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E_1936_Zeitung_Nr.064

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14 - N»64 von weissen

14 - N»64 von weissen Lilien und von feuerroten Mär« chenblumen, von flockigen Schafen und schlafenden Wiegenkindern. Und zuletzt sang sie von einer Vogelmutter, die ihr Kind an einem kalten Wintertage an die Menschen verschenkt hatte. Vogelklänge und Menschenworte hatten Sillas Lieder. Während sie sang, erhellten sich Turdos Zage. Seine Augen bekamen einen warmen, milden Glanz. Das Ungeheuer glich jetzt mehr einem Menschen als einem Kobold. Als Silla zu Ende gesungen hatte, erhob Turdo die Hand zur Begnadigung. Dann rief er: «Die Saaten dieses Landes sollen spriessen und die Bäume Früchte tragen! Du hast mich bezaubert, o Mägdlein! Dein Gesang hörte sich an wie einer Amsel erstes Frühlingslied. Verlange von mir, was du willst: Ich werde es dir gewähren! » Silla überlegte: Soll ich für mich und Mutter Gret ein feines Häuschen wünschen und einen Rosengarten ringsum? Aber plötzlich kam vom Apfelbaum herab der laute Klageschrei eines Vogels. Sillas Mutter, die Amsel, hatte ihn ausgestossen. «Silla, flieg herauf zu mir, sonst zerbricht mein Herz und ich muss sterben! » Da dachte Silla: Ich möchte hoch auffliegen in meiner Mutter Nest hinein! Jetzt wurde es auf einmal still und dunkel ringsumher. Nur ein leises Flügelflattern hörte man. Als es wieder hell wurde, war Silla nicht mehr da. Aber dort, wo sie gestanden hatte, sah man eine Amsel, die ihre Flügel weit ausbreitete, als versuchte sie zu fliegen. Und auf einmal flog sie hoch auf, die Amsel. Einen weiten Kreis flog sie und verschwand dann in den Zweigen des Apfelbaumes. Jetzt begann man zu ahnen, wer das eigenartige Kind der alten Gret gewesen war. Turdo erhob sich und zog ab, begleitet von seinen vier Dienern. Er wurde dortzulande nie mehr gesehen. Das Volk aber lobte Gott und dankte der alten Gret, dass sie das Kind auferzogen hatte. Aber ihr Töchterlein hatte Gret nicht mehr. Nur dann und wann des Nachts wurde sie durch ein Vogelzwitschern aus ihrem Schlafe aufgeweckt. Dann sah sie immer eine Amsel im Mondenschein vor ihrem Fenster hin- und herflattern. AUTOMOBILISTEN, ACHTUNG? WEEK-END 73031 Das Regina Hotel Jungfraublick, Interlaken, offeriert Ihnen Zimmer mit Aussicht auf Jungfrau. Garten-Frühstück. Lunch im französischen Restauraut. Oiner auf der grossen offenen Terrasse. Küche unter Leitung eines erstklassigen Chefs. Zimmer mit Pension von Fr. 13.50 an. Aeusserst reduzierte Preise. GARAGE. Unvergleichl. Exkursionsgebiet. A. Gressot. MORZIN 13 (Haute-Savoie) Hotel Champs-Fleuris 22 Zimmer - Wunderbare Lage inmitten von Feldern gelegen, gegenüber Luftseilbahn. Aller Komfort. Telephon 45 Besuchen Sie das malerische Städtchen MURTEN STRANDBAD Murtetl Hotel Krone Terrasse und Speisesaal mit schönster Aussicht aul See und Jura. — Grosse Vereinssäle. — Moderne Kegelbahnen. M. Lttdi und Fr. Disler. 6 GUMMI Fr. 2.50 Beste Qualität. Sicherster Schutz. 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Der Hauptfilm brachte: Vamps, platinblond, in weniger als Badetrikots; Tränen in Grossaufnahme; Kampf zweier Helden auf den Tragflächen ebensovieler Flugzeuge; Ausschnitte aus einer Oper und zum Schluss fünf tote Gangster. Das heisst eigentlich nicht zum Schluss, denn der Film ging noch weiter, viel weiter sogar. Aber da begann der Mann aus der Hutchinsonbucht zu schreien und um sich zu schlagen. Man erkannte bald, dass es ein Eskimo war und schoss ihn deshalb nicht nieder, sondern brachte ihn gefesselt in eine Nervenheilanstalt. Aus dieser wurde er drei Tage darauf entlassen. Das ärztliche Gutachten besagte, dass der Eskimo nicht nur geistig gesund, sondern auffallend intelligent sei. Immerhin hätte seine Intelligenz nicht ausgereicht, um den Film zu verarbeiten, ohne darunter zu leiden. cpr. Aufgeklärte Kultur. Vor einem Pariser Gericht hat in diesen Tagen ein Gatte die Scheidung verlangt, weil seine Frau ihr ganzes Haushaltungsgeld dafür ausgab, um «die Zukunft» zu erfahren. Der Rechtsanwalt des Klägers gab an, dass die Gemahlin für jeden Versuch, die Zukunft kennenzulernen, zwischen fünf Francs und vierhundert Francs bezahlte. Sie suchte nicht nur Spiritisten auf, sondern auch Kartenschlägerinnen, Wahrsager und Wahrsagerinnen aus dem Kaffeesatz und aus dem «magischen Kristall». «Mein Klient wird Ihnen erzählen,» führte der Anwalt aus, «dass er einmal während des Frühstückes davon sprach, er hätte den Eindruck, die kommenden Wahlen würden dem Lande eine Linksregierung bringen. Die Folge war, dass seine Gattin sofort aufsprang, alles stehen und liegen Hess und zu einem Wahrsager fuhr. Als mein Klient am Abend nach Hause kam, wurde er von seiner Frau mit den Worten empfangen: «Du hast schon wieder Unrecht — der Hellseher hat mir gesagt, dass wir eine Rechtsregierung bekommen werden!» Ein anderes Mal passierte es, dass mein Klient auf der Börse spielte. Als seine Frau davon erfuhr, machte sie ihm durch ihre ununterbrochenen Warnungen und Ratschläge das Leben zur Hölle. Die Geduld des geplagten Mannes riss aber erst, als sich seine Gemahlin zwischen ihn und seine Freunde zu stellen begann, indem sie ihm ständig mit dunklen Warnungen vor einem «dunklen Mann» oder einem «grossen, blonden Mann» in den Ohren lag, die das eheliche Glück zerstören würden. Diese Bemerkungen führten zu Streitigkeiten, die ganz unerträglich wurden, als die Wahrsager plötzlich auch über «andere Frauen» zu orakeln begannen und damit die Eifersucht ihrer vertrauensvollen Klientin wachriefen. Mein Klient hätte die grossen Ausgaben für die Besuche bei den verschiedenen Propheten noch hingenommen und als skurrile Spielerei angesehen, aber die Folgen begannen seine Ehe zu zerstören. Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners CH Touring. 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in. Blaff Automobil-Revue Nr. 64 BERN, 7. August 1936 Man sagt gar zu häufig, die Modetorheiten lia»-Film. Eine ganz besondere Nachricht hätten in unserer Gegenwart keine Entfaltungs- kommt aus Melbourne und Sydney, aus den inöglichkeit mehr. Meterhohe Frisuren passen Großstädten Australiens: ein neues Haustier nicht in Limousinen und elektrische Strassen- begleitet die Damen in ihren Sportcars, ist bahnwagen, Reifröcke würden den Großstadt- neben den Herren im Klub zu finden und beverkehr behindern, starre, steife Fischbeinpan- lebt in interessanter Weise die modernen zer sind mit sportlicher Tätigkeit und mit den Strassen. Es ist keine neu gezüchtete, seltsame Erkenntnissen der Medizin und Hygiene un- Hunderasse, es ist Australiens einheimisches vereinbar. Und doch entfaltet auch die moderne Tier, das Känguruh. Mit schönem Lederge- Zeit ihre kleinen Modetorheiten. So haben schirr ausgestattet, farbig adjustiert, wie Skyeeinige Pariser Modedamen versucht, ihre Au- terrier und Whippet, wie Dogge und Pekigenbrauen nicht nur zu rasieren und faden- neserhund, folgt das Känguruh treu und aufdünn in hohen Bogen nachzuziehen, sie er- merksam seinem Herrn, seiner Herrin. Es setzen sie mit Flitter, mit kleinen Blümchen, muss allerdings auch Boxhandschuhe tragen, mit allerlei aus Metallfäden und zarten Band- denn die Schläge seiner Pfoten sind kräftig chen geformten Arabesken. Mit diesem an die und gefährlich. Wie es heisst, kostet ein Känlebendige Haut "geklebten Schmuck ist man guruh, obwohl in Australien daheim, mehr als vom Nasenring nicht mehr weit entfernt und fünfzigmal soviel wie ein schöner, teurer der einzelne Solitär, den eine schöne Inderin Rassehund. N. F. P» an ihrem Nasenflügel trug, ist weniger töricht, als Veilchen oder Maiglöckchen, Vergissmein- Augenlider, zum Kleide passend nichtSterne oder goldsilberner Flitter am Au- DQS ^ dje neueste Mode ynd sje kommt QUS genbrauenbogen. Pepita ist Mode. Unzweitel- E ng | anc !. Eine Dame der Gesellschaft hat sie bei haft gehören die entzückenden kleinen Pepita- einem Rennen zum ersten Male vorgeführt, als sie Tailleurs, die man in sonnenheissen Großstäd- zu einem himmelblauen Kleide Augenlider «trug», ten zum Nachmittagsrendezvous trägt, die mit ihren weissen reichen Louis-Quinze-Jabots tinter den schattigen Bäumen der Gartenrestaurants so schick, aussehen, zu den mo- einer mondänen Pariserin gestickte und ge- Aktion des Postministeriums handeln soll. Immerhins cpr. malte Blumen tragen? Zum einfarbigen Gaze- Anschlüsse werden Zustandekommen. kleid und seiner blumigen, breiten, schleppenden Schärpe passt der «Imprime-Strumpf» ... und Modeklugheit ganz gut, wenn aber die Fingernägel die Blumenornamente en miniature wiederholen? Das _ . , ist Effekthascherei, die nichts mehr mit Mode «tacne-misere Die Franzosen » sind unerschöpflich in der Erfindung neuer Moden und neuer Modeworte, die sich zu tun hat. Seltsam genug wirkten inmitten von hauchzarten Spitzen und duftigem Organdy, zwischen zarter Seide mit lichten Blumen- Ihr Einfallsreichtung bedenkt nicht nur die dem Körper und dem Ohr der Frau anschmeicheln. ver- ^j" w . _ . Farbe gehe Dame betonte, dass sie hoffe, ihr Schule machen und beweisen, dass auch eine ungewöhnliche Neuerung schön sein und sich durchsetzen könne. Dementsprechend sind alsbald apfelsinenfarbene Augenlider zu apfelsinenfarbenen dernsten Dingen der eleganten Frau. Dass Kleidern zu erwarten; während die Geschichte einiaber zu diesem Karo-Modell ein Pepita-Schat- germassen kompliziert wird, wenn die in amerikaniten, gebildet von einem raffiniert geflochtenen sehen Seebädern propagierte Mode der durchsichgrossen Rosshaarhut das Gesicht schwarz- tigen Zellophankleider nach Europa kommt. Immerweiss überzittert — das ist eher Modetorheit hin ist die neue Mode noch erträglich, solange nicht i *x J x-i !?• -± u i_ c J ^ verlangt wird, dass auch die Farbe der Pupillen, der als Modestil. Ein mit Hahnenfedern ge- Ohren und der Zähne mit der des Kleides harmonie- «chmückter Strandanzug — man sah deren ren muss. cpr. ein halbes Dutzend auf der Sonnenterrasse "eines Swimmingpools in den kanadischen Ber- Die Telephonmimmer im Knopfloch gen auftauchen — ist nicht unbedingt zur Die neueste Pariser Mode besteht darin, dass sachlich sportlichen Mode zu rechnen, sondern Herren, aber auch Damen, im Knopfloch eine Lackgehört durchwegs in das Kapitel «Torheit um lederscheibe tragen, auf der lakonisch-modern nur die Frauenkleidung», das auch heute nicht nur d |f Telephonnummer steht, unter der der Träger , T>I.... i ' . »*.. j- ci •• c oder die Trägerin zu erreichen ist. Die Nachricht leere Blatter aufweist. Müssen die Strumpfe wird d e menfTert, da es sich um eine Propaganda- die einige Damen bei einer Party auf der ^^^^Ilc^lt EI*VoÄrCer «Normandie» trugen. Schwere, reiche Renais- Modehaus hat eine Serie kleidsamer Capes zu bilsancekleider in satten Tönen, wie sie italieni- ligsten Preisen hergestellt und «Cache misere» ge- sehe Meister auf ihren Gemälden festhielten. pannt. Die deutsche Sprache ist zu hart, zu unironisch für solche Worterfindungen. Ein «Elends- Inspiriert waren diese Roben von Norma Mäntelchen» würde bei uns keine Frau tragen, Shearers Kostümen in dem «Romeo und Ju- aber im Modejargon von Paris hat fast jede Kleinigkeit der Frauenkleidung einen zärtlichen Namen, der undelikat würde, wenn man ihn über- In jeder Farbe in allen Fachgeschäften zu heben. Torheit in der Mode oder: Mode in der Torheit dessins und rieselnden Volants blassgetönter wohnte Frau, die sich in «Samt und Seide» kleidet Tüllstilkleider die schweren samtenen Toilet- und sich alles leisten kann; die ganze Modekonten mit breitem geschmiedetem Edelsteingürtel, fektion hat vielmehr einen geradezu sozialen Zug setzen wollte. (Cache-nez, cache-sex, soutiengorge, d. i. Büstenhalter, wörtlich jedoch Kehlensfütze.) Wenn eine Frau nichts anzuziehen hat, bitte, hier ist eine Auswahl reizender Ueberwürfe, die etwas hermachen, dekorativ und kokett, das cache-misere für alle Jahreszeiten, gewissermassen ein soziales Overall. Es kann eine weisse abwaschbare Regenhaut sein (die man auch bei uns schon trägt),- sie kostet so gut wie nichts und sieht hübsch aus. Das grosse Cape, zunächst ein Modeeinfall des Ueberflusses, ist im cache-misere ein Mantel geworden, der den Mangel cachierr. «C'est la crise, qui souffle» (die Krise weht), sagt man in Frankreich, und für dieses schlechte. Wetter hat man zur rechten Zeit den schützenden Ueberwurf gefunden; er verbirgt die Robe, die man nicht hat. Durch das cache-misere wird die Daseinshärte verhüllt. Das Steigen hat Dich hergenommen, Hast - wie man sagt ,,'nen Ast" bekommen, Ein Favraud***-Schluck tut sicher gut, Schafft neue Kraft und frischen Mut. COGNAC J.FAVRAUD &CIE. *** erstklassig RUM CORUBA N. P. U. wärmend. Der Hund, der seinem Schweif nachläuft... Eine Phantasie unseres Zeichners Jean-Louis Clert zum Thema: ,-Alle Wege fuhren nach Rom': Ideale eine amerikanische Ku chau Der Idealtypus der modernen Frau ? Als kürzlich eine amerikanische Zeitung die Rundfrage veröffentlichte: «Welche berühmte Frau der Gegenwart scheint Ihnen den Idealtypus der modernen Frau am vollendetsten zu verkörpern?» da waren viele Leute davon überzeugt, dass entweder eine Sportlerin wie Amy Mollison, die durch ihre Weltflüge eine der populärsten Frauen aller Länder geworden ist, oder eine Filmdiva — man dachte natürlich vor allem an Greta Garbo ; — die meisten Stimmen auf sich vereinigen werde. Aber nicht Amy Mollison, sondern eine andere rasch volkstümlich gewordene Amy, nämlich die neunzehnjährige Liberia-Forscherin Amy Hillers, errang den Rekord der meisten Stimmen. In der Zuschrift eines begeisterten Verehrers dieser jungen Dame heisst es: «Ich erblicke in Amy Hillers den Idealtypus der modernen Frau, weil diese neunzehnjährige Amerikanerin drei meiner Ansicht nach wesentliche Eigenschaften — nämlich Mut, Geist und Bescheidenheit — in sich vereinigt. Amy Hillers hat bei der Erforschung noch unbekannter Gebiete der Negerrepublik Liberia und in den anderen Phasen ihrer Afrika-Expedition wiederholt ihr Leben aufs Spiel gesetzt. Sie hat in künstlerisch vollendeter Form über ihre Erlebnisse berichtet und aus ihren Beobachtungen mit wissenschaftlicher Subtilität ungemein wichtige kulturpsychologische Schlussfolgerungen gezogen und sie hat sich nach ihrer Rückkehr nach Amerika leidenschaftlich dagegen gewehrt, sich in Szene zu setzen und ihre Leistungen — die Leistungen einer Neunzehnjährigen — in bengalische Beleuchtung zu rücken. Amy Hillers ist wahrhaftig schuldlos daran, dass sie jetzt Triumphe feiert.» An zweiter Stelle kommen mit ungefähr der gleichen Stimmenanzahl die Heldinnen des Films Greta Garbo und Elisabeth Bergner. «Ich bekenne mich zu Greta Garbo», heisst es in einer Zuschrift, «weil diese Frau, wie ich glaube, am meisten unter allen Frauen von heute auf ihre Gefolgschaft als Vorbild und Sehnsuchtstraum wirkt; «Ich möchte eine Greta Garbo werden!» schwärmen heimlich unzählige Mädchen, und sie brauchen dabei durchaus nicht von einer Filmlaufbahn, sondern nur vom Triumph sieghafter Schönheit zu träumen.» Dass auch — wenngleich in einigem Abstand — eine Frau wie Madame Joliot-Curie, deren bahnbrechende Forschertätigkeit sich im stillen Laboratorium abspielt, bei dieser Rundfrage mit grosser Stimmenzahl als der Idealtypus der modernen Frau genannt wurde, hängt wahrscheinlich wohl damit zusammen, dass Frau Joliot-Curie aus ihrer abseitigen Studierstube ins Rampenlicht der Oeffentlichkeit getreten ist. Ein Wettbewerb für ideale Ehepaare «Wir wenden uns an unsere verheirateten Leser und Leserinnen mit der Frage, ob ihre Ehe glücklich ist» — so formulierte kürzlich ein amerikanisches Blatt eine Rundfrage — «und wir bitten sie, ihre Antworten, mögen diese nun positiv oder negativ ausfallen, sachlich zu begründen. Die Antworten werden einer Jury vorgelegt werden, der namhafte Juristen, Aerzte, Psychologen und Soziologen angehören». Aus der Fülle der eingelaufenen Arbeiten sind fünf Einsendungen preisgekrönt worden. Den ersten Preis erhielt ein Ehepaar namens O'Donnel. «Wir haben drei Kinder», heisst es in der Selbstanalyse dieses Ehepaares. «Wir sind der Ansicht, dass Kinder eine wichtige Voraussetzung für das Glück einer Ehe sind. Wir sind gegen das Einkindersystem. Ein einziges Kind lebt immer in Gefahr, verhätschelt oder auch vereinsamt und dadurch untauglich zum Lebenskampf zu werden. Wir wollten uns zueftt mit zwei Kindern begnügen, entschlossen uns aber dann doch zu einem dritten und sind froh und zufrieden darüber. Eine wichtige Bürgschaft der ungetrübten Harmonie unserer Ehe erblicken wir darin, dass unsere Gemeinsamkeit niemals zu einem Dreieck erweitert worden ist. Kein fremder Mann, keine fremde Frau hat sich jemals zwischen uns drängen können.» Dieses preisgekrönte ideale Ehepaar teilt nicht mit, wie lange es schon verheiratet ist. Die beiden Inhaber des zweiten Preises sind ein Paar, das vor zwei Jahren seine goldene Hochzeit gefeiert hat. Philemon und Baucis haben, wie sie in ihrem Briefe mitteilen, während der zweiundfünfzig Jahre ihrer Ehe nur siebenmal gestritten: einmal, weil sich der Mann allzu lebhaft für eine hübsche Verkäuferin interessierte, einmal, weil die Frau allzu intensiv mit einem jungen Offizier tanzte, einmal wegen der Namensgebung für das erste Kind, zweimal wegen der Wahl der Sommerfrische und zweimal, weil sich der Mann einbildete, die Trau sei im Haushalt nicht genug sparsam, während sie empört remonstrierte, er gebe ihr nicht genug Wirtschaftsgeld. Aber diese sieben Meinungsverschiedenheiten haben das Glück der Ehe nicht beeinträchtigt — dieses Glück, das zwar nicht für den ersten, aber doch für den zweiten Preis des Wettbewerbes hinreichend war. N. F. P. Woraus besteht die „ideale Frau"? Eine grosse amerikanische Zeitschrift hat eine Rundfrage mit dem Thema veranstaltet: «Muss die Frau schön sein, um geliebt zu werden?» Das Ergebnis des Wettbewerbes, der in der Oeffentlichkeit grossen Widerhall fand, ist folgendes: Man verlangt von einer Frau von 16 Jahren: Schönheit 80 Prozent, sex appeal und Koketterie 20 Prozent, Intelligenz und Güte überhaupt nicht — von 20 Jahren Schönheit 70 Prozent, sex appeal 20 Prozent, Koketterie 10 Prozent, Güte und Intelligenz überhaupt nicht — von 25 Jahren Schönheit 60 Prozent, sex appeal 20 Prozent, Koketterie 15 Prozent, Intelligenz 15 Prozent, Güte nicht — von 30 Jahren Schönheit 50 Prozent, sex appeal 10 Prozent, Koketterie 15 Prozent, Intelligenz 15 Prozent, Güte 10 Prozent — von 40 Jahren Schönheit 30 Prozent, sex appeal 10 Prozent, Koketterie 10 Prozent, Intelligenz 25 Prozent, Güte 25 Prozent — von 50 Jahren Schönheit 10 Prozent, sex appeal 10 Prozent, Intelligenz 40 Prozent, Güte 40 Prozent, Koketterie fehlt. Man sieht, Intelligenz und Güte sind wenig gefragt, solange die rein äusserlichen Vorzüge vorherrschen. M. N. N. A\n sämtlichen/. V*«* «r °< £ Damen und Herren pacfuHtecie MüMefleucs J. Salzmann TJUuktqusse 17, 3kcn~ Spezialistinnen rar