einsam, inmitten dieser Wildnis! Doch ihr ringt um euer bisschen Dasein zäh, beharrlich — ich wünsche mir den Mut, der euch zum Blühen bringt! Friedl. (Photo Kumbttchci)