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E_1936_Zeitung_Nr.061

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 28. JTJ&I 1938 — Jf° 61 Zukaufen gesucht Permanenter Automarkt Zukaufen gesucht Aus privater Hand zu gesucht per sofort wegen Uebernahme eines 5-Tonnen-BERNA-3-Seiten-Kippwagens mit vertraglicher verkaufen ein von Chauffeur sorgfältig gepflegtes em noch guterhalt., leicht. gegen Kassa Arbeit. — Interessenten mögen sich sofort melden und gefahr. AUTO, Marke Occasions-Auto älteren Gesucht Renault unter Chiffre 73152 an die per sofort oder nach Uebereinkunft Automobil-Revue, Bern. 5—8 PS., gegen bar. — Nur gute Offerten unter Sportwagen Chiffre 73142 an die Chauffeur-Mechaniker Offerten unter Chiffre 73091 an die Jahresstelle. — Offerten mit Bild und Angabe der MERCEDES 6 Zyl., 6plätzig, mit Separation, Jahrgang 1932, Automobil-Revue, Bern. Automobil-Revue, Bern. Gehaltsansprüche unter Chiffre 73124 an die H543 Typ 170 BUICK ••A.AA.A.A.AA.AAAAAA.AA.. 72975 an die 41000 km gefahren. Automobil-Revue, Bern. 4/5-Plätzer, Sedan, Modell 1932. 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61 — DIENSTAG, 28. JULI 1936 AUTOMOBIL-REVUE kennt den Hergang nur aus der Schilderung anderer und weiss lediglich, dass er monatelang im Spital lag. Der Sonntag. Das mit der schlaflosen Nacht war durchaus keine Fehlprognose. Motoren- und Hupenlärm, Gesang und Gelächter hallten vom Einnachten bis zum Morgengrauen von Adenaus Häuserzeilen wider. Es war der wahre Hexensabbath. Adenau glich einem Marketenderlager, an jeder Ecke postierten sich findige Köpfe als fliegende Händler, improvisierte Bierhallen taten sich auf, die Gaststätten waren bis zum Bersten gefüllt und glücklich jener, der^sich noch einen freien Platz zu erkämpfen verstand. Kurz nach Mitternacht spien Dutzende von Extrazügen Zehntausende von Zuschauern aus. Ausgesprochen geräuschvoll wogte es ^nter sternenklarem Himmel durch die Gassen. Die ganze Eifel wurde lebendig. Zeltlager erstanden en masse, darin man eich häuslich einrichtete. Und am Morgen kribbelte und krabbelte es auf allen Wegen, zu dichten Knäueln gehallt haten sie an den vorteilhaften Standorten Posten gefasst. Eine lebende Geraume Zeit vor 11 Uhr schon, da der Startschuss fallen wird, stellen sich die 20 Teilnehmer am Grosen Preis von Deutschland beim Ablauf auf. Die Verlosung hat den Fahrern folgende Plätze zueewiesen: 1. Reihe: Nuvolari Stuck Wimille (Alfa-Romeo 12) (Auto-Union) (Bugatti) 2. Reihe: Caracciola « von Brauchitsch (Mercedes-Benz) (Mercedes-Benz) 3. Reihe: Dreyfus Trossi Kosemeyer 12) (Alfa-Romeo (Maserati) (Auto-Union) 4. Reihe: Seaman . Lang (Maserati - " (Mercedes-Benz) 5. Reihe: Fagioli Rens Brivio (Mercedes-Benz) (Bugatti) (Alfa-Romeo 8) 6. Reihe: Severi Chiron (Alfa-Romeo 8) (Mercedes-Benz) 7. Reihe: Cholmondeley-T. Hasse von Delius (Maserati) (Auto-Union) (Auto-Union) 8. Reihe: Zanelli Sommer (Maserati) (Alfa-Romeo) • Sofort beim Startschuss löst sich Brauchitsch aus der zweiten Reihe, schlängelt sich behend nach vorn und zieht mit der Spitze auf und davon. Lang, Rosemeyer und Caracciola folgen seinen ^Spuren, und ein paar Minuten später wird von der Strecke bereits gemeldet, dass Rosemeyer einen Angriff gegen Lang vorträgt. Etwa 7 "Minuten verstreichen, da donnert der Mercedes Brauchitschs als erster vorüber. Rosemeyers Attacke ist gelungen, er erscheint als Zweiter vor Lang. Hinter dieser Gruppe Mauer säumte die Strecke, geduldig harrte man aus, dieweil ein kühles Lüftchen über die Wälder und Höhen strich. Man weiss in dieser Eifel nie, ob nun Sonne oder Regen oder wie! Denn jetzt, am Morgen ziehen wieder Wolken auf Bei den Tribünen drängt sich Stunden vor Rennbeginn eine fast unübersehbare Menge. Programmverkäufer und Sesselvermieter haben Hochkonjuktur. Fahnen flattern im Wind und bringen eine farbig-freundliche Note in das bewegte, imposante Bild, der Lautsprecher dudelt seine Weisen, auf der Pressetribüne klappern bereits die Schreibmaschinen und drüben bei den Boxen sind schon die Mechaniker am Werk. Eine Stimmung, wie sie eben nur ein Grand Prix erzeugen kann, breitet sich über der Masse, eine Atmosphäre prickelder Spannung. Dass die Organisation tadellos klappt, dass sich die Zufahrt der endlosen Wagenkolonnen zu den 150 Parkplätzen (die, nebenbei bemerkt, Raum für 25,000 Autos, 30,000 Motorräder und 3000 Autobusse bieten) reibungslos vollzieht, das hat man wohl nicht anders erwartet. Darin sind die Deutschen ja Meister. Ein Riesenaufgebot von Kräften lenkt den Verkehrsstrom in geordnete Bahnen. De» Rennvevlau^ jagen-Hjaracciola, Stuck und Nuvolari einher, und etwas weiter zurück halten sich Fagioli und Chiron. Die Boxen kriegen ihren ersten Besuch: Zanelli fährt an den Verpflegungsstand, da an seinem Maserati nicht alle' Zylinder arbeiten. An der Front begeben sich indessen bedeutsame Dinge: Brauchitsch wird langsamer — warum, werden wir gleich sehen —, muss vor dem mächtig drängenden Rosemeyer das Feld räumen, der nun vor Lang und Caracciola den tollen Tanz anführt. Nuvolari hat nicht lange gezögert, um sich an Stuck vorbei auf den vierten Platz emporzuschieben. Chiron, Fagioli, Dreyfus heisst in diesem Moment die weitere Reihenfolge. Aber was ist denn mit Brauchitsch? Er ist weit zurückgefallen, stoppt jetzt an der Boxe, um die Bremsschwierigkeiten, die sich' an seinem Wagen zeigen, zu beheben. Nach 4 Minuten schiesst er wieder los, natürlich aber in aussichtsloser Position. Am Ende der zweiten Runde flitzt Rosemeyer bereits allein auf weiter Flur vorbei, er legt ein höllisches Tempo vor und lässt. seine, Gegner samt und sonders stehen. 9 Sekunden trennen ihn in diesem Äugenblick bereits vom Zweiten, dem Mercedes-Fahrer Lang. Das Feld hat sich schon stark auseinandergezogen; 8 Sekunden hinter Lang behauptet sich Caracciola auf dem dritten Platz; 10 Sekunden zurück kommt Nuvolari, dem Stuck dicht auf den Fersen bleibt. Dreyfus, der den zweiten Zwölfzylinder Alfa steuert, fährt an seiner' Boxe vor, um Kerzen auszuwechseln. Delius verblüfft mit seiner forschen Draufgängerei, hat er doch in der zweiten Runde vier Plätze gewonnen und ist jetzt Achter. ' ( Soviel dürfte jetzt schon klar sein; Rosemeyer geht aufs Ganze. Unheimlich dreht er auf und erledigt die dritte Runde in der beinahe unwahrscheinlich anmutenden neuen Rekordzeit von 9 Min. 56,3 Sek. (137,6 km/St.). Kein Wunder, daes dabei der Vorsprung auf seine Verfolger unaufhörlich wächst, und nach der 3. Runde auf Lang bereits 23 Sek. beträgt. Caracciola (seinerseits hat seinen Abstand von Nuvolari beibehalten und bleibt Lang dicht auf den Fersen. Der Italiener hetzt und wühlt durchaus nicht, aber es ist offensichtlich, dass er sich nur auf die Lauer legt, um auf seine Chance zu warten. Im übrigen trifft die Nachricht von zwei Ausfällen ein: Wimille (Bugatti) gibt wegen Getriebeechaden auf und zwei Minuten später verschwindet auch der Engländer Seaman von der Bildfläche. Auffällig regelmässig dreht Stuck seine Runden, taktisch klug und vorsichtig hält er sich hinter Nuvolari in Reserve,. Eine Sensation erwartet die Zuschauer in der 5. Runde: Caracciola trudelt an seine Boxe und steigt aus, fieberhaft arbeiten- die, Mechaniker, aber die zwei Minuten, welche der Deutsche dabei einbüset, genügen, um ihn weit ins 'Eintertreffen geraten zu lassen. Damit ist Nuvolari hinter Roeemeyer und Lang Dritter, Stuck Vierter und Chiron Fünfter geworden. Noch immer hetzt der Leader Rosemeyer in toller Jagd über die Piste, Sekunde um Sekunde gewinnt er auf das übrige Feld, so dass beinahe eine halbe Minute vergeht, bis Lang als Zweiter in die Zielgerade einbiegt. • Stand des Rennens nach der 5. Runde: 1. Rosemeyer (Auto-Union) 50 48,5 (= 134,6 km/3t.) 2. Lang (Mercedes-Benz) 51' 15,1" 3. Nuvolari (Alfa Romeo) 51' 55,4" 4. Stuck (Auto-Union) 52' 27,2" 5. Delius (Auto-Union) 52' 57,1" 6. Chiron (Mercedes-Benz) 52' 58,2" In der 6. Runde bleiben die Positionen unverändert, abgesehen davon, dass Delius, der in dieser illuetren Gesellschaft ausgezeichnete Figur macht, Ghiron hinter sich verweist. Er hat sich damit binnen 5 Runden vom 12. auf den 5. Platz emporgearbeitet, eine Leistung, die allerhand Respekt abnötigt Inzwischen ist Brivio Fagioli in bedrohliche Nähe aufgerückt. Caracciola, der nach seinem Zwangsaufenthalt an der Boxe die Fahrt wieder aufgenommen hat, lässt auf sich warten. Fällig wäre er längst. Ist was passiert? Jawohl, der Lautsprecher meldet, er habe wegen Benzinpumpendefekts aufgegeben. Damit verliert Mercedes eine seiner Hauptstützen, aber noch bat es ja drei Eisen im Feuer, noch verteidigt sich ja Lang erfolgreich auf dem zweiten Platz. Chiron hat sich wieder an Delius herangepirscht und macht, Miene, ihn zu überholen, währenddem Dreyfus abermals bei der Boxe landet, um Kerzen zu wechseln. Bei dem Vorsprung, den sich Rosemeyer mit seiner bravourösen Fahrt gesichert hat und der schon jetzt über eine halbe Minute erreicht, kann er es sich erlauben, beim Beginn der 8. Runde, die er übrigens in der neuen Rekordzeit von 9' 56,3" (St.- Mittel 137,6 km/Std.) absolviert, neue Pneus zu fassen. Allerdings entreisst ihm dabei Lang die Führung, aber ein paar hundert Meter hinter ihm donnert auch Rosemeyer schon wieder los. Chiron hat das Duell mit Delius zu seinen Gunsten entschieden und ist jetzt Fünfter. Am Schluss der 8. Runde hält es auch Nuvolari für geboten, neue Reifen aufzuziehen und zu tanken, wobei Stuck hinter dem immer noch führenden Lang und Rosemeyer auf den dritten Platz gelangt. Unmittelbar darauf entschliessen sich auch Brivio und Delius zum Reifenwechsel. Die 10. Runde sieht wiederum Rosemeyer an der Spitze, denn auch für Lang ist jetzt der Zeit- punkt gekommen, eine neue Hinterreifengarnitur montieren zu lassen. Als sich an seiner Stelle der « arbeitslos > gewordene Caracciola ans Lenkrad des Wagens setzt, quittiert das Publikum diesen Wechsel mit Zischen und Pfeifen. Es beruhigt sich jedoch wieder, als bekanntgegeben wird, dass Lang schon in der ersten Runde ein Glied des kleinen Fingers gebrochen hat und dass unter diesen Umständen Caracciola einspringen musste. Allerdings übernimmt dann, Lang die Führung von Brauchitschs Wagen. Durch die Operationen des Tankens und des Reifenwechsels ergeben sich einige Verschiebungen in der Rangordnung, so dass -sich das Klassement nach 10 Runden wie folgt darbietet: 1. Rosemeyer 1.42.39,1 (133,4 km/St.1 2. Stuck 1.44.33,1 3. Nuvolari 1.44.59,4 4. Chiron 1.45.08,2 5. Lang/Caracciola 1.45.22,4 6. Fagioli 1.47.04,1. Der ewigen Kerzendefekte müde geworden, hat inzwischen. Dreyfus zum Rückzug geblasen. Noch 8 Fahrer liegen in diesem Moment in derselben Runde. Stuck, der bisher noch keinen Reifenwechsel vorgenommen hat, wird nun ebenfalls an die Boxe dirigiert, womit Nuvolari hinter Rosemeyer, freilich mit über 2 Minuten Abstand, in zweite Position emporrückt, dieweil Caracciola mit dem Wagen Längs nunmehr als Dritter im Rennen liegt. Rosemeyer mässigt nun sein Tempo etwas, aber natürlich wäre es sträflicher Leichtsinn, zu glauben, die Alfa-Leute hätten keine Chancen mehr, .denn kaum dass man sichs geachtet, ist nun neben Nuvolari auch Brivio da. Durch einen weitern langen Aufenthalt Caracciolas am Verpflegungestand gelangt er unversehens in 4. Position und die Sache könnte möglicherweise noch brenzlig werden, wenn nicht Nuvolari in der 15. Runde einem mechanischen Defekt zum Opfer fiele und von der Bildfläche verschwände. Damit löst sich die ungeheure Spannung, die auf den Zuschauern gelegen hat. Kurz zuvor überschlägt sich Chirons Wagen bei der Antonius-Buche, rollt einen Abhang hinunter und begräbt den Fahrer unter sich. Glücklicherweise kam er mit leichten Verletzungen davon, aber MerÄdee ist damit um eine Hoffnung auf einen Ehrenplatz ärmer geworden. Die Positionen scheinen gemacht, Rosemeyer Beherrscht die Lage souverän, und wenn sein Wagen durchhält, ist ihm der Sieg nicht mehr zu nehmen. Ebenso hat Stuck, durch den Ausfall Nuvolaris zum Zweiten emporgestiegen, nichts zu befürchten und auch Hasse, die «Entdeckung> dieses Rennens, hat seinen schärfsten Widersacher Fagioli wohl endgültig abgeschüttelt. Stand des Rennens nach der 15. Runde: 1. Rosemeyer 2.34.07,4 (133,2 km/St.) 2. Stuck 2.38.13,2 3. Brivio 2.40.36,2 4. Hasse (Auto-Union) 2.42.40,4 5. Fagioli 2.44.08,4 ' 6. Brauchitsch/Lang " 2.49.23,0 Wohl setzt Fagioli in den nachfolgenden Runden Volldampf auf, aber es ist für ihn ein aussichtslos Beginnen, den Auto-Unian-Mann Hasse aus dem 4. Rang zu verdrängen. Bei den grossen Beim Grossen Preis von Frankreich Grossen Preis von der Marne Grossen Preis von Deauville hatte der Sieger J. P. WIMILLE auf BUGATTI jedesmal BOSCH-ZÜNDKERZEN Beim GROSSEN PREIS VON DEUTSCHLAND hatte der Sieger B. Rosemeyer auf Auto-Union auch BOSCH-ZÜNDKERZEN Fratelli Ambrosoli, Locarno BASEL: Ed. ConteUy, Hochstrasse 26 BERN: Gebr. Marti, Eigerplatz 2 B RUGG:' Zulauf, Garage LANGENTHAL: Moser & Cie. LUZERN: Capitol-Garage WEINFELDEN: J. Minikus, Schlossgarage - WINTERTHUR: H. Rdos ZÜRICH: Garage-Metropol A.-G., Utoquai 49 • Tun Sie das gleiche! Verwenden Sie nur BOSCH-ZÜNDKERZEN U. BOSCH-ZÜNDUNG